Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 56 (12.7.1935)
- Date
- 1935-07-12
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 56 12. VII 1935 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 3 Bei den kurdischen Juden '"״־“ls“״ Das jüdische Dorf Sandor Im Jahre 1933 brach eine Expedition der Hebräi sehe 11 Universität Jerusalem nach Kurdistan auf. Die Expedition hatte von der Regierung des Irak den Auftrag erhalten, die Waldverhältnisse im irakisehen Kurdistan zu studieren, auf Grund dieser Untersuehung die Grundlagen zu einem noch nicht vorhandenen Wahlgesetz zu legen und ein Schema für die Aufforstung za gehen. Die Reise führte im Auto von Jerusalem über Amman quer durch die syrisch-arabi• sehe Wüste nach Bagdad und von da nach Kerkuh. Von Kerkuh am wurde im Auto oder zu Pferd ganz Kurdistan durchstreift. Nach sechs Wochen wurde der Heimweg über Bagdad—Damaskus angclreten. Von einem Teilnehmer dieser Expedition erhalten wir nachstehende interessante Schilderung. (Red.) In ganz Kurdislan findet man in den kleineren und größeren Städten und Landflecken Juden. Es fällt im Anfang schwer, in diesen Menschen, die genau so wie die Kurden in weite Pluderhosen mit breiten Stoffgürteln gekleidet sind und auf dem Kopf den vielfach gewundenen Turban tragen, SYNAGOGE hoe Juden zu erkennen. Aber schon ein kurzes Gespräch geniigt, um das fremdartige Aeußere vergessen zu lassen. Denn wie überall hei Juden in der ganzen Welt, so finden wir auch hier dieselben Gebete, dieselben Feste, dieselben Sorgen. Auch ihre wirtschaftliche Lage ist der der Juden in aller Welt überaus ähnlich. Sie sind kleine Handwerker, Händler in den Basaren, Hausierer. Eine ganz, andere und eigenartige Welt aber offenbarte sich uns in dem jüdischen Dorf Sandor. Fährt man in nordöstlicher Richtung von Mosul an den Ruinen von Niniveh vorbei, in die kurdischen Berge hinein, über Dahug nach Amadia, so sieht man nicht weit hinter Dahug links am Weg am Bergabhang ein kleines Dörfchen liegen, das sich äußerlich in nichts von den übrigen kurdischen Dörfern unterscheidet. Es ist nur vielleicht etwas ärmlicher. An den Füll einer Gebirgskette gelagert, wie die meisten kurdischen Dörfer, heben sich die niedrigen Lehmhäuser von der Ferne wenig aus der Landschaft heraus. Nur die umgebenden Pappeln, Weinberge, Ohstpflanzungen und Felder lassen ein Dorf ahnen. Von der Straße absteigend geht es längs eines kleinen Baches, der überquert werden muß, ins Dorf. Die Häuschen sind klein, einstöckig, aus Lehm gebaut und mit Eicheiireisig gedeckt. An einer Seite befindet sich meist eine kleine Veranda, deren Decke von unbehauenen Baumstämmen getragen wird. Im Inneren ist meist nur e i n Raum, in dem sich das ganze Leben abspielt. Aufs flache Dach, auf dem im Sommer geschlafen wird, führt eine kleine Treppe oder eine Leiter. Nur das Haus des Chacham, des Ortsvorstehers, ist etwas stattlicher. Ls enthält einen großen Gastraum. Beim Eintritt ins Dorf stoßen wir _ _ _ als erstes auf einige Männer und Frauen, die Kühe zur Tränke führen. Auf unsere Frage ״J c h 1111 i in?“ ant- Worten sie uns mit ja und weichen dann scheu aus. Wir merken gleich, daß unser Empfang ganz, anders ist als sonst bei kurdischen Juden. Wenn die Stadtjuden uns als Juden erkennen, so herrscht gleich Freude. Hier in Sandor begegnen wir am Anfang einem deutlich fühlbaren Mißtrauen, das erst allmählich weicht. Wir kommen dann an das Haus eines Webers, der auf seiner Veranda Garn spult. Bei ihm erfragen wir uns den Weg zum Hause des Chacham, eines sehr alten und würdigen Juden, der uns höflich ins Gastzimmer geleitet, wo wir uns mitsamt unseren kurdischen Begleitern auf dem Boden aus gestampftem Lelim niederlassen. Nachdem sich noch einige andere Männer, darunter der Schamasch, der die Synagoge betreut, cingcfundcn haben, bahnt sich langsam und vorsichtig ein Gespräch an. Nur drei Männer, darunter der Schamasch, sprechen hebräisch. Unter sich spricht das Dorf arabisch oder ״La schon hatargum“, d. h. aramaisch. Wir beginnen sie über ihr Lehen, ihre Arbeit usw, zu fragen. Aber der alte Chacham, der das Gespräch mit Hilfe eines der hebräisch sprechenden Atäuner führt, gibt nur vorsichtig Antwort, und als einer der anderen uns bessere Auskunft geben will, fährt er dazwischen. Erst allmählich wird uns klar, warum die Leute und vor allem der Chacham so zurückhaltend sind und n ie begründet diese Vorsicht Fremden gegenüber ist. Wir kommen in cur:>- päischer Kleidung, von kurdischen Soldaten begleitet und befinden uns zudem in einer Gegend, in der sich erst vor drei Monaten die Kämpfe zwischen Assyrern und Kurden abgespielt haben, bei denen die Juden von Sandor um ein Haar in Mitleidenschaft gezogen worden wären. Vielleicht sind wir, die Fremden, gar keine Juden? Vielleicht nur Spione? Erst ganz allmählich taut man auf der Gegenseite auf. Als man uns wirklich glaubt, daß wir Juden sind und in bester Absicht kommen, ist die Freude sehr groß und wunderbar herzlich. Die Fragen über Palästina prasseln nur so auf uns nieder. Kennen wir vielleicht den und den yerwandten in Jerusalem? Wie lebt man in Palästina? Wie kann man hinkommen? Wir lassen uns vor allem ohne unsere kurdischen Begleiter durch das Dorf führen, während einer von uns bei PU1T Beth Hamidrasch in Sandor dem Chacham bleibt und von ihm offizielle Auskunft über viele Dinge erbittet. Der Schamasch, der gut hebräisch spricht, führt uns, und unser Gespräch wird immer vertrauter. Wir besuchen die Hütten der Weber, wo Frauen im Innern des Hauses am Wehstuhl sitzen und Teppiche primitiver Art weben. (Die Frauen sind ebenso wie bei Kurden und Arabern überaus scheu. Sie lassen sich kaum arischen, von Photographieren ist gar keine Rede.) Wir sehen uns die gut gepflegten Obstgärten, Weinberge und Felder der Bauern an, die Dreiviertel der Bevölkerung von Sandor ausmacheri. •Ucberall begegnen wir mehr oder weniger großer Armut. Die Häuser sind — jetzt von der Nähe sieht man es deutlich — ärmlicher und kleiner als die eines üblichen kurdischen Dorfes. Auch der Friedhof wird besichtigt. Und hier an der Stätte, wo die Tradition des Dorfes so recht greifbar ist, wird unser Führer gesprächig und wir erfahren viel Interessantes. Das Dorf Sandor wird nur von Jude n bewo 11111. So war es, solange man sich erinnern kann. In ganz Kurdistan gibt es außer Sandor nur noch ein anderes jüdisches Dorf. Die Bewohner treiben schon immer Ackerbau. Es ist ein rein jüdisches Dorf, das — wie uns die alten Grabsteine und später die Synagoge lehren — seit vielen hundert Jahren besteht und eine vielleicht seit Tausenden von Jahren zählende, unabgcbrochene landwirtschaftliche Tradition aufweist. Hier finden wir einen Typ Menschen, wie ihn uns der Talmud beschreibt: Das ״Landvolk“ (A111 haarez), das aramaisch spricht, seinen Acker bestellt oder dem Handwerk nacligcht (ebenso wie zur talmudisclien Zeit ist das Färberhandwerk weit verbreitet) und im übrigen sehr ungebildet und häufig auch sehr abergläubisch ist, wie wir hin und wieder feststcllcn können. Auf der anderen Seite sind die Leute gutmütig, einfach, fromm und fest mit ihrem Boden verwachsen. Obwohl Felder und Weingärten gut bestellt sind und guten Ertrag bringen, obwohl diese Juden unglaublich geringe Ansprüche an das Lehen stellen, sind sie recht arm, da sie keinen lohnenden Absatz für ihre Produkte linden. Vor allem sind die Handwerker im Dorf in gedrückter Lage. Wie gut wäre es, wenn wir diese erfahrenen Bauern in Erez Israel hätten! Aber einer Auswanderung stehen große Schwierigkeiten entgegen. Mit ihrer k u r d i s c h e n Umgebung kommen die Juden einigermaßen aus, wenn sie auch manchmal in recht gefährlicher Lage sind. So wanderte z. B. bei den Assyrer- Unruhen das halbe Dorf nach Mosul, da man nicht wissen konnte, wie sich die Kämpfe für sie auswirken würden. Ein ausdrücklicher Befehl der Regierung schützte sie diesmal. Der Dorffriedhof ist sehr ausgedehnt und nimmt eine Fläche ein, die größer ist als die des heutigen Dorfes. Genau so wie die kurdischen Friedhöfe ist er völlig ungepflegt, ja selbst das Wahrzeichen der kurdischen und arabischen Friedhöfe, die Bäume, fehlen hier. Kleine, zu Recht- JSÄULENUM6AN& 2.HOF SYNAGOGE Beth Hamidrasch in Amadia ecken gesetzte Steine, bezeichnen die Gräber. Von weitem sieht der Friedhof wie ein Ocröllfeld aus. Ab und z.u findet man offenbar sehr alte Steine, an denen man einige hehräische Buchstaben entziffern kann. Die neuen Steine sind ohne Schrift. Der Friedhof ist über das Dorf erhöht. Man hat einen prachtvollen Blick auf Dorf und Umgebung. Der Womit soll Idi entgegenkommen IHM, midi bücken vor dem erhabenen Gott? Soll Ich ihm entgegen mit Hochgaben kommen, mit einjährigen Kälbern? sdißtr.! zugnaden ER Tausende von Widdern, Mengen von Oelbfichen? soll um meine Abtrünnigkeit meinen Erstling ich geben, um meine Seelenschuld die Frucht meines Leibes? — Angesagt hat möns dir, Mensdi, was gut ist, und wes fordert ER von dir sonst als Gerechtigkeit üben und holdselige Liebe und bescheiden gehen mit deinem Gott! Micha 6, ö — d (Verdeutscht van Martin Bubcr) Schamasch erklärt uns, daß das Dorf ehemals viel größer und ausgedehnter war. Weite Strecken sind heute unbebaut, da die Jungen abwaridern, sehr oft nach Palästina. Vom Friedhof aus geht es ins Beth 11 amid rasch, denn die Zeit des Minchagcbci-, ist gekommen. Das Beth hamidraseh ist ebenso gebaut wie bei allen kurdischen Juden, nur etwas kleiner und einfacher. Durch die Hol/tür der Umfassungsmauer kommt man m einen Hof, in dessen Mitte ein kleines höl/ernes Pult in Form eines hohen Stuhles steht. Es ist fiir die Thorarolle während der 1 liorav )ilesung bestimmt. Hier im Hof, der mit einfachen Strohmatten ausgelegt ist, findet im Sommer der Gottesdienst statt. Die Synagoge selbst, die sieh hinten an den Hof anschließt, dient nur im Winter als (iebetsstätte. 1111 Somme1!־ ist sie Vorratsrauni der Gemeinde und wir finden -- welch merkwürdiger Anblick für europäische Juden! in einer Ecke einen riesigen Haufen von Rosinen. Die Synagogen in den größeren Orten sind im Prinzip ebenso gebaut, /mm Unterschied von Sandor finden wir nur im Sniagogcuh:>f einen um den ganzen Hof henimgehciulen gedeckten Umgang, der von 1 lol/säulen getragen wird. In Amadia waren diese Holzsäulen am oberen Ende mit allen hebräischen lnschritten versehen. Nach dem Gebet -- wir!iahen hier (»elegenlicif zu sehen, daß der grollte Teil auch die Gebete nicht lesen kann — uimlr,äugen uns alle, bringen Früchte mul bestürmen uns, da/tibleiben und Roscli llaschanah, das am nächsten Abend beginnt, bei ihnen zu feiern. Wir müssen leider absagen, da wir am Roscli llaschanah in Mossul sein wollen, und verlassen unter dein Geleit des ganzen Dorfes die Bewohner dieses weltabgelegenen Dörfchens der kurdischen Berge, unter denen wir uns, obwohl so weit von der Heimat entfernt, für einige Stunden wie zu Hause gefühlt Italien. Sind schon die Juden in Sandor recht arm und leben dürftig, so stellen sie doch noch lange nicht das Acrmste dar, was wir unter den Juden Kurdistans gefunden haben, und ich kann es mir nicht versagen, zum Schluß von fliesen Al ler ärmsten zu sprechen. Von Svaratuka aus, unserem Standort zwischen Dahuk und Amadia, machten wir größere Ritte iri die Umgebung. Auf einem dieser Ausflüge kamen wir nach ca. l'istündigcm Rift in ein chald lisch cs Dorf. (Neben Kurden und Assyrern gibt cs in Kurdistan noch eine größere Zahl aramäisch sprechender cliakläiseher Christen.) Ist schon Sandor sehr wcltabgelegcn, so kann es dach keinen Vergleich mit diesen chaldüisehen Dörfchen aushalten, die 10—20 Pferdestunden weit von der nächsten befahrenen Landstraße ablicgen. Und auch hier fanden wir Juden, die uns bald durch ihr Aussehen auffielen. Besaßen die Juden in Sandor wenigstens Boden und Vieh, so!iahen fliese liier keinen Boden und überhaupt kein Iägentimi und arbeiten bei Chaldäern und Kurden als Knechte. Ls sind in jedem Dorf immer nur 1—2 Familien. Auch die Frauen müssen bei ihren Arbeitgebern .arbeiten. Da sie bettelarm sind, besitzen sie keine Freizügigkeit und müssen da bleiben, wo sie geboren sind. Dr. W alter S e 11 w a r z, Jerusalem. Eine neue Kongreß-Broschüre Nach Abschluß der Schekelaktion richtet sich verstandlicherweise das Interesse der Juden in Deutschland auf die Aufgaben tintl Probleme des demnächst beginnenden XIX. Z i o n i s t cn k o 11 g r e s s c s. Um sich ein geschlossenes Bild von den Fragen, die diesen Kongreß beschäftigen werden, zu machen, fehlte es bisher an einer übersichtlichen und klaren Zusammenstellung des Materials. Soeben ist im Verlag der ״Jüdischen Rundschau“ eine Broschüre von Dr. Michael T raub unter dem Titel ״Durch Planung zur Verwirklichung“ erschienen, die diese Lücke vortrefflich ausfüllt, in der ihm eigenen Weise hat Dr. Tratib auf 22 Seiten in knapper, aber umfassender Form eine Uebersiclit über das Material gegeben. Zu Beginn wird eine Art Situations- und Rechenschaftsbericht über die Arbeit der Jewish Agency und ihrer Instanzen vermittelt. Die Finanzlage der Jewish Agency, die stets auch mit einer politisehen Auswirkung verbunden ist, wird in ihren einzelnen Enfwickliuigsphascn aufgezeigt. Uber die englische Anleihe erfährt man hier Einzelheiten, die bisher der (?Öffentlichkeit nicht zugängig waren. 1111 letzten Jahr schloß keine einzige Kwuzali ihre Bilanz ohne einen Verdienst ab. Die meisten Kwuzoth haben sich verpflichtet, ihre Schulden an den Keren Hajessod tun viele Jahre früher als vorgesehen, zurückzu/ahkn. Der Stand der Einordnung der Alijah ans Deutschland wird durch Zahlen praktisch belegt. Dem Rechenschaftsbericht schließt sich eine Zusammen- Stellung der. ״Realitäten“ der zionistischen Palästina- Politik an. Die Probleme der jüdischen Bevölkerung, der wärtschädlichen Konjunktur, die Arbeiterfrage, unser Verhältnis zu England, werden in ihren Zusammenhängen und ihrer gegenseitigen Auswirkung scharf beleuchtet. Aus dieser Zusamniensteiimig heraus wachset! organisch die Probleme und Aufgaben zionistischer Außenpolitik. Die Schwierigkeiten einer vernünftigen Einwanderungsregelung, die Forderungen der Jewish Agency nach erhöhter Zcrtitikatszuteilung, die Schäden, die durch ungenügendes Arbeiterangehot für die Wirtschaft des Landes entstehen, das Problem Stadt und Land, dieses alles sind Fragen, die zwar oft behandelt, aber kaum jemals in ihrer Eindeutigkeit und ihrer Wechselwirkung so klar aufgezeigt werden konnten. Auch die Hintergründe der sonstigen Fragen des Landes beispielsweise die Frage der Einberufung des Legislative Council werden Umrissen. Die außenpolitischen Forderungen des Zionismus müßten eine leere Fanfare bleiben, wenn nicht gleichzeitig die Aufgaben der inneren zionistischen Politik gezeichnet und ihre Verpachtungen erörtert würden. Das letzte Kapitel der Broschüre, das sich mit diesem Gebiet befaßt, ist vielleicht das interessanteste von allen, da hier eine Fülle von sachlichem Material gegeben wird, das die zwingende Notwendigkeit unserer inneren Forderungen bezeugt: Jüdische Arbeit in Palästina. nationales Kapital, Regulierung der pnlä.winensisehcn Privatwirtschaft, zionistische Wirtschaft-plmiung, dieses alles sind Begriffe, die dem Zionisten geläufig, dem Palä-tina-Freund nicht fremd sind, die aber erst durch die Klarheit und Sachiichkeit dieser Darstellung ein wirkliches I eben gew innen. Die vorliegende Broschüre wird sovvnli] dein Leser, der sich erst kurze Zeit mit dem Problem des Palästina-Aufbaus befaßt, als auch dem ״alten Praktiker״ Wissenswertes und Wertvolles bieten und sicher in den weitesten Kreisen dankbar begrubt werden, W. T, Die Kongfrefl - Wahlbewegung Warschau, 10. Juli. (JTA.) Nach den Ergebnissen der Wahlen zum XIX. Zionistenkon״ rel! in Wcstgali/ien werden die 18 Mandate der Zionisten VVe-tcalmi'ns sich auf folgende Parteien verteilen: Welt! erb,and der Allgemeinen Zionisten 11 Mandate, Misrachi '1, Li״,» für das Arbeitende Palästina '3, die Verteilung des verbleibenden 18. Mandats ist noch nicht sicher. Nach dem Bericht des Komitees fiir die Sehekel-Aktion sind in Warschau etwa '22 000 Sclickalini verkauft worden gegenüber 18 000 zum XVIII. Zionistenkongreil. Kflwno, 9. Juli. (JTA.) Nach den Resultaten der Sehekel-Aktion werden die Zionisten Litauens 17 Delegierte zum XIX. Zionistenkongreß entsenden. Amsterdam, 10. Juli. (JTA.) Die holländischen Zionisten werden 2 Abgeordnete zum XIX. Zionistenkongreß entsenden. Einheitsliste in Deutschland Im Interesse der Vermeidung einer Walilauscinandersetzung haben sich die in der ZVfD. zusammengeschlnsscnert zionislischen Gruppen vereinigt, um eine Einheitsliste zustände zu bringen. Der Wahlvorschlag, der demnächst veröffentlicht werden wird, umfaßt daher — aus allen zionistisehen Gruppen der ZVfD. — die bekannten Repräsentanten der zionistischen Bewegung in Deutschland, so daß die Liste als eine umfassende Repräsentation der zionistischen Arbeit empfunden werden wird. Bel dieser Sachlage hat die an anderer Stelle der heutigen Nummer veröffentlichte Bekanntmachung über die Aus- Schreibung der Wahlen zum Kongreß nur eine formale Bedeutung. ______