Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 54 (5.7.1935)
- Date
- 1935-07-05
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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T Seit« 2 ן Schach Bearbeitet von J. Mieses Die nachstehende Partie wurde vom Führer der weißen Steine gleichzeitig mit zwei anderen Partien im vorigen Jahre im Schachklub zu Manchester gespielt. Schottische Eröffnung י« ■ - Vier iKuatciuic einen entscheidenden Positions- M 1 c צ c s ,־, , . . .. K hihmii ״hev er vorteil. Weiß Schw AXl 1. 0 2 —c 4 c7 05 2. '-g1 א ~{3 S bs .6 3. d2. <14 <'5Xd4 4. S i3x<14 h 18׳ -05 5. L ul ~ c3 18> ח — f6 6. .:2 c3 S8״- <7 7. S bl• d2 Eine sehen gespielte, eigenartige .Variante. 7. , S 08>:d4 Aul 7. L c5־v<14 wurde 8. c3Xd4, S t:6xd4. 9. <■4 -e5!, D 16־-—b6 (nicht 1) t6\Y5? wegen 10. S d2 t 4 u^s.)10 י. S d2 e4, 1J h6-~b4t, 11. 1- 03--12! ׳׳, I» 1)4 —c5. 12. 1.2 - b4 7.um Vorteil StdluJig nach dem 17. Zuge von Schwarz, b r <j « f ן h ־# ' 'M * 1•I von WeilS etiolgen. 8. 04-05 S <(4 r2f! Das is» oiienhar die Ik-mo SpielweiM* für Srhss'ar/. denn 8.. D16XC5. 9. «3־Xd4, 1, cS'־' d4tiari wegen 10. S d2 14־ nicht £1־ - m hclien, 9. DdlXt 2 n!R־־x5 10. S <12 c4׳ OrS <•6 n. 0 0 0!- c5>X'3 12. S C4X13 o o Mn Recht l X H 11 S«.־l|\\ fH7 ״iüi 12. . D «'fh■ a2 nicht rin. 1)10 Fo'^o 1j ׳Avon wäre 13. 1X1 ■■ < 4, Da2 alt. 14. K 11 <12, I) n 1 <«5, 15 4. und nun׳.) 12(1 . VA!! . •17, de ז 16 ac 1«.!12 1,4 ncl: ■-t S 03 <15 -■!!■ iu-r». .1111 15. .. < ¬ל rU aber h;U Wb ü die Marko 1׳ h'M idi i1׳uj 1h. T h! - V 1. 13. L 11 <13 Meli hfl Fal 1- 13. . . ו■״.?(•nrßv .. . 14. I■ <13,■,!:7t, K״B!,8. 15. Dc2 — c 11 4׳)ö tiei l)r< d 1 i 1 nי_י j) 04—14! ־. 14. K rl 1.1 <17 <15 13. £4 - 2״ . \V 1 i 15 hat < ■im.’ Ar;■;! i!i-.-U'ihl11£, dir den go<!j )tonen Hauern völlig; au! wieg?. 15. .... . 7י׳ - gC 18. 112״ h4 1)1:6 14 17. h4--115״ I.<8־Xg4 Schwarz muß das angeh.>tenc Batiernoptor annehmen, denn auf jeden anderen Zug erlangt Weiß 18. T dl gl . Damit beginnt eine hüWhe Rom. bination. die aber, .so au.sbchtsvoll sic auch erscheint, doch nicht cum Gewinn ausreieb?. 18. Dg4 i3 19. 11 5'-'g6! 1. f3Xhl 20. 6י־ g7! . Mi־ Ma'tdr41׳ung auf!17. 20.. I. hl c4 21. Se3X<15! n.1is! (lir 15 ütiU־: os droht nun S d5\<7־ nnöt. ן■ ר׳ 6 c7'>'<!5 22. I.<!3y, 4 S <15 f6 23. 1..4 57+ S!0:117 24, 27 2•׳Bi »t K 8״>:J8 25, M < 2>.17!׳ K!8 <*7! S« l!v. a■/ ha' k< 'ihon anderen Zug. + 1> 11>'!־ .26 K 07 f'6 27.;12 .13 Ta8 <18 78. I) 1,7 115 Idiiw' (־hanrenr׳ liehe!«׳ VorUetMing X! WYiß d'irb 0 >ich nicht finden!;■»--AUt, 28. T <18 <12 Der Damen: ,tu-eh auf 15 wäre -cldcrlit. weil nachher Tel--07 1^0 schiolit. 29.!1 115 h8f K (6—f5 3,3. M 118 <•8 K15 - 6״! Die Partie wurde hier als remis abgebrochen. - ID ist in der Ta? niclit erhöh!!ich, wie Weiß die etwas exponierte Stellung des srhwai/en Königs zum Vorteil ausnutzen konnte. Schach in Palästina Das Turnier um die Md.si ciM-haft von Tel-Awiw ging jetzt nach mehrmonat liehet Dauer za Kn de. Erster wurde Blaß nach Stichkamp! mit Dobkin. Den diiften Preis erhielt Winz. Vor ein paar Wochen spielte der Wiener Mebter ßeutum in Tel-Awiw gegen 28 Gegner simultan. Er grw dim 23 Partien, verlor 3 um] machte 2 uneiu mb irden. Een!er gab kürzlich Fuvrder eine Sin! 111? an vor Stellung in lebAwiw׳ grgen 25 Gegiur mit dem Ergebnis: 21 gewonnen, 2 verloren, 2 1einb. Heinz Joseph Focrdcr Aus jüdischen Sdiadivereinen L«ip1ig. fü der 1-־״hie l:,jceii!m2 tk•'. bar Knrhita Leipzig gab J. M I s .י r . < ine Snm1';!aa\( 17 vm! <!<׳n 19 ׳״■•pichen Par- (kn rr um) er imitcr nur 2 verloren };eben (״e”f11 Baumatz Urei O!. Wach•!. Hamburg. 'cjucc.le,.!!mm 1'(’. Bl,tu U< 19. M״• Klnhmeetrrmhafto Muiurr iu j<׳!,<?;!! r׳ ,p.ndem Yre.ee 7n Kmie. In tler er ׳en Klo .< -1׳ -n< Vt.tr.׳;. v. e .11•4.1 m;f 7!', Punkten, In der zweiten mul') rinc Seele ״el»11׳. Meller, wenn ich Wein rieche, •;uleil MV in. >■<> steigt dir Srrlr tlrs Meines 11 11־111 ז die hierfür geschuf feuen I.e1t1mu־e11 in iltr (i,mrli1!ien meines Gehirnes. das nicht Hein-rli^. Mtndt'in tun Mrin-rele trunken «ird,“ M eller war froh, riidlirli allein zu sein. Ellens M orte hallen ilim aucli seine \r1m1t eezeipt. Ja, er war arm. Du seihet s 11 < 1 i-1 uiitl fnuid und niimnsl dir das lleeld, zu anderen /u spreeheu. Ellen!«■■.cbämlo ihn. M rlter schlief niiehlflaue nielil. Es!rieh ihn nachls durch die Straßen. Ein Sturm ]■211•׳' die Ac-te der Bäume, daß die Schatten bin und her tanzten. Meller sah den kleinen Eevi vor sieh hergehpn. Er legte die Hand auf Levis Schulter. I.r\i fuhr zusammen. Weller betrachtete die kleine, schmale Gestalt und fragte plötzlich, sich sei Im* r iinhcgrei flieh: ״Sind Sie glücklich. Herr Levi?“ Der Lehrer sah groß auf. und schien Weiter zu prüfen. Dann aber lächelte er und zog seine Schultern etwas schief. ״Ich? w armn soll ich nicht glücklich sein'/ Mn ich weiß, was ich weiß." ..Mer weiß? Was wissen Sie'?‘• Der kleine Levi stund blaß im blassen Mondlirlit. Plötzlich, es war unheimlich, war er von einem Banmsehatlen wie verschlungen. Die Erregung Weiters übersteigerte die Erscheinung. Von irgendwo schienen ihm M orte zu kommen; .,(Uückliebsein ist keine Kunst. Glücklichmarhen ist schwer.“ Der kleine Levi stand wieder vor M eller und zupfte an seinem dünnen Bart. Der Schalten ließ ihn hervortreten, verschwinden. .,Missen Sie, worauf die Welt steht?“ Die Worte kamen aus dem Dunkel, als wäre Levi gar nielil da, nur die Stimme. ״Ich will wissen, worauf ich stehe, ich, ich!“, schrie Weiter. ״Nur, wer weiß, worauf die Mell steht, kann wissen, worauf er steht. Nur wer sich im Ewigen weiß, sieht das Ewige des Zeitigen.“ Woher kommen dein kleine Levi solche Worte, fragte sich MV Her. Kr geht daher wie ein Schalten «nd spricht wie ein Prophet. Der Sturm peitschte in «oleher! Stößen, daß Levi sich an einen Baum klammerte. Fe sah merkwürdig aus. ״leb möchte noch dies sagen, Herr Doktor, es entscheidet nirlit. was wir wissen wollen, es entscheidet, was in uns geschieht. Sie wollen nicht wissen, —“ Plötzlich hörte man ein gewaltiges Aeehzen, Krachen und Stürzen. Die M'orle Levis wurden verschluckt. Der Sturm hatte einen Ast des Baumes, an dem Levi stand, niedergerissen. Meller war rasch zimickgesprungcn. Levi war überdeckt. Weiter ergriff ein Schrecken. Er rief: ״Levi!“ Es JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 54, 5. VH. 1935 BRIEFE AN DIE REDAKTION Was ist Produktivierung? Agra, 1, Juli 1935 Ihren Berich? in Nr. 52 über den, Aufsatz von D. Ilofowitz habe ich mit großem Interesse gelegen. Es ist nadi iminer Ansicht log i.<•11, daß inan auf dem Weltmarkt in großem Ausmaß di״ Kri-o lindern kann, indom mim aus dem Produkt ionsmarkt die dort überflü-dg gcwordenen Meiwlien hcrausxtrht und sie aiulcien. aber ebenfalls produktiven Berufen zuführt. Ich glaube“ aber, daß, ahgesclaen vom ideellen Standpunkt ilcs Zionismus, der die bisher üb״ liehe Bernhsrl1H־htung der vesteurofkii-A-lien luden ablchnon muß. auch praktisch der Standpunkt des Herrn llorowitz jetzt iür uns noch keinesfalls in Erwägung gezogen werden darf. Auf dem Weltmarkt spielt auch eine verstärkte, durch jüdischer Hände Aibeil ausgeführlc Produktioti nur eine ganz unbedeu-?ende Holle; in Palästina ge* nugen unsere Produkte nicht annähernd den eigenen Bedürfnbsen. Es ist wohl unbestritten, daß ein Großieil unserer ״jüdi- .selH־n Krise־‘ von der einseitigen geistigen Benifssehichtung abgeleite? werden kann. Es widerspricht sieh nach mciner Ansidit keineswegs, daß trotz der Ucberproflukiion in der Weh wir jungen Juden die — egal aus welchen (Tnjnden — zum großen Teil iür uns übcrtlüssig gewordenen Kop!Berufe aufgelwn und in die produktiven Berufe t indringen, daß wir nunach*! durch eine natürliche Beruisschichumg, wie sie jedes andere Volk bat, zu geuinden suchen, »and dies ganz besonders in Palästina. Wenn wir dieses ideelle Ziel einmal erreicht halxui, und wenn wir praktisch einmal unseren ganzen Waren!!edarf in Palästina ־*t־lbx craibeitcn können, <1111111 er»t glaube im, dürfen wir anlangen zu diskutieren iilx!r ein Festhalten jüdischer Menschen i׳» ..Luftberufen“. H e r z Is Tätigkeit protluktiv? Er war doch Journalhb also nicht phyaiM-her Arbeiter. Oder D? prcnluktiv bloß der, der »ein, Ilcrzis gesdiautes Land zur Produktivität mit .seiner Hände Arl>eit zwingt? Was ist denn pnxluktiv? Ich denke, das Ilcrvorhnngen von et was allgemein Nützlichem. Kann dies selbst in Palästina nur mit der Hand oder mit Hand und Kopf oder bloß mit (fern Kopf geschehen? Oder mit allen zusammen? Ist der technische Wegebauer allein!»roduktiv oder aucli der {>ol!ti>che Wegebauer, <lcr ihm diese Produktivität ermöglicht*? Ist nur der Fabrikant, und der Fabrikarbeiter produktiv oder auch der Kaufmann, der dafür *■orgt, daß, wenn der unmittelbare Bedarf gefleckt ist, auch in Zukunft die Fabrik nicht ge- *chlobscn zu werden braucht? Und der Lehrer, der ihm dies Denken gelehrt hat? Oder der Mmfumatiker und Physiker, der neue Kräfte errechnet? Ganz richtig; weist Horowitz gewisse Mißverhältnisse im bhherigen jüdischen Leben auf. A!>er \v clches das richtige Verhältnis sein wird, das hängt von der Entwicklung ab, die aber nicht bloß von Palästina, sondern auch von der Wclipolitik; abbängt-n wird. Ganz sicher aber ist nach mei« nem Emjif iiulrn die Ent w icklang der körperlichen Arbeit prcnluktiv, wie sie irr der Hachscharah ״cjibmt ist, — aber nicht alle können diesen Weg gehen und andere, namentlich Ackere w־erden andere Wege sich' erobern müssen ־ aber alle mit dem gleichen Ziele — des grüßk־n Nutzen; für die jüdische Zukunft, des körjjcrlichen, geisligen und sit fliehen. Horbach?ung'vo!! D r, AscK»ir Schalom! Fritz Goldschmidt Frankfurt um Main. 1. Juli 1935 Sehr geehrte Redaktion! Die Frage, die in Nr. 52 vom 26. Juni behandelt wird, bf von mn großer Bcd:-u1־n»׳. «laß es sehr wünschenswert wäre, wenn an ihrer Beantwortung sich magliehst viele Le »er beteiligen wür■ den. Um es kurz zu sagen, war Hadisdiara in Italien Berlin, 2. Juli 1935 An die Schriftleitung der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin W 15 Sehr geehrte Herren! Zu dem Artikel ,.Hadi'cliaru in Italien*‘ in der ״Rtimbchau“ Nr. 53 darf ich bemerken, daß es sich hei dem in diesem Aufsatz geschilderten Ilachschara- Zentrum um ein von dem Brith (‘haluzim Datiim gegründetes Zentrum handelt, und daß die Menschen dort Angehörige diedes Bundes sind. Mit Zionsgruß I>r. S ק a' n g e n t h a I Klasse wurde .Simon Sioezower mit 7 Punkten erster. Zweiter wurde mir 6i/$ Punkten Stein vor Kempler mit 6 Punkten. Die driMc Klasse führt Herzfeld mit 61b Punkten an. Den zweiten, dritten und vierten Preis teilen Wcllmaim, Blutnciuhal und Rulien mit je fünf Punkten. In der vierten Klacse degten Zamoyrc und Meiseles mit je 71/2 Punkten. An dritter Stellt steht Rothherg mit 6 Punkten. Pfingsten tnjjg die erste Scliachmannsrhaft einen Wettkampf gegen Bar Korbba-'i lakoah Berlin •י1!ו. Trotz J'rsatz siegte Blau-Weiß mit 6:3, An die hebräischen Lehrer Bekanntmachung der Hauptwahlkommiesion für den XIX. Zionistenkongreß 1. Die Hauptwahlkommission des Landcsschekclverbandes für Deutschland besteht aus folgenden Mitgliedern: Alexander Adler, S. Adler-Rudel, Dr. E. Ascher, Reclitsanwalt Benno Cohn, Dr. Egon Rosenberg. Vorsitzender ist Rechtsanwalt Benno Cohn. 2. WaUvorscljläge, die von mindestens 100 wahlberechtigten Schekelzahlerft' unter/teithnft seift tniissen, sind bis Freitag, den 10. tuli. )S-LJlir spätestens, bei der H. W. K., Berlin W 13, Meinekestr. 10, cin'/tirofcheii. 3. Wahlberechtigt ist jeder Schekel/ahler mit Vollendung seines IS. Lebensjahres. Wählbar ist jeder Schekelzahler mit Vollendung seines 2t. Lebensjahres. Er muß die Erfüllung seiner KH.-Pflicht nachgewiesen haben. Berlin» den 3. Juli 1035. Hauptwahlkommission für den XIX. Zionlstcnkongnß in Deutschland: gez. Benno Cohn. Das Kultur-Dezernat der ZVfD. hat sich die Aufgabe gestellt, alle diejenigen, die sieh mit der Erteilung von hebräischem Unterricht in Deutschland beschäftigen, statistisch zu erfassen. Der Mangel an hebräischen Lehrern macht sich immer deutlicher fühlbar — aus vielen Städten erhalten wir derartige Nachrichten so daß 1ms sehr daran gelegen sein muß, alte Kräfte zu kennen, die bereit und imstande sind, hebräischen Unterricht zu erteilen und die hebräische Arbeit im allgemeinen aktiv zu fördern. Das Dezernat bittet alle Interessenten, sich bei ihm zu melden. Bei schriftlichen Meldungen wird gebeten, Adresse, Ausbildungsgang und bisherige pädagogische hebräische Tätigkeit anzugeben. Zu mündlicher Rücksprache stellt der Leiter der Tarbuth־Dcz.ernats, Dr. Kaieko, Montag nachm., von 5 bis 6 Uhr, im Büro, W15, Meiuekcstr. 10, zur Verfügung. Der Palästinafilm in Leipzig Wie wir hören, stehen die Verhandlungen über die Bildüng einer Einheitsliste unmittelbar vor ihrem Ab- Schluß. Wir würden die Bildung einer solchen Liste unter den gegenwärtigen Zeitverhältnissen außerordentlich begrüßen, da hierdurch Wahlen überflüssig werden. In Leipzig fanden am 1. Juli die 2. und 3. Vorführung des Palästina-Tonfilms ״Land der Verheißung“ statt. Obwohl Bereits die erste Aufführung vor einigen Wochen vor 3500 Zuschauern stattgefunden hatte, war der Andrang auch zu diesen beiden Veranstaltungen wieder ein ganz gewaltiger. Vor dem Film trug Herr Star er einen selbstverfaßten, wirkungsvollen Prolog vor. Darauf ergrifr R.-A. Dr. Ludwig Lehrfreund das Wort, um in packender Ansprache die Verbundenheit des Judentums in Deutschland mit trez Israel zum Ausdruck zu Dringen. Die drei Filmvorführungen haben unserer Arbeit in Leipzig außer einem ansehnlichen materiellen Erfolg einen sehr starken Antrieb gegeben und unserer Bewegung viele neue Freunde zugeführt. Der auch in Berlin bekannte Psychologe Fischei S c h n e e r s o h n hat einen Roman ״ürenadierstraßc“ geschrieben, der jetzt als Buch in Warschau erschienen ist. J0D1S< B< Bar durch! heit für zeit geh Trainin! sich voi ball da! Können deutsch 1 sich warben In man Den Rittber! brachte im Ku! die 1r Ein (Jahre; vor H Slatkm nitz L mcinsai an dei ton ten, nahiTiv! T cuton Tcchnil 5 :2 zi tracht r An zu Nord: ' an d Sieg. I 1״<! Eint Tcu' Eint Eint Ttu A Ten Tcu St tiei W u! der Bcgin: deutsc ten ai als bc gung aufope sich al Pause w weclr IJ niste lang i Auftak den liierter weiter kairi keine Antwort. ״Levi, sind Sie verwundet‘?“ Es kam keine Antwort. Weiter lief um den Baum lieruni. Er sah, wie Levi aus den dünnen Zweigen sich heraiisarbeitele. Er balle leichte Schrammen im Gcsiclil. ..M ir können Gaume] benschen“, sagte er. Er zitierte ein wenig. ״Wer hat mich geheißen, mich an den Baum zu klammern? Ich werde dein Allmächtigen danken für Sie und für mich. M'ie ist Ihr jüdischer Name?“ Sein jüdischer Name? Weiter konnle nicht Antwort gehen, schließlieh enlsaun er sich, daß er nach seinem Großvater benannt war. und Levi stellte fest, daß Weiter Schebrno ben Mosche hieß. .,Scliclorno ben Mosche ist ein schöner Name und werl, nicht vergessen zu werden. Ich heiße Meir her! Jizchak llalevi. Schelorue Isen Mosche, wieviel Segen auf einem Namen!“ Und der seltsame, kleine Herr Levi grüßte und ging. Weiter war sehr spät erwacht. Er mußte zum Gericht. Er zog sich in Eile an, lief die Treppe hinunter, auf der Straße gab ilmi der Briefträger einen Brief. Er wird von lledda sein, (lachte er, er muß von lledda sein. Er betrachtete die Schrift: der Brief war von lledda. Der junge lleermann trat zu M eller. ״Ich begleite Sie“, sagte er. ״Dr. Oberstein hat geschrieben, nein, Iz-andcr hat geschrieben. Er spricht von Herrn Julien, dem er die Hirnmelstiire finden hilft. Es ist sehr lustig. I,eander spricht auch von Ihnen. Er meint, manche waren von Krankheilen befallen, junge Menschen. Schade, sagt er. Sie sollten mehr Roastbeef essen, meint er." Beermann lachte. ״Ich ess« IloMsIlieef, ich hin gesund. Für mich ist allfts das Quark. Ich will leben, basta," Meller halte den Brief eingesteckt. Er eilte, ins Gerichtsgebäude. Er fühlte narb dem Brief, den er in seiner Brustlasche gelwirgen halte. Zehnmal schon hatte er so sich überzeugt, ob der Brief noch in seiner Tasche war. Der Schreiberlehrling wartete mit einer Map|>e auf Weiter. ״Gib den Brief“, sagte Meller und nahm die Mappe. M'elter war verwirrt. Es wurde ihm schwer, den Ausführungen des Gegners zu folgen. Wo es nur anging, ließ er die Fälle vertagen. Endlieh halte er eine Pause. Er eilte in eine Fn'ihstürksstnbe und riß den Briefumschlag auf. ״Vierzehn Tage lang habe ich an Ihrem Brief gelesen. Vierzehn Tage habe ich erst M'orl für Wort gelesen, dann kannte ich die M orte. Vierzehn Tage habe ich sie gesprochen. Nein, Sie habe ich gesprochen. Zum erstenmal habe ich einen Menschen so in mir gefühlt, daß ich ihn sprach. Es ist erschotternd, einen anderen so zu fühlen, et ist grausam." M'elter stand auf, er konnte nicht sitzcnhlcihcn. lledda, was ist mit mir? Zu wem soll ich sonst so sprechen, als zu dir. M'elter nahm den Brief wieder zur Hand. ,,Das Sprechen diese r M'orle war das Grausame, M'elter, solche Morte dürfen nicht gesprochen werden, weil sie nicht leben dürfen, weil hinter den Morien die Verzweiflung sieht, weil hinter den Worten der Selbstmord steht, es muß nifhl der körperliche sein.“ Weiter stand auf. Er bezahlte den Kaffee, den er noch nicht getrunken halle, er ging einige Slrafien, er sagte sich, du willst ruhig sein, höre sie an; cs isl lledda, die spricht. M’oller sah auf die Uhr. Er halle noch dreißig Minuten für sich. Er eille nach Haus, er warf sich auf eine Chaiselongue, er hielt krampfhaft den Brief mit beiden Händen vor seine Augen und zwang sieh zu lesen; ״Anfangs war ich verzvveifeit. Ich hatte Mitleid mit Ihnen, mit mir. Es ist so, dachte ich, wir treiben. Wohin? Der gleiche M'intl jagt uns. Aber je öfter ich den Brief las. desto mehr schwand sein Inhalt. Ich sprach nur noch Sie, nicht mehr den Brief. Ich empfange hier viele Eindrücke. Mir wollen ein Ziel, das Ziel. Sie sprechen von Ankerwerfen. M'irft man Anker auf hoher See? Muß man nicht, wenn inan das Wohin erkennen will, das Woher kennen? Sprechen wir nicht aus einem Zustand heraus? Muß dieser uns nicht offenbar sein? Melter, ich spreche in 1׳ rngen. Ich bin Ihr Leidgenosse. Ja, ich hin es. Aber um so mehr darf ich mich gegen Sie und gegen midi weinen. M enn Sie zugrunde gehen, gehe ich zugrunde.“ M'elter konnle nicht wcilerlcsen. So ist lledda, so ist dieses Mädchen! ״Ich muß noch etwas erwähnen. Ich dachte an Ihre Lage, an meine Lage. Und es war mir, als oh mich ein Schrecken überfiele. Wie ist es nur mit uns? M'ir suchen uns, wir suchen durch uns das Wesen der M'elt. M'orauf stellt, die M'elt? Und nie sprachen Sie, nie sprach ich ein Wort von Erbarmen, von I.iebe, vor! den lausend Bindungen, ohne die das Leben nicht Lehen wäre. M'elter, wie ist das zu verstehen? M'o holen wir diese Morte 11er, daß sic in uns sind? Darf man, kann man leben ohne dies? M’enn der Kompaß falsch zeigt, wie kann das Schiff richtig steuern? Dann muß es zerschellen. Aber wir sind da, um zu leben. Ich fühle es tausendfältig. M'elter, ich will nicht sagen, ich hin auf dem MVg zu mir. Aller ich bin auf dem M'ege, das glaube ich, und Sie. M'elter, Sie sind auf dem Weg. Wir werden nie so weit voneinander entfernt sein, daß wir uns nicht die Hand reichen können.“ (Fortsetzung folgt) dem Manns endete Spiel man ns Siege g«clade patliisi furtcr Spiele Schule der Fi verfüg sehr f und s Koclib und Zur hatte geladt wohl schnei wie a sich' besser ‘ Würzl I orw dagcg Torsc — v< Würzl furt f bürge