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Jüdische Rundschau · 1935-06-18 · Heft 49 (18.6.1935) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 49 (18.6.1935)
Date
1935-06-18
Page
– (sequence 8)
Language
German
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iWWB lv%' Seite 8 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 49, 18. VI. 1935 Wie ^estnl te Ich den §chal)l1ai? Für Schabbat, 22. Juni Wochenabschnitt ״B’haalotcha•‘ (IV. B. M., Kap. 8—13.) I. Unser Wochenabschnitt enthalt die F.r/älilunp von den Gräbern der Lust, die einen wichtigen Ausschnitt aus dem Kapitel: ,,Israel in der Wüste“ bildet. Das Ringen von Mosche mit dem Volk, das!!!!•:lätibi!: wird und auch Mosche an seiner Aufgabe verzweifeln bißt, wird liier dargestellt. Im ,,Moses“ von Fdmond Fleg sind die Midraschim zur Charakterisiernng dieses Ringens gesammelt. Weitere Midraschim zti unserem Worhenabschnitt in deutscher Sprache befinden sich in dem Buch: ״Mose“ von M. J. ben Ciorion Seite 281 ff. Auch die moderne hebräische I iteratur hat diesen Stoff hantig zu gestalten versucht. Am bekanntesten ist das Fpos Bialiks: Mete Miilbar, ilas man an diesem Seliahbat lesen sollte. Man wird auf die Parallelen mit unserer Zeit hinweisen müssen, wo das jüdische Volk auf dem Weg in das Land immer wieder ungläubig wird und zu einem wesentliehen Teil bereit ist, lieber in der Wüste zu sterben, als sein Schicksal zu gestalten versuchen. II. Am Schluß unserer Siilra wird erzählt von dem Verhalten Abarons mul Mir Mosche, wobei dann die bcs den Propheten durch (iolt 1׳ Stellung Mosches wird heraus Maimonides im 'ß>, Kapitel d Verirrten“. Man behandle ab- BRIEFE AN DIE REDAKTION über die Pr<)| sehe-, wobei 1 andern Werls, In den bi 7t1gie Stellung ebenso in der der I iturgie III. AN ictie und an noch M1 - e I! 11 c (ilaubt'u- Moscheandern 1 he kannten Haft am w >nr uns gegenüber ihrem Bruder nrlere Stellung Mosches unter argestellt wird. Diese Sonder- (•arbeitet und dargestellt durch s 2. Buches des ״Führers der ׳ also die Auffassung des Rambam n-be-omlere über die Stellung Mo- ■iißerimgeu des Rambam aus seinem I or.i, heran/iche. iikelu des Rambam wird die bevorloch einmal au-d! iieklieli verankert, sun:; der 11 (irtmdlebren, dem aus ,jigd.tl'g Kap. 2,1! 1,7 gelesen; Schalrbat (Jianukah. Der enab-ehnitt i-t durch die einen goldenen I dichter!!־!Schnittes wird von dem Seeharja die gleiche llaftara sagt man am Zitsammetdiang mit unserem Woch Vision Seebärjargegeben, in der ei sieht. (Am Anfang un-crcs Wochen Leuchter gesprochen.) Psalm 68. F. Der Leuchter Zu der Be-el1reib1111g des I etiehters in der heutigen Sidra w äre die i )ar-tclhing bei Josephus (Jüd. Altert. '3, 8, 3 und 11, I, 1) herau/u/iehen. Wir werden dort mannigfache Abweichungen fe-t-telien. 1 li-tui׳!sei! wäre das Schicksal des Leuchters zu besprecluui. Bekanntlich soll der von Moses angefertigte I dichter im Tempel Salomos ge-tamlen haben. Vor der Zerstörung des f empels verbarg mau! ihn mit den anderen Tcnipelgeräten. Der leuchte!־ aber des I lerodianisehen Tempels wurde von Titus nach Rom geschafft. Fr ist noch heute auf dem berühmten Titnsbogcn i!1 Rom zu sehen. Moses fertigte den I.dichter nach einem vom Himmel gekommenen Muster an. Der Midrasch erzählt, ein Feuchter aus Feuer sei heniiedcrgckommen und Moses habe den Leuchter •nach dieser Vision gestaltet. (So in Menachot 29 a.) Es ließe sich •hict der. Gedanke von der Idee, die präexistent lebt'Tfffd zuweilen dem Menschen offenbart wird, erörtern. 1 in Leuchter und besonders in der immerwährenden Flamme sahen die Alten ein Unterpfand der göttlichen Aligegenwart in der Mitte Israels. Man sollte hieran den Begrift des נר תמיד des immerwährenden l ichtes, das nach der Ueberlieferung schon im Tempel dauernd gebrannt hat, erörtern. Das Wunder der Wachteln Das murrende Volk, das sich nach Fleisch sehnt, speist iioti mit Wachteln. Der Midrasch sieht in der Zeit der!.ehren von Groß Gaglow Altona, 10. Juni An die ,,Jü(ii8che Rundschau“, Berlin Ak Mitglied jener Gruppe der njj(;., dir vor nunmehr einem Jahre in Wilhelm! neu iinhe sieh nun Herhaluz. durrh^orungpn baU!iahe i< h mit!•>־mnVnl1eit v׳< Mi dem Srhirk^al der Siedlung Groß r׳;tL,do\v> gelesen und in jw’isonlirhrr Km k'praehe mit An^enzetiLyu'i erfahren, wie )mit die Siedler hei rot te!1 wurden. \Y '1r, die wir aueh hnfflen. anf dent^rhem Boden zu siedeln, k<hun< n mit jenen Men-ehen füh- Ion, Wir wünschen ihnen, daß 5ie (he Knift linden niorhien, in 1-hez Israel noehmals das seliwne We!k zti herinnen. Wir holten, daß ihnen die ziimUtisriien Oi!׳ankat innen die Hilfe nidit versagen werden. Bei dieser Gelegenheit muß aber den deut >:;11־ .jiidhehen Organi'itionen, lx־i voller Ancrkeimun^ ihrer Arbeit, einmal zugerufen werden, w;e wir in enttäu«chung>reiehc1n Kampfe erkennen mußten: Bekennt, deutlieh, daß landwirt sehaff liehe IJ in- Schichtung auf deutschem Boden keine Zukunft hat. Vertröstet eure Leute nicht mit Yer.xprcrhtingen, an die ihr nicht glaubt. Wir jungen Menschen wollen nicht, unsere besten Jahre im \S arten auf leere Versprechimgen verbringen, wir wollen arbeiten zum Nutzen der jiidk sehen Gemeinschaft. Ks war ein langer, schwerer Weg. bis wir uns zur Kikenntnis durehgenmgen h.dx'11, daß nur Taia-tina die Gewahr gibt, daß wir nütz.- liehe < Bieder der (lenerat ionenkette 'ind, soweit wir die Not• Wendigkeit der Umschichtung im jüdischen Volk erkannt, haben. Wir wissen, daß nicht alle deutsehen Juden den Weg nach Krer Israel gehen können, wir möchton alter diejenigen, welche den Weg zum Bauern, Gärtner und Handwerker getänden halicn, vor Jlhi'ionen bewahrt wissen. I>r. I forbert Gonsioro wski sinaitiseben Gesetzgebung das Israel einer vollendeten Zeit, einer Zeit ohne Gebrechen und Krankheiten. Es ist ein Volk, trotz seiner Mängel, dem große Wunder geschehen wie in der Zeit der großen Zukunft, dem Zeitalter der Erfüllung. So brachten Bäume am Tage ihrer Pflanzung Früchte, Gott lieh Manna fallen mul brachte für Israel Wachteln herbei (Tanchuma zu קדושים!• Von den Wachteln selbst wissen wir, daß es sich hierbei tim einen Zugvogel handelt, der im Herbst in großen Scharen über das Mittelmeer fliegt. Die Tiere sind gewohnlich nach den Strapazen des langen Fluges so ermattet, <lali man sie mit den Händen einfangen kann. Nach unserem biblischen Bericht trieb ein Sturmwind die Tiere herbei, wobei die Vögel von dem Wirbelsturm vom Meere her erfaßt und landeinwärts getrieben wurden. J.M. Reichsvertretung und Jugendalijah Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendalijah teilt mit: Die Reidisvertrefung der deutschen Juden bat sich entschlossen, angesichts der wachsenden Bedeutung, die die Jugendalijah cinuimmt, zwei Vertreter, Frau Lola HahnvZ a r b u r g und Herrn Adler-Rudel, in die Arbeitsgemeinscliaft für Kinder- und Jugendalijah zu entsenden. Sie werden im Interesse der Reiclisvertretung an allen Be- Schlüssen und' Entscheidungen, die die Jugendalijah betreffen, teiJn eh men. ’ '_ Persönliches. In diesen Tagen ist Ji/chak Ben-Aba ron aus der Kwuzah Oiw’ath Chajim (Emek Chefer) zur Mitarbeit im Hecbaluz in Berlin eingetroffen. Ben-Aharon ist durch seine Tätigkeit an hervorragender Stelle innerhalb der landw'irtschaftlieben Arbeiterschaft in Erez Israel und in den Kreisen der Alijnh aus Deutschland bekannt geworden. — Marduk S e h a 11- 11 e r, Mitglied des Merkas, ist von einem längeren Studienaufenthalt in Erez Israel zurückgekehrt. Die Wahlen in Hadar Hakarmel IDifa, 29. Mai 1935 Boi Ihrer Nofi? in Nr. 41 der ״J. R.“ über die Wahlen in Hadar llakanmd bemerken Sie: ,,Die £0ringe Zahl der abge<p׳henen Summen ist auf die Ge-üaltung dos Wahlrechts zunickzuiühr<׳n. das mir einem «wringen Teil der Einwohner zn-feht.“ Das kann dm Kmdmek erwecken, als oh hier ein ״,m? reakiioniire.s Wahlrecht bestünde, das die meisten Bewohner etwa entrechte!. In Wirklichkeit!זי es so, daß das Wahlrecht allen Be wehnern von Hadar zusteht, die bcrcits ein Jahr lang Wasser vom Waad Hadar Uakarnvl bezogen und damit ihre Steuerpfücht oder ihre Bei t rag;pf licht gegenüber dieser privaten Organisation det Bewohner dieses jüdischen Stadt« teil.4 von Haifa erfüllt haben« Allerdings müssen sie atisdrücklieh ihren Beitritt zu dieser Organi-a!f.on erklärt haben, wa* die meisten aus Lässigkeit oder < ih'icligült igkefl nicht tun, obwohl es sie nVh’s kostet. So kommt es, daß z> Zt. von den etwa 3200 Wa^sefbeziehcm in 5094 mir etwa 700 .srimmbercch« tigte Mitglieder sind. Von diesen halxm sich 90 °'o an der Wahl beteiligt, darunter die Gruppe der Olim aus Deutschland, die sich den fort.־-chri1t!ichen Parteien angrschlossen hatten und 2yv£S Sitze im Waad erhielten. Dr. Hillcl Sch achtet Raphael Nathan Rabinowitz Ji'lgava, (I. 6. 6. 35 In Nr. 45 bringen Sie einen AuN.1t?. ,,Die Münchener Talmud-llaiicNchnft‘•. Zur Heriehliping möchte ich bemerken, daß Raphael Nathan Rabinowit* nicht in N'cu-Seharogin, sondem in Neu-Schagarren geboren war. Dr. Leo Ksntor Juden und Jüdisches im Rundfunk Mittwoch, 19. Juni: Hilver-um (302). 17.10: u. a*. Rubinslein. ״־־* Brüssel (!ranz., 484), 17,30; Schallplatte!!, Jehudi Mcnuhin. —- Dole (,aroien (313), 18.30: Sendung der Voix dT-uael. — Sehottlaad (391), 21: u. a. ״Der Meesia-Ü' vo!1 Hand(■], CastolnuovOi Tedcsco. — Piag (249), 21: Klavier-Ouintctt von Goldniark. — i.uxrniburg (1304), 21.55: Schallplatte!!, Moszkowski. — Kahmdtx)!־g (1261), 22.30: u. a. Weil!. — Wien (507), 22.40: Das Roth׳ 5ehil(l-(>uark׳tt spielt, Donnerstag, 20. Juni: Straßlmig (349). 12: u. a. Offenbach; 18.30: u. a. Toma-i: Hebräisches l.ied in r Violine und Orchester. —י Wien (507), 19.25: 11. a. ״Die Afrikanerin“ von Meyerbeer. -— Eomlau Regional (342), 20.20: Harriet Cohen spielt. --- Bordeaux. Ca!. (278), 20.30: Aus Werken von Oifcnharh. — Luxembuig (1304), 21.15: u. a. Mendohsohn. — Stockholm (1389), 22r u. a. Moszkowski. Freitag, 21. Juni: Radio Paris (1648), 11.45: Sendung der Voix d’Isiud. lluizen (1875), 14.40: u. a. Offenbach. ־— Warschau (1345), 17: 11, a. Milhaud. — liilvcr,!!!17.10 .(302) ״: Mendelssoll!!, M0-1zkt>\\ >ki. - - Wien (507), 17 15: \o!1־rag von Dr. Hugo Groß, Gesehii i ז s l'!ihrer der Oesterre i el 1 Geh ־ Pa lii .•י l ine nsi sehen Wirfschaits- und Handelskammer, über ״l־]\portmÖ£li<:hkeitcn naofr Palästina“. — Riga (515), 20: Offenbach: ״Orpheus in der Unterwelt“. — Radio Paris (1648), 20.45: Joseph Salmon spielt. Prag (470), 21.05: 11. a. Bloch. —- Kowno (1935), 21.20: Sinfonie A-Dur Nr. 4 von Mendelssohn. ANTWORTEN DER REDAKTION Frau Margarete Mendel. Wir sind durchaus Ihrer Mdnung, daß gerade die jüdischen Jugendverbände großen Wert darauf legen sollten, bei Wanderungen auch in ihrer äußeren Haltung und ihrem äußeren Aussehen untadelig und sauber zu sein. Wahrscheinlich ist der von Ihnen angeführte Vorfall mir eine bedauerliche Ausnahme. BERLINER HANDWERK UND EINZELHANDEL Altpapier Herbert Cohn Berlin NW 40, . ,05■ 21 20׳ Sammri'Nr. 0 ג־ Hnnaa (>2\b Asphaltierungen Ballo * Schoepe. 180 ׳ Kaplan «für.!878 / Itr.d.t'.O.B.H. )Dachu. Asphaltarbeiten B!n.״W!im.,Trautenaustr-18 II 7,1SS8 ROBERI WOLfERS U j <. Kur/ür%tvmi<-tmm /י / c J2 Oliva 47Sfi Pflasterungen Aufzüge ernst r 1scn«r. FahrstumiabriK Kt M, Kulmbichar Str. 8, H 4 Kar. 7852/ 1־. iN’achtruf G 3 i.schiert.?75^. Hepar, jed Art, Pflege, FahrstuhUcile. Aeiteste Jüd. Firma di##er Branche. Liefer. u. Müßt• 8. Jüd.Gern. M65 f Am Nordhafen 3 / D6 5224 AufsOge jeder Art!Reparaturen aller Systeme Umbauten. Seilerneu« runßtn Auto-Vermietung Auto-uermietung Bestg-epfl. Wa^t-n jeder Größe Meycrnosi» G 1 Stephan 0773 Bauwesen Bauarbeiten jeder Art Blumann & Gründers C 2. Gr. Prisidentenstr. 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