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Jüdische Rundschau · 1935-06-14 · Heft 48 (14.6.1935) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 48 (14.6.1935)
Date
1935-06-14
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Saite 14 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 48, 14. VI. 1935 Wie gestalte ich den Schabbai? Aus dem Reich Für Schabbat, 15. Juni Wochenabschnitt ״Nasse" (IV. B. M. Kap. 4, 21 - 7, 89) I. Dieser Wochenabschnitt enthält die Bestimmungen för einen ״N a s i r“. Man versteht darunter einen Menschen, der freiwillig bestimmte Verpflichtungen auf sich genommen hat, z. B. keinen Wein /tt trinken oder sich das Haar nicht scheren zu lassen. Der Prophet Sch'tnuel und insbesondere der Richter Schimschon sind die bekanntesten Vertreter des Nasiräertums. Da die Haflara der Schimschon-Ueschichte entnommen ist, beschäftigen wir uns mit dieser Figur, die in der Literatur häufig behandelt wurde. Bekannt ist die Oper ״Samson und Dalila“. 111 neuester Zeit sind verschiedene Simson-Romane erschienen, u. a. von Altalena (Pseudonym für Wladimir Jabofinskv) und Felix Salten. Wir werden uns jedoch hauptsächlich an den biblischen Text halten, der voll dramatischer Spannung ist und bei einer geschickten Darstellung das Interesse aller finden wird. Dem ״Nasir“ ist ein eigener Mischna-Traktat gewidmet, der in der dritten Ordnung der Mischna aufgenommen ist. II. Unsere Sidra enthält den Wortlaut des Priester- Segens. Dieser Akt ist eine der wenigen Funktionen, die dem Priester geblieben sind, nachdem der Tempel zerstört wurde. An jedem Festtag ״duelienen“ die Kohanim, und es ist verboten, während des Segens auf die Priester zu schauen, weil nach jüdischer Vorstellung, die ״Sch’china“, die göttliehe Majestät, auf ihnen ruht. Der Priestersegeu schlicht mit den Worten: ״W’jaßem l’cfia schalom׳'. Fs ergibt sich hier die Gelegenheit, über den Begriff ״S c 11 a 1 o in“ einmal;11 sprechen, der noch viel mehr enthält, als das deutsche Wort: Friede. 1111 Hebfäischcn klingt noch der Begriff: Ganzheit, Harmonie an. In der hier schon häufig zitierten Midraschsaimnlung ״Jalkut Schimoni“ findet sich zu unserem Wochenabsclmitt eine Zusammenstellung über die Bedeutung des ״Schalotti“, die sehr viel interessantes Material enthält. So groll ist die Stellung dieses Wortes, daß Gott sich das Wort Schalem als Namen gewählt hat. Schalom ist bekanntlich der jüdische Gruß geworden. III. Man liest an diesem Sehahbat den I. Abschnitt der .,Pirk e Awot“, der die Kette der Tradition von Mosche bis zu Rabbi Jchuda Hanassi enthalt. Besonders reizvoll ist es, die Sprüche der einzelnen Mischnalehrcr aus ihrer Zeit heraus zu verstehen. Man wird dann häufig sehr interessante Zusammenhänge aiifdccken können. IV. Als Haftara wird Schoftirn, Kap. 13 Vers 2—25, gelesen. Psalm 67. E. Dl• Institution das Nasiräers Es wäre besonders lehrreich, auf die Institution des Nasiräers in ihrer religionswie kulturgeschichtlichen Ent- Wicklung cm/ugehen. Der Nasir ist von Hause aus eigentlich der Abgesonderte, der sich Gott durch ein Gelübde weiht (vgl. נ1ר was: sondern, (enthalten, sich von etwas enthalten, heißt). Er nimmt gewisse Verpflichtungen auf sich, die sonst dem Durchschnittsmenschen fremd bleiben. Vor allem enthält er sich vom Genuß des Weines und der Produkte des Weinstockes, er läßt sein Haar frei wachsen und entzieht sich jeder Berührung eines Leichnams, die ihn, wie den Priester im Dienst, kultisch unrein macht. Diese Bewegung, die auch sonst in der altbiblischen Geschichte belegt ist. haben wir als Reaktion altisraelitischen Wesens gegen die kanaanäische Stadtkultur und die Verehrung der fremden Götter, besonders der Bealini, aufzufassen. 'Es kommt der Protest gegen die sogenannte ״dionysische“ Kultur zum Ausdruck. — Geschichtlich wäre hier an die Rechabiten, die als stammesmäliig organisierte Nomadengruppe am Rande des palästinensischen Kulturlandes gelebt haben, zu erinnern. Sie lehnten z. B. das \X obnen in Häusern, die Acker- und Baumkultur, den Weingenuß ab. Es war als״ ein bewußtes Festhalten am Ideal des Nomaden. — Vielleicht sollte man auch in diesem Zusammenhang die l.ssäcr erwähnen. Von hier aus läßt sich eine Parallele zu den Erscheinungen in anderen Kulturspliären wie der Askese und dem Mönchstum ziehen. Dabei müßte gesagt werden, daß das liidentum diese Institutionen nicht kennt, zumal ihm das Ideal der Weltentrücktlieit fremd ist. Der Nasir entsagt dem Leben nicht, er bleibt, obwohl er sich Gott weiht, in der Sphäre des wirklichen Lebens und greift im Leben tatkräftig ein. Die Erscheinung der Askese ist im Judentum erst neueren Datums. Diese Uebung zur Er- Tcichung eines Ideals der Frömmigkeit und der Gottesnähe ist besonders intensiv von den späteren Kabbalisten des 16. Jahrhunderts, im Kreis der Kabbalisten in Safea um R. Issak Luna und seiner Junger und Nachfolger, gepflegt worden. Die Institution des Nasirs kennt zwei Formen. Die älteste Form ist die des ״abgesondert sein“ auf Lebenszeit, etwa bei Simson. In der späteren Zeit setzte sich die Form des Nasirs auf bestimmte Zeit durch. Von dieser Art Nasir ist in unserer heutigen Sidra die Rede. Man wird gut tun. sich manche Gebräuche des Nasirs Zu vergegenwärtigen. Interessant ist besonders die Tatsache, daß das Haar frei und tingesdiiiiften wachsen muß. Zum Zeichen des Gelübdes trugen auch Araber langes Haar, ln dem Brauch, sich das Haar lang wachsen zu lassen, liegt der urtümliche Volksglaube zugrunde, daß die Seele, die Urkraft des Menschen und seine Sieghaftigkeit in einem seiner Körperteile (hier im Haar) verborgen liegt. Dieser alte Volksglaube lebt noch im späteren Volksmärchen fort. Die Institution des Nasirs hat sich noch bis in die späte Zeit hinein erhalten. Joseplms erzählt von ihr im ״Jüdischen Krieg“ 11, 15, 1. Simson Die Haftara zur Sidra handelt von der Geburt Sim- Sons. Man lese die Simson-Gcschichte (Rieht. 16 ff.) und beachte hier besonders das bereits erwähnte Haarmotiv. Simsons Heldenkraft, seine Sieghaftigkeit liegt im Haar verborgen. Daher darf es nicht geschnitten werden. Mit dem Fall des Haares verliert er auch seine Urkraft und wird wie ״ein jedermann“. — Interessant ist aber hierbei das andere Motiv dieser Geschichte: Simson verliert seine Heldenkraft und damit seine Haare durch Fraucnschönheit und Frauenlist. Auch dieses Motiv wird häufig im späteren Märchen variiert. Die altgrichische Sage von Pterclaos und von Nisos, die je ein einzelnes Haar in ihrem Schopf hatten, das ihnen aber Sieg und Leben gewährte, behandelt ein ähnliches Motiv. Ihnen wird das Haar durch ihre verrätcrische Tochter ausgerissen. Geschichtlich ist es interessant, die Simson-Ocschlchte zu lesen und die darin sich widerspiegelnden ältesten Verhältnisse Israels in Kanaan zu besprechen. Besonders wäre hier der Kampf Israels gegen die eindringenden Philister (ihre Herkunft, Vordringen, Kultur, Kriegstechnik usw.) zu erwähnen. Hierzu diene besonders Dubnow, Geschichte Bd. I. J.M. Von unseren Berichteratattern Alsey (Hessen). Lehrer Sex erhielt einen Ruf als Lehrer und Kantor an die Gemeinde Karlsruhe. Bremen. Am 19. Mai wurde unter Beisein Rafael Möllers von der lianhalah Hamburg eine Ortsgruppe des Brith Hanoar gegründet. Die Leitung betimk-t sich: Am Kuscnberp 47. Buchen I. Baden. Es wurde ein Vortrag über Leben und Wirken Maimonides' gehalten. Essen. Vor der Zion. Ortsgruppe berichteten am 23. Mai über die Berliner Tagung der ZV1I). Dr. Cohn, Dr. W'estfeld und Dr. Klein. — Am 11. Juni sprach Georg Guthmann, Frankfurt am Main, über den wirtschaftlichen Aufbau Palästinas, — Die \Vi?.o rief am 20. Mai ihre Mitglieder zusammen, um ihnen von der Berliner Tagung der W izo zu berichten. Gertrud Golm schilderte die persönlichen Eindrücke und referierte über die Mitarbeit der W'izo bei der Vorbcrcilung auf Erez Israel, Hagen. Der zionistische U nippen verband für Rheinland und Westfalcn hatte um 2. Juni zu einer Kundgebung nach Hagen eingrladen. Es .sprachen Dr. Ilans Capell, Dr. Josef Ncuberger, Düsseldorf, und Dr. Siegmund W’assertmuui, Oberhausen, über ״Der Palästina-Aufbau als Aufgabe der Juden Deutschlands“. Hirxcnach (bei St. Goar a. R11.) Die Gemeinde wurde aufgelöst und die Synagoge an einen Privatmann verkauft, der säe abrcißeti und das Gelände als Bauplatz verwenden wird. Die Kultusgegenstände wurden in die Nachbargcmciudcn gebracht, ln dem Urte wohnen jetzt noch zwei jüdische Familie״. Der schüngelegene ehrwürdige Friedhof ist ein Beweis für die ehemalige Größe und das Alter der Gemeinde. Karlsruhe, ln einer Veranstaltung sämtlicher zionistischen Organisationen sprach Dr. Licht, Mannheim, über ״Der Zionismus vor dem XIX. Kongreß''. Mehr als 250 Zionisten waren erschienen. Kassel. Frau Hilde Kugelrn.tmi, Kassel, sprach über ״Retseeindrücke einer Frau in Palästina“. Der Berich!!unterließ eine sehr starke Wirkung. . Dr. Hans Pomcranz, Frankfurt am Main, förderte die Schekel-Aktion durch seinen Vortrag über ״Die zionistische Situation in Deutschland und Palästina“. — In einem Sonderkonzert wirkten Frl. Kli.-abeth I'cllcvie als Sängerin zusammen mit den Cellisten Prof, Mendelssohn, W. Gerhard und Rudolf Dublin. Die Darbietungen standen aut hohem künstlerischen Niveau. — Prof. Dr. Kurt Bandy (.Mittelstelle für jüdische Lnvaehsenenbildurig) hielt eine Lernzeit über pädagogische Fragen ab. Worm». Am 15. Mai sprach Adolf Pollak über ״Neue Perspektiven des Palästina-Aufbaus“. Der Redner verstand es, seine zahlreichen Zuhörer mit seinen Ausführungen über dis große Geschehen in Palästina und über die neuen Entwicklungen dort miUurrißen. Zwingenberg (Hessen). Herr Bleieisen, bisher Bensheim, wurde als Lehrer und Kantor von der Gemeinde gewählt. Ankündigungen Bamberg. Am 18. Juni, abends 8 Uhr, spricht. Dr. D. Schloßberg, Berlin, über: ״Jüdisch-Nationale Zukunft oder Liquidation“ im Jüdischen Jugendheim (Knabenhort). — Breslau. Zion. Vereinigung. Am 19. Juni, 20.30 Uhr, im Palästina-Büro, Gartenstr. 25. Ausspracheabend über: ״Notwendigkeit und Methodik des Hebräischlemens“ mit einleitendem Referat. -- Frankfurt am Main! Gesellschaft für jüdische Volksbildung; Am 24. Juni. 20.45 Uhr, Vereinshaus, Eschersheinwr Landstr. 27: ״Eine Photographin sieht Palästina“. Lieht, bilden Arune Mosbacher, Kassel. Erläuternde Worte: Dr. O. I. Roscnthal, Kassel. Eintrittskarten: bei Drogerie Schneemann, Buchhandlung Strauß, Bücherstube Schatzki, Feinkosthandlung Gerlich, Ireim Kastellan des Vcrcinhttuses und an der Abendkasse. — Hlldeihelm. Am 16. Juni: Gruppen Verbandstagung des Gruppenverbandes Hannover im Gemeindehaus, Am Lappenberg 2t. Tagesordnung: Walter Tempel, Berlin! ״Zlonlsmus In der jüdischen Welt — Zionismus im Judentum Deutschlands"; Max Weiner: ״Vor dem XIX. Kongreß — Probleme des Palästina-Autbaus — Sinn und Aufgabe der Zionistischen Organisation". Arbeitsbesprechungen für lionistische Arbeit, Keren Kajemetit und Jugendarbeit (Hechaiuz und Makkabi), Eröffnung: 10 Uhr. Familien-Nachrichten Frau Regina K a t z, Fulda, Mittelstr. 38, beging atn 3. Juni den 75. Geburtstag. Bar Mizwah-Termine Am 15. Juni ■— 14. Siwan: Ist N e m I i c h, Sohn von SamueJ Nemlich, Magdeburg, l'ischlerkrugstr. 11 a. Am 22. Juni — 21. Siwan: Hannes Hirsch, Sohn von Eugen Hirsch, München, Kobellstr. 6. Am 29. Juni - 28. Si«־a״: Alfred Michaelis, Sohn von Julius Michaelis, Hamburg, Andreasstr. 33. Am 29. Juni — 28. Siwan: Hans-Bernhard Ritter, Sohn von Georg Ritter, Liegnitz, Baumgartstr. 6. Rabbiner Dr. Einstein-Landau Rabbiner Dr. Einstein, Landau (Pfalz), ist int Alter von 73 Jahren verstorben. Der Verewigte hatte als religiösliberaler Rabbiner weit über seinen engeren Wirkungskreis hinaus einen bedeutenden Namen erworben. Er war zunächst Rabbiner in Heilbronn, später in Laupheim und sodann in Landau (Pfalz). Sein Tod hat starke Anteilnahme hervorgerufen. _ Gruppenverbandstag Niederschlesien Als Auftakt des Gruppenverbandes fand die Uraufführung des Palästina-Films ״Das Land der Verheißung“ statt. Das Tauentzien-Theater war überfüllt. Es waren etwa 1000 Personen erschienen. Dr. David Schloßberg hielt eine Anspräche, die lebhaften Beifall fand. Der Film selbst wurde mit großem Interesse und starkem Beifall aufgenommen. Der Oruppenverbandstag war von etwa 60 Gesinnung«־ genossen besucht. Dr. Schloßberg referierte über das Thema: ״Der Zionismus vor dem X!X. Kongreß — Der Zionismus im Judentum Deutschlands", fn der Aussprache wurden die Be- Schlüsse der Arbeitstagung in Berlin betreffend den ziontstisehen Führungsanspruch wärmstens begrüßt. Frau Mara Landau referierte über die Wizo-Tagung In Berlin. Danach sprach Dr. Hans Prinz, Breslau, über die Ortsgruppenarbeit. Er betonte insbesondere die Notwendigkeit einer ernsthaften Schulung der Mitglieder. Letzte ״Alijah“ vergriffen! Auch die 7. große Auflage der vom Palästina-Amt herausgegebenen Informations-Broschüre ״Alijah“ ist, ähnlich wie die bisherigen Auflagen, bereits nach wenigen Wochen ausverkauft worden. Es gibt kaum eine andere Tatsache, die so eindeutig das große Interesse beweist, das die Juden in Deutschland Palästina entgegenbringen, wie die Beliebtheit der ״Alijah“. Man kann feststen, daß das Palästina-Amt in der völlig ob'ektiven und sachlichen Darstellung seiner Informations-Broschüre einem tiefgreifenden Bedürfnis entspricht. Die große, neu eingefügte Palästina-Karte in deutscher Sprache hat, wie viele Zuschriften bestätigen, besonderen Anklang gefunden. Angesichts der überaus stark andauernden Nachfrage mußte sich das Palästina-Amt entschließen, einen Nachdruck der ״Aliiah“ in Auftrag zu geben, der in den nächsten Tagen erscheint. Juden und Jüdisches Im Rundfunk Freitag, 14. 6.t Radio Baris (1648), 11.45: Sendung der Voix d'Lracl. — Straßbur{; (349), 13.05: Schallpl., u. a. Ottenbach, Mendelssohn. — Wien (507), 16.10: Schallpl., u. a. Weinberge!. — Brüssel (484), 20.30: u. a, Hebräische Melodien von Paul Gilson. — London (342), 20.30: Konzert, u. a. Mendelssohn. ־-■ Lusernbnrg (1304), 21.45: Luoie Lewinsky singt u. a. Lieder von Milhaud und jürl. Volkslieder von Rosenthal und Jean Berger. — Kalumiborg (1261), 21.40: Lieder von Schönfeld. Sonnabend, 15. 6.: Wien (507), 12: u. a. Mendelssohn; 17.25: Schallpl., u. a. Gitta Alpar, Offenbach. — Brüssel (franz., 484), 20: Jüdische Musik auf Schallplatten, u. a. Bruch, Rosenblatt. — London (449). 20.30: u. a. Mendelssohn. — Stockholm (1389), 17.05: u. a. Korngnld. Sonntag, 16. 6.1 Wien (507), 12.15: Vierte Symphonie von Mendeissuhn. - - London National (1500), 13.30: L. Isancs spielt. — Riga (515), 14.35: u. a. Offcnhach. .- Brünn (325). 17.45: Die Melo-Parodistcn (Kabarett llanigun) singen u. a. jüdische Volkslieder. Montag, 17. 6.! Riga (515), 19: u. a. Offenbach. — Brüssel (484), 21.15: Jüdische Musik auf Schallplatte״, mit Erklärungen, — Luxemburg (1304), 21.30: u. a, Rubinstein. Dienstag, II. 6.1 Warschau (1345), 12.18t u. a. Korngold, Mendel•• «ihn. — Luxemburg (1304), 13.35: u. a. Mendelssohn. *— Midland (270), 20.45: Die Pianistin Hatriet Cohen spielt u. a. Mahler. Victoria-Versicherung. Der Aufsichtsrat beschloß, den General vef- Sammlungen der einzelnen Grafschaften folgende Vorschläge zur Genehmigung zu unterbreiten: Die Victoria zu Berlin, Allgemeine Versicherungs-A.-G., und die Victoria am Rhein, Allgemeine Versicherungs-A.-G., werden den in der Lcbensablcilung nach den altert Gewiimtariicn Versicherten die gleichen Dividendc1!sätze wie im Vorjahr zuweisen. Für die im Jahre 1933 neueingeführten D-Tarif« wurde der Zinsgewinnanteil aut H/s 0'״ des maßgebenden Deckungskapital, teögc'.elzt und die Zü-atzleistung von 80 °/00 auf 90 ח/ח, der Versicherungssumme erhöht. — Die Aktionär-Dividende wird bei der Victoria zu Berlin, Allgemeine, wie im Vorjahr mit 75 R.M. für jede Aktie vorgeschlagen. Davon werden nach den Vorschriften des Anleihestock-Gesctzes 40 RH. für jede Aktie in bar an die. Aktionäre ausgeschüttet, während 35 RM. für jede Aktie zur Bildüng des Anleihestockes an die Deutsche Golddiskontbank für Rechnung der Aktionäre abzuführen sind. Die Aktionär-Dividende bei der rheinischen Victoria soll für die Aktien I.it. A. 90 R4f. (wie im Vorjahr), für die Aktien Lit. B. 60 RM. {wie im Voijar.׳) betragen. Bei der Victoria, Feuer-Versiehcrung.vA.-O.. wird c׳nn Aktionär-Dividende von 20 RM. (im Vorjahr 22,50 RM.) für üw Aktie vorgesehlagen. Davon wrrden nach den Vorschriften des Anlcihcstock-Gesctzos für die Aktien Lit, A. 8 RM. für jede Akne in bar an die Aktionäre ausgesrhiittet, während 12 RM. für jede Aktie zur Bildung des Anleihcstockes an die Deutsche Golddiskout• bank für Rechnung der Aktionäre abzuführen sind. Kür die Aktien Lit. B. werden 8 RM. für jede Aktie in bar an die Aktionäre ausgeschüttet, während 12 RM. für jede Aktie dem nicht eingezahlten Aktienkapital zufließen. Bei der Victoria am Rhein, Feuer- und Trans- |>orf-Versicherungs-A.-G., soll die Dividende für die Aktien Lit. A. 95 RM. (wie im Vorjahr), für I.it. B. 57.50 RM. (wie im Vorjahr) betragen. Bei der Victoria Rückversicherungs-A.-G. wird für die Aktien Lit. A. 12 RM■ (im Vorjahr 15 RM•), für Lit. B. 30 RM. (im Vorjahr 37,50 RM.) als Dividende vorgeschlagen. Um den Verkehr nach Paladin» auch während des Sommers tu fhrdtrn, hat sich, wie uns mitgeteilt wird, der Lloyd Triestino ent• schlossen, auf den direkten Palästinadicnsten Hin- und Rücklahrkarten in der I. Klasse mit dreimonatlicher Gültigkeitsdauer zu dem ermäßigten Breis von 489,30 RM. einschließlich Taxen für die Strecke Triest—Haifa und zurück auszugeben. Die letzte Hmfahrtsmögliehkeit ist am 4. September 1935 gegeben. Schekel-Aktion 5694/95 An alle Mitarbeiter der Schekel-Aktion Seit der letzten Bekanntmachung ist eine weitere Zahl bemerkenswerter Berichte eingegangen. Erfreulicherweise haben nun auch schon mehrere Großstädte — so Breslau, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Köln, Königsberg, München, Stettin und Wuppertal-Elberfeld — mltteilen können, daß sie entweder das Kontingent überschritten haben oder unmittelbar vor Erreichung des Kontingents stehen. Ferner hat in der Zwischenzeit eine weitere Zahl mittlerer und kleiner Gruppen wie Bautzen, Emden, Freiburg, Görlitz, Halberstadt, Kissingen, Münster, Neustettin, Osnabrück, Stendal, Ulm und Wittlich wesentliche Fortschritte über das Kontingent hinaus gemeldet, Noch immer fehlen zwar aus einer nicht unbeträchtlichen Reihe von Orten zahlenmäßig« Zwischenberichte. Trotzdem sind bereits jetzt über 60000 Schekalint als gezahlt gemeldet worden. fn allen Orten sind die Mitarbeiter, wie berichtet wird, nach wie vor mit größter Hingabe an der Arbeit. Es besteht kein Zweifel, daß die letzten Wochen der Schekel- Aktion, die am 30. Juni endet, noch eine verstärkte Anstrengung aller Helfer und damit eine beträchtliche Steigerung des Ergebnisses bringen werden. * Achtung! Wir machen darauf aufmerksam, daß der In Stettin ausgegebene Schekelblock Nr. 8854 mit den SchakaUm 88 511—88840 außer Kraft gesetzt ist. SoiiiUidi• Vereinigung fttr Deutschland . ... - . ... . ».... _

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