Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 48 (14.6.1935)
- Date
- 1935-06-14
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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VI 1935 JÜDISCHE RUNDSCHAU Palästinensische Umschau NR. 48, 14. JUNI 1935 ission I skommission l Moody, olonialamtes;ierung auch ermögliche Anwachsens Eung der Haifa und Anwachsens palästinenriffen, auch mg sei beer j ü di. ierstütze sie 1 Versuchs, wurden so. insbesondere betreffend, g und der dy, die Einle erwogen, ionieren der :r seien für n g e n zwi• ertreter der chen Gegenrechen, ler jüdischen rdanien und;utiert. Herr kommenden itglieder der inderung stünden :ntgegen. 1 politischer 1g der Lage r Frage der had und der indatarmacht 1, Wirtschaftcs Mandats- und -handel, icts im Hin- ־Verhältnisse, mg der sich Als Bericht- : der portulie arabische [tenabteilung 1t der englides Völkerinsjordaniens in unserer Mai rettete Pom. den :hlermeistcrs Kleine war Moses, der in Boot und ngen fassen, em anderen ind brachte, e des nennibte, in den sein Leben. 1o1is c h en :ine bündige lern. Damit ende sonsti- :rt, der auch d strophische jularität, die en Stil des n al frescon besonders farfen, zwei 3alazzo und im ganzen :höre gegente Leitthema trumentation isik nur in* delnd in das ich, sondern!ubstanz des :r ein mittel- :r einzelnen ischer Stufe, Solostimme der Leitung Castelnuovo tgie Jacques :griffen. Wie iria bewegte istung. Dal» rn der groß* a, ein Stück en. Der far* :r Mantegnas Coneau sich id Im dritten!den Savona* älafenen Sol* :haffen. Ein der epischen g real ge* ähnlich. Das md den Re* 1uf den ״Aldie Veranursprünglich attfinden zu ard Herz Zehnjähriges Jubiläum des Dawar Die Tel-Awiwcr Tageszeitung ״D a w a r“ feierte dieser Tage ihr zehnjähriges Bestehen und gab aus diesem Grunde eine Festiiuinmer heraus, die einen überaus reichhaltigen literarischen Teil enthält. Mitarbeiter der Festnummer sind u. a. die Dichter Agnon, Cliasas, Burla, Anochi, Schimono* witz, Elieser Steinmann, Imber, Licbtcnbaum, Jakob Fieltmann, Koppclcwitsch. Schalom, Schlonsky 11. a. Die Zeitung, die 56 große, siebenspaltige Seiten umfant, enthält ferner Arbeiten von allen ständigen Mitarbeitern des ״Dawar“, eine Reihe von Begrüßungen und Würdigungen und eine Reihe programmatischer und politischer Artikel. Diese Nummer des .,Dawar“ muß als ein überaus eindrucksvoller und würdiger Rückblick auf eine große Arbeit von zehn Jahren bezeichnet werden. Die Gründung der Zeitung schien vor zehn Jahren ein Wagnis zu sein. Heute ist sie aus dem Leben Palästinas nicht wegzudetiken. Unter der Leitung von Berl Kaznelson, mit Moses Beilinson als führender Redaktionskraft, Mitarbeitern wie Rubaschoff, Assaf u. a., hat die Zeitung eine außerordentliche journalistische und publizistische Leistung vollbracht. Unermüdlich kämpft die Zeitung, das Organ der Arbeiterorganisation, für den Gedanken eines jüdischen arbeitenden Volkes und für die Interessen der Arbeiterschaft, stets erfüllt von echtem nationalen Verantwortungsgefühl. Mag die Stellung der Zeitung, wie es selbstverständlich ist, von ihrer politischen Richtung bedingt sein, die große Idee, der sie dient, ist die nationale, soziale und kulturelle Regeneration des jüdisehen Volkes, Die Zeitung hat stets die Erziehung des Lesers als ihre Hauptfunktion betrachtet. Sic hat dazu beigetragen, daß jener Geist der Pioniergeneration der jüdischen Arbeiterschaft, die nicht nur für die Eroberung der Arbeit, sondern zugleich fanatisch für die hebräische Sprache und die Pflege jüdischen Kulturgutes eingetreten ist, im palästinensischen Leben auch dann maßgebend geworden ist, als die großen Einwanderermassen diese Gruppe in die Minderheit drängten. So bleibt dem ״Dawar“ auch in Zukunft die große Mission, dafür zu sorgen, daß diese wertvollen geistigen Güter sieh behaupten und an der Füll- Tung des Volkes mitwirken. Wir beglückwünschen den ״Dawar“ nicht nur zu der reichhaltigen, vielseitigen und fesselnden Festiiuinmer, sondern auch zu den Erfolgen seiner bisherigen Tätigkeit und seines Aufstiegs und wünschen, daß er auch in Zukunft so führend bleiben möge, wie er es bisher gewesen ist. Von der Woche Zu Schawuoth fanden in Jerusalem und Tel-Awiw Ch a g ■ H a bi k k u r i m - F c i e r n statt. Die Kinder aus den Kindergärten brachten zugunsten des Keren Kajcmclh Erstlingsobst dar. Die diesjährige Ernte im E m e k geht infolge der Einführung neuer Erntemaschinen, die durchschnittlich sieben Dunam stündlich schneiden, in sehr schnellem Tempo vor sich. Im östlichen Emek ist in diesem Jahre die Gerste besonders gut geraten, dagegen haben in Nahalal die Regenfälle die Ernte geschädigt. Im allgemeinen wird dieses Jahr in der Landwirtschaft als ein gutes Ernte j ah r bezeichnet. (Palcor.) Die Histadruih Haowdim bat ihr bisher _ selbständiges Schulwesen dem Waad Leunii, der die Leitung des gcsamten hebräischen Schulwerks inne hat, zur Verwaltung übergeben. Der Waad Lcumi wird von nun an für den Gesamtctat auch dieser Schulen verantwortlich sein, während er ihm bisher nur eine Subvention gewährte. Die Autonomie des Histadruth-Scliulwcrks in pädagogischer Hinsicht bleibt gewahrt. Wie ״Dawar“ meldet, hat die Palästina-Regierung das Statut der I> a 1 ״ s t i n a - A r b e i t e r 1 i g a bestätigt, eines Verbandes arabischer Arbeiter, der durch die Histadruth geschaffen worden ist. Es handelt sich hierbei um eine autonoine Organisation, die unter den Auspizien der Histadruth steht. Gruppen bestehen in Haifa, Jaffa und Jerusalem. Bei einer von dem Kinderschuf/amt der Tel-Awiwer Stadt- Verwaltung gemeinsam mit der Polizei unternommenen nachtliehen Fahndung nach verwahrlosten Kindern und Jugendlichen wurden einige Dutzend jugendliche beiderlei Geschlechts, darunter einige arabische Jugendliche, aufgegriffen. Die Untersuchung ergab, daß die Kinder zum grüßten Teil nicht aus Tel-Awiw stammen, sondern aus Jerusalem, 'Liberias und verschiedenen Siedlungen nach Tel-Awiw gekommen sind. Die Angehalteiten wurden dem städtischen Erziehungsheiin für verwahrloste Jugendliche übergeben. Einem amtlichen Bericht zufolge sind zur Zeit in Palästina 133 Schulgärten der Aufsicht der Regierungsdepartements für Erziehung und Landwirtschaft unterstellt. Bei Afuleh wurden 1000 Dunam Boden zur Ansiedlung von 40 jüdischen Familien aus Deutschland erworben, die dort intensive Landwirtschaft betreiben sollen. Eine Gruppe ausländischer Industrieller beabsichtigt die Errichtung einer Gummifabrik in Afuleh. Der Stadtrat hat 30 Dunam hierfür zur Verfügung gestellt. Ueber die Wahl der Baustelle schweben noch Verhandlungen. Wie Palnews erfährt, beabsichtigt eine Gruppe von Persönlichkeiten, unter denen sich das Mitglied des Stadtrates von Tel-Awiw Joseph Fetter befindet, eine neue Versicherungsgesellschaft unter dem Namen ״Zion“ ins Leben zu rufen. Das Palistinakomitee des Keren H a j e s 8 0 d teilt mit, daß eine achtmonatliche KH.-Aktion in Palästina am 1. Juni abgeschlossen worden ist. Sie erbrachte 35 450 Pfund. Das ist das Doppelte des Gesamtertrages des vergangenen Jahres. Der freigelassene Simcha Hinkis hat ein Grundstück in der Nähe von Tel Benjamin zwecks Errichtung einer Wirtschaff von Isaak Leib Goldberg geschenkt erhalten. Das Rockefeller-Museum, das bedeutendste archäologische Museum des Nahen Ostens, ist offiziell in die Verwaltung der Palästina-Regierung übergegangen. Der High Commission er wird demnächst die Eimveihungszeremonie vor* nehmen. Bei den Ausgrabungen in Lachisch wurden, wie nunmehr feststeht, 17 Scherben mit hebräischen Inschriften aufgefunden. Sämtliche Funde wurden zwecks Ausstellung nach London geschickt und werden dann in dem neuen Rockefelier* Museum in Jerusalem zu ständiger Aufbewahrung untergebracht werden. Ueber die Bedeutung dieser Entdeckungen haben wir in der ״Jüdischen Rundschau“ Nr. 33/34 eine ausführliche Darstellung veröffentlicht. Das Neueste in Kürze Von unserem palästinensischen 0 I.־Kor respondenten T c I - A w i w, 2. Juni 1035 Entwicklung der Wirtschaft Die ״Pa lest ine Salt Company“ (Gesellschaft zur Salzgewinnung bei Athlith) hat beschlossen, dieses Jahr 71/3 Prozent Dividende aus/uschütten. Das I.andwirischaftsdepartenicnt der Regierung berichtet über einen Rückgang in der N e u a 11 p f i a n / u ri g von Zitr 11 splan tagen in diesem Jahr. Es wird angenommen, daß die Ernte des kommenden Jahres nicht 10 Millionen Kisten betragen wird, wie früher angenommen, sondern mir 8 Millionen, da die Schäden der letzten Hitzewelle beträchtlich gewesen sind. Auf der Konferenz des ״At a s c 11 b i r“ (Einkaufs- und Verkaufskooperative der Arbeiterschaft) wurde der Umsatz, des letzten Jahres mit C 108 850 angegeben. Dem Maschbir sind 54 kooperative Defaillädeii in Städten und Siedlungen angcschlosscn. In El C h a r e m, einer Gruppe des ״Kibuz Meuchad“, in Hcr/Iiah (Scharon) wurde bei einer Brunncnbolming reichlieh Wasser gefunden. In Bcth Wegan bei J c r u s a I e 111 hat eine Fabrik zur Herstellung pharm a /.cutis c 11 er Pr o d 11 k t c unter dem Namen ״Tc*׳a“ zu arbeiten begonnen. Das Kapital der Gesellschaft ist mit C 3255 registriert. Die Wasserversorgung in Jerusalem soll nach Berechnungen der Behörden Anfang nächsten Sommers fertig werden. Die Relirlegmig in der Ebene ist fast beendet, es bleibt die Fertigstellung der Leitung im Hügelgebiet. Es werden vier Pumpstationen gebaut, in Ras Ei Ejn (bei der Quelle der Audscha, aus der das Wasser entnommen wird) und drei an entsprechenden Leitungsstellen. An Stelle von Lowick, dem verstorbenen Registrator für Kooperativen ist A. F. Nathan, der bisherige stellvertretende Direktor des Laiidwirtsdiaftsdepartemcnts der Regierung, ernannt worden. Auf dem Wege von Jerusalem nach Jaffa wird bei dem Dorfe Abu Gosch durch die Gesellschaft ״Jachin“ auf Boden des KKL eine neue jüdische Siedlung ״Kirjath A n a w i in B“ gegründet werden. Die neue Siedlung wird den Charakter eines Moschaw Owdim haben. 40 Familien erhalten je 15 Dunam für gemischte Wirtschaft, weitere 80 Familien je 5 Dunam für Geflügelzucht und Obstbau. Politik, Gesellschaft, Kultur Die Regierung veröffentlicht ein Communiqtie, in dem sie ihre M a ß 11;1 h tu e 11 zur M a I a r i a b e k ä!11 p f u n g hekanntgibt. Das Gcsundlieitsdepartcmcnt vergrößert seine Aktion zur Bekämpfung der Kraiikhcitsgef'ahr im laufenden Jahr. Das Budget für die Arbeiten ist auf C 18 000 festgesetzt worden. Die Regierung fordert die Bevölkerung zur Koopcration mit den verantwortlichen Rcgierungsbcamteu auf, weist aut die erfolgreiche Bekämpufng der Seuche in den Städten hin und gibt eine Eiste der laufenden und projektierten Drainagearbeiten. Der Pressechef der Palästi 11 areg ierung, Furness. war Gast der Journalistenvereiiiigung in Tel-Awiw, die bei dieser Gelegenheit verschiedene Forderungen der Journalisten gegenüber der Regierung zur Erleichterung ihrer Arbeit in Palästina vortrug. Furness beglückwünschte den ״Dawar“, die hebräische Tageszeitung der Arbeiterorganlsation, zu ihrem zehnjährigen Bestehen. Der stellvertretende f)istriktsccmimissioner in Haifa ef* kannte in seiner Eigenschaft als administrativer Richter das Rc e 111 des Ke r e n K a j e in e t h a 11 f d c 11 Boden des W a I d es hei N a 11 a I a I an, der bei verschiedenen Gelegen- 11 eiten von benachbarten Fellachen besetzt worden war. 'Der Richter erklärte, die gew altsame Besetzung des Bodens liefere den Nachbarn keine Ansprüche, wenn sie ihr Besitzrecht nicht legal beweisen können. D i e _W a 11 I e 11 f ii r den Z i 0 1! i s t e 11 k o!1 g r e ß sind in Palästina auf den 22. Juli festgesetzt worden, ״llaarcz“ weist darauf hin, daß dieser Termin mit dein Todestag von Her/I zusammcnfällt und es daher notwendig sei, das Datum zu ändern. In Gewa ((Ebene J es red) wurde der Grundstein für das neue Sehnig e b ä u d e gelegt. In N a t a i in (Schomron) w urde der Grundstein für die Schule gelegt. 133 Schulgärten werden jetzt von dem Landwirtschaftsdepartineiit der Regierung in Dorfschulen unterhalten. Die Lehrer sind zu einem Teil in der 1 air.lwirtschaftsschule von Tulkercrn aiisgebihlet. Die ( 1;ir(־׳n erhallen vom Dcpartement Samen, Setzlinge, Geflügel, Bienen und Seidetnvürmcr. Bei einem Bosm h in den Siedlungen :11־. Schomron besuchte der 11 i g 11 G <> in in i s s i u 11 c r die Wirtschaft eines der neuen a 11 s Deuts e 11! a ח d e i!1 g e w a 11 d e r t c 11 Siedler, I )entschmann in Parikwselnnah (Irnlier Oppeln), und erkundigte sieh hei ihm nnd seinen Nachbarn über die Lage der Wirtschaft und das f n 11 chc 11 der neuen Einwanderer im l ande. Der Stadtrat von Tel-Awiw 11,1t beschlossen, das Wohnh a 11 s von B i a I i k in ein .\\ 11 - 11 ׳׳ in 11111/mvandcln. Von Freunden des Dichters -iml C 10׳;: 0־,sammelt worden, 11m die Angehörigen für ihren Anteil am 1 lause zu entschädigen. Die E i s e n h a I! n a r b 0 i I er hielten in H a i f a eine Konferenz ab, um über die Neuregelung der Arbeitsbedingungeii durch die Regierung zu beraten. Die Konferenz wählte 7!)elegierte, die dem High G.>mn1is־-i׳jncr ihre Forderungen vortragen sollen. Der Ii. C. Halte der Konteren/, brieflich mit, daß er bereit sei, ihre Delegation zu empfangen. Aus dem arabischen Leben In Jaffa wurde für den Mufti von Jerusalem cfn großer Empfang ahgehaltcn, an! dem der .syrischen Delegation iu Genf das Vertrauen der Anwesenden ausgesprochen wurde. (Die Gcgcuipartci des Mufti hat vor kurzem der Genier Delegation ihr :Mißtrauen ausgesprochen.) Im Distrikt B e t 11 s e h a ii 11,ihn! sieh ar,,!bische Landwirte aus benachbarten jüdischen Siedlungen Mälidreschmaschinell (Combines) gemietet, weil sie sonst aus Mangel an Arbeitern die Ernte nicht einßnngen können und cs ihnen besser lohnt, mit den Maschinen zu arbeiten. Die h a 11 r a n i s c h e n Arbeit e r im I I a i f a c r Hafen erklärten einen Streik und verlangten eine Erhöhimg• ihrer Lohne und einen Arbeitstag von 8 Stunden. Es gelang ihnen auch, einen Teil‘ihrer Forderungen durch* zuset/en, worauf sic die Arbeit wieder aufnahmeii. Die a r a bische I. a ndivirtsc 11 a f t s b a n k eröffnet im Juni eine Filiale m B et 11 S e h a n. Der neue Bürgermeister von Jerusalem, Dr. K h a I d i, ist dabei, mit verschiedenen anderen arabischen Bürgermeistern eine neue arabische Partei zu schaffen. Die Millionenanleihe fürTel-Awiw Die Prudential Versicherungsgesellschaft hat־ wie wir bereits kurz meldeten, an die Tel-Awiwer Stadt- Verwaltung eine Anleihe in Höhe von 1 Million Pfund gegeben. Diese Anleihe ist nunmehr von der Direktion der Gesellschaft bestätigt worden, vorbehaltlich der Zustimmung des englischen KolorialamGs. Die Anleihe soll für Ameliorationen und soziale Fürsorge verwandt werden. Der Stadtrat von Tel-Awiw hat, nachdem Vizebürgermelstcr Rokach mltgctellt hatte, daß die Regierung ihre Zu- Stimmung zur Aufnahme der Anleihe erteilt hat, den Plan der Anleihe endgültig ratifiziert. Wie ״Palcor“ erfährt, schweben weitere Verhandlungen zwischen der Prudential und dem Waad Leu ml zwecks Gewährung einer Anleihe von £ 100 000, die zur Errichtung von Schulgebäuden dienen soll. Auch in diesen Verhandlungen zeigt sich das große Interesse der Londoner City an der wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas. Neue KKL-Siedlungen J e r u s a 1 e m. (Palcor.) ״I r g u n M c n a c h e m": Die Arbeiten für die V'orbereitunng des Keren Kajcmcth-Bodcns zwischen üedera und Beer Tuvia für die genannte Siedlung werden energisch fortgesetzt. Man gräbt gegenwärtig einen Brunnen, mul sobald diese Arbeit beendet ist, wird man den Boden fiir gemischte Wirtschaft parzellieren (20 bis 25 Dunam pro Familie). Der ״irgun Mciiachcm“, der hier angesiedelt werden soll, zählt 100 Familien mit 270 Personen, Einwanderer ans Polen, Beßarabien und Rußland. ״Ramat Aha ton“: in Kürze wird das Wasserreservoir und die ersten 20 Häuser in der neuen landwirtschaftlichen Siedlung ״Ramat Aharon“, die jüngst auf Keren Kajemetli- Boden in Rechobot zum Andenken an Aron Eisenberg, den Gründer von Rechobot, errichtet wurde, fertig sein. Neben dem Keren Kajemetli haben sich an der neuen Siedlung auch die Erben des Verstorbenen sowie die B’nci B'rith-Loge beteiligt, deren Mitglied der Verstorbene jahrelang war. ״En Hascharon“: Der Kibbuz ״E11 Hascharon" bat, wie bereits kurz berichtet, jetzt den Boden übernommen, den der Keren Kajemetli für seine Kolonisation in Hartia (Charoscheth Hagoiim) bestimmt hat. Der Kibbuz zählt 60 Familien, sämtlich Mitglieder des Hascbomcr Ha/air, Ein- Wanderer aus Jugoslawien und Rumänien, die bisher fünf Jahre lang in Magdicl gearbeitet haben. Kürzlich haben die jugoslawischen Zionisten eine besondere Aktion durcligefülirt, die die Ansiedlung •der genannten Chalu/.im ermöglichen soll, und der Keren Knjeineth konnte dem Kibbuz, eine Fläche von 1250 Dunam übergeben. Vorläufig hat sich nur ein Teil des Kibbuz auf dem Boden niedergelassen, während andere Mitglieder, vor allem Fachleute, als Lohnarbeiter arbeiten und mit dem ersparten üelde langsam ihre Wirtschaft entwickeln werden, bis sie völlig auf dem Boden der neugegründeten Siedlung leben können. Weltkrieg und arabische Propaganda Die arabische Tageszeitung ״Fah-tin“ veröffentlicht einen Leitartikel über die .Mängel der arabischen Aiißenpropagamlri, Alle Versuche der letzten Jahr«.', ein für die Außenwelt bestummes, in engli-chcr Sprache erscheinendes arnhi-cln-.s Organ luranszuiiringeii, sind gescheitert. A!> die politische 1 agc der Araber nach den Unruhen 1(>2d besonder - -eliwicrig war, wurde das Wucbenb'att ״Ealastin" in en ״,:ischer Sprache gegründet, welches die Propaganda der ara hi-elieu Sache nach außen und besonders im englischen Parlament auf sich nahm. Abi■!־ das Blatt ging ein. Nach einer l!nie i'brechum; von drei Jahren gaben die Araber zu demselben Zwecke die ״A r a b I edcration“ heraus. Aber nach wenigen .Monaten verwandelte sich das englische Blatt in ein arabisches, das sich nun nicht mehr mit Aulicnpropagamlu befähle, sondern mit dem inneren Zwist der Parteien in Jerusalem, I hiruutliin winde ein dritter Virsnch unter!10111 me11 ׳ und es erschienen die ״Aral) Times"'. Aber auch dieser Versuch mißlang und die Zeitung verwandelte sich wiederum in eine arabische mit inneren Parteiange* legenheiten sich befassende Zeitung. So befinden sich die Araber in ihrer Allslandspropaganda immer im Nachteil. Am Ende des großen KriegCS waren die Araber kiaft ihrer Teilnahme bereelitigt zu erwarten, daß ihnen dieselbe Freiheit gewährt wird, wie sie andern Völkern, die auf •Seite der Alliierten am Kriege teilgenommen haben, gewahrt wurde. Aber ihre Haftniingcn wurden enttäuscht. Um so wichtiger sei es, daß die Araber sich für eine neue Möglichkeit vorbereiten, die sich morgen ergeben könnte. Alles deutet darauf hin, daß ein neuer W e i t k r i e g bevorstclit, dem gegenüber der letzte 1i!1 lokaler Krieg gewesen sein wird. Es sei Aufgabe der arabischen Führer, alle Vorbereitungen zu treffen, damit sic imstände sind, die öffentliche Meinung zu bearbeiten und im historischen Augenblick die endgültige Verwirklichung der arabischen Freiheit zu sichern. ״Hamaschbir“ im Jahre 1934 Jerusalem. (Palcor.) I>er Jahresbericht der Genossen• sehaft ״Hamaschbir“ ist jetzt veröffentlicht worden. Die Gesamteinnahmen der Genossenschaft betrugen im Jahre 1034 L'P IÖS 809, gegenüber EP 122 S15 im Jahre 1033. An Tozercth-Haarcz-Produkten wurden für CP 130 711 ver* kauft; hiervon landwirtschaftliche Produkte für •LP 64 200, industrielle Produkte für CP (6 420. Der Bruttogewinn beträgt 5,7 ״>׳. Die Gesamtausgaben betragen 3,55 ',.י des Um* Satzes, der Nettogewinn 3,17 ״״ vom Gesamtumsatz. Das Kapital der Gesellschaft bis zur Bilanz betrug CP 18 408 (im Vorjahre CP 12 553). Der Gesellschaft gehören 106 Mitglieder mit 425 Aktien zu je 10 Pfund an. Mit dem ״I lamasehbir“ sind 31 Genossenschaften verbunden, denen 4080 Mitglieder angeboren. Der Erlös der Filialen betrug 1031 CP 171 004 (im Jahre 1033 CP 03 504). Die Filialen haben beim ״Hamaschbir“ Produkte füx CP 48 750 gekauft*