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Jüdische Rundschau · 1935-05-31 · Heft 44 (31.5.1935) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 44 (31.5.1935)
Date
1935-05-31
Page
– (sequence 11)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU B C T 1! II C F ll II II 11 S C 11 ü H Im Kampf um Kundgebung der BZV. Am Montagveranstaltete die BZV. in den Musikerfest- Sälen eine Kundgebung unter dem Motto ״Wie lange noch liberale Gemeindeherrschaft?“ Amtsgerichtsrat a. I). Kurt Tuchler beleuchtete als erster Redner die Ursachen! die zu dem jetzigen Kampf gegen die Gemeinde geführt haben. Er wandte sich gegen die heute konstruierten fiktiven Gegensätze. In Wahrheit handelt es sich um ein Bekenntnis /.um jüdischen Volk oder dessen Ablehnung. Die jüdischcn Gemeinden des Mittelalters waren stets Mikrokosmen des jüdischen Volkes. Erst im 19. Jahrhundert begann der Aufklärungsprozeß, bei dem ein ״Dreitagcjudentum“ übrig blieb. Wir stehen heute wieder im Prozeß der R ii c kkehr zur Volksgemcindc, und dieser Erkenntnis wird sich auch die Berliner Gemeinde nicht verschließen können. _ Dr. Georg Lubinski behandelte die Haltung der Gemeinde gegenüber den zionistischen Forderungen. Ein Teil der Wähler, die die Liberalen 1930 gewählt haben, sind heute bereits gute Bürger Palästinas, und wenn unsere Gegner behaupten, sic erfüllten ja unser Programm, so sei darauf zu sagen, daß Programme nicht von deren Gcgiiern erfüllt werden können. In der Gemcindcverwaltung hat man den Zionisten die unwichtigsten Dezernate überlassen: man läßt sie die Vergangenheit verwalten. Von den 12 Millionen des Gemeindeetats sind etwa 3—4 >0׳ den Zionisten anvertraut. Es sei eine Unmöglichkeit, daß man denen, die allein heute in der Lage sind, dem jüdischen Volk einen Weg zu weisen, die positive Mitarbeit an der Gemeindeverwaltung verweigert. Der Gemeinde fehlt Lebensnähe und Realitätsbewußtsein. — Auch an der Wirtschaftshilfe übte der Redner scharfe Kritik: es habe sich erwiesen, daß eine konstruktive Hilfe nur möglich sei, wenn der Weg nach Palästina führt. Dr. Alfred Rabat! erinnerte an die Kämpfe in früheren Jahren. An vielen Beispielen zeigte er, daß von einem Umlernen der Gemeindegewaltigen keine Rede sein kann. Schon allein die Tatsache der Unterstützung des Schulwerks der Reformgemcinde beweise dies, denn es handle sich hier um einen Versuch zur Rettung der Vergangenheit, um eine 11 n jüdische Schule. Auch in der Frage der Judenpflege, insbesondere im Sport, lassen sich zahlreiche Beispiele für die reaktionäre Haltung der Gemeindeverwaltung anführen. die Gemeinde Als letzter Redner setzte sich Dr. Schloßberg mit den Problemen auseinander. Er zeigte, daß allein die ziouistische Ideologie die Feuerprobe bestanden hat. Die anderen Richtungen haben keine Antwort auf die Fragen der Zeit zu geben vermocht. Nach und nach haben sie sich die zionistisch eil Forderungen und Vokabeln zueigen gemacht und rühmen sich nun ihrer Taten. Wenn die Ocmcindevertretung behaupte, sie habe ja umgeiernr und müsse deshalb auf ihrem Posten bleiben, so wäre dem logischerweise entgegenzusetzen: dann sind ja diejenigen noch Icgitimierter, die nicht erst umzulernen brauchten! Das deutsehe Judentum will in dieser Zeit nicht Verwalter, sondern F ii hrcr, die Voraussicht besitzen. Diese selbstverständ- Montag, den 3. Juni, 20,30 Uhr im großen Saal des Logenhauses, Kleiststr. 10 KUNDGEBUNG zur jüdischen Situation in Deutschland Leitung: Dr. Siegfried fifoses Vorsitzender der ZVfD KURT BLUMENFELD ״Zionistische Stellungnahme zu Jen Erscheinungen unJ Tendenzen Jes jüdischen. Lehens in Deutschland** Da* vorige Geschlecht und die letzten Jahre / Gemeinde und Judenheit / Dauernde Organisation und wechselnde* Programm / Wesen und Wert der Assimiiation / Palästinafreunde von gestern und heute Rettung oder Erlösung? / Das neue Geschlecht Zionistische Vereinigung für Deutschland Berliner Zionistische Vereinigung liehen Forderungen sind heute nicht erfüllt. Auch dieser Redner betonte die Notwendigkeit eines offenen Bekennt• nisscs zum jüdischen Volkstum. Alle vier Sprecher fanden die lebhafte und ungeteilte Zustimmung der Anwesenden. N, Alles schon dagewesen Aus Leserkreisen wird uns geschrieben: In einem kürzlich erschienenen Werk finden sich fol• getide Sätze: ״Hier biltloi!׳ :.Irl,, 711111 \D1,: in 1 I.cben der Juden 1!011! -chlaiuls, eme I i 1.1 ־ e Kluil /v,j״hrn dem Bewul.׳,l sein der anerkannten jiidi.ehep. in1!׳nnlen und dee v ,!־wart ■mrebenden Teils der < ieineinde. Di(- < i e m e i n 11 e g c w a 1! i ״ e!1 merkten!1 i e h t, d ab d i e /.eil e ח . i e h e c a 11 d erl halle n, daü dir Men-ehen neue An׳,. hatiune, nnir, Seibageiiih! hallen. .., Die idli/ieilen Kubier der (umrunde .... waien völlig in der vergangenen Xei! verwurzelt und vcr.Mandeit nie 11t, was in ihrer Eingebung voigingd‘ Diese Kritik des Gemcindevorstandes ist so zutreffend, daß man unwillkürlich das Titelblatt des Buches wieder aufschlägt und dann feststellt, dali der Autor nicht den Gcmcitidevors'.attd der ״Jiid׳■eiten Gemeinde zu Berlin“ der Jahre 1933 ttsw. gemeint iiat, Minder!!, daß es sich in dem Werk ״Die Geschichte der Juden in Deutschland“ von Elbogen (Seite 17S-I79) tun die Zeit tun 1770 1780 handelt Es scheint demnach eine alte Krankheit der Gemeinde- Vorstände zu sein, daß sie .,immer noch nichts merken“ und ״nicht verstehen, was in ihrer Umgehung vorgeht“. Lag b’omer-Feier des Haschonter Hazair. Nachdem samt• liehe Gruppen des Bundes den Vormittag auf Fahrt verbracht und den Tag mit sportlichen Wettkämpfen gefeiert hatten, fand nachmittag.-, in der Aula der jüdischen Schule in der (ir. Hamburger Straße die Assefall de- Berliner Bundes statt, an der sich ca. 300 Uhaweiim beteiligten. Nach dem Einmarsch der Gruppen fand der Mifkad statt. Kr wurde mit der Bundes■ Itymne ,.Ami olim w’seharim“ eröffnet. Darauf verlas ein Chawer der BundesleiUing einen Aufruf, in dem über die Be• deutung des Bar Kochba-Aufstandes gesprochen wurde. Nun folgten die Darbietungen der einzelnen Gruppen. Zunächst ein hebräischer Bewegungs-Chor, -der vom Lehen jüdischer Arbeiter erzählte. Die darauffolgenden sportlichen Hebungen zweier Mädels-Gruppen zeigten die körperliche Ertüchtigung in der Arbeit. Es folgte das ״Scliir ha-Scoutim“. Die einzelnen Darbietungen wurden von gemeinsam gesungenen Liedern umrahmt. Veranstaltungen der Bezirke und Gruppen der BZV. Sonnabeod, 1. Juni 21 Uhr Sonnabend, 1. Juni 21 Uhr Sonnabend, 1. Juni 21 Uhr Sonnabend, 1. Juni 11.15 Uhr Sonnlag, 2. Juni 20 Uhr -Soimtag, 2. Juni : ‘ 20.30 Uhr Mbfttag. 3. Juni 20.30 Uhr Montag, 3. Juni 20.30 Uhr Montag, 3 Juni 20.30 Uhr Dienstag, 4. Juni 20.30 Uhr Dienstag, 4. Juni 20.30 Uhr Mittwoch, 5. Juni 20.30 Uhr Rest. Btirgerheim« Oberichönw., Rathausatr. 7 BZV-Heim Landsberger Straße 87 BZV-Heim Oranienstraße 170 BZV-Heim Brückenstraße 9 BZV-Heim Rosenthalcr Straße ii BZV-Heim Kantstraße 54 BZV-Heim Brückenstraß• 9 Konditorei Trumpf, Kaiserplatz 12 Logenhaus KleiststraQe 10 Spandau, Lindenufer 12 Schul theiü-Patzenhofcr, Lichtcrfelder Str. 11 BZV-Heim Kantstraße 54 Rechtsanwalt Dr. Alfred Rabau: ״Was fordern wir von der jüdischen Gemeind*?" Oneg Schabbat Oneg Schabbat Oneg Schabbat Le’jladim Rabb. «and. H. Meyer. Teeabend Dr. Herbert Neumann: ״Paliitina und seine aktuellen Probleme" Jakob Leisner; .,David Wolfsohn und der Ziootimus seiner Zeit" Dr. Edgar Rosen; ״Lawrence von Arabien“ Kundgebung zur Jüdischen Situation in Deutech• land (s. Textanzeige) S. Tachertok: ״Palästina — ohne Zionismus?" Adolf Poliak: ״Neue Perspektiven des Pafästinaaufbaus" R.-A. Kurt Lewinsohn; ״Zur Geschichte der zionistischen Ideologie" Grupp• Oberapree Bezirk Friedrichshain Gruppe Kottbusser Tor Gruppe Jannowitzbrficke Gruppe Wedding Grupp« Oper Gruppe Jaanowit zbrücke Gruppe Kaiserplatz ZVfD und BZV Bezirk Spandau Bezirk Kreuzbcrg-Tcmpelbof Gruppe Westend *XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXk * א א א א א א א א א א א א א א א א א א א א א א א א א א Ein Fox-Moviefone-Film der Urim Palästina Film Company Ltd. Jerusalem, hergestellt Im Auftrag des Keren Haiessod Nächste Aufführungen in BERLIN Sonnabend, den 1. Juni, 21,30 Uhr, Bachsaal, Lützowstr. 76 Sonntag, den 2. Juni, 20.30 Uhr, Bachsaal, Lützowstr 76 Montag, den 3. Juni, 20,30 Uhr, Bachsaal, Lützowstr. 76 FintiifUkurten zu KM. 1.—- bis KM. 3. — im Vorverkauf bei llurhhandluiig KrtFm, Dahlmannstr. 8; Papirrhaiuliung I.ippmann, T rau U־nnu זי־ r. 18; Zi^arrcnhaus Kp*n־in. jeni^ilemcr Str. 9; Konditorei Hansa, Flensburger Str. 19. Atlantiu-Kxpretf, FriedrichM!10 .־O; i)rut>d1- Und—Paläbliua-NYrkflirS'Guihll., K.iiHür-tundanim 224; Palcstinc & Orient Lloyd, Meinekc- Straße 2; HZV.-Hcim, Kantstr. 54 und an der Abcndkas:sc. Sonntag, den 2. Juni, 11.30 Uhr, vormittags, Babylon, Kaiser-Wilhelm-Str. 27a (am Horst-Wessel-Platz) Eintrittskarten zu RM. 0.80 bis KM. 2.. im Vorverkauf bei: .Buchhandlung!,.»ppelaucr, Neue Frk'dnuhstr. 59; Buchluunllung Honzcr, Oranienburger Str. 28; Finder. Alte Schonhauscr Str. 54; Papierhandlung llcppner, Inxdstr. 8al Buchhandlung Salles, Cireiuidierstr. 28; Atiantic-HxpreiS, Friedrich>tr. 100 und an der Kasse. Sonntag, den 2. Juni, 11.30 Uhr, vormittags, Luisentheater, Reichenberger Str. 34 (am Kottbusser Tor) Eintrittskarten zu RM. 0.80 bis RM. 2.— im Vorverkauf bei: Schwalb, Herrn.׳tnnstr. 46; Hcppncr, Insclstr. 8a; Folger, Pri!1zcn״tr. 101; Srhiihli.ms Rekord, Wrangcls.tr• 116; Krieger, Pi inzessiimcnstr. 12. BERLINER ZIONISTISCHE VEREINIGUNG KINO-SPIELPLAN VON FREITAG BIS MONTAG /qSIOR Kurfürstendamm 217 Ecke Fasanenstraße Telefon: J1 Bismarck 1108 Beginn tägl.2 9 ,׳!*6 ,'* 5,4יiJUhr ״Zigeunerbaron Jugend!. haben Zutritt ft* IMPERIAL Roaenthaler Str. 40/41 am Hackeschen Markt suon inLonnon mit Jesaie Matthew* BIO Hidcesdior Markt 3/3 Fahrt in die Jugend mit Liane Haid Hermann Thimlg Babylon Horst-Wcaaei-Platx Wo. 5, 7. 9 So. 3. 5. 7. Das Weib bei fernen Völkern Kant- Lichtspiele, Chnrl., Kantstr. 54 Wo. ab 5 Uhr. 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