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Jüdische Rundschau · 1935-05-31 · Heft 44 (31.5.1935) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 44 (31.5.1935)
Date
1935-05-31
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 «JDISCHI RUNDSCHAU Nr. 44, 31. V, 1935 A n k ü n d I g u n g e n Zionistische Veranstaltungen Berliner ScHckel-Aktlon S69S. Sonntag, den 2. Juni, beginnt die Besuchtaktion. Mitarbeiter, erfüllt eure Pflicht. Betucht alle euch übergebenen Adressen. Bi» Sonntag, den 16. Juni, muß die Besuchsaktion beendet »ein. jeder Mitarbeiter hat also 14 Tage Zeit, uni seine Aufgabe in Ruhe mit der erforderlichen Gründlichkeit zu bewältigen. Zionisten, die sich noch nicht cur Mitarbeit gemeldet haben, werden gebeten, es jetzt noch zu tun. Berliner Zionistische Vereinigung, Schckcl-Zentralc für Groß-Berlin. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Pallstina. Berufstätige: Die für den 3, Juni atigeseUte Veranstaltung wird wegen des Blumenfeld- Vortrages verschoben.!Näheres wird noch U-kaniitgegeben. — West und Bayrischer Platz: 3. Juni, 4.30 Dir, Cafe Wittelsbach, Bayerischer Platz 2: l’aläshnakunde: Landwirtschaftliche SiedlmigsSornien. — Nord und Ost: 4. Juni, 8.30 Uhr, Heim der BZV., Kosenthakr Str. 44: Pr. Eva Lübeck: ״Was muß jeder von $ I Direktor Georg Kureski, Dr. Alfred Klee, Ing. J. Lossos, Simon Heller. Lernt Hebräisch in den Kursen der BZV.I Am 29. Mai, 19 Uhr, beginnt im ltZV.-Ueim, Kant str. 54, ein neuer Anfhngrrkursus unter Leitung von Dr. Ma-e. Weitere Aniängcrkurse: Meinckestr. 10 und in Weißen sec. Auskunft und Anmeldung in der Kultiirnbteilung der «ZV., Meinckcstr. 10 (Tel.: Bismarck 7165). — Im Rahmen der Kiillurabreilui.g der BZV. beginnt Dr. Broser demnächst im BZV.. Heim, Kam.str. 54, einen Eintührungskursus in die Etymologie der licbtaisclieii Sprache. Leichte Kenntnis des Hebräischen und Eng. lisehen Voraussetzung. Anmeldung in der Kulturabtcilung, Meineke- Straße 10 (Tel.: Bismarck 7165). Hebräischer Bibelkursus unter Leitung von Dr. Borodianskl. Der Kursus timlet Sonnabends, 18.15 Uhr, im BZV,-Heim, Kantstr. 54, stau. Ls können noch Teilnehmer aufgenonimen werden. חוג עברי צנטרום• Korent Italer Str. 44. Am 1. Juni, 9 Uhr, spricht David Josef Bornstein über: Literarisches Hebräisch und Umgangshebräisch. Chug Iwrl des Bezirks Friedrichshain der BZV. Leitung: Herr Schächter. Kiste Zusammenkunft am Sonnabend, dem 1. Juni, 17 Uhr, im BZV.-Heim, Landsberger Str. 87. Reisedienst der JÜDISCHEN RUNDSCHAU Für ihre Leser und Freunde hat die ״Jüdische Rundschau” eine Stelle eingerichtet, die - jedodi nur sdiriftlieh - Auskünfte über rituelle und niditrituelle Häuser in Bädern und Kurortengibt, ProspektevonOrten, Hotels, Pensionen und Sanatorien zusendet und jedem mit Rat zur Verfügung sieht. Anfragen mit freigemaditem Antwort-Umsdilag erbeten an den Reisedienst der JÜDISCHEN RUNDSCHA U Berlin W15, Meinekestraße 10 der Geog^jphic Pa’iUtnias wissen.44 --- Neukölln: 5. Juni, 8.30 Uhr, bei Frau Polajewer, Köpunickcr >S!r. 123: Frau I)r. Schloßborg: ,,l׳nudwift.*chaffiichc Siedlungslormcn in Palästina.** Zu allen Veranstaltungen Oiisle willkommen. Junßgruppen der BZV. Bayer: < ln*r Platz: 6. Juni, Synagoge Münebener Str. 37, 20 Uhr. —־ Fried! ieh-hain: 4. Juni und 6. Juni, Landsberger Sir. 87, 20 Uhr. •— Jammviunrücke: 3. Juni, Brücken- >tr. 9, 20.30 Uhr. . Nurd: 6. Juni, Bmhtr. 30, 20.30 Uhr. Nordring: 6. Juni, Oranienburger Str. 31, 20.30 Uhr. Neukölln: 5. Juni, h. Sfhwrdh, Ilermannj.tr. 46, 20.30 Uhr, — Savignyplatz: 3. Juni, Kanbtr. 54. 20.30 Uhr. — Sud: 4. Juni, Oranitmsfr. 170, 20.30 Uhr. — 'fUrganen: 8-!uni, Mfinuke-lr. 10, 20.30 Uhr, —־ Wümi'rvlorf: 5. Juni, MHnekcstr. 10, 20.30 Uhr. — Zentrum: 4. Jum, K'xnthaler Str.'44, 20.30 Uhr. Jüdischer Volk&bund. Am 4. Juni, 8 Uhr, Veranstaltung in der Svnag׳ ge Beth Zion, BruiiHeiiUr. 35. Thema: ,.Ui! jiiida! i. >n des <Lui'‘־hvn Judfntu m־-“. Kölner: Direktor Georg k;uv4ci, R.־A. Philipp Koranver, Uaak Komi cid. — Am 5. Juni. 8.30 Uhi, ('oue1־r<i!.1-Ke0־ סי!<\ Amlr!׳a1.־!r. 64: ,,Die Krise im deut'ohvn ludennim‘•. Redner: | Voranzeigen Rambam-Lchrhaus. Vortragsreihe: Rabb. Dr. Julius Jacobovits: Ta!• mmiisdiis Denken (eine Einführung). 4. Juni, Loge, KI,i -tstr. 10, 20.30 Ultr. — Arbeitsgemeinschaft: Dr. Bcrknwitz, ״Lektüre ausgewählter Stücke au» dem Miselme Tora des Kambam“ auf 13. Juni verlegt. Ilürerkarten im Sekretariat, Bamberger Str. 18 (Cornelius 5719), und in den Bueiihamjlungen: Flanter, Suare/.str. 5, Gonzer, Uratiienburger Str. 26, Rubin Maaß, Pestalozzistr. 15. Erstaufführung der ״Fledermaus" im Kulturbund am 2. Juni, 8.16 Uhr, im Berliner Theater, unter Leitung von Io oh Rosenstock; lnszenicrang: Kurt Singer; Btilmenbiider: Heinz Condell. In der Holle der ״Rosalinde“ alternieren Fritzi Juki und Rita Atiasz, in der Holle der ״Ariele“ Gerti Kuthan und Rita Atla-z, als ״Orlofsky׳‘ -Susanne Stein und Anna Lipin. ״Eisenstein‘־ Julius Kuthan, ,,Falke“ Walter Olitzki, ״Etauk“ Siegfried Urias, .,Blind“ Alfred Glaß, ״Alfred“ Vaul Feher, ״Frosch“ Gerhard Pceimer, ״!da“ Ruth Anselm; Solotänze: Nclly llittit, Rutli Atiseim, Roipl! Ray. Der Wlnawer-Chor veranstaltet das letzte Konzert in dieser Saison am 2. Juni, 8.15 Uhr. in der Synagoge Rykestr. 53. Mitwirkende: Obcikantor Karl Neutnatm und Rabl). Dr. Swarsensky. Bruno-Elsner-Klavierabend am 5. Juni im Bechstcin-SaaL U, a. Werke von Schubert, Beethoven (Wal j.-tein-Sonate) und Chopin (Sonate B-.Uoll). Frühjahrsausstcllung Berliner jüdischer Künstler im Jüdischen Museum, Oranienburger Str. 31. lko-uchszeiteu: Montag, Mittwoch, Donnerstag vor» 10 bis 18 Uhr, Dienstag von 10 hi, 20 Uhr. Atn Freitag ist die Ausstellung von 10 bis 15 Uhr, am Sonntag von 10 bis 14 Uhr zu besichtigen. Die Ausstellung wird am 16. Juni geschlossen. Synagogen - Nachrichten Jüdische Gemeinde. Frcitar*. abends: Synagogen rnit altert Kitus 11!1<l Akorvcrsorguhgsan-slaltcn: 7.30 Uhr; Syn. Di-anmstraÜe: 6.30 Uhr; Syn. Prinr.rvgenU'ivtraßc: 7.15 Uhr. U übrige Synagogen, mit neuem Ritus: 7 Uhr. Syn. Fa<unen$traße Du An>ci111jß au den 1 Jauptgoi lesdk-nst Jugi-ndfeier. — Predigten (Acntlerungeii vorbei ו alten): Sya. Fa-aucn:;{ ralic: Dr. Wiener; Syn. Friudenttempel: I)r. Lewkowifz; Syn. Jh-in/ivgenifn-t raße: Dr. Gallincr; Syn. Linden- *Uaße: Dr. Saenger; Syn. Lü{y.!>\v,4־raßc: Dr. Schcvienriafin; Syn. I.evctzuWAUaljv: I >r. van der Zyl: Syn. Schmargendorf: 1 )r. Sa*׳ niuel. .- Sonnabend, morgens (Netmwjidweihe): Alte Synagoge 8.30 Uhr; übrige Synagogen mit altem Ritus: 9 Uhr. IVühgcMte^ Dii'ii.st: Syn. Rykostralio und Kott!>ns*cr Ufer: 6,45 Uhr. »Synagngen mit neuem Kitus: IlauptgnitesdiensU 10 Uhr, FrühgoUcstlictisi.: Syn. LmdeiKiraloe, Level zow.■4 raße und Piinzregentenstrahe: 7.30 Uhr. — Predigten: Syn. KaUersiraßc: Dr. Freimann; Neue Synagoge: 1 r. WVyl. — JugcHidgoüe^dienst: 4.30 Uhr, Syn. Münchener Straße: I)r. A. lavy; 5 U:hr. Syn. Kottbusser Ufer: Dr. Jnkohovits. SchahN׳.* Au gang: 9.15 Uhr. - Gottesdienst an den Wochentagen״• Alxnü *. In den Synagogen mit altem Ritus: Lehrvorträge eine halbe Stunde vor Nacht. Syn. Münchener Straße eine halbe Stunde vor dem Nachmi!!ag-gnt!w!lien5t. ln den Synagogen mit neuem Ritus: 7.30 Uhr. Morgen:,: Ahe Synagoge, Syn. KaDersUfuße und Kykebtralie: 6.30 Uhr; Syn. KotUm.-svr Ufer, IVMahtz/i-traße, Münchener Straße und Gninvwald: 7 Uhr. Synagogen mit neuem Rinn: 7.30 Uhr. — Vorträge in der Sephirazeit: Ahe Ssnagoge: Sonntag und Montag: jRabb. Dr. Freimauu über P-alnici!: 1 >ivnV ag, M it twoeh, I )ounerstag abwech^eltid Dr. B. Kahane und Dr. 1 ,uewentha!. — Syn. Kai-sei.-vtrai'e• Sonnabend Di. Felix Sing! -rinann: ,,Der bet rollende Wix'hnub« schniu‘*, Sonntag Dr. Zion: ,,Sprüche der Väter*‘, Montag R;d>b. cand. Die Spandauer Gemeindewahl Wir haben an dieser Steile bereits mehrfach auf die Vorgänge bei den R e p r ä s e n t a 11 t e!1 w a 11 len in der S p a n d a u e r J u <1 i s e 11 e n (i 1• m e iiulc hingewiesen, lieber diese Angelegenheit sind nun in der jüdischen Oeffcntlichkeit Dailegtmgcii aufgetaucht, die geeignet sind, die tatsachlichen Vorgänge /u verwirren. Aus diesem Grunde müssen wir noch einmal kurz hierauf eingchen. Ls handelte sielt beiden Wahlen nicht tun eine völlige Neuwahl der Repräseiitantcnvcrsaminlimg, sondern nur um die Neuwahl von vier R e präsentant c n, wahrend die tihrigen vier Repräsentanten weiter im Amt bleiben. Die Zionisten verlangten, dal) ihnen drei der zu vergebenden vier Plätze /uerteilt wurden, damit in der ü e s a m t repräsentanz die Parität zwischen Zionisten und Nicht/ionisten hergestellt wurde. In der nicht neu zu wählenden Hälfte der Repräsentanz sitzt nämlich nur ein zionistischer Vertreter, so dal) zur Herstellung der Parität diese Forderung gerechtfertigt war. Nachdem sie von der niehtzionistischcn Seite abgeleimt worden war, kam es zur Wald, bei der drei Zionisten und ein Nicht/ionist gewühlt wurden. Diese Wald i-,1 nicht etwa von einer der Parteien angefuchten woiden, sondern der W a h I k o m m i s s a r betnängelte die Große zweier Stimmzettel, die für die zionistische Liste abgegeben worden waren, und übergab diese Angelegenheit der Aufsichtsbehörde zur Entscheidung. Die Aufsichtsbehörde hat alsdann von sich aus die ganze Wahl für ungültig erklärt und die Wiederholung angeordnet. Bei dieser zweiten Wühl wurden nur ein Zionist und drei Vertreter der Nicht/ionisten gew ,1! 111. Soweit die tatsächlichen Vorgänge, Int Wahlkampf zur zweiten Wühl \ytmle von nicht/ionistischer Seite mit allen nur zur Vertilgung stehenden Argumenten gegen die Zionisten gekämpft. Wir können uns nicht dazu entschlie- ISen-, die in den I Incliialtern der Gegenseite enthaltenen Bebauptungen an dieser Melle ab/udnicke». L'.s \säre allerdings würdiger und der jüdischen Sache dienlicher gewesen, wenn die antiziouisti-chen Kt eise in Spandau selbst sich dazu entschlossen hätten, dcinriige einer vergangenen Zeit angehöretule Argumente und Behauptungen in ihren Flugblättern und Reden nicht zu gebrauchen. Pilsudski -Trauerfeier in Berlin Am 25. Mai veranstalteten die Berliner Juden polfl i s eher St a a t s a n g e 11 ö 1 i g k e i t eine stark besuchte Trauerfeier für Marschall Pilsudski. Der Feier wohnten ir. a. der polnische Generalkonsul Dr. Staniewicz und Konsul Dr. K r u c /. k i e w t c /, sowie zahl reich er höhere Beamte des Generalkonsulats bei. Den Vorsitz führte der Präsklent des Verbandes l.and'inamischahlidier Vereinigungen, Isaak Kornfeld. N'aüt dem Vortrag des Fl imde rachamim. <las voll der Versammlung stehend angehört wurde, hielt Konsul i. R. i )r. Fettiger eine Ansprache, in der er Marschall Pilsudski als Führer der revolutionären Bewegung in Polen, als Heerführer und Staatsmann schilderte und der Hoffnung Ausdruck gab, daß Pilsudskis Werk in seinem Sinne fortgefiihrt werden wird, bin Männerchor unter der Leitung von Clicmja W 1 11 a w e r brachte Trauerpsalmen zum Vortrag. Hierauf entwarf Dr. Michael T r a 11 b ein eindrucksvolles Bild von der Bedeutung Pilsudskis für das polnische Volk und von seinem Verhältnis zu den Juden. Er legte dar, wie Pilsudski in seinem Kampf stets den Grundsatz der Toleranz gegenüber den Juden betonte und die Wahrung dieses Grundsatzes mit seiner Person garantierte. Der Redner gab der tiefen Trauer Ausdruck, die der Tod Pilsudskis nicht nur bei den Juden Polens, sondern auch bei deu Juden anderer Länder ausgelöst hat. Vorträge und Konzerte Von alter jüdischer Kunst. Im Rahmen des Kulturbundes Sprach der neue Leiter des Jüdischen Museums Berlin, Pro^. Landsberger, über alte judm-ehe Kunst. Von der Frage ausgehend, ob cs eine jüdische Kunst gäbe, führte er seine Zuhörer an Hand von Beispielen aus den verschiedensteil Kunst/weigert in das Gebiet der jüdischen bildenden Kunst ein. Die Kunst, bc-undcrs das kuiistgewerbe, begleitet das jüdische Leben und das jüdische Jahr. Von der Beschneidungdiaiik luü /um Krug für die l.eicheiiwäsche, am Thoraschimiek, Besommibu; hscn und all dem künstlerischen Gerät der Festtage konnte man den Linfliiß des jüdischen Lebens auf die Kunst verfolgen. Wenn auch nicht alle Kunstwerke des jüdischen Kultus von jüdischen Künstlern gc.sdni'ten sind, so gibt es amlerer-eits jüdische Künstler, die für christliche Auttraggeber arbeiten, so die englisehen Miniaturmaler Looper. Lin eigener jüdischer Stil ist nicht fe.st/ii'tcllcii. Die Ausdruck-formeii der zeitgenössisehen Kunst sind immer fur den speziellen judi-cltcn Zweck Verwende! worden; wie ja im laute der Kunstgeschichte immer Weder siihrU n gleichzeitig von vielen Völkern aufgegipfen wurden. Mit den 1111 Lichtbild gezeigten Proben unterst 1 ich der Voiti anemle seine Lmfulming in die alte indische Kun-d und erv, rekte bei seinen Zuhörern neues Intere-sse fur dieses Thema. Dr. Irmgard Schüler Der Paiiistinaaufbau und das gesetzestreue Judentum. Die fkrlincr Mi'i.n hi־< iruppe s ei Jiistniu-ic am 27. Mai in der Synagoge Kottbusser I'ier einen Vortragsabend, an dem R.-A. A. I. o b in interessanten I ).irlegimgci! die Politik und den Weg des Misraclii zeigte. Der Vorsitzende wies anschließend auf die Bedeutung des Schekels hin, der der Dank an die Organisation für die geleistete Arbeit sein soll und ihr in der kommenden Arbeit eine moralische Stütze werden muß. hwg— Alexander Kipnis. Was soll man über K i p n i s Neues Sagen? Alle kennen ihn. Immer wieder begeistert seine Kunst, deren Art man immer neu erfahren will. Fr ist der überlegene, selbstbewußte Gestalter: des beglückenden Melos Verdis, der theatralischen Geste Meyerbeers, der verstaubten Eleganz Tscliaikowskys, der eigenen Buffonerie Mozarts, der Schwermut und der guten I.atme russischer Volkslieder. Und wie kostbar ist diese Stimme, deren Piano leuchtet wie selten eins! Es war für das Publikum ein schwerer Abschied von dem belichten Künstler, der seine Ueber.see-Reise antritt. Begleiter war diesmal Kurt Sanderling; er spielte geschickt — aber klanglich etwas zu bescheiden. Dr. H. N. Gesangsabend. Julius Peissachowitsch hatte sich an einem eigenen Lieder- und Arienabend schwere Aufgaben gestellt. Er hat einen edlen, stilvollen Bariton, eine stetige Tongebung. Er ist ein musikalischer Sänger, und es gelingen ihm — vor allem bei lyrischer Musik — eine Anzahl entschiedener und charakteristischer Nüancen. Sein Gesang äst aber leider zu wenig offen und hell; der Ton bleibt gaumig und läßt keine differenzierte Farbe zu. Die Begleitung von Gertrud Marcus war gediegen, wenn auch — mit Berücksichtigung des schlechten Instrumentes — ein wenig eckig. Dr. H. N. Die Kammersängerin Ottilie Metzger-Lattermann zeigte sich in einem Liederabend im Klubheim des Jüdische 11 Frauenbunds erneut als Künstlerin von Qualitäten. Der tiefe Glockenton ihrer umfangreichen Stimme, der beseelte Vortrag von Gesängen in deutscher, italienischer, englischer und französischer Sprache weckte den Wunsch, die Sängerin auch bei größeren Aufgaben hören zu können. —Bi. Die jüdische Blindenanstalt teilt mit, daß unter ihrem Namen in unlauterer Absicht von Vertretern und Hausierern einiger Blindenwerkstätten Bürstenwaren angeboten und verkauft werden, und macht darauf aufmerksam, daß es in Deutschland nur eine jüdische Blindenanstalt gibt. Bei Angeboten ist auf die Ausweise und den Stempel ״Jüdische Blindenanstalt für Deutschland“ zu achten. Mit Rücksicht auf den Himmelfahrtstag ist die heutige Nummer einen Tag früher abgeschlossen worden• Eine Reihe von Berichten, insbesondere in der Sport-Rundschau, mußten wegen Raummangels Zurückbleiben. sk £ c Bi 6 ■i^tf s r 161 h sämtliche Wasche für Bilm und 688chane nur durch Tamptlheltr Ufer 17 f 8, T870 BERTHOLD NEUMANN PIANOS-RADIO KurfOrstendamm 205 J 1 Bismarck 3718 ArabHf Wäsche-Verleih HKndelitrafie |5 / Telephon! C 9 Tiergarten 6611 lief •rt sämti. Whsche BUro* und üeschaue / Pr*!.«, Universite de Beaute Cedib, Paris Generalvertret. Bin., Rankestr. 35. Tel. B 4 Bav. 7521 Original französische durch Kurzwellen-Diathormi«. Körperteile, OfttftAlt ERHMTUCH Allein berechtigte» Ausbildung»Institut nach der Methode C4dlb. Anlernung zur Herstellung von kosmetischen Präparaten. Mamcure. Verlangen Sie Prospekt DR. AUERSHEIM FRANKFURT A. HA. Gf GR 1891 Wlf faden Sie zur Besichtigung unseres Hauses ein Deutsche *Teppiche grosse FachgeschäfHUrTfftipJcbe Möbelstoffe. 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