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Jüdische Rundschau · 1935-05-24 · Heft 42 (24.5.1935) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 42 (24.5.1935)
Date
1935-05-24
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 42, 24. V. 1935 Ein wichtiger sozialpolitischer Akt Palästinensische Farmer in Aegypten T c 1 - A w i W1 im Mai Während Aegypten bisher mir einige offizielle Vertreter des LandwirfschafUmiiiisteriums entsandt hatte, um die Methoden des Bodenbaues in Palästina /u besichtigen, hatte die ״Hitachduth Haikarim Beere/, Israel‘• die glückliche Idee, eine Studienreise nach Aegypten zu arrangieren, die den palästinensischen Farmern ermöglichen sollte, selbst die wichtigsten dortigen Agriknlturinstitutionen und Systeme der Boden bewirtsehaitung kennen/ul er neu. Das ägyptische Laiulwirtschaftsministerium übernahm die fachmännische Leitung der Fahrt und stellte mehrere wissenschaftlich gebildete Herren zur Führung und zu Auskünften 7ur Verfügung, wie Herrn Mohamed Bey Mounir, Subdirektor der Oartenbausektion und Herrn Hussen Effendi Thabet, Inspektor des I amlwirtschaftsministeriums. 1 >r. Ben Zeew, ein ebürtiger Palästinenser, 1. Z. Professor für semitische prachen an der ägyptischen Universität in Kairo, beriet als vorzüglicher Kenner Aegyptens seine Landsleute bei der Ausarbeifung des Reiseprogramms und war ein wichtiges Bindeglied zu den ägyptischen Regierungsstellen. Hie Reisegesellschaft bestand aus ca. 50 Farmern bzw. schon in Palästina geborenen Söhnen von Farmern. Am zahlreichsten waren die ältesten Kolonien Palästinas vertreten, wie Petach-Tikwah, Rechowoth, Chcdera und Risehon le-Zion. D, L. Marcus, Sekretär der Citruspflanzersektion der jüdischen Farmerföderation, fungierte als Führer der Gesell- Schaft. Das Programm der Acgvptenreise umfaßte eine Dauer von 12 Tagen, wovon 0 Tage für Kairo und Umgebung vorgesellen waren, denn dort befinden sich die sehenswertesten Güter und landwirtschaftlichen Versuchsstationen, während nur 3 Tage für Luxor blieben, die ausschließlich vier Be- *ichtigung der Ausgrabungen dienten. Den ersten Lag wurden wir in den ״C'.otton Research Board" geführt, wo alles, was zur Bauniv, ollkultur und -Industrie gehurt, vorgeführt wurde. Von großem luteres;e war für unsere Farmer die Fahrt nach der I xperimcnt.iifarm Gemmciza. Sie liegt 180 km nördlich von Kairo, und der Weg dorthin führte uns durch Tanta und Benlia, die größten städtischen Zentren der Nillandwirischaft. In Uemmeira werden die bedeutenden Versuche zum Ausbau und zur Perfektion der Deltalandwirtwhaft gemacht. Lbeuso befinde! sich dort eine hoclientwickelte Rindvieh-, Pferde-, Kaninchen- und Taubenzucht. Die schönsten Orangengärten der ägyptischen Regierung liegen in Gebe! Astar. Die Bewässerung geschieht dort nur durch filtriertes Drainage gewisser ans der Kairokanalisation, eine bis jetzt in Palästina noch nicht erprobte Art der Orangenzucht. Ls ist deshalb leicht zu ermessen, wie sehr die technische Anlage dieser Irrigation und die Ergebnisse dieser Bcarbeitungsmetltoden unsere I .armer interessierte. Line herrliche Fahrt auf dein Nil führte uns nach der Barrage, wo wir ein vorbildliches, der ägyptischen Landschaft angeaßtes Irrigationssystem bewunderten und das in einem errlichen Park gelegene Irrigationsmusetim, in dem Modelle der wichtigsten, in Aegypten gebräuchlichen Bewässerung«- anlagcn zu sehen sind. Zehn I armer, die bedeutendsten Repräsentanten der verschiedenen jüdischen Kolonien, wurden zur Besichtigung der königlichen Domäne in Inchas, 40 kin nordöstlich von Kairo, eingeladen. Inchas ist ein besonders erfolgreiches Experiment der Bewässerung von Wüstensand mit Nilwasser. Fs werden dort hauptsächlich Mandarinen, Mango und Orangen gezogen. Der Farm ist außerdem noch eine Dromedar- und Hundezucht, meist deutscher und englischer Rassen, angcschlossen. Wir wurden in Inchas von Achmed Subkhi Bev, Hauptingenieur der königlichen Domäne, empfangen. Der Besichtigung schloß sich zu Ehren der palästinensischen Gäste ein Frühstück auf einer der königlichen Jachten an. Bei dieser Gelegenheit ergriff Herr Marcus das Wort, um im Namen vier jüdischen Fartncrföderation der ägyptischen Regierung seinen tiefempfundenen Dank für die liebevolle Aufnahme in Aegypten auszusprechen, worauf Herr Ing. Achmed S u b k hi B e v mit einer besonders herzlichen Ansprache, in der er die gegenseitigen Vorteile einer solchen Studienreise pries, antwortete. Wenn auch den Mi'telpunkf des Aegyptenprogramms die Besit Gigling vier landwirtschaftlichen Institutionen bildete, so wen eigen unsere Palästinenser doch ganz besonders, auch alle s1;.׳«‘f.n kenncnzulerneii, welche für jüdisches Lehen in Ver!־׳mgf״heit und Gegenwart von Bedeutung sind. Wir besuchte;! desh.-'b am twhabbat das jüdische Viertel Kairos, wo sieh R.nnlnms Sterbehaus und eine Synagoge mit Thora- Rolien au■ <n־•־ Zeit Rambams befinden. V ah.,.״i <n־r ganzen Reise hatten alle Teilnehmer die l'eber/cug״:׳/. daß die freundliche Aufnahme vor! seiten der ägyptischen Behörden nicht einer kühlen Formalität und konventhmdlfri Verpflichtung, sondern aufrichtiger Hochachtung und warmem Interesse für das Aulbauwerk entsprang. Sofie Lentschner Die Kapitalserhßhung der Palestine Land Development Company Id:.'. Wir berichteten in Nr. 37, daß das Kapital dieser Gesellschaft auf V 2314 IHK) erhöht und die neue Emission gemeinsam von der Anglo-Palestine Bank und der Ashrai-B ink übernommen wird. Diese Mitteilung ist in dieser Form nicht richtig. Tatsächlich erfolgt die Kapifalscrhülumg durch die Neuausgabe von C 75 000 Stammaktien und £ 75 UDO (! •'״igen Vorzugsaktien. Die Stammaktien bleiben zunächst im Portefeuille der Gesellschaft. Die Vorzugsaktien sind von einem Konsortium übernommen worden, das aus der Anglo-Palestine Bank, der Ashrai-Bank und der General Comn1erci.1l Banking Corporation besteht. Berichtigung, ln dem Aufsatz ״Zwei Jahre Alijali aus Deutschland“ in Nr. 41 vom '21. 5. 35 ist in dem Absatz über die Berufsschithtung ein Irrtum enthalten. Es muß richtig heißen: Aus landwirtschaftlicher Hachscharah kamen aus Deutschland wahrend der letzten beiden Jahre 38 ״<! aller landwirtschaftlich vorgebihleten Zertifikatseinwanderer der gesamten jüdischen Einwanderung und 4,7 ״!, aller jüdischen Zertifikatsein wanderer aus sämtlichen Ländern überhaupt. Die Jcwish Agency hat ihren Jahresbericht an die Mandatskommission des Völkerbundes durch den Oberkommissar Sir Arthur Wauchope übergeben. Neuregelung der Arbeitsverhältnisse bei den Regierungsarbeitern Die Palästinaregierunghat eine Bekanntmachung veröffentlicht, die eine Wendung in ihrer Angestellteno I i t i k bedeutet. Die Verordnung bringt eine Reihe von erbesserungen vier Arbeitsbedingungen und neue Rechte der Arbeiter im technischen Dienst, bei der Eisenbahn und bei den öffentlichen Arbeiten. Die Empfehlungen des Lohnkomitees, das von Sir Arthur Wauchope eingesetzt worden w׳ar, um die Beschwerden der Arbeiter zu prüfen, sind angenommen worden. Die Verbcsserungen sehen folgende Punkte vor: Lohnerhöhung für die täglich und monatlich beschäftigten Eisenbahnarbeiter, Mietzuschüsse lür alle Regierungsarbeiter in Tel-Awiw und Haifa, gesetzliche Einführung der IS-Stutiden-Woche, Garantierung eines Ruhetages pro Woche, Gewährung von Ueberstundenzuschlägcn in Flöhe von 25 ׳״<> am Wochentag und 50 ״׳״ am Schabbat, Urlaubsgewährung von 14 Tagen für Monatsarbeiter und von einer Woche fiir Tagelöhner mit Fortzahlung des Lohnes, Bezahlung von Krankheitstagen bis zur Dauer von 14 Tagen, Gewährung einer Pension für die Das Tel-Awlwer Krankenhaus - Problem London, 15. Mai. (JTA.) Captain Strickland fragte in der Unfcrliaussit/urig vom 15. Mai den Kolonienminister, ob er wisse, daß infolge des Bettenmangels im Tel- Awiwer Städtischen Krankenhaus pflegebedürftige Einwohner vielfach in auswärtigen Krankenhäusern untergebracht werden müssen. Der Abgeordnete fragte weiter, ob der Minister mitteilen könne, daß die Regierung nunmehr dem Ansuchen der Tcl-Awiwer Stadtverwaltung um Er- Weiterung des Krankenhauses entsprechen wolle. Der Minister antwortete, er könne den ersten Teil der Frage nicht bestätigen. Auf die Anfrage des Abgeordneten vom 3. April bin habe er sich mit dem High Commissioncr für Palästina in Verbindung gesetzt, jedoch noch keine Mitteilungen über die Absicht der Regierung in bezug auf die von der Tel-Awiwer Stadtverwaltung vorgeschlagene Finanzierting der Erweiterung und technischen Verbesserung des Städtischen Krankenhauses erhalten. Der Bclegraum dieses Krankenhauses, zu dessen Kosten die Regierung beitrage, sei im vergangenen Jahr von 125 auf 184 Betten erhöht worden. Als der Abgeordnete Strickland unter dem Hinweis darauf, daß zur Zeit Notbetten in den Korridoren des Krankenhauses aufgestellt und Patienten nach auswärts geschickt werden müssen, verlangte, daß der High Commissioncr ersucht werde, die Angelegenheit zu beschleunigen, erklärte der Kolonienminister, er werde den Vorschlag an den High Commissioncr weiterleiten. Er sei überzeugt, daß dieser die Angelegenheit mit dem erforderlichen Nachdruck betreibe. Abg. Barnett Jänner bemerkte, der Minister möge feststellen, daß es seiner Meinung nach unrichtig sei, zu sagen, daß für Entbindungen keine besonderen Vorkehrungen zu treffen sind, 184 Betten seien für eine Bevölkerung von 124000 Menschen gänzlich unzureichend. Demgegenüber erklärte der Kolonicnminister, es wäre unangebracht, dem High Commissioncr, der, wie dem Hause bekannt sei, diesen Fragen sorgfältigste Beachtung schenke, solche Einzelheiten mitzuteilen. Konzert, Oper, Kabarett Michael Taubes letztes Konzert in Tel-Awiw. Mit einem Beethoven-Abend schloß die Reihe der Taube-Konzerte der Philharmonischen Gesellschaft. Das Programm bestand aus der Eroica und dem Es-dur-Klavierkonzert (Solist: Alexander Buch). Auch dieser Abend war ausverkauft und hatte großen Erfolg. Es sei hier noch einmal ausgesprochen, daß das Tel-Awiwer Orchester Herrn Taube seine entscheidende Ent- Wicklung verdankt. Der Orchesterklang im ganzen, die Bläser im besonderen haben sich zu überraschenden Leistungen hinentfaltet. Das Publikum hat eine Reihe klassischer Werke zum erstenmal zu hören bekommen, auch einige moderne Werke und zu guter Letzt noch einen Abend jüdischer Autoren. Wir hoffen, daß es Herrn Taube ermöglicht werden wird, seine erzieherische Arbeit in Palästina fortzusetzen. ״Der Mikado“ (Jerusalem Dramatic Society). Was für uns Offenbach, das ist für den Engländer Suilivan, und w׳as für uns ״Die Fledermaus“, das ist für England ״Der Mikado“. Hier zeigten einmal zur Abwechslung englische Laien, wie sie Theater spielen können, und das war gar nicht so schlecht, vor allem aber — auch mit Hilfe dieser immer noch charmanten, einfallsreichen Operettenmusik (dirigiert von Aubrey H. Silver), der temperamentvollen Regie Benno Frankels, des entzückenden Bühnenbildes von W. J. Price und Eve Saunders geschmackvollen Kostümentwürfen — war es ein origineller und spaßvoller Abend. — Als Schau- Spieler fungierten Damen und Herren der englischen Ge- Seilschaft: G. M. Cullen, E. Clarke, C. Hanson-Abbott, H. W. Barraft, A. E. Roy, Ed na Hanson-Abbott, Ella Brande, Kathlccn Tomlinson, Jane Heavens und John Holliday. Chor und Orchester funktionierten ausgezeichnet. Isa Kremer* zweiter Jerusalemer Abend. So geht die Konzertsaison langsam aber sicher in neckisches, sommerliebes Gesellschaftsspiel über, was aber keineswegs besagen soll, daß die nicht ins Gebiet der reinen Musik zu rechnende, mehr von der darstellenden Kunst herriihrende und im übrigen höchst amüsante Gestaltung«- und Ausdrucksfähigkeit der russisch-jüdischen Diseuse nicht auch in dem vielleicht allzu ernsthaften Musikmilieu Jerusalems ihre Würdigung beanspruchen darf. Ob man jüdische Lieder, auch wenn es sich inehr um volkstümliche als um wirkliche Volkslieder handelt — so stark in das Kabarettmäßige umsetzen soll, wie es hier geschieht, bleibt freilich eine Anschauung*- und Geschmacksfrage. A. J.-L. Arbeiter nach Absolvierung einer bestimmten Dienstzeit Einführung einer gesetzlichen Kündigungsfrist für regelmäßig beschäftigte Tagelöhner, Inaussichtnahme einer öffentlichen Versicherung für die Arbeiter. Diese Verbesserungen bedeuten die teilweise Annahme eines seit Jahren von der Histadruth Haowdim vertretenen Programms und sind das Resultat der letzthin von den vereinigten arabischen und jüdischen Eisen, bahnarbeitern vorgetragenen Beschwerden. Die Lohnerhöhun. gen befriedigen die Arbeiter allerdings nicht voll. Unter den arabischen Arbeitern in den Haifacr Eisenbahnwerkstätten ist auf Grund dieser Veröffentlichung eine starke Erregung entstanden, da sic mit den Lohnerhöhungen und mit den beschränkten Möglichkeiten für die Tagelöhner, zu Monatsarbeiter״ zu werden, nicht zufrieden sind. Sie legten am Wochenende die Arbeit nieder, haben sie aber auf Grund von Verhandlungen mit den Führern der jüdischen Eisenbahnarbeiter wieder aufgenoinmen. Die Palästina-Regierung hat, wie mitgeteilt wird, zu. gesagt, die Arbeitsbedingungen für Eisenbahnarbeiter wei. ter zu verbessern und will hierfür 40 000 Pfund aufwenden. Trotzdem herrscht unter den Arbeitern wegen der Höhe der Lohnaufbesserungen große Unzufriedenheit. Von der Woche Nach einwöchigem Aufenthalt in Syrien ist High Com. missioner Sir Arthur Wauchope nach Jerusalem zurückgekehrt. Es verlautet, daß bei den Besprechungen in Syrien u. a. Fragen einer syrisch-palästinensischen ürenzregu- 1 i e r u n g, der Erneuerung des Handelsabkommens zwischen den beiden Ländern, sowie gemeinsame militä. rische Probleme erörtert wurden. In einem Communique der Zionistischen Exekutive wird die Meldung bestätigt, daß in der neuen Schedulc eine Anzahl von Zertifikaten ausschließlich für Ledige beider. Jei Geschlechts reserviert ist. Als Grund dieser Neuerung wird in dem Communique der Wunsch der Regierung angegeben, der Schließung von Scheinehen zwecks Ermöglichung der Palästina-Einwanderung entgegenzuwirken, Sir Arthur Wauchope besuchte auf der Rückreise von seinem syrischen Aufenthalt den Palmenhain in der Nähe der Kwuzah Kincrcth, der zum Andenken an die hebräische Dichterin Rache! gepflanzt wurde, die auf dem Friedhof der Kwuzah begraben ist. In der Buch- und Kunsthandlung Ringart in Haifa wurde eine Ausstellung von Photographien von Walter Christel• 1 e r (früher Berlin) eröffnet. Die Hitachduth Olej Germania in Haifa ver■ anstaltcte eine Kundgebung zum Kongreß im Saal des Tech• nikums. Es sprachen: Dr. Wolfsberg, Dr. Landau, Dr. Auerbach. In Pardess Chana bei Hederah, in der sich zahlreiche Einwanderer aus Deutschland angesiedelt haben, wird ein Geschäftszentrum, Verwaltungsgebäude und Amphitheater nach den Entwürfen des Architekten Harry Rosenthal (früher Berlin) errichtet. Arabische Arbeiter aus dem Dorfe Alksan bei Haifa haben in der Nähe arbeitende jüdische Arbeiter überfallen. Ein Jude wurde leicht verwundet. Von den Angreifen! wurden mehrere verhaftet. Vor dem Bezirksgericht in Nablus wurde ein Araber zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt und ein anderer fr«'• gesprochen wegen eines Ueberfalls auf einen Wächter m Kanath Hakoweseh im Februar 1935. Wie der Staatsanwalt erklärt, waren beide Mitglieder einer arabischen Bande, die für Ueberfälle auf jüdische Siedler gebildet worden war. Die Tel-Awiwer Wahlkommission beschäftigte sich mit 900 Protesten gegen die Entziehung des Wahlrechtes. 700 Wähler wurden wieder anerkannt. Bei einer Brunnenbohrung in der Siedlung Kirjath Chaitn im Haifa-Bay-Oebiet wurde in einer Tiefe von 40 Metern unter dem Meeresspiegel Süßwasser in reich• licher Menge gefunden. In Tel-Awiw wurde auf dem Messegelände ein Oh• servatorium zur Beobachtung des Mondes er• öffnet. Mit dem Bau der neuen großen Glashütte auf dem dem Nationaifonds gehörenden Gebiet bei Haifa wurde bereits begonnen. Die Fabrik liegt neben der großen Eisengießerei und wird den Namen ״Phönizische Fensterglas-Fabrik“ führen. Im Jahre 1934 haben 2520 Dampfer und 1875 Segelschiffe palästinensische Häfen angelaufen. Der Schiffsraum betrug bei den Dampfern im Durchschnitt 5898 Tonnen. Der Schiffsverkehr ist gegenüber dem Jahre 1933 um 25 0/0 gestiegen. Wie ״Palnews“ mitteilt, steht die Gründung eines große» Unternehmens auf dem Gebiete des Fischfanges wieder Fischindustrie bevor. Das Unternehmen wird sich mit Hochseefischerei wie auch mit der Fischverwertung befassen. zä'r'chTouring Hotel Garni ־«.5־״] 11. ISS m vom Hauptbahnhof ®י Telefon In simtllc*. Zimmern I HeUaJUUautse■ a*n £aq. d'wwei In Tel-Awiw wurden, wie von dort telegraphiert wird, am Lag b’omer, am 21. Mai, eine überaus große Zahl von Ehen geschlossen. Bekanntlich verbietet das jüdische Gesetz die Hochzeitsfeiern während der Scfira zwischen Peßach und Schawuoth; nur der Lag b’omer-Tag ist hierfür freigegeben. In Tel-Awiw fanden beim Rabbinat nicht weniger als 21b Trauungen statt. Dies ist aber noch lange nicht die ganze Zahl, denn eine große Anzahl von Paaren ließen den Trauakt beim Rabbinat der Vorstadt Ramat Gau vollziehen, wo überdies die Gebühren geringer sind (10 Schilling, gegen £ 2 in Tel-Awiw), was für Minderbemittelte eine Rolle spielt. VurtruUr-Bffindi auf Anfordcm! KURT MEWES Bittere Schokoladen Tlglleh frischt Htrttallung!•Instar Spaalalllltan Joachlmtthnier Str. St Nürnberger Str. 14/IS Tr!.! B 4 Bavsrla 0643 | Peppmöller wäscht! 1 jegliche Art Haus wäsche schonend 1 B (Stflck- und Flundwitch«) B I DamptwascftaraiKarlPappmoliere.m.b.H. 1 ■ Barl!■ MM, Neu* Hochttr. J0 . D6 Wedding 1SJI I rnw ssMKmg bim uatanrns tat ■um stMtnm■ J FESTDICHTUNGEN alctaall vcrfaSl indlviilnall E. Sannau, nm.-cnarionanug. 4 Waitzatrafie 20 Tal. Bleibtreu 2318 BERTA RATZ KLEIDER UND BLUSEN BERLIN W 30 Bayerischer Platr 11 Fernsprecher? iS 6 Cornelius 3155 Barlnicki Ftintte Maßtchneidtrti Ztitgem&ß* Pr§it0 BERLIN W‘9 J t Bism, 4052 Augthurytr Sfr, 32 «erlangen sie onariii die doniaena Qundsenan Polnische 1t I»0cht■•ווfl0l0e••י•*,•י•יl dunt Dr. Jur. Roman Rrots« Sechverttkadiger för poliitachea an* Dolmetscher der polnischen Sprach* Berlin W15, Kurffirst•a4aa» «* «1 Tel.: Bismarck 9373 1 Klavierstimmer 1 1 ristl? (Btagllts) 1920 ütrdtrawnitm ftimpl »*•••״״>)״ SchlaU.) 03» * bl. Gabeln 0.2J * LaffcIO.2. leeldHal 0A3 ין• Stck Hall»••». Samariters». 14, E8 3880 (a.W. Abholt• Verlangen Sie unsere Anzelgen-Prelsllsle BOIIRR | ■*MM ' MMtaaMMussui | tt» 1 H Ä“ tä&ÄAÄA 1 *•«■•״•״•*•* - •••״»• ׳ •»•••■•«•ייLi

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