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Jüdische Rundschau · 1935-05-14 · Heft 39 (14.5.1935) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 39 (14.5.1935)
Date
1935-05-14
Page
– (sequence 3)
Language
German
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wm1 v.935ו Nr 39, U V, 1935 J0D1SCHF RUNDSCHAU Seite 3 daß diese ist durch• auch der wissentlich!n werden gkeit der elegenheit sandte er licht“, er- Lehrbuch 1 Anträge: Schnell s zu b e•!besondere ren und irens auf- )r. Meyer 1s ״staats• indem die lung hielt eizerischen!ezeichnete eit einiger semitischer der Frage 1 beschäfgte Schrift d 1 i t e r a ■ g aut das en Besen‘■ 1s Bundesche Erwängeklagten und stellte Schädigung Begehren mkengänge bezug auf ssse seines 1 Expertise use Einlaß chtet unter erwarten“ 1d gleichviel, , daß dam!• enhängonden nehr besteht rozessen ent. ,agt: Oberst. . Mai, eajf rletzung“ «1 gegen ihr. in lirfüll-iing -1g öffenttka den Juden gelte s auf gefaßt aen darauf :n gemacht ie komme», iden, die men, ann Juden, ift werden. 1 Volke sei e durchaus 99 Der Zionismus marschiert!“ ״Jude“als Belcidigun& Der ״Völkische Beobachter“ über Zionismus und Palästina Der ״Völkische Beobachter“ veröffentlichte in seinen Ausgaben vom 10. und 11. Mai die weiteren Fortsetzungen seiner Aufsatzreihe ״D i e L i 11 11 i d a t i o n der deutschen Judenfrag e“, über deren ers'en Artikel wir an dieser Stelle berichtet haben. Der /weite Aufsatz beschäftigt sich unter der Uehersclirift: ״De r Z i o 11 i s m u s 11t a r s c h i e r t“ niit der zionistischen Arbeit. Es heißt in ihm u. a.: ״In diesen anderthalb Jahren hat der Zionismus, das hier religiöse, dort mehr rasse-mäßige Bewußtsein, daß die Juden nach Palästina gehören und s inst nirg ■ndshin, Fortschritte bei der jüdischen Bevölkerung auch im Reiche gemacht. Der Priu ntsatz an überzeugten Zionisten ist, wie ein Kenner der Verhältnis e versichert, neuerdings au( 40 bis 5(1 des Gcsamtkont ng nts g - stiegen und dürfte wohl noch lunehrnen.!Lj bei 'hrn im Ih .- dich imlMi:!; jüdischer und sagt 1 *;׳ •c zwang-iäutige Ihwegu jüdischen Jugend timl den jiidiv durch. Sie haben erkennen mü- Auslände fest- und clurchzuwtzen. Der Aufsatz geht sodann auf das Schicksal Akademiker in England und Frankreich ein im Anschluß hieran: ״Nach der amtliehen deut-rhen Statistik untren im Smntni r 1932 im ganzen 3950 Juden tu 1 )ent-eliland imma׳ rikuüert (im Wintersemester 1933-34 haben sä׳■!! bei zahirea beit Int h nt ab rlumpt keine Juden mehr nett eia e -elirieUm}. In, ist zu beliebten, daß jene ehemaligen ןü-1i u 1 u■11 Siudeau n wen g-t9!1zu! lie hen Hallte sich noch im Lande lirtiaden und eitrig brsOrbt amd. -i91! stark profi'icrcn. Der Kamp! gegen die Bodenspekulation wird im Gegenteil von den betroffenen jüdischen Kreisen geführt. Es werden sodann die Beniühungen des deutschen Judentums um die berufliche AusHIJung für Palästina erwähnt und Angabe 1 über die Fiiiwanih tiitg.- ah!e1׳ ,gemacht. I lierbei sind dem Verfae: einige irrtumer 11.11cr’anfc 11. Fs werden keine Erlaubnisscheine für jadi-che Arbeiter i'ther die Zertifikate hinaus gegeben, sondern diese Erlaubnisscheine sind mit den Zertifikaten identisch. Ebenso ist das Hauptkontingent der Einwanderer nicht nur neuerdings, sondern von jeher vom polnischen Judentum gestellt worden. Der Aitikel stellt dann die Frage, ob die Juden in Deutschland a 11 s s t e r b e 11. Fr glaubt, daß die von jüdischer Seite aiifgestcllten Berechnungen zu pessi- 111 i s t i s c 11 seien, da sie von der Konfession and nicht von der Rasse ausgeln-n. Was die w e i t e r e U n t w i c k S11 n g anbehngt, so sei ״die erste Panik (wenn von einer solchen überhaupt dir Rede sein konnte) lä.igd verpufft und hat einer sozusagen philosophischen Auffas,ung der!.a!e in den judischen Krei en Platz ge nach'. Man brsit/t < ie'd und kann leben, häufig sogar sehr gut.“ Die Arbeit der Bauern in Palästina lockte den jüdische 1 ll uuiler wegen der harten Feldarbeit und wegen ries :'n>b!ems der feindlichen Araber nicht allzusehr. Auch der i lau einer jüdische» Republik in iiiro liidscliau habe keine Anziehung kalt auggeiibt. Schließlieh pole aisirrt de- Ar'ikel gegen l'e׳ez!1nu 1 gen von Direktor K a r e s k i, die sieh 111P dem A11l'i׳")su11gsn־0״e1’ d ■s deutschen ludeu'tin's bc-cltäf ig'.en. 1' tu1 in Fertigkeiten viele von ihnen man ,1 1 (lmt.•‘ ־1 biaticht; das Problem der Dedavon ausging, ״den vernünftige und legale aioznbililen, wie sind auch ,־hut Schließlich schildert der ,Aufsatz v i s e n z u t e i 1 u 11 g, hei der mau regellosen Strom der Emigranten in Bahn zu lenken“. Der letzte Aufsatz der Artikelreihe geilt dann unter der Uehersclirift ״Die Juden in Palästina“ auf die Landes- Verhältnis«« selbst ein. Er sagt zunächst folgendes: ״Die wirtschattliche und polFsche Zukunft Palästinas ist für Deutschland nicht ganz uhne Wicht gkeit, weil zum Teil auch von diesem Faktor die Lösung des Judenproblems im Reiche abhängt. Entwickelt sich das Mandatsgebiet in den nächsten zehn J3hr.11 so, wie die Zionisten hoffen, so darf damit gerechnet werden, daß nach dieser Zeitspanne eine Abnahme der Juden in unserem Lande zur Tatsache wird.“ Im Anschluß an eine Schilderung des jüdisch-arabischen Problems wird gesagt, daß die Bodenspekulation durch jüdische Einwanderer bei de» Arabern eine tiefe Erbitterung erzeugt habe. Hierin irrt der Verfasser jedoch, da gerade arabische Kreise an der Steigerung der Bodenpreise sehr . etuts c ־ t auf dem I an de .rieh in 1' der j u 11 g e n j 1tui che 1 < it Jugend aus Deutschland mi Weg in Rakis'i 11 a zu be-ch! g;, la", die An iedhmg erde־ I kre eine Sache u.nl daß tl:e jüdische raf: danach strebt,diesen Problem der Ansiedlung äh er er .Vh!1 eilen, dir bi,11er h bürgerlichen Berufen in vier Stadt gelebt haben, ist in kalä-tha genau so schmierig wie in allen a;!de״e 1 I ä!1de־׳n mul bei allen Völkern; cs ist nicht mir eine Sache des guten Willens, sondern der objektiven Fälligkeiten. Fs ist ein Zeichen für die nienselili.dien Kräfte, die im deutschen Judentum enthalten sind, daß eine immerhin nennenswerte Zahl von Kolonisten a 11s Kreisen, die bisher ein ganz anderes [eben geführt haben, in Palästina bereits /ur Ansiedlung gelangt sind. Die Verbindung der Juden in Deutschland mit Palästina wird darum, so meinen wir, immer engere Formen aimehmeii. In einer Zeit, in der die Auswanderung eines erheblichen Teiles der deutschen Juden aus zwingenden Gründen erforderlich ist, stellt das palästinensische Aufbauwerk die einzige reale Chance zur Verwirklichung dieses Planes dar. Es liegt im Interesse der Juden selbst wie auch der deutschen Oeffentiichkcit, daß dieser Vorgang — wie in dem hier zitierten Artikel mit Recht gesagt wird — in geregelten Bahnen vor sich geht. Nur auf diese Weise kann eine Erleichterung des Juden- Problems in Deutschland und zugleich eine Stärkung des jiidischen Aufbauwerkes in Palästina erfolgen. Nichtarier als PSlegeperson für arische Kinder unzulässig Ein in der ״Juristischen Wochenschrift“ vom 11. Mai 1935 veröffentlichter Beschluß des Reichsgerichts vom II. Febr. 1635 (Aktenz. [V B 7, 35) kommt zu dem Ergebnisse, daß die Heranbildung eines Pflegekind es zum deutschen Menschen nicht gewährleistet ist, wen» zwar die Pflegemutter, nicht aber der Pflegevater arisch ist. Ein im Jahre 1933 geborener Knabe war seit ,März 1933 bei den betreffenden Pflegeeltern mit Erlaubnis des Jugendamts untergebracht. Dieses kündigte das Pflegeverhältnis zum 1. Oktober 1931, nachdem es die!1 i c h t - arische A b s t a m m 1111 g d e s Pflegevaters erfahren hatte. Die Beschwerde der Pflegeeltern gegen diese Kimdißung wurde vom Spruchausschuß bei der Bezirksfürsorge־ stelle zurückgewiesen, die hierhegen eingelegte Rechtsbcschwerde blieb beim Reichsgericht ohne Erfolg. Nach den maßgeblichen Bestimmungen ist zur Aufnahme von Kindern, die sich regelmäßig in fremder Pflege befinden, die Erlaubnis des Jugendamts erforderlich, die widerrufen werden kann, wenn das körperliche, geistige oder sittliche Wohl des Kindes es erfordert. In den Gründen der angeführten Entscheidung heißt es hierzu u. a.: ״Lediglich beizutreten t! dem Spruchausschuß darin, daß bei dtr grundlegenden Bedeutung dei Ra-scntragc im 113tioiialsitziulisli- .‘-chm Staat die Heranbildung des jungen Mcn-ehcn arischer Air- ■',.'immung zu einem art- und ras-,!׳bewußten V, ,!Lg 11■ > ■en einen untrennbaren Bestandteil des Erziellungswerkes bildet, und daß diese Heranbildung nicht gewährleistet ist. wenn zwar die P1Lgenuiner, Rät aber der Pflegevater arischer Abstammung ist. Es ist daher irn Gegensatz zur Ansicht der Beschwerdeführer nicht rechtsirrig, "om der Sprueltaus.whuß au.stiibrt, daß das geistige und sittliche Kehl des arischen Pilegckinde:; eine Erziehung durch einen nichtari.-chen Pflegevater nicht zulasse. — — —“ Um die Beiordnung jüdischer Armenanwälte Zu diesem Rechtsgebiet veröffentlicht die ״Juristische Wochenschrift“ vom 11. Mai einen Beschluß des Oberlandes-?nichts Hamm vom 23. März 1935 (J.W, 41, 35). In den Gründen heißt es: ״Im Sinn und Geist der seit der nationalen Erhebung herrschend gewordenen Auffassung von einer volk-vcrbundencn und art gemäßen Rechtspflege liegt es, daß deutsche Parteien nicht durch rassefremde I’toK'übevollmächtigte vertreten werden. Soweit nirhturi-che Rechtsanwalte während einer Uelx'rgaiig-zeit noch zugclasscn sind, sind Sie zwar in ihren Rechten zu schützen. Dazu gehört aber nicht, liat! sic auf Staatskosten als Aniienanwültc beigeordnet werden. Das '9■ ’■ י' י des .Anwalts hat überhaupt hinter dein der Parteien und *f'r Sache zuruckzul reten. Aber auch das (vermeintliche ״der wirkliebe) Privat Interesse der Partei hat hinter dem höheren Interesse 'י': artgcnüißen Rechtspflege zurürkzutreten, ganz!*׳sonders aut dem fn biete des Kherechts, das mit den sittlichen Volksanschauungen ״»trennbar verknüpft ist und ■weniger als andere Recht.•gebiete die •!‘*"'irkutig artfremder Keclitspflcgctirgatie verträgt. Daraus folgt, tiati da, w״ jom (־’nncssen des Geriehtsvor>itzende11 Raum gegolten 19 und wo zusätzliche Staatsmittel beansprucht werden, kein nicht- *twlier Anwalt beizuordnen ist.“ . Nach den Ausführungen dieses Beschlusses handelte es *P dabei offenbar um die Beiordnung eines Anwalts für Jmc arische Partei. Die Bestellung nichtarischer Anwälte für nichtarische Parteien wird, wie in Nr. 36 der ״Jüdischen Rundschau“ vom 3. 5. 35 bereits hervorgehoben "orden ist, von der in obigem Beschluß zum Ausdruck *Nkommenen Gerkhtspraxis nicht berührt. Schließung zweier Kabaretts Die beiden Berliner Kabaretts ״Katakombe“ und ״T in gelt a n g e I" sind auf Veranlassung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda durch das Geheime Staatspolizeiamt geschlossen worden. In der Mitteilung, die hierüber in der Presse erschienen ist, wurde tt. a. gesagt: ״Ein reinrassiger Jude, der als saldier in Deutschland nur Gastrecht besitzt, wagte es, über politische Vorgänge in Deutschland seine herabsetzenden Glosse» zu machen. Demzufolge setzte sielt auch die Besucherschaft in der Haupt- Sache aus Juden und anderen staatsverneinenden Elementen zusammen.“ In der Mitteilung wird ferner betont, daß der Nationalsozialismus es für gänzlich unerträglich halte, ״daß deutsche Angelegenheiten von Juden oder vo׳r Juden lädierlieh gemacht werden.“ Wenn Juden heute in Deutschland, wo so viel positive Aufbauarbeit zu leisten ist, keine würdigere Arbeit für sich haben, als derartigen Kabarett-Humor zu pflegen, ist dies auch vom jüdischen Standpunkt aus abzulehnen. Der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig hat verfügt, daß Straßen der Stadt, die nach Juden und Judenstämmlingen benannt sind, umbenannt werden. Es sind dies die Abraham- und die Eitingonstraße, die nach jüdischen Philanthropen benannt sind, sowie die Jadassohn-, Mendelssohn-, Moscheies-, Plaut- und Simonstraße und die Simsonbrücke. Als Nr. I einer Rubrik ״Feinde des dritten Reiches“ veröffentlicht der ״Westdeutsche Beobachter“ die Photographie eines jungen Mannes, der in einem j ü - dischen Geschäft eingekauft habe. Unter dem Bild steht: ״Wer kennt ihn? Er kaufte gestern bei Juden.“ Vom Königsberger Amtsgericht wurde der 1 lauamtsleiter des NS.-Leltrcrbitikles und Korreferent der Gaulei'.ung Ostpreußen der NSDAP., Otto Raatz, zu 69 RM. Geldstrafe wegen formaler Beleidigung verurteilt. Bei einer Mitglieder- Versammlung des Provinzial Vereins für Innere Mission äußerte er gegenüber einem Bekannten Zweifel, ob der frühere Schriftleiter Dr. Seraphim nicht Jude sei. Diese Aeußerung wurde auch von einigen anderen Personen gehört, und so entstand eine Privatklage. Dem Antrag der Verteidigung, ein (i u t a c 111 e n d e s r a s s e p o 1 i t i s c h e 11 A in t e s ein- /uhofeit, s'cllten sich nicht mir der Kläger und sein Bruder, ein Recfifsanwalt, der ihn vertrat, entgegen, sondern auch das Gericht i e 11 n ( e dies e n B e w e i s a n t r a g mit der Feststel'un׳» ab, daß di.־ re eiebnun!; des Dr. Se aohim als Jude in jedem Fal'e eine fo־ma’e Beleidigung darstefle, auch wenn sich die jüdische Abstammung erweisen sollte. Die ״Nationalsozialistische Partei-Koi respondenz" teilte hierzu mit, daß nach Bekamitwerden des Urteils der Leiter des Rassenpoiitischen Amtes 41er NSDAP., Dr. Groß, an den NS.-Juristenbimd folgende; Telegramm richtete: ,,IMinrhir K״ i; 41.!c‘11 ' 11r,! all• völlige• 1׳ ׳* h I ü 1 ( e 1 1. 11i dun I! n L:״p: i.׳i,1,11 u iilrr-prirlit. Lrlülr ganzen 99911,! d.iLm g 1 99!!׳ ru n!a;'h!■n, daü /91!9!9!!'g9 U!edel 11,!lung a!a!!ige1 1]!1vrta;m1l!!rlH׳r E9!.•rlira199g!!1 mitrrbL!1!1 I )ie ״Nationalsozialistische dann fort: Part ei-Korrespondenz“ fahrt ,.Wie «eil au!!! 11. im• u-!,■ 11 die R.-!־l 1 -;999199g au! Grund!,-• Irllii■! lirU I\ul1'!199; ,־! e,!!,;.:; II K! '! 1' -■ ulp! H!!eil /!!«;(Irr-!;!!19.!!.!• /!!g! , 19.1!1! g •1.1. I'!'׳.!! d! I\ ׳! ,!M>! tcau* Am!.•• g! 11 ■11!... ...11 de•- n Au . .1 - m .11 I 11! 11! ־ - A 1; - - (1 1 e e h e n di- \\ . ,! i r . . ) 1! 11!.11; ־ l r ■I!;11 I' ,1 i t e I) I r e 1 t s V : n c 1! .1 9 ׳ a I ,1, ,!;. 11 ׳ ' I 1. 1!;־ r I ,!! I. I > , Ah!1! t 1!״״;!;!1.9;1, 1!!'! . ׳, . (,;!ur.!!!!!, 1 ׳• :! I ' ׳ ״ :;!.; l. r;er \\ ei-e •■;!1911 .׳, All 9;!!;9 11 •'!:!1;;;;־! u . zur ll! 9!!;!na der ju• I i ■, h.!1 AI.-■...,1, - k .,:19.9 -! ׳a!; 9,!.,191 .7 ,!;״ ״: ad. W:!^!..;'.;!;!9 ״ ■A!91! 91. ,11 da-!1 '9• ' V! -' l ,!!;■ (;rund I ‘.da 9 a a 11911; r .! I 99! 9 1! 9 - 9'9 9 1 . / ׳!!9.1! ■1 9!! 1 9! 9 1 י ' I. i 1!9 1' 1!9 9 n,!.;;!1er v. Ml!!!'!9!!!■9 .\ 1; 9 ,1! 11 m!111 c' .d-!99! BtL'idlguiig ZU ' /,99199 9. 111119 9!91 191 ’ 9!99! 1,!/' ׳.׳ i 9911 •! 9׳! I 11! •1! 9 .! 9 d 99! 1/9’- V, nli.: selbst nicht ohne die Bc/eiclmmig 11ein Ehrentragen, zu dem Zeit, in der die als Beschimpfung Ein Mißverständnis Der ״Angriff" vom 11. Mai veröffentlicht unter der Uehersclirift ״Die Jüdische!?und seit au auf Sc 11 1 e i c 11 w e g e 11“ einen Artikel von E. Fritz Baer, worin uns vorgeworfen wird: ״Man versteckt sich hinter Erinnerungen“. Der Autor bespricht einen Aufsatz der ״Jiidischen Rundschau“ Nr. 33/34, der betitelt war ״Querschnitt durch 1S66“ und in dem (im Rahmen einer historischen Artikelreihe) dargestellt wurde, womit sich die jüdischen Zeitungen jenes Jahres in der Hauptsache beschäftigt haben. Es sollte damit ein Schlaglicht auf die jüdische Situation jener Zeit mitten in der ״liberalen" Aera geworfen werden, Hie deutliche Symptome der Judenfrage aiifweist. Wenn mm der Verfasser des Artikels im ״Angriff“ uns verhält, (laß wir damit auf Schleichwegen heutige Zustände kritisieren wollten, so ist dies eine vollständige Verk c 11 n u n g des Zwecks einer solchen Veröffentlichung. Die Veröffentlichungen der ״Jüdischen Rundschau“ haben in der Hauptsache ein einziges großes Ziel: die Juden zu veranlassen, daß sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und sich eine eigene jüdische Zukunft aufbauen. Die Juden selbst haben aber die Judenfrage niemals in ihrer ganzen Schwere erkannt, und wenn wir Erinnerungen aus dem Jahre 1St)1) veröffentlichen, so geschah es — wie aucli in der Schlußbemerkung des Aufsatzes ausgesprochen war — mit der Absicht, zu zeigen, daß schon damals genügend Material vorlag, um die Judenfrage wirklich zu sehen, wenn man nur wollte, und an der Lösung der Judenfrage, wie sie der Zionismus den tauben Ohren der Juden predigte, mitzuarbeiteii. Statt dessen tröstete sich ein großer Teil der damaligen Juden mit selbstgefälligen Redensarten, wie sie der Verfasser des Artikels im ״Angriff“ nun aus unserem Artikel zitiert und die, wie wir sagen wollten, ein unzulänglicher Trost waren, der nur von der wirklichen Wcsenserkeniitriis abhielt. Es wäre also das schwerste Miß- Verständnis, wollte man annehmeii, daß wir den Juden raten, sich auch heute mit solchen Illusionen zu trösten, statt eine wirkliche Lösung zu suchen. Diese Angelegenheit ist für uns Juden Interesse. Selbstverständlich erscheint 11 n s als ״Jude“ nicht ab Beleidigung, sondern 11 a m e, den wir mit dem ganzen Stolz unsere Geschichte uns verpflichtet. In eine Umwelt jedoch dieses Wort nur allzu oft verwendet, und zwar sowohl wirklichen Juden gegenüber wie auch ganz allgemein zur Bezeichnung eines ihr minderwertig Erscheinenden, kann der Gedanke aiiftauchen, daß dieses Wort eine Beleidigung darstellt, /ttmal ja mit ihm eine gewisse Diskriminierung im öffentlichen leben Juden jedenfalls haben in k e i 11 e m daran, daß Untersuchungen über die bleiben. verbunden ist. Wir Falle ein Interesse Abstammung unter• Rassenpüege und Judentum in der neuen Gesetzgebung und Rechtsprechung Der geschäffsführeiuie Direktor des Rcichsausscliusses für Volksgesundheitsdienst, Dr. R u 11 k e, veröffentlicht in der ״Juristischen Wochenschrift“ vom II. Mai 1635 eine Abhand־ lung ״Erb- und Rassenpflege in Gesetzgebung und Rechtsprechung des 3. Reiches“. Er geht davon aus, daß man in der Vergangenheit die Bedeutung der Rasse für das Recht abgefeimt habe, daß aber viele Beispiele aus der Vergangenheit ergäben, daß die Behauptung, jede Rasse habe ihren eigenen Stil, auch auf das I/echt /!!treffe. Iri diesem Zusammenhänge erwähnt der Verfasser auch den in der ״Jüdischen Rundschau'' vom 5, April 1635 erschienend! Artikel des Rechtsanwalts Dr. Netter ״Zum Thema: Artgebundene Jurisprudenz", in dem dieser 11. a. auf die Verdienste einer Anzahl jüdischer Juristen auf dem Gebiete des Aktienrechts hingewiesen hatte. Hierzu bemerkt Dr. Ruttke u. a.: ״ilk r h;iiH׳r! wir;׳rr/11!c 111 >- 11>!!ו־ Li ז׳ h J« ■n 114•'.». t יו havipuiD^ vom Vorhaii-lriM-Tu R'-rhi-M!U miilS M'invr Alt ju'DmIj k.tpi'.iliiii-t■h ׳K-:!k4־u. «in i>n!k■ der rmti<>n;dw»ziali''f ix-luTi Aun;wm1L» Rim umi R״ wcs<־T!N!rt'!n<k‘• Uebcr den Einfluß jüdischen Geistes in der Vergangenheit heißt es: ״In der VereanecnlH-it r (liu Ro* Um־ jü<ie im Sinne n u׳i ihm זי Wh׳!*־ 'hitiii-ienm׳'!{um■ der Rerb!.-{m/Glmfmr, Me koit^lremdhri! der Rmhmr u-w,;׳ ein man weirhrdenn die 1 .־־a^eii der ReeRmwahrer ״ew! -■.־u Af. I erkannt, dab di.׳-e ia-Me י ’r-.uiie d.!״ I niimüeh Juden in die Rr,imu n-1 ha:!, i! 1 i<x־h.'«•RuIkdirerschal! und Anw ,di -1!;.ו1ו ist zunächst unrnerklich und dann immer ■- Recht w mp lim icn, «len! »־!;es Rech! -!n mhl merklich e,•hielt d,-K deniscln־ Reiht ju. \olk, das .•sich im alkwineineti glucklichr! von AuMiahmefalien ahj.w.'uheu - vom mußte auf (Irund seines eigenen S1ile> judAchen G<-istc Ixdicrrschten deut-eben nun).׳, m Vv\ sagen W11 kheh־ ma’ . fiat das \'er- 1t a ata!1/1 -י.d Amu-, hat;(1 רי von Art ircmdeti,!dme m Richt-rtum, Rdx-r diex־n Weg; und -tarker t!eu!-.cfu’S )undea worden, l'n- Stil. Das den! .sehe ■־־ von einer Anzahl Judentum ireigchalu'n iiaüe, die S! ilwidt igkeit «km vom Rechtes empimdi n.“ Im Hinblick auf die zukünftige Rechtsgestalturig wird u. a. gesagt: ״Wollen wir also das Recht nach natioHal-oriali-ti.-clier Recht״- auffa-simg gestalten, so imi— en wir Rcrht--9i1nlttum aus der Feiler von Juilen um! Kntselieidungei! von Rcchiswahrern, die dein jiidi״chcn Volk angehören, ablehn™. Die deut-ehe Anwa’.isrhaft ist in erster Linie Ix-rufen, hierlwi tnitzuhelfen.“ Aus Breslau Die ״Nationalsozialistische Schlesische Tageszeitung", Breslau, vom 26. April, berichtet: ״behhattes Interesse und Zu-t iniimiiig erweckte um ge-irigcii Vormittag wieder der U1117.11g der SA, der .sieh durch die Stadt, auf den Ring zur Staupsäule bewegte und in dem wieder Schilder mit den Namen sechs artverge.-soner yrLoher 19 91■ 9 09r ,991! 1md deren j ti 11 i s r 11 e 11 Verführern nn'tgefiihrt wurden. \'o!1 der Slutipsaule ging der Z.ug zu den Wohnungen einiger dieser Frauens|K'.ts9>nen, wo eine nochmalige Hrandmarkung in der Alt, wie schon an vorangegangenen Sonntagen erfolgte. Den ganzen Tag iilicr war die Stäup, saule, an der die Tafel mit der! Namen hing, von zahlreichen Volksgeno-sen umlagert, die in mehr oder weniger derlx’n Worten ihrem Abscheu über die angeprangerten Personen Ausdruck verliehen. ״Wer sich nach zwei Jahren Aufklärungsarbeit im nationalsozialistischen Staat noch mit Juden einiätt, schließ! sich selbst aus der Vollesgcmcinsehaft. aus.“ Das war immer wieder von den beobachtenden Volksgenossen zu hören.“ 1

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