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Jüdische Rundschau · 1935-05-10 · Heft 38 (10.5.1935) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 38 (10.5.1935)
Date
1935-05-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
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jüdische *undschau Nr. 38, 10. V. 1935 Salta 4 Aus der Praxis der Arbeitsgerichte Angestelltenkündigung und Schild ״Deutsches Geschält“ Zeit sei es vornehmlich im rhein-mainischen Wirtschattsgebiet eine Existenzfrage für eine Firma, ob sie die Kenn* Zeichnung ״Deutsches Geschäft“ führe. Das Frankfurter Landesarbeitsgericht hat in zwei Widerrufsklagen nichtarischer Angestellter gegen ihre befristete Kündigung die Berufung ״egen die abweisenden Urteile des Arbeitsgerichts z u r ii c k g e w i c s e n. Beide Klagen warm insofern gieieligelagert, als beide beklagte Firmeninhabcr zugaben, daß die Kläger keinen Anlaß zur Kündigung gegeben hätten, daß aber die Kündigung erfolgen mußte, weil die N S - i i a g o mit dem Entzug der S c h i I - der ״D e 111 s c h e s fiese h ä ft“ g e cl r ״ h t 11 a b e, wenn die Firmen weiter nichtarische Angestellte beschäftigen würden. Sie seien daher gezwungen gewesen, die nichtarischen Angestellten zu entlassen, um nicht rnre eigene Existenz und damit die aller arischen Angestellten zu gefährden. Das Landesarbeitsgericht betonte, daß bei der Entscheidüng über diese Klagen allein die tatsächlichen Verhältnisse zu berücksichtigen gewesen seien; in der heutigen Anzeigen eines Lehrlings Das Landesarbeitsgericht Frankfurt a. M. hat in einer Grundsatzerkenntnis ausgesprochen, daß leichtfertige unbegründete Strafanzeigen gegen den Betriebsführer dem Gemeinschaftsgeist widersprechen. Der Kläger war ein 21 jähriger Lehrling, der gegen seinen jüdischen L e 11 r h e r r 11 fünf verschiedene Strafanzeigen erstattet hatte, die sich samtlieh bis auf eine als unbegründet erwiesen. Er wurde deshalb fristlos entlassen. Seine Klage auf Fortsetzung des Lchrverhältnisses blieb ohne Erfolg, ln der Begründung sagte das Obergericht, es sei sicher richtig, daß dem Kläger als NSßO-Mitglied die Ucbcrwachung des Betriebes seines jüdisehen Lehrherrn zur Pflicht gemacht worden sei. Dadurch sei aber der Kläger nicht der Verpflichtungen aus dem Lehrvertrag, insbesondere seiner Verpflichtung zur Treue gegen seinen Lehrherrn, enthoben. Die dänische Presse Vor den Hörern des Institutes für Zeitungskunde und der deutschen Hochschule für Politik, Berlin, sprach am 3. 5. der Chefkorrespondent der dänischen Zeitung ״Iterlingske Tidendc“, des größten Blattes in Kopenhagen und Dänemark, Herr Baron S c h 0 f f a I i t z k i de M 11 c k a d e 11, über die ״Dänische Presse“, ln zeitung•• hNtorisch und wissenschaftlich außerordentlich interessanten Ausführungen wußte er über Wesen und Art der Presse in seinem Vaterlande zu sprechen. (Dänemark steht mit 300 Zeitungen bei 3 Mill. Einwohnern an der Spitze der Zeitungslander der Weit. Zeitungsdichte 1:13 (XKJ, cs wird mir von der Schweiz ühcrlrof'cn.) Im Verlaufe seiner Ausführungen sali sich der Redner genötigt, zum Thema über die angebliche ״V e r j u d u 11 g“ der dänischen Presse einiges zu sagen. Er führte aus. daß es für I ),äiieniark eine Judenfrage nicht gebe uikI mau auch eine solche nicht im lande kennen wolle. Die äußerst geringe Zahl dänischer Juden (6'tOh) rekrutiere sich meistens ans alt im Lande eingesessenen Familien, die sich aut alle Berufe 1111 lande verteilten. (Die geringe eistjüdische Einwanderung seit UTK) und seit dem Kriege, die in die handwerklichen Berufe ging, spielt im Laride keine Rolle.) Von einem jüdischen I influß in der däiii-c.hcn Presse könne man nicht rede״. Wo Juden in der dänischen Presse aufträten, Ik'ISen sie sich nur als Vertreter dänischer Interessen vernehmen.!111 übrigen vermochte er hei den vier großen Zeitungen des Landes im ganzen mir drei bis vier jüdische Mitarbeiter oder Mitglieder der Aufsichtsräte festzustellen, ln der als marxistisch zu bezeichnenden Presse Dänemarks sei kein einziger Jude oder Judenstäminling tätig. Man könne also von der ״Verjudung•‘ der dänisehen Presse auf keinen Fall sprechen. Bei diesen Ausführungen des Herrn Barons Schaffalitzki de Muckadcll, der übrigens im Zionismus für die Länder jüdischer Massensiedlung die einzige Lösung der Judenfrage sieht und ein Verehrer der Persönlichkeit Theodor Herzls ist, ist das Bemühen bemerkenswert, die Uninteressiertheit der dänischen (!)Öffentlichkeit und damit der danischen Presse an der Judenfrage zu «betonen. _ Kurt Mayer Die OrgaüisatioxK der jüdischen Jugend Der Reichsausschuß der Jüdischen Jugendverbände teilt mit: ״Der Sportbund des Reichsbundes J B - discher Frontsoldaten ist dein Reichsausschuß beigetreten. Der Zusammenschluß der jüdischen Jugend ist somit vollendet.“ Tagung des Allgemeinen Rabbiner-Verbandes. Im Mittelpunkt der letzten Tagung des Allgemeinen Rabbiner-Vernandes, die durch einen Festvortrag des Vorsitzenden Dr. Bacck (Berlin) über ״Das Rabbinische in der Persönlichkeit des Maiiiionides“ eingeleitet wurde, standen Referate über die Tätigkeit des Rabbiners in der heutigen Zeit. I)r. Kaat z (Hindenburg) sprach über das Thema: ״Der Rab- Einer in der theologischen Arbeit“. Enter Zugrundelegung des einschlägigen Materials aus der jüdischen Traditionsliteratur umschrieb er den Begriff der Offenbarung in seiner zentralen Bedeutung für die jüdische Theologie. Das Korreferat zu diesem Thema hielt Dr. Hahn (Essen), der die eigenständige Aufgabe jüdischer Theologie in Abhebung gegen die religioiisplnlasnphixrhcn Anschauungen unserer Zeit umriß. Dr. L a z a r 11 s (Wiesbaden) referierte über das Thema: ״Der Rabbiner in der Uemeimlearbeit“, wobei er die besondere Tätigkeit, die dem Rabbiner heute auf dem Gebiete der Seelsorge, der LTwachseiien-Bildung, der Wohlfahrtspflege und der geistigen Führung der Gemeinde zugefallen ist, im einzelnen darlegte. In der sich anschließcnden Diskussion wurden grundlegende theologische Begriffe durch Dr. Wiener (Berlin), Dr. Horovitz (Frankfurt am Main), Dr. H o f t in a n!1 (Frankfurt a. M.), Dr. Baeck (Berlin) geklärt. Die übrige Aussprache befaßte sich vor allem mit Problemen der praktischen Arbeit des Rabbiners in unserer Zeit. — Die Wahlen ergaben einstimmige Wiederwähl von Dr. Baeck (Berlin) zum Vorsitzenden, Dr.Horovitz (Frankfurt a. M.) zum stellvertretenden Vorsitzenden, £>r. Dienemann (Offenbach) zum Schriftführer des Verbandes. Die Vereinigung traditionell ־ gesetzestreuer Rabbiner Deutschlands übersendet uns einen an die jüdische Ocffcntlichkeit gerichteten Aufruf, worin darauf hingcwiesen wird, daß seit ältesten Zeiten F a m i 1 i e n r e i n h e i t und Familienadel Israels höchster Stolz war. Es wird an alle Juden die Aufforderung gerichtet, zu dieser Reinheit im per- *önlichen Leben zurückzukehren. die ItUtdeA-ltuHdscUau mußte wegen Raummangel für nächsten Freitag zurückgestellt werden. Ebenso mußten die Rubriken ״Schach" und ״Berichte aus dem Reich“ Zurückbleiben. Was bedeutet ״Mischehe“? lieber die Verwendung des Wortes Mischehe im behördlichen Verkehr hat der Reichs- und Preuß. Innenminister Dr. Frick folgende Anordnung getroffen: ״Der Begriff MEchclic wird zur Zeit in verschiedenem Sirm gebraucht. Während der Nationalsozialismus hierunter die Ehe zwisehen Menschen verschiedener Ra-senzugchörigkeit verstellt, wendet die Kirche diese Bezeichnung auf die Ehe zwisclien Angehörigen verschieden« Konfessionen an. leb ordne hiermit an, daß im behördliehen Verkehr das Wort ״M i s c h ehe“ nur in de m Sinne zu gebrauchen ist, daß hierunter eine zu einer Kasse 11 ra isch an g führende Ehe zu verstehen i s t, d. h. eine solche, die zwisclien einem Arier und einer Nichtaricrri, oder umgekehrt, geschlossen wird.“ Neue Judenpolitik 1m Irak? Bombay, 30. April. (JTA.) Der Bagdader Korrespondent der in Bombay erscheinenden ״Jewish Tribüne“ teilt seinem Blatte mit, daß die neue von Jassin Pascha Al-Haschini als Premierminister geleitete Regierung des Irak sich aus liberal gesinnten Ministern zusarnmensetzt, von denen mehrere den Juden durchaus freundlich gcgenüberstchen. Das neue Kabinett habe bereits beschlossen, die über ״Jewish Tribüne“ und zehn andere ausländische jüdische Zeitungen verhängte Postsperre aufzuheben. Feier aus Anlaß des 75. Geburtstages von THEODOR HERZL Donnerstag, 16. Mai, 20.30 Uhr Bachsaai, Lützowstraße 76 KURT BLUMENFELD »Theodor Herzls wirkende Kraft« Chöre aus Handels *Judas Makkabäus« JG4. Chorvcreiolguog — Jüd. Ordietter״ Vereinigung — Dirigent Leo Kopf *Aus Herzls Leben« — eine Chronik Sprcdten Herbert Maihoff Karten tu RM 1,-0,75 ,׳ u.0,40<Jugeodt. durdi die Jtigendbönde RM 0,20> Jm Reisebüro Atlantic Express, Fricdridistraß« 100/ Finder, Alte Schönhauser Straße 54,־ Konditorei H*n11, Flensburger Straße 19/ B2׳V*Hcim, Kan (strafte 54/ Buchhandlung Rosenbaunt, Meineke״ Straße 10/ Büro der BSV, Meinekestraße 10 und an der Abendkasse BERLINER ZIONISTISCHE VEREINIGUNG Gelächter um eine Schlagzeile. Das ״Hakenkreuzbanner“, Mannheim, berichtet, daß in Schwetzingen sich ein Jude als Zeitungsverlegcr betätigt, der nach der neuesten Verordnung des Präsidenten der Rciehspressekammer, die die arische Abstammung für Zcitungsverleger vorschreibt, wohl erkannt haben müsse, was die Uhr geschlagen hat. Er sei dadurch, so berichtet die Zeitung weiter, so in Verwirrung geraten, daß er in der Ausgabe vom 30. April in seiner Zeitung eine Fußleiste ״Die Juden sind unser Unglück“ brachte. Die Zeitung fährt fort: ״Die Bevölkcrutig von Schwetzingen ist an diesem Tage in schallendes Gelächter ausgebrochen. — Ob der Jude sich mit dieser Selbsterkenntnis anbiedern wollte, oder ob ihm ein ״bösw illiger“ Setzer diesen Streich gespielt hat, hat sich nicht aufklären lassen. Jedenfalls muß dem jüdischen Verleger, als er den Satz, gedruckt las, doch die Gewißheit einer ungeheuren Blamage aufgedämmert sein, denn er ließ schleunigst in dem Rest der Auflage die Schlagzeile entfernen, so daß sich dort eine weiße Stelle befindet, die der Leser so ausfüllen mag, wie es ihm am besten paßt.“ zoricnTouring Hotel Garn! 5.« ei. 250 m »am Hauptbihrihof 0. Spin« Talefen In *ISmtlieH. Zimmern Die alte Burschenschaft. Der ״Völkische Beobachter“ vom 8. Mai veröffentlicht eine Ansprache von Staatsminister Wagner beim Burschentag der Deutschen Burschenschaft, worin der Redner darlegte, warum die Aeitercn in der Vorkriegszeit sich der Burschenschaft anschlosscn: ״Ich wurde Burschenschafter — wenn ich von mir sprechen darf — 1״ weil d und ist, 2., weil d Zielen konnten d Je Burschenschaft antisemitisch war ic Burschenschaft großdeutsch ist. Diesen ie jungen Studenten der Vorkriegszeit nur dienen dadurch, daß sie Burschenschafter wurden.“ Heute, so heißt es weiter, seien der Staat und die Gesamtheit von dieser Weltanschauung regiert, so daß der Studentenschaft neue Ziele gesetzt sind, nämlich die rassisch wertvollsten Menschen zu einer nationalsozialistischen Auslese zu erziehen. Kleine Nachrichten In der letzten Sitzung des Vorstands der Jüdischen Gemeinde Rom wurde beschlossen, den Oberrabbiner von Alexandrien, Prof. David Prato, der früher Oberrabhiner von Florenz war, als Nachfolger des verstorbenen Ober« rabbiners Prof. Angcio Sacerdoti nach Rom zu berufen. Der Präsident der griechischen Republik, Zaimis, emp. fing eine jüdische Abordnung, die ihm das Diplom seiner Eintragung in das Goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds überreichte. In Nürnberg war (laut ״Angriff“) für Donnerstag die erste Kundgebung der Antijüdischen Weltlig, angesetzt. Es sprachen in drei Parallel-Versammlungcn der französische Schriftsteller und Frontkämpfer Jean Boissei und Julius Streicher. Vor der Stadt F r e i s i n g in Oberbayern sind Schilde angebracht mit den Aufschriften: ״Die Juden sind unser Unglück“. ״Juden sind in Freising nicht erwünscht“. Bei der Ausschußsitzung, die anläßlich des zehnjährigen Bestehens des Deutschen Museums in München stattfand, wurde die Aufstellung von Denkmälern für Friedrich Wähler und Adolf von Baeyer beschlossen. Die Mutter des Nobel- Preisträgers Adolf von Baeyer war Jüdin; sie entstammte der bekannten Familie Hitzig. Die Exekutive der Revisionisten hat das für den 19. Mai in Aussicht genommene ״Plebiszit“ über die Schaffung einer Unabhängigen Zionistischen Organisation auf den 2. Juni verschoben. Die Exekutive des Jiddischen Wissenschaft, liehen Instituts hat beschlossen, im August 1935 in Wilna die Weltkonferenz des Instituts abzuhalten. Am 12. Mai beginnt in Warschau die 6. Landeskonferenz des Hechaluz in Polen, der etwa 30 000 Mitglieder zählt, Samuel Finbergh, ehemaliges konservatives Unterhausmitglied und einstiger Bürgermeister von Salford, ist gestorben. Die Londoner ״Times“ vom 23. April veröffentlich! einen ausführlichen Bericht über das Theaterieben in Tel-Awiw, wobei besonders die Leistungen der Ha hi. mah gewürdigt werden. Die Zeitung bespricht auch die Pläne des neuen Theaterbaus, der 35 000 Pfund kosten wird, und da es keinen Staat gäbe, der dies finanzieren könnte, so müßte die Judenheit der ganzen Weit das Geld aufbringen. Eugen V i d a, Generaldirektor der Ung. Allgemeinen Kohlenbergbau-A.-G., in Budapest, wurde vom Reichsverweser Horthy mit dein Ung. Verdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet, womit der Exzcilenztitel verbunden ist. Die Plazuela de Maimonides in Cordoba ist, wie uns Herr Paul Ucker, Zürich, schreibt, nicht erst anläß. lieh der 800-Jahr-Feier so benannt worden, sondern wurde von ihm bereits im März 1933 photographiert. Palästinafragen in Amerika. Wie uns aus New York be. richtet wird, hielt die American Palestine Cam. paign eine Sitzung ab, bei der Herr Leo Herr mann, Sekretär des Keren Hajessod-Direktoriums, ein eingeliendes Referat über die Arbeit des Keren Hajessod im letzten Jahre erstattete. Er wies darauf hin, daß die Keren Hajessod-Eingänge im letzten Jahre eine aufsteigende Tendenz aufweisen, was bei der Beschaffung der 500 000-Pfund- Anleihe mitgeholfen hat. Einen besonderen Teil seiner Alisführungen widmete der Redner den vom Keren Hajessod he. gründeten landwirtschaftlichen Siedlungen in Palästina, die bereits selbsterhaltend geworden sind. Viele Jahre lang sei die kolonisatorische Initiative des Keren Hajessod verspotte worden, weil viele nicht an die Durchführbarkeit einer soleilen Kolonisation glaubten. Der Keren Hajessod habe aber Vertrauen zur Ausdauer und Schaffenskraft der Chaluzim ge■ habt, und so wurde schließlich die Konsolidierung der Sied* Hingen möglich, die diese jetzt zu dem größten Aktivum des Keren Hajessod gemacht haben, so daß sie die Basis der Anleihe bei Lloyds Bank bilden konnten. Nach Herrmann hielten Nathan Strauß, einer der Vorsitzenden der A. P. C., eine Ansprache, und schließlich Ernst Kahn einen Vortrag über das Wohnungsproblem in Palästina. Mitteilung des Palästina-Amtes. Wiederholt werden Postscheck-Einzahlungen an das Palästina-Amt Berlin unter der Bezeichnung ״Palästina-Amt Berlin der Jewish Agency for Palestine“ vorgenommen. Wir machen darauf aufmerksam, daß bei Ueberweisung von Beträgen die Postscheckbezelclr nung lediglich ״Palästina-Amt“ lautet, damit keine Schwierig• keiten in der Ueberweisung entstehen. Das Hebräische Technikum Haifa bittet um Bekanntgabe, daß Gesuche um Zulassung zum Studium für das im Oktober beginnende Studienjahr 5096 nur bis zum 15. April entgegengenommen «׳erden konnten. Eine beschränkte Zahl von Plätzen bleibt für Studenten, die ihre Reifeprüfung im «Mai oder Juni abgelegt haben, und für Absolventen palästinensischer Schüler! reserviert. Aufnahmegesuche von Bewerbern, deren Studiengekl-Vorauszahiungen und Zeugnisabschriften nach den Pcßach-Fciertagen, also nach dem 25. April 1933, in der Geschäftsstelle eingegangen sind, können nicht mehr berücksichtigt werden. Diese Bewerber werden gebeten, dem Sekretariat des Technikums mitzuteilen, ob sie Depot und Papiere bis zu dem im Oktober 1936 beginnenden Studieniahr 5696 ruhen lassen oder zurücküberwiesen haben wollen. Im Falle, daß eine Rücksendung erfolgen soll, wird um genaue Adressenangabe gebeten. Wer die große Informations-Broschüre ״Alijah“ liest, ist über alle wichtigen Fragen gut unterrichtet, die den Palästina-Auswanderer und -Touristen interessieren. Die neueste Ausgabe, 120 Seiten stark und mit vielen Bildern geschmückt, gibt einen umfassenden Ueberblick. Von der Nennung zahlreicher allgemein interessierender Tatsachen aus Erez Israel über den ganzen Komplex des Transfers bis zu einer großen instruktiven Palästina-Karte in deutscher Sprache erstreckt sich der überaus reiche Inhalt. Die neue ״Älijah kostet 90 Pf. Nächste Abfahrten nach Palästina. Dampfer Gautier, 13. 5. ab Neapel, Dampfer Ausonia, 11. 5. ab Triest, Da mpfer Gerusalemrae, 15. 5. ab Triest, Dampfer Polonia, 15. 5. ab Konstanza, Dampfer Adria, 15. 5. ab Venedig, Dampfer Palästina, 17. 5. ab Triest, Dampfer Patria, 17. 5. ab Marseille, Dampfer Esperia, 18. 5. ab Genua, Dampfer Galilca, 22. 5. ab Triest, Dampfer Helouan, 23. 5. ab Genua, Dampfer Tel-Aviv, 24. 5. ab Triest. Todesfall. Unser Mitarbeiter Herr Adolf Böhm ist durch das Ableben seines Vaters, Herrn Moritz Böhm, der in Wien im 94. Lebensjahr starb, in tiefe Trauer versetzt war• den. Wir sprechen Adolf Böhm unsere herzliche Teilnahme aus. ^?cV^ SAXONIA-DROGERIE Lielzenburger Sir. 33 Ecke Sächsische Str., »fi» Postamt W 15

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