Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1935-04-30 · Heft 35 (30.4.1935) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 35 (30.4.1935)
Date
1935-04-30
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2651273-2653827-2653860--26783-2688185
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

JÜDISCHE RUNDSCHAD Seit® 7 כיו ניסן תר! APRIL 1935 דבר בער אל המורים ז ממקום אחר ü יפוז־ו של ה״ו ההסתדרות ה* הצורך להארי משרד זה׳ וכג על פרטי־פרס המוטלים עלי ב״אידישה רוב ובטוחים אנו׳ r עוד יתרחב ויגן בהנה וכהנה הראשיים׳ והם: העברית׳ ארג להקמת תנועה ושיחות בעברי דברים אלה דו צריך לביא ע ע״י ההסתדרווז אולם בכל רב הפעילה והמ: התרבות באש הוא הנפש ו העולמית שלג :1תנועה העב בימים אלה חיזר מפירט •בקשתנו וד להתיחס לעני ממוש התפק נפקד גירלי ח־התפתחות נח פירה ו! להקימה פה לאורגן ביורו הכיל יידו׳ ש הוא דבר 3 הרדים לג1ו יענשו בשבא בידינו ובידיכם הבה נהיה בין zum 19• Z 10• iliistina-lixcku ler Ein wand! >er Schatzm Der Präsiden Agency Naim er Exekuti' ahen sich ״:ת der Palästi! :1 Wochcne! i z 111 a 11 n m• 25jährigen k<־ ä auch in י’ der u. a?usanunenli:( worden sin;ollen die zwei teilten J ud ei! n, eheniso eine end die St vorden, rcilu )eiidi!; 1 r he K 1 ״' treten;r dnisctH'll halten. 1 Leo 7 292 792 Kisten gleichen Zeh Hauptteil dt wurden 648 7!יו und 630 Kisten Hr. 35, 30. IV. 1935 Wie gestalte ich den Sclisihbat? Für Schabbat, 4. Mai Wochenabschnitt ״K'doschlm*' (III. B. M. Kap. 19-21.) I. Dieser Wochenabsclinitt enthält eine Fülle wichtiwer und interessanter Gesetze. Am bekanntesten ist das in Kap. 19 Vers 18 ausgesprochene Gebot: ״Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ (richtiger übersetzt: ״Liebe Deinen Nächsten, er ist wie Du“). Das Christentum hat oft die Nächstenliebe für sich allein in Ansprach genommen und ihre Betonung und sogar Entdeckung dem Neuen Testament?!!geschrieben. Es ist wichtig fest- /!!stellen, daß die hier erwähnte Stelle die erste Quelle für das Gebot der Nächstenliebe ist. Im Schockcn-Verlag ist eine Schrift erschienen, die vier Abhandlungen von Herrmann Cohen zu diesem Thema unter dem Titel: ״Der Nächste“ zusannnenfaßt. Sie ist für die Gestaltung des Oneg-Schabbat sehr gut zu verwerten. Aber auch die alten Erklärer sollten herange/.ogen werden. Rabbi Akiba sagt von diesem Vers: 1ה כלל גדול בתורה (Dies ist eine wichtige Regel in der Thora) und auch der bekannte Ausspruch Hüleis dem Proselyten gegenüber, der die ganze Thora lernen wollte, solange er auf einem Bein stellen konnte, hat hier seinen Ursprung. Hillel antwortete ihm: ״Was Du nicht willst, daß man Dir es tu’, das füg auch keinem andern zu. Das übrige ist nur Erklärung; gell’ lu’11 und lerne.“ II. Die Verse 22—27 des 20. Kapitels betonen die Be- Sonderheit des jüdischen Volkes und enthalten das Verbot des ״Chukat ׳ ha’Goi“, womit dem jüdischen Volk untersagt wird, sich an anderen Völkern 711 orientieren und ihre Sitten anzunehmen. Von besonderer Bedeutung ist der Satz 26: ״Ihr sollt mir heilig sein, denn heilig bin ich Euer Gott und ich habe Euch von den Völkern abgesondert, daß Ihr mein seid.“ Welchen Sinn hat diese Besonderheit Israels, wie wurde sie von der niclitjiidischen Welt ausgedcutet und welches ist die jüdische Auffassung von der Sonderstellung Israels? — Die wichtigste Stelle ist hier Ainos Kap. 3 Vers 2, wo klar zum Ausdruck gebracht wird, daß wir nur größere Verpflichtungen abzuleiten haben aus unserer Sonderstellung, daß wir aus dieser ״Auserwähltheit“ aber nicht besondere Rechte ableiten können. III. Da ״Rösch Cliodesch“ ist, wird als Haftara das letzte Kapitel des Propheten Jesaja gelesen. Sie enthält die großartige Vision des durcii Jerusalem getrösteten Volkes und singt das Lied der Erneuerung, die dem Judentum werden wird. Lest die Haftara in der Uebersetzung von Buber-Rosen/.weig vor! Psalm 15. E. Geschichte der jüdischen Menschen Samuel Hanagid (990—1085) Die Gestalt Samuels ist in die Reihe der in der vorigen Betrachtung behandelten Männer einzuordnen, die dem arabischen Spanien und später dein christlichen dienten und als Mäzene oder als Gelehrte für die jüdische Kulturentwicklung eine besondere Bedeutung haben. Hier bei Samuel gibt es zwei wichtige Dinge zu behandeln: die Gestalt selbst, die in jeder jüdischen Geschichtsdarstellung in den wichtigsten Umrissen verzeichnet ist, und die politische Affäre seines Sohnes Joseph. Durch einen Zufall kommt Samuel an den Hof. 1027 wird er zum Staatsminisler des Königs von Granada ernannt. 28 Jahre bleibt er im Amt, zugleich ist er Rabbiner. Als Gelehrter schrieb er Dichtungen, Kommentare zu Büchern der Bibel und des Talmuds und eine Einleitung in den Talmud. Als er starb, dichtete der große Poet Salomo Ihn Gabirol einen Nachruf auf ihn. Sein Sohn Joseph wird das Opfer einer antijüdischen Attacke. Ein Flugblatt aus dieser Zeit ist noch erhalten. Es zeigt alle antisemitischen Argumente. Aus diesem Flugblatt geben wir ein paar Sülze wieder: ״Die Juden!haben Hauptstadt und Provinz unter sieh nnfgeteilt. Ueberall stellt einer von diesen Verfluchten an der Spitze der Verwaltung. Sie erheben die Steuern. Sie schwelgen in Wohlleben und stolzieren in prächtiger Tracht daher, .während Eure Kleidung — o Muselmanen — alt und verschlissen ist... Nehmt ihnen ihr Geld weg! Ihr habt ein größeres Recht darauf!“ Joseph wird 1066 ermordet. J. P. Dingen STEHT DIE WELT Erzählung von GERSON STERN *• forn«l«un* Copyright Verlag Erich Hei■■, Utrlin Madelaino wollte liinlcr Lcvi liorlaehen. lledda blieb ernst. Ihre Augen trugen die Pracht, die David Ratz besinnlich gemi״'ht halte. Dieses Mädchen von fünfzehn Jahren war ein I. tickrui* 1 des Frühlings, ..Jeder hat einen anderen Gott?“, hagle lledda. ,,Welchen habe ich? Wenn ich im Tempel bin, m* weiß ich niclil, zu wem ich bete, leb gehe nicht mehr hin. L'h weiß niclil, was Gott ist, wer Gott ist. ln der Schule lehrt man uns eine Schöpfung. In der Bibel steht eine andere Schilphing. In der Bibel werden Worte gesprochen, zu denen ich ״l('ht finde, ln der Schule spricht man Worte, die mir ein- P'hen. Der Rabbiner lehrt. Zuweilen kommt ein Gedanke, der II, h'lt aufhorehen liißl. Es sieht eine Furcht dahinter. Warum Gßnbart sich Gott nicht? Warum Kampf und Zweifel?“ Madolainis meinte: ״Ich habe es besser. Mein Vater erfüllt 'hi'ses und jenes Gebot. Und ich erfülle dieses und jenes Ge- ׳ע?. Ich frage nicht weiter.“ Was war mit Dr. Leo Feldingor? Allo fragten cs sich. Er "ח,׳ «'in junger Mensch mit frohen, lebendigen Augen, mit IJondröllichem Haar, das in Wellen sieh nach hinten legte, 1'■«• war frisch, groß. Er lieble das Wandern. Er liebte seine ■h'gend. Vor allem lieble er die Jugend. Direktor Schwänke he- *1!»achtele, wie die Klasse von Leo Fehlingcr sich um ihren L׳'hrer scharte. Es wurde den! Gemeindevorsteher schwer cinzugreifen. 1'1‘hlingor hatte junge, jüdische Menschen um sich geschart. Er N,r;u׳h zu ihnen. Es kamen erst wenige, dann mehr. Auch Acltere schlossen sich an. Fehlingcr wurde beachtet, war ge- •»Htlet. Was sollte man lim? Der Vorstand war stolz gewesen. Lidang war die Krankheit der Absplitterung nicht hierher ge- Briefe an die Redaktion Die Jüdische Rundsdiau in den Kleingemeinden Wcrthclrn am Main, 2ti. 4. 1935 Liebe Redaktion! Die Feiertage sind vorüber; aber geblieben Ft die Stimmung des Festes, die ihre lx׳M1׳uhre Note durch Ihre ״Geburtstag * .s|>ende“ erhielt. SufM-rlative brauchen nicht angewandt zu werden: das nackte Faktum Ihres HesUmks, die Summe Ihrer Leistung an Geistigem, Gtjtigi-m und Gewallt* gern ist .so epochal, daß Dank und Khrfurcht un>er Herz durchziehen muh. Noch zittert in uns jener Satz: ,.Tragi ihn mit •Stolz, den gelben Fleck־‘, jenes in (hanit gemeilSelte Wort, das .so endlos vielen von tun in/.wisemu WegweDei und Trostwort ward. Prinz und Fcuehtwanger Irtonen mit Recht. daß gerade K lc i n g e m e i 11 d e n, in tkicu Mitte ,,Frau Sorge“ beheimatet ist, (he ״jühi-che Rundschau“ ruhender Pol in der Frsduinimgen Flucht wurde. Fmi so erliiile ich, als Vorstand einer Kleingemeinde, i’reudig die Plliuht, Dank zu sagen tür alle־'-., alles, \vadu, liehe ,.Kund'duiu“. uns, die an der Peripherie leben, geschenkt. Um diu-em Dank am h sichtbaren Amdnick zu verUihen, mochte ich meine un/idiligcii Kollegen!litten, gleich nur. mit ihren Gemeinden dem KKI. eine Spende zufließen zu Ia״en. Sechs Dezennien rm ines Leben־־ Jiekenner und Verfechter des A'bimilatiomgedank! ns, ja oft Verneiner zinnist bei!er (Jedanken und Lehren (vielleicht war von zioniatDcber Seite gelade die Provinz auch zu sehr hagnUdh-deit) und da mit. elcmenfarer Wucht der Tag, an dem uns vielen die Rinde von den Augen fiel; wir empfanden, daß Ui!־.cr Glauben ein Wahn war und wir verwürfen einen Manch eures Geizes und sahen den Flug des .sieh aus der As« he cihcbendcn Phönix meerwarts, nach dem Strande des ewigen I ..indes. Dalu-r unsere Frage: Können wir vielen Tankende uns jetzt als vollwuri ige Weg- und Bundgeu׳^-en betrachten und wollt ihr alten Kampier uns in eure Reihen nehmen, damit euerS-dmcn u!wr Schm n, euer Kamp! utwr Kampf und euer Ziel linder Ziel wt rde? Uer/lirh Sehalom! I. e u pol d G a h n V Soweit, die ״Jiid. Rundscluu“ kompetent ist, die )־Tage zu h< antwuiu-n, kann dies nur mit einem ein o-biedenen, offenen und brüderlichen J a geschehen. Memclicn, die so denken und liihhn wie der Schreiber die-ms Brieies, -jnd wohl jedem Zionieten als echte Weggen* »sot! willkommen. (Red.) rechtlich so Basteln^ als wenn er niemals deut-ehcr Staa!>;mgchediger gewr-en >ei, aDo auch nicht, lür die Zeit seiner Kinbürgerung Gis zum Zeitpunkt .sei* ner Ausbürgerung. Fs ist zuzugeben, daß der Woidauf des Gesetzes vom Id. Juli 1933 zu dieser Annahme beri cht igcn kann, denn das Gmetz spricht hier ausdrücklich davon, daß die Kin* btiigcnjng ״widerruten“ wird und nicht etwa von Abcikemmng der St fiat *»ange hörig keil. Tiot zdem zweifle ich, daß nach den (i rund •Sitzen de.י ö!!entliehen Rechtdies« Auslegung zutn.lt. Diese Krwiigungen haben nicht, nur theoretische Bedeutung. Abgesellen davon, daß e» stialrechtliche Vor-chrilten gibt, die einen Unterst hied zwischen deut* sehen Staat^angehöiigmi und Ausländern machen, kann die vorgenannte Frage tür inzu Gehen Ausgewanderte, die Kapital- Genf, 5. Marz. 1935 Sehr geehrte Rcdak! 1״n! Die zcilwv i-e auft rötenden KDg«n über oberflächliche und ungenaue Ik! hi-! i!;,1 - Bericht er ■! at - lung sind oft nicht unbrrec ln :gt. So 1«, -cu w ir in dem f -■ mst ühngiiH g־׳ki!'igen) Bilde! hudi: ..D,1- Ft 11•! Awiw“, Wut .\nnie Mainz (\ 1 rl.'g M. i.cßnu.nn, 1 lüinh-uig), folg!!!den Salz: •Jo gib! auch nicht, wie munche gkiul»cm eine Bul >w- $?r>1 ße, das Fl י ine durch <1!־׳ tuivokuhdcrfeii h i1׳;tw hm S11;1ßcn.-vi bilder wohl v־n1>,t;i11!!ei1e \'er* wech-ehing des w 11hc!mim:-rhdeutschen Kanzlers Pulow mit fluchlsteuer bezahlt hahrft, v<m <־rlieh!jeher Bedeutung sein. Dt man nämlich der Meinung, daß die später erfolgte Ambürgerung wirkt, daß niemals u!1e Kinhürge! ung staitgdunden hat, s 1 hat der Au>ge\vanderte zu Unrecht Kapitaliluehts?cuer entrichtet, da diese bekanntlich nur von deutschen Reichs- oder Staauangt höiigeu za entrichten io. nicht atx*r von Ausländern. Fegt man dagegen das Ausbürgerung-gewtz so aus, daß der Betioüene bi-־ zum Zeitpunkt *einur Ausbürgerung als deutscher Sun♦ -angiho!iger zu gelten hat, so Ff die Kapit.ilÜuchtsteuer zu Recht erhoben, es könnte lediglieh vr! ־'lieht w erden, aus Billigkei!sgrumlen beim Finanzministcriurn deren Rückei^tattung auf Grund der später erfolgten Ausbuigerung zu beantragen. K.-A. Tannenwald, Kiel den! Hi Ui, dem rum-rhen Zinnfstt-npic!ז!Fr der arlit ziger Jrthrc.‘‘ B'.lu w .n kcu.i ,,Zioni"t\>np10liier“, Ft vielmehr eine /.uomincii/irhuiig de־- hebräischen בית יעקב לכו ונלכה;Ihm-. 1 1k. ׳h, aut. laßt uns g״!\cn!). Dm <t S;c/. war -1er WahFpruch einer < nupp■׳ ru־■ -.i-whcr, vmwiegrnd auakad■ :i!i.Mk11׳ Kreisen Maminetider Jud11 ׳. die nach den Ik'gM-imn Aiilaug 1002 nach Ikdaouia ausw änderten. Dies*.: 'lat-aihc gehört zu den Kiementen zi>>ni1־ i-eiier und damit judis«!1׳׳r (h vrhu lio . und diese sollte, wer uIht Balä-tina schreibt, e1g*׳n11׳<J1 kennen. M 1t Zimi'g! uß F nunucl Weiner Die Folgen der Kick 26. April Redaktion der ,,Jüd. Rundsiiiau“ Leber der! Inhal! dt* Audjürgerung-gesetzi's ■wun 15. (1111 1933 ist in dieser Zeitung schon wie- Ausbürgerung tl» rholt geschlichen worden. Zu־ letzt l!at Herr Dr. Roman Pretzci in Nr. 27 der ,,Jud. Kund'!hau“ die AnMcht vertreten, daß die Audmigerung ״cx 'une‘‘ wirke, d. h., daß der Ausgebürgertc Zum Kapitel Palästinaliteratur «luden und Jüdisches im Rundfunk Dienstag, 30. April: W־.u,cl1au (1345), 12.05: U. a. M< inia.ssolm. — Bukarest (365). 20: V. a. Kleider. — Ihme20.55 .(1875) ״: Sinfonie Nr. 3 D-Moll von Mahler. — Nurd-Fngland (449), 21: U. a. ]lugeno!n־u von Mcyerheer. Mittwoch: 1. Mah Fuxemburg (1304), 12: U. a. aus tloffmanns Krziihlungen von Oileubach. -- Budapest (550), 12.05: U. a. Korngold. — Warschau (1345), 16.45: U. a. Meyerheer: Arie aus Afrikanerin. —- Prag (470), 17.50: (5 a.!1. Fichtwhz, Rezitation aus He-co, und Rede Victor I Ingos über Voltaire. -״- Luxemburg (1304h 21-30: Sinfonie-Konzert, Stefan Fankel spielt u. a. Goldmark. ־- Wie22 ,(507) ״: V. a. A*eher. Oskar Slrauß, Benatzki, Kotter. Kalman, 1 anher. — Brünn (325). 22.15: Hsperaiuo-Scndung ,,Auf Rosen geheUet“, Mu^ik von Jar. Weinlx'rger. Donnerstag, 2. Mat: Wien (507), 14: Schallplatte״, u. a. Vlad. ITorowitz. --- Mahr.-Ostrau (269), 15.45: F. a. Goldmark, —־ \Vien (507), 16.05: Ih a. I!offinarrr 1 s Fr/ühlungen von Offenhach: 17.20: 1׳. a. Meyerheer: Arie ans Afrikawrin. -- Siraßlmrg (349), 17: Sehönlx־rg, Mühuud; 18.30: U. a. MeudeD-'slm. — Beromünster (540): 19.15: U. a. A^eher, l'vs!er, ... Fnxemhurg (1304), 20.05: Fl. a. Mahler. ־-- Uui/rn (1875), 20.55: Idias von Mmdeksnhn, ־־־־ F«׳!ido״ Reg. (342), 20.15: Alexander Kipms "!ngt Körnig Marke m ,,'I ristan". ״-■ ToIoum• (329): Bemit/ki, Ans dem W!|ßcn Rößl. Freitag, 3. Mai: Wien (507). 1G.10: Schaüphme״, u. a. Weill: Dreigro>chenopt־r; 17.25: Kon/erg u. a. Bloch. - London K׳g. (342), 19.30: Sinfonie-Kuna rt. Diriguu: Bruno Wühler. ־- Bni--.cl II (322), 20: U. a. WVinhetger. — KaiuiidlKtrg (1261), 20: Salomo von Handel. . Rom (421), 20: U. a. Meyrowitz, Toch. -י״- Beromü1au:r (540), 21: Der Ring de- Polykiatcb von F. W. Korngold. •— Budape^i (345), 21.45: Lü a. Rubuioein, k'ricdmann. —• Riga (515), 21.20: M! \ ciln er-ivjüzeru — Wüeu (507), 23.45: Schallplatten, u. a. Rud. Scikin. ANTWORTEN DER REDAKTION Bettina Philipp. Auch wir halten es nicht für richtig, daß im Kulturbund zu Peßach Brötchen verkauft werden. Wenn wir auf die Zuschriften von Lesern in dieser Sache bisher nicht reagierten, so nur, weil wir annahinen, daß die Beschwerden auch direkt an die zuständige Adresse (den Kulturbund selbst) gerichtet worden sind, der wohl das Erforderliche veranlaßt bat, um künftig solchen faux pas zu ver« meiden. l'.intT un-1.'r<'r .-!;unügi‘!! ln.r!vuu׳n h,s! 1m- Cr di.■ hondge Xtimmer lK;fuf!rj^!, ein Ii.M'rai I׳. g.■ n.. 11 ■Ci.CU־ü C.. 1 m u.!d S|>i.h׳.1!׳ ruifran.dnnfn, iu d. r .1.1; .׳!!! in p.dinin.1..״.;!,,!■./ .! ..! ..׳rn in-ehienen I.!. *■Vir lud!.־!! di. -111 Auh1,1?; um m IiCht a!י!..■ n..1!rnu■ n, alwir hi.r.iun■!. ut.-turn i..־-tuu .־iimn I. u 1 ■i r u ׳ ׳ k du.-m in.fnkn k.kunen, in «.■lfl.1T UVi-i in l'irrr 1.un■! in-.iirii vvhd. Iku di.' ].«'«er, die d.׳n 1 u ■1 u ."i i ■( du ■. 1 T.׳x1!!;.■hi vm-nli.iu bili.n! di.111 ׳ m.t unuuhalb dniugen: denn dieser falsehe Nalionalisnins, der den wahren, deutschen Juden niehi borfihrle, war eine Krankheil. Man IliiUe sagen können, er war ein Wahnsinn. Aber die Deute, die ihn Inigen. sprachen niclil wie Mahnsinnige. Es war eine Verirrung. Und noch schlimmer, es war eine Bedrohung, ln die Hube der gesicherlen Stuben drang der Schrei, der haßliehe Sehrei, Es war, wie wenn Steine in einen Teich gewürfen wurden. Aller (!rund halle sieli abgelagert. Glatt war!las M’asser. Der Himmel schien sieh darin zu spiegeln. Klar w ar das AV asser. Alan konnte hinein-ihaiien. Man seliaule hinein. In Buhe sal! man hinein und sah sein lächelndes Angesicht. Man sah es elwas verzerrt. Aber das ist so, wenn man ins M asser, in ein fremdes Element schauen muß, tun sieh zu sehen, um sieh zu erkennen. Es verzerrt. Man ist verzerrt. Aber man lnrhell. Alan weiß doch, man hat es gut. Auch wenn das AA asser dieses Lächeln verzerrt. 'Warum soll man nicht in Ruhe dasilzen? Alan kann (räumen. Alan kann sieh überzeugen, daß man in Buhe, Frieden und Schönheit dasitzt. Alan kann auch die Augen schließen. Alan’ muß nicht ins M asser schauen. Und wenn — dann sieht man die Spicgelung des blauen Himmels, des ewigen, blauen Himmels, der nicderslrahlt auf alle Menschen, der offen ist für jeden Blick. Dann fühlt man, wie über dieser Heimat der blaue Himmel schwebt, nein, man fühlt, daß diese Heimat den blauen!liminel trägt. Er ruht auf ihren fernen Horizonten. Doch es wurden Steine in den Teich geworfen. Der Grund kam nach oben. Der Grund, der das Leben nährt, kam nach oben. Das Wasser, das die Aufgabe hatte, klar zu sein, wurde trübe. Nein, es wurde nicht trübe, das llcraufkommcndc schien es nur trübe zu machen. Das M’asser selbst blieb klar, Man brauchte nur den Grund ahzuscheiden. Er sank wieder. Und man saß in Hube, Frieden und Schönheit. Afadelaiue halle einer Ansprache Leo Fehlingers beigewohnt. Sie herachtele lledda: ,,Du hättest ihn sehen müssen, Er hat doch blonde Haare und große Augen. Du hättest ihn sehen müssen, wie er sprach. Es war herrlich. Du mußt mitkommen!“ Und lledda ging hin. Sie kam etwas zu spät. Fehlingcr stand schon in dem kleinen Baum, der (iberfüllt war. Feldin•• gor stand etwas erhöht. Man konnte ihn sehen, seine ganze, aufgeschossene Gestalt hob sich heraus, lledda erschrak. Es war nicht der Dr. Fehlingcr, den sie so oft von weitem gcsehen und Iieohnelile( halle, l'U war auch nicht der Lehrer, der in der Schar ,.einer Schüler -!arid, liier sprach ein anderer. Er halle nicht den frohen Ausdruck in -einem Blick. Seine. Enl-ch!o--enhei! -prang jeden an. Diese EntschlüssenheiI packle, sollte jeder« packen, den er mil seinem Blick iraf. I 11d er trat jeden. ■ M ir sind ein Aolk“, rief er, ,,ein vielt,1 insend jähriges AOlk. Mir wandern seil mehr als lausend Jahren. Dieses Aolk lial l nmen-ehlielies ertrugen uni seiner AA audening. Es kroch »׳in, es kroch unter, aber eblieb am la ben. Dieses Aolk fragt: Hist du Jude? Sagst du; Ja, sag-t du: Ja. ich hin Judo, so greift dieses Aolk nach Deinem Herzen und ruft: Lieht! dein Aolk, Das ist der Anfang. Und wenn du dein Aolk liebst, dann kannst du es niehi ertragen, zu sehen, wie dieses Aolk lebt Und vie\iel« seiner Kolme, kein anderes Interesse haben als ihr persöi'diehes materielles Wohlergehen. Mehl der Einzelne mit seinem Geschäft ist es, worauf es ankommt, sondern wir alle müssen aus der Vereinzelung heraus, in die wir durch die Entwicklung der .letzten hundert Jahre geraten sind, wir müssen unseren Egoismus ül«־1׳wi11den und uns zur Gemein- Schaft linden. Das A'olk ruft: Bekenne diel! zu der Gemein- Schaft, bekenne dich zu ihr, indem du dieses A olksein bejähst. Mir müssen uns ändern, wir dürfen nicht so dahinvegetieren. M'ir können uns nur erhallen, wenn das Bewußtsein unseres Aolkseins und tlie A'erpf'liehliing zu seiner Läuterung und Erhebung in uns ist. Dieses Bewußtsein, diese Rückkehr zu unserer Gemeinschaft ist ein beglückendes Gefühl; es gibt uns die Krall der Abwehr und des Aufbaus, die Kraft, auch Schweres auf uns zu nehmen. Der Aufbau des ISeuen, das ist das Drill(», das Endgüllige, das von dir gefordert wird. Du mußt dich ihm hingeben mit deinem Herzen, mit deinem Willen, mit deinem Tun. Dies ist es, was für uns Zion bedeulet. Unser Aolk muß wieder ein Ideal haben. AA ir brauchen nicht nur den Himmel (dier uns, wir brauchen den Boden linier uns, unseren Boden unter unseren Küßen, damit w׳ir innerlich gesunde Menschen werden. Es war so, es muß so werden, es wird so sein in unseren Tagen. Meine Freunde, ist ׳•S nicht herrlich, sagen zu können: Es wird so sein in unseren 'lagen, — wenn wir, wir nur wollen?“ Fehlingcr fragte niehi, ob alles ,,Zionismus“ war, was er sagte. Er war nicht nur von dem Schwung der Bewegung erfaßt; er war getroffen von den Dingen, die er sah und die

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.