Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 31-32 (17.4.1935)
- Date
- 1935-04-17
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr.31/32, 17. IV. 1935 40 JAHRE JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 21 Um den hebräischen Fernunterricht Von Dr. S. Kaleko „Es ist ein glänzender Oedanke von der Jüdischen Rundschau', den hebräischen Fernunterricht eingeführt zu haben", mit diesem Satz begannen Hunderte von Briefen, die der Redaktion im, Dezember 1933 zugegangen sind. Zwar lag der Vorscbra^ zur Einführung dieses Fernunterrichts schon früher voj?, jedoch konnte sich die Redaktion mit Recht nicht so schnell dafür entscheiden, denn die Einführung eines laufenden Sprachunterrichts in einer Zeitung war tatsächlich ein großes Novum. Es war Dr. Mechner vom Keren Kajetneth Lejisrael, der sich sehr für diesen Gedanken einsetzte und er verdient die Anerkennung und den Dank der tausende Schüler, die nach dem hebräischen Fernunterricht gelernt haben. Wer lernte nach dem Fernunterricht? Da wir kein genaues Verzeichnis der Lernenden führen konnten, kann man nur aut Grund der an uns gerichteten Ank„.„. rk u fragen, Briefe, sowie zugeroto: lhcl rnns t ■ i / » i -i " schickten Arbeiten einen ungefähren Schluß ziehen. Aus über 20 verschiedenen europäischen und Uebersee-Ländern gingen der Redaktion Zuschriften zu; selbstverständlich vor allem aus Deutschland. Unsere Schüler in Deutschland saßen zum größten Teil in kleinen Städtchen, in denen keine andere Möglichkeit des hebräischen Unterrichts gegeben ist. Etwas schwieriger ist es, die Frage des Alters unserer Schülerschaft zu beantworten. Auf Grund der eingegangenen Arbeiten, und insbesondere derjenigen Arbeiten, die sich auf die Person des Lernenden bezichen, wie z. B. Beschreibung des Verlaufs eines Tages und ähnliches, läßt sich feststellen, daß es zum größten Teil jüngere Menschen waren, und — wie es scheint — überwiegend Frauen. Die Grenze war aber nicht so scharf gezogen; z. B. wagte es eine 78jährige, die Schwierigkeiten des Erlemens der hebräischen Sprache auf sich zu nehmen, und — nebenbei bemerkt — gehörte sie nicht einmal zu den schlechtesten Schülern. Unter den zahlreichen Briefen, die die Redaktion täglich erhielt, befanden sich auch Briefe von solchen, die die Schulbank drückten. Einer dieser ABC-Schützen, der 9jährige S., schreibt in seinem ersten hebräischen Aufsatz: „In unserem Dorf gibt es wenig Juden und keine jüdische Schule. Ich lerne nach dem hebräischen Fernunterricht. Jeden Tag habe ich eine .heilige' Stunde, und wenn mich meine Mutti nicht um 7 Uhr zu Bett schickt, dann habe ich sie auch abends." Briefe, die an den Lehrer gerichtet waren, beschränkten sich teilweise nicht nur auf grammatikalische Fragen, sondern enthielten auch Nachrichten persönlicher Alt (selbstverständlich zum Zwecke der Uebung), und so bildete sich eine persönliche Freundschaft zwischen Lehrer und Schülern heraus. So berichtete eine junge Mutter fleißig nach dem hebräischen Unterricht alles, was sich mit ihrem neugeborenen Sohne zutrug. Sie führte sozusagen ein hebräisches „Tagebuch" über ihren Sprößling und eines Tages erhielt die Redaktion die freudige Nachricht: „hedad, lejaldi sehen"! zu deutsch: „Hurra, mein Junge hat den ersten Zahn!" Viel betrüblicher ist jener Briet von einem oberschlesischen Arzt, der in seinem besten Hebräisch mitteilt, wie der Fernunterricht ihm jetzt bei der mangelnden Praxis während der Sprechstunden die Zeit totzuschlagen hilft. Oder so vertraute der Redaktion eine Chaluzah ihr Leid an, die irgendwo in einem kleinen Dorf auf Hachscharah war und ihre freie Zeit damit ausfüllte, ihr Leben und ihre Arbeit in Iwrith zu beschreiben. Sie schrieb, daß dies ihre einzige Freude in ihrer großen Einsamkeit sei. Ihr letzter Brief trug zu unserer Freude den Poststempel von Giwath Brenner. Außer diesen „reinen" Schülerbriefen gingen der Redaktion auch viele Zuschriften zu, die nicht direkt mit dem hebräischen Fernunterricht zu tun hatten und die Einblick in das Leben der in den entferntesten und kleinsten Orten lebenden Juden gewährten. So gingen uns Aufschriften von Grabdenkmälern mit den kompliziertesten Abbreviaturen (zum größten Teil in schlechtes Hebräisch gefaßt) zu, Texte aus alten Büchern, in hebräischer Sprache gefaßte Trauurkimden und Testamente. Selbst eine ausländische Stenographieschrift wurde uns zur Entzifferung, in der Annahme, daß es Hebräisch sei, zugestellt. Das sind sozusagen die Briefe „Zufriedener". Wir müssen aber der Wahrheit die Ehre gehen: Die Redaktion bekam auch eine ganze Anzahl sogenannter Briefe „Unzufriedener" Vor allem hatte man auszusetzen, daß der Fernunterricht entweder „furchtbar schnell vorwärts geht", oder „zu langsam", einer wollte mehr biblische Texte, dagegen der zweite mehr Landwirtschaft. Einem war es „zu schwer", dem zweiten „zu leicht", usw. Das sind sozusagen alles technische Fehler. Wir hatten sogar eine Drohung von einem „Unzufriedenen" aus Süddeutschland erhalten. Die Sache war nämlich so: Wir schlugen unseren Schülern den Erwerb eines kleinen hebräischen Heftchens vor, das 10 Pfennig nebst 4 Pfennig Porto kostete. Da die Anforderung, die in die Tausende ging, so stark war — was wir nicht erwartet hatten —, war unser Vorrat hier schnell erschöpft. Wir mußten aus Palästina neue Exemplare anfordern. Der Versand der Hefte verzögerte sich dadurch und eines Tages bekamen wir die Androhung einer Klage wegen Irreführung und Betruges.... Die Redaktion bemühte sich, die „Unzufriedenen" zufrieden stellen und versuchte persönlich, jedem Einzelnen die gewünschten Erklärungen zu geben. Das ginge noch an. Viel „gefährlicher" waren die Angriffe von Seiten von (wie roan sie etwa bezeichnen kann) „Besserwissern". Das waren erstens Leute, die schon früher einmal Hebräisch gelernt haben und selbstverständlich nach ganz anderem System. Sie konnten es nicht ertragen, daß z. B. im Fernunterricht *ine grammatikalische Regel aufgestellt wird, „während doch fil----ganz anders gesagt ist", „das wäre doch eine Irreführung" usw. usw. Vor allem sträubten sich die Philologen B.cKen gewisse grammatikalische Sünden, die der Fernunterricht absichtlich gemacht hatte, um bei der Erlernung der Anfangsgründe den Schüler nicht allzusehr mit Grammatik Zu belasten. Besonders war die Fortlassung des „Dagesch Chasak" ein Stein des Anstoßes. In seitenlangen Briefen wurde VON JÜDISCHER MUSIK Wir haben unsere jetzt in Jerusalem lebende Mitarbeiterin, die nicht nur das Verdienst einer unermüdlichen opferbereiten Arbeit im Dienste der jüdischen Musik hat, sondern auch die Begründerin und jahrelange Leiterin der Musik- Rubrik der „Jüdischen Rundschau" war, gebeten, anläßlich unseres Jubiläums eine kurze zusammenfassende Darstellung dieses Teils der Redaktionsarbeit zu geben. Red. Rückblick und Ausblick Von Alice Jacob-Loewcnson, Jerusalem I. In der jüdischen Musik ist heute überall ein spürbarer Aufschwung. Der Sinn der Juden für ihre eigenen Werte ist neu erwacht. Als Musik, unmittelbarster Ausdruck des Seelisch-Geistigen, bringt sich das Kulturelle am suggestivsten zur Geltung. Aus allen Gemeinden, Ortsgruppen, Jugendverbänden, aus Kulturbünden und Lehrstätten hört man von dem intensiveren Interesse für sie. Es entstehen immer neue Chorgemeinschaften. In vielen Ländern gibt es regelmäßige jüdische Radiosendungen. Die jüdische Schallplatte ist stark ,,in Bewegung". Verlage für jüdische Musik werden gegründet. Komponisten, die noch jüngst eine jüdische Musik — auch ihrer Möglichkeit nach geleugnet haben, suchen jetzt zu jüdischen Stoffen ihren jüdischen Stil. Unsere Bühne wird sich in ihrer eigenartigen Plastik immer mehr der Notwendigkeit einer musikalischen Ergänzung bewußt. Lehrstücke fordern den Song. In unseren Festen belebt sich der jüdische Tanzrhythmus. Unsere Tagungen sind ohne Chöre kaum mehr denkbar. Das Verständnis hebt sich für moderne Kompositionen, die eine jüdische Thematik verwenden. Das Niveau der Bearbeitung unserer Volksmusik ist gestiegen. Sogar die Synagogenmusik macht den Versuch, ihre Erstarrung zu sprengen, und hat hier und da einen wesentlichen Schritt über „Lewandowsky" hinaus gewagt. Iii Palästina „singt es und klingt es". Gerade hier hört man freilich die jüdischen Klänge am seltensten. Der Bedart nach Europäischem ist naturgemäß groß. Geht man durch die Straßen der Städte, so hört man aus den Fenstern überall Radio, Grammophon, Klavier, Geigenspiel. Aber fast immer Europäisches. Im Jerusalemcr „Palestine Conservatoire" gibt es allerdings seit einem halben Jahr eine eifrig singende Klasse für jüdische und orientalische Musik. Zwei Tel-Awiwer Musikschulen haben sich neuerdings Ausbildungsklassen für Chasanim eingefügt. In den Städten und auf dem Lande werden häufig Vorträge gehalten mit Scliallplatten, Gesang und Klavier. In den Kwu/oth wird viel gesungen, Instrumentalmusik getrieben, Grammophon gehört. Neue Lieder entstehen hier, die sich schnell im Lande verbreiten und zu Volksliedern werden. Man hofft, daß der für die nächste Zeit versprochene Radiosender auch auf diesem Gebiet eine wichtige erzieherische und künstlerische Rolle spielen wird. Durch die Straßen ziehen singend Chassidim, jüdische, arabische Arbeiter. Fraglos wird sich aus dieser orientalischen Musikatmosphäre eines Tages eine neue jüdische Musik origineller Prägung ergeben. Es fehlt hier nicht an beträchtlichen kompositorischen Begabungen. Es gibt jetzt wirklich in Palästina und in den Ländern des Galuth Anfänge eines jüdischen Musiklebens. II. Als die „Jüdische Rundschau" sich im Jahre 1928 eine Beilage „Von jüdischer Musik" angliederte, war die Situation viel weniger günstig. Das Vorhandensein der jüdischen Musik mußte noch „bewiesen" werden; das Niveau der einschlägigen Konzerte war „provinziell", man hatte nur sehr verschwommene Vorstellungen, was jüdische Musik eigentlich sei; Künstler und Publikum wollten aufgeklärt, beraten, gefördert sein; der neuen jüdischen Musik mußte der Weg bereitet werden. Für alle diese Bestrebungen war nun ein Zentrum zu Schäften. Außer einigen in den Anfängen steckengebliebenen und längst überholten Kantorenzeitschriften, die hauptsächlich der Förderung der Berufsinteressen dienten, gab es keine Zeitschrift für jüdische Musik. (Eine solche ist leider auch bis heute nur ein schöner Traum geblieben!) Im Zusammenhang mit dem Jubiläum der „Rundschau" sei ein Hinweis darauf gestattet, welche Rolle das Blatt innerhalb dieses Entwicklungsprozesses gespielt hat. Die Musikbeilage war so aufgebaut, daß jedesmal ein Hauptthema behandelt wurde. Bei der modernen jüdischen Musik trat sie für den doppelten Anschluß ein: an Traditionelles und an die allgemeine neue Musikbewegung. (Neben Aufsätzen über einzelne Komponisten und Werke brachte sie fortlaufend eine Bibliographie der Neuerscheinungen sowie Verzeichnisse ungedrucktcr Manuskripte.) Hei der Synagogenmusik hat sie immer wieder auf die Unerläfilichkeit der oriental-jüdischen Musik hingewiesen. Gegen die damals noch absolut herrschende „Epoche Lewandowsky" - - diese Assimilation an die Kirchenmusik — wurde hier der Kampf aufgenommen. Die Orgel wurde in diesem Zusammenhang als Instrument für den jüdischen Kultus abgelehnt, zumal sie der abendländischen, polyphonen Kirchenmusik entstammt und mit dem jüdischen Mclos gar keine Berührungspunkte hat. Die Zusammenhänge zwischen der Sprache des jüdischen Gehers und seiner .Wusik wurden untersucht, die Entstehung und Stadien der Chasanuth. Die jüdische Volksmusik wurde von der unserer sogenannten „Wirtsvölker" abgegrenzt. Das Nationale in der Musik wurde in seiner Problematik herausgearbeitet. Besonderer Wert wurde gelegt auf die homogene Bearbeitung der Volksmelodien gemäß den ihnen immanenten Gesetzen. Weitere Themen waren: Jugendmusik und Musikpädagogik. Musik in den Bünden; Liederbücher; Erziehung zum jüdischen Lied; Zusammenhang mit den Liedern der palästinensischen Chaluzim. Pädagogische Literatur. Theatermusik. Geschichte, Wesen und Probleme. — Habimah, Obel, Oranowsky; Oper und Kammeroper in Palästina. — Ostjüdische Operette. Musikleben. Konzertberichte aus Palästina, Amerika, Holland, Frankreich, Wien, Rußland; ständige, prinzipielle Musikkritik; Kampl für die Einordnung jüdischer Werke in die allgemeinen Konzertprogramme; Musikteste; Radio- und Schallplattcnkritik; Kampf gegen: „ehrenamtlichen" Dilettantismus, Protektionswirtschaft, Konjunkturjagd und Bonzentum im Musikbetrieb; Oekonomisches; Beteiligung der Juden am allgemeinen Musikleben. Musikwissenschaft. Zusammenhänge zwischen jüdischer und orientalischer (besonders arabischer) Musik; judische und frühchristliche Ktiltgcsängc; < Charakterologie der jüdischen Melodik; vergleichende Musikwissenschaft; Völkerpsychologisches. Erstmaliger Hinweis auf die jüdische Schallplatte als wissenschaftliche* Deroonstrationsinittel; Analysen und Notenbeispiele. Hebräische Musikterminologie (erste systematische Zusammenstellungen). I listorisches. Besondere Berücksichtigung der Arbeiten A. Z. Idelsohns. Notation jüdischer Volksmusik. Ostjüdischc und chassidische Lieder. Musikbüehcr. Musik in Palästina. Regelmäßige Kon/crt berichte; Musikpädagogisches (schulen. Konservatorien). Vortrage, Literatur, Sammlung palästinensischer Lieder; Oratorium. Musik in Kwu/oth und Moschawoth, Jugendkonzerte, Bekämpfung des musikalischen Analphabetentums, Konservierung der orientalischen Musiküberiicferung; Oper; Hau-musik; Radio. Enqueten. U. a.: „Mein Weg zur jüdischen .Musik"; Aetißcrungen verschiedener jüdischer Musiker über ein Konzert neuer jüdischer Musik. „Niclitjüdisclie Musiker über jüdische Musik" (Ravel, Nietzsche, Liszt, Berl, Bruch). Zur Mitarbeit an der Musikbeilage konnten namhafte Persönlichkeiten gewonnen werden, /.!!.: Arno Nadel, Erich Walter Sternberg, Karol Radialis, Karl Salomon, Felix Saul, Karl Wiener, Leo Kopf, Wladimir Vogel, Ernst Toch, Menasche Rabinowitz, Norbert Weldler, Joachim Stutschewsky, Elias Hurwicz, Alexander Jcmnitz, Mieczyslaw Kolinsky, Oskar Baum, David Werner Rosolio, Heinrich Berl, Heinz: Unger, Oscar Guttmann, Hans Nathan, Peter Gradenwitz, Erich Werner, Haus Samuel. III. Im Zusammenhang mit der Beilage „Von jüdischer Musik" richtete die Schriftleitung eine Propra mmberatungs- und Litcraturstelle ein. Zahlreiche Anfragen für feste, Konzerte, Chorvereinigungen, Jugendverbändc, zionistische Ortsgruppen usw. wurden beantwortet, Auskünfte erteilt usw. In ca. 150 Städten (in Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, Schweiz. Tschechoslowakei, Jugoslawien, Polen, Litauen und in Palästina) hat Schreib«.rin Vortrage gehalten und Konzerte gegeben, um im Sinn der Musikheilage aufklärend zu wirken. Auch dies hat erfreulicherweise vielfach zur .Mitwirkung am gleichen Ziel angeregt. IV. Neben der Fortführung aller dieser Arbeiten ist unsere nächste Aufgabe, ein / e n t r u in f u r j u d i s c Ii e Musik i n P a 1 ä s t i n a zu schaffen. Es soll die glcichgcsinntcn Kräfte sammeln und in Verbindung halten und unserer „öffentlichen Meinung" das (iewissen für die getncinschaftsbildciide Bedeutung einer wirklich echten und lebendigen jüdischen Musik scharfen. Es soll sich nicht nur für Pflege, Sammlung und Forschung (und für die Situation der Musiker selber), sondern auch für die praktische Kleinarbeit verantwortlich fühlen, insbesondere für Erziehung der Jugend /u einein solchen .Musizieren, und — was hier besonders wichtig ist — für das Niveau. uns das Verbrechen vorgehalten. Mancher konnte sich nicht mit unserer Lautlehre abfinden, und wollte unbedingt das „Aijn" als einen „gequetschten Kehllaut", das „Tet" als am „mittleren Gaumen ausgesprochenes T, das den nächsten Vokal verdunkelt", bezeichnet wissen. Unsere Rechtfertigung, daß unser Fernunterricht nur den einzigen Zweck verfolgt, der großen Masse der Lernenden die Anfangsgründe der Sprache möglichst unkompliziert und in möglichst gedrängter Form beizubringen, und sie nicht durch Ueberhäufung mit grammatikalischen Regeln abzuschrecken (keineswegs war ein vertieftes und wissenschaftliches Studium beabsichtigt), fand nicht immer das Verständnis dieser „Unzufriedenen". KAUFHAUS MAX GIESEN seit 50 Jahren das Kaufhaus mit dem Qualitätsprinzip MOABIT * TURMSTRASSE 42 Diese Angriffe verstummten dann aber mit «lern l'rschcinen des zweiten Lehrganges, in dem auch der „Dagesch chasak" zu seinem Rechte kam. Interessant ist bei dieser < iclcgcnheit zu erwähnen, daß die hebräische Zeitung „Dawar", in der seinerzeit eine Kritik gegen unser System der Vokalisierung erschienen war, sich nunmehr in dem von ihr eingeführten punktierten Teil vollständig nach unserem System richtete. Im großen und ganzen muß der hebräische Fernunterricht als großer Er toi g betrachtet werden, und schon die Tatsache, daß derselbe Fernunterricht in deutschsprachigen jüdischen Zeitungen anderer Länder, sowie in einer polnischsprachigen übersetzt wurde, beweist, wie sehr wichtig er für die Erlernung der hebräischen Sprache war und auch gewissermaßen eine Bestätigung der Leichtigkeit unseres Systems. Auch die Zusammenfassung des Fernunterrichts in Form eines Buches „Iwrith lechol isch" erlaubte binnen kurzer Zeit eine zweite Auflage und wird in über 20 Landein verbreitet. Neue Cellomusik. Joachim Stutschewsky hat drei neue Stücke für Cello und Klavier („KinalV'-Klagelicd, „Meditation chassidique", „Frcjlachs" — eine Tanzparaphrase über ein bekanntes ostjüdisches Tanzlied) komponiert. Der Künstler spielte die Werke bereits in zahlreichen Städten mit großem Erfolg. H S .r.cn-- jrtr-.o pikonlt» ^tl^Ä A «ODtf* ■ *°pt*KV& '6 0** AI fe» ' > ol''en **■(- »C^'r5q"c|<*fl Cr'iC *IT DE COVOG««*40fSAll