Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 28 (5.4.1935)
- Date
- 1935-04-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2651273-2653827-2653855--26640-2688037- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
JÜDISCHE RUNDSCHAU Palästinensische Umschau NR. 28, 5. APRIL 1935 M 25Rpß Die Jüdische Schiffahrt Aus Haifa wird uns geschrieben: Es ist heute eine Binsenweisheit weltwirtschaftlicher Er« Kenntnis, daß der Bestand der internationalen Handelsmarine an Schiffsraum viel zu groß ist. Allein eine Gegenüberstellung der Welthandelsziffern und der Oesamtziffern des den Handelsmarinen zur Verfügung stehenden Raumgehaltcs zeig* zur Genüge die Richtigkeit dieser Erkenntnis. Im Jahre 1913 hat dieser Raumgehalt insgesamt rund 40 Millionen Tonnen betragen und das Welthandelsvolumen hatte einen Wert von etwa 160 Milliarden Mark. Es kam also im Durchschnitt je Raumtonne ein Betrag von rund 3200 Mark auf den Welthatulelsunisatz. Auch das war schon nicht mehr begeisternd. Aber im Jahre 1933 belief sich der Raumgehalt der internationalen Handelsmarine auf etwa 68 Millionen Tonnen und der Welthandelsumsatz auf knapp 100 Milliarden Mark, das heißt, es kam auf die Raumtonne ein Durchschnittsumsatz von etwa 1450 Mark! Es wird vielleicht deshalb nicht nur in Fachkreisen, sondern auch ganz allgemein in Wirtschaftskreisen Kopfschütteln erregen, wenn jetzt mehr und mehrdavon gesprochen wird, daß in Palästina eine neue jüdische Schiffahrt im Entstehen ist. Es muß aber von vornherein auf eine Tatsache hingewiesen werden: Die junge, bisher jiur in kleinen Anfängen vorhandene jüdische Schiffahrt, vergrößert die Spanne zwischen verfügbarem Schiffsraum und möglichen Fracht- und Transportgeschäften deshalb in keiner Weise, weil es sich ja hierbei um keinen zusätzlichen Schiffsraum handelt. Es handelt sich vielmehr darum, lediglich gewisse Besitzverhältnisse zu verändern, und zwar in hczug auf einige Einheiten, die im Schiffsverkehr mit Palästina tätig sind. Man kann also sagen: Wettbewerbsmäßig gvsehen tritt im internationalen Rahmen hier kein neuer Faktor auf. Die Welttounage erfährt nicht die geringste Vergrößerung, denn es werden ja für die jüdische Schiffahrt keine neuen Schiffe gebaut, sondern allenfalls bereits vorhandene Einheiten modernisiert. Wohl aber stellt diese jüdische Schiffahrt einen Wettbewerbsfaktor in dem speziellen Seeverkehr mit Palästina dar. Es ist klar, daß diese junge Schiffahrt denjenigen Linien, die bisher das Palästina-Geschäft im wesentlichen gepflegt haben, als konkurrierender Faktor erscheinen muß. Es handelt sich hierbei in der Hauptsache um italienische, französische, rumänische und polnische Interessen, die zur Diskussion stehen. Aber auch diese Tatsache beweist noch keineswegs, daß die entstehende jüdische Schiffahrt unwirtschaftlich sein müsse. Schließlich haben sich die Möglichkeiten im Schiffsverkehr mit Palästina in den letzten Jahren sehr beträchtlich ausgeweitet. Es liefen palästinensische Häfen an: Jahr Anzahl der Schiffe 1931 806 1932 1 487 1933 1 931 1934 2 520 Gcsamttoniiage 1 810 000 2 163 000 4 723 000 5 928 000 Diese Zahlen sprechen für sich. Selbst wenn man nun annimmt, daß die von jüdischen Gesellschaften betriebenen, im Palästina-Geschäft tätigen Schiffe in absehbarer Zeit vielleicht eine Gesamttonnage von 50000 Tonnen erreichen werden — vorläufig sind wir noch lange nicht soweit — so spielt eine solche Tonnage in einem Schiffsverkehr mit den jetzt zu verzeichnenden Ziffern niemals eine entscheidende Rolle. Gegenwärtig ist die Situation so, daß die Gesamttonnage dieser in jüdischer Hand befindlichen Schiffe auf maximal 15 000 Tonnen zu veranschlagen ist. Selbst wenn wir annehmen, daß diese Tonnage durchschnittlich etwa fünfmal in zwei Monaten in der palästinensischen Aniaufstonnage erscheint, so ergibt das auf das Jahr berechnet rund 450 000 Tonnen, die bei einer Gesamttonnage von rund 6 Millionen Tonnen, wie sie schon im Vorjahr erreicht wurde, selbstverständlich nicht sehr zu Buch schlagen. Man kann sogar ohne besonderen Optimismus annehmen, daß der palästinensische gesamte Schiffsverkehr im laufenden Jahre mindestens um diese 450 000 Tonnen, wahrscheinlich um eine größere Menge, gegenüber der Ziffer des Jahres 1934 anwachsen wird. Das heißt also: Diejenigen Linien, die bisher den palästinensischen Schiffsverkehr im wesentlichen betrieben haben, können nicht gut sagen, man habe ihnen mit der Einrichtung der kleinen jüdischen Schiffahrt unmittelbar etwas weggenommen. Die sich entwickelnde palästinensische Wirtschaft hat nur mit vollem Recht dafür Sorge zu tragen begonnen, daß ihr wenigstens ein kleiner Teil des Z u Wachses in dem palästinensischen Schiffahrtsvcrkehr zufällt, der in diesem während der letzten Jahre erfreulicherweise zu verzeichnen gewesen ist. Dies uns verwehren zu wollen, wäre höchst ungerecht, und wenn einige Firmen den Konkurrenzkampf gegen die kleine jüdische Schiffahrt mit allen Mitteln aufnehmen zu müssen geglaubt haben, so handelt es sich hierbei um die Folgen einer ganz ungerechtfertigten Nervosität, die hoffentlich bald der Erkenntnis weichen wird,_ daß die jüdischen Ansprüche an eine wirtschaftliche ßetätigungsmöglichkeit, die schließlich auf jüdische Arbeit und jüdisches Kapital zurückzuführen ist, anerkannt werden missen und gerechtfertigt sind. Aber wenn man die Dimensionen der bisher geschaffenen jüdischen Schiffahrtslinien im palästinensischen Geschäft in dieser Weise absteckt, so zeigt das gleichzeitig, daß auch h'nmdsätzlich betrachtet für die Wirtschaftlichkeit einer solchen Betätigung keinerlei Befürchtungen zu bestehen brausen. Wir sehen ja allenthalben die Tatsache vorwalten, daß m Palästina der ökonomische Leistungsapparat — nicht nur der eigentliche Produktionsapparat — viel zu Wein ist, geroessen an dem durch die Entwicklung des Jischuw und durch ";e Einwanderung hervorgerufenen berechtigten und gewiß njcht zu hohen Leistungsanspruch. Deshalb gelten für die hiesige Wirtschaft in allen ihren Teilen auch nicht die Maßstjhe, die man weltwirtschaftlich gesehen heute an die Gestaltung eines Leistungsapparates zu legen hat. Anders ausgedrückt: Während in der Weltwirtschaft ein allgemeiner Abbau eines übersetzten Leistungsapparates unverkennbare Notwendigkeit ist, ist dies in Palästina nicht der Fall, son- "Crn umgekehrt, dieser Leistungsapparat muß erst aufgebaut Verden. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß sich in diesem [J'nnc auch für jüdische Schiffahrtslinien wirtschaftliche Möglichkeiten zeigen, und es ist fernerhin nicht nur ein erfreu- II Habimah"-Premiere Gogols „Revisor ii Tel-Awiw, im März 1935 Diese satyrische Komödie hat heute — fast genau hundert Jahre nach ihrer Uraufführung — nichts an Publikumwirkung eingebüßt, weil wir es mit einem virtuos gebauten Stück zu tun haben, dessen Themen: die Bestechlichkeit und die Dummheit, weder zeitnoch ortsgebundc-n sind. Der falsche Revisor, der ein ganzes Städtchen und vor allem dessen korrupte Beamtenschaft in Angst und Schrecken versetzt, ist uns ein alter lieber Bekannter. Insbesondere zwei Aufführungen sind es, so kontrastreich wie nur je die bühnenmäßige Bearbeitung ein und desselben Stoffes sein kann, die uns in Erinnerung geblieben sind. Die Inszenierung der „Habimah" unter Leitung ihres Schauspielers Zwi Fried land hält sich auf der Mitte dieser Einstudierungen, deren eine im Reinhardt-Theater ganz vom Naturalistischen ausging, von letzter Knappheit und Beschränkung war, weder dem sozialen noch dem satirischen Element etwas schuldig bleibend, deren zweite einen der interrcssantesten Versuche zur Belebung des alten klassischen Repertoires im Experimental-Theatcr des Russen Meyerholdt darstellte. Dort, wo bei Meyerholdt die Absage an altüberlieferte Kulissen-Tradition einsetzte zugunsten einer fast tänzerischen Nur-Beweglichkeit des Schauspieler-Menschen auf den Brettern, die hier wirklich Bretter waren, auf Gerüsten, auf schiefen Ebenen, dort begann für ihn zur gleichen Zeit ein Sich-verlieben in Details, ein Ausspielen jeder kleinsten Phase, die zwar szenische Momente von großer Stärke vermittelten, aber das Werk als Ganzes fast zur Revue stempelten und ermüdend in die Länge zogen. In Tel-Awiw spielte den Revisor in der Aufführung, die ich sah (Habimah wartet noch mit einer zweiten Besetzung auf), der Schauspieler Klatzkin. Seine erste Szene ist seine beste: ein verzogenes, pikfeines Jüngelchen, das auf der Reise beim Kartenspie! sein Geld losgeworden ist und nun im schmutzigen Kneipen/Immer mit der Welt und vor allem mit dem Wirt hadert, der ihm das Essen nicht länger auf Kredit liefern will. Im weiteren Verlauf des Abends jedoch verliert Klatzkin seine Linie etwas. Im übrigen dürfte es gerade für den sonst so beweglichen Klatzkin in dieser Rolle erlaubt sein, den Körper mehr spielen zu lassen im Tänzeln, im Be> rauschtsein, im Flirt. Vollendet ist die Leistung Bertonoffs als Stadtpräfekt. Zwischen Angst und Frechheit pendelt er einher, er hat System, er weiß, was er will und warum er besticht, er ist der intellektuelle Gauner zwischen Dummköpfen und er hat die Kraft, die Komödie plötzlich ins Tragische abzubiegen, wenn er am Schluß — nach Willen des Autors — das Publikum attakiert „lieber wen lacht Ihr? lieber Euch!" Des Revisors Diener ist Gn essin. Er hat einen längeren Monolog, der an Wirksamkeit gewinnen würde, wenn er ihn nicht zum Publikum spräche, sondern so, wie eben ein Mensch allein in einem Zimmer mit sich spricht. In der Reihe der „Stadthonoratioren" sind es besonders die Leistungen von Avital, Ben Chajim, Tschemerinski und Benjamini, die erfreuen. Die Frauen sind leider schwach in der Darstellung. Ganz ausgezeichnet K u t a i, dem man wesentlichere Rollen zuteilen sollte. Regiemäßig ist die Gratulationsszenc im letzten Akt am belebtesten, während die Bestechungsszene etwas arm an Variationen ist. Im ganzen ist dieser von Schlonski sehr gut ins Hebräische gebrachte „Revisor" ein erfreulicher Zuwachs des Habimah-Repertoires. Manfred Geis Die WIZO-Weltkonferenz geschlossen Tel-Awiw, 31. März Die Wizo-Konferenz wurde heute abend feierlich geschlossen, nachdem alle Resolutionsanträge angenommen wurden. Die wichtigsten Beschlüsse betreffen die Konsolidierung der Institutionen der Wi/o, insbesondere in Palästina, im Laufe der nächsten zwei Jahre und die Festsetzung des Budgets für denselben Zeitraum auf £46000. Ferner wurde beschlossen, daß Frauen-Hachscharah den wichtigsten Teil der Tätigkeit der Wizo außerhalb Palästinas bilden soll. Es wurden Leitungen der Wizo in allen Ländern einschließlich Palästinas gewählt, wobei Lady Herbert Samuel erneut zur Welt-Ehrenpräsidentin gewählt wurde. Frau Vera Weizmanns Vorschlag auf Annahme einer in ternen Wizo-Anleihe von £ 10(XX) wurde mit Begeisterung aufgenommen. Aus dem offiziellen Bulletin In Ergänzung der telegraphischen Berichte bringen wir noch folgende Einzelheiten der Eröffnungssitzung: Der Eröffnungsabend der VIII. Weltkonferenz der WIZO am 24. März im großen Saal der Orientmesse in Tel-Awiw bot ein feierliches Bild. Hadassah Samuel, Vorsitzende der Palästina-Exekutive der WIZO, betonte die Bedeutung dieser ersten in Palästina stattfindenden Weltkonferenz für die Geschichte der zionistischen Frauenbewegung. Stadtsekretär Nadivi sprach für die Gemeinde Tel-Awiw in Vertretung des Bürgermeisters Dizengoff die Freude über die Wahl des Kongreßortes aus. Die Vorsitzende der Palästina-Föderation der WIZO (Histadruth Nashim Zionioth), Esther Smoira, begrüßte die Konferenz mit herzlichen Worten. Rebekka S i e f f (London) begann ihre Ansprache in hebräischer Sprache, wofür sie lebhaft akklamiert wurde. Sie betonte, daß der geeignete Moment gekommen sei, diese und jede künftige Konferenz in Erez Israel abzuhalten. Es sei ein Stolz der WIZO, hierin Pionier zu sein. Sie überbrachte der Konferenz die Grüße der 00 000 Mitglieder in der Galuth. Für die Moazath Hapoaloth (Arbeiterinnen-Rat) sprach Rachel Kaznelson-Rubaschow, die hervorhob, daß die WIZO treu zu den Prinzipien des schöpferischen Aufbaus des Landes Israel, zum KKL, zur Chaluziuth, zur landwirtschaftlichen Arbeit gestanden habe. Henriette Szold (lebhaft akklamiert) überbrachte den Gruß des Waad Leurui, besonders des Departments für soziale Fürsorge. Als jüdische Frau freue sie sich über die organisierte Korperschaft der jüdischen Frauen, die das Wohl der Gesamtheit über den Willen des Einzelnen stellen. Herr Leib Jaffe (Keren Hajessod) hob die praktische Mitarbeit der Frau in der Arbeit für den Aufbau-Fonds hervor und gab Impulse zu noch verstärkter Tätigkeit. Für den KKL sprach Herr B i s t r i t z k y, der die Bedeutung des Bodens für jede produktive Arbeit im Lande eindringlich vor Augen führte. Es folgte die Begrüßung seitens der Vertreterin der zionistischen Fi auen-l )rgani-ationen Amerikas, „Hadassah", durch Frau Rose 11 a I p e r i n, welche von den Leistungen der befreiten Frau im letzten Jahrhundert überhaupt, von der nützlichen Arbeit der WIZO und ihrer älteren Schwester Hadassah im besonderen sprach. Dann wirr« den die Begrüßungstelegramme der Ehrenpräsidentin der WIZO, Lady Herbert Samuel, der F.hrenvizepräsidentin, Mrs. Henrietta Irwell, und des Präsidenten der Jewistl Agency, Nahum S o k o 1 o w, verlesen. (Lebhafter Beifall.) Herr jevserow beglückwünschte namens der Leitung der Levante-Messe die erste hier stattfindende jüdische Weltkonferenz und drückte die Hoffnung aus, daß viele andere ihr nachfolgen möchten. Für die Exekutive der Jewish Agency und der Zionisti« sehen Organisation sprach Herr Ben Gurion, der hervor-1 hob, wie durch die zionistische Bewegung die jüdische Frau aus ihren entlegenen Winkeln hervorgeholt und in die vorderste Reihe der Arbeit neben ihrem Bruder, Gatten oder Sohn, eingereiht wurde. Er anerkannte die Wichtigkeit des WIZO- Werkes, doch solle sie nicht nur auf ihr engeres Gebiet beschränkt bleiben, sondern an der Gesamtverantwortung teilnehmen, und mithelfen, die aus der Galuth eingeschlepp-f ten Mängel des Aufbaues zu beheben. Zuletzt sprach, stürmisch begrüßt, Dr. Chaim Weiz« mann. Er kenne die Arbeit der WIZO von ihrem erstell Tage an und schreibe ihrer Ueberpartcilichkeit einen großen Anteil an ihren Erfolgen zu. Wir leben in einer Zeit großer Prosperität, aber auch großer moralischer und wirtschaftlicher Gefahren im Lande. Es gehöre viel Liebe dazu, besonders Liebe zur Erde, um unser Volk zu normalisieren. Die WIZO hat den rechten Weg beschritten, indem sie die Frau zur Landwirtschaft erzieht. Auch hat sie die technischen Errungenschaften der Gegenwart in die Hauswirtschaft eingeführt. Sie solle weiterhin den Duft des Dorfes in die Stadt tragen, indem sie Gärten anlege. Das Problem der Ordnung und der Schönheit in der Arbeit sei nicht zu unterschätzen, es gibt eine Kultur der Form, die nicht Luxus ist, und hierin falle den Frauen eine ganz große Aufgabe zu. Unter Abshigung der Hatikwab schloß die eindrucksvolle Eröffnungssitzung um 11 Uhr nachts. Ein gesellschaftlicher vereinigte die ihie* Mitternacht. Empfang im Cafe Safir in Tel-Awiw gierten und Gäste noch bis lange nach Iiches Zeichen von Aktivität, sondern ganz einfach eine dringende ökonomische Notwendigkeit, daß man sich auf jüdischer Seile wenigstens in einem gewissen Umfange an diesem Wirtschaftszweige beteiligt. Deshalb wird es lediglich von der Fähigkeit der einzelnen Unternehmungen in fachlicher und finanzieller Hinsicht abhängen, daß die junge jüdische Schiffahrt sich als wirtschaftlich erweist. Die allgemeinen Voraussetzungen hierfür sind trotz der Uebersetzung der internationalen Handelstonnage durchaus gegeben. A. M. Zu der in letzter Zeit in Zusammenhang mit dem Dampfer „Tel-Aviv" aufgetauchten Frage der jüdischen Schifffahrt schreibt uns J. Schwersenski, Ing.-Ass. M. S. „Atid", man möge der Anfänge der jüdischen Schifffahrt nicht vergessen. In dem Brief heißt es u. a.: „Es war sicherlich Chaluziuth, die ersten jüdischen Schiffchen von ca. 250 Br.-R.-T., nämlich die ,Dora' und .Carola' von Haniburg nach Haifa zu überführen, von wo aus sie unter den jüdischen Kapitänen Koppel und Hirschfeld im Küstenverkehr fuhren. Die Reederei hatte viel Schwierigkeiten, z. T. auch aus Mangel an geeignetem jüdischen Personal. Später kam die ,Atid' mit 800 Br.-R.-T., die der jetzige erste Offizier der ,TeI-Aviv', Rosenthal, führte. Zu erwähnen sind auch die Dampfer Jlar Zinn' und ,Har Kännel' (ex ,Risveglio' und .Progrcsso'), die Dienst zwischen Konstanza und Haifa machen." Es wdrd dann weiter die Notwendigkeit der Aus* b i 1 d u n g jüdisch e n S c h ii f f s p e r s o n a I s erwähnt, eine Aufgabe, der der Hechaluz sein Augenmerk zuwenden sollte und die besonders bei jüdischen Reedern durch Nachweis von Hachscharahstelleu Hilfe finden sollte. Der jüdische Vizebürgermeister von Jerusalem, Auster, führte am 29. März infolge der Krankheit des Bürgermeisters zum erstenmal den Vorsitz in einer Versammlung der Stadtverwaltung. Die Verhandlungen wurden in hebräischer Sprache geführt und ins Arabische übersetzt, wodurch ein historischer Präzedenzfall geschaffen wurde. Alle Restaurants und Gasthäuser in Tel- Awiw waren drei Tage infolge einer Aussperrung, den die Wirte als Antwort auf die Forderung der Angestellten auf Lohnerhöhung erklärt haben, geschlossen. Eine große Anzahl von Einwohnern, Touristen, sowie von Teilnehmern an der Wizo-Konferenz und der Makkabiadc sind dadurch m große Verlegenheit versetzt worden. Der Konflikt wurde durch eine für ein Jahr geltende Vereinbarung beigelegt. Ziw^V im, URBAN HOTEL GARNI Neubau im Geschäft»» und Vergnögungs-Zentrum, Bellevueplatz, ca. 5 Min. vom Bahnhof. Jedes Zimmer: Telef on.fMessendes Wasser. Privat-Toiletten. Rohrpos» jedes Zimmer Frcs. 5so für Stellenge^ irauszshlung apfl r»t«g9-I8 Uhr« nt»c 10 Uhr, Mi ner»ng 10 Uhr) •ogramm) Tel.27.052 Itters" >n kurz geat, Wirtnifangrcicho1 igt worden unabhängig eren Volks« wieder ver- 1 gegen die . Rechnung rnd welche sn deutsch hter" heute /ort u. a.3 chen ihrer : der Jude lies Arische, >estrebt ist. :hen nicht» 'aus erklärti h e V o 1 kjj besonders» demoraliise Gefühl entum dent deraufstiegj! bereitet, gewesenen ung dieses e deutsche Judentum das J u- Es wurden) des jüdi- 1 nicht alle e jüdische; o m m e tu ttnaufhör» rassischerf Völkern.« ■reibt über;ner Feind isnet '>iAujs.-. Ariertütnji igkeit des r. und Ge« qh'tik" def ■ die über« , die aus <e v e n t:- sgunff der iie Juden •on Juderl ic Jiiden- :r Martin 1018, kein deutschen dung von das Meer ind Väter •ssen ver- ' hat. Wer hnen und riick auj llich, daß ie Juden« ■ Plagen, nd, Freie Börse: ieschäfts- Thcmen der deutter Leo er Kapiürnführcr usik und i weitere rden soi Z i o n" noch zue Juden im Gau nt unter 5 Kölner smeister, ile nach •eisleiter htet, in nalsozialen entarischen •e Gau-' Tagen len Ge-, Gefahr eobaclt-" i a n d - in das :n wor« ch. teil- :hjichen rt. Beil , Tag M