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Jüdische Rundschau · 1935-03-22 · Heft 24 (22.3.1935) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 24 (22.3.1935)
Date
1935-03-22
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 24, 22. III. 1935 herumfappender Irrationalismus sich betätigt). Vielfach aber dlmmert wieder so etwas wie ein neuer religiös er Tatsachensinn, der die religiösen Erlebnisse der Vergangenheit und ihren Ausdruck als die Wirklichkeit nimmt, die sie sind, eine Wirklichkeit eigener Ordnung und Gesetzlichkeit, der mit Kriterien aus einem anderen Wirklichkeits- Sebiet nicht beizukotnmen ist. All« produktive Verständnis für en Inhalt religiöser Dokumente kommt im* heute von dieser Seite, die, ohne orthodoxe Gebundenheit, mit ihrem modernen wissenschaftlichen Rüst/cug die Tradition ausgräbt, freilegt, statt sie zu untergraben. Ein Werk dieser Art ist auch da» Yahudas. Ohne da» es in irgendeine Erörterung der religiösen Tatsachen eintritt, ist es dieser neue Wirklichkeitsform, der ihm die souveräne Gelassenheit seiner Beweisführung verleiht, und die $o überzeugend wirkt, weil durch ihn der überlieferte Text in seiner ganzen erhabenen Einfachheit neu zu Ehren kommt. Jüdische Wirtschaftsgeschichte 5. B. W«inryb: Neueste Wi.tschafisgeschicbte der Juden in Rußland und Polen. Verlag M. u. Fl Marcus, Breslau. Die ungeheure wirtschaftliche Krise, die die kompakten Massen der osteuropäischen Judenheit seit dem Weltkrieg ergriffen hat und die eine immer ausweglosere Situation schafft, gibt schon allein erhöhte Veranlassung, sich mit der Wirtschaftsgeschichte der Juden im alten Rußland zu beschäftigen. Denn es drangt sich die Frage auf, wie diese kompakten jüdischen Massen im slawischen Osten Europas bisher gelebt haben, wie ihre ökonomische und soziale Struktur war bis zu dem Moment, wo neue wirtschaftliche und soziale Faktoren sie in ihren Grund. e>ten erschütterten. Man wird also mit großem Interesse /u diesem Buch greifen, das die neueste Vi irtschafUgeschichte der |tii|en in Rußland und Polen darzustellen unternimmt. Der erste Band reicht freilich nur bir« /um jalire lissl, also bis /u einem Zeitpunkt, der von heute aus gesehen auch bereits in fast verschwindender Ferne liegt. Mit tun so groHerer Spannung wird man der Fortsetzung dieser Arbeit entgegensehen, die, je näher an unsere Gegenwart herangerückt, auch iur die praktische Politik die unruthehrlichen Voraussetzungen schaffen durfte. Das Buch Weinryns beginnt mit dein Jahre 1772, der Teilung Polens, die den großen komplex des polnischen Judentums in drei Teile zerriß, die von nun an eine verschiedene Geschichte hatten. Die politischen Verhältnisse wirken sich aelbslverstämlbch auch au! die ökonomische Situation aus. Wir linden in dein Buch eine eingehende Darstellung der Entwicklung jedes einzelnen ökonomischen Zweiges: Handel, Industrie, Handwerk, Schankwi. tschaft und Pacht (ein für die jüdische Wirtsehalt charakteristischer, für diese (legenden Überaus wichtiger (iewerbe/weig) und schhelilich der Landwirtschaft. Es ist im Zuge einer Besprechung nicht möglich, die Entwicklung des jüdischen Anteils an allen diesen Wirtschaftszweigen in seinem Auf und Ab iiach/tizeichnen. Wir beobachten die zunehmende Verarmung in dem vorherrschenden Kleinhandel, die mit Beginn des industriellen Zeitalters vor sich gehende Teilnahme der Juden am industriellen Leben, die verschiedene Schwankungen aufweist, interessant ist auch die Darstellung der jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen, die sieh ja bekanntlich zum Teil bis heute erhalten haben. Der Verfasser ist ein genauer Kentier der Materie und war daher in der Lage, auch manche gtatisti» achen Angaben und offiziellen Quellen an der Hand der •wirklichen Tatsachen zu berichtigen. Er hat einen sehr wert' vollen Beitrag zu dem noch lange nicht wissenschaftlieh völlig erfaßten Thema „Jüdische Wirtschaftsgeschichte« ge. lietert. Denn dafi die Wirtschaftsgeschichte der Juden ungleich ist der aller anderen Völker und dafi die Juden auch innerhalb der Staaten, in denen sie wohnen, ein wirtschaftliches Sonderschicksal haben, wird wahrscheinlich auch deutschen Juden in den letzten Jahren klar gesvorden sein. X, IVI.IT EINtuM, "EdX.E.MPLA.R, VON ^PROZESS'4 Ferdinand Mainzer, „D er Kampf um Caesars Erb e", (Verlag E. P. Tal ft Co., Wien ) Das ungemein lebensvoll und spannend geschriebene Buch behandelt die aus dem Plutarch, aus den beiden Shakespeare- Dramen und aus manchem modernen Gcnchichtswerk bekannten Geschehnisse: Die Ermordung Caesars, die anschließenden Kämpfe des Antonius und '»ictaviatuis gegen Brutus und Cassius, schließlich den Kampf der Sieger um die Weltherr- Schaft und 11t-n A['.Irnich, einer neuen Zeit unter Augustus. Aber wie sind all diese oft dargestellte!! Ereignisse anschaulich gemacht! Selbst wenn man aus zeitgenössischen Quellen, aus der Lektüre des Oatuil, Cicero, 1 loraz, einige Detailkenntnis der Zusammenhänge besitzt, überrascht die Fülle der Einzelheiten und die .schwerwiegende Motivation der geschichtlichen Tatsachen aus den Charakteren der Hauptfiguren. Die feltsamen Widerspruche in der Wesenheit lies Antonius, der großartig und doch auch wieder kleinlich ist, des Otfavianus, der als ein kühler Rechner, grausam, körperlich schwach, dennoch energisch und letzten Ende» sogar als ein aufbauend schöpferischer Mann dasteht, die verwirrenden Rätsel in der Handlungsweise der Kleonatra, - das alles hat der Autor nicht geglättet, nicht schematisiert; es dringt vielmehr mit der ganzen kruden l.'nmittelbarkeit des Lebens auf uns ein und erschüttert uns, reißt uns aus illusionistischen ,,< leset/mäßigketten", in die man so gern und so unrichtig historische Kategorien zu verdünnen sucht. -- Zahlreich sind die Beziehungen zur jüdischen Geschichte, von dem Reitergefecht bei Jerusalem angefangen, mit dem die militärische Laufbahn des Antonius beginnt, bis zum Bündnis des Merodes mit Antonius und Kleopatra. Doch nicht in diesen zufälligen Reflexen sehe ich die Bedeutung des Buches speziell für den jüdischen Leser, sondern darin, daß mit großer Sicherheit, Unbefangenheit, Objektivität, die wirkenden Kräfte einer Welt aufgezeigt werden, für die sehr vielen Juden das Verständnis fehlt: einer realpolitischen, ausschließlich von Macht- Interessen beherrschten Welt, wie sie das römische Reich in der Zeit seiner Verfassungskrise mit besonderer Präzision darstellt. Geride deshalb, weil jüdische Politik auf eine ganz, andere Grundkonzeption, eine reale Welt der Gerechtigkeit, hinzielt, ist es notwendig, sich über die entgegengesetzte morallreie Haltung, ihre ungeheure Gewalt und Konsequenz völlig klar zu sein und einen solch erbarmungslosen „Kurs der Machtpolitik" durchzumachen, wie ihn hier der Autor bietet, Max Brod Sind wir ganz von dir gesdueden? Ist uns, Gott, In solcher Nacht nlchl ein Hauch von deinem Frieden, deiner Botidieft zugedacht? Kann dein Wort denn so verklungen In der Leere Ziora sein — oder gar nicht eingedrungen in dlei Zauberreldi aus Sdiein? Sehler vollendet bis sunt Dache Ist der grofee Weltbetrug. Gib denn, Gott, da» der erwache, den dein Nichts durchschlug. So allein strahlt Offenbarung in die Zelt, dl« dich verwarf. Nur dein Nichts Ist die Erfahrung, die sie von dir haben darf. So allein tritt Ins Gedächtnis Lehre, die den Schein durchbricht: das gewisseste Vermächtnis vom verborgenen Gericht. Haargenau auf Hiobs Waage ward gemessen unser Stand, trostlos wie am Jüngsten Tage sind wir durch und durch erkannt. In unendlichen Instanzen reflektiert sich, was wir sind. Niemand kennt den Weg im ganzen. Jedes Stück schon macht uns blind. Keinem kann Erlösung frommen, dieser Stern steht viel zu hoch, wirst du auch dort angekommen, standst du selbst im Weg dir noch. Preisgegeben an Gewalten, die Beschworung nicht mehr zwingt, kann kein Leben sich entfallen, das nicht in sich selbst versinkt. Aus dem Zentrum der Vernichtung bricht zu Zeiten wohl ein Slrahl, aber keiner weist die Richtung, Die uns das Gesetz befahl. »9 i Seit dies trauervolle Wissen unantastbar vor uns sieht, ist ein Schleier Jih zerrissen, Gott, vor deiner Majestät. Dein Prozefi begann auf Erden; endet er vor deinem Thron? Di« kann»! nicht verteidigt werden, hier gilt keine Illusion. Wer Iii hier der Angeklagte? Du oder die Kreatur? Wenn dich einer drum befragle. Du versankst In Schwelgen nur. Kann solch Frage sich erheben? ist die Antwort unbestimmt? A4, wir müssen dennoch leben, bis uns dein Gericht vernimmt. Qcrhard Scholem (Anläßlich des firsdieinem der Neo-Ae'- gäbe von Kofkat Werken im Muxkvn- Verlag Herlin. Dieser Tage toll ah zweiter Rand „Oer Protefi" herauskommen), Ein Freund schreibt über uns Zu den tragischen Verkettungen Im Dasein der Juden scheint es mitzugehören, daß die Umwelt uns meist in einem Zerrspiegel sieht. Die überwiegende Mehrzahl aller Bücher über Juden von Nichtjuden sind entweder aus feindlicher oder zumindest gleichgültiger Haltung entstanden, die meist nicht geeignet war, ein unverfälschtes Bild zu vermitteln. Mit um so größerer Freude horchen wir auf, wenn ein Nlchtjude sich bemüht, uns so zu sehen, wie wir sind, nicht als Engel und nicht als Teufel, sondern als Menschen. Von jenseits des Kanals dringt die Stimme des englischen Theologen Sidney Park herüber, der sich in einem lesenswerten Buche mit dem Juden von heute („The Jew To-Day", im Verlag Ivor Nicholson fr Watson Ltd., London 1933) auseinanderzusetzen sucht. Will man die rechte Einstellung zu dem Werk gewinnen, so muß man sich klarmachen, daß es sich an einen nichtjüdischen Leserkreis wendet, dessen Blick es für die jüdischen Fragen öffnen will. Es spricht ganz aus dem Leben heraus, einfach und ohne Umschweife, zu dem typischen purenschnittsengländer mit dem common sense, d. h, dem Menschen, der ein Minimum von Vorurteilen in sich trägt und ein Maximum von Leistungtsansprüchen stellt. In sieben Kapiteln sucht Dark den ganzen Bereich des jüdischen Lebens abzuschreiten. Im 1. Kapitel bemüht er sich um die Festlegung des soziologischen Standorts des Juden, für den er schließlich die Formel „Bourgeois par exccllencc" findet, Aus diesem sozialen Moment glaubt er auch, den Antisemitismus ableiten zu können: „Der Jude als Bourgeois par excellence wird vor allem von den Feinden der .bürgerlichen Kultur* gehaßt; auf der einen Seite von den Anhängern der alten Ordnung, die einen verzweifelten Versuch unternehmen, ihre vergangene Macht wiederzugewinnen; auf der anderen Seite von der Menge und insbesondere der unerfahrenen Jugend ... In anderen Worten: der Antisemitismus ist weit mehr ein politisches und soziales als ein Rassetiproblem." In der faschistisch-ständischen Gesellschaftsordnung, die allmählich heraufzieht, sieht der Autor die größte Gefahr für das Judentum; „im Kommunismus wie Im Faschismus", so schreibt er, „muß das Judentum als besondere Gemeinschaft verschwinden. Die einzige Welt, In der es sicher ist, ist die, in der — bei großen Veränderungen der sozialen Struktur und einer besseren Rangordnung der Werte —- individuelle Freiheit und persönliches Eigentum bestehen bleiben". Man darf nicht vergessen: aus der englischen Perspektive ist dies geschrieben. In einem Abschnitt über „Die Eigenschaften des Juden" bemiiht sich Dark darzulegen, daß durch die Assimilation die Verschiedenheiten zwischen Juden und Nichtjuden weitgehend aufgehoben sind, und er kommt zu dem Schluß: „Ich finde, daß die Unterschiede zwischen dem Juden und seinen Mitbürgern erstaunlich gering und im allgemeinen unwesentlich sind. Er wurde gehaßt, aber er selbst hat niemals eine große Fähigkeit zum Haß gezeigt." Aber ist nicht der Einfluß der Juden auf das öffentliche Leben unverhältnismäßig groß? Auch mit diesem Vorwurf setz: .«.ich Dark in einem Kapitel auseinander, in dem er zu dem r gebnis gelangt, daß dieser Einfluß meist übertrieb.'; J,e gestellt wird. Auf der anderen Seite weiß der Verfasser nicht genug die jüdischen Tugenden zu rühmen, insbesondere die jüdische Familie, von der er sagt: „The family hs the Jew's gift to the world." Daß Dark die Psychologie des Assiniilationsjuden gut erkannt hat, beweist ein Ausspruch wie dieser: „Der Jude vergißt niemals, dafi er Jude ist; aber er wünscht oft, daß die anderen sich nicht daran erinnern." Dem Zionismus, dem ebenfalls ein Abschnitt gewidmet ist, wenden sich die vollen Sympathien des Autors zu. Er gibt einen kurzen Anriß der Geschichte des Zionismus seit Moses Heß, wobei freilich der russischen Zionisten wie Pinsker, Achad Haarst usw. nicht Erwähnung getan wird. Dark betont vor allem die geistige Kraft des Zionismus: „Dem Juden die Möglichkeit zu bieten, nach Palästina zurückzukehren, bedeute eine Antwort auf die jahrhundertealten OehUc. Der Zionismus war ausführbar ipr-i-iica-') v.ei! ei im tiefsten geistig (spiritual) ist." Wenn!>'•>■ n. •.< .die Juden nach Palästina gehen könnten, so v.... : ein ungeheurer Einfluß von dort auf die Juden- "ise.i Je: V«. «H abtrabten, n Kapitet über die Religion beschäftigt sich der konstatiert Dark nochmals die nachhaltigen Einwirkungen des Judentums auf die europäische Kultur: _,,Die Juden sind weit mehr als die Griechen die Väter der europäischen Kultur." Heute freilich gebe es keine eigene jüdische Kultur mehr; wo jüdische Menschen schöpferisch tätig seien, seien sie es nicht als Juden, sondern Innerhalb des Volkes, dem sie zugehören. Selbst bei Bialik, von dem ein Gedieht analysiert wird, kann Dark nichts spezifisch Jüdisches finden: „er drückt sich in einer Bildsprache aus, die weit mehr europäisch als hebräisch ist". Im Schlußabschnitt „Und morgen?" trägt der Verfasser nochmals seine These vor, daß die Juden der Diaspora früher oder später als besondere Gemeinschaften verschwinden würden, weil „in Westeuropa und Amerika die Mischehe mehr und mehr allgemein wird" und weil auch „die Schwächung der religiösen Bindungen auf beiden Seiten die Assimilation beschleunigen muß". Auch wenn wir nicht allem zustimmen können, was Sidney Dark ausführt, werden wir doch mit Dank dieses Buch" begrüßen, weil es nicht entstellt, sondern darstellt und weil aus jeder Zeile Verstehen, Mitfühlen und Freundschaft sprechen. In unserer liebearmen Zeit ist ein solches Werk von doppeltem Werte. Dr. Gerhardt N e u m a n a Autor vorzugsweise mit dem liberalen Judentum, dem er insbesondere die Funktion eines Auffangsappar»tsi gegen den Atheismus zuschreibt. ' Im Abschnitt „Jüdische Kultur" Otto Brod! Die Berauschten. Verlag E. P. Tal, 1035. Bislang war Otto Brod einer breiteren Oeffentlichkeit so gut wie unbekannt, Max Brods jüngerer Bruder, der nunmehr seinen literarischen Erstling darbringt. Es wäre lehrreich, der Verwandtschaft der beiden Brüder auch in geistigen Bezirken nachzuspüren. Große, insgeheim schmerzliche Neigung zur Musik und zur Landschaft, spiegelt sich in diesem Roman Otto Brods nicht anders als in der Epik seines Bruders wider; wie dort wirkt hier die bewußte und gepflegte Votliebe, den starren Gang der Handlung durch Bemühungen um die Erkenntnis der letzten Lebensdinge zu lockern. Doch fügte man Otto Brod unrecht zu, wollte man ihn einzig im Vergleich mit seinem Bruder sehen. Er ist eine durchaus selbständige Erscheinung. In stiller Klage und Anklage fragt sein Buch nach der Möglichkeit, von Seele zu Seele den Menschen jene Hilfe zu bringen, ohne die zu leben den Kindern dieser Spätzeit schwerfällt. Eine Trage jüdischen Tonfalls übrigens, da ja in unserem Glauben Hilfe zu gewähren ein Schritt zum guten Leben, sie zu empfangen aber eine der wenigen sichtbaren Gestalten des Wunders und der Gnade bedeutet. Aber „Man kann nicht helfen, man kann nicht helfen", wie es in Ludwig Straußens schönem Gleichnis von der „Botschaft" heißt, und auch dieses Paar scheint den kalten Glanz einer winterhellen Leidenschaft nur zu dem bösen Ende erfahren zu haben, de.«'., abgründiger in die Dunkelheit ihres Daseins abzustürzen. 1 Fabel von Robert Lagarde, der zum Retter und (>pf-r Morphinistin werden muß, ist von Gedanke und ue rii>v der Weltschau eines realistisch-verständigen Geistes ■ Musik getragen, die, in den geliebten Gestalten i Rerik)/' und Gustav Mahlers auch beschworen, als ■ .:er, äußerster Trost das wohlgefügte Ganze des Buch« u:f dem Grundakkord menschlicher Güte abstimmt. Es ist die Wirkung des unmittelbaren geschauten Daseins, sein Memoirenstil, die das Buch so atemnah erscheinen lassen. Heinz Politzer Fritz Dehrn Rainer Maria Rilke. Insel-Verlag. Rilkes religiöser Weg. Er geht bis zu den Enden aller Lebensräume in allen Tiefen, nimmt alle Stimmen in sich auf. Er vermag sie als Dichter zu verwirklichen. Er seheitert, als er Gott als äußersten Gegenstand mithineinbeziehen will. Für uns ist wichtig, diesen Rilke zu hören, der Lehen und Wirklichkeit hatte und suchte und das Geheimnis des Lebens wußte, das Opfer des eigenen Blutes fordert. Und der wußte, daß der Lebensgrund hinter den Todesängsten des Lebens Hegt, daß es keine Sicherheit ist, sieh breithin auf der Fläche in dicken Stichen aufzuheften. Und wichtig ist alles, was wie dies Buch voll Geist ist, und die Fülle, die es gibt, m Selbstverständlichkeit der Existenz. Gottes vorträgt. Max» Haiden TeegebrHuehe in China, Japan, England, Rußland «nd Deutschland. Von Adolf Ooef z, mit Pinselzeichnungen von Tb. Werner Schröder, Friedrich Ernst Hübsch Verlag G. m. h. H-> Berlin. Dieses nette Buch beschäftigt sich mit dem Tee, um <l«i sich bekanntlich in vielen Ländern eine Fülle von Zeremonien herumranken, ja ein ganzer Kult ist im Fernen Osten um das Getränk entstanden. In dieses Gebiet führt die kleine Schrift sehr instruktiv» ein. ULllaUN a I tiHN wejgohne mm EIN JÜDISCHER ROMAN Jetzt: Achte Auflage! Umfang 478 Seiten / Preis Kart. RM 5.50/ leinen RM 6.80 Durch die Buchhandlungen zu beziehen ERICH REISS VERLAG BERLIN W15

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