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Jüdische Rundschau · 1935-03-19 · Heft 23 (19.3.1935) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 23 (19.3.1935)
Date
1935-03-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1 JODISCHE RUNDSCHAU Palästinensische Umschau NR. 23, 19.MAERZ1935 „Das Ist das Land11 — IST es das Land? Mehr als eine Filmkritik Tel-Awiw, im März Es soll hier auf den Film als solchen nicht eingegangen werden. Die hebräische Presse hat sich ausführlich mit ihm beschäftigt, und es ist als ein großer Fortschritt zu buchen, daß sie sich dieses Mal entschlossen hat, trotz aller nationalen Symbole — die Stadt Tel-Awiw hatte das Patronat übernommen und vom Kino wehten die städtische und die blauweiße Flagge —, die ineist als Palladium gegen alle Mängel angewandt werden, die künstlerischen und technischen Seiten, Sprache ebenso wie Zusammenstellung und Musik, kritisch unter die Lupe zu nehmen. Nur auf zwei Punkte soll hier hingewiesen werden, die überaus wesentlich erscheinen und von den Kommentatoren und Kritikern einmütig übergangen worden sind. Dieser Film, der es übernimmt, fünfzig Jahre der Palästina-Entwicklung zu schildern, hat das arabische Palästina glatt ausgeschaltet. Alles, was man von arabischem Leben im Lande zu sehen bekommt, ist die obligate Kamelkarawane zu Beginn und ein Eseltreiber, der übrigens einen sehr viel statistenhafteren Eindruck macht als der zugehörige Esel. Im übrigen sind die Araber, die schließlich das Land zu einem großen Teil bevölkern, ihm in weiten Strichen seinen Charakter verleihen, mit den Juden immer wieder in Berührung kommen, sie beeinflussen und von ihnen beeinflußt werden, einfach nicht vorhanden. Was immer wieder betont wird, ist das jüdische Schaffen in einer glatten Wildnis von Sumpf, Sand und kahlem Gebirge. Es wird nun niemandem einfallen, dieses Schaffen, seinen Heroismus und seinen zivilisatorischen Einfluß vermindern und verdunkeln zu wollen. Aber es heißt, ein vollkommen falsches Bild von der wirklichen Lage, von der lebendigen Wirklichkeit geben, wenn man eine solche Schilderung als eine Darstellung Palästinas den hungrigen Augen des Gallith vorstellen will. Man kann nun einwenden — und das wird sicherlich geschehen —, daß dieser Film sich nur mit dem jüdischen Schaffen der letzten fünfzig Jahre beschäftigt und nicht mit Palästina im allgemeinen. Aber dieses Schaffen war in seiner Besonderheit, seiner Richtung und seinen Problemen und Schwierigkeiten durch die arabische Bevölkerung des Landes mit bestimmt und gefärbt. Man kann sie nicht vom Hintergrund wegwischen, ohne das ganze Bild auf beängstigende weise zu verändern und jene falsche Perspektive zu schaffen, die sich im Zusammenleben mit den Arabern, in allen täglichen Kleinigkeiten und in der Politik verhängnisvoll auswirkt. Man könnte diese Art des Films und die Haltung, die ihm zugrunde liegt, als eine Zufallserscheinung betrachten und nicht weiter wichtig nehmen, wenn wir nicht in der Erfahrung der Jahrzehnte — und auch in der Reaktion des Publikums und der Presse auf den Film — gelernt hätten, daß diese Haltung und damit diese Kinoschöpfung keineswegs ein Zufall sind. Es ist eine Haltung, und eine falsche Haltung. Und noch ein zweites Moment. In diesem Palästina- 1ilm kommt Jerusalem überhaupt nicht vor. Es werden innerhalb einer Masse der Neubauten in den Städten auch ein paar Fassaden gezeigt, die der Eingeweihte als neue Häuser Jerusalems erkennt. Aber Jerusalem als Mittelpunkt, als Ereignis, als geistiges und landschaftliches und historisches Faktum existiert nicht. Man ist versucht, auch das nicht als einen Zufall anzusehen und auch hier die Einwirkung der „modernen" Ansicht, die vielfach die Ewige Stadt als etwas rein Vergangenes und Historisches betrachtet, auf den Film zu vermuten. Daß auch dadurch ein ganz falsches Bild entsteht, liegt auf der Hand. Und eine Darstellung Jerusalems wäre doch eigentlich' mindestens ebenso wichtig und auch ebenso interessant wie die Fülle der Sportbüder, die der Film aufweist! Der Film hat einen schönen Titel. Er verspricht sehr viel. Wenn man sagt, „dies ist das Land", so liegt darin jene große und geheimnisvolle Schwingung, die über diesem zauberhaften Fleckchen am Mittelmeer liegt. Es ist s c h a d e, daß der Inhalt nicht hält, was der Titel verspricht. Denn man muß es nochmals betonen: was hier gezeigt wird, sind Bilder aus dem jüdischen Palästina, echte und unechte, wahre und nachgemachte, aber es ist nicht das Land. Man ist versucht zu sagen: es ist Gott sei Dank nicht das Land. W. K. Die Wüste blüht Althebräisches Archiv entdeckt Eine außerordentliche Entdeckung wurde vor kurzem m alten L a c h i s c h, jetzt Tel Adduweir (zwischen Beer Sheba und Gaza) gemacht. Die von J. L. S t a r k e y geführte englische Expedition fand Altertümer aus der Zeit eines der Könige von Juda. Der interessanteste Fund enthält ein Archiv hebräischer Inschriften, das olfenbar einem führenden Fürsten Judas gehörte, auf Porzellan graviert in antiker hebräischer Schrift und auserlesener biblischer Sprache, ein Datum vor der Zeit des ersten Tempels tragend. Einen Teil des Archivs bildet «cneinbar die Korrespondenz zwischen dem Vizekönig von Lachisch und dem König von Jerusalem, da Namen führender Israeliten der Zeit, die in der Bibel vorkommen, auch in den Tafeln genannt werden. Der Fund scheint einer 1er wertvollsten und wichtigsten zu sein, die je gemacht »orden sind. _ 12. Sinfonie-Konzert unter M. Taube Tel-Awiw, Anfang Marz. Um es kurz zu sagen: mit dieser Leistung von Orchester und Dirigenten mußte auch der anspruchsvollste Kritiker zufrieden sein. Taube begann mit Mendelssohns Ouvertüre zum »Sonimernachtstraum". Herrlich gelangen ihm die Pianissimostellen der Elfentänze, der ganze Spuk, die launische Phantome Shakespeares wurde uns fast sichtbar vorgezaubert. Das Orchester, von musterhafter Disziplin, stieg durch diese Auf- 'ulirung jn seinem Niveau erheblich. Und dann wählte er J!3« so schwierige Brahms Doppelkonzert für Violine und Lello in A-moll. Den Cellopart meisterte Daniel Hotmekler ""t bravourösem Können, sein Vortrag war ungemein ausdrucksvoll und musikalisch einwandfrei. Fräulein Glikson- ™r? sekundierte ihm wirkungsvoll und fein abgestimmt. Beethovens 1. Sinfonie beschloß den schönen Abend. Das Andante war ein Meisterstück Taubes, das Orchester wurde, «urch ihn begeistert, weit über sich hinaus gesteigert, war y» dieser Arbeit eines jeden Vergleiches mit renommierten ""muten würdig. Sogar die Blechbläser intonierten exakt, ein richtiges, eingespieltes Ensemble entstand. Taube und das Orchester wurden minutenlang andauernde Rationen dargebracht Sie hatten ihren Erfolg ehrlich ver- Bltnt« Wolfgang Yurgrau Tel-Awiw, im März Palästina im März ist eine Farbenorgie. Auf den kahlen Hügeln stehen flammend rot die Scharen der Anemonen neben den lila-weißen Köpfchen der Zyklamen. Die Felder stehen dicht im Grün, die Mandelbäume haben einen weißen Blütenschleier und die Feigen treiben die grünen Finger ihrer jungen Blättchen. Auch die judäische Wüste, neun Monate im Jahr braun gebrannt und geborsten unter der wilden Sonne seiner wasserlosen Hänge, wird dann lebendig. Sie treibt kleine blaue Blütchen und Grasbüschelchen, an denen die jungen Ziegen nagen, die wie Trauben in Herden an den Halden hängen. Aber ihr Wüstencharakter bleibt und gerade unter den spärlichen Halmen spürt man mit voller Wucht die Oede dieser Gegenden, die erst unten in der Ebene von der Fülle der Oase von Jericho abgelöst wird, die durch die Elischaquelle das ganze Jahr hindurch ihr Wasser bezieht. Diese Oase, die sich an die trostlose Oede der Karstberge und der Salzsteppe schließt, ist immer von neuem die Uebcrraschung des Reisenden, der der Jerusalemer Straße in die Jordansenke hinabfolgt. Aber dieses Jahr beginnt die Uebcrraschung nach der ersten Kurve, hinter der die Kuppeln der Hauptstadt verschwinden. Die ewig kahlen Berge, die als ein Symbol der Oede und Kargheit sich hinunter an den Jordan senken, sind mit einem Schlage verwandelt. Sie sind bis in die fernsten Spitzen von einem zarten grünen Teppich eingehüllt, der nach der Tiefe zu sich in ein Blumenbeet verwandelt. In den tollsten Farben drängen sich die Blütenköpfchen aneinander, das Rot der Anemonen schreit hinüber zu dem Gold der Kamillenfekler, und wie ein neues Pelzchen decken die Wiesenblumen die immer kahlen Hänge. Die Herden der Kamele und Ziegen werden satt und fett, wie ein wilder Rausch von Farben und Duft zieht es sich hinunter bis nach Jericho hinein und fast bis an die Ufer des Toten Meeres. Dick und bunt häuft es sich zusammen in den Wadis und verliert sich grün und golden in die höchsten Spitzen. Es sind die gewaltigen Winterregen des letzten Jahres, die dies Wunder vollbracht haben. Ihre Feuchtigkeit erweckte die kahlen Berge, die starke Sonne der judäischen Wüste trieb die Samen heraus und brachte sie zum Blühen. Es liegt etwas Aufregendes und Beängstigendes in diesem plötzlichen Wuchern und Duften, dessen sich die alten Fellachen und Beduinen des Bezirks schon seit Jahrzehnten nicht mehr erinnern. Es ist, als wollte die Gegend in ein paar Tagen nachholen, was ihr in langen schweren Jahren verwehrt war. Aber unter der Blumendcckc bäckt die Erde wieder zu steinharten Schollen zusammen, brechen die Krusten der dünnen Erdschicht von neuem auf. Ein paar Wochen, und alles ist vorüber. Die Blüte der Wüste ist berauschend und kurz. Immanuel Das Budget Tel-Awiws Tel-Awiw, 12. 3. 35. Bei einer heute abend abgehaltenen Versammlung der Stadtverwaltung von Tel-Awiw wurde das Budget für nächstes Jahr auf £ 400 000 festgesetzt. Stellvertretender Bürgermeister R o k a c h betonte die Notwendigkeit der Aufnahme einer städtischen Anleihe von einer Million Pfund zwecks Erweiterung der Wasscranlage und Röhrenleitung, der Errichtung eines neuen Krankenhauses und Rathauses, sowie von Schulgebäudcn und Wohnhäusern, und zwecks Schuldenkonvertierung. _ Von der Woche Wie in der „Official Gazette", dem palästinensischen Amtsblatt, bekanntgegeben wird, betrug der Verwaltungsüberschuß der Palästina-Regierung Anfang Februar 4 270 659 Pfund. Die Purimfeier in Tel-Awiw, die drei Tage dauern wird, wird am 18. März mit einem Purimspiel im Freien eröffnet, wobei eine spezielle Plattform das Schloß Esthers darstellen soll, gefolgt von Tanz im Freien und drei sportlichen Veranstaltungen der Jugend. Das Fest schließt am Mittwoch mit dem Purim-Fastnachtszug. Es wird berichtet, daß i. J. 1934 rund 1100 illegale Einwanderer aus Palästina deportiert wurden, und zwar 700 Araber aus den Nachbarländern Palästinas (Ilauran, Irak, Sinai-Halbinsel, Aegypten usw.) und 400 Juden. Die Palästina-Exekutive der Jewish Agency hat für Juden, die durch die Ereignisse im Zusammenhang mit der letzten Revolte in Griechenland notleidend geworden sind, 50 Palästina-Einwanderungszertifikate zur Verfügung gestellt. Zwei führende Mitglieder des ägyptischen Kabinetts sind in Jerusalem eingetroffen, um das palästinensische Straßensystem zu studieren, das als Vorbild für das in Aussicht genommene Chausscennetz in Aegypten dienen soll. Obwohl alle im Bauwesen, Handwerk und Industrie beschäftigten Arbeiter in Herzlia für eine ganze Woche zur Arbeit in den Pflanzungen bestellt worden sind, fehlt noch die Hälfte der benötigten Arbeiter zur Durchführung dringender Saisonarbeiten. Der allgemeine Mangel an Arbeitern hat äußerst akute Form angenommen. Der jüngere Sohn Nahum Sokolows, Herr Leon Soko- 1 o w, ist zum Leiter der von der polnischen staatlichen Auslandsbank in Jerusalem neu errichteten Zweigstelle ernannt worden und gleichzeitig als Sonderdelegierter des polnischen Außenministeriums dem Jerusalemer polnischen Generalkonsulat zugeteilt. Eine Gesellschaft für Häuserbau in jüdischen Kolonien mit einem sofort disponiblen Kapital von 50 (WO Pfund ist soeben gegründet worden. Die Palästina-Regierung hat einen Plan zum Ausbau eines Straßennetzes zwischen den Pflanzungs-Kolonien und dem Jaffaer Hafen zwecks Erleichterung des Transportes der Citruscrnte genehmigt. Neue Firmen Laut Veröffentlichung in der „Palestine Gazette" wurden 10 Aktiengesellschaften (darunter eine ausländische), 14 Genossenschaften und 38 Teilhabergescllschaften registriert. Unter den Aktiengesellschaften befinden sich: Tei-Litwinsky Development Co. Ltd. (Landentwicklung und -handel), Kapital £P 50 000. — Eastern Holdings, Ltd. (Gartenstadtentwicklung, landwirtschaftliche, industrielle u. ä. Siedlungen), Kapital £P 25 000. — Eastern Banking & Commcreial Corporation, Ltd. (Import, Export, Bankgeschäft), Kapital £P 10 000. — The National Loan Plan Co., Ltd. (Darlehensgewährung), Kapital £P 10000. — Negev Yehuda, Ltd. (Automobiltransport), Kapital £P 5000. — The Gasocretc Company L t d. (Erzeugung von Ziegeln und Isoliermaterial), Kapital £P 5000. — La hat Iron Works, Ltd. (Herstellung von Schlössern und Baubeschlägen), Kapital £P 4500. — Unter den Genossenschaften befinden sich 5 landwirtschaftliche Siedlungsgenossenschaften, 3 gewerbliche Produktionsgenossenschaften (Zeincntproduktc, Bäckerei, Werkstatt), 1 Genossenschaft für gemeinschaftlichen Wohnungsbau in Tel-Awiw. — Unter den Teil habergesellsc haften befinden sich eine Kieserzeugung und Kalkbrennerei, eine Hutfabrik, eine Fruchtsäfte- und Marmeladenfabrik, eine Fabrik von Textil- Gummiprodukten. _ („Palnews") Die Buchhandlung Bamberger & Wahrmann, Jerusalem, King George Avenue (früher in Frankfurt), sendet uns eine Reihe von Katalogen über Hebraica und Judaica aller Art. In diesen Katalogen 1—5 befinden sich auch viele seltene Bücher, darunter eine Sammlung von Schriften der Karäer. Hebräisches Lehrbuch M. Naor, Neues Lehrbuch der hebräischen Sprache, Verlag Divan, Jerusalem 1035 (Neuausgabe des 1033 erschienenen Buches, in deutscher, englischer, französischer und arabischer Sprache). Linter den zahlreichen hebräischen Lehrhüchern kann da* Buch von Naor, das jetzt in zweiter, in vieler Hinsicht verbesserter Auflage erscheint, einen guten Platz, behaupten. Es ist aut Grund gründlicher Kenntnis des modernen Hebräisch und wissenschaftlicher Fundieruiig geschrieben, praktisch anfelegt und pädagogisch durchdacht. Inhaltlich bietet es toft aus dem palästinensischen Leben, und so wird besonders der Neucinwanderer in Palästina, wenn er gleichzeitig Auge und Ohr für die Sprache des Landes offen hält, doppelten Gewinn aus dem Buch ziehen können. Vorzüglich ist auch die Ausstattung des Buches. Etwa gleichzeitig hat Naor auch ein kurzgefaßtes hebräisches Repetitorium der hebräischen Grammatik im Verlag der Realschule in Haifa herausgebracht, das die gleichen Vorzüge aufweist. Auf Einzelheiten einzugehen, ist hier nicht der Platz, Nur darauf sei hingewiesen, daß der richtigen Aussprache, der Grundlage für das akustische Gedächtnis, noch größere Sorgfalt hätte gewidmet werden können. Schade, daß Naor z. b. für die Aussprache des $ oder rt eine richtige, aber schwer verständliche Beschreibung gibt, statt der von mir längst empfohlenen praktischen Anweisung, die Laute einfach mit Schluckbewegung, also als geschlucktes R oder H zu sprechen. Auch Transkriptionen wie Brurijja statt Berurijia sollten nicht gebracht werden. Aber dergleichen wird hoffentlich in den zu erwartenden weiteren Auflagen verbessert werden. Was das Erscheinen des Buches aber besonders charakterisiert und wertvoll macht, ist die arabische Ausgabe, deren Uebersetzung Herr Hamdi Bekr En-Nubani, ein Absolvent der Hebräischen Universität Jerusalem, in ausgezeichneter Weise durchgeführt hat. Verfasser, Uebersetzer und Verlag haben sich besonders durch diese arabische Ausgabe ein Verdienst um die Verständigung zwischen Juden und Arabern erworben und zugleich ein lange gefühltes wichtiges Bedürfnis befriedigt. Möge das Buch in seiner wichtigen Aufgabe vollen Erfolg finden. _ Harry T o r c z y n e r Habirnah-Frcilichtaufführung. Die Ii ab im ah gibt bekannt, daß sie in Tel-Awiw ein Grundstück erworben hat, auf dem ihr eigenes Gebäude, das 35 000 Pfund kosten soll, in nächster Zukunft errichtet werden wird. Anläßlich der Grundsteinlegung am 2o. April wird eine große Autführung im Freien stattfinden. Ein „Monat der Habimah", im Laufe dessen Mittel für den Bau durch Sammlung aufgebracht werden soll, wird in nächster Zukunft proklamiert werden. Neue Keren Hajessod-Broschüren. Der Keren Hajcssod in Jerusalem hat eine Reihe neuer Broschüren herausgegeben. Diese geben sehr instruktiv an Hand von Zahlen und Bildmaterial Einblick in den Aufbau des Landes. Eine Broschüre über Haifa ist für den Touristen recht wertvoll. Ueber die erste Siedlung sefardisch-hulgarischcr Juden berichtet in französischer Sprache Morand A/riel. Ueber „Die neue Aera des Keren Hajessod" schreibt Dr. Oskar W o I f s b e r g. Diese Broschüre gibt einen sehr guten Einblick in die Arbeit des Keren Hajcssod und bebandelt die durch die Anleihe erschlossenen Möglichkeiten für seine zukünftige Tätigkeit. Palästina-Jahrbuch. Man schreibt uns: Im Verlag Palnews (Tel-Awiw, P.O.B. 844) wird im April d. ). Palnews annuai 193a (Wirtschaftsjahrbuch für Palästina für das Jahr 1935) in einer getrennten hebräischen, englischen und deutschen Ausgabe erscheinen. — Die bedeutendsten Sachkenner des Landes arbeiten an diesem Jahrbuch mit, welches einen umfassenden Ueberblick über die gesamte Palästina-Wirtschaft gibt. — Palnews aiinua! 1935 ist das erste Wirtschafts-Jahrbuch des Landes. Neugründung. Vor einiger Zeit wurde in Tel-Awiw und Jaffa mit Filiale in Haifa die Speditionsfirma Silbersteins Orient Transport Co. Ltd. gegründet. Geschäftsführer sind Karl Silberstein, bisher in Firma Georg Silberstein rV Co., Berlin, Dr. Ernst Löbenstein, bisher tatig in Londoner Speditionshäusern. Bei der Vornahme der Deklaration, die der Einwanderer spätestens 7 Tage nach seiner Ankunft durchführen muß, stehen die Büros der Firma jederzeit unentgeltlich zur Verfügung. Ausladen in Jaffa. Aus Tel-Awiw wird uns geschrieben: Wie bekannt wird, dürfen sperrige Artikel und Massengüter (mit Ausnahme von Zement) voraussichtlich ab 15. April 1935 wieder in Jaffa entladen werden. Diese Bestimmung ermöglicht es besonders auch den Lifteigentümern, die Tel-Awiw oder einen anderen in der Nähe des Jaffa- Hafens gelegenen Wohnsitz, wählen, ihre Möbel wieder ohne die durch die Entladung in Haifa bedingten Mehrkosten zum normalen Abfertigungspreis zugestellt zu erhalten. i?'' «pfe ■Ami ^^^jj^^^^gj^^

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