Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 23 (19.3.1935)
- Date
- 1935-03-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 23, 19. III. 1935 Innerjüdische Polemik? Das Kölner Gemeindeblatt verboten Der Redakteur in Schutzhaft Der „Westdeutsche Beobachter", Köln, vom 17. März schreibt: „Das kl Köln erscheinende ,Gemeindeblatt für die jüdischen Gemeinden in Rheinland und Westfalen* wurde wegen Verächtlichmachung des nationalsozialistischen Rasseempfindens und einer dreisten Beschimpfung des Westdeutschen Beobachters' auf drei Wochen verboten. Der verantwortliche Redakteur, der Kölner Jude Fritz Neulaender, wurde von der Staatspolizei in Schutzhaft genommen. Der Westdeutsche Beobachter' hatte unlängst mit einem Artikel seines Redakteurs Peter Schmidt das wieder unglaublich dreist gewordene Geschäftsgebaren jüdischer Händler in der Kölner Altstadt gebrandmarkt. Anstatt die Leser des Jüdischen üemeindeblattes zu der Bescheidenheit anzuhalten, die ihnen als uncingeladenc Gäste des deutschen Volkes zukommt, hatte der Redakteur Neulaender einen zynischen Artikel verfaßt, der im Weltbühnen-Stil den .Westdeutschen Beobachter' und seinen Aufkläntngskampt in der rheinischen Bevölkerung zu ironisieren versuchte. Dem Schriftleiter und Gauabteilungsleiter Pg. Schmidt waren als Verfasser des Artikels im ,VCestdeutschen Beobachter* eigennützige Motive unterschoben worden. Die Staatspolizei hat Neulaender nunmehr wegen dieses dreisten Angriffs auf das Rcgicrungsorgan in Schutzhaft genommen und das Verbot seiner Zeitung verhängt." Lodzer Stadtrat erstrebt Arierparagraphen Sämtliche großen Berliner Tageszeitungen geben eine Nachricht des 1 )NB wieder, nach der im Lodz er Stadtrat, in dem die Nationaldemokraten über eine Mehrheit verfügen, ein Beschluß angenommen worden ist, demzufolge die Preise der Stadt Lodz für Wissenschaft, Literatur und Kunst künftig nur an Polen verliehen werden dürfen, die ihre arische Herkunft nachweisen. Warschau, 15. Mäiz. (JTA.) Die nationaldemokratische Mehrheit des Lod/er Stadtrats hatte auf die Tagesordnung ihrer letzten Sitzung auch die Einfuhrung des A r i c r p a t a g r a p h e n f ti r die städtische Beamtenschaft gesetzt. Dem Antrag zufolge sollten sämtliche jüdischen Angestellten der Stadtverwaltung sofort entlassen werden. Schon die Verkündung der Tagesordnung führte zu erregten Sturmszenen im Stadtrat und nur durch das energische Eingreifen des Regierungskommissars Ing. Wojewodski, der den Vorsitz führte, wurde ein Handgemenge verhindert. Dem Verlangen der Nationaldemokraten, den Antrag als ersten Punkt der Tagesordnung zu behandeln, wurde nicht entsprochen. Als um 3 Uhr nachts der Antrag zur Beratung kommen sollte, verließen die Mitglieder der Regierungspartei und der übrigen nichtnationaldemokratischen Gruppen gemein.sam mit den jüdischen Stadtverordneten den Beraturigssaal. Der Vorsitzende stellte Besch 1 u ß u n f ä h i g k c i t fest und hob die Sitzimg auf. Auf Dingen steht die Welt Von GERSON STERN Das ist Jir Titel der neuen Erzählung von Gereon Stern, mit deren AI-druck die „Jüdische Rundschau" am nächsten Freitag leginnen wird. Zu seinem jüngsten W'erk schrieb der Verfasser jetzt diesen Brief an einen Freund Du fragst, und ich antworte Dir. Das Fragen Kl eine Aufgabe. Das Antworten Ut eine Aufgabe. Die eine kann so bedeutungsvoll sein wie die aridere. Dieser Kr/.ählung gehl kein Vorwort voraus. Wenn Du gut hinhör-d, fühlst Du vielleicht, Daß sie selbst nichts ist als ein Vorwort. Ja, sie ist, ein Vorwort. Und die nachfolgenden Kapitel zu diesem Vorwort? Es ist nicht ein Vorwort zu einem Roman. Diese Erzählung ist Vorwort zu einem Geschehen. In diesem Geschehn stehn Dein Herz und mein Herz. Stenn Dein Lehen und mein Leben. Aber so bedeutungsvoll jedes Leben ist, Es ist nur Voraussetzung. Diese Voraussetzung hat Bedingungen. Bedingungen haben Träger. Das Vorwort spielt um solche Träger. Du fragst, und ich antworte. Diese Erzählung ist nicht die Fortsetzung meiner vorangegangenen Arbeit Diese Erzählung ist nicht ihr vorweggenommener Schluß. Sie ist eine Betrachtung, die für sich steht. Sie ist nicht Plakat für eine Richtung. Was geschieht, ist das Einmalige des Ablaufs. So war es. So spielte es sich ab. Es war traurig. Es war ergreifend. Es war schön. Wie Du willst. Vor meinen Augen g^chah es so. Nicht in dieser oder jener Stadt Es spielte sich -o ab, wie ich es mit den einfachen Worten des Tages niederschrieb. Es gibt keinen, dem nicht ein Stückchen Liebe gebührt. Ueber allen schwebt unsichtbar der Heilige Odem. Und der Secren fließt bis ins tausendste Geschlecht Mahnung zur Besonnenheit In einer für die deutschen Juden gerade sehr sorgenvollen Zeit ist, leider, leider, ein innerjüdischer publizistischer Streit begonnen worden. Die „C. - V.-Z ei t u n g" vom 14. März bringt einen Leitartikel von Frau Eva Reichmann- Jungmann, der auf den schärfsten Ton innerjüdischer Polemik gestellt ist. Und so müssen wir, leider, leider, einen Teil unserer kostbaren Spalten, die für die Darstellung der Judenfrage und für die Erweckung der aufbauwilligen Kräfte im Judentum bestimmt sind, dieser Sache widmen; denn Schweigen könnte, wie man so schön zu sagen pflegt, als „Schwäche" ausgelegt werden. Die Schreiberin des Artikels der „C.-V.-Zeitung" ist ungehalten darüber, daß die BZV. eine Versammlung veranstaltet hat, in der Kritik an einer bestimmten Art deutsch-jüdischer Ideologie geübt worden ist. Die Versammlung, über die auch die „Jüdische Rundschau" in Nr. 21 berichtet hat, war so wichtig oder unwichtig, wie sonst Versammlungen sind. Frau Rcichmann wundert sich, daß in manchen zionistischen Kreisen eine solche Versammlung als nötig empfunden worden war, und dieser Verwunderung, verbunden mit schärfsten Angriffen auf die zionistischen Redner, wird — eine ungewöhnliche Demonstration! — der Leitartikelplatz der „C.-V.-Zeitung" eingeräumt. Es wird so getan, als ob ein Streit vom Zaun gebrochen worden wäre. Weiß Frau Reichmann nicht, daß Redner, die ihr nahestehen, seit Monaten einen unzeitgemäßen Kampf führen, über den wir uns zwar auch wundern, den wir aber niemals als ein so wesentliches Ereignis empfanden, daß wir ihm Beachtung geschenkt hätten? Weiß sie nicht, daß viele, offenbar weil in anderer Beziehung nicht mehr viel Lorbeeren zu holen sind, sich auf den innerjüdischen Kampf stürzen, ein beschämendes Schauspiel angesichts der heutigen Lage des deutschen Judentums? Es ist richtig, viele Zionisten sind erbittert. Aber haben sie nicht allen Grund dazu, wenn in einer Situation, wo der Zionismus — vorsichtig gesprochen — Wesentliches beigetragen hat sowohl zur Erkenntnis der Zusammenhänge und zur geistigen Neuorientierung, als auch zur praktischen Abhilfe, die alten Gegner von gestern, die sich die zionistischen Errungenschaften zum Teil selbst zunutze machen, den Zionismus fortgesetzt schmähen, manche Redner z. B. das Palästina-Werk, für das man sonst sogar wohlwollende Elogen hat, in Versammlungen verhöhnen, was schon zu Protesten aus C.-V.- Kreisen selbst geführt hat? Weiß sie das alles nicht? Wir haben solche Berichte, die bei uns einliefen, keineswegs zum Gegenstand von Leitartikeln gemacht; wir fühlen uns stark genug, darüber hinwegzusehen und uns der wichtigeren Arbeit zuzuwenden. Besonnenheit tut not, und vor allem in der jüdischen Presse, die ja größere Verantwortung zu tragen hat als diese oder jene Vereinsmatadore. Auf eine Argumentation gegenüber diesem hysterischen Ausbruch können wir uns nicht einlassen. Es sei nur für diejenigen, die den Artikel der „C.-V.-Zeitung" gelesen haben, einiges zur Korrektur gesagt. Die Bedeutung der Emanzipations-Epoche, oder richtiger gesagt: der fruchtbaren Verbindung des Judentums mit Europa ist von zionistischer Seite niemals bestritten worden. In einem charakteristischen Wort wurde einst (vor 25 Jahren) der Zionismus ein „Geschenk Europas an das Judentum" genannt. Die deutschen Zionisten Bürgerliches Recht auf rassischer Grundlage In einer Versammlung des „Bundes nationalsozialistischer deutscher Juristen", Bezirk Tübingen, hielt Universitätsprofessor Dr. Ei ss ler, Tübingen, einen Vortrag über den Rassegedanken im bürgerlichen Recht. Er sagte u. a : Das Recht habe die Aufgabe, die Volksgenossen arischer Abstammung vor fremdrassiger Beimischung zu schützen und das vorhandene gute Erbgut zu fördern. Es gäbe in Deutschland zwar keine einheitliche Rasse, die Bevölkerung gehöre vielmehr fünf verschiedenen an, die alle hohen Wert hätten. Im allgemeinen werde das künftige bürgerliche Recht auf rassischer Grundlage beruhen. Für Staatsangehörige nichtarischer Herkunft sei eine Fremdengesetzgebung zu schaffen; die Mischlingsfrage müsse gelöst werden. Erst wenn die Rassegesetzgebung in allen Einzelheiten durchgeführt sei, werde die Zeit gekommen sein, den Rassegedanken in den allgemeinen Teil des bürgerlichen Rechts einzubauen. Gleichschaltungswelle im Saar gebiet? Der „W estdeutsche Beobachter" in Köln befaßt sich in einem Artikel mit den Besitzverhältnissen eines Kaufhauses in Saarbrücken und der Zusammensetzung seines Vorstandes und Aufsichtsrates. Danach sind im Vorstand und Aufsichtsrat auch einige Juden vertreten. In diesem Zusammenhange bemerkt das Blatt: „Seit zwei Wochen ist das Saargebiet wieder in die Verwaltung des Deutschen Reiches übergegangen. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß man in absehbarer Zeit auch hier eine .Oleichschaltungs welle' erleben wird, um die jüdischen Namen aus der Oeffentlichkeit verschwinden zu lassen, auf daß die Geschäftstätigkeit nicht gestört wird." Folgen einer Kulturbund-Veranstaltung. Wie das „Berliner Tageblatt" meldet, hat der Kreisleiter von Wuppertal eine sofortige Veranstaltungssperre für die Stadthalle Wuppertal-Elberfeld angeordnet. Die Nationalsozialistische Partei und ihre Gliederungen sollen Veranstaltungen in der Stadthalle künftig nicht mehr abhalten. Grund für diese Maßnahme soll das Verhalten des Pächters der Stadthalle gewesen sein, der am gleichen Abend, wo eine Veranstaltung des Winterhilfswerkes stattfand, einen der kleineren Stadthallensäle für eine Veranstaltung de« Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr zur Verfügung gestellt hatte. Der Kreisleiter erklärte u. a., daß das Erscheinen von Juden in der Stadthalle während einer Veranstaltung des Winterhilfswerks bzw. der NS-Volks wohl fahrt „eine Geschmacklosigkeit und eine Unverschämtheit" darstelle. Wenn der Pächter von städtischem Grundbesitz Juden in den Betrieb hineinlasse, besonders dann, wenn die Partei dort tage, müsse er aut alle Veranstaltungen der Partei verzichten. und darüber hinaus wette Krdse des jüdischen Volkes auch außerhalb Deutschlands, die an deutscher Kultur geschult wurden, wissen genau, was sie dem Deutschtum zu danken haben und denken nicht daran, auf diesen Teil ihres eigene,, Wesens zu verzichten, weder heute noch später. Die Er. schütterung und das Schicksal, die das deutsche Judentum getroffen haben, haben uns Zionist«) nicht weniger auf. gewühlt als andere deutsche Juden. Wir sahen darin einen tragischen Schicksalsschlag für das gesamt* jüdische Volk. Wir nahmen auch tiefsten Anteil an dem seelischen Leiden derjenigen, die, weil s*ie vorher die Judenfrage nicht verstanden hatten, besonders schwer getroffen waren. Und aus dieser Situation heraus suchten wir, nicht für Einzefae und nicht für die Partei, sondern für alle deutschen Juden einen Ausweg. Wir haben wiederholt der Meinung Ausdruck gegeben, daß in der heutigen Zeit zwangsläufig ein einheitliches Programm für die Praxis der deutschen Juden resultiert. Wir Zionisten versuchten — mit einer von manchen zionistischen Kreisen als zu weitgehend empfundenen Selbstentäußerung — dieser gemeinsamen Sache zu dienen. Zu diesem Programm stehen wir auch heute. Dieser wahrhaft geschichtliche Prozeß ist zu groß, als daß man durch kleinliches Ressentiment sich ablenken lassen könnte. Das deutsche Judentum hat eine große historische Leistung erfüllt. Wir erwarten von diesen Kräften auch für die Zukunft noch Großes. Aber das bedeutet nicht, daß man ideologische Konstruktionen, die offenkundig unanwendbar geworden sind, in einer Weise weiterspinnt, die einer wirklichen jüdischen Erneuerung und menschlichen Gesundung den W e g v e r r a m m e 1 n. Darum geht es, und darum durfte sich auch eine zionistische Versammlung einmal gegen die antizionistischen Exzesse, für die jene Broschüre vom November nur ein Beispiel ist, zur Wehr setzen. Man sollte nicht pathetisch an das Urteil der Geschichte appellieren. Vielleicht würde die Geschichte anders darüber denken, wer seit den Tagen der „Protest- Jabbiner" immer wieder eine „Notlage brutal ausgenutzt" und den Aufbau sabotiert hat, der, wenn mit ganzer Kraft ausgeführt, manche Katastrophe vorgebeugt hätte. Im übrigen wundern wir uns, daß Frau Reichmann gar keine Notiz genommen hat von dem wichtigsten Ereignis der Versammlung, der von Dr. Franz Meyer abgegebenen Erklärung, die sich mit der Position der deutschjüdischen Jugend beschäftigte (vgl. „J. R." Nr. 21). Wer angesichts dieser loyalen Haltung, die es ausdrücklich ablehnte, von einer durch äußere Umstände geschaffenen Besserstellung einen banalen Gebrauch zu machen, von „brutaler Ausnutzung einer Notlage" spricht, der muß von Parteileidenschaft so verblendet und erregt gewesen sein, daß er nicht einmal dem Wortlaut einfacher Sätze folgen konnte. Die fixe Idee mancher Kreise, die Zionisten würden die „Notlage ausnützen", hatte sich so festgesetzt, daß man, obwohl das Gegenteil eintrat, in der durch die eigene Nervosität eingegebenen Weise reagierte. Wir bedauern das außerordentlich. Und nun wenden wir uns wieder der positiven Arbeit zu. Es ist der schlechtest gewählte Moment für solche Polemik. In diesem Punkte werden uns wohl auch die maligebenden Kreise des nichtzionistischen Lagers beistimmen. IN ALLER KÜRZE Der landwirtschaftliche Gaufachberater der NSDAP, Oafl Franken, erläßt eine Anordnung, in der Bestimmungen über die Lieferung von Schlachtvieh zu dem Nürnberger Schlachtviehmarkt getroffen werden. Zum Schluß der Anordnung heißt es: „Von der Bauernschaft wird erwartet, daß sie ihr Vieh ausschließlich an arische Händler und Genossenschaften abliefert und nunmehr endgültig den jüdischen Händler meidet. Mit besonderer Schärfe wird gegen diejenigen vorgegangen, die diese Anordnung in irgendeiner Form zu umgehen versuchen." Wie aus A1 e p p o (Syrien) berichtet wird, ist dort der 65jährige jüdische Einwohner Jesaia Tuassi ermordet worden. Mehrere Verdächtige wurden verhaftet, jedoch mangels Beweisen wieder auf freien Fuß gesetzt. Bei der jüdischen Bevölkerung von Aleppo herrscht starke Erregung. Der Vorsitzende des Administrative Committee der Jevish Agency und Ehrenvorsitzende des American Joint Distribution Committee, Felix M. War bürg, ist nach kurzem Aufenthalt in Palästina wieder in New York eingetroffen. Die -English Zionist Föderation hat ein Komitee unter dem Vorsitz von Sir Francis A. Montefiore gebildet, das anläßlich des 50. Todestages von Sir Moses Montefiore im Juli d. J. die Errichtung einer, Lehrkanzel für englische Geschichte und Literatur an der Hebräischen Universität Jerusalem bezweckt. Es ist ein Stiftungsfonds von etwa 5000 Pfund erforderlich. Dr. Otto Wassertrüdinger ist zum Nachfolger für den nach Kairo berufenen Prof. Dr. Hugo Picard zum dirigierenden Arzt der chirurgischen Abteilung der Neuen Poliklinik der Berliner Jüdischen Gemeinde ernannt worden. Die „Frankfurter Zeitung" vom 17. März veröffentlicht einen Artikel „Fortschritte der Industrialisierung in Palästina", worin die Ziffern über die Einwanderung und die wichtigsten Daten über die neuen industriellen Gründungen angeführt werden. In Krakau ist die Gründerin der orthodoxen „Beth Jaeob"-Mädchenschulen, Frau Sarah S ehernerer, gestorben. Die erste „Beth Jacob"-Schule wurde 1917 eröffnet; heute umfaßt das „Beth Jacob"-Schulwerk etwa 200 Schulen mit zusammen 30000 Schülerinnen. In Zagreb ist im Alter von 55 Jahren Max Leder er, einer der Vorkämpfer der zionistischen Idee in den südslawischen Ländern, gestorben. In Wien organisierte er den ersten zionistischen Verein von Studenten aus den südslawischen Ländern „Bar Giora" und leitete 1901 den ersten zionistischen Jugendkongreß. Hauptschriftleiter: Dr. Robert Weltich, Bcrlm-Charlottcnburg ■ S'.J.'.vcrtreter: Kurt Lotweiitein, Berlin VV 15. AnKigenleite"" und verantwortlich für den Anzeigenteil; Helene Chancin«r« Beilin N 64, Verlag und Aiuseigenverwaltung: Jüdische Rundschau, G.m.b.H., Berlin W 15, Memekestr. 10. D.-A. Februar 1935: 33 — Druck: Siegfried Scholen), Berlin-Schöncbcrp.