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Jüdische Rundschau · 1935-03-15 · Heft 22 (15.3.1935) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 22 (15.3.1935)
Date
1935-03-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Palästinensische Umschau NR. 22,15.MAERZ 1935 Eier und Gemüse Das Dorf deutscher Juden „Ramot Haschawlm" Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. T e 1 - A w i w, 27. Februar Die Straße, die von T e 1 - A w i w aus nördlich über Petach-Tikwah in die Scharon-Ebene hineinführt, geht durch das heute wahrscheinlich dkhteste jüdische Siedlungsgebiet. Die Strecke bis Petach-Tikwah, wo Fabriken, Wohnhäuser, kleine Siedlerstellen, große Villen mit Oärten in einem unentwirrbaren Durcheinander beieinander liegen, zeigt den großen Investilionsdrang der Konjunktur in konzentrierter Form. Das Suchen nach Platz, nach Investitionsmöglichkeiten, nach neuen Produktionsformen, ist so groß, daß weder Zeit noch Uebcrlegung für Planung bleibt. Die Fabriken und Plantagen, die Wohnhäuser und Kuhställe scheinen kaum mehr nebeneinander, sondern schon übereinander zu liegen. Aus kleinen Häusern werden große Bauten, Villen, die früher in vornehmer Einsamkeit auf anscheinend entfernten Höhen lagen, sind in städteartige Wucherungen von Blocks eingekeilt, Plantagen werden ausgeholzt, um Bauplätze zu schaffen und die Zeichen der Fabriken wetteifern mit den Riesen- ■childern der Bodenmaklcr. Das ist hier eine übermäßig intensive, halb städtisch-industrielle, halb ländliche Siedlung, die nicht viel mehr verdichtet werden kann, es sei denn, indem man nicht mehr nebeneinander, sondern übereinander baut. (Die Witzbolde reden schon wieder einmal von „Etagensiedlungcn".) Nach Petach-Tikwah zu und hinter diesem Orangenstädtchen beginnen sich die Maschen des Siedlungsnctzes zu verbreitern. Hier hört die Industrie auf und die endlosen Reihen der Zitrusplantagen beginnen das Bild bald völlig zu beherrschen. Aber auch hier läuft zu beiden Selten der Chaussee ein Band von kleinen und größeren Siedlungen, die ihre Häuser und Baracken wie Punkte in die Landschaft streuen, In Ramatajim steht an der Straße ein großes Schild mit einem Wegweiser (in dieser Art etwas Ungewöhnliches in Palästina) und zeigt den Sandweg hinauf auf eine neue Häusergruppe. Das ist Ramot Haschawim, eine der neuen Siedlungen von Juden aus Deutschland. Man sieht den Punkt schon von der Straße aus liegen, ausgerichtete Häuser, in verschiedenen Gruppen zusammengefaßt, die mit ihren roten Dächern lustig in der jetzt im Frühling unwahrscheinlich grünen und blühenden Landschaft liegen. Eine andere durchgehende Linie bezeichnet die Hühnerställe. Zwischen den Häusern und Ställen ziehen sich die Gemüsefelder und jenseits einer Höhe drängt sich «ine neue Reihe von roten Dächern aneinander, das ist der Teil der Siedlung, der die Aufzucht der Küken besorgt. Ramot Haschawim ist so ziemlich die erste landwirtschaftliche Siedlung, die von deutgehen Juden begonnen wurde. Die Anfangspläne stammten von dem eben verstorbenen Davis Trietsch, und ein großer Teil der Verdienste für die praktische Durchführung der Pläne gehört Erich Moses aus Kamatajim. Zwei Charakteristika zeichnen diesen Versuch tus: man versuchte, mit möglichst wenig Boden auszukommen (wenn auch bei der praktischen Durchführung sowohl die anfangs errechneten, geradezu winzigen Bodenmengen wie die niedrigen Investitionsziffern eine Tendenz zum Wachsen zeigten) und man zerlegte die Landwirtschaft in einzelne Phasen, um dem Siedler die Arbeit möglichst zu vereinfachen. So wie die Hühnerzucht heute dort betrieben wird, ist sie eigentlich eine in Arbeitsgänge geteilte Fabrikation. Der Siedler erhält die legereifen Hühner, die Kooperative nimmt ihm die Eier ab, versorgt ihn mit dem fertig gemischten Futter, und wenn das lebende Inventar doch einmal sich nicht so benimmt, wie man es von ihm erwartet, so ist der Instruktor da, um einzugreifen. Die Instruktion — ein Fachmann sorgt für Gemüse und einer für Hühner — ist überhaupt die zentrale Säule dieser Art von Kolonisation. In Ramot Haschawim sind fast durchwegs Menschen, die kaum oder überhaupt nicht für die Landwirtschalt vorbereitet wurden. Sie lernen im Siedlungsprozeß selbst. Auch in den anderen Siedlungen deutscher Juden, in Gan Hascharon bei Karkur, in Pardess Hannah oder in Megged; kann man von einer ganz durchgreifenden Vorbildung, wie sie früher für Siedlungskandidaten im Lande üblich war, nicht sprechen. Aber immerhin haben viele der Immigranten in jenem Bezirk bei Chcderah <"ine Vorbildung in den alten Wirtschaften gehabt und kannten sich einigermaßen in der Arbeit aus, bevor sie begannen. In Ramot Haschawim hat man den Sprung noch rascher Eemacht und durch den Fachmann am Ort das Rad in ewegung gesetzt. Jetzt gehen die Betriebe mehr als ein Jahr. Sie sind Verschieden In ihrer Größe und Zusammensetzung. Manche haben nur Hühner, manche neben Hühnern und Gemüse auch kleine Zitrusplantagen. Der Großteil beschränkt sich auf Eier und Gemüse. Und vorläufig scheint sich alles gut anzulassen. Man hat Erträge und — das ist für den Moment entscheidend — man erhält Konjunkturpreise. Die Lage in Ramot Haschawim ist eng verbunden mit jener wuchernden, wachsenden Gegend zwischen Tcl-Awiw und Petach-Tikwah und den Städten. Sie stellen einen großen, kaufkräftigen und wachsenden Markt für Gemüse und Eier dar, der nur zu einem Teil durch Import gedeckt wird, und der Gemüsezüchter erhält heute Preise, die seine Arbeit sehr lohnend machen. Gerade diese kleinen Wirtschaften finden bei den Plantagenbesitzern und in den Städten den Markt direkt vor der Tür, man braucht ihre Eier und ihr Gemüse und ihren Dünger für die Plantagen. In Ramot Haschawim wie fast überall hat es sich bald gezeigt, daß man nicht mit den anfänglich kalkulierten Summen auskam. Die Häuser, die Einrichtung der Wirtschaft, alles verschlang mehr, als man dachte. (Auch in Ramot Haschawim wie in den anderen Siedlungen des Mittelstandes aus Deutschland findet man einen hohen Wohnungsstandard.) Die Frage des Kredits steht aut der Tagesordnung. Man verhandelt mit der Zentralstelle für die An- «iedfung deutscher Juden und der Zentralbank für Kooperativen. Auch In Zukunft wird die Beschaffung genügend billiger und langfristiger Kredite eine der wichtigsten Aufgaben der leitenden Kolonisationsinstitute sein. Viele Siedler sind imstande, einen großen Teil des Kapitals •ür, die Wirtschaft selbst zu stellen, aber Restbeträge werden Wohnungssorgen Der Mieterschutz Von Dr.-Ing. W. Lesser, Tel-Awiw (früher vereideter Mietsachverständiger bei den Berliner Gerichten) Etwa einen Monat vor Ablauf des bestehenden Gesetzes, das — zu Mucharim 1934 erlassen — die Höhe der Mieten für Wohnungen in Tel-Awiw im Wirtschaftsjahr 1933/34 auf ein Maximum festlegte, ist ein neues Rahmengesetz über den gleichen Gegenstand und zwar in stark erweitertem Umfang, am 28. 2. 35 veröffentlicht worden. Das Gesetz erstreckt sich nämlich nicht nur auf Wohnungen, sondern darüber hinaus auf untervermietete und gewerblich genutzte Räume; es handelt sich also um so starke Eingriffe in die privaten Rechte, wie sie ähnlich in Deutschland nur während der Inflation und wenige Jahre danach bis 1926 bestanden. In Palästinas Großstädten, insbesondere in Tel-Awiw, erscheint aber das Gesetz fürs erste durchaus geboten, weil hierhin der Immigrationsdrang auf Kosten des Landes und der Kolonien trotz aller gegenteiligen Anstrengungen fortdauert und m starker Verknappung und Not an Wohn- und gewerblichen Räumen weiterführt. Aus den wichtigsten Bestimmungen des Gesetzes ist u. a. zu erwähnen, daß die Miethöhe für Wohnungen im Maximum £P 2,500 im Monat je Zimmer betragen darf (wie bisher), gleichzeitig darf aber eine Steigerung über 20 °, o der Miete des letzten Jahres nicht stattfinden; also eine doppelte Sperre, welche sowohl die bisher billiger als auch die teurer vermieteten Wohnungen betrifft. Bei Streitigkeiten sollen Mietkommissare (Retits Commissioners) und bei Berufungen gegen die Entscheidungen dieser Mietgerichte (Rents Tribunals), die den Micteinlgungsämtcrn in Deutschland entsprechen dürften, in Funktion treten. Exmittierungen dürfen nur stattfinden —- und dies gilt gleichermaßen für Wohn- und gewerbliche Räume —, wenn a) die durch das Gesetz bestimmte Miete vom Mieter nicht bezahlt wird? b) Vertragsbedingungen nicht innegehalten, ins» besondere die gemieteten Räume zu anderen als zu den vertraglich bestimmten Zwecken benutzt werden, c) die Räume vom Hauswirt zu eigenen Zwecken benötigt, oder d) bauliche Veränderungen an den Räumen vorgenommen werden. Im Falle c) muß das Gericht sich mit dem dem Mieter zur Verfügung gestellten Ersatzraum einverstanden erklären, im Falle d) muß bei Wohnräumen eine mindestens dreimonatliche, bei Geschäftsräumen eine mindestens sechsmonatliche Kündigung vorher erfolgen. Wenn ein Mieter selber Hausbesitzer ist, so kann ihm gleichfalls von seinem Hauswirt gekündigt werden, wenn die Möglichkeit besteht, daß er in seinem eigenen Hause eine Wohnung erhält. Die Miete für gewerblich genutzte Räume darl keine gröllere Steigerung als 25 (,o der Miete des Wirtschaftsjahres 1933/34 erfahren. Hier können Ausnahmen stattfinden, wenn langjährige Verträge vor Erlaß dieses Gesetzes geschlossen wurden. Für Untermieter — und zwar auch hier sowohl bei Wohnungen als auch bei gewerblichen Räumen — gilt, daß sie für die von ihnen gemieteten (leeren) Zimmer nicht mehr zu bezahlen brauchen als im Verhältnis zur gesamten Wohnung und deren Miete auf sie entfällt, zuzüglich 20 o/o. Werden sie vom Hauptmietcr anteilig mit städtischen Steuern belastet, so dürfen sie ihre Miete um diese Betrüge kürzen. (Zuschläge für die Benutzung von Möbeln - wie früher in Deutschland — sind im Gesetz nicht vorgesehen.) Das Oesetz gilt vorläufig nur für Tel-Awiw, Jedoch besteht auch in J e r u s a I e m eine starke Strömung seitens der Mieter, daß die Bestimmungen hier zur Anwendung kommen. Der Stadtrat hat dies bisner abgelehnt, so daß mit einem Proteststreik der Ladenmieter gedroht werden mußte. Jetzt erwartet man ein Eingreifen der Regierung. (Vgl. auch den Artikel von Manfred Kantorowicz in der „Jiid. Rundschau" Nr, 19.) in den meisten Fällen fehlen. Außerdem wird es vermutlich nötig sein, in schwierigen Zeiten — und auch solche werden kommen müssen! — gewisse Hilfsstcllungen zu leisten, um nicht das ganze Werk zu gefährden. Heute ist eine besonders günstige Zeit für den Start derartiger Siedlungen, weil die Konjunktur und der wachsende Markt Preise und Absatz in fast unbeschränktem Maße garantieren. (Andererseits bilden die hohen Bodenpreise einen durch die Konjunktur geschaffenen Hemmschuh.) Bei einem allgemeinen Rückschlag muß für diese jungen Betriebe eine Rückendeckung da sein. Besonders günstig liegen in Ramot Haschawim die sanitären Verhältnisse. Es liegt in einer völlig maiariatreien Gegend und das ist m diesen Jahren, die einen Rekord in den Krankhcitszahlen aufweisen, in jeder Beziehung, ökonomisch wie auch stimmungsmäßig, von ausschlaggebender Bedeutung. Die Siedlungen bei Chederah, insbesondere Gan Haschomron und der nebenliegende Kibbuz des Haschomer Hazair, haben im letzten Jahre schwer unter der Seuche gelitten. Sie bedeutet Schwächung, Ausfall vieler wertvoller Arbeitstage und eine allgemeine Senkung im Selbstvertrauen der Siedler. Man war in Palästina auf das neue starke Aufflackern der Malaria nicht vorbereitet. Die Böden für Gan Haschomron wurden zum Beispiel unter dem Gesichtspunkt ausgewählt, daß dort seit langen Jahren die Krankheit stark zurückgedämmt worden war. Die Erfahrungen des letzten Jahres beweisen von neuem, daß eine wirkliche Bezwingung dieser großen Gefahr erst dann möglich ist, wenn man das ganze Land (jüdische Böden ebenso wie arabische) reguliert und saniert. Geschieht das nicht, so ist man immer wieder den bösen Ueberraschungen ausgesetzt, die wir im letzten Jahre auch an solchen Stellen gehabt haben, die bereits als gefahrenfrei galten. Das beste Erlebnis in den landwirtschaftlichen Siedlungen deutscher Juden ist immer wieder die Haltung und die Wandlung der Menschen. Ramot Haschawim bestätigt das von neuem. Trotz aller Schwierigkeiten, trotz Geldmangel, trotz dem Verfliegen so mancher romantischen Illusion, sprechen die Menschen draußen eine andere Sprache als die in der Stadt. Sie sind selbstsicherer und freier, sie fühlen sich als Vorposten, sie ändern sich körperlich und geistig. Und das ist ein Plus, das zwar nicht in Bilanzen und Bankkonten zum Ausdruck kommt, aber deswegen nicht weniger hoch anzuschlagen ist. Schätzung des Orangenexportes Tel-Awiw. (Palnews.) Die Orangensaison 1934/35 geht ihrem Ende entgegen, die Verschiffungen dauern im allgemeinen bis Ende März/Anfang April. Die genauen Exportziffern lassen sich im voraus natürlich nicht bestimmen. Einer der bedeutendsten Zitrusexporteure schätzt den Gesamtexport, wie seine Verteilung auf die einzelnen Länder wie folgt; 1934/35 1933/34 England 4 500 000 Kisten 3 555 000 Kisten Deutschland 500 000 „ 1 329 000 „ Holland 250 000 „ 1 146 (XX) „ Rumänien 150 000 „ 111 (XX) „ Frankreich 150 000 „ 39 000 „ Dänemark 125 000 „ 78 000 „ Schweden 100000 „ 48 000 _ Polen 100000 _ 31 000 n Kanada 100000 „ 33 000 „ Belgien 70 000 „ 35 000 „ Norwegen 60 000 „ 51000 „ Finnland 40000 „ 15 000 „ Indien 15000 „ 1000 „ Lettland/Estland 10000 „ 3 000 „ Andere Lfinder 300000 „ 58000 Von der Woche die städtische Politik. Der Befriedigung über diese Zu- Der Streik bei dem Irak-Petroleum-Werk in Haifa ist durch einen Vergleich beendigt worden. Dr. Wcizmann und Frau trafen in Jerusalem ein, wo sie als Gäste des High Commissioner im Government House weilen. Das Zentralkomitee der Arbeiterpartei Mapaj hat eine Parteikonferenz für den 17. März nach dem Bcth Hapoalim in Chedera einberufen, bei der das Abkommen mit den Revisionisten über die Regelung der Arbeiterbeziehunfen zur Sprache kommen soll. Die Abstimmung der Histaruth über denselben Gegenstand findet am 24. März statt Die Histadruth zählte Anfang März 72000 Mitglieder. Die elf Demonstranten, die anläßlich der Schabbat seh u t z kundgebung in Tel-Awiw am 2' März verhaftet wurden, sind vom Polizei-Oberrichter Commander Bodilly zu Gefängnis von zwei bis drei Monaten bzw. zu 1\2 £P Geldstrafe verurteilt worden. Der letzte Industriezensus der Jewish Agency für das Jahr 1933 hatte für die jüdische Industrie einen Produktionswert in Höhe von £P 5,35 Millionen ergeben. Für das Jahr 1934 ist der Produktionswert laut „Palnews" aut ungefähr £P 6,5 Millionen zu schätzen. Die Palästina-Regierung hat die Mitglieder des Stadtrats von Jerusalem zu einem Frühstück geladen, bei dem der Bürgermeister Dr. Khaldi erklärte, es gäbe keine Meinungsverschiedenheiten zwischen den jüdischen und niclitjiidischen Stadtverordneten in hczug auf High Commissioner gab seiner sammenarbeit Ausdruck. Die Stadtverwaltung von Jerusalem hat be-* schlössen, eine Reihe von Maßnahmen zur Verschönerung der Stadt zu treffen. So sollen elf öffentliche Gärten, davon drei bereits in allernächster Zeit, angelegt werden. Einer der neuen Oärten wird 180 Dunam groß sein. Für die Verschönerungsarbeiten ist ein Betrag von 70 000 Pfund vorgesehen. Einer der prominentesten Araber Palästinas, Mitglied des Obersten Moslemischen Rates, hat diese Woche eine 500-Dunam-Orangenpflanzung und ein Schloß hei Rechoboth für £P 35 000 an Juden verkauft, in der Absicht, Palästina zu verlassen und sich in Aegypten niederzulassen. Die arabische Presse teilt mit, daß Juden mit den Besitzern der syrischen Teile der H u 1 e B ö d c n Verhandlungen wegen Erwerbs eines Teils dieser Böden führen. Die Zeitungen teilen weiter mit, daß der Großmufri von Jerusalem, Hadj Em in el Husscini, eine Gesellschaft mit einem Kapital von 60 000 Pfund geschaffen hat, deren Ziet es ist, zu verhindern, daß arabischer Boden in jüdische Hände übergehl. Die palästinensische Abteilung der bekannton tschechoslowakischen Schuhfabrik Bata hat die Jewish Agency um Zuteilung von Zertifikaten für Beamte, die die Gesellschaft aus der Tschechoslowakei nach Palästina bringen will, ersucht. Das Einwanderungsamt der Agency erwiderte, es werde der Firma behilflich sein, Spezialisten und Instrukteure ins Land zu bringen, falls Bata eine Fabrik in Palästina eröffnen sollte. Insgesamt 6470000 Kisten 5 533 000 Kisten Für die Saison 1935/36 ist mit einem Export von ungefähr 9 Millionen Kisten zu rechnen, der sich von Jahr zu Jahr um 2 Millionen Kisten steigern wird, so daß der Export in fünf bis sechs Jahren eine Höhe von rund 20 Millionen Kisten erreichen wird. Neue Flugverbindung Die über Wien—Budapest-Belgrad—Sofia—Saloniki führende Flugverbindung Berlin—Athen soll ab 15. April in beiden Richtungen t a g 1 i c h bcflogen werden. Ueber die Anschlußverbindung Athen — Kreta — Kairo wird Zeit noch verhandelt. Die Gesamtstrecke Berlin—Kairo, der Großflugzeuge neuester Bauart eingesetzt werden, voraussichtlich in einem einzigen Tage rückgelegt werden. Die Luftpost Berlin Palästina würde dann nicht mehr als 2—3 Tage in Anspruch nehmen. Nachdem die Einrichtung einer Luftlinie Damaskus—Kairo beschlossen worden ist, ist es wahrscheinlich, daß in Haifa eine Zwischenlandung stattfindet. Die Flugdauer Damaskus- Kairo soll drei Stunden betragen, die Strecke Damaskus- Haifa wird in einer Stunde beflogen. (Palnews.) zur auf soll zu- Ihr, tat M n) ,'«* i i rho en pe KSertic is •he;cb tf« a/3 rer de he st its» ärts M;rs iliihl 2m egf et, er»;es» her im uei* di- Ue he nw 5rer» i <* '•5 rer nd roStl'lffs ies ' ,» . > w •>!1* us \ t'r!er en etl n- :in im en yh er er :r- ' er id ui iß nn,;ie: :s-;n it- :o >ier id re oi" u- :n euer sr r, :h T n atn in * fr . _ S~~A I I i .tierntarwstt p.konip ^.*|IM A tS*^ I V /l /l^ / VI ZlTT/^ A^ Ul1 '. ib, ,,«,k«oW«(:«,c *ODt^U *°*tWASS* U^UiÜL *tf DE COVOGNf ^DfjAU f- •4 9 jj n y s ML ^^j^^jj

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