Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 21 (12.3.1935)
- Date
- 1935-03-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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mi f f Ii". ' | V.;.;- .4 ' ™. «wm«' . - Seite 6 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 21, 12. Hl. 1935 l* - Das Neueste in Kürze Von unserem palästinensischen g I.-Ko r respon dente n Arbeits- und Wirtschaftslagen Der Oberkoni missar gibt bekannt, daß eine Untersuchungskommission eingesetzt worden ist, die über die Lebens-, Lohn- und Arbeitsbedingungen der bei den technischen Arbeiten der Regierung beschäftigten Tagelöhner mit besonderer Berücksichtigung der Mietzinserhöhungen berichten soll. Entscheidungen in diesem Zusammenhange sollen im Laufe des Monats gefällt werden. Palcor erfährt, daß die Palästina-Regierung der Agency, als Antwort auf deren Ersuchen um zusätzliche Zertifikate die Gewährung von 1000 Zertifikaten als Vorschuß aut die nächste Schedule angeboten hat. Die Agency wird ihr Memorandum wegen der (icsamtanforderung nächste Woche unterbreiten, damit die Bewilligung noch frühzeitig im April erfolgen kann. lieber 1000 jüdische und arabische Eisenbahnarbeitcr versammelten sich in Haifa zur Besprechung der Arbeitsbedingungen und forderten titnführung der Lohnzahlungen auf monatlicher statt auf täglicher Basis, Lebenshahungszuschüsse und Wicdcreinstellung der kürzlich entlassenen Arbeiter. In der Versammlung herrschte große Erregung, einige Redner verlangten den sofortigen Streik, aber die verantwortlichen Führer, von denen die Mehrheit aus Juden bestand, beruhigten die Versammlung durch den Beschluß, Verhandlungen mit der BahnverwaltuTig zu führen. In einer Versammlung der rubrer des palästinensischjüdischen Arbeitcrverbandes „llistadruth llaowdim'' wurde beschlossen, den I iistadruth-A rbeitslosenfonds auf eine Summe von 50 0(1') Pfund zu bringen; hiervon sind 30 000 Pfund bereits gesammelt. Die k'r.mkcnk.is-c der allgemeinen Arbeiterorganisation hat ein? S a m m I u n g von Sic h e r h e i t s r e g e I n für verschiedene Berufszweige herausgegeben. Die Häufung1 von Unfällen an den Arbeitsplätzen hat die Aufklärung der Arbeiter über Gefahren und Vorsichtsmaßregeln notwendig gemacht. In einem vom i'inaimlcparlmcnt der Palästina-Regierung veröffentlichten Bericht wird der Geldumlauf in Palästina im Monat l'chruar mit tHo t Ob! Pfund in Banknoten und Münzen angegeben. Laut der Officia! Gazette wurde eine zweite jüdische Gesellschaft zur I'r/eu,~ttnrj von Zement unter dem Namen „Samson" mit £ 2~j() IHK! Kapital registriert. Die Werke der neuen Gesellschaft sollen bei Hartuv (auf der Strecke Jaffa Jerusalem) errichtet werden. Die Produktion in der Zementfabrik „Kescher'' bei Haifa mußte stark herabgesetzt werden, weil die großen Rfgen^us^e die Arbeit in den Steinbrüchen erschwerten. Die Baufirmen mußten auswärtigen Zement zur Fortführung der Bauarbeiten heranschaffen. Vermischte Nachrichten Anläßlich des S5. Geburtstages des Präsidenten der tschechoslowakischen Republik, M a s a r y k, hat die Jcwish Agency in Jerusalem eine stark besuchte Festvcrsaminlung abgehalten. Die gesamte jüdische Presse würdigte das Wirken des Präsidenten in ausführlichen Artikeln. In den Synagogen und an der Klagemauer wurden Gebete für Masaryk gesprochen. Bei der Versammlung in Tel vertretender Bürgermeister Rokach Eh renbürg erder Stadt Tel-Awiw ernannt worden ist. Die ein/igen Nichtjuden, denen bisher diese Ehrung zuteil wurde, waren Allenhy und Balfour. Einschließlich Masaryks hat Tel-Awiw 10 Ehrenbürger. Der Kolonierat in (Mied er ah beschloß, sich an die Regierung mit der Forderung zu wenden, sobald wie möglich die Drainage der umliegenden Sumpfe vorzunehmen. Man fürchtet in dieser Gegend nach dem ungewöhnlich starken Winferregen ein weiteres Anschwellen der Malaria in diesem Jahr. Der Rat der Kolonie in Petach-Tikwah hat es abfflchnt, sich an der /.ihlung des Waad I.eumi, die als Vore r e 11 u n g f ü r d i e Wahlen zur K n e s s e t h J i s r a e 1 begonnen hat, zu beteiligen. Die besitzenden Kreise von Petach-Tikwah, die im Rat der Siedlung die Mehrheit bilden, Awiw kündigte stellan, daß Masaryk zum stehen In Opposition mm Waad Leumi, dessen politische Zusammensetzung ihren Tendenzen widerspricht. Im Zusammenhang mit der kalten Witterung sind in Palästina Wölfe aufgetreten. In der Umgegend der jüdischen Kolonie Beth Alpha im Emck Jesreel wurde eine Viehherde von Wölfen angegriffen. Die Behörden haben der Kolonie Gewehre und Gift zur Bekämpfung der Wolfe zur Verfügung gestellt. In Beth Alpha (Ebene Jesreel) fand eine Zusammenkunft der Gemüsezüchter aus der Ebene Jesreel, Galiläa und der Jordansenke statt. Tel-Awiw Bürgermeister D i z e n g o f f veröffentlicht eine Erklärung, in der er der Stadt Tel-Awiw und der ludeuhcit der Diaspora seinen Dank für die Beweise der Teilnahme anläßlich seiner jüngsten Krankheit ausspricht. Die Stadtverwaltung von Tel-Awiw beschäftigte sich mit dem Budget für das Jahr 1035/36, das C ■») CHX) gegenüber £ 320 000, im Vorjahre betragen soll. Da-s Budget von Tel- Awiw übersteigt die Summe der Budgets aller anderen Stadtverwaltungen. Bei der Jahresversammlung der Hypothekenbank in Tel-Awiw kündete der Vorsitzende den Plan an, die Zinsen für Bauanlcihen herunterzusetzen. Die neue Zinsnolitik wird ermöglicht durch die erfolgreich durchgeführte Konversion der Bankobligationen. Das Bezirksgericht stellte eine außerordentliche Erhöhung der Kriminalfälle in Tel-Awiw fest. Es handelt sich fast ausschließlich um Diebstähle und Einbrüche. Am letzten Schabbat kam es nach einer Schabbats e h u t z - K u n d g e b u n g in der Großen Synagoge von Tel-Awiw zu Unruhen. Autodroschken wurden angehalten und die Fahrgäste gezwungen, auszusteigen. Die Fensterscheiben geöffneter Läden wurden eingeschlagen. Zwei Personen wurden verletzt, zehn Personen verhaftet. Der Aufruf der Stadtverwaltung von Tel-Awiw hatte das Ergebnis, daß sich 10 Kandidaten für den Dienst in der städtischen Polizei meldeten. Die meisten von ihnen wurden als tauglich befunden. Haifa Die Regierung hat offiziell mitgeteilt, daß sie beabsichtigt, im HafengeTändc der sogenannten „Reclaimed Area" (d. h. dem durch Zuschütten des Meeres gewonnenen Boden) einen neuen Bahnhof zu errichten. Die vom Neuen Merkas zu diesem Gelände führende breite Straße wurde vor einigen Tagen dem Verkehr übergeben, wodurch das neue jüdische Geschäftsviertel die geplante direkte Verbindung mit dem Hafengelände und damit also zum neuen Bahnhof erhalten hat. Auch sonst ist mit dem Bau der ersten Häuser in der Reclaimed Area begonnen worden, und ebenso ist in der anschließenden Altstadt eine lebhafte arab ische Bautätigkeit im Gange. Der High Commissioner hat die Ausbauarbeiten im Hafen von Haifa inspiziert und seine Befriedigung über die zur Erleichterung des Citrus-Exports getroffenen Vorkeh-, rungen geäußert. Er ließ sich auch die Pläne für die Erweiterung des Hafens vorlegen. Shabattai Lcvy, langjähriger Beamter der Pica und ältestes Mitglied der Stadtverwaltung von Haifa, wurde zum Vize-Bürgermeister von Haifa ernannt. Einen christlichen Vize-Bürgermeister gibt es in Haifa nicht. Auf der Strecke Haifa—Akko ist in Sch'chunat auf KKL-Bodcn in der Haifa-Bay eine neue Haltestelle errichtet. Hierdurch hat auch die Vorstadtsieillung der deutschen Juden, „Kirjat Bialik", Eisenbahnverbindung mit Haifa erhalten. Die in Haifa befindliche Hypothekenbank der südafrikanischen Juden hat den Hypotheken/ins auf 7 o/o gesenkt. Der Oberkommissar genehmigte den Plan einer R e - gier ungs-Handcls schule in Haifa, deren Bau im April beginnen wird. Die Schule ist nur für arabische Schüler bestimmt, die das Handelsfach erlernen wollen und deren Zahl zunächst 90 nicht überschreiten darf. Die Kosten des Schulbaues werden P£ 43 500 betragen. Schiffahrt nach Palästina Wie uns aus Tel-Awiw berichtet wird, wurde in einer Pressekonferenz die Ausgestaltung des italienischen Schiffahrtsdienstes nach Palästina besprochen. Die Veranstaltung galt der Feier des zehnjährigen Jubiläums des Palästina- Dienstes des l.lovd frie-tiiin. Namens der Jewish Agency sprachen Grunbaum und Barlaß, die die Verbesserungen auf den Schiffen des Lloyd lobten. Dabei wurde mitgeteilt, daß demnächst ein neues Schiff „!' a I e s t i n a" für den direkten Verkehr Triest Jaffa m Dunst gestellt werden wird. Der 50 (XX)-Tonnen-Dampfer „Rex" (auf dem sich auch unser Redaktionskollegc Kuit L o e w e n s t e i n befindet — A. d. R.) wird am 11. Marz, in li.ufa erwartet. Anlaßlich des 10; ihrigen Jubiläums wird uns noch mitgeteilt: Der Lloyd Triestino, der bereits im Jahre 1925 die unvermeidliche Entwicklung des Zionismus erkannte, war die erste Schiffahrtgesellschaft, die einen direkten Dienst zwischen Furopa und Palästina einführte, eine Verbindung, die auch heute noch die schnellste ist. Gleich nach Errichtung des neuen Dienstes schloß der Lloyd Triestino ein Sonderabkommen mit der Jewish Agency über die Beförderung zionistischer Passagiere ab. Nach Eröffnung der neuen Linie verwandte der Lloyd Triestino alle Sorgfalt auf die weitere Entwicklung und Vervollkommnung derselben und schuf so eine Reihe bemerkenswerter Vergünstigungen und Bequemlichkeiten zugunsten der Zionisten. U. a. wurde ein Hilfsdienst für die Triest passierenden Chaluzim eingerichtet. Auf den Schiffen gibt es rituelle Küchen und Beträutne für die Gottesdienste. Zwei Schiffe sind vollständig umgebaut worden: die Dampfer „Gerusalemme" und „Pilsna" (die soeben in „Galilea" umbenannt wurde). Dazu kommt jetzt die „Palestina". Der Kapitän eines Schiffes ist bekanntlich Jude. Der Lloyd Triestino war die erste Schiffahrtsgesellschaft, die Veröffentlichungen in hebräischer Sprache herausgab. Aus Triest wird uns berichtet: Der Dampfer „Palestina" "des Llovd Triestino, ein Schwesterschiff der bereits bekannten „Gerusalemme" und „G a 1 i 1 e a" (früher „Pilsna"). welcher, wie schon angekündigt, für den direkten Dienst Triest Haifa grundlegend erneuert und umgebaut wurde, hat am Freitag, den 8. März, Triest für seine «rate Ausreise nach Palästina verlassen. Bei der Abfahrt hatten lieh die Vertreter der zuständigen italienischen Behörden, der jüdischen Gemeinde und andere Persönlichkeiten eingefunden, um dem Schiff, das vollständig ausverkauft war, das Geleit zu geben. "♦.WWW* ■ f tr? ' ■ Die jüdische Wahrheit und die arabische Wahrheit Unter dem Titel „Wahrheit und Wahrheit" veröffentlicht Mosche S m i I a n s k I in der Zeitschrift „Boustcnai" eine Bc trachtung, in welcher er aut die merkwürdige Tatsache hin. weist, daß sehr viele der eingewanderten Juden der letzten Jahre nur allzu schnell geneigt sind, in der Araberfrage den arabischen Standpunkt anzunehmen. Es sei deswegen notwendig, diesen Einwanderern zu zeigen, daß hier Wahr, heit gegen Wahrheit steht, die arabische und die jüdische Wahrheit. Die arabische Wahrheit ist die Tatsache der ara. bischen Wiederbelebung, die unter dem Einflüsse europij. scher Ideen sich in allen arabischen Ländern vollzogen hat und vollzieht, in Palästina übrigens später als in den amleren Ländern. Das Ziel der arabischen Nationalbewegung ist die Selbständigkeit der arabischen Länder, bzw. die Gründung eines arabischen Staatenbundes. In Palästina hat der Zie,. nisnius diesen Prozeß beschleunigt, wenn auch nach Ansicht Smiianskis nicht in dem Maße, als gewöhnlich von jüdischer Seite angenommen wird. Die palästinensischen Araber hätten auch ohne die Juden den Weg zu ihrer Nationalbewegung gefunden, aber der Zionismus, bzw. der Widerstand gegen ihn, hat die Gegensätze der Parteien und Klassen überbrückt und die bestehende mehr oder weniger einheitliche Front der arabischen Araber geschaffen. Die palästinensischen Araber sind bereit, den Juden höchstens Minoritätsrechte einzuräumen. Wenn die Juden in Diskussionen mit Arabern auf die Vorteile hinweisen, welche die jüdische Einwanderung bringt, aut die Prosperität, auf die für den Orient unerhört hohen Arbeitslöhne des arabischen Arbeiters in der jüdischen Wirtschaft, auf die Tatsache, daß die Regierung mit Hilfe ihrer hohen Steuereinnahmen, die von Juden kommen, Schulen und Krankenhäuser und Versuchsstationen baut, die den Arabern zugute kommen usw., antworten die Araber: wir verzichten auf all das, wir wollen in Armut frei sein, dies Land ist arabisch und hat nur Platz, für Araber, alle anderen sind da nur Gäste. Dies ist die arabische Wahrheit, die der lüde respektieren, aber nicht annehmen kann. Der Daseinskampf der beiden Völker in Palästina muß nicht gegenseitigen Haß bedeuten. Gerade der nationale Jude wird dem ehrlichen Nationalaraber mit Duldung gegcnüberlreten. Denn er steht aut (Jer Basis der jüdischen Wahrheit und weif), daß das jüdische Volk e i u e n Fleck auf der Erdoberfläche haben m u B, auf dem es sich frei entfalten kann, auf dem es ein volles nationales Leben führen und von dem aus es auf die in der Diaspora verbleibenden Teile des Volkes einwirken kann. Auf diesem Wege wird das jüdische Volk weitergehen trotz aller Hindernisse, die sich ihm entgegenstellen mögen. Ein Frieden zwischen diesen beiden nationalen Wahrheiten wird erst möglich sein, wenn ein Gleichgewicht zwischen den beiden Kräften in Palästina hergestellt sein wird. Zu diesem Ende muß das jüdische Volk alle seine Kräfte anspannen. Verschärfung des Konflikts bei Irak Petrol Die Irak-Petroleum-Gesellschaft teilt mit, daß sie die zur Zeit im Ausstand befindlichen Arbeiter nicht als ihre An* gestellten betrachtet, da diese seit mehr als ein« Woche ohne Urlaub von der Arbeit abwesend sind; Lohnzahlung für die Periode des Streiks komme ihnen nicht zu. D|e Gesellschaft erklärt, daß sie nicht verspricht, etwaige «.sich zur Arbeit meldenden Arbeiter wieder einzustellen, Und behauptet, daß die Arbeiter von den Streikführern irregeführt worden seien. Die Mitteilung hat unter den 500 zahlenden Streikenden große Bestürzung hervorgerufen. Der „Waad Arzl" des „Keren Kajemeth Lejisrael" in Palästina bittet uns mitzuteilen, daß Herr Hans Rosenkranz, der seit einigen Monaten mit der Propaganda für den Keren Kajemeth Lejisrael unter den deutschen Olim in Haifa beschäftigt war, nunmehr diese Arbeit auf Wunsch des Waad Arzi eingestellt hat. Palästinareise des K. J. V. „P c ß ach in PaI äst ina". Abfahrt am 8. April mit dem Dampfer „Saturnia" ab Neapel. Die Peßachtage werden teils in Jerusalem und teils in Tel- Awiw verbracht. Weitere Auskünfte erteilt: Das Kartell Jüdischer Verbindungen, Beriin-Chariortenburg 2, Bleibtreustraße, täglich zwischen i/»10—>/j11 Uhr. Ankündigungen aus dem Reich Frankfurt am Main: Am 7., 8. und 9. von 16 bis 18 I hr, Schulausstellung. - Ruhr) Liobcrmatin-Gcdächtnis. Vortrag bildern: Wuppertal: Am 14. Märt, April, von 9 bis 1 Uhr und Jüdischer Kulturbund Rheinvon Dr. Osborn mit Lieht- 20.30 Uhr, Stadtnahe, Gelber Saal. Duisburg: Am IB. Marz, 20.30 l dir, Theodor-l.auter-Ilaus. — Köln: Am 17. Marz, 20.15 Uhr, Rheinland-Loge. G eisenkirchen: Am 18. Marz, 20.30 Uhr,!.<<»<. Dortmund: Am 19., 20. und 21. Marz. 20.30 Uhr, Gemeindehaus. Was ihr wollt. Köln: Am 18., 20. und 21. März, 20.15 Uhr, Weißer Saal der Burgertiesellsehail. -— Karlsruhe: Wim. Der l'esl laotisch im jud. Hat» «in 1«. März, 8.30 Uhr abends, im „Nassauer Hol". Leipzig Wizo gemeinsam mit dem t'raucnbund. Am 14. März Kunzerl. Margarete Movcs und Bons Schwur/, Werke von Yitali, Beethoven, Brahms, Erriet Bloch u. a. Einleitungsvortrag von bw Margarete Moses; „Europäische und jüdische Musik". —• Stuttgart« Am 17. März, 20.15 Uhr, großer Saal des Oberen Museums, Katulei- .straße 11, Dr. Michael Traub, Berlin, über: „Die Zukunft Eres Israels", Palästina 1900 -- 1935 — 1850. Bar Mizwah - Termine Am 16. März — 11. Adar II: Gustav, Sohn von Felix Plaut, Reichensachsen (Kreis Eschwege). Am 16. Marz — 11. Adar II: Heinz Hermann, Sohn von L*° Fuchs, Duisburg, Kaiser-Wilheltn-Sir. 96. Am 18. Marz — 11. Adar 11: Ernst, Sohn von Theo Pappenheimer, Bopfingen (Württemberg). Rabbi UmUI, dm ufaxdisA* Rabbiner von Ttl-Awiw. mit dem jiiditchtn Kapitän Sttkuün im Bord dm „CfruMtamM" ANTWORTEN DER REDAKTION Hermann Alexander, Kiel. Maskcnumzügc und Spiele aller Art, wie sie in Europa mit dem wort Karneval bezeichnet werden, sind eine uralte jüdische Purim-Sitte. In Tel-Awiw heißt der Umzug selbstverständlich nicht Karneval, sondern „Adcliada", ein neugcbildetes Wort, das aut den talmudischen Witz zurückgeht, man solle sich am Purim so betrinken, daß man „nicht wissen soll zu unterscheiden zwischen Haman und Mordechai". „Bis er nicht weiß" „ad lo jeda". A. E.» Uzhorod. Leider war es uns nicht möglich» das von Ihnen gewünschte Buch zu ermitteln. Ruth W«1ch»elbaum. Wir sind vollkommen Ihrer Ansicht, daß bei Oneg-Schabbat-Fciern das Religionsgesetz eingehalten weiden soll.