Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 20 (8.3.1935)
- Date
- 1935-03-08
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Wim Ii? Seite 12 /JODISCHE RUNDSCHAU Hr. 70, 8. ffl.!935 H Briefe an die Redaktion Kaiser Friedrich III. in der Synagoge Florenz, 20. Februar 1935 Zu Ihrem interessanten Artikel „Die Juden in Böhmen" in der „K'iwlrr-Kwid « hau" vom 15- 2. «ende ich Ihnen innen Fund, den ich in Kaiser Friedrichs III. Tagebüchern gemacht habe. ,,Wahrend des preußisch-österreichischen Krieges von 1866 halte der Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen sein Hauptquartier eine Zeitlang in Prag. Gleich am erucn Tage beucht er das Prager |udenviert<J und insbesondere die älteste Svnag'-gc, die Altneusehul, wo er S. F. Kapofxirt beim Abcinigclx't findet. I)ie betreffende Tagebirehnoliz lautet: „H aupt'|tjnri ier Plag, den 3. August . . . 1 lr:el,( hin, Moldaubn'irke und -ufer sind w> rrmlerisi he Punkte, wie sie sieh die Phantn ie na. h den beten Hilflern nicht vo, .teilen kann. Nicht minder o"hbn ist der li'ick Tom Und-hin herab. Bern und Thal wechseln hier mit einer Fülle von Palästen ab, zu denen sieh Giebelhäuser aller Art und außerdem ein merkwürdiges link nvieriel - gc-eilen. Khcn war ich in der uralten Synagoge, deren Mauern aus dem 10. Jahrhundert herstammen sollen, wo em steinalter Rabbiner, namens Rrippa]>ort, dessen Kopf und schneeweißer Hart ganz dem Rcmbrandtschcn Stil glich, die Abendgebete las. Fin preußischer Soldat stand niit'en unter den Juden, seine Gebete lesend. Der berühmte alte Judenkin hhof ist h<»di-t merkwürdig. Jahrhunderte hindurch wurden hier die Juden bcgraUn und nach und nach derartig üUreinandei geschichtet, dali d r IJcnlen 20 Fuß höher als der der Stra&e gegenwartig stehe" (..Kaiser Friedrich III. Tagebücher von 1848 -1886", heran gegeben von Heinrich Otto Met.,:.er, Leipzig 1029, S. 483.) Dr. Franz Leppmann Was war das Goldene Kalb? Her'.m-W i'mi d..n, 8. Man .> Sehr geehrte Rclak:e n! A. R.,„.ri!>''i'li hat mit seirem Fin.pr« I. (\"r. l'V durchaus n hl. 11 i :■! >k IV Ar. trkei. d< r au - 'er In .t •'. iben Sim.it i. ,n . ii,- %'nb •!., he Atisw. rtime; loh : r : ri. . trat* dun flau ■ ni'ht d- 'i '- " hvcrh.dt. A.- r K ■ . e.o'ah ■ K u r. ktur genügt i » '■ "i!■; :.:. i. t.t ri. ir.g ii e, d . V.;,, mh' am G<-1 ie h je:, ' d rn e -. \ i>!nie!;r h' .gab. Ab.; ... ii ili h n.< at ein, . l''-g. Wer1,in Anm de. \ "}k af rm. hin.-ii, sa ii die J-ord< mng Tiah einni buho-r gelautet hatte. Man innf-n a..iu hu: Ii. d,,ij es g.;proi 1,. n halte: Anai. s< ■. du nn-er Führer od-r: sc':''- rmn Führer ein. .\i-nts deig'-!• hvn ge-<hah. Denn die Schuld lag bei Aron nelli-t (K\odu, 32;25). Auh 1« -teilt-- : ii b wader Aron Ii,* h das Vi tli eaii n I i.,tt m J>ajh ge-talt, so::.!, rn der Pen- Uieufhbericl.t besagt, Aron das Gold in- Feuer warf und das Kalb „hervorging" (heraus sprang) (Uvula- 32 24). R.i.-chi .spra hl Si.sar ib xni goldenen Kalbe eit:e „zauberische iabrndigkeit" zu. 11 ie Frage also, die «ich Ro- »•nhhith stel:t, was das Goldene Kalb war, beantwortet er r.e hl. K. tlMi r.a i.< n no, h \s itete Irrtümer, n.unüh, da:.; das Gold in der Wu a. k. u \\ . ri g. habt hatte. Wi, tur einen Wer: es h.,-tc, i r in l.s >d:,- 3S 2A beitu H..! d-- H.i ig-im, ».,. h»i!c en. i'• r »('. I.en /.nick es au, A< ^v; 0 :: imtgci .aairun detail n mit.O". I.a.eri!;l 1.' C;e- I Ma h Will Gott \\ l: (,.a| tu ra ten .J x.hli" verfallen will, so er, tun nur einige Stellen ■amet), au-, Fx. 24/10. 11 3 "11 K-i.-.j-n, daß rr, n wohl ...ner «'.. Iab!■'-igkeit. aber v-m einer Ko;prrlia!ii.;k."i' spt'-i la Ii kann. El-ctio) •h-eit R. Cutter mit;i. Die hebräische Spnche . Ie-idcl zu i a iien a?abhim elohmi :e bc im, nämlich n Idol, n 8(I,!!„!/ und und rtalen, train-zendeiitcn eil. \\"o;.u o.Ilte < ,,,tl wohl •inai 1 ).■!■-iil-n halten: l'u mit ihren Göttern keinen . -tili. i.V ti i I.s.mIu 23 32.) man ctiea hhaupteii. d;iij ich symUdiseh ausdriic kte ,J kann man aiitiehnicn, dali vor eile in liult-l mit Partsva.rnie, die ni- Sit existicr- \\ nn \\ . Nun, die Theologie kann das alles machon, weil auch sie, wie d<r Autor jenes ersten Artikels ■\iia-s, was in eine veriertigie ]h griffsweit nicht hineinpaßt, .«ynilKiliseh nimmt. Rosenblüth muß, will er den Pentateuch- 1 wrn fit. ernst nehmen, kon-equent .sein. Ich halte? wiederholt versucht, riarauf hinzuwei-en, daß die Gald- Ix-rg.i'he Ge>chichisauffassung, der ich meine; .sachlichen Einwände entnehme, durch ihre unthi-oiogi.che Fin-telliing dam beruiet! ist, rvlarlien in den Saeh- Mihalt j.-ner Wirkiii hkeit zu billigen, von der der Pentaieuch!■- i: l.tet, ohne dem Text < '.cwaii an/utnn, und ohne in eine nt--hrnn he Dcii'uta; zu verlallen. A!»t au Ii ohne ihn naih unserer Realitit hin zu verdrehen. th.Mhur, hc an'v-ortet auch ,o- I , di- .-nt-!uth o'fen laet, was d.ü O.iUl ne K..i!> w:ikli< h v.-ar. j. Ii e p n e r ,1 mtfaiigsforiiien" Wort, in das gerade die tob Steinmaon vermißte Modulation tausendfältig gelegt werden kann. Ja, ich vermeine, daß es du Wort kat' ettochen, der Inbegriff alles Wahren, Schönen, Guten ist, das zu jeder Zeit, zu jedem Menschen angewandt werden kann, ja, das womöglich in seinem Werte noch ge-teigert wird, da es die Gleichheit all dessen, J - Li HOh der in zu »n'ieri, zu wirken. t>xh h.h>. n.n *ili'-!i Junten drubei: -■- neu, r Chahii -- uml s-j bin i--h doi h .... ln-n, wenn au- Ii tioih ,., r la-.;a-, „im Land". t.'rvl wii Mi le Men eheti halte nii : u iahe n schon mit d« in in,! (Löh i wollte e. mir immer »> Iteinen, als »!i jeder Kin?. hie, o'n alt. -.-Ii ];u ig, in .Iiein kh inii Wh.rlilit i, i nie Well geo l.cn Lahe. I'iti 1u> lit'-nd Initial, Fanlare und Schalmei znglich, ein was Mensehenantlitr trägt, versinnbildlicht. Ich frage Euch, Ihr Taosende und Abertausende, die Ihr, mit Bewußtsein oder gewohnheitsmäßig, Pater „Sehalom" ruft: Wollen wir es doch twi diesem lielx n, einfaclien Wortcheu „Sehalom" belassen? Mit diesem Wunsche: Sehalom! Leopold Cahn Liebennann -Reminiszenz London, 27. Febr. 1935 Sehr geehrter Herr Redakteur! Ich erlaube mir hiermit, Ihnen ein kleines Erlebnis mitzuteilen, welches ich vor zirka 15 Jahren mit Max Liebcrm ann hatte. Ich war erst vor kurzem mit ihm bekannt geworden und Ixe-uchlc ihn in seiner herrlichen Villa in Wuiiii-ee. In seiner liebenswürdigen Art zeigte er mir seine herrlich ausgestatteten Räumlichkeiten und machte mich auch auf die stattliche Bildersammlung aufmerksam, die alle seine Wände zierte. „Seh'n Se, gnädige Frau", sagte er zu mir in seinem Berliner Dialekt, „wat Se hier sehen, ist alles Menzel. Ick habe den janzen Nachlaß damals geerbt, det war een juler Freund von mir", und ging mit mir durch weitere Zimmer, wo er mir noch Bilder von anderen Künstlern zeigte. Ks fiel mir auf, daß gar keine Bilder von ihm selber an den Wanden hingen, und ich fragte ihn darüber. Darauf blich er stehen, sah mich groß an, und sagte ganz ernst: „Wat, een Liebcrmann, nee, gnädige Frau, dat kann ich mir nich leisten". I lochachtungsvoll Delta Simon Das jüdisdic Waisenhaus in Jerusalem Polzin (Pommern), den 26. Februar 1935 Jüdische Rtmd-chau. Fin Bericht in Ihrer Nr. 17 Seite. 7 über den Stcrbefall von Fiau Dr. Sophie Herzberg veran'aöt nueh, Sie auf folgendes hinzuweisen; In dem Bericht ist gesagt, daä der Gatte von Frau Dr. llcra'icrg das J ü d i s e h e W a is e n h a u s in Jerusalem gegründet hat. Das ist meines Frachn-n-, lieht yanz zuiieffend. Der Gatte, Dr. Wilhelm Herzberg, war nicht. Gründer, sunder erste Leiter des in Jeim Jüdern Jüdischen Waisenhauses rusalem, wie dies auch disehen Lexikon Band II Seite 1570 erwähnt ist. Das Waisenhaus wurde vielmehr gegründet von einer Anzahl Herren, unter denen sich befanden: Prof. Dr. Heinrich Grätz, Breslau, M. Gottsehalk Lcwy, Berlin, Ascher Levy, Polzin (Großvater des Unteiven hiieiea). Ia tz!eie drei Herren vei anlafiten die Gründung auf Grund Ihrer Palästina-Reise im Februar-März 1872. I hochachtungsvoll Siegfried Levy Deutsch - jüdische Aer/te in Kalifornien Berkeley (Kalif.), 18. Febr. Sehr geehrte Redaktion! Unter den 65 Teilnehmern des letzten är/tüchen Staatsexamens in Ka'imrnieri yvara ri etwa zehn deutsch-jüdische Aerzte. Auch an den vorangehenden halbjährlichen Terminen haben deutsch-jüdische Aerzte teilgenommen. Das Examen ist nur schriftlich und erfordat eine etwa halbjährige Vorbereitung, wenn man die englische Sprache bereits beherrs, ht. Die Staatsangehörigkeit ist gleichgültig. Aixtr die Gniver-itätspapiere mu--eri vollständig sein, amtlich ins Fiiohsche übersetzt und neegliehst von einem amerikanischen Konsul beglaubigt weiden. Die Zula -omgs- Bedingungen zum Staatsexamen wechseln von Staat zu Staat. Ganz unmöglich soll .sie z. B. im Staate Florida sein. Kalinunieti hat .starken Zuzug von A.erzten aus dem Osten der Vereinigten Staaten- Daher werden beruflich andere Staaten bald günstiger sein. Die Zulasxungsbedingungen erführt man bei dem „State Board of Medica! Kvaminers", der aus alteingesessenen Aerzten be-tcht und jeweils in der Verwaltungshauptstadt des betreffen den Staates seinen Sitz hat. Dr. Helene Lubowski „Kulturelle Verunstaltungen im kleinen Kähmen" Berlin, 5. März 1935 Sehr geihrte RedaktionI Mit dem Wims, he, eine Schar mtere-,.,ierter Kunst- und Litcratuilreunde zur Pflege guter Mu-ik, Literatur und anderer KuiiOzwinoc aii/turegen, rnö; hte i> h in-ine Räume für Darbictung. n i ni.-pnhender Art zur Verfügung .stellen. Fa handelt sich aulindim um «-inen Beitrag zum juilr -. In n llih .wt ik, an dem Kuiotler und Publikum gleichertnaüen beteiligt sein wallen. Im Kabinen der Möglichkeiten sollen Wö lke lebender Komponisten und S< hinl-leller zu Gebor kommen. Allen Künstlern, die nicht in (euer Poshjon stehen, wird die Möglichkeit gegeben, im kleinen Rahmen unserer kulturellen Veranstaltungen aulzutreien. Auch ist der Freundlichkeit anerkannter und bekannter Kün-ller keine Si hranke gesetzt, wenn sie gewillt sind, hin und wieder im Intiro -c eines unbemittelten Kolleg,n k ,-tenlos aulzutreteu. Dcfn Publikum wird bei kleinsten IL trägen hochqualifizierte LcLtung geboten. Der Kintrittspuels still den Betrag von 80 I'ig. nicht unter- und 1.20 RM. nicht ubcrsL igen. Die Einnahme Hießt ohne jeden Unkostenabzug den Künstlern zu. Mein Apfiell richtet sich an alle solidarisch und künstlerisch denkenden Mens«, hen. Gertrud Weil, Chailottenburg 4, Schlüterstr. 37, J 1 Bi :n. 3508 Juden und Jüdisches im Rundfunk Freitag, 8. März: Pari,, 11 sänge", unter dem Titel: Sonnabend, 9. März: U a n K..i»-!ih„ger..k..iimdh..^ (369), 17.03: Mann (Lio 17: L. a. W-.li-.ohn, .._ berger. -— ih ronnin ter St.Kkholm (4-z<.\, 19.30 21.10: F. a. Weinbeig hp-e singt u. a.: ,,l )•" Wit rn-nlii-d", von Niifie Sonntag, 10. März: Luv I'. a. Rr,!.,,, t, in, ab- , 43: Geu. a. Meytrlieer. ■ Pari,-Nord (431,7). 15: von Halevv, Auszug aus ..Robert der Teufe . \ö uhebiaisehe und Synagogale ,,La voix d'lsracl", Jos. S. Leng.yeL i 5u7), 12: t »lienbaeli. Tauber singt. — (12nl), l.',.2o: Ollenbach. — Mailand ehiuovo.Teik .eo, Klavier. — l'rag (470), .Malir.a ),iniu (2G9), 1805: U. a'. Wein- (310). lö.t.a): Li. a. Mendelssohn. — IL a. M. i-cheer. — London Reg. HiK. i um (1875), 22.55: Esther Mutter Lud", von Sil mit zier, „Jüdisches ...Mei jiddische Mannnc", von Pollack, iburg (130-1). 13.55: S< hallplaitenknnzert: ■« -kc - - Um -sei (.18.3), 14.10: K Dienstag, 12. Märzr Bratislava (299), 21: Aus dem Leben der Juden des Ostens, mit hebräisch«» und jiddisihen Liedern, gesungen von J. Segal-Rownbach: Gelbart: Der Sehnader: Volkslied: Jontefdige T< jg; A sejtnerl (cha.,,. Ti-chlied, jidd. und hehr.) i Jassinowski: Uiielnis Kohanim; Goziinski: jismach Mnjschc; Fröhliches Srniioih-Litd (Tischli.d); Volk»li..al: Elijalm hanawi; Volkslied: Gut Woih — Ilamawdil (hebräisdi und jiddisch). (342), Phi- \ i ic onzert, lüdui", „Kömig a. aus: „Die . .. Meyerbeer. — Universum (1875), 17.40: U. a. Arie aus „Die Jüdin". — Kalund. borg (1261), 18: Orchestermusik, u.a. Mendelssohn, Kreisler, Ruhinsjfin. — P.rti.sel (483), 19: Ilonegger-Konsert, tt. a. T'.ivid", „Judith". — Luxemburg (1304), 21.10: Konzert, Ofienbach. Toulouw (320), 22: Aus „Holtmann, Erzählungen", von Offenbach, — London (342), 22.20: Gurie-Lieder, von Arnold Schönherg. Montag, 11. Märt! Stockholm (499), 20,30: Violinmu-ik und Gesang, u. a. L'ngcr, Kreisler, Höchstem, Abraham. — Post« Parisien (313), 23: Liederzvklus, von Milhaud. — Huizcn (302), 20.45: Konzert, u. a. Ig. Brüll, Gold. Kreuz. Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Schlesien Beuthcn. Am 22. 1. hielt 0r. Baeck, Llegnitz, in der ZOG. eine» Vortrag über die Geschichte des deutschen Judentums im letzter» Viertel des vorigen Jalirhundcrt» bis auf unsere Tage. — Am Fehr. sprach Rabbiner Salomon Geld, Breslau, über: „Bialik und Tschcr-" niehowsky — ihre Sehnsucht zur Natur". Schweidnitz. Am 7. Febr. hielt Assessor Joel, Brralaa, tot kW fast vollzählig versammelten Gemeinde einen Vortrag über: „Ei^. Ordnung und Leben der deutschen Alijah in Erez Israel". Aoch de« Kercn Hajessod brachten der Vortrag und die Besuche des Herrn Joel guten Erfolg. Rheinland-Westfalen Bochum. Am 19. 1. versammelte die ZOG. ihre Mitgliedes und Palästinafreunde zu einem Neschcf. Der Saal war bis auf den letzte» Platz gefüllt. Der Vorsitzende J. Klausner sprach über: „Chv mischa Assar"; es folgten hebräische Gesänge der Jugendbtede Zum Schluß zeigte Dr. Stern seine Lichtbilder aus Er« Israel. — Am 28. Febr. sprach auf einer Veranstaltung det ZOG. Dr. D. Schloßbeii g, Berlin, über: „Eine Zeit stirbt — eine ne« wird geboren". Esten. Die „Bildungskurse der Synagogengeineinde" hsben twej Arbeitsgemeinschaften. Lehrer Wein düng liest: „200 Worte Hebräisdi", Dr. Plaut gibt einen Kursus üIxt die „Emanzipation der Juden in Preußen''. — Innerhalb des von der Gemeinde veranstalteten Vortragszyklus: „Gestalten des ICmanzipationszeitalters" sprachen Dr. Fritz Hamb erger, Berlin, und Rabbiner Dr. Ignaz M a y b a u m, Frankfurt a. O. — In der Vereinigung der religiöscharitativen Frauenvereine halt Rabbiner Dr. Hahn, Essen, einen wöchentlich statt lindenden Hibclkursus ab. — Im Jüdischen Jugendverein war der Verbandsvorsitzende, Dr. Paul Epstein, Berlin, zn Gast, der eine interessante Arbeitsgemeinschaft ülicr „Zeiträume jüdischer Geschichte" abhielt. — Die ZOG. hatte Rabbiner Dr. Joachim Prinz, Berlin, zu einer großen Gcmciniiekundgebung eingeladen. Gclsenklrchen. In der ZOG. berichtete Dr. Hans CohVn, Essen, über seine' Palästinarcise. — In der von der Gemeinde veranstalteten Vortragsreihe „Die Gestalten des Emanziparionszeitallers" sprach Dr. Fritz Hamberger, Berlin, über: „Der ausweichende Jude". — Der Gemeinderabbiner Dr. Siegfried Gallincr beging den 80. Geburtstag. — Der Preußische Landesverband veranstaltete in der Synagoge eine Gcrucindevcr-.amm.lung, in der Dr. Julius Galliner, Berlin, einen Bericht, über die Arbeit des Landesverbandes in den letzten zwei Jahren gab. — Vorstand und Repräsentanten haben Hie Schaffung des „Jüdischen Lehrhauses" unter Leitung von Rabbiner Dr. Galliner beschlossen. Der erste Lehrabschnitt begann anfangs Februar. Mitteldeutschland Altenburg-Mcuselwitz. Am 24. Febr. sprach' Herr Posnet, Leipzig, über: „Jüdisches Schicksal — Jüdische Geschichte". Dessau. Am 19. Jan. veranstaltete die Wizo-Ortsgruppe und ZOG, eine Chamischa-Assar-b'Sehwat-Keicr, bei der Krau Lilly Glaser, Berlin (Wizo), und der 1. Vorsitzende der ZOG., Herr Dr. Wahl, sprachen. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Gera. Die Zionistische Arbeitsgemeinschaft veranstaltete am 2. Febr. einen Werbeabend, bei dem Landgerichtsdiiektor a. D. M. Altert h o tu, Leip/ig, über: „Ein Volk kehrt heim" sprach. Die Ve:- anstaltung war sehr gut besucht. Halle. Am 26. und 27. Jan. sang Frau Bcatric* Wag haltet- Freudenthal, Leipzig, im Kulturbund der Synagogen-Gemeinffc Lieder, Chansons und jiddische Lieder mit außerordentlich großen Erfolge. Nordhausen. Die „Vortragsgemeinschaft der jüdischen Vereine" veranstaltete in der Synagoge eine musikalische Stunde mit Fräulein Gertrud W e s t c n b e r g, Hannover, als Sängerin, Fräulein Elsbeth W a r b u r g, Nordhausen, als Begleiterin. Nord- und Nordwestdeutschland Emden. Der Jugendlxmd veranstaltete einen gut besuchten Musikabend mit: F'rau Silberschmidt, Sopran, Erich W o I k e n f e 1 d, Tenor. Netty Vissel, Sopran, und F'rau Dr. Goldschmidt als Begleiterin am Klavier. Göttingen. Seit dem Amtsantritt des Rabbiners Pr. Meier R o s e n berg gibt es ein intensives jüdisches Leben in der Gemeinde. Die zionistische Arbeit macht Forts htitte, eine ZOG. ist gegründet, die über 70 Mitglieder zählt, ein Ghaluzzentrum ist im Aufbau. — In letzter Zeit sprachen: Margarete Moses und Dr. Friedent h a l. In die umliegenden Orte wurden Tournees unternommen, aui denen Susi Rosen berg und Ernst Jacobsohn zionistische Erfolge errangen. Soeben wurde die zweite große zionistische Gerneindekundgebung veranstaltet, bei der im üiK'rtüllten Saal Herr Bacher, Kassel, spiach. Hamburg. Dr. Eloesscr hielt in der „Gesellschaft für Kunst uud Wissenschaft" einen Vortrag über „Jüdische Psyche und moderne Schauspielkunst". •— Am 31. Jan. konzertierte das Orchester des „Kulturbundes deutscher Juden Fiankiuit a. M." unter Leitung von II. W. .Steinberg. — Frau Regina Bachracli, geb. Maaz. Griiiideiin einer llaushallungssohule, die im In- und Auslände große» Ansehen genoß, ist am 14. Februar in Hamburg gestorben. Frau Bachrach stammte aus einer orlliuJuxcn alieiiigesejsencn Maint« Familie. Nlircnberg (Pommern). In der Synagogengemeinde hielt Rabb. Dr. Silberstein, Stargard, einen Vortrag über: „Familie und Judentum", im Namen der Gemeinde dankte der erste Vorsitzende Erich Jacobi für den Vortrag und sprach anschließend über seine . Falästüttirciae. ANTWORTEN DER REDAKTION L. L, Cochem. Nach der Entscheidung talmudischer Autoritäten, die wir konsultiert haben, kann der Verkauf in diesem Falle ohne weiteres durchgeführt werden, da der Verkäufer nicht dafür verantwortlich ist, was nach dem Verkaut mit den Bäumen geschieht. Dr. E. Sch., Charlottcnburg. Andre" Maurois, der Verfasser des in der Zeitschrift „Das neue Deutschland* besprochenen Buches „Eduard VII. in Marienbad", ist Jude. Oscar Neuß. Der Plan einer Zuckerfabrik in Palästina ist unseres Wissens aufgegeben worden. Es tauchen sehr häufig industrielle Projekte aller Art auf, und es ist schwer zu kon.rollieren, was davon wirklich ausgeführt wird; aus diesem Orunde kann nur von Zeit zu Zeit ein wirklicher Bericht gegeben werden. Sie finden übrigens manches in unseren regelmäßigen Veröffentlichungen neuer Firmen. — Ihr Wunsch betreffend Staatenlose wird erfüllt. Ankündigungen Darmstaeft! Am 11. März, 8.45 Uhr, im Hotel Stadt Frankfurt! Georg Guthmann, Frankfurt a. M.: „Die nationale Renaissance in Erez Israel". Die Juden als Nation. — Königsberg! Kulturbund. Am 23. und 24. Marz Konzert von Andreas Weißgerber (Violine), Hans Iiacr (Klavier). Familien-Nachrichten Herr Joseph F r a n k, Leipzig, begeht am 9. März den 70. Geburtstag- Herr Joseph Hirsch und Frau, Friedland (Ostpr.), begehen am 10. Mar« die Silberne Hochzeit. Herr Kaskcl Kozminski, Posen, begeht am 19. Man de" 92. Geburtstag. Herr Max B o 1 a k, Licgnitz in Schlcs., begeht am 23. Märt det» 80. Geburtstag. Bar Mizwah - Termine An 8. Man — 4. Adar II: Heinz Caspary, Sohn Hm« Caspary, I'ollnow/l'om. Am IB. März — 11. Adar II: Josef Münster, Sohn von Hermann Münster, Recklinghausen, Steinstr. 13. Sterbefall. Kantor Chaskcl Kroll ist am 24. Febr. im 77. Lebeiiijähre in Jerusalem gestorben. Er hat fast 60 Jahre als Sch'ltacfl Zibbur in verschiedenen Gemeinden Nordos-tdeiutsclilands, seit l»1 «B Berlin an der Synagoge Passauci Sur, gewirkt.