Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 20 (8.3.1935)
- Date
- 1935-03-08
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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WS" JÜDISCHE RUNDSCHAU Berliner Rundschau t«. 20, 8. MAERZ 1935 Konzerte Erstaufführungen des Kulturbund-Orchesters Das Mär/programm brachte uns außer dem Brandenburgs ch en 5. Konzert von Bach und der 5. Symphonie von Beethoven zwei Erstaufführungen von Werken Jüdischer Komponisten. Das eine von Karo! Rathaus, der uns kein Fremder mehr ist, das andere von Bernhard Heiden, einem jugendlichen Mitglied des Kulturbund-Orchesters. Man war etwas besorgt, ob die beiden Komponisten, von Bach und Beethoven umrahmt, von den klassischen Riesen nicht erdrückt würden. Das Brandenburgische Konzert, von Rosenstock mit souveräner Musikalität vom Flügel aus dirigiert, bot dem bekannten Geiger Willi Frey und dem jungen Flötisten Walter Schleyer Gelegenheit, erfolgreich als Solisten hervorzutreten. Der zweite Satz hätte vielleicht eine Spur mehr Wärme vertragen, schon zum Ausgleich gegen den an sich etwas kühlen Klang der Flöte. Im ganzen aber war dieser Bach eine beglückende Leistung. Dann aber kam das große Ereignis des Abends, die Suite von KaroF Rathaus ^Uriel Acosta". Sie ist ein Werk, das vom ersten bis zum letzten Takt mit innerer Spannung erfüllt ist. Ernst, groß angelegte Konzeption wechselt mit kühner, rhythmischer und instrumentaler Gestaltungskraft. Die Begeisterung des Publikums brachte denn auch nach dem 4. Satz, dem „Jüdischen Tanz", spontan dem anwesenden Komponisten und dem Dirigenten Huldigungen dar. Rathaus, ein Mann von reifem Können, erweist sich auch als ein „j ü d i s c Ii e r" Musiker, der aus der eigenen Tiefe schöpft und vielleicht eben darum diese innere Kraft und Geschlossenheit zeigt, die zu packen und zu ergreifen vermochte. Der Dank gebührt neben dem Komponisten auch Rosenstock, der uns dieses Werk so prachtvoll vermittelt hat. Der junge Bernhard Heiden hat zweifellos Talent. Die Kunst zu instrumentieren hat er offenbar bei Wagner gründlich studiert. Man wird seiner weiteren Entwicklung mit Erwartung entgegensehen dürfen. Die Wiedergabe der C-Moll-Symphonie von Beethoven wurde von gelegentlichem Mißgeschick bei den Bläsern etwas beeinträchtigt. (Wo blieben z. B. die leuchtenden C-I>ur-Perlen der Flöten in der Coda des letzten Satzes?) Es ist anzunehmen, daß der Dirigent darunter nicht weniger gelitten hat als wir. Es darf aber nicht vergessen werden, daß dieses junge Orchester tiotz Schwierigkeiten des Blaskörpers und manchem Wechsel bei den Streichern Bewundernswertes leistet und sich dauernd vervollkommnen wird. M. Winawer-Chor Die Darbietungen des Winawer-Chors im Sonderkonzert der Künstlerhilfe sind vom folkloristischen Wert und zeigen verschiedene Phasen jüdischer Volksmusik auf. W i n a w e r s Stärke ist die Interpretierung jüdisch-chassidischer Musik, die er in ihren an Nuancen reichen Stimmungen wirksam zu deuten vermag. Das bewies er in dem Chor „Das jiddische Lied", wobei ihn einzelne Sänger seines Chors mit sogenannten Naturstimmen, die hier durchaus am Platze waren, unterstützten. Dieses Lied schildert das Leben der Chassidim, eine Welt erfüllt von Mystik und naivem Wunderglauben, der, oft tu religiösem Rausch gesteigert, explosiv in eine durchaus lebensnahe, derbe Lustigkeit umschlägt. Derartige überraschende Wendungen sind typisch chassidisch. Auch in Birnbaums „tal- , jüdischer Rhapsodie" werden in allerdings veränderter Form solche chassidischen Floskeln verwertet und einzelne charakteristische Stimmungen festgehalten. Einen Beitrag palästinensischer Chormusik boten einige gelungene Israel Bran Imannsche Darbietungen von Hirtenliedern und eine beinahe primitiv brutal zu nennende Horra von Sternberg. Starker Beifall erreichte die Zugabe eines jener gefühlstiefen ostjüdischen Volkslieder in einer tonlich ausgeglichenen, überaas reizvollen Wiedergabe durch den Chor. —rg. Jüdische SSngerknaben Der hiesige Musikbetrieb läuft in gewohnten Bahnen: Orchesterkonzert, Oper, Kammermusik. Jede neue unkonventionelle — lebensfähige — künstlerische Erscheinung bedeutet eine Bereicherung, eine neue Luftzufuhr, die auf das Ganze nur belebend wirken kann. Nun gibt es in Berlin schon ein reizendes jüdisches Kintlerorchester, das leider nur noch wenig in Erscheinung tritt; aber das hat naturgemäß, abgesehen von der reinen Freude, die es um sich verbreitet, nur einen beschränkten Kreis der künstlerischen Möglichkeiten. Der Kinderchor, der von Erwin Jospe ins Leben gerufen worden ist, hat ein weit breiteres Fundament; ihm stellt eine große und ernsthafte jüdische und europäische Literatur zur Verfügung, synagogale Musik ebenso wie Johann Seb. Bach. Er ist eine ganz besondere Nuance in unserm jüdischen Musikleben und kann ein bedeutender gewichtiger Faktor werden. Der Chor umfaßt etwa 70 Kinder und ein paar Männerstimmen. Jospe versteht es ausgezeichnet, mit dem unruhigen Häuflein dieser frischen Jungen umzugehen. Bald nach dein Beginn des Konzerts hat er seinen gewohnten Kontakt und versucht nun durch (notwendig) drastische Dirigierbewegimgen den kleinen aufmerksamen Sängern den richtigen Ablauf in Erinnerung zu bringen. Sic bilden schon eine gut zusammengewachsene chorische Gemeinschaft. Sie singen vorsichtig, nicht geradeheraus, sondern irgendwie, wenn auch noch nicht vollkommen, „gezüchtet". Am besten waren die svnagogalen Gesänge, in denen der Chor meist begleitende oder respondierende Funktion hatte (der Solist war der glanzvoll und intensiv singende Oberkantor Karl Neumann), wie z. B. Aw liorachamim oder S'u sch'orim von Naumbourg, das ganz irn Charakter der italienischen Oper der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts (Bcllini u. a.) war; ein ganz besonderer, eigenartig »widersinniger" Reiz war hier, wie auch bei dem Koloratursolo des Mozartschen Wiegenliedes, diese unschuldig, ohne Wissen um Wirkung vorgebrachte Virtuosität. Die jüdischen Volkslieder (in der Bearbeitung von Jospe) waren in der Aussprache nicht ganz echt, auch im Klang zu mild; dazu gehören die Kharfen, kehligen Naturstimmen von Ostjuden. Aber dem kann man durch üebung einigermaßen näherkommen. Im ganzen ist der Kinderchor entwicklungsfähig. Jospe, der auch an der Orgel saß (Salomone Rossi; eigene Improvisation über einen Nigun), hat schon viel mehr als einen bloßen Grundstein geschaffen. Entzückende Wirkungen empfingen nicht nur den (in der Synagoge unhörbar geäußerten) Beifall der mit Recht begeisterten Eltern, sondern auch den der Freunde dieses spezifischen, exakten und „geraden" Klanges heller Knabenstimmen. Dr. Hans Nathan Kulturbund -Theater ii „Sechs Personen suchen einen Autor. Pirandello ist Träger des Nobel-Preises, woraus zunächst hervorgeht, daß auch ein höchst ansehnliches und gewissenhaftes Kollegium sich irren kann, wenn es nicht die Absicht hatte, weniger einen Dichter zu ehren als vielmehr das Land, dessen Kultur und Sprache er vertritt, auch einmal herankommen zu lassen. Pirandello ist der Mann eines einzigen Erfolges, gewiß eines Welterfolges, wie es „Charlcys Tante", wie es „Alt-Heidelberg" war, und solche ueberraschungen, die sich durchaus nicht wiederholen wollen, sind für ihren Urheber immer verdächtig gewesen. Max Reinhardt hat dem Stück vor zehn Jahren eine denkwürdige Aufführung verliehen, und ein Gelehrter des Theaters versichert uns, daß diesem ersten Pirandello allein in Berlin und in einer einzigen Spielzeit noch ein anderes halbes Dutzend gefolgt ist, von denen aber kein zweites zu einer Sensation werden konnte. Ich muß diese Stücke aus amtlicher Verpflichtung auch gesehen haben, aber ich kann mich nur noch erinnern, daß, nachdem der Autor gefunden war, nun wieder nach einem Publikum für ihn gesucht wurde. Allenfalls ist mir noch das gegenwärtig, was die Franzosen eine Idee maitresse nennen, und zu deren Erläuterung bei uns auch mehrere Bücher geschrieben wurden. Es war eine Philosophie des „Als ob", die Pirandello betrieb und die er während seiner Studienzeit von deutschen Universitäten bezogen haben wollte; es war die Ueberzeugung, daß der Mensch seines Ich nicht ganz sicher sei, daß es sich in eine Vielfältigkeit spaltet oder daß es ihm ganz wegläuft, und so hatte er sich eine Formel gemacht für mehrere Arten des Irreseins, des Doppeltseins, des Nichtbeisichseins oder der Schizophrenie, wie die Psychiater sagen. Diese Entdeckung imponierte vielen Leuten, weil sie so einleuchtend war, und sie leuchtete so schnell ein, weil sie durchaus nicht neu war. Jeder Mensch, der noch träumen kann, wird sich die Unsicherheit oder die Vielfältigkeit seines Ich bestätigen, und wer dieses seelische Vermögen nicht hat, braucht nur die alten deutschen Romantiker und allein E. T. A. Hoffmann zu lesen, um sich unter dieser Gänsehaut zu schütteln. Wir, die wir mit Märchen aufgewachsen sind und denen die Romantik immer noch im Blute steckt, werden den Dramatiker und den Novellisten Pirandello gerade nicht für einen Träumer halten, sondern vielmehr für einen Rechner, der eine Mathematik mit irrationalen Größen sehr kühl betreibt und uns immer wieder davon überzeugt, daß das vom Verstand Bewiesene in der Kunst am wenigsten gilt. Als der junge Maupassant sich gegen Georges Sand einmal beschwerte, daß sein Herz ihn beim Schreiben immer noch störte und die Feder zittern machte, antworte ihm die mütterliche Freundin: Womit willst du denn schreiben, mein lieber Junge, wenn nicht mit dem lier/en? -— Es ist das Organ, von dem Pirandello trotz allen dramatisierten Unglücksfällen am wenigsten Gebrauch gemacht zu haben scheint, es ist ein Organ, in dem die sympathetische Erregbarkeit des Dichteis, also das Wesentliche der Phantasie zuerst zu suchen ist, und nach dem wir gerade heute fragen, da eine Welt selbstmörderisch sich bekämpft und vielen noch ungeheiHen Schaden zugefügt hat. Leute, denen es gut geht, können aus einem Sicherheits- und Sattheitsgefühl die Empfindung von der Unsicherheit und Vielfältigkeit des Ich kultivieren, wie es auch von der dekadenten Literatur des Fin de siecle als verführerisches Spiel beliebt wurde. Menschen, die Prügel bekommen, werden sich die Einheit und Einmaligkeit ihres Ichs ohne besondere Mühe bewußt machen, und wenn sie nicht an Verstand und Herz allzu beschränkt oder in kindischer Weise illusionsfähig sind, werden sie oder sollen sie ihr Ichgefühl, an dem doch fast, alles Erbschaft ist, aut ihre Gemeinschaft ausdehnen. Wir Juden sind heute in dieser Lage. Und darum: suchten wir gerade diesen Autor? Pirandello ist der Mann eines einzigen, eines UebeTraschungserfolges, und ich gebe gern zu, daß ihm mit den „Sechs Personen ..." einmal beileibe kein Kunstwerk, wohl aber ein Kunststück gelungen ist. Man war auch nicht umsonst Theaterdirektor. Wenn diese von Schmach und Kränkung heimgesuchte, ineinander verbissene Familie an einem Vormittag in eine Theaterprobe einbricht, wenn sie ihr Schicksal auf der Stelle dramatisiert haben will, so ergeben sich schon manche drastischen Verwicklungen zwischen der erlebten Wirklichkeit, die ihre Träger sich nicht anders vorstellen können, und zwischen der szenischen Zubereitung, die nun einmal Verständnis und daraus Wirkung zu erzielen hat. So ergibt sich eine pikante Umkehrung» wenn die aus dem Leben eingebrochenen Menschen als Gespenster und diejenigen, die damit ihr Spiel treiben sollen, als die Wirklicheren erscheinen. Das Stück spielt ohne Dekorationen zwischen einigen Bühnentrümmern, wie sie behelfsmäßig oder halb zufällig für eine Probe gebraucht werden, und es hat dem Publikum immer gefallen, wenn die Bühne von hinten aufgeklappt und ihre Geheimnisse siebtbar wurden. Max Reinhardt hat damals dieses Gespinst von Schein und Sein wie zu einer höheren Bedeutung von tragischer Ironie zusammengezogen und noch manche Muster von eigener Erfindung hineingesponnen. Aber seien wir gerecht. Das Glück des Stückes war nicht von ihm allein abhängig: es hat in der ganzen Welt seinen Erfolg gefundeni wo noch irgendein kleinerer Reinhardt tätig war. Dr. Fritz Jeßner war wohl damals der Reinhardt von Königsberg, und er liebt das Stück oder er schätzt seine Aufführung von damals so sehr, daß er sie dein Kulturbund in der Hauptstadt Berlin nicht vorenthalten wollte. Trotz dem Beifall, den es nach mancher Beklemmung und Zurückhaltung des Publikums doch am Ende noch gab -•— ich kann diese Selbsteinschätzung nicht teilen. Das Stück, dessen faktische Handlung man im einzelnen nicht versteht und nicht zu verstehen braucht, und das in einem traumartigen, einem gespensternden Schwebezustand gehalten werden muß, verlangt wie wenige die mitschöpferische Phantasie des Regisseurs. Ich fand sein Gespinst meistens dünn und nicht ohne Löcher. Die Darsteller bei ihm laufen meistens auseinander; sie haben an ihm nicht den Erzieher, der aus ihnen eine blutsverwandte Familie macht. So ist im wesentlichen über Einzelheiten zu berichten. Nicht begeistert, aber sehr zufrieden war ich mit dem Familienvater von Fritz. Wisten: kleinbürgerlich, banal mit dem aufgedrehten Schnurrbart, und doch gespenstisch durch eine Art von eigensinnigem Existieren, eine ins Irreale getriebene Realität von Mensch. Die hysterische Tochter, die mit dem Vater oder Stiefvater in einem verdächtigen Hause zusammentrifft, gebührt gewiß Mira R o s o w s k y, die eine Menge Nerven hat, um sie in Disharmonien spielen zu lassen. Manchmal war es auch zuviel. Hier fehlt die Führung des Regisseurs, und wenn sie in Rage kam, wußte man auch nicht, ob sie deutsch oder russisch sprach. Die Schauspieler haben es hier leichter als die von der Wirklichkeit her gespensternden Menschen. Humor zeigten Ernst Lennart, Ruth Reimer, vor allem Herbert Grünbaum. Noch zu nennen Walter Hertner, Fritz Lion, Gina Petruse hka, Lili Kann. Die schwere Rolle unter ihnen hat der Theaterdirektor, der zwischen den Welten von Schein und Sein zu vermitteln und obendrein das Publikum anzureden hat. Martin Brandt ist ein Schauspieler, von dem man sagt, daß er nichts verdirbt. Das reicht hier nicht aus und es wird sogar sehr viel verdorben, wenn eigene Einfälle nicht tätig sind. Kommen sie dem Schauspieler nicht, muß sie der Regisseur für ihn haben. Das war das größte Loch in der Vorstellung. Man hat nicht immer einen Callenberg wie Reinhardt vor zehn Jahren. Aber seine Theatorweisheit hatte dafür gesorgt, daß von dieser Figur das Licht ausging, auch wenn es nicht von Pirandello angezündet war. Herr Jeßner verließ sich mehr oder alle/n auf den Beleuchter. Aber auch die Beleuchtung war nicht gut, meistens zu klar, wo sie ungewiß, schummerig hätte sein müssen; eine stumme Musik, die eine Gespenstersonate zu durchklingen hat Arthur Eloesser Mai monides - Vorträge Den Vortragszyklus der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums über Maimonides setzte Rabbiner Dr. Max Wiener mit einem fesselnden Referat über „Das Ringen um das System" fort. Das Ziel des Vortrages war darzulegen, wie der Meister der Halacha und der rationalistische Denker sich um die Einheit seines Systems bemüht hat. Dieses Ringen um die Einheit sieht der Vortragende als eine ewige Frage des geistigen Judentums überhaupt an. In einem interessanten Exkurs legte Dr. Wiener dar, wie der „Schulchan Aruch" einen Totalitätsanspruch erhebt, dem bei Maimonides von der Philosophie her ein anderer Totalifätsanspruch gegenübertritt, nämlich der des Geistes, der die Vernunft in seinen Dienst zwingt. M. ist überzeugt, daß Offenbarung und Vernunft das gleiche lehren. Ohne das Gesetz aufzugeben, sucht er es mit der ncuplatonisch-aristotelischcn Philosophie in Einklang zu bringen. Ihm schwebt eine ideale Gemeinschaft von Weisen und Denkern vor, in deren Reihe er auch den Propheten eintreten läßt. Sein Universalismus beruht somit auf religiösem Individualismus. So entsteht die Spannung zwischen dem Gesetzeslehrer und dem Denker. — Auch das gegenwärtige Judentum hat diese ewige Dualität aufzunehmen und sie zu einer Einheit zu formen. Die moderne zionistische Bewegung mag sich als profan geben, auch sie will die universale, religiöse, für alle gültige Wahrheit verkünden. F. R. Die Vorlesungsreihe fand ihren Abschluß durch einen Vortrag von Dr. Fritz Bamberger über die Bedeutung der Maimonidischen Philosophie in seiner Zeit und den späteren Jahrhunderten. Welches waren die Ursachen einer solchen tiefgreifenden Wirkung? Es lag keineswegs im ursprünglichen Plane des Maimonides, über das Judentum hinauszugreifen, er bezweckte eine neue Formulierung des Judentums in der Sprache der damals herrschenden aristotelischen Philosophie. Sein Versuch einer Synthese zwischen Religion und Philosophie scheint aber auch die christlichen Philosophen besonders angezogen tu haben. Die Bedeutung der Maimunischcn Philosophie sieht Bamberger in der Zcitlosigkeit ihrer Fragesteilung. Sein Werk kann uns ein Vorbild sein - nicht so sehr im Inhaltlichen, als in der Frage der Neuschaffung einer jüdischen Theologie. n. Ankündigungen Zionistische Veranstaltungen Junggruppen der BZV. Rayens her J>|»u: 14. Marz, 20 t'hr, Synagoge Miinrhener Sir. 37. — Friedrich.hnin: 12. und 14. Märt, 20 Uhr, Lan(l,bcrgcr Sir. 87. — Taimov.il *>>«ii.lc: 11. Mä.*, 20.30 I hr, Brückcn-tr. 9." — Kord: 14. März. 20.30 l/hi, B,»Ur. 35.36. — Nonlring: 11. März, 20.30 Ihr, S.-Inwihatwr Allee 23-25. — Savignvplatz: 11. März, 20.30 Uhr. K.mMr. 5-1. — Sud: 12. Mari, 20.30 "Uhr, OraniciWr.' 170. — Tiergarten: 14, März. 20.30 Uhr, Meinekclr. 10. — Wilmersdorf: 13. März, 20.30 Uhr, Meineke- •strafie 10. ~ Zentrum: 12. März, 20.30 Uhr, Ruxrithalcr Str. 44. Beiirk Spandau der BZV.: 9. März, 20.30 Uhr: Veranstaltung zum einjährigen Bestehen im Tempel Spandau, LindVnufcr 12. in der Rabb. Dr. Joachim Prinz über „Geschichte als gestaltende Kraft der Gegenwart" spricht. Chor der H/.V. unter Leitung von Ch. Winawer. Purlmveranstaltung des Bezirks Charlottenburg der BZV. Am 18. Man im großen Saal des Brüdervcrcinshau.ses. Mitwirkende: Mascha Benjakomki, KNe Dublon, Rose I.iclitcn.stcin, Hans John. Karten zu 60 Rpf. im ISZV.Tfeiin, Kantstr. 54, und in der HZV.. Meinekc-tr. 10. Hebräische Veranstaltung der Kulturabteilung der BZV. Am 9. März, Yn1?^ mann nun « 20.30 Uhr, ueim der uzv., Kanuu. m. Leitung: Dr. Borodiamki. Lernt Hebräisch! Neuer Anfingrrtnrstis unter Leitung von Dr. Borod ianski. Vorbesprechung am Dienstag, 12. März, 20 Uhr, in der Mcinckcstr. 10. Auskunft und Anmeldung: Kulturabtcilung de» MZY,, Mcinckcstr. 10. RUNDFUNK Hermann Rahmer & Co. Kurlurilendamm 54 55 - B A J7?6 ^'leichterte Zahlungsbedingungen, unvetbinHt Vorführung * BERTHOLD NEUMANN PIANOS-RADIO KurfOrstandamm 105 J 1 Bismarck 37 ja 1 Inserate bei uns -verbürgen Erfolg PlflDOS Miett mit Kaufb«rechtiffut}|r, St immiQ u. Reparaturen D All! A *ch»Hpl»tten •m«nW(,u* jodi»*.) ZANDER, Alt-lWblt Hl / C f «MS Sdiuhwaren m..i.j.g. Siegfried Reiss Nur Kurfürstendamm 61 (Näh« oiiv««e Piatj) Spezialität: m*?2aT DÄTn%c9houhe 7.9n * w b* lüi *> tut je« tho en iß ts-<?riie» ng he di rt« a.-3 ■er de hej st, ita ärti M 2T9 tliihl et« egj «et, ien ses :he im liier» diille :ho MV öriepr n," aer trift ttnfft" des 3^* . dq? >tth ms itr der l«t ien eniin ein ien roh eer ter er- 7 er md auf laß eilen, reise: ftsten rut- _eo ipirer md ere so- ■ n" zu- Jen iau iter ner ter, ach ter in riantien> auien jeihr cft< dlas breilien Be- "ag. BOILER **Mtm»* . »»ei«.!.»«.*««.«! | ..BIHA1' L'.?,^,!?.^«^^^!',,,^^ | m«iw«i.i«»««» Cfa« , ■•itlitw ^*^^a^^_^^^^