Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 19 (5.3.1935)
- Date
- 1935-03-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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m JODISCHE RUNDSCHAU Palästinensische Umschau NR. 19, 5.MAERZ1935 Mletsttelgerung und Bodenspekulation VIT© IZIYI2111H SpHCeflt III m AMI IVIf Von Dr. Manfred Kantorowicz, Jerusalem Die Sorge um das Anschwellen der Preise für den Grund und Boden, die den Jischuw in steigendem Maße ergreift, wird in der letzten Zeit zurückgedrängt durch die Beschäftigung mit einer anderen Gefahr: dem Steigen der Mieten für wohn- und Geschäftsräume. Moharam (— das arabische Neujahr, palästinensischer Umzugstermin), rückt nahe, der Tag, an dem fast alle Mietverträge ablaufen. Bodennreise und Mietssätze stehen in natürlicher Wechselwirkung. Meinungsverschiedenheiten bestehen nur darüber, welches der Faktor ist, nach dem sich der andere zu richten hat. Die Hauswirte erklären: Das Steigen der Bodenpreise bedingt ein Steigen der Mieten. Wir müssen eine dem nunmehrigen Wert unseres Besitzes entsprechende Verzinsung erhalten. Selbst wenn uns die jetzt geforderten Mieten gezahlt werden, bekommen wir nicht wesentlich mehr als ein Hypothekengläubiger für einen entsprechenden Betrag. Es ist daher nicht richtig, sich gegen uns zu wenden. Die Bodenpreise sind der maßgebende Faktor. Ihnen müssen wir folgen. Schuld sind die Bodenspekulanten, nicht wir. Die Mieter sagen: Niemand zahlt die hohen Bodenpreise, der nicht hofft, daß der Mehrpreis für den Boden durch höhere Mieten wieder eingebracht werden wird. Entscheidend ist, daß wir höhere Mieten nicht bewilligen können. Unser Einkommen läßt das nicht zu. Danach müssen sich die Mieten und auch die Bodenpreise richten. Auf den Nutzwert des Grundstücks kommt es an. Sieht man erst ein, daß kein höherer Nutzwert von dem Grundstück zu erwarten ist, so wird es kein Steigen des Grundstückpreises mehr geben. Nicht die Bodenpreise, sondern die Mieten, letztlich unsere Einkommen, sind der maßgebende Faktor. So steht Argumentation gegen Argumentation. Der Gegensatz spiegelt die verschiedenen Blickpunkte zweier entgegengesetzter nationalökonomischer Theorien (Produktion- und Individualtheorie) getreulich wider. Aber wer hat recht? Wessen Blickpunkt ist der richtige? Recht hat, wer den begehrteren Wert besitzt (es sei denn, daß ihm die dadurch erwachsende Macht durch über beiden stehende Kräfte, etwa Regierungserlasse, genommen wird). Wenn jeder Quadratmeter bebaute Fläche äußerst begehrt ist, wenn auch keinerlei Räume dadurch freigesetzt werden können, daß sich der Einzelne Beschränkungen hinsichtlich des von ihm einzunehmenden Raumes oder zu beanspruchenden Wohnkomforts auferlegt, dann haben die Hauswirte recht. In einem solchen Falle werden die Mieten bewilligt werden, die den hohen Bodenpreisen entsprechen. Es wird kein Hindernis bilden, jedenfalls für die nächste Zukunft, daß die Einkommen der Mieter nicht entsprechend gestiegen sind. Wenn der jetzt eingenommene Raum ein unumgängliches und auf andere Weise nicht zu befriedigendes Bedürfnis der Mieter ist, werden sie die hohe Miete zahlen und alle anderen Bedürfnisse entsprechend beschränken müssen. Den äußeren Umständen nach ist jedoch nicht anzunehmen, daß die Mieter in eine derartige Lage kommen werden. Die Bautätigkeit ist den Anforderungen der Einwanderung überall nachgekommen, zum Teil, so besonders in Jerusalem, ist schon gute Vorsorge getroffen, um der kommenden Einwanderung gerecht zu werden. Der Wohnkomfort ist in den letzten Jahren beträchtlich gestiegen. Für viele Mieter würde es nicht ein unerträgliches Herabsinken ftres ganzen äußeren Standarts bedeuten, sich mit bescheideneren Räumen und einfacherer Ausstattung zu begnügen. Die in vielen Stellen zum Ausdruck gelangte Neigung der Mieter, sich zu gemeinsamer Aktion zusammenzuschließen, hat daher, wirklich zur Tat geworden, Aussicht, zu einem Erfolg zu führen. Das gilt auch für Geschäftsräume, sogar für Läden. Bei ihnen sind die wesentlichen Gesichtspunkte etwas anders als bei Wohnungen. Man kann ein Ladengeschäft nicht in eine beliebige andere Gegend verlegen, ist daher häufig1 auf einen sehr beschränkten Kreis von Läden angewiesen. Auf der anderen Seite aber braucht man eine Wohnmöglichkeit, selbst wenn man nicht ein entsprechendes Einkommen hat, während es sinnlos wird, ein Geschäft zu führen, sobald die Miete den Nutzen verbraucht. Schließen sich die Geschäftsleute zu gemeinsamer Aktion zusammen und gewähren sie sich gegenseitig Aufklärung, so ist auch hier mit einem Erfolg zu rechnen. Ein Erfolg der Mieter ist aber, da ihre Berechnungen, nicht die von Spekulanten in die Höhe getriebenen Wohnpreise den wahren wirtschaff ichen Verhältnissen entsprechen, im allgemeinen Interesse zu begrüßen. Der Jischuw setzt das Steigen der Mieten vielfach der letzten Alijah zu Lasten: der „deutschen" Alijah. Nun ist klar, daß mehr als die neuen Einwanderer diejenigen an dem Steigen der Bodenpreise und Mieten interessiert waren, die sich schon im Lande befanden. Sie stellen überwiegend die Eigentümer des Bodens und der Häuser. Der Einwanderer aus Deutschland wird aber leicht mit eine Ursache für die Steigerungen, indem er unbegründete Forderungen zu schnell bewilligt. Er ist mit den Verhältnissen nicht vertraut. Die Maßstäbe, die ihm aus den deutschen Großstädten, besonders aus Berlin, bekannt sind, können hier keine Anwendung finden. Das wird leider sehr oft übersehen. Der Einwanderer weiß ja auch noch nicht über die Höhe des Einkommens Bescheid, das er wird erzielen können. Der beste Anhaltspunkt zur Einfühlung in die hiesigen wirtschaftlichen Verhältnisse fehlt ihm also. Zudem möchte er so schnell wie möglich ein Dach über dem Kopf haben, und ein gutes dazu. Dieser Wunsch ist von ihm aus voll berechtigt. Er ist darauf angewiesen, guten Schutz vor den Einwirkungen des neuen Kiimas zu haben. Vordem hat er meist nicht nur ausreichende, sondern höchst komfortable Räume bewohnt. Zu den Veränderungen, die die Uebersiedlung mit sieh bringt, will er licht noch eine weitere hinzufügen. So verständlich daher die Uebereilung ist, so bedauerlich bleibt sie doch. Der Schaden, den hierdurch deutsche Einwanderer angerichtet haben, läßt sich aber zum Teil gutmachen, wenn später beim Wohnungswechsel dieselben Fehler vermieden werden. Jetzt ist die Situation eine andere. Inzwischen hat der Einwanderer einen Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse bekommen. Er wird auch gemerkt haben, daß man ohne Fahrstuhl, Etagenheizung und fließendes warmes Wasser ganz Ruf bestehen kann. Es ist in seinem eigensten Interesse zu hoffen, daß er sich nicht in eine Nervosität hineinjagen läßt, die der gleichzeitige Ablauf sämtlicher Mietsverträge leicht hervorruft. Durch Besonnenheit, angemessene Beschränkung seiner Bedürfnisse, gemeinsames Handeln mit den anderen Teilen des Jischuw kann er wesentlich dazu beitragen, wirtschaftlichen Schaden vom Lande abzuwehren. Wauchope in Giwath Brenner Jerusalem, 27. Februar. (Palcor.) Der High Com- Wssioner, von dem Mitglied der Jewith Agency-Exekutive, »chertok, begleitet, besuchte heute die Kwuzah Giwath Brenner, wo 350 Chaluzim aus Deutschland angesiedelt sind, sowie die aus 70 Familien aus Bulgarien be- Mehende Siedlung Beth Hannan, und hielt sich in jedem aleser Orte über eine Stunde auf. Blumenfeld fordert Rückkehr Weizmanns als Präsident Kundgebung der „Kidmah" T e I - A w i w, 28. Februar. (Palcor-Tel.) Mit einer großen öffentlichen Kundgebung im Beth Am wurde heute die erste Palästina-Konferenz der Gruppe progressiver Allgemeiner Zionisten „Kidmah" eingeleitet. Bei der Eröffnung der Versammlung gaben in Ihren Ansprachen Kurt Blumenfeld und Felix RosenblOth die Parole von Weizmanns Rückkehr zur Präsidentschaft und der Schaffung eines Blocks progressiver Zionisten beim nächsten Kongreß aus. Weizmann der von einer mehrere Tausend zählenden Menge stürmisch begrüßt wurde, sagte, der Kongreß sei noch fern, und man wisse nicht, welche Bedingungen geschaffen werden könnten, doch würde man sehen, was zu tun sei, wenn die Zeit reif werde. Der zukünftige Präsident, wer es auch sei, müsse eine Verantwortung tragen, die in der ganzen Geschichte der Bewegung noch nie dagewesen sei. Im Zionismus werde gegenwärtig ein Kampf zwischen schaffenden Kräften und chaotischen Tendenzen ausgefochten, und es sei die vornehmste Aufgabe, den zerstörenden Kräften Einhalt zu gebieten und das nationale Kapital, die Landwirtschaft und die Industrie zu stärken. Weizmann wies auf die bestehenden Möglichkeiten hin, in Palästina Großes zu schaffen, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der nächste Kongreß ein guter Kongreß sein und zur Herstellung der Eintracht innerhalb der Bewegung beitragen wird. Felix Warburs abgereist Jerusalem, 1. März. (JTA.) Die Palästina-Exekutive der Jewish Agency hielt eine Sitzung ab, an der auch der Vorsitzende des Administrative Committee der Jewish Agency, Felix M. Warburg, der unmittelbar vor seiner Rückreise nach Amerika steht, teilnahm. Irn Anschluß daran fand ein Diner zu Ehren Warburgs statt, an dem die Leiter sämtlicher Departments der Palästina-Regierung, der frühere Präsident der Zionistischen Organisation, Dr. Chaim Weizmann, sowie von der Palästina-Exekutive Ben Gurion, Schertok und Dr. Hexter teilnahmen. Vor seiner Abreise äußerte sich Warburg zu Pressevertretern voll Ueberraschung und Bewunderung über das gewaltige Wachstum der wirtschaftlichen Unternehmtingen Palästinas und würdigte auch die verständnisvolle Haltung der Regierung. Was die Palästina-Exekutive betrifft, so betonte Warburg, daß noch niemals ein solcher Grad harmonischer Zusammenarbeit erreicht worden sei wie jetzt. Es müßten in Zukunft Wege gefunden werden, tun die verschiedenen wirtschaftlichen Körperschaften zu koordinieren. Warburg sprach auch die Hoffnung aus, daß es in Zukunft keine Differenzen zwischen Zionisten und N i c h t z i o - nisten in der Exekutive der Jewish Agency geben wird. — Dr. Hexter und Julius Simon haben Warburg nach Port Said begleitet, wo er das Schiff bestieg. Das Neueste in Kürze Von unserem palästinensischen gl.-Korrespondenten Politik und Gesellschaft Laut vorläufiger Zählung betrug die jüdische Einwanderung im Februar über 5000 Personen. Die Official Gazette kündigt die Prolongierung der Mieterschutz-Verordnung um ein weiteres Jahr an. Inhabern von Miethäusern, Geschäftslokalen und Bürogebäuden bleibt es untersagt, die Mietzinse um mehr als 25 Prozent über die im Jahre 1933 geltenden zu erhöhen. Die Verordnung tritt für T e 1 - A w i w sofort in Kraft. Die Palcor erfährt, daß Frank Stockdale, der landwirtschaftliche Berater des Kolonialamtes, Ende März zum sechswöchigen Aufenthalt eintreffen wird, um die Regierung in bezug auf Entwicklungsmöglichkeiten verschiedener Kulturen zu beraten und Fragen landwirtschaftlicher Kooperation zu studieren. An die Stelle des verstorbenen Registrars für Kooperativen, Lowick, ist Andrews, der Leiter des Entwicklungsdepartements, berufen worden. Alle Transportarbeiter der Irak Petroleum Company in Haifa, bestehend aus 3 Juden und 67 Arabern, haben den Sympathiestreik erklärt. Die Anzahl der Streiker übersteigt jetzt 500. Die Gesellschaft hat nach ihren Niederlagen in der Wüste Luftzeuge nach gelernten Arbeitern, die den Streik brechen sollen, ausjgesandt. Zwei Luftzeuge haben 15 Arbeiter gebracht. Im Zusammenhang mit dem Ueberfall auf Ramat Hakowesch (Scharon-Ebene) wandten sich die Siedlungen der Gegend an den Distriktskommissar mit der dringlichen Forderung, für die Sicherheit der Umgebung Sorge zu tragen. Es sind nach dem Ueberfall bereits mehrere Verhaftungen vorgenommen worden. Die Leitung des Waad Leumi hat mit den Vorbereitungen für die Neuwahlen zur Assefath Haniwcharim begonnen. Die transjordanische Regierung teilt mit, daß die Hälfte der von der Palästina-Regierung bewilligten 72 300 Pfund für Straßenbau zwischen Palästina und Transjordanien eine freie Zuweisung darstellt. Der erste Abschnitt der Arbeiten wird Teil der Wüstenstraße nach Bagdad zwischen dem Jordan und der Oelstation Mafrak bilden und 28 300 Pfund kosten, der zweite Abschnitt, Jordan—Es Salt, wird auf 44 000 Pfund veranschlagt. Die ägyptische Regierung hat mit dem Bau der Straße von Suez zur palästinensischen Grenze begonnen. Zwei weitere Experten für Eisenbahnwesen befinden sich im Lande, um Richtlinien für die Verbesserung der Bahnen festzulegen. In Kantara (Grenze Aegypten—Palästina) ist von neuem das zionistische Informationsbüro eröffnet worden. In einer Sirupfabrik in Rechowoth traten 48 Arbeiterinnen in Streik, um eine Besserung ihrer Löhne zu erzielen. Kultur Die erste Sitzung zur Organisierung des B i a I i k -1 n stituts fand bei der Exekutive in Jerusalem statt. Die Jewish Agency hat für das Institut für das erste Jahr 5000 Pfund ausgeworfen. Im Museum von Tel-Awiw wurde eine Gedenkausstellung für Max Liebermann veranstaltet. Sie enthält 120 Bilder, Zeichnungen und Graphiken. Bei der Eröff» nungsfeier hielt Herrmann Struck die Gedenkrede. In Tel-Awiw wurde ein nettes großes Kino mit 1100 Sitzen eröffnet. Der erste hebräische, im Lande hergestellte Tonfilm, läuft zur Zeit in Tel-Awiw. Hersteller ist die Aga- F i I m - C o m p a n y. Die Karmel - Film - Gesellschaft hat begonnen, eine hebräische Wochenschau herauszugeben, die die palästinensischen Ereignisse der Woche zusammenfaßt. Aus den Städten Jerusalem Unter dem Namen „Tewa" (Natur) wird in Jerusalem eine Fabrik für pharmazeutische Produkte errichtet. Die ersten Waren sollen im April auf dem Markt erscheinen. Das Pressedepartcmenl der Regierung erklärt, daß die Gerüchte über Berechnungsfcliler bei der Wasserleitung für Jerusalem jeder Grundlage entbehren. Nach dem Beschluß der Munizipalität Jerusa- 1 e m, von jetzt an die Steuern nicht mehr von den Hauswirten, sondern von den Mietern einzuziehen, ist der Arbeiterrat von Jerusalem bei dem neuen Bürgermeister vorstellig geworden und hat gegen diese Absieht protestiert. Der Arbeiterrat verlangt für Jerusalem die Einführung eines gesetzlichen Ruhetags in der Woche, Sperrstunden für Läden und Beschränkung der Mictspreisc. Tel-Awiw und Jaffa Der High Commissioner besuchte in Tel-Awiw die Gemeinschaftshäuser der Arbeiterorganisation und die Schule für verlassene Kinder. Der High Commissioner war Gast im Rotary-Club und beteiligte sich an der Grundsteinlegung des Hauses der Ingenieure. In Tel-Awiw wurde der Grrnd dein für das „Haus der Ingenieure" unter Anteilnahme der Regierimg und der Stadtverwaltung gelegt. Das Haus, eine Schöpfung des Ingenieurverbandes, soll Laboratorien, vor allem für die Untersuchung von Baustoffen, einen Vortragssaal und eine Bibliothek enthalten. Die Purini-Feiern in Tel-Awiw werden am 18. März beginnen. Der Karnevalszug findet am 2f>. März, statt. Haifa Die Haifaer Munizipalität hat beschlossen, bei der Barelays Bank eine Anleihe von 28ODO Pfund für den Bau eines Schiachthauses aufzunehmen und 25 Dunam für diesen Zweck in der Nähe der Schemen-Fabrik zu erwerben. Die Eisengießerei von Kremcncr bat die ersten im Lande hergestellten Eisenröhren auf den Markt gebracht. Aus dem arabischen Leben Die Bilanz der arabischen B a n k für das Jahr 1934 zeigt einen Gewinn von 15 625 Pfund. Die Stadtverwaltung von Tul-Kerem nahm eine Anleihe von 4800 Pfund auf, um die Wasserversorgung der Stadt zu verbessern. Für die durch die Flut in Nablus Betroffenen sind im ganzen Lande 1000 Pfund gesammelt worden. Die Munizipalität von Ramallah hat mit Bestätigung der Regierung eine Anleihe von 7000 Pfund aufgenommen, die für den Bau von Schulen und Wegen benutzt werden sollen. Von der Hypothekenbank Bei der am 24. Februar abgehaltenen Jahresversammlung der vom Keren Hajessod 1026 gegründeten Allgemeinen Hypothekenbank erklärte Direktor Siegfried Hoofien, daß das Kapital der Bank, das Ende 1933 £ 52 000 betrug, jetzt £ 250 000 erreicht hat. Der Wert der Obligationen ist von £ 247 000 gegen Schluß des Jahres 1933 auf £ 873 000 bei Beginn des Jahres 1935 gestiegen. Die gegen Hypothek gewährten Darlehen betrugen am Jahresende 1933 insgesamt £ 273 000, heute übersteigen sie eine Million Pfund. Die von der Bank ausgeschüttete Dividende betrug 6' , »/o anstatt der in Aussicht gestellten 6 o/o für Prioritätsaktien und 7 o/o für gewöhnliche Aktien. Die soeben ausgegebenen neuen Obligationen sind zweimal übersubskribiert. Es wird beabsichtigt, den Hypothekenzins von 8Va °/o auf 7 °/o zu reduzieren. Die Palestine Jew. Colon. Association (Pica) und die Kolonisten von Chedera haben beim Obersten Gerichtshof Berufung gegen das Urteil des Distriktsgerichts eingelegt, durch das eine für die Kolonisten von Chedera ungünstige Entscheidung über den seit Jahren strittigen Besitz an den Intiat-Ländereien bei Chedera gefällt wurde. Nach Vernehmung der arabischen Zeugen wurde der Fall aut unbestimmte Zeit vertagt. Im Gebäude der Evelyne Rothschild-Schule in Jerusalem fand die Verteilung der Diplome an die 25 diesjährigen Absolventen der Regierungsschule für Rechtswissenschaft statt. Der Feier wohnten der Leiter der Justizverwaltung Palästinas, Vertreter der Richterschaft und der Advokatur und hohe Regierungsbeamte bei. Der High Commissioner verteilte die Diplome. f t