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Jüdische Rundschau · 1935-02-22 · Heft 16 (22.2.1935) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 16 (22.2.1935)
Date
1935-02-22
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seit« 10 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 16, 22. IL 1935 In Frieden leben?... Ich will nicht leben!! Ah... Wer befreit mich vom tödlichen Wort... (Er schleudert das Schwert fort und stürzt sich auf Jeremiah, der in seinen .\rnun vor Schwäche zu Boden sinkt —■ Dann, wie erwachend) Nein ... Jercmiah ... fürchte dich nicht. Mein letztes Brot will ich mit dir teilen Bei mir im Hause ... JEREMIAH: König, dein Wort! ZEDEKIAII (schwer und langsam): Ich hab es ausgekämpft in der Seele. DER DREIZEHNJÄHRIGE: König, die Engel, die Engel hinter dir... JEREMIAH: Du wirst dich beugen... EBED MELECII: Gesegnet bist du... ZEDEKIAII: Ich kann mich nicht beugen ... JEREMIAH: Dies Wort ist nur Hauch Und nicht die Entscheidung ... ZEDEKIAII: Es ist die Entscheidung. Nun tue der Herr nach seinem Beschluß. Schon bei dem Aufschrei des Dreizehnjährigen hat die Belagerungsmusik wieder eingesetzt — Zugleich entzündet der erste und zweite weifie Engel seine Fache! an der des dunkeln. Sa,Ii '/.edelnahs Entscheidung schleudern sie ihre Fachein in die riefe ..... Flammen schießen auf — Der Vorhang des Allerheiligsten Verlader! — Donnernder Einsturz der Tempehiiu!<-n, der beiden Türme, des Palastes — Dann ein kurzes helles Geschmetter — Stille DER Dlii.!/! i!\i\l IHlCi: (in die Knie geglitten, verbirgt sein (iesicftl im (jctiuuid i/i's lltddti): Eh ... will .,. nichts ... sehn ..( Die Männer im l!,l!uiiis haken sich, in ihre Gebetmäntel gehülll, zu lunlen geworfen — Man hört ihr ersticktes Weinen, das langsam verklingt DER RABBI (schluchzend, mit erloschener Stimme): „Am neunten des fünften Monats wurde die Stadt erstürmt ... der Tempel verbrunnt ... der König geblendet ... »las Volk nach Babel hin weggeführt ..." WEINENDER SEUFZER DER GEMEINDE: Messias ... Messias ... Messias ... DER R A Ii Iii (schliefst das Buch der Propheten, singt mit traumhaftem Ausdruck): Eine Stimme zu Rama ... bitterlich Weinen ... Rahel klagt um ihre Kinder ... Rahel ... Er verhüllt sein Haupt im Gebetmantel und beugt sich tief über das Pult. Auf den Ruinen des P a lautet tritt die sitzende Gestalt der Rahel in ein nächtiges Lieht — Während ihrer Worte beginnt das erste Morgengrauen durch die vergitterten Fenster des Bethauses zu dringen RAHEL: Herr, König der Welt, du hörtest mein Leid Und gabst mir Kinder zur Ewigkeit. Du gabst sie gnädig, als ich zu dir schrie, Und jetzt vernichtest und nimmst du mir sie?! EINE STIMME IN DER HÖHE: Die Gerechtigkeit, Rahel, ist groß, ist groß, Das Erbarmen ist größer, ist grenzenlos. Die Ruinen und Rahel verschwinden — Die Himmelstreppe strahlt auf — Das goldene Kopf anKopf der Heerscharen, in ihrer Mitte, freistehend und alle überragend, der Engel der Endzeit — Er steigt, vor alle Engel tretend, die Stufen herab und neigt sich mit ausgebreiteten Armen über die schlafende Gemeinde, von der ihn niemand gewahrt, nicht einmal der Rabbi — Nur der Dreizehnjährige erhebt sich plötzlich und sieht den ENGEL: Ihr Schläfer des Schmerzes! Kein Zeitengericht Kann Israel löschen und machen zunicht. Der ewige Bund, die Verheißung des Herrn Wird währen länger als Sonne und Stern. () Volk, vernimmst du im Traume den Laut, Des Bräutigams Stimme, die Wonne der Braut? Er zieht dir entgegen. Nun wandre zugleich In seiner Arme harrendes Reich ... DER DREIZEHNJÄHRIGE (aufschreiend): Der große Engel ... Und dort ... hinter ihm ... das Lieht .,. Ich sehe ... Die Himmelstreppe und Vision verlischt bis auf einen blassen Schimmer — Die Schläfer fahren auf — Ein Trompetenstoß, erschreckend nahe — Die linke Tür des Bethauses wird aufgetreten — Bewaffnete dringen ein, unter ihnen der Wächter DER WÄCHTER (keuchend): Der Bote des Königs... DER BOTE DES KÖNIGS (verlesend): Befehl unsere« Allergnfldigsten Königs: „Wir verfugen, daß diese Gemeinde Israels das Herrschaftsgebiet unser« Stadt bei Strafe des Lebens bis Sonnenuntergang verlasse ..." DER RABBI (die Thorarolle hochhebend): Wir sind bereit für den Weg... DIE GEMEINDE (aufklagend): Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs... DER DREIZEHNJÄHRIGE: Warum klagt ihr? ... Seid ihr müde nach dieser Nachtr ... Ich bin nicht müde ... Komm, Vater ... Kommt alle mit unserem Lehrer ... Ich habe Messias gesehn .., Er ist schon auf dem Weg ... Wir müssen ihm entgegengehn... Das Betliam wird jäh abgeblendet. Die ganze Bibelbühne leuchtet voll auf — Die Straße empor ziehen die Gestalten des Spich, allen voran Abraham mit Sara und Isaak, dann Jakob, Rahel und Joseph —■ Mose darauf, die Tafeln tragend, mit Aaron, Mirjam, Josua — Ruth nach ihnen mit dem Aehrenbund und Boas — Samuel nun, David mit Harfe und Schleuder, Salomo, das Modell des Tempels auf den Händen — Es folgt Jesajah, Jercmiah und der geblendete, von Ebed Melcch geleitete Zedekiah — Hinter ihnen kommt die zeitlose Gemeinde, an ihrer Spitze der Rabbi mit der erhobenen Thora, und der Dreizehnjährige — Dem Bibelvolk bewegt sich sehr langsam von oben der Engel der Endzeit vor den Heerscharen entgegen, so aber, daß die Himmelstreppe nicht leer wird — Während dieses Zuge* ertönt DER SCHLUSSGESANG DER ENGEL UND DES VOLKES (Ps. 126): Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlöst, Dann werden wir sein wie die Träumer. Ein Lächeln auf unseren Lippen erblüht Und Lob strömt von unserer Zunge. Der Herr hat Großes an uns vollbracht. Wer Tranen gesät, erntet Freuden. Wir streuten weinend den Samen aus, Nun binden wir selig die Garben. Die Heerscharen kommen dem llibelzug immer näher. Erlvater Abraham hebt die Anne anbetend hoch, doch ehe noch die Begegnung geschehen ist, verschwindet alles und dm Bibelspiel ist zu ENDE Schachmeister Mieses 70 Jahre ANTWORTEN DER REDAKTION Der l»:i,,ii:iite jihüm he Schachmeister Jacques Mieses Tolletulct am 2<\ l'eln u.ir sein 70. Lebensjahr. Mieses stammt aus einer bekannten jüdischen Familie, die /ahlreiche jüdische (h 'chrtc 1h i mm cebrat ht hat, it. a. I .ibius und Isaak Mieses. Nachdem er sich zunächst den Naturwissenschaften zugewandt hatte, be>chaftip;te sieh Mieses seit 1892 fast ausschln biich mit dem Gebiet des Schachspiels, auf dem er als Spieler, Schriitsteller und I r/ieher einen bedeutenden Ruf erlangt hat. Dieser wurde im Jahre betrründet, als er auf dem internationalen Turnier in Bresl.ni den 3. Preis hinter Tarrasch und Rum, aber vor Rlatkburne, Gunsberg und Louis Pattlstu erlangte. Weitere bedeutende Erfolfrc errang er 1(>)7 in W i-n mit einem 1. Preis vor Maroczy, Duras, Vidmar, Schlechter und Tartakower. Auch 1923 konnte er tineii 1. Preis in Liverpool mit 8'-'j Punkten aus Q Partien vor Marotvv, Thomas usw. erlangen. Das letzte Turnier, an dem Mieses teilnahm, war das internationale Turnier in Svs inemünde l'J'32, wo er den 3. Preis hinter Stoltz und Rödl vor Richter, Samisih u. a. erlangte. Mieses ist auch jetzt häufig auf Scliachturnicren im Auslande tätig und beabsichtig, sich Anfaii!? April nach Palästina m begeben, um dort eine Schach-Tournee /u absohieren. Er ist unseren Lesern ais Leiter unserer Scuachrubrik bekannt. Die Juden in Baden Nach der irt/tcii V o i k s / ä h 1 u n g wohnten in Baden 20 617 Juden Nach einer Umfrage beim Oberrat, gemäß Stichtag vom 1. Juli l'HI, /ihlten wir damals rund UMVIO Juden, somit betragt .seit der Rückgang 22 >•«, Line besondere Stellung nach ( irölie und Bedeutung hat die Gemeinde Mannheim; in dieser Gemeinde leben etwa >'» der batlisch en Juden. Nach einer außerordentlich interessanten Statistik von l)r, med. Ii r tt e h s a I c r (Mannheim) sind die bekannten bc\ olkertingspelitcv, hei; l.rscheiinmgeii in Mannheim in besonderer Schärfe /;; beobachten, lieber die Hälfte der mäiinlioei jurliHheii le . oii'.crung und über :'.-, der wc,blichen .sind ledig. Die Gesai:'.!/ah! (Jer Verheirateten mit 42 <'<> ist geriio'er aU di /.cd ,|<-r Lei;;; n mit 17,S - . Selbst im Alter von 35 -10 Jahren i-,t die Hälfte der Munter noch unverheiratet. Damit stellt int Zusammenhang ein ungewöhnlicher Mangel an Jugemcichen und Kimlern. Iis gibt über doppelt soGel l' /f scmui von über 70 Jahren (Joö), als Kinder von 0...... 3 Jahren (KS1). Kiwlerriche Familien, das sind solche mit mehr als 4 Kindern, gehören y\i den Seltenheiten. Von den ca. 2000 jüdischen Familien sind 18, also noch nicht einmal 1 <>,'o, als kinderreich ni betrachten. Diese wenigen wohnen in den Quartieren der Armen; in der Wohngegend der wohlhabenderen Hevdiherium gibt es überhaupt nur drei kinderreiche Familien. Im Jahre 1*)33 starben 81 Personen und es gab 12 _ Geburten. J-'ür das Jahr 1931 sind die Zahlen noch schlechter. Hei diesem Verlust ist die Zahl der Abwanderung nicht berücksichtigt. Keinesfalls kann, was neuerdings oft von Unkundigen betont wird, die Zuwanderung nach Mannheim irgendeinen Ausgleich schaffen, da es sieh hierbei nieist um bejahrte Menschen, sofern es nicht ein Transit-Zuwachs ist, handelt. Mannheim bietet ein typisches Bild einer jüdischen Oroligcmeinde. Der Altersaufbau der jüdischen Bevölkerung zeigt eine Pyramide, die auf dem Kopfe steht. Dr. O. S. „Das Haltende", von Martin Btiber, der in der Jugend- Beilage in Nr. 13 der „J. R." veröffentlichte Beitrag, wurde für die demnächst erscheinende Schrift 7iim 25jahrigeii Bestehen des „Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands" geschrieben. Die Kwuzah Ein Charod bittet alle Palästinircisenden und 1 ottristen, die Aufnahmen von Ein Charod oder von der Umgebung haben, sie dem Sekretariat der Siedlung zur Verfügung zu stellen. Die Negative werden zurückgegeben. Es kann, wenn gewünscht, auch eine Entschädigung gewährt werden. Wiener Leser. Die Veröffentlichungen, die in der letzten Zeit über angebliche Aeu Hertingen österreichischer Staatsmänner zur Judeufragc erfolgt sind, sind nicht zuverlässig und nicht authentisch. Weder das Interview des Vizekanzlers von Starhemberg im „Neuen Wiener Journal", noch das Interview des Bundeskanzlers Schuschnig in der Amsterdamer katholischen Zeitung „De Tijd" ist offiziell bestätigt worden. Im letzteren Falle hat das Bundeskanzleramt sogar das Interview ausdrücklich in Abrede gestellt; eine Dame habe Aeußerungen, die der Bundeskanzler im privaten Gespräch mit ihr machte, in sehr entstellter Form in die Zeitung gebracht. Es ist klar, daß solche Aeiißcrungen keine Grundlage für eine grundsätzliche Betrachtung der österreichischen Judeufragc bilden können und daß man loyalerweise nach dein erfolgten Dementi keine Folgerungen aus Einzelheiten solcher Kuiidtrebungen ziehen kann. Aus diesem Grunde haben wir es für richtiger gehalten, die beiden Aeußcrungen nicht zu behandeln. Dan es auch in Oesterreich eine Judcnfrage gibt, ist nicht zu bezweifeln. Die jüdische Gallithposition Kann in Zeiten des Umbruchs stets in dieser oder jener Form zur akuten Aufrollung der Judentrage fuhren. Von jüdischer Seite kann nur durch eine Konsolidierung der jüdischen Position und klares, eindeutiges Bekenntnis zum Judentum zur Entwirrung der Judenfrage beigetragen werden. Max Hirsch, Berlin. — Daß Abcssinien ein Kaiserreich ist, geht aus unserem Artikel (trotz des Irrtums am Anfang) deutlich hervor, da ja von den „Kaisern" die Rede ist. Wenn wir sagten, daß „in letzter Zeit" das Interesse an den Falaschas gewachsen sei, so ist das relativ zu verstehen, da vorher vom Altertum die Rede war. Da-s Pro-Falascha- Komitee wurde 1011 gegründet. Wie Sie uns mitteilen, hat Dr. Feitlowitsch bereits nach seinen ersten Reisen einige Falaschas nach Europa zum Studium gebracht; sie erinnern sich eines Mannes namens Ben Emannel. Die jungen Leute genossen in Jerusalem und London damals Unterricht und wurden zu Lehrern ihres Volkes. Dr. A. Gottheiner, Neukölln. Anläßlich des Ablebens von Julius L c v i n erinnern Sie daran, daß der Verstorbene im Jahre 1<)1I gemeinsam mit Ihnen und etwa 20 anderen Kollegen das Berliner Aerzte-Orchester gegründet hat, und daß er an einem Abend dieser Vereinigung, am 25. Februar 1030, die von ihm angefertigten Instrumente vorführte. Einer der damals viel bewunderten Holzbläser dieses Orchesters ist jetzt, wie Sie uns schreiben, in Tel-Awiw, wo er sich als Ohrenarzt und gleichzeitig als Musiker betätigt. Es wird gewiß auch viele Leser interessieren, daß Sie im Mai 1933 von dem damals schon arischen Vorstand zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden sind. Dr. Fritz Berger und andere Einsender. Im Anschluß an unseren Artikel über Sven 11 e d i n in Nr. 15 der „Jüdischen Rundschau" machen Sie uns darauf aufmerksam, daß auch in Rundfunkreden des Deutschland-Senders und Berliner Senders das germanische Blut und die germanische Ehrgcslrtnung Sven Hedins hervorgehoben wurden. Interessant ist in diesem Zusammenhange, daß von mancher Seite hervorfehoben wird, im äußeren Typus Sven Hedins habe sich «sonders stark die Wirkung seines jüdischen Urahns ausgeprägt. Die schwedischen Antisemiten schlagen jedenfalls aus Sven Hedins jüdischer Abstammung Kapital. Leser in Frankfurt a. M. Ihre Vermutung stimmt. Die Reichsvertretung der deutschen Juden und die übrigen in der Einladung genannten jüdischen Organisationen sind für das Programmheft, das von der Organisation der Fortbildung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen im Gebiete Rhein- Main hei ausgegeben worden ist, nicht verantwortlich. Das Durcheinander von Text und Inseraten in einem solchen Heft wirkt mehr als geschmacklos. A. E. H. In W. — Im Anschluß an unsere Veröffentlichung „Eine Krcisler-Sensation" berichten Sie uns über zwei Konzertabende in Lissabon im Mai 1934, bei denen Sie Zeugin der Begeisterung waren, die das Spiel Kreislers im portugiesischen Publikum erweckt hat. Kreisler ist gewiß aut der ganzen Welt als Violinist allerersten Hanges anerkannt und gefeiert. Ihrem Bericht ließen sich gewiß noch viele gleichartige Schilderungen aus allen Teilen der Welt anfügen. — Auf Ihre Anfrage bezüglich Sven Hcdin haben Sie die Antwort inzwischen wohl in unserem Artikel in Nr. 15 der „Jüd. Rundschau" gefunden. B. D., Duisburg. — Der Liebcrmann-Nachruf von „Rumpelstilzchen" in der „Rhein- und Ruhr-Zeitung", auf den Sie uns aufmerksam machen, eignet sich unseres Erachtens nicht zur Wiedergabe in der „Jüd. Rundschau". Wir können uns doch nicht mit einer kunsthistorischen Darlegung auseinandersetzen, die von Liebernianns gemalten Pferden sagt, das einzig Echte an ihnen sei, daß sie „dieselbe Hängenase haben wie er selber". Gewiß wird dieser Ton auch von vielen Kritikern, die zu Liebermanns Kunst prinzipiell ablehnend stehen, nicht gebilligt werden. Frau Leonore Lebenbaum, Berlin. — Dem Andenken Liebernianns geschieht wohl kein Abbruch, wenn, wie Sic uns schreiben, das ihm gewidmete Buch — wohl aus buchhändlcrischcn Gründen in einem Warenhaus für 90 Rpf. verkauft wurde. Um so eher wird es vielen sonst nicht vermögenden Verehrern möglich gewesen sein, das Buch zu erwerben. R. M., Berlin. Die von Ihnen erwähnten Gerüchte sind zwar seinerzeit in einigen Zeitungen aufgetaucht, nach unseren Informationen aber sind beide von Ihnen genannten Herren reine Arier. Erich AHerthum, Berlin. Ihre Vermutung ist richtig. Es gibt Palästina-Orangen, die aus Orangengärten deutscher Kolonisten stammen. J. F. Bielsko. Wir bitten um Angabe Ihrer Adresse, damit wir zu Ihrem Schreiben Stellung nehmen können. Juden und Jüdisches im Rundfunk Sonnabend, 23. Febr.: Viag (470), 12.35 Uhr: Birobky. — Wim (507), 13.15 Uhr: Mischa Lünern. — Bukarei (364), 17 Uhr: Mcverbeer. — Bu<la|K'«t (519), IB.25 Uhr: Kreeder. — Warschau (1345), 18.15 Uhr: Frau Ktkin: Klavierkonzert. — Bcromünstcr (540), 19.20 Uhr: Händel-Konzeit, Cembalo Mde. Clail* I.evy. — Hrü-scl II (322), 19.15 Uhr: Mahler-Lieder. — Warschau (1345), 19 Uhr: Popper. -- Wien (507), 19.30 Uhr: Violinvorträge; am Klavier Otto Schulhof; Kreisler. 22.15 Uhr: Joseph Schmidt und Irene Eisinger singen Arien und Duette. Sonntag, den 24. Februar: Strasburg (349), 15.45: Konzert, n. *. Mendelssohn, Violinkonzert, Die Sintflut, - bibl. Gedieht von Saint- Sacns. — Frag (470), 17.55: Konzerf, u. a. zwei Arien aus „Josua", von Hiinilcl. Arnoldi: Die Wallfahrt narh Kevlaar. — London, Nat. (1500), 18.30: KammcnmiMk, u. a. Scklest Auftrag. — Wien (507), 19.15: Ro!>ert-Scruimann-Konzert, 0t. *. Ileine: Diehlerlicbe (Liedcrzvklus). 20: Beethoven-Konzert des Koliseh-Qtiartctts. — Paris (1648), 21.45: Die Kreolin, Operette von Ottenbach. Montag, den 25. Februar: Wien (507), 14: Schallplatten Selms Kurz. 17: Arabien, Vortrag von Prot. Pr. Egon Wellesr. 17.40: Lieder, iL a. von Mahler. — Budapest (550). 19.45: „Josua", Oratorium von Handel. — Prag (470), 20.45: Violinkonzert, u. i. Rubinstein. Dienstag, den 26. Februari Wien (507), 16.15: Sehallplatten, u. »■ Joseph Schmidt-, Richard Tauber. — War&ehau (1345), 20: Pas I.iebeslied, Operette von SlrauU-Korngold. — Sotten* (443), 20.15: Dichter liebe, Liederzyklus von Setananii-lleuie. Die Jüdische Buchvereinigung teilt mit: „Ais erste Vef öffentlichung des Jahres 1935 bringt die JBV ihren Mitgliedern das werk von Professor Dr. Ismar Elbogen: „Die Geschichte der Juden in Deutschland". Das Buch umfaßt die Entwicklung vom Jahr 300 bis auf den heutigen Tag." C*^ i i^*r*ssar:te«.kpikorrlt? A * — «ODtW^ÜM *°*H!4SS* ARTHUR TUM-- - ftt ffe . jr. r> i>iru'-'"tT'g("' «40 DE CO^GW•t40^lI

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