Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 14 (15.2.1935)
- Date
- 1935-02-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2651273-2653827-2653841--26424-2687807- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
JODISCHE RUNDSCHAU Sport - Rundschau NR. 14,15. FEBRUAR 1935 Maccabl boxte in Riga und Reval Von unserem Sonderberichterstatter Nach den beiden anstrengenden Warschauer Starts gegen J. K. P. und Makkabi Warschau erreichten wir nach 20stündiger Fahrt Riga, wo uns am Bahnhof zahlreiche Makkabilcute, Pressevertreter und Photographen erwarteten. Unser Erscheinen in Riga ist eine Sensation für die zirka 50 000 Menschen zählende jüdische Bevölkerung und für die Sportwelt. Am Abend des Ankunftstages folgten wir einer Einladung des Makkabi Riga in sein Heim, in dem eine außerordentlich,herzliche Begrüßung stattfand. Die Rigaer Kämpfe Als Erster geht Noschkes gegen den baltischen Meister Dolgicers in den Ring, der gleichzeitig Makkabi-Mann ist und 170 Kämpfe hinter sich hat. Noschkes punktet seinen Gegner durch überlegene Technik hoch aus und liefert einen Kampf wie ein wahrer Meister. Sieger Noschkes. Im Bantam kämpft Balsam gegen den lettischen Meister Timmermanis. Nach schwachem Beginn gegen einen körperlich äußerst starken und überlegenen Gegner kommt Balsam in der zweiten Runde auf und beherrscht seinen Gegner in der 3. Runde durch dauernden Angriff. Sieger Timmermanis. Im Federgewicht startet zuerst Franke gegen K n i s i s, fängt in der ersten Runde zwei Leberhakeu ein, auf die er unter dem Toben des Hauses zu Boden geht, erholt sich aber, um in der zweiten Runde seinen Gegner einwandfrei auszupunkten, hat auch in der 3. Runde leichte Vorteile. Urteil: unentschieden. Im zweiten Federgewichtskampf steht Brantwein dem wild fightenden Rock gegenüber. Brantwein gewinnt durch gute Technik. Im Leichtgewicht geht Sami N e u m a n n gegen den lettischen Meister und Lokalmatador M a 11 i s o ri s in den Ring. Er beherrscht sofort den hartschlagenden (iegner durch genaue Treffer und punktet ihn in allen drei Runden hoch aus. Sieger: Neumann. Im Weltergewicht startet Stadtlender gegen den als k. o.-Schläger bekannten H. Knises. Er gibt seinem Gegner keine Chance, einen k. o. anzubringen und gewinnt alle drei Runden durch ruhiges und überlegenes Boxen. Sieger: Stadtlender. Im Mittelpunkt geht Krön f eld gegen den an Größe und Reichweite weit überlegenen Z u 11 e r s in den Ring, hat in den ersten beiden Runden leichte Vorteile, erhält aber am Anfang der dritten Runde eine schwere Augenverletzung, die ihn behindert. Den Sieg erhält Zulters. Im Halbschwergewicht erzielt Schanzer nach tapferem Kampf gegen den robusten Zarzaski ein Unentschieden. Gesamtergebnis: 10:6 für Makkabi. Der Abschluß In Reval Auf Li bau als letzten Start vorbereitet, werden wir statt dessen am nächsten Tage nach Reval dirigiert, um hier unsere anstrengende, aber sportlich interessante und aufschlußreiche Tournee zu beenden. Der Makkabi ist hier, wie die jüdische Bevölkerung überhaupt, im Gegensatz zu Lettland, mir schwach vertreten. Wir vereinbaren ein Kampfgericht, das ebenso wie bei der Austragung des Europa-Pokals nur aus zwei Punktrichtern besteht. Ein Punktrichter ist Este, der zweite bin ich. Der Kampf geht im Deutschen Theater unter leidenschaftlicher Anteilnahme eines Publikums vor sich, eis nur gekommen ist, um seine Leute siegen zu sehen. Von Anfang an herrscht eine ins Unerträgliche gesteigerte Spannung1. Den ersten Kampf gewinnt Noschkes hoch gegen K e r u. Im Bantamgewicht verliert Balsam nach tapferster Gegenwehr gegen den starken und trainierten Freimuth. Im Federgewicht kämpft Franke gegen den in fabelhafter körperlicher Verfassung befindlichen S e e b c r g, geht in der ersten Runde zu Boden, hält die beiden nächsten Runden aber offen. Sieger: Seeberg. Das nächste Federgewicht bringt Brantw e i n gegen Karo Ii n. Brantwein punktet seinen Gegner in allen drei Knuden hoch aus, erhält aber ein Unentschieden, das krasseste Fehlurteil der ganzen Reise. Es folgt nun der sensationellste Kampf des Abends. Ein Mann von internationaler Klasse, der baitische Meister Stipuloff boxt gegen Mcuinann. Er entpuppt sich als ein sehr schneller, variiert und hart schlagender Mann, während Neuin-uiii von den Strapazen der Vorkämpfe und der Reise mitgenommen, nicht zu seiner besten Form aufläuft. Ergebnis: unentschieden. Unter stärkster Unruhe des mit diesem Urfeil unzufriedenen Publikums beginnt Stadtlender gegen Issajeff zu kämpfen. Auch Stadtlender merkt man das Handicap der \orangegaiigencn Strapazen an. Er hält, da ich ihn als Sieger und der andere Punktrichter seinen Mann als Sieger bezeichnet, ein Unentschieden. Dieses Urteil entfesselt ehren Skandal unglaublichsten Ausmaßes. Es datiert eine Weile, bis das Urteil überhaupt verkündet werden kann. Im letzten Kampf startet Schanzer gegen S a 1 o n i. Unter anhaltendem Toben dc-s Publikums disqualifiziert der Schiedsrichter Schanz.er, ohne daß wir einen einwandfreien Grund für diese Maßnahme feststellen können. Ergebnis: Sieg für Reval 10:5. Dr. Scheititnann « * Bei dem Start gegen JKP-Lodz wurde im Gesamtergebnis des Mannschaftskampfes der achte Kampf nicht gewertet, den JKP durch ein Mitglied-des Makkabi Warschau gewonnen hatte. Ebenso wurden bei dem zweiten Start gegen Makkabi Warschau zwei Kämpfe im Gesamtergebnis für Makkabi Warschau nicht gewertet, da Makkabi Warschau sich in beiden Kämpfen durch JKP ergänzt hatte. Ringerturnier des J.B.C. „Maccabi" Das internationale Viererturnier im Ringen, das der Jüdische Box-Klub „Maccabi" ' Berlin am 18. Februar W5, 20 Uhr, im Musikervereinshaus, Kaiser-Wilhelm-Str. 31, abwickelt, erhält durch den Start der Ringer Abraham Kurland und Michael Kurland eine besondere Note. Abraham Kurland ist Kopenhagenmeister 1935. In Los Angeles Thieh er bei der Olympiade den zweiten Preis. In Rom wurde er im Jahre 193! bei den Europameisterschaften gleichfalls Zweiter. Michael Kurland ist Meister im Bantamfiewicht für Dänemark sowohl 1934 als auch 1935. Er hat repräsentativ für Kopenhagen gekämpft. Der dritte dänische Teilnehmer am Viererturtücr, Paikin, ist einer der besten Leichtschwergewichtler in Dänemark; auch er war wiederholt repräsentativ für Dänemark auf der Matte. Erwähnenswert 151 noch, daß beide Kurlands jüdische Weltmeister auf der «rsten Makkabiah wurden. Aus Bratislava nehmen drei bekannte Ringer teil. Diesen Auswärtigen wird der ßoxklub »Maccabi" seine besten Ringer entgegensetzen, so daß spanende Kämpf-; zu erwarten sind. Makkabiah-Auswahlspiele in Berlin Am Sonntag, dem 17. Februar, veranstaltet der Deutsche Makkabikreis auf dem Sportplatz am Schäfersee in Reinickendorf-Ost Ausscheidungsspiele, um die Mannschaften zu ermitteln, die ihn auf der Makkabiah vertreten sollen. Um 11' _. Uhr trifft im H a n d b a 11 eine Auswahlmannschaft, die sich aus den besten Spielern der verschiedenen Makkabivereine des Reiches zusammensetzt, auf die erste Mannschaft des Bar Kochba-Hakoah Berlin. Der Bar Kochba, in dessen Mannschaft gleichfalls einige zu prüfende Makkabiahkandidaten spielen werden, kann so dieses Spiel als Aufgalopp für das 14 Tage später anstehende Entscheidungsspiel um die Berliner jüdische Meisterschaft gegen den JTSC. 05 benutzen. Um 15 Uhr trifft eine F u ß b a 1 i - Auswahlmannschaft des Bezirks Berlin-Brandenburg auf die voraussichtliche Makkabiahmaunschaft, in der folgende Spieler in wechselnder Autstellung spielen werden: Bar Kochba-Hakoah Berlin: Schatil, Sperber, Neumann, Sattler; Bar Kochba Leipzig: Raffe, Csinski, Weinstock; Bar Kochba Frankfurt a. M.: (iigorski, Grünebaum; Würz bürg: Hersch, Kleinmann; Duisburg: Attcrmann; München- Gladbach: Falkcnsteiu; Bar Kochba M a n n Ii c i m: Zwickler; Bar Kochba Breslau: Ball. Ein guter Besuch der Spiele ist zu erwarten. Was bringt der Sonntag? Fußball Sportplatz am Schäfersee: 9 t'hr: MK. Haknah Ii gog.n Hagibor III; 10.40 Uhr: BK. Hakoah Alle Herren gegen IfSt;. Alle Ihnen. Sportplatz Niederschönhausen: 11.10 Uhr: »SC. Jugend I! g.-gen Hagibor Jugend B; 9.30 Uhr: BSG. IV gegen Hagibor V. Sportplatz Britz: 11.10 Uhr: JSK. 11 gegen (TSC. 05; 12.50 Uhr: JSK. II gegen ll.ikc.ah. III. Handball Sportplatz Grunewald: 10 Uhr: Frauen: JTSC. 05 I gegen Carbal v; 11.30 Uhr: Männer: JTSC. 05 IV gegen BK. V; 12.45 Uhr: Flauen: BK. III p^un f );uiuiii uderkluh 1; 1.15 Uhr: Krauen: JTSC. 05 IV gegen HK.!; 2.00 Uhr: Männer: (TSC. 05 1 gegen Triton I; 2.30 Uhr: Knaben: BK. I gegen BK. IV. Sportplatz Schön holz: 9.30 Uhr: Manne.: Iviia I gegen BK. HI; 10.45 Uhr: Manner: JSK. I gegen ."SC. 05 I. Jugend; 12.00 Uhr: Frauen: BSC.. I gegen BK. V; 1.15 Uhr: ' Frauen: BSG. II gegen BK. IV; 2.30 Uhr: Männer: BSG. II gegen BK. II. Hockey Sportplatz Grunewald: 9.00 Uhr: Männer: BK. I gegen BK. II; 10.30 Uhr: Männer: JTSC. 05 11 gegen JTSC. 05 III. Tischtennismeisterschatten. Der Bar Kochba- Frankfurt a. M. führt am 16. und 17. Februar im Auftrag des Deutschen Makkabikreises die diesjährigen Tischtennismeisterschaften durch. Die bekanntesten Vereine und Spieler werden am Start sein, unter ihnen Hagibor Berlin mit den lettischen Meistern Schatze und F a c h 1 e r, Bar Kochba-Hakoah Berlin mit Braines und Sprung. Der veranstaltende Verein, der bekanntlich im vergangenen Jahre in Hannover die Ein/.elmeisterschaft durch Henry Schwarzschild und die Mannschaftsmeisterschaft errungen hatte, wird es in diesem Jahre schwer haben, die Titel wieder zu erobern. Ergebnisse vom 10. Februar Fußball Berlin Bei den Berliner Rundenspielcn erreichte Hagibor Ia überraschenderweise nur ein Unentschieden von 1:1 gegen die BSG., während Hakoah Ia Hagibor B mit 11:2 schlug. Weitere Resultate: lh.sil.or V gegen JTSC. 05 3:1; Hagibor II gegen BSG. III 2:0; Ilagiln.r I. Schüler geg.-n Ilagib or II. Schüler. II. Schüler ver/iebtet; BSG. IV gegen ' I! K.-l I ab .ah Alle Herren 0:6; BSG. Alle Herren gegen JSK. III 3:3; BSG. II gegen Hakoah II 2:L Handball .Manner: BK. I gegen TSV. N'icderschöucwcidc 14:2; BK. IV gegen JTSC. 05 IV 4:1; JTSC. 05 HI gegen Ivria II, Ivria verzichtet; JTSC. 05 IV gegen BK. IV 1:4; Frauen: BK. II gegen BK. V, BK. V vernichtet. FuOball Westdeutschland Bus Duisburg I gegen Jlak'Hih Köln l 6:3 (1:2): Makkabi M.. (iladbaih II gegen Hakoah Köln HI 6:0 (2:0); Makkabi M.- Gla.Jbach Schuler g( ge'U Hakich Köln Schüler 0:5. Handball Manner: Makkabi Dii-scldorf I gegen Hakoah Köln I 11:3; llukouh \Vti[>jic!lal gegen KJ F. R»»n 3:2; Flaue«: Makkabi M.- GUlbach 1 gegen llakuah Köln II 3:2. Tischtennis Makkabi Hamm gegen Makkabi Mihi-!er 9:5. FuBball SDddeutschland BK. Mannheim I gegen All-'. Pinna en, I 3:1: BK. Marmheiln H gegen AJlS. l'iiiiia n., 11 4:2. Handball BK. Manuln im I gegen AJTS. Tinna cn, I 4:3; BK. Mannheini 11 g< gc-n AJTS. l'nnuiiciH II 6:3. Handball Nordwestdeutschland BK. Hannover 1 kouib. gegen TsV. 1887 III -1:15 (1:9). Internationale Klasse beim Makkabi-Schwimmlest Zu dem am 21. Febr. im Stadtbad Wediing Berlin N, Gerichtstraße 65, stattfindenden Internationalen M a kkabi-Schwimmfest liefen Meldungen vor, deren internationale Bedeutung allen Scbwimmfachleuteii bekannt ist. So wird über 200 m Brust der Studentenweltmeister Abeies (Ha^ibor-Prajj) am Start sein; der gleiche Verein entsendet außerdem die Zweiten und Dritten aus der Europa - Meisterschaft, Dr. Steiner und Getreuer über 100- bzw. 400-m-Crawl. Der Vac-Budapest läßt sich durch den Studentenweltmeister, Andreas Szekely, der auch in der Europa-Rekordstaffel in Bologna 1933 und Magdeburg 1934 mitgeschwommen ist, vertreten. Stefan Szabo, ungarischer Strommeister, wird im 400-m-Crawl- Schwimmen starten. Die jüdischen Schwimmsportler Deutschlands werden eine Konkurrenz vorfinden, wie es ein jüdisches Schwiminfest in Deutschland bisher noch nicht gesehen hat. , Auf ihrer Italienreisc trafen die Fußballer der H a k o a h Wien auf den SC. Napoli, der mit der besten ihm zur Verfügung stehenden Mannschaft angetreten war. In einem hervorragenden Spiel errang Hakoah einen verdienten Sieg (2:0). Bei Hakoah ragten besonders der Torwächter Cohn, der linke Verteidiger Sonnenfeld, der rcclite Läufer Rrcitfcid und die Stürmer Reich und Maullner hervor. Auch die italienische Fachpresse tat des Spiels der Hakoah lobende Erwähnung. Schach Bearbeitet von J. Mieses In memoriam Richard RcHi Der im Jahre 1930 früh verstorbene Richard Reti, ein Meister jüdischer Abkunft, war nicht nur einer der größten und erfolgreichsten Spieler seiner Zeit, sondern er stand auch auf dem Gebiete der Studienkomposition auf unerreichter Höhe. Nach Ansicht Capablancas und anderer Autoritäten bildete er darin geradezu eine Klasse für sich. In allen seinen Studien kommt der hervorragende Praktiker in charakteristischer Weise zum Ausdruck, und gerade darum sind sie insbesondere für erfahrene Spieler, ja sogar für Meister, hochinterressant und lehrreich. Die Stellungen, die Reti behandelt, machen nämlich gar nicht den Eindruck künstlicher Kompositionen, sondern sie tragen das lebensfrische tiepräge der praktischen Partie an sich. Wenn man die wunderbar scharfsinnigen Lösungen durchspielt, so hat man das Gefühl: so würde ein „Uebermeister" das Endspiel führen. Als Probe von Retis Endspielkunst geben wir die nachstehende, bei klassischer Einfachheit außerordentlich feine und lehrreiche Studie: Endspielstudie Von Richard Reti: Lösung: 1. Kc5 dei! .... Auf jeden anderen Zug würde Weiß vci bereu. Hie Annahme, daß, da die symmetrische Stellung vorliegt, 1. Kc5 fS dieselbe Wirkung haben müsse wie Ke5—<I6, ist irrig, denn es würde folgen : 1.....K i .1.....f4 und, falb nun 2. K 16 g(3, so 2..... K 14 g3 und Schwarz gewinnt. — -Nach dem Text/ugc aber würde Weiß auf 1....... Ki 3-14 mit 2. Kd6—c5 das Remis erreichen. 1..... Ke3 -d4 2. K d8—c6! K d l c3 ..... Kd4—e5, 3. K c6— d7, Kc5—1'4, 4. Kd7—d8, 5. K d6.....-c5, und das Endspiel ist remis. 3. K efi d5 b4 - 1.3 4. Kd5—c4t b3—b2 r . »* - ■ rs*«. * "< - f^W ' Co ' 4 ^' " 1 tfe w , Q JA b e d e f g h V'eiß, am Zage, macht remis. Oder: 2. K 14—g3, Auf 4. . erfolgen. 5. I. e6-<—a2, und nun sind beide Bauern aufgelialten. h4—h3 würde 5. K e t—f3 usw. mit Remissrhluß Schachturnier in Moskau Ein erstklassiges internationales Mcisterturnicr wird am 17. Februar in Moskau beginnen. Von eleu eingeladenen internationalen Schachgröfien sind vier, nämlich Lasker, Elohr, Lilienthal und spielmann, jüdischer Abkiinlt. Die anderen niclitriissischcn Teilnehmer sind: Capablanca. Pirc, Stahlberg und die Damenweltmeisteriu Vera Mcnchik Als Vertreter Rulllands werden genannt: Botwinnik, Lftwvnfisch, Rabinowitsch, Alator/ew, Lissit/in, Tchechover, Rjuiiiin, Bogartyrtschtik, Romanowsky, Kagosin. — Dem Auftreten EtnanucI Laskers sieht die Schachwelt mit besonderem Interesse entgegen. Er ist im vorigen Sommer in Zürich nach neunjähriger Pause /um ersten Male wieder in die Arena eines internationalen Turniers getreten und, obwohl er völlig außer Training war, erhielt er doch den fünften Preis vor Nim/owitseh, Bernstein, Stahlberg. Im Moskauer Turnier wird er, seiner eigenen Ansicht nach, bedeutend liessere Chancen haben, denn er hat die Zwischenzeit zu intensiver Beschäftigung mit dem Schachspiel benutzt. Aus jüdischen Sdiadi vereinen Schachabtcilunfi des Bar Kochba-Hakoah, Berlin. Demnächst wird Z"hau Ii r a u u eine Simultanc-u .telhmg geKn. Im Winlcruirnier fühlen nach der 7. Runde in der 1. Kla- .e: 'in.iiiü mit 7, Lefcandrowit-ch 5t('hannatz und S, huieidlcr je 5 Punkten: in der 2. Kla-se: Sladowski mit 7, krau Frank-Klein mit 51'» Punkten. Spielabende regelmäßig am Sonnabend und Montag im Restaurant Hermann, Jageratraße 1.8. Aus Mannheim und Worms. Ein reger Betrieb herrscht gegenwärtig in den jüdischen Sehacbkrei-a n 1 teiitsrhlands, und es haben mehrfach interessante Wian-Ialtungen slaltgelunden. Am 29. Januar gib J. Mic-es in der Seliai-bvcwinigiing des „Bar Köchlet" M a n n h e i m eine H'iiidvor-tell'mj» Vnr> Will gleichzeitig geführten Partien gegen durchweg gute Spieler. Er gewann nach dreistündigem Kampfe drei lkuticn und rnaehip 7acci remis. •—■ Am 30. Januar spielte er im jüdischen Sein bverein Worms 17 l'jrticn simultan, wovon er nach 21/gsliindigrw Spiele zwölf gewann, eine verlor und vier remis machte. Schach!m Makkabi M.-Gladbach. Die seit einhjer Zeit ins Leben geniicne Sehacbabit iliing des Makkabi eiliein -i,ii l egen Zuspruchs und erfaßt ziemlich alle jüdischen Seha< h-pieler der Siadt. Ls finden YV'cttkampte, Siinnltanvor-.iellnng''n und \orti.igf .statt. Am 6. Febr. besuchten die Abteilung die Hakoah Köln mit viacr .Mannschaft von elf Spielern zu einem Wcttkarnpf. Die Hakoah stellte die stärkste Mann-ehalt und siegte überlegen mit 9:2. Am C. Biet! errang Kahn einen Ucberrasehnngssieg und am 1. Brett gelang es Flörsheim nach überlegenem Spiele den llakoahScliachineister Ivrckwüth nach 31 Zügen zu schlagen.