Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 14 (15.2.1935)
- Date
- 1935-02-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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I Seite 6 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 14, 15. II. 1935 Briefe an die Redaktion .Innenwelt und Uniwelt" Scbriftlritut,«; der ,.}uuiulien Ruml'-i. hau" Berne Seit t in liri nach iii n \V< t m ru;. 10/ kam ,,Ieiie:me!i O-kar VW; gUU.ic li.lkann thus A 7l;mni>. n ni" flllutim'ell IHlg -ein. «'..;• •■! :g ,.l ItT I .. II;rti.u:i!l ( I dem /«M IHM der AilCu.v., hell „n, i I :- I luv , ini, h; ' mal" W.ii'i- ■.iri.k.'l voll New Voik, 15. J. 1935 lion. i)a» («•i'ätirücbc die«« Si. luatimi i4, dali von auisWu, aus tU«,u I »1« eil Hi-i '•;.!>, kein Zus!io:n neuer IOsl.-'uii-Inhal!e hcra;,.n : i agen ^iif! und — ihlliiher imm - , daia gm ade die wert- \o:un Climler dei I icmciiiM'haft, im He-u/a di-r neuen Realität tin'1- \a-nieiten judi-ehen Berlin:- ein-, diese Alm liiuirung von dt i Atii.'.cnwi!' iseniger ischincir.- iiih ciii|Uiinleii kunul'Ji. Xiciieiilil v rmag nur derjenige dir■<■ >"iti' um Verengung und Yei.e eaing des deiit-eben Judentums g.in^ zil i'inpi uaicii und Inn WnilJini; /u teilen, der ).!!•!•<•;:iriiiii{ i" I >i u>M-|iland den \\ cg in die '[ mir. den „Weg n.a Ii imu-ii". mitgegangen war, ein' ii m- Au .'and ging. Die-er a' all .«l-s» ,111.!«•:'<• deutsehe Jude land di Ii Anstellung von Gemeindebeamtcn Lahr, den 4. Febr. 1935 lud' ■ mm- Au« '■" K'-'" Km Ii» k [ah in i'ihi iri IUI' I -1 Iii 1 aar, ,1 r \ aau ai i U r M eiig: -a iiitlenen Lei. im ml er sieh auch /um In? /man im! stand ."unmule ' Indio-.. .eeun n. u :m ni- 1 a . nin d,a i - l.ra \\ . I' an a; .mgen. kennten, a: dir neuem .V'l'a'a :..!. «naher 1',II Iii «In. Lebchs FtsT . •nn» laut;..an! r n \i l. an haail.t'a. ( H ' K \i.ei; ' 1, ' >j , ■ ( I | 'n. l n d n -c g na ' - lin :h.l. um am! Ii du über- 'ala i ' h <iium -m l<3a.di 1 m.;m"juden. ■aa„lii. Dr. S. Sehr geehrte Reduktion! I0<. ist h"he Zeit, auf eitlen Miüstanil hiu/.uu emen, der sich bei uns m'ii einiger Zeil eingesehla'hcll h it. deeli Ilchcbtllig aber durchaus nicht .schwer fallen diirlte. sobald die allg'limine Aufmerksamkeit uul xtn IScstchcn hingelenkt \iinl. Dui.h dat.csctz zur Wmderheistclluiig dis Ida uisbcaintentunis .sind bekanntlich jüdische Heamte zur Ruhe gesetzt worden, teil, mit. teils ohne Bewullmuiig ein, Ruhegehalt-. 10s ha! .s i h nun gecigt, daß ISeauite und I.eliter, die im Aller bi- 7.u 35 jalireu .stehen, viel leieh'er berutlieh wie ler unterkoniineti k'aaiien, wälircnd lievaabung'ii Mellensuehender im Ailrr von 3'> Iii-, 50 Jahren dunh«eg /in aukgewit-ni wurden mit der licgriindting, daß Im Hinblick auf die zur Yerg -ii heiidi n tieiilnilitel mir ie K a ta in Heimeln komiiii n k-.-uuUn. Judi-ihtf lustiint nin.n und 1 baneaidmi, scheuen s cb ii el,i, den aiteicn liewerbern die e 10 iiHTiidung taug g -nzuiia!- tili. >elbsi wenn <:-, seh um bcu.dutc Kialle hamleh. So i n! um' ig. n -:e n c lt! nur di n 1 am au n \ ai i r im m! 1 reu 1 ibeii alier. sondern sie lv-eliainen Ihn auch aU waiilger U t- -iniig-'abig wenn sie Ihm, der uiodrr St-llung und Arbeit -lieht, "ingc!" Kui 'e. deren dl n tln he be«ahuing hau ig noi h gar nicht le-i-aeht, vorziehen. tngu jung Die Arbeit gehenden Stellen vei.-ehauzen .sieh mei-t hinter dem YoiHand, die vorhandenen Mittel reichten mir aus zur Bezahlung möglich*!, junger Kralle, als ob sie nicht wüßten, daß sieh heilte auch der Bewerber im mitlleien .Aller gerne mit einem be-cheidenen Gehalt zulrieden K.hl. Nun -oll durchaus nicht gesagt werden, daß nicht auch die jüngeren Kräfte der jüdisehni Beamten- und l-eluerschait Stellung und Biot finden sollen, (lewili muß auch für sie gesorgt werden. Aber ihr Belatigungsleld i-t doch ein viel breiteres als das ihrer Kollegen im mittleren Aller, ganz abgesehen davon, ilali sie vielfach noch gar ke ne o ler nur eine kleine Familie n\ ernähren haben. Die jüngeren Leute können sieh leichter um-tellen, sie können sich auch leichter zur Auswanderung nach Eiez Israel oder in ein anderes Land entschließen. 10s braucht hier nicht hervorgehoben zu werden, daß in allen behördlichen Stollungen, be.-.uiders aber im Lehramt, prakti-ehe lOr aliruiigi'i! mienaIjlieh sind. Mögen jüdische Gemeinden um! Institutionen, da Stellen au-.schreiben, sieh der Einsicht nicht verschließen, daß in erster 1. n e den Familienvätern, wenn es bewährte, leistungsfähige Männer sind, gehoben werden muß. Hochachtungsvoll B. Z. Zum Repertoire des Kulturbunds X.s ist ein Aufruf, M I.NN du ihn erhörst!" Sehr gc Aldis zu dine I daUlein 1035); lOiildlut Mci.-.h •uldi enu-'n, 1 ti.ate; .\lH!U' «'Uli 1 i e. I'„ 11 c 1< e 3. 1 ■ l.-i;r in um i-. in «aiinc, W'-at lair li.o brldmi-kiali, lau iler der "; Anna die- Weik ausieh heri-'h Dr. Weltm.iiui- Kriau-so-llic/ Dalur, wie er eine (e.s-ui M,riis .AVi g \ei i.uui'.u-ii<- Zeit gcsiahet und ich1" iii den M - c -. ii--- 1,! t lebg weiden latit, daß wir de- Kul"uhan-i- (II. 1, davtui crgiidmi \\ - rdeu, al-> .n.b in [tsiie. Mar iiicin haUin swr .--ie luiti i lineu .J k: lia- \\;lu! u Ii i'iu Lesen wir tiii> rioch nicht gegen rili b-i- Ii- 10r davon aMi.ihi-ii. ergriffen zu sein, Ui -^eiroinn an s-i:mr \io ein 10 lebtii-. uu-er Ilerz be- .d'in In u neielii: -.rlen wii doch stolz i i ■■ a u cim u Mann au- und in un- : i'm se'M Mil'e, der - kein Ke>- - rn-hiiiui - iua il.er vil l'oec---i ui — •r 1 - in M'im - »ui", ueui Maime-aller Ani-tcnlani, 3. I'ebr. 1935 Auder ..Ktiiid-eliau" veri'.uge ich hier aueh die Aibei! des ..Kuliinbunlcs" mit lebhafieui Interesse. I-Ii begrüße es bes'-iileis, dah man miumehr in de.' läge i-t. Beer- Mölln a n n s ui.veigleiehlii lies Werk ,,Jaakobs Trauni" aui/ulühren. .Aber ich habe den Eindruck, daß der Kulturbund -manche vorhandenen aiukuen Stin-kc jüdischen Inhalts um! zugleich von kun-tlei i.seheui Niveiiu tiieh' kennt oder doch nicht genügend berücksichtigt. Der Zweck dieser Zeilen ist, seine Leitung auf ein soll lies, der Anftuhrung unbedingt wertes Stück aufmerksam zu machen, das un.sere (icneialion leider vergessen zu haben sei» int: ..Daniel Daniel i" von Richard Voss, dem Aul.ar der ,,Römischen Xnvellen*'. Ich wäre sehr er reut, wenn dieser Hinweis genügte. Um die Leitung des Kulturbundes zur Prüfung die-er Tragödie des römischen Ghettos, deren Bedeutung über dieses Milieu hinausleicht, zu veranlassen. Ihr ergebener Hans G o s I a r n S'clh I. E. Poritzky / i' «; \;n. H I) \l: Kr.itt auf-!i inen, uns ..Weg olu.c ,i.r lasten i. di- Wilt s c Ii \e crin M e m e 1, 6. Febr. 1P35 Verehrte Schrillleitung! Der Nachruf „Jüdische Traglelie" in Ihrem Blaite Xr. 11 erinnert iiiiib an den V-uilrag-- besiieh de; :,; \'et -t-irb 11-11 i'll!uc-igc;i I ilcialuivetein am 4. 3. 1905: „Die spanische. lrii|uisilion", der beiliilüg aiiigen.'iimien «uide. Zu -einer vielfach, n und vielsi-iiig n liieiai i-cln n 'laiigkint i-! im h -eine 1 leiau-gabe der ..Venm :-lli':^ nn n -üila'ia l Itiialniente" zu t.nsnhnt n. deren zvieiler Hand ..Saloiiion Maimoiis Lebensgetehiehtc", von Dr. Jakob Kromer, Miirjchen 1911, ist. Der erste Band aber (Berlin 1906, gedruckt, bei Herro-e & Ziemsen, Wittenberg) i,t von J. 10. Poritzky selbst: „Meine Holle". Dieses eigenartig!' Werk schildert reali-iisch die IOrbiirmlichkeit dess Dasein-, z. T. seine eigenen jungen Leiden in Süddeutschland und Paris, wie sie wohl manche siiner o 'jü ii-ehen Lmdi-n-genosseii. bis sie sieh im We-Ien durchsetzen, durchmachen müssen. Leon Scheinhaus Ankündigungen aus dem Reich ^lliishuri 1 1 ' I I Is 1 1 > ' I Unitiiut/ , I i Karlsruhe: — h l.-i ,.)'• I — MannKim ■ / ' > S — Rcgcnshurg: 17. I - '... U , I N < n di r < i \ il 1. K : \ ' Ii , J 3 i l In, \ ia I Ii Ii 1 r .'. im Hein.. K.uI-IukUm.;- ..:.!■.■ i ■;. a - i in «eon nder St..al". . •.' - 1 a im: J-i'l. K-il: nimml. linilmc .-'»-n ^-m.c n in - Schweidnitz; 17. Kehr. U / k xjui, n, t,:! .e-a.,gc. S|.r.-h- I m, - Worms: Z< >' i. 17. I'ebr., n . . | , Ii i I . n al- --ib., -a '. Veranstaltungen der Palästina-Woche Breslau. Pal. dna-W m l,,- 17. I'ebr., 2<i.3<» Ihr. Le-.mgs.,a!, Agnesslral'ie 5: (botii- und Gcmhr der Siundm RelerciUeri: Dr. S. Katiowii,,!.,.«• (Ii-baeh, A--ael. 19. In-Iau, 20.30 (dir. Le--.ings.ial: Die Ztikiii.it Kim. I-iu-1-. Rmmciii: Ilr. M. '1 i.itib. Königsberg. 18. L.t:., Kmimh-eh. . (,, un lud, 1, m-, ( >hi!ab,-ri». ig 21: Die Zu- L'.ulf I i.7. l-,.cb. K.m-i.m: Di. M '| ,.,.,!,. - Bculhen (O.-Schl.). 18. lubl.: Pinuing «ml lUaahiung. RmmiuC Dr. S. Iva nowit z. - Stettin. Ib. Fi l.r.. 20.30 l hr. Smiag >.;-: Zun - zwei Jahnau-endc judi--. her S-clui-üdii. Kc teilt: Rai.ii, Dr. Kiuil It-auliiitil-t ".ihn. 17. Fel.r.. 10 Chr. Har K ., bbad leim: I i m 1 uiing de, P.il.,.li,,B-Kur,. tteteient: Dr. J. Wci;0. An-chließi-ni I: l'ommei -( her Ktei-Iag. Familien - Nachrichten Herr Arnold Hl u Ii m. Gerb-tedl, lug., hl am 3. Maiz den 60. Geburtstag. Herr 1-7 Im K u h! in a n n, Meiningeu. begeht am 15. Februar den 65. Waran;. Herr Jacob N n 1 o in o n. Altenkirchen, begeht am 17. Februar den 89. tdr'uiil Um. Briefkasten der Redaktion M. J., Nürnberg. Die Frage der Errichtung von E i n - h e i 1 s p r e i s g e s c h ä f t c n ist in Palästina schon, vor einiger Zeit lebhaft erörtert worden. Maßgebende Stellen haben .sich in der palästinensischen Presse gegen solche Geschäfte ausgesprochen, weil sie dem Charakter des Landes nicht entsprechen und auch einen übermäliigen Import billiger Schimdwaren zur Folge hätten. Ihre Meinung, daß solche (ieschälte für Palästina abträglich sind, wird also von weiten Kreisen geteilt. Bruno Blum, Berlin. VX'ir halten es nicht für erforderlich, Ihre Zuschrift zu veröffentlichen, denn jeder Leser wird ja selbst erkennen, daß zwischen den zwei Kritiken in dem von Ihnen genannten Blatt ein Widerspruch besteht. 1r7. AML 1955 Tf L-AVIV Sond•rpro»p•kt• durch das MAKKABIAH-BURO Berlin NW 7, Friedrichstraße 100 Ttlifon: A6 (Mirkur) 2915/16 Molleres „Tartüff" In Breslau Unter Förderung des Kulttirkreises brachte unlängst eine Gruppe von Breslaucr und Berliner Schauspielern Molieres „TartüH" zur Aufführung, und zwar im Freundesaal, auf einer eigens dafür hergerichtete Bühne. In dieser technisch keineswegs idealen Voraussetzung lag die größte Schwierigkeit, und es ist erstaunlich, mit welchem Geschick der Berliner Regisseur Nikolai Eljaschoff und der hiesige Bühnen, bildner Kurt L e u n c r eine höchst bemerkenswerte Aufführung zustande brachten. Eljaschoff hatte das Bestreben, die Stilelemente der Commedia dell' arte und der Charakterkomödie in seiner Inszenierung zu verbinden. Seine Idee hätte nicht besser verwirklicht werden können als durch die Einschaltung kurzer Pantomimen, welche die Aufgabe hatten, den Zeitstil anzudeuten, jegliche Bühnenveränderungen zu überbrücken und den „Tartüff" zum abendfüllenden Theaterstück ru machen. In Kurt L e u n e r hatte der Regisseur einen intelligenten Helfer Das üesamt-tnsemblc Foto: Chot*flu AnM-S*Tm«insfci gefunden, der das enorm schwierige Problem vorbildlich löste, indem er auf kleinstem Raum eine völlig ausreichende, stilechte Moliere-Bühne errichtete; die Bildwirkung seiner Aufbauten bewies eine gesunde schöpferische Phantasie. Im übrigen sorgte Eljaschoff dafür, daß das Spiel trotz den ungewohnten Bühnenverhältnisscn möglichst reibungslos ablief. Die Pantomimen hätte man sich hübscher und reizvoller nicht denken können. Eljaschoff bot ein sorgfältig abgestimmtes Ensemble und dirigierte das Temix> vortrefflich. Das Zusamntenspiel hatte Fluß und Farbe. In den Details ergabt n sich kleine Mängel; man sah manche konventionelle Pose, die sich leicht hätte korrigieren lassen. Was hier verabsäumt wurde, das holte Eljaschoff wieder ein durch den von ihm verfaßten Epilog, der alle guten Geister der Commedia dell' arte noch einmal heraufbeschwor. Die schauspielerischen Leistungen waren, im ganzen gesehen, recht zufriedenstellend. Im Vordergrund, nicht nur durch seine Rolle, stand Max Koninski als Tartüff; kein Star, sondern ein in Sprache und Gestik höchst disziplinierter Künstler. Neben ihm behaupteten sich, obwohl eine gewisse Distanz unleugbar war, am ehesten Alfred Balthotf, der dem Grgon nichts von seiner Borniertheit schuldig blieb, Camilla S p i r a, die als Elmirc, trotz einigen zu theatralischen Tönen, durch die Grazie des Sich-Gebens bezauberte, unJ Liselotte Rosen, die bis auf ein Zuviel an stereotypen Haue.- bewegungen ein wirklich ideales Kammermädchen war. In kleineren Partien bewährten sich Fritz Ritter (Damis), Carola Segall (Madame Perneil), Fritz Kahnemann (Valer> und, als stummer Diener des Tartüff und Lenker der Pantomimen, Hirsch F r i e d m a n n. Für die hübschen Kostüme zeichnete Heinz Cond eil, für die wohlüberlegte Auswahl und die Wiedergabe der Bühnenmusik Heinrich Markt verantwortlich. Das Publikum nahm die Aufführung mit Vergnügen hin. _ Martin Hausdorff Die Palästina-Woche Leipzig Nach dem Oemeindeabend mit Dr. Landauer und der Versammlung mit Dr. T r a u b, über die wir schon berichteten, wurde die Palästina-Woche mit einer großen Kundgebung des Misrachi im überfüllten Saale des „Volkswohl" fortgesetzt, in der Isi E i s n e r über „Orthodoxie und Z i o n i s m us sprach. Das ausgezeichnete Referat stellte sehr stark die gemeinsame zionistische Aufgabe in den Vordergrund, die den Misrachi mit der Zionistischen Organisation verbindet tmJ schloß mit einer ernsten Mahnung an die noch abseits stehenden Teile der Orthodoxie, den Anschluß an die nationale Bewegung nicht zu vergessen. Der Vortrag hinterließ bei den Zuhörern, von denen viele zu den Kreisen der Agudah gehörten, starken Eindruck. Am 10. Februar, vormittags, fand eine große Jugendkttndgebung im Krysfall-Palast statt, die unter der Parole ,,Hulc" stand. Es sprachen Dr. Lehr freund (Leipzig), Dr. Georg Josephthal (Berlin) und Isi Eis n er (Berlin), Jetler der drei Redner legte von seinem Standpunkt aus die Bedeutung der Stunde dar, und alle Referate klangen in das Gelöbnis unbedingter Einsatzbereitschaft für den Aufbau des Jüdischen Nationalheims aus. Chorgesänge und turnerische Darbietungen umrahmten die wiederum von etwa 1500 Menschen besuchte Kundgebung. Hamburg und Hannover Am 3. Febr. begann die Palästina-Woche in Hamburg mit einer nordwestdeutschen Bezirkstagung des Palstina-Amtes, über die in dieser Zeitung bereits berichtet worden ist. Am 4. l ehr, waren der Einladung des Jewish Agency-Comites in den Festsaal des Palasthotcls zirka 400 Personen gefolgt, Um 'den instruktiven Bericht entgegenzunehmen, den Dr. (icort; Landauer über die Arbeit der Zentralstelle für Ansiedluni; deutscher Juden in Palästina erstattete. .Man bemerkte in dieser Versammlung, der der Vorsitzende des Vorstandes der Deutsch-Israelitischen Gemeinde, R.-A. David, präsidierte, wohl sämtliche im öffentlichen jüdischen Leben Hamburg» stehende Persönlichkeiten. Während Dr. Landauer die Zahlen ihre eindrucksvolle Sprache sprechen ließ, stellte Rabbiner Dr. Joachim Prinz, seine Rede am 7. Febr. vor zirka WIK) Personen im Großen Saal des Conventgartens gerade auf daab, was am Aufbauwerk mit den Methoden der Statistik nicht zu erfassen ist: Auf das Irrationale, das immer wieder wirksam werden muß, wenn das Unternehmen der zionistischen Palästina-Kolonisation seinen tieferen Sinn erfüllen soll. In Hamburg und in Hannover wurde die Palästina- Woche mit einer Kundgebung der chaluzischen Jugend abgeschlossen. In beiden Städten sprachen Dr. Josephtha' und Isi Eisner. Palästinensische Lieder umrahmten die Reden. ÄE.'ÄJ?Äft?Ä2 SAXONIA«DROGERIE KSSESTffJUlSÄ