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Jüdische Rundschau · 1935-02-08 · Heft 12 (8.2.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 12 (8.2.1935)
Date
1935-02-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 12, 8. II. 1935 | Jl Vorhanden sein, um dem entgegenzutreten. Viel wichtiger aber ist dies noch auf dem Gebiete des Schutzes tfer jüdischen Ehre. * Wir Juden sind oft gegen sachliche Kritik zu wehleidig und sollten das nicht sein. Denn ebenso wie an andern Menschengruppen, gibt es auch bei uns viel auszusetzen. Wenn wir unsere eigene Gemeinschaft betrachten und an den Aufbau unserer Zukunft denken, so drängt sich uns eine scharfe Selbstkritik auf. Wir wissen, wieviel im Judentum verkrüppelt und schwächlich, unfrei und ungesund ist. Seit 40 Jahren sind die Besten des Volkes bemüht, ein regeneriertes Judentum heraufzuführen. Aber ebensowenig wir uns als fehlerfrei dünken seilen oder wollen, ebensowenig können wir eine Beurteilung hinnehmen, die unser Volk geradezu als den Teufel der Menschheit hinstellen möchte. Dies müssen wir aufs schärfste zurückweisen. Der nationalsozialistische Staat hat sich wiederholt gegen Diffamierung von Völkern und Rassen ausgesprochen. Die Trennung zwischen Ariern und Nichtariern, die erfolgt ist, hat weittragende Konsequenzen im praktischen Leben, sie vermindert unseren R e c h t s - Status, aber sie muß uns nicht moralisch degradieren. Den Status, den wir erhalten haben, haben wir erhalten. Aber in ihm müssen wir nun leben können, und /.war auch ohne Anfechtung unserer ideellen Güter. Die ainijüdisehc Agitation mancher Einzelpersonen und Publikationen kennt aber keine Grenzen. Wir Juden sind dieser Propaganda gegenüber in einer merkwürdige» Lage. Jeder kann in seiner privaten Sphäre beobachten, daß ein großer Teil der deutschen Bevölkerung dieser Agitation keinen Glauben schenkt, was erklärlich ist, denn alle diese Menschen können sich doch in ilucin täglichen Leben, in Mandel und Wandel und uii/ühligcn Gesprächen davon überzeugen, daß die Darstellung, der Jude sei der leibhaftige Teufel, eine groteske Verzerrung der Tatsachen ist. In jeder Gesellschaft gibt es bessere und schlechtere Elemente. Wir empfinden es nicht als sachlich, wenn mau zur Bezeichnung der Schlechtigkeit den Namen eines anderen Volkstums verwendet. Wir würden es z. B. nicht billigen, wenn das Judentum in . Palästina einen jüdischen Gauner als Araber bezeichnete, und ebenso wenig würde es am Platze sein, wenn irgendeine andere Nation sich ihrer minderwertigen Elemente dadurch entledigte, daß sie diese einem anderen Volk zurechnet. Nichts anderes aber geschieht häufig beim Gebrauch des Wortes jüdisch. Ein gutes Beispiel hierfür finden wir in einem Artikel der „Westfälischen Landeszeitung Rote Erde", Dortmund, vom 4. Februar, worin es heißt: „Es ist auch etwas Schönes, wenn der Kaufmann und Handwerker tüchtig ist, es kann ein Ehrenname sein, wenn von einem gesagt wird: er ist geschäftstüchtig. Es gibt dann noch eine andere Art von Menschen. Von ihnen sa^t das Volk: Sie kumien aus Dreck Geld machen.— Diese Leute die meinen, nur sie allein hätten aufOrimd ihrer „OeschäfMfidtiigkeii" Existenzberechtigung, die nur ihren eigenen Vorteil und Ihren eigenen Geldbeutel sehen, gehen über Leichen. Natürlich sind es Juden. Wir haben sogar Beispiele erlebt» wie mancher lüde um des Geschäftes willen die Hand /um I ÜiIer-( iruiS hob. Dabei ist es u nw e s c n 11 i r Ii, oh einer nun dem B! u t nach jüdisch ist oder nicht, jenes i;eschaft!ielie Denken entspricht jüdischer I.cben-aufrassuny und ist noch verderblicher, wenn der Tr.u.;er dieses Denkens „arisch" ist. Der Kampf gilt diesen jüdischen Geschäftemachern auf der ganzen Linie." Entgegen allen sonst geltenden nationalsozialistischen Prinzipien kommt die Zeitung hier zu dem Ergebnis, daß es unwesentlich sei, ,,ob einer dem Blute nach jüdisch ist oder nicht". Wir glauben, daß es nicht angeht, nach Belieben das Kriteriuni zu wechseln. Wenn einer dem Blute nach arisch ist, so kann man ihn nicht als ,,jüdischen" Geschäftemacher bezeichnen, sonst gäbe es doch überhaupt keine objektiven Gesichtspunkte mehr. Dasselbe, was die Westfälische Landeszeitung" hier sagen will, kann man in anderer Art ausdrücken, nämlich folgendermaßen: Menschen, die nur auf ihre eigenen Vorteile sehen, gibt es, unabhängig vom Blute, in jeder Gemeinschaft. Gewiß bei uns Juden nicht weniger als bei anderen. Aber auch Beweise des Gemeinschaftssinns und der Menschlichkeit gibt es in jeder Gemeinschaft, gleichfalls bei uns Juden nicht weniger als bei anderen. Wenn der neue Staat die Rassenseheidung eingeführt hat, so muß gewiß jede Rassengruppe für sich selbst genommen werden, aber niemand kann glauben, daß die Natur nach der Schwarzweiß-Technik verfährt und in die eine Gemeinschaft nur die Selbstlosen, in die andere nur die Eigensüchtigen hineinpreßt. Nicht nach diesen Kriterien verlaufen die Grenzen zwischen den Völkern der Erde. Wir glauben, daß durch eine Eingliederung, die auch dem obersten Organ der Juden schaf f eine Befugnis zur Verteidigung der jüdischen Gemeinschaft einräumte, dem heutigen Zustand der Ungewißheit ein Ende gemacht werden könnte. Je mehr die außenpolitische und innerpolitische Konsolidierung des Reiches vonstatten geht, um so mehr wird sich in dem Sektor der Judenpolitik das Bedürfnis erweisen, auch die jüdische Position durch Anerkennung des jüdischen Rechtes auf Ehrenschutz zu legalisieren. Beruf und Berufung Die Beschäftigung der deutschen Juden mit den Fragen Palästinas, die durch die In allen Gemeinden und in fast allen Familien vorhandenen persönlichen Beziehungen dorthin eigentlich in keinem Augenblick mehr abreißt, ist in diesen Tagen durch die Palästina-Woche, die in Berlin und in zahlreichen großen und mittleren Gemeinden veranstaltet wird, noch mehr belebt Worden. Zehntausende haben von Palästina gehört, und überall ist die Information über den Fortschritt des Aufbaus mit größtem Interesse aufgenommen worden. Im Mittelpunkt dieser Darlegungen steht heute der Gedanke, daß nach dem großen Aufschwung, den das jüdische Aufbauwerk in der letzten Zeit genommen hat, jetzt der Augenblick gekommen ist, um mit den Mitteln der jüdischen Gesamtheit auch auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Kolonisation eine neue große Ausweitung vorzunehmen. Die Anleihe der Jewish Agency und die Erwerbung des Hule-Gebietcs erwecken die Hoffnung, da Ii in naher Zukunft die kolonisatorische Arbeit des Zionismus in Palästina einen starken Anstoß erhalten wird. Diese Hoffnung und Forderung liegt abseits von den Gefilden der „Prospcrity". Wohl wissen wir, daß die ungeahnte wirtschaftliche Fruchtbarkeit der palästinensischen Wirtschaft ohne die Vorarbeiten der Pioniere, die weite Strecken des Landes urbar gemacht haben, niemals möglich gewesen wäre; auch sie beruht auf dem Unterbau, der durch unsere kolonisatorische Leistung geschaffen worden ist. Wenn aber die Zukunft neue Kolonisation in Aussicht stellt, so müssen wir erkennen, daß wiederum Pionierleistungen hierfür erforderlich sein werden, und daß Menschen diese Arbeit übernehmen müssen, die sich von den Verlockungen der Prospcrity, von einem bequemeren Und besser bezahlten Leben in der Stadt fernhalten und die große Aufgabe der Erweiterung des jüdischen SiedümgsbezirkeS durchführen. Es ist ein Zeichen für die in der Zionistischen Bewegung und int jüdischen Volk vorhandenen Kräfte, daß die Aussicht hierauf schon jetzt wie eilt belebendes Element zu wirken beginnt, obwohl die Aufgabe, die derer wartet, die sich der Urbarmachung neuen Landes widmen wollen, wahrlich keine leichte und angenehme ist. Hier zeigt es Sien, welches die wirklichen Kräfte sind, aus denen der Zionismus gespeist wird und die ihn befähigen, . auch dann zu bestehen, wenn die äußeren Umstände schwierig sind, und wenn nicht der Gedanke, sein Leben zu erleichtern, Motor der Entschlüsse des Einzelnen Ist. Diese Erkenntnis gilt es Wachzuhalten insbesondere auch deshalb, weil in der Frage der beruflichen Einstellung der jüdischen Jugend gelegentlich Stimmen laut werden, die von einer solchen Haltung weit entfernt sind. Die zionistische Bewegung hat die Umschichtung des ifldUclicn Volkes von jeher gefordert, weil sie erkannte, daß in dem sozialen und ökonomischen Aufbau der Judenheit eine der Ursachen der Judennot zu suchen ist. Die junge zionistische Generation, deren Aufgabe es war, diese Erkenntnis durch die eigene Tat in dfe Wirklichkeit umzusetzen, ging aber weiter. Sie wollte und will durch berufliche Umschichtung nicht allein zur „Normalisierung" unseres Volkslebens beitragen, sondern zugleich in dem Akt des beruflichen Neuwerdens uhlreiche sie bedrängend« manschlich« Fragen einer Eisung näheriührcn. Dartim. War die Parole der Umschichtung und des Einsatzes als Pionier im Aufbau für sie schon in einer Zeit aktuell, als sich das deutsche Judentum in seiner großen Mehrheit noch dagegen sträubte. Heute hat sich dies geändert. Man erkennt die Bedeutung der Umschichtung zu den hand arbeitenden Berufen an, weil man einsieht, daß ein großer Teil der jüdischen Jugend seine wirtschaftliche Zukunft außerhalb Deutschlands suchen muß und seine Hoffnung in erster Linie auf Palästina setzt. Aber eines hat sich doch noch kaum gewandelt: Gewiß ist man damit einverstanden, wenn junge Menschen Landwirte oder Handwerker werden, weil man diesen Weg als Chance Zur Gewinnung einer wirtschaftlichen Existenz betrachtet Nicht dagegen erkennt man den ganzen moralischen Inhalt dieses Umschichtungsprozesses, den er für die jüdische Jugend Deutschlands haben kann, wenn sie sich als Teil der großen Pionierbewegung empfindet und nicht im persönlichen wirtschaftlichen Aufstieg des Einzelnen das Lebensziel sieht, sondern der heute lebenden Generation des jüdischen Volkes die Aufgabe stellt, n«n« Grundlagen für unserer aller Zukunft zu bauen. Wie diese Haltung real aussieht, ersieht man mit aller Deutlichkeit aus einer Veröffentlichung, die wir an dieser Stelle bereits mehrfach erwähnt haben. Das Buch: „Arbeiterinnen erzähle n", das vor kurzem in deutscher Sprache erschienen ist, gibt einen Einblick in das Leben und Leiden von Mädchen und Frauen, die vor dem Kriege und In den ersten Nachkriegsjahren nach Palästina gekommen sind, um mit ihrer eigenen Hände Arbeit am Aufbau teilzunehmen. Wenn man diese Dokumente, die dem täglichen Leben entnommen Sind, liest, so empfindet man zunächst die ganze Schwere eines Daseins, das unter oft übermäßig primitiven Bedingungen den Einsatz der ganzen Person verlangt. Von Aufstieg und Wohlstand, von Prospcrity und Erfolgen, die äußerlich «Ichthar sind, Ist hier kaum die Rede; im Gegenteil, manche Partien des Buches muten beinahe wie eine Leidenschronik an. Und trotzdem: aus diesen Dokumenten spricht der Wille einer Generation, sein Leben aus eigenen Kräften neu zu zimmern, die Fragen der Zeit in eigenartiger Weise anzugreifen, vielleicht nur selten wirklich zu lösen, aber mit ihnen ernst zu ringen, ohne in vorgezeichnete Bahnen zu treten, Und zugleich zum Aufbau eines neuen jüdischen Lebens beizutragen. Wir alle sollten uns auf diese Grundlagen der zionistischen Arbeit in Palästina mehr denn je besinnen, damit wir fähig werden, in dem durch äußere Ursachen ausgelösten Prozeß des Unibaus des deutschen Judentums jene echten menschlichen Kräfte, die auch in uns schlummern, zu wecken lind zu stärken und so eine wirkliche Erneuerung der jüdischen Gesamtheit in Deutschland herbeizuführen. Wir wissen wohl, daß nicht alle Jugendlichen diesen Weg beschreiten können. Nicht jeder besitzt die physische Eignung dazu, und nicht jeder hat die charakterliche Veranlagung. Aber wir müssen erkennen, daß ein sehr großer Teil unserer jungen Generation Jahr um Jahr diesen Weg wird gehen müssen. Dem steht nicht entgegen, daß ein gewisser Prozentsatz, der hierfür durch seine familiären oder persönlichen Verhältnisse besonders geeignet ist, seine Existenz in der bisher gewohnten Welse suchen und finden kann. Das Gebiet der Wirtschaft und insbesondere der kaufmännischen Betätigung ist, soweit es sich nicht um führende Stellungen handelt, den deutschen Juden auch heute nicht verschlossen. Gefährlich ist es nur, wenn hieran Folgerungen abstrakter Art geknüpft werden. Die Mehrzahl derjenigen deutschen Juden, die in der nächsten Generation als Kaufleute leben werden, können nur eine bescheidene Existenz erwarten. Es ist gewiß die Aufgabe aller jüdischen Kreise, diese Chance zu erhalten. Von den Zeiten jedoch, in denen auch Juden, als „königliche K a u f 1 e u f e" Ansehen genossen, sind wir weit entfernt, es ist fraglich, Ob mit ihrer Rückkehr zu rechnen ist. Die große Mehrfjei: der heutigen jüdischen Jugend ist' entschlossen, ein Leben auf neuen Grundlagen zu beginnen. Wer dies aus irgendwelchen persönlichen Gründen nicht kann, bedarf dazu keiner Ideologie, die mit der Wirklichkeit doch nicht übereinstimmt Wenn überhaupt die geistigen Grundlagen, auf denen sieh das Leben der jungen Generation in Zukunft aufbauen soll, erörtert werden, dann doch nur deshalb, um sie zum Einsatz ihrer ganzen Person anzuspornen und so aus dem deutschen Judentum einen Beitrag für die gesellschaftliche und nationale Erneuerung des jüdischen Volkes beizusteuern. K. L Reise Felix Warburg« nach Palästina N e w York, 3. Februar. (JTA.) Der Ehrenvorsitzende des Joint Distribution Committee und Mitglied des Administrative Committcc der Jewish Agency, Felix M. Warburg, begibt rieh nach Palfetina, um «ich dnen Ucberblick über die derzeitige Lage im Lande zu verschaffen. Tag der jüdischen Jugend Vom 9. MSrz abends bis 11. Mflrz findet In Berlin im Logenhaus, Klclststraße, als Veranstaltung des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände ein „Tag der jüdischen Jujend'r statt. Bei dieser Veranstaltung werden Dr. Bruno Sommerfeld Uber die Arbeit des RelchsausschtiSSes referieren, Seew Orbach üben Berufsfragen der jüdischen Jugend, Dr. Paul Eppstein über: Jugend und Freizeitgestaltung. Fritz Schwarzscliiid Uber: Jüdisch« Jugend und die Organisationen des deutschen Judentums und Dr. Friedrich Brodnitz über: Diaspora und Palästina. Wir werden auf diese bedeutsame Veranstaltung demnächst noch naher eingehen. Für Stunden der IluOe Die „Jüdische Rundschau" möchte ihren Lesern übet dm Tag hinaus Wertvolles und Bleibendes geben. Auf den Seiten, die der Unterhaltung gewidmet sind, läßt sie junge sowie schon bewährte Kraft« des künstlerische?! und literarischen Lebens au Wort« kommen. Di« .Jüdisch« Bundschau" wird künftig noch mehr Aufmerksamkeit den Werken der neuen jlidischen Littratut »uwenden. Ein ausgewählt« Feuilleton ergänzt den UnterhaUungsteit. In ihrem Literatur-Blatt berichtet du „Jüdische Rundschau" übet neu erschienene und Usensuitrte Bücher; für die Freunde der Münk bringt sie die Beilage „Von jüdücher Mtuik"; dt« Seite „Schule und Ersiehung" will dem großen Kreis pädagogisch Interessierter Anregungen geben; Jugend-Rundschau und Kinder-Rundschau finden jedesmal ihre zahlloten Freund«. Uttm SM du JSdisäa Rttn<t*cW «#,U,«8I«' BittaÜm St» mal dm «i 4Um Aufabi «in«*hudit«ii ButUaduin noch )uuU für RA/ 2.— tnoHdtM», RM J.75 vittultthtlich (ahnt Im- Wfubn ZiuttiUwttt») Mm VwUg. Brrlm #15. Mtiuhmk. 10 Presseschau Der „Wirts c h a f ts d i c n s t", Hamburg, vom 25. 1. bringt einen Bericht über Palästina von ü. F ü r h r i n g e r, Der Artikel beschäftigt sich zunächst mit der Frage des Legislative Council und der Haltung der Araber. In diesem Zusarnttienhang wird fülschlich behauptet, daß die jüdischen Arbeiter meist auf kommunistischer Basis organisiert seien. Der Aufsatz erwähnt sodann die UÜbergabe der Hule-Konzession, behandelt die Einwanderiingsentwicklung und vertritt den Standpunkt, daß die Konjunktur auf nicht sehr sicheren Füllen stehe. Weiterhin wird die Entwicklung der Industrie und die Einfuhr behandelt. Der Artikel schlicht da; mit, daß er die Gefahr der Einseitigkeit der palästinensischen Produktion an Hand der Ausfuhrzahlen darlegt und ilu gegenüber das Ideal der Eigenversorgung aufstellt. In der Wiener „Neuen Freien Presse" vom" 31. 1. veröffentlicht H. B. Baker, Mitglied der Anglo Palestlne Bank, ejuen Aufsatz „London als Finanzzentrum tür Palästina". In dem Aufsatz wird das Ansteigen des Warenaustausches zwischen Palästina und England dargestellt, der sich im Jahre 1931 um 40 o/o gegen 1033 erhöht habe. Der Verfasser weist dann auf die englischen Gesellschaften hin, die in Palästina arbeiten und erwähnt die günstige Geschäftslage der palästinensischen Filiale von Barclav's Bank und schließlich die 2-Millioncn-Pfund-An!eihe der Palästina-Regierung, sowie die 50t)000-Pfund-Anleihe der Jewish Agency, die beide in der Londoner City untergebracht werden. Barclay'« Bank werde sich, wie am 24. Jan. In der Generalversammlung mitgeteilt wurde, an der Gründung «iiier landwirtschaftlichen Hypothekenbank in Palästina und an einer Reihe palästinensischer Versicherungsgesellschaften beteiligen. * Aua Leserkreisen werden wir darauf aufmerksam ge* macht, daß in der Zeitschrift „Wochenbild" (Berlin), Heft I, Jahrgang 1035, in einem Aufsatz „Haarpflege und Natur-Rhythmus" die Periodi/.itätslehre von Wilhelm Fließ gewürdigt wird. In der Zeitschrift „Das Magazin d er Hausfrau", Heft 402, so schreibt uns derselbe Leser, wird die Leistung des großen Physikers Lieben hervorgehoben. Beide genannten Forscher sind Nichtarier. Auch dai „Berliner Tageblatt" bespricht am 5. Februar die Periodenlehre von Fließ. ItauptschrÜdelter: Dr. Robert Weltsch, Berlin.Charlottenbtirg 9. StcIlvcrUeter: Kurt Loe *r e n s t e I n, Bertin W 18. Anwigenleitcrin und verantwortlich für den Anzeigenteil! Helene Chineiner, Berlin N 84, Verlag und Anieigenwwaltung! Jüdisch« Ruodschaiw Berlin W lf, Meinetatr. 10. D.-A. Januar 38 444. — Druck* Siegfried Scholem, Berlin-Schöne bere.

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