Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 11 (5.2.1935)
- Date
- 1935-02-05
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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\%r «r Seite 8 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 11, 5.11.1935 DIE SUMME VON DER HIMMELSTREPPE (lief und weich ): Mußt du, zu erwachen in meiner Welt, Nicht in der deinen entschlafen? MOSE (hinsinkend): O Fels ohne Wanken ... o Gott ohne Falsch ... Dein Beschluß ist gerecht und unfehlbar ...!) i e II i rn m e l s t r e p p e beginnt langsam aufzustrahlen. Sie ist von den Heerscharen der Herrlichheit erfüllt, die in dichter Ordnung die Stufen herabsteigen — Die beiden Dienst' engel beugen sich über den hingesunkenen Mose. ERSTER ENGEL: Senke die Lider und schließe sie zu. ZWEITER EXCEL: Kreuze die Arme auf deiner Brust. BEIDE ENGEL: Schlafend harr der Herabkunft ... Die Heerscharen haben die II irnmelstreppe verlassen und überströmen die Allarbühne, sich dem Todcslager nähernd. DIE STIMME (unsichtbar unter den Engeln): Tochter Seele ... Fahr aus ... Verlaß deinen Leib ... DIE SEELE DES MOSE: Dieser Leib ist mir traut ... Ich lasse ihn nicht ... DIE STIMME: Tochter Seele ... Liebst du ihn mehr als mich? DIE SEELE: Nein Vater Nur dich ... Nur dich hah ich lieb.., DIE STIMME: So komm ... damit ich dich küsse ... Die Heerscharen liaben Mose vollkommen eingeschlossen — Das Bild ist verblichen. DER FROMME IM BF HI AUS: Im Kuli nahm der 1 lcriseine Seele zu sich. LESLNG DES R \HIU: „Und es .steht hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose." DER FROMME: Bi^ zu den Tnyen des Messias.. . » (Weitere Teile folgen) Ncuhinzutretende Abonnenten erhalten auf Wunsch die bisher erschienenen Teile des Werf.I-Dramas kostenlos nachgeliefert. Jüdische Tragödie Zum Tode I. E. Poritzkys Wer die Nachricht vom Tode L F. Poritzkys liest, erinnert sieh wohl dieser oder jener Skizze ocler Novelle, die seinen Namen tru<{, die in einer Zeitung stand, in einer deutschen oder in der letzten Zeit in einer jüdischen oder ausländischen, vielleicht soo;ir eines Luches... Poritzky hat viele Bücher und unzählige kleine Arbeiten geschrieben. Cr war ein Schriftsteller von Niveau, von Talent, von Oeist. Und ist nun gestorben, öS Jahre alt, „nach kurzem Leiden", wie man zu sagen pflegt. Poritzkys Tragödie bestand darin, daß er kein „jüdischer Literat" war. Der sogenannte jüdische Literat, ein schwarzer Mann, den sich im Fifer der Nachahmung auch Juden gern an die Wand malen, ist ein naturfremdes, atzend gefühlloses und verstandi'sscharfes üroßstadttinwesen. Poritzky hat zwar die letzten vierzig Jahre in Berlin verbracht, aber — kein Mensch vom Lande könnte so ungroßstädtisch sein —, er lehnte es ab, in ein Cafe zu gehen. Er lebte mindestens im Sommer auf dem Lande, weitab von Berlin, in einem Holzhaus, von dem er sich noch jeden Nagel selbst einschhi-;, /wischen Bäumen, die er seihst gepflanzt hatte, für nichts so gern und gleich zu haben wie für körperliche Tätigkeit in freier Luft. Das war der „jüdische Literat". le leidenschaftliche I iche zu Deutschland, ideiitschLmd, weil es seine - zweite Heimat e aus dem Osten. Er bat seine Herkunft Fr hat sich, wenn die Rede darauf kam, gerühmt, immer noch „ein Blatt Oemara zu Fr hat einige jüdische Bücher veröffent- Hi im letzten Jahr gezeigt, daß er wie :'eignet gewesen wäre, die jüdische Kurzbei Scholem Alejchem so frisch und heiter ciier Sprache weiterzuführen. Fr hätte weit es.-hafft haben können. Die jüdischen Kulturiur die er, der kein Neujiide und kein r beste Mann gewesen wäre, haben seine ekannt oder übersehen. in rufen müssen. Fr war zu jung, um einfach gelassen /u werden, und zu alt, zu gut und e zuviel in seinem! eben geleistet, um jetzt F i.ttte eil - ZU Sie. stammt verleugnet, zum Schluß :. Fr hat n le sonst c lichte, die }•.}, in deutsc'';i"cn. g organi-ati-irien, Nurjnde war, d< Eignung nicht l' Man hätte i! am Rande lie;eu namhaft, er halt besonde: war. Linie bis lerne licht, weni Oese bega mein d Fähigkeiten hausieren zu gehen, ier Vehemenz und I iche in die bi, er war so im deutschen Kulturplot/lich ausgeschaltet, wie Wie gestalte Ich den Schabhat? Für Schabbat, 9. Februar Wochenabschnitt „T'ruma" (II. B. M. Kap. 25, 1-27, 19) Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, daß chronologisch unser Wochen abschnitt auf die Erzählung vom Sündenfall beim goldenen Kalb folgt und ihm nicht, wie in der Anordnung der Thora, vorangeht. Ueber den Grundsatz: 01*10 |"K finna miROl („es gibt kein früher und später in der Thora"') werden wir uns ein andermal unterhalten. Nach diesem Hinweis lese man zu Beginn des Oneg Schabbat wiederum aus Edtnond Fieg, Moses, vor, und zwar aus dem Kapitel: Der Olanz der Stiftshütte (Seite 111—130). Hier sind die wichtigsten und schönsten Midraschim über das Stiftszelt gesammelt. Den Jüngeren erzähle man dann über die äußere Gestalt des Stiftszeltes und über seine innere Einrichtung. Das ist gar nicht uninteressant. Man beauftrage vielleicht einige Jüngere rechtzeitig, Zeichnungen anzufertigen, die, nach den Maßen und Angaben des Wochenabschnittes, die dort aufgezählten Geräte darstellen. Auf jeden Fall sorge man dafür, daß Bilder von den Geräten auf dem Oneg Sehabbat gezeigt werden. Sie sind vielen Bibelübersetzungen beigefügt, z. B. der von Fuchs, Verlag von Jos. Schlesinger, Wien. Man erhält durch solche Bilder eine viel anschaulichere Vorstellung von der inneren Einrichtung, als durch noch so häufiges Lesen und Darstellen. Mit A eiteren bespreche man, nach gründlicher Vorbereitung, die Symbolik des Stiftzcltes und seiner Einrichtung. S. R. Hirsch entwickelt in seinem Kommentar zu unserm Wochenabschnitt ein umfassendes und ungemein interessantes System der jüdischen Symbolik unter besonderer Berücksichtigung unserer Sidra.' Hier findet sich sehr viel Stoff, der sich gut verwerten läßt. Eine andere, einfachere symbolische Deutung gibt Flavjus Joscphns in: Jüdische Altertümer I, Buch 3, Kapitel 7. Dann spreche man ausführlicher über die Bundeslade, über ihre Aufgabe und verfolge ihre Geschichte, insbesondere unter Berücksichtigung von 1. Samuel, Kap. 4—7. Im Talmud Joma 53 b finden sich einige Bemerkungen über das spätere Schicksal der Lade. Als Hafinra wird 1. Könige Kap. 5, 26—6, 13 verlesen, wegen des dort erwähnten Berichts vom Tempelbau durch Salomo. Der Tempel trat ja später an die Stelle der Stiftshütte. E. Als Psalm für diese Woche kommt Nr. 26 in Betracht. lieber die Behandlung juristischer Bibelstellen Zahlreiche Wochenabschnitte des 2. und 3. Buches Mose behandeln juristische Bestimmungen. Aus diesem Grunde soll hier einmal über die Methode der Behandlung solcher Stoffe gesprochen werden. Red. Der Oneg Schabbat dient der Rückkehr zum Judentum und zum jüdischen Volk. Es ist deshalb selbstverständlich und notwendig, daß die Stoffe, die er in den Mittelpunkt stellt, dem großen Umkreis der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart entnommen sind. Noch immer ist dieses Gebiet lange nicht ausgeschöpft und deshalb erscheint es einem oft genug ärmlich und eintönig. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, wie wenige Menschen es zum Beispiel verstehen, den .großen Stoffkreis der Bibel lebendig und interessant zu machen. Es hängt eben nicht nur vorn Stoff ab, der von Leben strotzt, sondern auch vom Menschen, in dem dieses Leben antworten muß. Lind wie wenig Menschen haben dieses lebendige, pulsierende Leben in sich und welcher Bruchteil dieser wenigen vermag es mitzuteilen, davon zu reden und andere an ihm teilhaben zu lassen! Es verliert sich alles oft in jene Trockenheit, die immer überheblich ist, weil sie mit der eigenen Lebendigkeit nicht in das Leben des Stoffes hineinkriecht, sondern über ihm mit erhobenem Zeigefinger und gerecktemi hirntragendem Haupte steht. Aber auch die Stoffe selbst scheinen dem kärglich, der sie nicht kennt und man kann eben nicht immer Bibel und chassidischen Geschichten lesen und in ihnen allein die Repräsentanten des gesamten jüdischen Lebens finden. Wer mit siinen 1 ei,gingen u Fr hatte sich mit soL deutsche Kultur liineingeie: schaffen mitgegangen, daß er vor einen Abgrund stand., t'nd der Abgrund wurde mimer tiefer. Man darf einwenden, daß es ihm nicht allein so ging, gewiß. Wenn Poritzky nur ein nichtarischer deutscher Schriftsteller gewesen wäre oder nur ein Romancier oder nur ein Kulturpsvchologe,. . . aber er war alles das zusammen, mit Leib und Seele, er hatte als Kritiker, als Essayist, als Verlagspraktiker, als Dramaturg und Regisseur da/u noch am literatischen Webstuhl der Zeit" gewirkt, und von dem Dramatikern und Dichtern, die in den letzten Jahrzehnten hierzulande zu Ruhm und Namen gekommen sind, hat er (jott weiß wie vielen in den Sattel und vorwärts geholfen. Fr war mit ergrauendem Haar noch ein kindlicher, naiver Mensch. Fr, der von Anfang an die ..jüdische Substanz" gehabt hatte, empfand es mit tiefem Schmerz, daß man ihm die zweite Heimat nahm. L. H. * Jakob Elias Poritzky ist 1876 in Lomza (Polen) neboren und am 1. Februar gestorben. Außer seinen deutschen Romanen, Novellen und Essnyhänden hat er folgende jüdische Bücher herausgegeben: „Keinen Kaddisch wird man sagen" (bei Reelam), drei Bände „jüdische Vorträge", „Die Geschichte der spanischen Inquisition", und — als Mitherausgeber — „Das Volk des Ghetto". Berichtigungen. In unserem Bericht über „C.hamischa Assar B'schwat in der B. Z. V." in der vorigen Nummer ist irrtumlich der Name des einen der Mitwirkenden mit Seligmann angegeben. Es handelte sich um Walter S e I i gs o Ii ri. - in dem „Brief an die Hedaktion" von Leon Schcrnhaus über Pei cz S m o 1 c n s k y in unserer vorigen Ausgabe ist ein Druckfehler unterlaufen. Der hebräische Titel heißt richtig Tl'ia 0"? (Rache des Bundes) und Scligmann Heller hat seine detitsche Uebersdzung (Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur, Berlin 1898» „Haß und Rache" benannt. die Dinge kennt, weiß, wieviel Leben oft z. B. in die Dokumente der Halacha getragen werden kann. Der Versuch, aus dem jüdischen Gesetz — nicht aus dem Ritualgesetz (das erfordert besondere Kreise von Menschen), sondern aus Zivil- und Strafrecht - Stoffe für jüdische Unterhaltungen mit jugendlichen Menschen zu machen, wird vici zu selten unternommen. Dabei gibt es wenig, was interessanter und jugcndgeiuäßer wäre! Alle Elemente jugendlicher Interessiertheit können hier aufgerufen werden: das sensationelle Spannungsmoment und die Wißbegierde. Man soll sich nicht genieren, beide zu nutzen! Deshalb soll man vom lebendigen Beispiel ausgehen und das „kriminalistische" Element nicht scheuen. Die Behandlung dieser Stoffe aus dem jüdischen Recht kann vor Jugendlichen nicht von Deduktionen und Theoremen ausgehen, sondern vom „Fall". Beispiele: „Der Jude Abraham, der Sohn Davids, wird unter einem Baum um 12 Uhr mittags tot aufgefunden. Was geschieht? Wie wird der Mörder gefunden? Wer nimmt die Berichte der Zeugen entgegen? Wann ist Gerichtsverhandlung? Wie sieht eine Verhandlung aus? Wer ist Richter, Staatsanwalt, Verteidiger? Wie werden die Zeugen vernommen? Gibt es Indizienbeweise?" Die Fragen könnte man verzehnfachen! Man sieht, daß man hier den ganzen Traktat Sanhcdrin, das Strafrecht, die Strafprozeßordnung und das Polizeirecht behandeln kann! Einer, der etwas von Kindern versteht, sieht aber schon vor sich das Auditorium der Kinder, wach, mit Anteilnahme und lebendigem Frage- und Antwortspiel. Aus dem Spie! wird Ernst, wenn statt der erfundenen Antwort der Text aus Talmud oder halachischer Literatur vorgelesen wird. Klar und systematisch ist hier Mairnonides, Mischue Thora und gut zu gebrauchen Gulack, Fsode mischpat. Wer nicht genug Hebräisch kann, benutzt die deutsche Talmudühersetzung von Goldschmidt, Traktat Sanhcdrin, und die guten und fundierten Schriften von Moses Bloch, wo die Rechtsgebiete zusammengestellt sind. Zu dem strafrechtlichen Fall kann man Zivilrechtliehe fügen, aber nicht etwa trocken und gelehrt, sondern Fälle, in denen die Phantasie mitspielen kann. Etwa: Kurz nach Peßach verläßt ein Mann aus Sichern seine Frau, um eine Schiffahrt nach Afrika zu unternehmen. Er ist Händler und will dort Gold kaufen. Fr verabschiedet sich besonders herzlich, weil die beiden keine Kinder haben. Die Frau wartet Wochen und Monate. Er kommt nicht zurück. Was ist geschehen? Ist er verschollen? Was kann die Frau tun? Kann sie wieder heiraten und wann? Gibt es Verschollenheitserklärungen? Hier werden große Teile des jüdischen Eherechts behandelt werden können. Was sind Kiduschin? Was ist ein Get? Wie sieht er aus? Wie wird geschrieben? Was ist eine Agunah? Ist das ein aktuelles Problem? (Traktate: Kiduschin, Gittin.) Die Reihe der Beispiele und der Möglichkeiten läßt sich verhundertfachen. Mit einem einzigen lassen sich Wochen und Monate füllen. Aber es muß mitten im kriminalistischen Spiel sehr bald auch der Ernst deutlich werden, nicht in den Stirnfalten des Lehrenden, sondern in der Sache. Deshalb darf da nicht gestümpert werden. Das Material muß gekonnt und beherrscht werden. Nur dann kann es fruchtbar und von jener Beschwingtheit und Leichtigkeit sein, die fast alle schwierigen Dinge haben können, wenn man sie souverän beherrscht. Denn es wird ja nicht so sein, daß der „Vortragende" das eben Gelernte vor sich und den anderen vorträgt — sondern bald wird das Gespräch tausend Nebenstraßen öffnen und die Fragen werden die verschlossenen Türen hier und dort sprengen wollen. Zu ihnen allen muß man den Schlüssel haben oder aber die Möglichkeit, nachzuschlagen und dann beim nächsten Mal zu antworten. Natürlich darf man nicht eng sein, sondern muß von überallher die Parallelen aus dem gegenwärtigen Leben der Kinder und der Erwachsenen suchen. Ich werde die Betrachtungen über die Methode des Oneg Schabbat noch einige Wochen fortsetzen, weil sie mir notwendig zu sein scheinen. Es sollen jetzt noch sehr viele Stoffgebiete behandelt werden. Mehr als sonst sind wir allerdings hier auf die Mitarbeit derer angewiesen, die in ihren Städten — oft abseits von Bibliotheken und Hilfsmitteln — den Oneg Schabbat leiten. Es würde gut sein, wenn man uns fragt, wie man am besten dieses oder jenes Gebiet anpacken könnte. Wir werden gern antworten und aus den Fragen entnehmen, welche Stoffe bekannt sind und welche man hinzufügen muß. Joachim Prinz Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Beuthcn O.-S. Ralibinats-Kandidat Dr. Keller wurde am 14. Januar einstimmig zum Rabbiner der Konservativen Synagoge gewählt. — Am 12. Januar hielt Seminar-Dozent Dr. Speyer, Breslau, in der Zion. (htsgnjpj>e h?i der Üialik-Feier die Gedenkrede. Der Vortrag fand in der Konservativen Gemeinde-Synagoge statt und war aus allen Teilen der Gemeinde sehr gut besucht — Dela L i - [lins k a j a fand am 6. Jan. (und am 7. Jan. in Gleiwitz) vor überfüllten Sälen ein begeistertes Publikum, das ihr wie gebarmt folgte. Höhepunkt waren die „Figurinen aus meinem Album", besonders die Gestaltung o<t jüdischen I>chens im „Jimgen Chassid". L. a j t a i - L a z a r u am Flügel zeigte einen Begleiter von hervorragender Einfühlungsgabe. Karlsruhe Am 12. .Tanhielt Dr. Joachim Prinz einen Vortrag über das Thema ..Ghetto, Emanzipation und Neugestaltung". Die Veranstaltung war seit Monaten das größte jüdische Ereignis in dieser Stadt. Der Erfolg der Veranstaltung war zahlen- und stimmungsmäßig ein ausgezeichneter. Anschließend an den Vortrag fand ein Werbezirkel statt, an dem ca. 70 Personen teilnahmen. Eine größere Anzahl Personen mußte wegen Platzmangels auf die Teilnahme an dem Werbezirkel verzichten. Wiesbaden Am 20. Jan. gaben d^is Lchrhsus und die Lope Gelegenheit, Abschied von Ernst Simon ra. nehmen. Emst Simon sprach über liialik. Zu beginn seiner hebräisch vorgetragenen Ausführungen schilderte er die Zeit der Ilaskala, das Milieu, in dem Bialik ge- Ixiren wurde. Er kommt dann nach Odessa, in den Kreis von Mendr.le und Arhad llaam, fand seinen Anschluß an die Chibath-Zion- Bewegung, wo sein erst« Zionslied „EI llazipor" entstand. Dr. Simon schilderte datin u. a, die Entstehung des Oneg Schabbat. — Der Vortrag machte einen tiefen Eindruck. Mit einem Vortrag Bubers wurde das Eohrhaus eröffnet. Er sprach über „Der Jude in der Umwelt". Eduard Strauß, Frankfurt a. Main, zeigte in zwei Vorträgen das Verhältnis Israels zu Gott. An zwei Abenden sprach Dr. Ernst Simon über Jeremias. Ei folgten zwei Vorträge von Rabb. Dr. Lazarus, dem 1-eiter de» I.ehrhauses, ül>er „Assimilation und Nachahmung" und über „Begegnungen". Rosenberg Familien - Nachrichten Herr Salomon Meyer, Hücheln b. Wekweiler. begeht am 6. Febr. den 86. Geburtstag, Ankündigungen Breslau: Zion. Vereinigung. Am 10. Febr., 20.30 TFhr, Palästina, büro, Gartenstr. 25, I lebriiischer Abend unter Mitwirkung von I. Reznieov und Assael (lx-n David). — Beethoven-Abend Joseph Schwarz (Klavier) und Boris Schwarz (Violine), 6. Febr., 20.30 Uhr, großer Saal der Lessing-Loge. — Düsseldorf: Zion. Ortsgruppe. Am 7. Febr. Pressebericht — KKL-Heticht — Zyklus: Geschichte der Palästina-Kolonisation, fünfter Abend: „Die Palästina-Kolonisation im Zeicher: der Halfour.Deklaration (3. und 4. Alijah), Referent: Viktor Silbcr-tein. — 21. Febr. Zyklus: sechster Abend. Das leitendige Palästina: Geographie — Statistik — Reisebericht — Bilder — Schallplatten. Vwammlungslokil: Grafenbcrgallee 78. — Frankfurt am Main: Am 13. Febr., Pbilantropin, flel>elstr. 17, Vortrag von Gerson Stern: „Brauchen wir religiöse Formen?" — Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Am 11. Febr., 20.30 Uhr, Vereinshaus, Eschersheimer Landstr. 27 (Kluhräurnc), Frau Dr. Bertha Badt- StrauC (Berlin): „Rahe! Levin — eine Heimkehr aus der Fremde". — Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr: Dela I.ipinskaja: Wuppertal: 10. Febr., 20.30 Uhr, Stadthalle, Gelber Saal. — Gelsenktrcben: II. Febr., 20.30 Uhr, Loge. — Recklinghausen: 12. Febr., 20.30 Uhr, Jüd. Gemeindehaus. — Aachen: 13. Febr.. 20.30 Uhr, Stadt. Konzert haus, Weinsaal. — Köln: 14. Febr., 20.30 Uhr, Bürgergesell schalt, Weißer Saal. — Streichquartett des Kulturbundes Rhein- Main: Krefeld: 13. Kehr., 20.30 I hr, Synagoge. — IMisburg: 14. Febr., 20.30 Uhr, Theodor-Lauter-11 aus. — Bunter Abend: Dortmund: 11. Febr., 12. Febr., 13. Febr., 20.30 Uhr, Gemeindehaus, Saarbriicker Str. 3. — KSInt Am 11. Febr., 20.30 Uhr, großer Saal der Bürgergeselbchaft, Rabb. Dr. Joachim Prinz über: „Ghetto, Liegnitz: Konzert Joseph und Violine), 7. Febr., Synagoge. — Emanzipation, Neugestaltung". Boris Schwarz (Klavier und Letzte Sport-Nachrichten Maccabi- Berlin in Warschau siegreich Als ersten Start auf der Auslandstournee, auf der sich die Kampfmannschaft des Boxklub Maccabi-Berlin zur Zelt befindet, absolvierten die Berliner Maccabi-Boxer zwei Kampfe in Warschau. Sic schlugen die auch aus den polnischen Meisterschaftskämpfen bekannte Mannschaft des Maccabi-Warschau mit 10:6 Punkten. Ein noch bemerkenswerteres Resultat (8: 8) konnten sie gegen die Boxer des JKP. Lodz, die bekanntlich hinter Warta-Posew Zweite in der polnischen BoxmeMerschaft wurden, erzielen.