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Jüdische Rundschau · 1935-01-18 · Heft 6 (18.1.1935) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 6 (18.1.1935)
Date
1935-01-18
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 6, 18.1.1935 zwar einige Male links und rechts bei seinem Gegner hineilt, aber die von Ihm gewünschte und vom Publikum erwartete Wirkung seiner rechten Faust blieb aus. Der kompakt gebaute Kronfeid konnte sich nicht recht an den gröHereri und lansptnnkreii Skudrilt heranboxen, dessen Sieg durch die drei Verwarnungen ihm recht leicht gemacht wurde. In jedem Fail werden die beiden Skudrik mit ihren Resultaten zufrieden gewesen sein, denn über Ihren Siegen wachte ein recht freundliches Geschick. Prall! ist nicht mehr der PralB von früher oder noch nicht wieder der Mann, den seine Freunde einst hoch einschätzten. Sonst hätte er mit Havelka abfahren müssen. Prai!) brachte dieser Abend mir eine Verwarnung aber keinen Sieg. Das ist um so bedauerlicher, als der siegende Tscheche (Tlnlbsdiwergcwicht) durchaus kein Mann von Klasse ist, sondern nur hart m sein scheint. Manchmal mutete das Temperament des Gastes ein wenig komisch an, wenn er hitzig die Fauste gegeneinander schlug, als ob er sich selbst beweisen wollte, wie gefährlich er eigentlich sei; gerade dieser Kampf war der schwächste des Abends, aber im Halbschwergewicht und Schwergewicht pflegt die Reihe der guten Leute besonders kurz, zu sein. Man braucht ja nur daran zu denken, da II im Schwergewicht hinter Baer, Carrtera, Hamas, Schmeling nun schon seit Jahren ein neuer Name von besonderem Klang nicht mehr gehört wurde. Bei den Ringern siegte Becker über Hyza nach Punkten und ebenso Steingießer Ober Drattler. Während der erste Ringkampf der Federgewichte spannend und energisch geführt war, verlief der zweite nicht sehr kurzweilig. Beide Kämpfer mußten hier schließlich zum Kämpfen aufgefordert werden, wobei die Schuld mehr bei Dattier zu Stichen ist als bei dem Punktsieger Steingießer I. Dieser Maccabi wollte sich keiner Chance begeben, da Ja sein Gegner mit großer Leistung; aus Prag kam und der Ehrgeiz des Punktsiegers wohl nur so weit ging, diesem Drattler standzuhalten. Man darf annehmen, daß bei einem neuen Kampf wohl Steingießer mit guter Chance gegen Drattler auf die Matte gehen wird. Wenn vor verschlossenen Türen viele Zuschauer umkehren rnußteni weil der Spichernring für die Veranstaltung zu klein geworden war, so ist das ein neuer Beweis dafür, daß man beim Maccabi auf gutem Wege ist. Der Klub hat Leute wie Franke, Netimnnn, Noschkes den richtigen Weg gewiesen unu diese haben wieder dafür gesorgt, durch mutige und saubere Führung ihrer Kämpfe, daß die Leitung von Maccabi und die passiven Anhänger wissen, wofür sie gearbeitet und sich gemüht haben Die Makkabiah im April wird die Meister von heute vor neue, dankbare Aufgaben stellen. Peter Eyk Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern K \ Schlesien Dünzlau I.einer V r <• u d <• n l Ii n t nprneh iilxr ,JuRpn*dernichun({ Und ErwarlsMi.i-i.WUlung im /Weitet» der Umschichtung". Gloiwitz \ i T i ,t I , " r ,'\ T|i,,,|,i'p I i,ee im nO.H.H. in V .,, ' ' [ i KP I >t, Ii .1 c i k ihr DOjuhri ■< s I , i , I \ ' i! u i. dir s x 1' i ( ' ' t II" ' i I, h.!, ( ,,-,(•„ <u s- , | 1 r nti- ,., | i | i Ii.ii , r \ |v r i | , i|,i ( )|ltcti I ' i * n Kit' m'iiiml- , ,1 im <i , I ' K .11 \tl i " VC!, (, i,i , , i 1 i Ii 1 II l'i 1 ili ntt Ii i ili I! . . , k ,1 .• 1". ' '..-..>■ i < — sn i... ';,i riuiH ov .lüHvnen ■, ..... ■ ■ ■ pr. .!, P: P n e, r r < in* ii \ iPPPm-Pm de«, p-iliP Pen \\ .,. .. „:„,!„iu, |ie. J-'iau I.ueic! : •.„. ..;i ü:,'! .\u!;:.ii,- ii <U> Sehwe-tern- ,1. r V,.,!,. ,!, , . '.. r,PiP-r,cP-ii Syn- I i; >• e A. K-«,!• m a Ii n, der Vor- ■ 1 i.-i. i.i. I .iK'iiivfil'.iii'ii's, Schlamm, Hin K.>:i.-wiu. Herbert I! U k y i! P.ne PPniiikkah-FPer, zum er«tcn Male all, <1P;il!e;< -mcitiei» lieiPll iainl, und deren .Pin Kam-. - Am 7. Jan. hielt Dr. Hans iiher: „1 IciPehes Judentum — Schicksal und . |,m. Pud das alljiilii'lieiie llcrrenesscn der der Woliimn« des Kan'»« Cohn statt. Hier lhaiiir, Hamich Kieb.-., Prediger Erich U, i i Pin; h, i ne.o fll < .i ' i Mt , 1 ui .1 /. « i t K , h , Krcuzhurg (O.-S.) Am 2. p. ,„>,!••, U< feil un;;i"Pir 13 J.iiir,ai, Leitung l'ivpger Kikh l Prinz eiiu'ii Vo'ir.i;; ii! Zukunft'-. -•- Am t'hcwrah Kin!i~- i: ili sprach,n dir Ihne: Cohn und ih :r «... ■[■ ts! a i:-. Liegnitz Im ."•Mmiung-liiir.iider (>,(",. spricht Dr. Levy iilxir ilie wissen-.elialtn.-lieii Pr\n• liai',< n dei ZienPiiHls. Iiis jetst haben fünf Stunden unler (iiolier Bci<a.i,;,;ime; der Miiglipder der Ortsgruppe und besonders uin.li der Jti|{i-;.dgiii;.pc PaUcuiuiiiieu. Ostdeutschland - Ostpreußen Braunsberg (Ostpr.) Linen ainiiiiii \ irt rrlin die (>\ winde durch da« Ilin- K-heiden P; J. \ ,„„• „• Trauei lue P i.i v. iip ,ej e I a heim, . ' -.'. - ■ Landsberg (Warthe) \m n. lanu.-.r d. npr.i 1.!n Pi. K e e I. i i » und PPPu i , ri ii „< r Eiimp". - Ii. d. a \ ■ 1-'i-.,ii In, 1' i .. n '.. l, - : 8". 1 ., ...... „■ > i 1 Pi nu-imle. Per JuPPr i Neide Iis lein (!■ ii; S e h u c!, m n n n. Hei der \V «>ift «in Leben. Ktn.Wr Wo 11l.i.,. - ., k,Ps,/ir. he poP-'P.Pie ()rp[usii!|«e ^r-grüudet. Kr, . n n: ../>» P'< hebte »!• * /-.MiKmU»" I un.l Zw«- k d.-r zi ,i,Uii . heu Urti. i ss 111: i. ii Pnnen: Ins K c e h cl in a IUI, P l ■ s i ii uii i I u ai, I,!> h r a i in. il 1 Ii i r AI.mIi.hh S a i o m o u 'einen und de. aPpe Mi'nlici! der iacsigefl .-.Sil iys'9 in Lme.pdeig ar,sips!g. dl vle! H,f„lR KKP im Aiisuuuij im den \urlmg vi brachte eine «treuliche .Summe. Dr. O. S. Wriezen Am 3. Januar ppiir <]ie Peineinde (Ias SOj'ihrige Tkstehm der Sviiagnye. .Nash ,|< r II, e aiei;,,.-.-,,,.he \'ard!«-nden, 1). R»dz e w « k i, im« Ptirtksi.'or llirseh das J.e oimsss" vtjn liimbauin, v,|ti Fll. 'Pi PI vuyel am I lai -inonuim kuii-lyerfeht begleitet, Vor. Die Feinde hielt Kahl,. Dr. Idud Heiiihard Cohn, Merlin. Ks leinten va-ipre IPcpiPiia^aii^iiac hen vim l'rt-diger Wolf f, Ehcrswakle, und des Vvuiuvmlca N. Kadsewtkl, Freienwaldo (Uder). Bremen Norddeuttchland Am B. Januar s|>raeh im iiheriiillten Gloekernaal Dr. Jnarhim P r I n t klirr ..Phetto, l'.mmi?.i|m!iim um! neue Zeil". Nach EriMP riungswcK-ttn <les N'ursitn-ndrn, rii|,l..lng. Popper, stellte Dr. Prinz klar und eindiinpdich den Zuhiirein den Kehieksfdwet? d«a jüdischen \"olke» dilti h die Juhthunderte dnr. Der Abend wurde eingeleitet «lureh r.wci Lieder von Knth«teln, vorgetraiieii vcm Walter S|liro, loiher 'leaoiam Sp pPaier in llienuai. — An die öffentlieht- Versaiuinlimj» «elilnli sieh ein IPiinmmrtKrin mit gelmlenen Gasten, wohei ReehPaiiwalt Dr. Ro>enak die JnejniÜunfj-K-dt: hielt. Hamburg Die |u.ii»ehe 'icsili-ehdt lur Kunst und Wiwnsrhaft liegann am 1. Jiimmr ihre 'Puigkei'. Den Mii|;'ieflern werden Reiften! WihlveraniihiliuiiKeii, Ptlieht- und .Sondei vrrmisialtungen, AI» I'flielitverttV» «taltung wird ein K.aw.crt rles Kulturituiitl Prehe«ter» franklur! unter Leitung Slriiilieigs pePiPn; weiter als SiindervcramtBltuiijT cin Vortrug van Dr. Anh.u 1.lue -.er „Jüdische i'iyelic und modern« Sch»ttspieikun^d', Lübeck Im Oktober sprach Fun Margarete Moses »her „Europaischo «id jildiisehe Musik". Der Vortrag er<5ffnefe einem Intcretsiertcn Hörerkreis neue I'ers[>ektiven und fand starken HciIalL Rheinland - Westfalen Köln Am 10. J.Tiiutir versiinmeltc sieh eine große Anzahl von Mit- Rltedern der Kölner Zion. Vcreinigunc im Oabrkd-Kies-er.Saal. Dieser Ssiäl ist nun von der KZV, angemietet worden und wird von ihr als „Heim" ut)s-gt«t,altct; tlas jionistisehe Hi-mintir, Zusiunnienktinite cier Arbeitsgruppni, Oiigc Seluihh.it u»w, sollen dort -tuttlinden. ArntsperielitMiit Pilo May, der V.,r»it«ctulc der KZV., teilte mit. daß die liruen Käumc als „D a v ä d - W o 1 I t s o h n - 11 e i m" der KZV. berciehnet werden sollen. Ansehlie'k-nd an die KrödliuiiK»»ns|irarl»e hielt Dr. Ca pell, DiiMcIdorf, ein instruktives Referat iiher aktuelle Fragen der «ionistifchen Bewegung, Wenige Tage später wurde dm /PnPd-a-he St-niinar der KZV. im 1 >avid-\\'oili>,din-l leim eidlinet. Die .Mciglielikeit, derartige Veranstaltungen im eigenen Heim stattfinden tu lassen, bedeutet eine wesentliche Stärkung der «ionistischen Arbeit. — Im Jüdischen Lehrhau» ipraeh Arthur Holde Uber dm jüdische Volkslied. OI>crktiritar Itenunnn J. F 1 e i « c h m a n n (Köln) lx)t in klinstlcrlst-licr Weine musiknWho Beispiele m dietem Vortrag. — Die jüdische Kunatgcmciiiücliaft machte ihre Freunde mit llindcmltlis Büluienspiel für Kinder „Wir bauen eine Stadl" bekannt, Dem von Robert Seit« geschriebenen Text halte Solo L c w c r t o f ( durch die Einbeziehung jüdischer Momente und Motive eine neue Form (gegeben und so ein reizendes Chanukkah-Spie! daraus gemacht." ICurt 11 eine mann dirigierte mit Klan. Grete Keller zeichnete verantwortlich für die Choreographie, Hilde H i r t c h - S l e in hatte die Leitung der Turngruppc, Betty Markus war die rtivcrliissige Ileglciterin am Klavier, Berta Sander lieferte die Kostdmeniwiirle, und die Dekorationen wurden von Kindern unter llelrcuunR einer Künstlerin hergestellt. Die tiesamtleilung war Dr. Else T Ii a 1 Ii e i m e r anvertraut. Zu Eingang des Abends ipielte Au JawncDrchcster unter Julius Goldberg die Kinder-Symphonie von llaydn. —a— Soest Am 8. Januar fand im Kulturbund Ostwestfalen ein Kammermusikabend mit Erna Klein (Klavier) und Charlotte Rosen (Violine) statt, Heide Damen fanden für ihr meisterhaftes Spiel den Beifall ihrer zahlreichen Zuhörerschaft und mußten sieh zu Zugaben verstehen. Mitteldeutschland Dresden Am 9. Detmtber iprneh Dr. Michael TrauH über das Thema „Asyl oder rationale Heimstätte". Die Sitnuug wurde eröffnet, vom 1. Vorsitzenden der Ortsgruppe, Ingenieur Josef T r c Ii e r n o f f, der Herrn il. Schocken als seinen Nachfolger vorstellte. — Mitte Dezember 1034 siedelte Ingenieur Josef T » c h e r n o f f, der 1. Vorsitzende der Dresdner Zionistischen Ortsgruppe, mit seiner Frau nach Palästina über. Die Dr.-Michael-Traub-Veranstaltung, die Tscheinoff noch einige Tage vor seiner Abreise leitete und bei der er sieh von seinen Freunden und Mitarbeitern verabschiedete, gestaltete sich zu einer Ovation für den aligemein beliebten Vorsitzenden. Seit über 22 Jahren wirkte er in Dresden im Vorstand der Ortsgruppe und im Keren HajeMod. Vor zwei Jahren wurde er einstimmig cum 1. Vorsitzenden gewühlt. Sein Heim wurde das Zentrum des zionistischen Lebens der Stadt. Eisenach Am 7. Januar sprach W. Heinemann in Eisenach über das Thema „Wir und die Umwelt". Reicher Beifall dankte dem Redner. Gotha Herr Willy Herrmann, Vorstand 'der Israelitisclien Kultusgemeinde, feiert am 23. Januar seinen 60. Geburtstag. Er irt Mitglied! der Jewidi Agenry und ein eifriger Förderer des Paliistina-Werkes und unseier Arbeit. Die Jugend ist ihm zu Dank verbunden, da er ihr sein besonderes Interesse schenkt Ankündigungen Breslau: Zion. Vereinigung. Am 24. Jan., 20.30 Uhr, Georg Joel über: „Die deutschen Juden in Palästina, Probleme, ihrer Einordnung", Lcs.-ing-I.ogc, Agnesstr. 8. — Frankfurt (Oder): Arbeitstagung der Ortsgruppen Und Arbeitsgemeinschaften der östlichen Mark Bratidenburg am 20. Jan. in der Hardenberg I-ogc, Wiihelrnplatz. Beginn 10 Uhr. Referenten: Dr. Georg I.uliinski, Dr. Rudolf Abraham, Ernst Bauer, Felix Isaak. Abends 8.15 Uhr: Oeffentliche Versammlung: „Wo .steht das deutsche Judentum?" Redner: Dr. Georg Lubinski, Dr. Rudolf Abraham. — GroB-Str«hlltz: Zion. Arbeitsgemeinschaft. Am 19. Januar 15. Sehwat-Eeier im Gemeindehaus. ,— Güttingeni Am 19. Jan., 8.15 Uhr, Gemeindehaus, Vortrag Dr. Hans FricdcUthal, Berlin: „Was kann Palästina den deutschen Juden sein?" — Mannovertche Kreljtagunß am 20. Jan. Redner: Dr. Hans Friedenthal, Berlin, Max Weiner, Hannover. — Hildeshelml Am 21, Jan. Vortrag Dr. Dans Friedenthal, Beilin. — Hameln: Am 22. Jan. Vortrag Dr. Haus Ftiedcnthal, Berlin: „ Deutsches Judentum als Schirk-a! und Aufgabe". — Harburg: Am 24. Jan. Vortrag Dr. Hans IPiedenthal, Berlin: „Aufgaben des cleutsehen Judenrums". —- Hamburg: Am 22. Jan. Frau M. Moses, SleintbaPI.oge, über: „Europiiiselic und jüdialie Musik". Am 23. Jan., Hamburger V.'izo im Rahmen der Wizo-1 ntendv-Woehe über: „Die Frau in der jüdischen Gemeinschaft. — Karlsruhe: Zion. Ortsgruppe. Am 23. Jan. Kurs- Vortrag Assessor Georg Guthmaim (Frankfurt-Main)s „Private oder nationale Kolonisation". Lehrhaus, Kronenstraße, Beginn 8.30 Uhr. — Kirn: Am 20. Jan., 10.30 Uhr, Kreistagung für sämtliche Orte des Nahetals. Redner: Dr. Hans Pomeranz: Zionistische Idee und tionlstlsche Arbeit In Deutschland. Georg Guthmann: Private und nationale Kolonisation in Palästina. Die Lage In Erez Israel. Peglschah des HechaUiz am gleichen Tage. Näheres durch Einladungen. Abends 8.30 Uhr: Kundgebung in Kirn. Redner: Dr. Hans Pomeranü und Georg Guthmann: „Palästina als Wirklichkeit und Aufgabe". — Magdeburg: KKL. Am 1». Jan., 6.30 dir, Aula des Tempels 15. Scliwat-Feier. An.piaehe: Lehrer Ro.senberg; Aufführung: ..Kovv.-cheh llabizah" v. lirilli lianoar. — Mannheim: Kulturveranstaltung der Zion. Ortsgruppe: „Ein Abend jüdischer Musik". Mitwirkende: Max Reimer, Berlin, Kapellmeister Max Sinzheimer, Mannheim, mit dem Quartett: dci" Inslrumi-ntalgemeinschaft:. — Schncidcmühl: Arbeitstagung der Ortsgruppen und Arbeit sgemeinuchtiften in der Grenzmark und Neumark am 27. Jan.. l/igenhaus. Beginn 10 Uhr. Referenten! Dr. Rudolf Abraham, Ba'lin, Felix Isaak, Berlin, Georg Kopvdlowski, Stettin, Schlomoh Stanger, Berlin. — Abends 8.30 Uhr: Oeffentliche Versammlung: „Um die Erneuerung des jüdischen Volkes". — Stralsund: Am 20. Jan., 11 Uhr, Gemeindehaus, Lange»!r. 69: Chamischa-Assar-b'Sehwat-Fciel mit Vorführung eines LichtbthPtreiiens für die Jugend (0. Kopvdlowski, Stettin), — 18.30 Uhr: Sehtilttngsstundc für die Ortsgruppe, Leitung: G. Kopvdlowski. 20.30 Uhr: Vortrag für die Gemeinde. Georg Kopvdlowski über: „Die Neuorientierung des jüdischen Mensehen". Anschließend Liehtbildslreilen. — Stuttgart! Zion. Ortsgmppe. Am 22. Jan., Sttittgart-Loge, Kulttuabetid unter dem Motto: „Lebendige» Judentum in Wort und Ton". Familien - Nachrichten Frau Bertha Lichtenstein, geb. Unger, Breslau 13, Moritzstraße 23, begeht, am 22. Januar den 75. Geburtstag. Bar Mizwah - Termine Am 26. Jan. — 22. Schwat: Jakob Silber, Sohn von Samuel Silber, Bremen, Am Rosenbcrg 47, Am 2. Februar — 29, Schwat: Ruhen S p! n g a r n, Sohn von Apotheker Salo Spingarn, Tcl-Awiw, Acbad-Haam-Str. 58, Schach Indische Verteidigung. Lilicnfhal Capablanca Bearbeitet von J. Mieses Zum SdmditurnitT in Hastings Das internationale Meisterturnicr, das in der Zeit vom 27. Dezember Iiis 5. Januar in Mastings stattgefunden hat, brachte, wie bereits kurz mitgeteilt, folgende Ergebnisse: Die ersten drei Preise teilten mit OV2 Zählern Euwe, Flohr und Thomas. Vierter Preisträger wurde mit 5Ys Zählern CnpaMnnea. Datin folgen: Botwlnnlk, Lilientha! 5, Michell 4, Vera Menchlk 3, Milner-Barrv, Norman — Uebcrraschciid ist der Erfolg von Thomas, der war der Schachwelt seit langem als vortrefflicher Spieler bekannt ist, aber bisher noch niemals in einem internationalen Meisterturnier einen der ersten Plätze, belefft Hat. Von den drei Meistern jüdischer Abstammuni;, Flohr, Lilienthal und Botwinnik, hat Flohr am besten abjrcsclinitten. Er ist wohl auch der erfahrenste unter ihnen. Greifbare Fehler kommen bei Ihm höchst selten Vor, und mit Recht wird er von allen Sachverständigen als eine „sehr sichere Nummer" bezeichnet. Er und Euwe sind denn auch die einzigen, die das Turnier ohne Verlustpartic durchgestanden haben. Beide haben eine Anzahl erstklassiger Partien gespielt. — Etwas enttäuscht hat der Exweltmelster Capablanca, der allerdings seit Jahren außer Uebimg war. — Auch Botwimnik und Lilientha! haben die hohen Erwartungen, die man auf sie zu setzen berechtigt war, nicht ganz erfüllt. Botwinnik, der seit Jahren der Vorkämpfer Rttßlandi ist, hat in Hastings zum ersten AAale auf nichtheimatlichem Böden gekämpft, und die grolie Verschiedenheit des englischen Milieus vom rtt-(tischen mag ihn ungünstig beeinflußt haben. Lilientha! hat in der ersten Hälfte des Turniers sehr gut gespielt: nach der fünften Runde stand er gemeinschaftlich mit Euwe und Thomas an der Spitze. Dann aber hatte er das Mißgeschick, gegen Thomas infolge eines groben Vtmehens 211 verlieren, und diese Schlappe konnte er bei der Kürre des Turniers nicht mehr gutmachen. - Er hat Jedoch die Olanzpartie des Turniers geliefert, una zwar gegen keinen Oeringeren als Capablanca. Wir geben sie heute wieder. Die nachstellende Partie wurde im internationalen Meister« turnicr zu Hartings am 1. Januar gespielt. Welt 1. d2-d4 2. ca—C4 3. S hl— c3 4. k2 -a3 5. b2Xe3 6. 12 13 7. 1. et .:.-> 8. L g5 —h4 8 c h w a r b S R8^f6 e7 et) L f8-b4 I. l)4XeSt b7—hfl d7—d& h7— he L c8--a6 Stellung nach Atm 10. Zug von Schwarz. »er tinttirllehc EritwkklungMug L ctP-M ist vorzuziehen. 9. e2—c4i Luexe4 10. I. flXc4 ..... Weiß benutzt nntürlieh Rirn dt» GeU'Hvniieit, deinen uucntwiekelten I. iUiter ub/.utmisctien, um .10 mehr, ula dieser Abtausch zur Verstärkung den wciOeu Zentrum« tührt. 10..... d5Xc4 II. D dl~~n4t l'd8 -d7 12. I) a4Xc4 1) d7--c6 13. 1) r.4—d3 S b8 c!7 14. S Rl-e2 T a8^-d8 Um c4—c5 zu verhindern. (15. c4c5?, S dTXcS). Bc»«» aber vtlre die kurze oder mich die lan^e ltocliade. l)io Ntictileilü von TatI—(lfi litten mislelfh jutilBc. Schwor« b«- llmli't »Ich jedoeh hcrciti in olnor etwas ungünstigen Stellung. 1SL JS, r. 4 ' J " ij| ' 1 1 A\ 4 # f*1 f. «•> , w*( . „!> Ü •it" e^, .1 1*1 :>»' 'rrr .3,, t_ mw t.w,/-p w^%**ä i|*v a'i *' * iE^ « b e d ( 15. 0—0 a7—a5 Damit hat Capablanca WBhricheinlieh fteglauht, feein Ziel, nämlich den Daniciilnunch Und die AuKHehnltuhK weiterer Verwickelungen erreicht zu hnben. Kr erlebt ober nun eino hö»a UcberrHichung, — Auch haeh IB. ... ., SeS: behauptet Weiß «inen kleinen StellungsvOrtelL 20. «5Xf61 ..... Eine »chflne und riurchiui korrekte Oplcrkombimttion. 20...... D c4Xc2 21. f6Xß7 T h8-g8 22. Sc2 d4 Uc2—e4 Wenn Schwan nicht die Dnme zuruekfiibt, so folgt 23. Tat—elf, SdT-t5, S4. TclXeSf, K e«-d7, 25. Tc5-d5t. Kd7-c8, 26. T fl-el matt. Nicht mit Unrecht farehlct« Cnpa- Mancu 1) d3—aß nebst »4 ~ a5 usw. 16. L)d3—c2 Dc6~c4 17. 13—14! ..... Auf 17. c4—e5 würde 17. ...^ g"—1{5 crtolgen. 23, T nl—el 84. T clXc4t 25. 'I" II — cl 26. T clxc4f Fall» 26. S d7-c6 S c5xe4 T K8xg7 Schwar?. gibt auf K08—IS, so 27. 17. Td8—c8 Ktwns besser ist jedenfalls die Hochade. Auf 18. e4—e5 konnte dann Schwarz 18...... S I«—45, 19. I. h4/d8, S dj -r3 erwidern. 18. f4—f5I 19. d4xe5 c6—c5 D c4xc4 Lh4~c7t, K»-g8, 28. L c7-(6, Tg7-li7, ti. S ii4 cfl mit klarer Ceninnalellung für Weifi. — Oder 2«.....K cf)-d7, 87. f.", W, Tg7- «6, 28. T «4-e7t, K ät-m, 2». 9d4-bJt, Kd6 c5, 30. S bS-at «MW, Elm Von dem Jungen ungarlaehMI M»l«tcr «chart und elegant durchp«iahru l'artltt „ein* Parti» tU dl« Galerie.", 4 » V

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