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Jüdische Rundschau · 1935-01-18 · Heft 6 (18.1.1935) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 6 (18.1.1935)
Date
1935-01-18
Page
– (sequence 13)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Sport - Rundschau NR. 6, 18. JANUAR 193S Gegen gute Gäste siegreich Maccabi-Berlin gegen C.S.S. Olomouce-Tschechoslowakei Ergebnisse vom 13. Januar Berlin FuBball Hakoah I gegen Concordia Wittenau I 5:0 (1:0), Ilakoah II gegen Concordia Wittenau II 3:0, Ilakoah III gegen Concordia Wittenau III 3:2, Ilakoah Schüler I gegen Concordia Wittenau Schüler I 4:0, Ilakaoh Schüler II gegen Concordia Wittenau Schüler II 0:0, JSK. II gegen Garbaty II 6:3. Handball KK. V. Männer gegen BSC. I. Jugend 1:6 (1:4), BK. 1. Männer gegen Triton I. Männer 12:1 (6:0), JTSC. 05 1 gegen JHC. Macrabi I 12:0 (4:0), BSG. I. Frauen gegen BK. II. Frauen 0:1, JHC. Maccabi II gegen JTSC. 05 IV 0:2, Ivria I gegen JTSC. 05 II 1:11. Waldlauf des Bar Kochba-Hakoah Männer, 7 km: 1. Werlhcn, 2. Baum; Anfänger, 7 km: 1. Olugaci; Frauen, 1,4 km: 1. Faerher, 2. Sußmann: Jugend 1910/17, 3 km: 1. Walter Cohn; Jugend 1918/19; 1. Berger; Alte Herren bis 40 Jahre, 3 km: 1. Salonion. 2. Poscncr; Alte Herren ül>er 40 Jahre: 1. Frost, 2. Rose; Klnzellatif für Anfänger. Boxer, Ball- Spieler, Ruderer usw., 3 km: 1. Berger, BK.-H., Leichtathlabt, 2. Goldfinger, I. Mäimerturnabt. Frankfurt FuBball BK. Frankfurt I gegen RjF. Mainz I 2:1 (1:1), BK. Frankfurt II gegen RjF. Kreuznach I 1:1 (0:0), BK. Frankfurt Jugend gegen JJB. Hanau Jugend 8:3 (2:2). Handball BK. Frankfurt Frauen gegen RjF. Main?. Frauen 5:1 (2:1), BK. Frankfurt II gegen Schild Frankfurt II 1:4. Köln FuBball M.-GIadbach I gegen Ilakoah Köln I 3:2 (3:0). Hakoah Köln II gegen M.-GIadbach II 9:0 (4:0), Hakoah Köln Schüler gegen M.-GIadbach Schüler 6:1 (2:0). Hockey Hakoah Köln I gegen RjF. Köln I 2:0 (1:0), Hakoah Köln II gegen RjF. Köln II 5:0 (2:0). Handball Ilakoah Köln I. Frauen gegen M.-Gladbach I. Frauen 3:0 (1:0), Heilbronn Tischtennis Hakoah Stuttgart gegen TTC. Blau-Weiß 3:9. Düsseldorf Handball Makkabi Düsseldorf gegen RjF. M.-Gladbach 4:1 (2:1), Makkabi Düsseldorf gegen Hakoah Wuppertal 4:3 (2:3). Letzte Makkabiah - Nachrichten Der Makkabi-Verband hat sämtliche Sportvereine Palästinas zur 2. Makkabiah eingeladen. Wie wir erfahren, haben die revisionistischen Sportvereine Palästinas beschlossen, dieser Einladung Folge zu leisten. Wahrend der Makkabiah wird die Grundsteinlegung für die Makkabisiedlung stattfinden (Kfar Hamakkabi). Der jüdische Sportverein Duilio Sinigaglia in Rom, der dem faschistischen Nationalverband des Dopolavoro angeschlossen ist, hofft, sich mit einer Gruppe an der Makkabiah beteiligen zu können. * Dem Protokoll der Sitzung des Komitees für die Makkabiah vom 27. Dezember 1034 in Tel-Avviw entnehmen wir, daß mit dem Hapoei, wie schon bei der ersten Makkabiah, auch jetzt wiederum Verhandlungen über seine Teilnahme an der zweiten Makkabiah gepflogen wurden. Der Hapoei teilte durch seine Vertreter mit, daß seine Mitglieder sich nicht als Gäste an der Makkabiah beteiligen können, daß dagegen gewünscht werde, daß ihm das Stadion während der Makkabiah einen Nachmittag für seine eigenen Vorführungen zur Verfügung gestellt werde. Das Makkabiah-Koniitcc sprach sich gegen diese Forderung des Hapoei aus. Eis wurde beschlossen, dem Hapoei diese Auffassung bekanntzugeben, wobei wiederholt werden soll, daß der Makkabi nach wie vor den Hapoei zur Beteiligung am Aufmarsch und an den sportlichen Wettkämpfen einlade. Was bringt der Sonntag? Fußball in Berlin Sportplatz Schäfersee: 12.50 und 2.30 Uhr: Ilagibor I gegen Hakoah I B, Hagibor IA gegen BSG. (Doppclvcranslallung). Weitere Spiele: Sportplatz am Schäfersee, Platz I: 9.30 Uhr: Ilagibor IV gegen JTSC. 05, 11.10 I hr: Hagibor II gegen BSG. III, 12.50 Uhr: Ilagibor IB gegen Ilakoah I B, 2.30 Uhr: Hagibor 1 A gegen BSG. Sportplatz Niederschön hausen: 9.30 Uhr: BSC;. V gegen Ilakoah IV, 31.10 Uhr: BSG. IV gegen Hakoah Alte Herren, 12.50 Ihr: Hakoah Alte Herreu gegen JSK. III, 2.30 Uhr: IISG. gegen Ilakoah II. Sportplatz Heger müh ler Straße in Strausberg: 1 Uhr: JSK. I gegen SC. Uedia I, 2.30 Uhr: JSK. II gegen SC. Hedia II. Handball in Berlin Grunewald I: 10.45 Uhr: BK. Männer IV gegen BK. I. Jugend, 12 Uhr: BK. Männer II gegen BK. III, 2.30 Uhr: BK. Knaben IV gegen JTSC. 05 I. Jugend. Grunewald II: 1 Uhr: BK. III. Jugend gegen BK. V. Männer, 2.15 Uhr: BK. III. Knaben gegen BK. II. Knaben. Schönholz: 12.30 Uhr: BSG. I. Jugend gegen BK. II. Jugend. FuBball in Wuppertal Hakoah Wuppertal gegen Hakoah Essen. Fußball in Dortmund: Hakoah Dortmund gegen Ilakoah Köln. Fußball in Duisburg: Itus Duisburg gegen Makkabi M.-Gladbach. Schon viel ist über Andrang an der Kasse bei einer grollen Veranstaltung gesagt, geschrieben und (körperlich) empfunden worden: Das aber, was am 0. Januar im Spichernring an Gedränge sich abspielte, gehört auf das Gebiet der groBen Rekorde I Der Kampf zwischen den Vertretern von Maccabi und denen von CSS. Olomouce (Tschechoslowakei) war so stark an Zugkraft, daß keiner zu spät kommen wollte, sondern alle kamen gleichzeitig und früh genug, so daß trotz dem Chaos am Eingang die Kämpfe noch ungefähr rechtzeitig im dicht besetzten Hause beginnen konnten. Unter der Kampf-Leitung des Reichsverbandes für Amateur-Boxen fand eine Veranstaltung statt, die für die Makkabiah im April aufbauend und notwendig war, weil es für die Besten der Guten unter den Makkahileuten erforderlich ist, daß sie gegen Kämpfer des Auslandes antreten, um feststellen zu können, wie weit International mit Maccabi zu rechnen ist Es kann gesagt werden, daß man mit dem Resultat zufrieden sein darf. Die Tschechen gehören zu den Besten ihres Landes und ihre Besiegten gaben ihre Niederlage nicht billig her. Der erste Kampf (Fliegengewicht) sah den Tschechen Fiala als Sieger. Der Mann von Olomouce ist glücklicher gebaut für den Boxsport als sein Gegner. Der Kampf begann damit, daß beide Boxer zuerst viel klammerten, dann aber lief Bah dem späteren Sieger so sehr in alle Schläge hinein, daß die erste Runde an deren Schluß so wirkte, als ob sie schon das Ende des ganzen Kampfes vorzustellen habe und Ball definitiv geschlagen sei. Aber in der Zweiten zeigte es sich, daß der Tscheche sich in seiner eigenen pace getäuscht hatte und knapp an Luft geworden war. So wurde es Ball möglich, zwar nicht aufzuholen, aber immerhin sieh zu halten und seinem Gegner Widerstand zu leisten. Noch Die Opfer der Kassenmeldung: „Ausverkauft!" warten vor dem geschlossenen Gitter auf die Kampfergebnisse Foto: HffrotTt Sonn«nr»M erfreulicher sah es in der dritten Runde für den Mann von Maccabi aus, der hier beinahe auf gleicher Höhe wie sein Gegner stand, was keinen so überrascht haben wird wie Ba.li selbst, der nach den Unannehmlichkeiten der Ersten an eine Dritte gar nicht mehr gedacht haben wird. Man darf Ball die Anerkennung dafür nicht versagen, daß er über die höchst unangenehmen Magentreffer hinweggekommen ist, die ihm der Tscheche um so besser „einzugeben" verstand, als sein Gegner sich gegen sie gar nicht deckte und großzügig in alle Unannehmlichkeiten hineinrannte, die der Sieger für ihn bereit hielt. Noschkes (Bantam) verstand es, das Gleichgewicht des Abends wieder herzustellen, da er in seiner knappen und flinken Art rechts und links, oben und unten landete, trotzdem es auch Madr gelang, an den Mann zu kommen, was aber bei Noschkes ohne jeden Eindruck blieb. Schon diese erste Runde bewies die Klasse von Noschkes der in der Zweiten den Tschechen zu zeichnen verstand und dann eine Verwarnung wegen Tiefschlags erhielt. Da der Tscheche sehr groß ist, so ist das Vorkommnis aus diesen Dimensionen zu erklären, der Maccabi-Mann mußte sich an den langarmigen Tschechen heran- und hinaufboxen und versäumte in der zweiten Runde — vielleicht etwas verwirrt durch die Verwarnung — wertvolle Augenblicke. In der dritten una letzten Runde war Noschkes genau so flink und frisch wie bei Beginn des Kampfes und er bleibt eine wertvolle Lanze in der Phalanx von Maccabi für die Zukunft. Da dieser Kompf auch sein 50. Kampf war (in einer ehrenvollen Laufbahn), überreichte man Noschkes die goldene Maccabi-Nadel. Sein Gegner wird gemerkt haben, daß auch die schönste Reichweite nichts nützt, wenn man «s nicht versteht, von ihr Gebrauch zu machen. Wenn ein Boxer auf einen Gegner stößt, der eine Rechts-Auslage hat (also ein Linkser ist), so hat dieser Linkser «ine reiche Erfahrimg, weil er mit den Kämpfern Bescheid weiß, die in der üblichen Art sich bewegen, aber für seinen Gegner ist er etwas Neues, und so mußte sich der Tscheche Winkler (Federgewicht) auf den „Rechtser" Brantwcin erst umstellen. Winkler kam zeitweilig auf den Gedanken, auch die rechte Schulter vorzunehmen, entdeckte aber schnell genug, daß er sich auf falschem Wege befand und ging wieder in die richtige Auslage zurück. Zuerst wurde aus den erwähnten Gründen der Kampf recht bedachtsam geführt, trotzdem aber war Winkler im Vorteil, da er steh mehr vom Kampf zu nehmen verstand. In der Zweiten gingen beide so hitzig aufeinander los, daß sie übereinander fielen, und Brantwein machte in dieser Runde gute Figur und ließ es ebensowenig an Willen zum Siege fehlen wie sein Gegner, der in der dritten Runde Verwarnungen erhielt. Als besserer Mann konnte Brantwein den Ring mit einem verdienten Sieg verlassen. Von V a n k (Federgewicht) weiß man, daß die Liste seiner k. o. lang und beachtlich ist. Gerade auf ihn wird man in seiner Heimat mit Spannung geblickt haben, denn die Zahl seiner k. o.-Siege soll sich der ehrenvollen Zahl 50 stark nähern. Aber gerade Vank traf auf den Mann, auf den wir bereits in unserem letzten Kampfbericht mit besonderem] Nachdruck hingewiesen haben: Auf Franke! Mit unendlicher Ruhe und einer überlegenen Sachlich"« keit ließ der Maccabi seinen Gegner sich entwickeln. LiefJ Vor dem Kampf. Letzter Schliff und letzter Griff! Foto: llttbe-rt Sonnrnfeld sich von ihm in die Ecke drängen, wo der Tscheche seiner Sache schon sicher zu sein schien und dann fühlen mußte, daß keine der Runden zu seinen (iuu>ten verlief, auch wenn Franke in der /weiten Runde Blut zeigte. Dieser Vertreter seines rührigen Klubs kann geben und nehmen, und als es zur dritten Runde kam, da marschierte der Tscheche nur noch automatisch durch' den Ring und stand trotz seiner unbedingten Härte dauernd vor dem Niederschlag, was ihm bei seiner glanzvollen Vergangenheit sicherlich ebenso überraschend kam wie seinen anwesenden Landstetten, die von ihm mehr gesehen haben als wir. Gegen diesen aggressiven Mann aus Eisen mußte eben ein Gegner gefunden werden, der an Material besser war, und Franke war aus Stabil Für seine gute Technik in Angriff und Verteidigung erhielt der prächtige Sieger einen besonderen Ehrenpreis und sein am Ring anwesender Bruder unmittelbare stürmische Glück« wünsche. Aber auch Neumann hatte Anrecht gehabt, zu einem besonderen Ehrenpreis zu kommen! Sein Gegner Hrabal überließ ihm zwar in der ersten Runde zu sehr die Führung des Kampfes, was den Maccabi (Leichtgewicht) veranlaßte, von ihr reichlich Gebrauch zu machen, und durch seine Schlagserien den Tschechen einzudecken. Als nun in der Zweiten Hrabal seine Taktik änderte und losging, wurde er aus dem Angreifer sehr schnell ein Bedrängter, denn nun traf ihn Neumanu, wo er wollte und ersparte ihm nichts. Ebenso war es in der dritten Runde. Hätte der Mann am Ring, der diese Zeilen schreibt, den Preis für den besten Kampf vergeben müssen, so wäre ihm die Wahl zwischen Franke und Neumann nicht leicht geworden, da dieser jede Lücke beim Gegner sah und alles das verwirklichte, was das Publikum am Ring, das manches Mal mehr sieht als der Boxer i in Ring, am liebsten dein siegreichen Mann als Kampf-Tip zurufen nr">chte. Neumann ließ nichts aus und wenn die Wahl für die schönste Leistung des Abends auf Franke fiel, so war wohl der Grund dazu, daß dessen Gegner der wertvollere Mann war. Neumann hatte Hrabal dazu gebracht, daß ihn der Ringrichter vor dem unmittelbar drohenden k. o. in der dritten Runde durch Abbruch des Kampfes bewahrte. Aus dem Kampf Stadtlender gegen Albert Skudrik Foto. Dsuba* Albert Skudrik (Weltergewicht) erhielt seinen Sieg über Stadtlender durch den Spruch des Kampfgerichts «na Stadtlender die Verwarnung des Ringrichters. Aus dem Boxkampf wurde langsam eine grimmige Balgerei, bei der in der zweiten Runde der Tscheche bestimmt nicht der Bessere war. Das Publikum protestierte gegen die Entscheidung und diese wird dem Kampfgericht wohl nicht ganz leicht gefallen sein, denn eine wirkliche Ucberlegenheit des Tschechen war schwer ersichtlich. Wilhelm Skudrik (Mittelgewicht) gewann seinen Kampf gegen Kronfeld, den die dritte Verwarnung aus dem Ring warf. Der disqualifizierte Mann von Maccabi kam

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