Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 6 (18.1.1935)
- Date
- 1935-01-18
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2651273-2653827-2653833--26295-2687670- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
f«fta2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 6, 18.1.1935 bilden, ohne daß die Richtungen etwas aufgeben. Schon heute sind die Früchte, die die Not gezeitigt hat, nicht gering. Wir haben vor uns eine Stärkung des jüdischen Bewußtseins und eine Begeisterung der Jugend, wie wir sie kaum zu hoffen wagten. Das Verständnis für Palästina, die Kenntnis der hebräischen Sprache und das Interesse für jüdisches Wissen sind heute Selbstverständlichkeiten. Praktisch gesehen haben wir viele neue jüdische Schulen und Lehranstalten, Pflegestätten jüdischer Kunst, soziale Umschichtungen und religiöse Zirkel, engere Fühlung in der Gemeinde, Zusammenfassung der geistigen und sozialen Interessen durch eine Reichsorganisation. Das alles sind neue Dinge, geschaffen durch Opferfreudigkeit in schwerster Zeit. Es gilt, alle diese Schöpfungen mit einem weiten Rahmen zu umspannen, sie zu vertiefen und weiter auszubauen. Aufgaben genug gibt es auf diesem Felde. Die sozialen Einrichtungen der Gemeinden, der Länder und des Reiches sind nur zu erhalten bei Zusammenfassung aller Kräfte und bei rationeller und zielbewußter Arbeit. Die Gefahr droht, daß zu den bereits vernichteten Existenzen täglich neue hinzukommen. Dieser Gefahr können wir nur begegnen, wenn wir einheitlich sind, wenn alle Mitglieder der Gemeinde sich als Familienmitglieder betrachten, die bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit ihren Pfliclttcnkreis erweitern. Aber auch auf kulturellem Gebiete fehlt es an Klein- und Großarbeit nicht. Und auch die Stärkung des geistigen Lebens ist eine brennende Frage. Denn der jüdische Mensch darf gerade in dieser schweren Zeit innerlich nicht verkümmern. Die Gemeinde ist kein nüchterner Vcrwaltuiifrsapparat. Sie muß vom Geiste getragen sein, aber dieser (ici-d darf kein Parteigeist sein. Alle Reibung'smöf'iichkeifen müssen beseitigt werden, wenn man den Willen zur Gerechtigkeit und zu gegenseitigem Verständnis autbringt. Das sind Selbstverständlichkeiten? Um so mehr müssen sie von allen verstanden werden. Das ist ein langsamer Weg? Wir haben keinen schnelleren. Wir Juden sollen und müssen an die Zukunft denken. Wir dienen der Zukunft am besten, wenn wir gesunde Gegenwartsarbeit leisten und die Balm der Fntwicklung von Hemmnissen frei machen. Von niemand darf das Opfer der Ueber/eugung verlangt werden, von jedem aber, daß er das Interesse der Gemeinschaft über seine Richtung hinaus wahrnimmt. Wenn wir zu unserem Wesen zurückkehren sollen, so soll dieses Wesen frei von Kleinlichkeit und Einseitigkeit sein. Unsere Zeit hat kaum den Beruf, Weltanschauungen aufzubauen, wohl aber ist sie berufen, das zu retten, was uns allen teuer und heilig ist. Wir wissen nicht, wohin der Weg führt, aber wir fühlen die Verantwortung in uns, uns unseres Judentums und unserer Geschichte würdig zu zeigen. Ein Spruch unserer Weisen lautet: „Es ist Dir nicht gegeben, die Arbeit zu Ende zu führen, aber nicht darfst Du dich ihr versagen." Das ist kein „Programm", wohl aber eine Linie für unser Wirken. „Neujahrsfest der Bäume" Zum 15. Schwat (19. Januar) Wer die durch die Galuthgeschichte des jüdischen Volkes bewahrte und bewährte Zionssehnsucht darzustellen hätte, müßte dem jüdischen Fest als dem sinnfälligsten Ausdruck dieser mit rationalen Vorstellungsbcgriffen nur höchst oberflächlich erfaßbaren Erscheinung eine besondere Würdigung widerfahren lassen. Wenn die Juden in der ganzen Wert am Schawuoth neben der Offenbarung am Sinai auch das Erntedankfest, „Chag Habikurim", feiern, dann stehen hier die Bäume erst in Blüte, das Getreide ist noch kaum ein Fuß hoch und die Weinreben betrinnen erst, ihre Blätter zu entfalten. Aber in Erez Israel wird im Mai bereits die Ernte eingebracht. Und wenn die Juden am Sukkothfest von Gott für die Wintermonate Regen erflehen, gehen sie hierbei von dem Ablauf der Jahreszeiten in Erez Israel aus. Von allen Festen aber wird am imposantesten die Verbundenheit der Juden mit Erez Israel sichtbar am Chamischa assar b'Schwat, dem „Neujahrsfest der Räume". Während Mitte Januar in Mitteleuropa die Berge noch mit Schnee bedeckt sind, und die Bäume und die Natur noch kein Zeichen des herannahenden Frühlings tragen, sind in Erez Israel am 15. Schwat die Bäume schon voller Saft, die Blumen beginnen zu blühen, es wird wärmer und alles bedeckt sich mit frischem Orün. An diesem Tag zeigt sich bereits im l ande die ganze Kraft der knospenden Natur. Der Mandel bäum („Schaked" genannt, weil er ..fleißig" ist), steht bereits in einem wunderschönen, hellweiß-rosigen Gewand in der Landschaft. Wenn daher die Juden im Gallith den 15. Schwat feiern, leben sie in einer naturnahen Verbundenheit mit dem Lande und der Landschaft Erez Israels. Ein halbvergessener Tag Das Neujahrsfest der Bäume, Rosch Haschanah la-Ilanoth, ist ein alt-jüdischer Festtag. Unsere Vorfahren, die ein natürliches und naturverbundenes Leben auf ihrer Scholle führten, pflegten eine Reihe von Naturfesten zu feiern, und gaben diesen Feiertagen durch spezifische Gebräuche ihr Gepräge. So wurden schon in der biblischen Zeit „Freudepflanzungen" vorgenommen, d. h., man pflanzte am Chamischa assar b'Schwat verschiedene, nicht den Nutzbäumen angehörige Baumarten, um damit zum Ausdruck zu bringen, daß die Erde zu neuem Leben erwacht und für die Aufnahme von neuen Manzen wieder fähig geworden sei. Die Erinnerung an dieses Fest ist auch während der fast zweitausendjälirigen Qaluthgeschichte nicht verblaßt. Zwar konnte man im Gallith den dem alten hebräischen Volk bei seinem Eintritt in seine neue Heimat erteilten göttlichen Befehl: „Sobald Ihr in das Land kommt, sollt Ihr pflanzen", nicht mehr erfüllen. Aber die Erinnerung an die Pflicht zur Erfüllung dieser Mizwah erzeugte die Sitte, am Chamischa Assar b'Schwat im Gallith von den Früchten Erez Israels zu genießen, um diese Erinnerung wachzuhalten. In vielen Biographien der jüdischen Schriftsteller aus dem Osten werden rührende Geschichten erzählt wie an diesem Tage im Glieder die Schüler sich in die Midrasehim über den 15. Schwat vertieften und hierbei mit einem Gemisch von Freude und Wehmut die ihnen von den Eltern geschenkten 15 Früchte des Landes verzehrten. In den westeuropäischen Ländern geriet dieses Fest jedoch allmählich fast völlig in Vergessenheit. Erst als das jüdische Volk wieder begann, nach Erez Israel zurückzukehren, erhielt das Neujahrsfest der Bäume wieder eine lebensvolle Bedeutung. Freudentag der Jagend Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde aus diesem Fest ein besonderer Freudentag der Jugend in Erez Israel. Sie zieht an diesem Tage aus, um junge Baumsetzlinge in die Erde zu pflanzen und das durch Raubbau an den Wäldern verödete und verkarstete Land wieder mit neuen Waldbäumen zu bedecken. Im neuen Erez Israel wird der 15. Schwat besonders feierlich begangen und jede Zusammenkunft an diesem Tage zu feierlichen Baumpflanzungen benutzt. In diesem Jahr z. B. findet am 15. Schwat anläßlich des zehnjährigen Bestehens des hebräischen Technikums in Haifa die diesjährige Verteilung der Diplome an die neu Graduierten statt. Die Festwoche wird abgeschlossen durch die Pflanzung von Bäumen im Garten des Instituts. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten und Veranstaltungen in Erez Israel und den Ländern des Gallith steht der K e r e n Kajemeth-Lejisracl, für den an diesem Tage von Alt und Jung Baumspenden gesammelt werden, denn er ist der Hauptträger der Aufforstung s arbeit im Lande. Für ihn werden in der Stadt und in den Siedlungen Kinderfeste veranstaltet, und in Lied und Spiel bringt der Jischuw zum Ausdruck, welche Rolle der Wald als Symbol der Wiedergeburt von Land und Volk spielt. Dr. W—s. „Das größte technische Wunder" Strategisches Spiel in Krakau Ergebnis der revisionistischen Weltkonlerenz (Von unserem Berichterstatter) s. Krakau, 14. Januar Heute gincien die Beratungen der Weltkonferenz der revisionistischen Union zu Ende. Jabotinsky verließ noch »or Schluß der letzten Sitzung die Konterenz, um nach Amerika abzureisen, und verstand es, einen entsprechenden Druck auf die Delegierten auszuüben, (Limit die von ihm vorgelegte Liste der neuen revisionistischen Leitung einstimmig gewählt werde. Kaum 4 Stimmen erhoben sich dagegen, Jabotinsky hat allen Grund, persönlich zu triumphieren. Die Konferenz folgte seinem Kommando und gab ihm unbegrenzte Vollmacht für die weiteren Verhandlungen mit der Zionistischen Exekutive. Nach dem offiziellen Bericht der revisionistischen Leitung zählt gegenwärtig die Uni.m gegen 15(1000 Mitglieder in 40 Landeson>aHrsatin!ien, Auf der Konferenz in Krakau waren 23 Länder durch 170 Delegierte, von 40 000 „Dinar"-Zahlern gewählt, vertrete!!. Aber die Bewegung ist trotz scheinbarer strammer Disziplin nnch außen, innerlich sehr stark differenziert. Der radikale Flügel, die sogenannten „M a x i in a 1 i s t e n", deren beide Führer, Achi-Meir und Uri Zwi Orünberg, nicht in Krakau anwesend waren, stellt ein Häuflein Phantasten dar, die am zahlreichsten in Palästina vertreten sind, aber auch in einzelnen üohisländern Anhänger besitzen, Ihr Programm: unbedingter Kampf mit England und mit der Zionistischen Weltorganisation, fand au! der Konferenz keine Zustimmung, obzwar diese Delegiertengruppe, etwa 30 an Zahl, sehr energisch und — demagogisch auftrat. Dabei zeichnete sich besonders Herr von Weisl aus, dessen Referat über die Finauzinstitirtionen der revisionistischen Union eine Synthese darstellten von Ignoranz, Koniödiantentum und politischer Narrheit. (Unbegrciflicherweke ist ein Passus der Hede gerade dieses revisionistischen Delegierten auch durch die deutsche Presse gegangen. — A. d.R.) Jabotinskv unterbrach den Redner einige Male und war endlich gezwungen, den Saal zu verlassen. Unbedeutend an Zahl war auf der Konferenz die Gruppe der sogenannten „Konstruktiven", die ehrlich und offen für den Partei-Frieden und das Verbleiben in der zionistischen Weltbewegung eintraten. Die überwiegende Mehrheit der Konferenz bildeten — die Unentschlossenen, die zwar scharfe Reden hielten, aber weder es zu einem offenen Bruch mit der Zionistischen Organisation kommen lassen, noch auch auf Konzessionen eingehen möchten. _ , Ja b o t i n s k y verfolgte auf der Kotderenz folgende Taktik: mit keiner der Gruppen in Konflikt zu gerat«, scharfe Forderungen zu formulieren, damit ihn die Part« keines „Verrates" beschuldige, gleichzeitig aber sich keine Beschlüsse anhängen zu lassen, die ihn bei künftigen Verhandlungen binden könnten. Nach langem Hin und Her hat Jabotinsky sein strategische* Ziel erreicht: die Abmachungen mit Ben Ourion wurden ratifiziert, die politische Resolution in bezug mt die Mandatarmacht gemäßigt abgefaßt und im übrigen König Ghazi eröffnet die Petroleumleitung In Kirkuk im Irak, dem Zentrum der Oelfelder, fand am 14. d. M. die feierliche Eröffnung der Pipe Line durch den König von Irak statt. Es waren Mitglieder der irakischen Regierung, der britische Botschafter, der Präsident der Irak Petroleum Co., Sir John Cadman, und zahlreiche internationale üäste anwesend. Neben mehreren Direktoren der Irak Petroleum Co. hatten sich Direktoren befreundeter Petroleum-Gesellschaften im Sonderflugzeug aus Europa eingefunden. Darunter befand sich auch Sir Robert Waley-Cohen als Repräsentant der Shell Comp, mit seiner Gattin. Sir Robert ist "bekanntlich gleichzeitig Präsident der Palestine Corporation, einer der Investition jüdischen Kapitals in Palästina dienenden englisch-jüdischen Gesellschaft. Der Berichterstatter der „Times" hebt hervor, daß zwar das äußere Bild der Pumpwerke und der trockenen Landschaft keine besondere Romantik bietet, daß aber alle sich der Romantik der großen technischen Leistung bewußt waren, die in der Eröffnungs-Zeremonie ihren Gipfelpunkt findet. Nach einem Bankett, bei welchem verschiedene Ansprachen gehalten wurden, kehrten die Gäste von Kirkuk nach Bagdad zurück und begaben sich am Mittwoch für zwei Tage nach Syrien, wo die Eröffnung des Endpunktes der Leitung in Tripolis stattfindet. Im Anschluß daran findet die Eröffnungsfeier des Endpunkte» fci Haifa statt, die auf den 22. Januar festgesetzt ist. Die Londoner „Times" veröffentlicht am 14. Januar eine Beschreibung der Oelleitung, die als ein technisches Wunderwerk gefeiert wird, und würdigt das Ereignis außerdem in einem begleitenden Leitartikel, worin es heißt: „Die Wirkung dieses internationalen Unternehmens, ausgeführt von einer in vier Nationen verankerten Gesellschaft, auf den Nahen Osten wird sehr weitreichend sein. Wichtiger noch als die an Ort und Stelle gernachten Aufwendungen und als der Reichtum, den die Oelfelder jetzt dem Königreich Irak bringen werden, ist die Verbreitung der technischen Fähigkeit und die Vertrautmachumg dieser rückständigen, aber intelligenten Bevölkerung mit neuen Handfertigkeiten. Der Osten sowohl wie der Westen werden von dieser Entwicklung profitieren.* Die Aufwendungen dieser in zwei Jahren vollendeten Arbeiten betrugen 10 Millionen Pfund. Die Leitung geht schnurgerade durch die Wüste, ohne Rücksicht auf die Bodenbeschaffenheit. Zur Heranschaffung der Röhren im Gewicht von 126000 Tonnen benötigte man 64 eigens zu diesem Zweck konstruierte Lastautos, neben 478 leichteren Lastautos. Zur Verbindung der einzelnen Bcwachungs- und Bedienungsstationen wurde eine Telephonlinie und ein System von drahtloser Telegraphie angelegt, wodurch die Stationen untereinander und mit den in Betracht kommenden Regierungen, sowie mit den militärischen Stationen in Amman und Haifa verbunden sind. (Bilder von Kirkuk auf Seite 3) erhielt die neue Leitung, d. h. Jabotinsky, freie Hand. Die Delegierten murrten, die Mehrheit war jedoch zufrieden. Welche Aussichten sind aber nun für die nächste Zukunft? Die unzähligen Reden und Enuntiationen Jabotinskys in Krakau lassen starke Zweifel aufkommen, ob eine Einigung der Zionistischen Organisation mit den Revisionisten möglich sein wird. Wenn sie keine Einheit der Organisation anerkennen, gegen den Primat der zionistischen Disziplin weiterhin auftreten, die Prärogativen der Jewish Agency bekämpfen, IJurch den heute beginnenden Erst-Abdruck des neuen Bibeldramas von Franz Werfel „Der Weg der Verheißung" erhalten die Leser der „Jüdischen Rundschau" Gelegenheit, ein Werk kennenzulernen, das bei der bevorstehenden Aufführung durch Max Reinhardt in Amerika die Aufmerksamkeit der gesamten jüdischen Welt auf sich ziehen wird. Die „Jüdische Rundschau" betrachtet es als ihre Aufgabe, ihre Leser über alle Ereignisse des jüdischen Lebens zu unterrichten und sie mit wichtigen Werken bekanntzumachen. Wir werden in den nächsten Monaten im Rahmen unseres Unterhaltungsteils weitere wichtige Schöpfungen der jüd. Literatur veröffentlichen. Leien Sie die „Jüditchc Rundschau" regelmäßig! Sie bekommen sie jede Woche zweimal pünktlich ins Haut getandt. Bettellen Sie für RM 2,— monatlich, RM 5,75 vierteljährlich (ohne besondert Zustellkosten) beim Verlag, Berlin W15, Meinekettraße 10. separate politische Aktionen führen, besondere Fonds ins Leben rufen wollen, von ihren Partnern Akzeptierung ihrer Zielsetzung und politischen Methoden fordern, und grundsätzlich an keinen Ausgleich der bestehenden Gegensätze glauben (Jabotinsky erklärte vor Vertretern der Presse hier, zwischen der Zionistischen Organisation und den Revisionisten klaffe ein Abgrund, dem zwischen Zionisten und — Assimiianten ähnlich) — bei einer solchen Sachlage und solchen Stimmungen scheint uns jede Illusion gefährlich. * Jabotinsky wird sein strategisches Spiel weiterführen wollen und hofft aut Verbündete im Lager des Misrachi und des Allgemeinen Zionismus. Die Beschlüsse der Krakauer Konferenz haljen keine Klarheit über Ziele und Wege des Revisionismus geschaffen. Die Führer des Revisionismus haben mit Absicht eine unklare Situation herbeigeführt, um taktisch überlegen zu sein. Die Zionistische Exekutive an die Konferenz der Revisionisten. Das Zionistische Zentrrdbiiro in London meldet: Auf die seitens der revisionistischen Union an die Exekutive eingelangte Einladung zur Konferenz vom S. Januar hat das Organisations-Departeinent der Londoner Exekutive mit folgendem Brief vom 4. Januar geantwortet: „Wir beehren uns, den Empfang Ihrer Einladung zur 6. Weltkonferenz der Union der Zionisten-Rcvisionisten mit Dank zu bestätigen und bedauern, daß wir nicht in der Lage sind, ihr Folge zu leisten. Wir möchten hoffen, daß Ihre Konferenz wieder zu einer vereinigten Arbeit innerhalb der Zionistischen Organisation auf Grundlage der Disziplin des zionistischen Kongresses führen wird." Meir-B er 11 n, der Vorsitzende der Exekutive des Misrachi, ist von seinem Amt zurückgetreten. Als Grund für diesen Rücktritt werden Meinungsverschiedenheiten mit der Majorität über die Friedensaktionen innerhalb des Misrachi und der zionistischen Welt angegeben. ITai'.ptschriftleiter: "i>r. Robert Welt sc h, ßerlin-Charlottenburg 9. Stellvertreter: Kurt Loewcnutein, Berlin \V 15. Anzeigenlciterin und verantwortlich für den Anzeigenteil: Helene Chanciner, Berlin N 64, Verlag und Anicigcnverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W IS, Meinekentr. 10. D.-A. Dtrcmber 33 300. — Druck* Siegfried Scholen), Berlm-Sehöneberg, „' (