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Jüdische Rundschau · 1935-01-11 · Heft 4 (11.1.1935) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 4 (11.1.1935)
Date
1935-01-11
Page
– (sequence 10)
Language
German
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!fv rwpwwupi mmm JODISCHE RUNDSCHAU____Nr. 4, 11. 1.1935^ Jugend-Rabbiner Seife 10 _ Die Gruppe hatte von Anfang an mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Man stand selbst in zionistischen Kreisen den Anfangen mißtrauisch gegenüber, zumal frühere Versuche dieser Art mißglückt waren. Die Chawcrim kommen aus allen Schichten der jüdischen Bevölkerung, aus Whitechapei wie aus dem West-End, in allen Altersstufen. Sie haben alle aus sich heraus den Weg zur Chaluziuth gefunden, ohne äulicren Antrieb. Viele von ihnen hatten ein gutes Auskommen, aber sie haben erkannt, daß ihre Zukunft und die des jüdischen Volkes in Palästina liegt. Das ist um so bedeutungsvoller, als es zwar in England viele zionistische Organisafionen und Vereine gibt, aber nur verhältnismäßig wenige Menschen an eine Verwirklichung des Palastina-Gedankens durch eigene Alijah denken. Anfangs dieses Jahres eröffnete der Hechaluz zusammen mit dem Jewish Refugees Committee, dem Hilfskomitee für judische Emigranten, die erste llaclischarah auf einem jüdischen Oute in der Nähe von Manchester. Zwölf junge Menschen _ zehn Chawerim und zwei Chaweroth ■— wurden dort geistig und körperlich für Palästina ausgebildet. Auch für regelmäßigen Ikbräischunterricht wurde gesorgt. Viele führende Zionisten, sowohl in London wie auch in Manchester schenkten diesem ersten Versuch ihre besondere Aufmerksamkeit. Jetzt haben diese Chawcrim ihre Hachseharali beendet. — Abgesehen von dieser 1 lachscharahstelle ist der Hechaluz letzt im Begriff, mit Hilfe der zionistischen Organisation ein eigenes Gut zu erwerben. 20—25 junge Menschen sollen sich dort nach einer eingehenden geistigen Erziehung körperlich, in Landwirtschaft und Handwerk, auf Palästina vorbereiten. Michael Soicher. Ahlem Eine Stätte der Berufsumschichtung Konsul Moritz S i m o n. der Stifter der Anstalt in Ahlem bei Hannover, w,ir zwar in den Ideen seiner Zeit befangen, aber in einem war er seiner Zeit weit voraus: er erkannte die Nachteile der anomtaVn Bertif-güe lerinif» und die Bedeutung der BeruMim« 'hielittmg für die'Juden. Im Jahre 130 i wurden von Ui:n in Ahlen: eine Svbhxserei, Gärtnerei, Tischlerei, Bäckerei,?cliuliii>:ieherei und Schneiderei eingerichtet. Dazu kam im Jahre \m2 eine Madrhenabteilung -/tun Erlernen von Hauswirtschaft, Schneidern und Gärtnerei. Die Mädchen» abfeilung tnulite später aus Mangel an .Wirtein wieder aufgellst werden. Auch die Bäckerei kam Während lies Krieges in Fo.n.dL Im laute der Jahre trat der Handweikshetrieb gegenüber der ( ertih rei zurück. Aus cciem Bericht i-t zu eriehen. daß Ende 1032 von 253 111 Ahlem voll ausgebildeten Oanncrlehrlingcn, deren Adressen bekannt waren, 21] als < iärtner tatig waren, und /war 112 in I )cuS»c!ihml. Di m Vmnika, iö in'P a I ä s t i n a und 31 in anderen Landern, wahrend B) Gärtner ihren Beruf gewechselt halten. Inzwischen hat sieh dieses Zahlenverhaitnis wesentlich ver»eh:>lieii. 1 leule, also zwei Jahre später, sind mindestens 15(1 in Ahlem ausgebildete ( ';t r "I ti e r I e h r I i u g e i ti P a I ä s t i n a, wahrend die Zahl der in Deutschland tätigen auf etwa (>0 gesunken ist. Bemerkenswert ist, da!! eine grolle Anzahl von in Ahlem ausgebildeten Gärtnern, die später ihren Beruf gewechselt hatten, jetzt zum landwirtschaftlichen oder Gärtnerberiu zurückgekehrt und nach Palästina übergesiedelt sind. Somit ist Lrez Israel von allen Ländern dasjenige, in dem sich die meisten ehemaligen Ahlemer befinden, und andererseits sind sie für Palästina besonders wertvoll, da sie über eine vorzügliche theoretische und praktische Ausbildung verfügen. Aus Briefen und Berichten ehemaliger Ahlemer geht hervor, daß sie sich in Erez Israel gut eingeordnet haben. Nur bedauern manche, daß sie in ihrem eigensten Beruf, der Gärtnerei, nicht in dem gewünschten Maße tätig werden können. Das wird sich wohl ändern, weil jetzt die Nachfrage nach Blumen und insbesondere nach Gemüsen größer wird. Im Juni 1033 wurde in der Gartenbauschule in Ahlem ein U m s c h i c h t ti n g s k u r s u s für abgebaute Mediziner, Juristen und Kaufleute eingerichtet, der bis April 1934 dauerte. An ihm nahmen 30 Personen im Alter von 18 bis 34 Jahren teil, darunter 28 über 6 Monate. Von diesen 28 befinden sich heute 12 in Palästina, 10 noch auf Hachseharali in Europa, wahrend 0 zu ihrem früheren Beruf zurückgekehrt sind. Jetzt bestehen in der Ahlemer Anstalt zwei Abteilungen: ein E a n d h e i in m i t j ü d i s c h e r V o 1 k s s c h u I e für Knaben im Alter von 0 Ii Jahren und eine Lehrlingsa b t e i 1 ti n g. Im Laiidheim befinden sich augenblicklich 31 Kinder, die Vulkss... htile hat drei Klassen mit drei Lehrern und einem Hilfslehrer, einen Schulgarten und eine Einrichtung für I landfertigkeitMinterriiht. 'Außerhalb des Unterrichts in der Volksschule werden die Kinder zusätzlich je Ein Problem unserer Zelt Die Anstellung von Jugendrabbinern in einzelnen Gemeinden ist ohne Zweifel begrüßenswert, da die jüdische Betreuung der Jugend durch Rabbiner, die ihrem eigenen Kreise entstammen, von Gemeinde wegen dadurch erheblich gefördert werden kann. Wenn sich der nachfolgende Artikel mit dieser Angelegenheit kritisch auseinandersetzt, so soll damit gegen die Institution der Jugendrabbiner an sich nichts gesagt sein; vielmehr gilt die Kritik der Verwirklichung der Idee, die in einzelnen Fällen zu Mißsländen geführt haben mag. (Red.) Eine Notwendigkeit Unsere alten Weisen würden wahrscheinlich verständnislos den Kopf geschüttelt haben, wenn man ihnen zu erklären versucht hätte, die jüdische Jugend bedürfe einer besonderen rahbin i sehen Betreuung. Sie wußten nicht, daß innerhalb der Gemeinde bestimmte Altersklassen Objekt einer zusätzlichen theologischen Wirksamkeit sein müßten. Eür sie gab es nur den Klal Jisrael, und nie hätten sie geglaubt» daß einmal das jüdische Volk eine Zeit erleben würde, in der tatsächlich eine ganze Jugend dem Judentum so entfremdet sein würde, daß man ihrer Rückgewinnung besondere Anstrengungen widmen müsse, oder in einem Augenblick, da sie von selber den Weg der Heimkehr antritt, ihr bei der älteren Generation ein Anwalt vonnüten sei. Daß dem heute so ist, ist das Ergebnis der Entwicklung, die die moderne Judenfrage genommen hat. Wenn also heute von den Gemeinden jugendrabhiner bestellt werden, so müssen diese sich bewußt sein, daß ihr Amt die Frucht einer Situation ist, deren Herausbildung große Teile des jüdischen Volkes lange hartnäckig geleugnet, die andere Gruppen schon frühzeitig erkannt haben, deren Bestehen an sich aber ihnen verbieten sollte, die Haltung und die Geste eines Mensehen zur Schau zu tragen, der unberührt aus einer Sphäre dauernden Bestandes kommt. Wir glauben zwar nicht, daß nur aus Problematik und Gefährdung religiöses Wesen erwächst; aber allzu große Selhstgewißheit, besonders wenn diese in der Form eines politisch-pädagogischen Führungsanspruches auftritt, zeugt auch nicht immer von wirklicher Sicherheit des Glaubens. FUhrungsansprüche Mit diesem F ü h r u n gs a n s p r u c h aber haben wir es heute zu tun. Wenn es richtig ist, daß heute unter den Juden eine religiöse Bereitschaft besteht, eine Möglichkeit für ein Wirksamwerden des Glaubens, dann soll sie fruchtb a r gemacht werden. Dann sind Jugendgottesdienste und ähnliche Veranstaltungen gut, und man kann ihre Wirkung abwarten. Aber ganz unverkennbar haben unsere Jugendrabbiner noch andere Wünsche. Sie wollen in das Leben der jüdischen Jugend, in die autonome Bildungs- und Hachse harah-Arbeit in den Bünden eingreifen und sie mitbestimmen. Sie bedienen sich dazu einer Reihe von Gedankengängen, die von pädagogischen Studien und historischer Kenntnis der Jugendbewegung verraten, und die ihnen sehr rasch eine gewisse Wirkungsmöglichkeit verschaffen. In Wahrheit handelt es sich hier aber um einen Versuch, die zionistische Durchdringung des deutschen Judentums zu erschweren. Keine Ausfluchte! Unter der Maske einer jugendbewegten Haltung ist man bestrebt, den entscheidenden Kampf der Meinungen abzubiegen. Man konstruiert*einen Gegensatz: hie Jugend, dort zwei Stunden wöchentlich in Englisch und Hebräisch unterrichtet. In zwei weiteren Stunden wird Sport getrieben. An Lehrlingen befinden sich in der Anstalt 63 in der Gärtnerei, 1 Schneiderlehrling, 3 Schuhmacherlehrlinge, 1 Bürolchrüng, 5 weibliche Haushaltsclevinnen. Die Ausbildung im Handwerk dauert vier Jahre, in der Gärtnerei drei Jahre, für die Wirtschaftselevhinen zwei Jahre. Der Wirtschaftsbetrieb ist streng rituell. Eine wesentliche Aenderung ist in der Zusammensetzung der Lehrlinge und Schüler eingetreten. Wahrend früher etwa die Hälfte Ausländer waren, darunter auch Palästinenser, gibt es heute in Ahlem nur noch Schüler und Lehrlinge, die oder deren Eltern in Deutsehland ansässig sind und darunter nur etwa 8 «>, die nicht deutscher Reichsangehörigkeit sind, Dies zeigt deutlich, wie sehr heute die Umschichtimg zum Gartenbau und zum Handwerk Sache der deutschen Juden geworden ist. Hans Block. Alter, und bietet sich als Vermittler an. In Wahrheit geht der Kampf zwischen der zionistischen Erneucrungsbewegung des Judentums und allen Gegnern erst jetzt seiner Höhe entgegen, und was als Gegensatz, der Generationen in die Erscheinung tritt, ist sehr oft nur eine unter vielen Aeußcrungsforrnen dieser Auseinandersetzung. Es mutet merkwürdig an, wenn — wie z. B. von dem Frankfurter Jugendrabbiner Dr. Heinrich L cmlc bei einem jüngst in Hamburg gehaltenen Vortrag — behauptet wird, die Jugend hätte schon immer Berufsumschichtung in ihrem Programm gehabt, und die ältere Generation beginne jetzt, ihre Notwendigkeit langsam einzusehen. Tatsächlich war Bcrufsumschichtung eine Forderung des Zionismus, nur die zionistische Jugend hat ihr schon vor 1032 entsprochen, und die allgemeine Ausbreitung dieser Bewegung ist lediglich darauf zurückzuführen, daß seit der Umwälzung in Deutschland die Jugend in immer größeren Scharen eben der zionistischen Bewegung zuströmt. Religion und Zionismus Die Bemühung, die Auseinandersetzung um den Zioniü* mtis abzuschwächen, ihre Aktualität abzustreiten, sie in den Hintergrund zu drängen, schreckt nicht vor bewußten Fehlern in der Darstellung des zionistischen Ideenkreises zurück. Jugendrabhiner können als Rechtsquelle ihrer Tätigkeit selbstverständlich nichts anderes kennen als die Religion. Aber wie man, in deren Namen, das ernste, jahrzehntelang schon andauernde und gerade heute besonders starke Ringen um Religion, Ueberlieferung, Sinn der jüdischen Geschichte in den Reihen der zionistischen Bewegung totschweigen kann, um ihr den Stempel des Areligiösen, Nur-Politischen aufdrücken zu können, um ihr einen Charakter andichten zu können, den wohl einzelne ihrer Gruppen, auch diese heute sehr viel schwächer, und schon nie die Gesamtheit hatten und den die bedeutendsten zionistischen Autoren seit jeher zu überwinden trachteten, ist unerfindlich. Man erzeugt damit bei unwissenden Menschen ein Gefühl der Ueberlegenheit, tut weitesten Kreisen unrecht, aber erreicht auf diese Weise die erstrebte Erneuerung des Glaubens wahrhaftig nicht; denn die erwächst nie und nirgendwo aus einer Polemik, in der Unkenntnis den nach Wahrheit suchenden Geist gefesselt hält. Die nationale Forderung Wir waren der Meinung und finden sie auch heute wieder bestätigt, daß die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen jüdischer Abstammung oder Gemeindezugehörigkeit nicht identisch ist mit dem, was wir als „Deutsches Judentum" bezeichnen würden: ein geschlossener Körper, der wirklich jüdisches Volk sein will. Wir halten es für unsere Aufgabe, möglichst viele Juden für diese nationale Haltung zu gewinnen, und glauben, daß wir damit die Tat vollbringen, die den Fortbestand des Judentums, und auch die Bewahrung seiner religiösen Möglichkeiten für eine spätere Zukunft bewirkt. Die Wanderung nach Palästina ist ein Vorgang, an dem wir Zionisten nur dann Interesse haben, wenn er aus nationaljüdischer Gesinnung erfolgt. Der Zionismus ist keine Bewegung von Auswanderern, sondern will das jüdische Volkstum erneuern; er hält zu diesem Endziel die Schaffung eines jüdischen Gemeinwesens in Palästina für notwendig und wünscht und fördert eine Auswanderung, die diesem Werke dient. Niemals aber wird er den Anspruch aufgeben, auch die Judenheit in der Gallith in seinem Sinne, d. h. national, zu beeinflussen. - und die Auseinandersetzung Die jüdische Jugend spürt deutlich, daß gerade die weltanschauliche Auseinandersetzung, die wir unablässig herbeizuführen suchen, die wirkliche Frage ihres Lebens ist. Wo man sich dieser Diskussion noch entzieht, wie etwa in den Kreisen des Bundes deutsch-jüdischer Jugend, hat man durchaus das Gefühl, daß man „sich drückt". In welchem. Lebensalter der junge Jude zuerst mit ihr befaßt wird, darüber kann es verschiedene Meinungen geben. Einmal aber ist 'auch der junge Mensch alt genug, um mit den Lebensfragen seiner Gemeinschaft vertraut zu werden. Dann werden wir sie auffordern, Zionisten zu werden. Mögen Menschen kommen und uns offen bekämpfen; Religion verpflichtet auch im politischen Kampfe zu offenem Visier. Wenn Rabbiner sich gegen uns wenden, dann sollen sie es als Juden schlechthin tun und ihre rabbinische Autorität beiseite lassen. Dr. Walter Groß, Hamburg. Schulungskurs des Gruppenverbandes Mitteldeutschland Vom '2s. bis 3t). Dezember fand in Halle a. S. der »weite S'äiuhinesknrs des Verbandes statt, der einen zahlreichen Be-iieh aus allen Teilen des Bezirkes aufwies. Nach der Begni gln.r durch den Vorsitzenden der ZOG., Herrn R o s e n 1) i! s c Ii, und einer Ansprache des Gruppenverbands- Vorsit/endcn, I andger.cht-direktW a.D. Alf erthum, hielt Dr. S c Ii I (i i; b e r g f Berlin) eine einleitende Rede. Im Mittelpunkt sj;imt die von Dr. Schloßberg geleitete Arbeitsgeiiieinsehait mit dem Thema: ,,Entwickhing des Zionismus und seine heutige Situation". Am Sonnabend-Abend fand in der Synagoge tine Kundgebung; statt, bei der Dr. Schloßberg über das Iheina: „Deutsches "Judentum entscheide dich" sprach. Hervorzuheben i.,t die' vorzügliche technische Vorbereitung durch die ZOG. Halle, die es ermöglicht hat, sämtlichen Teilnehmern freie Unterkunft und Verpflegung zu gewähren. Jüdisches Im Rundfunk. Sonntag, den 13. Jan.: Riga (514 m), 10.40 Uhr: Maurice Ravel auf Schallnlatten. — Montag, den II. Jan.: I uxembitrg (130! m), 12.15 Uhr: Melodie in E-Dur von Rubinstein. - Dienstag, den 15. Jan.: Riga (511 m), 18,30 Uhr: Josef Schmidt auf Schallplatten. 10.40 Uhr: Duette aus der „Afrikanerin" von Meverbecr. 21,10 Uhr: Capricietto aus dem Streichquartett von Mendelssohn. -- Mittwoch, den 16, Jan.: Luxemburg (130t m), 11 Uhr: Ballettmusik aus der „Jüdin" von Halevv! 12.05 Uhr: Ballettmusik aus „Samson und Dclila" von Saint- Saeus, gespielt vom Berliner Staatsopcrnorchcster unter Leo Blech. Paris (312 m), 1R.30 Uhr: „Voix «'Israel". Hilversum (1875 m), 20.50 Uhr: Stunde für die jüdischen Hörer. — Freitag, den IS. Jan.: Paris (10IS m), 12 Uhr: „Voix d'lsrael". Riga (511 m), 17 Uhr: Wladimir Horowitz und Prot. Wolfsthal auf Schallplatten. Luxemburg (1304 m), 20.311 Uhr: Holländisches Konzert des Pianisten Julius Hijman. — Sonnabend, den 19. Jan.: Luxemburg (1304 m), 12.35 Uhr: Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt"; 15,20 Uhr: Improvisation Von Bloch; 21,15 Uhr: 3. und 4. Akt „Carmen",, Orchester und Chöre unter Leitung von M. Cohen. Ein neues Palästina-Spiel Das neue Alijih-Splel, eine Reise nach Erez Israel, herausgegeben vom Kercn Kajemeth Lejisrael, Preis RM. 1,20, zuzüglich 15 Pf. Porto. Der KKL hat soeben ein ganz reizendes Spiel herausgegeben, das bei Jung und Alt große Freude erwecken wird. Die bekannte Gattung der Würfel-Kreisespicle, bei denen durch allerlei Komplikationen die Reise verzögert oder gelegentlich auch beschleunigt wird, ist hier in einer Abwandlung geschaffen, die besonders unserer Jugend viel Freude bereiten und sie mit den Fragen der Alijah nach Erez Israel vertraut machen wird. Das Spiel, das von dem bekannten Graphiker Orte Wal lisch entworfen und gezeichnet ist, ist nicht nur amüsant, sondern auch belehrend und in jeder Weise geeignet, für den Gedanken Palästinas und des KKL zu werben. Es wird in einem netten Karton geliefert und wird sich als Geschenk bald großer Beliebtheit erfreuen. So mancher der Jugendlichen, die heute mit ihm spielen, dürfte vielleicht in Zukunft das Ziel des Spiels, das mit der Ansiedlung im Emck Chefer schließt, selbst erreichen. Ausbildungsmoglichkelten in Handwerkcrschulen. Die Zentralverwaltung der jüdischen Handwerkcrschulen, die der Jewish Colonisation Association (lea) in Warschau angeschlossen sind, hat sich bereit erklärt, vorläufig 50 Schüler aus Deutsehland zur Ausbildung in den jüdischen Handwerkcrschulen in Polen aufzunehmen. Es handelt sich um Ausbildung in Maschinenschlosserei, Tischlerei, Weberei, Malerei und Dekoration usw. Die Ausbildung ist vorläufig für ein Jahr vorgesehen, die Kosten belaufen sich auf ca. 35 RM. pro Monat. Interessenten werden gebeten, sich umgehend beim Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau, Berlin-Charlottcnburg, Kantstr. 158, zu melden. Was Arbeiterinnen erzählen. Dieses demnächst erseheinende Buch, aus dem wir in Nr. 1 vom 1. 1. 35 einen Vorabdruck gebracht haben, erscheint gemeinsam im Verlage des Hechaluz, Deutscher Landesverband, und der Buchhandlung K e d e m. Auslieferung und Vertrieb des Buches erfolgt durch die Buchhandlung Kcdem. Briefkasten der Redaktion Kurt Leffmann, Cleve. Der englische Zcitungsbesitzer Lord Rothermeie ist nicht Jude. Nächste Abfahrten nach Palästina. Dampfer Pilsna 16.1. ab Tricst, Dampfer Carnaro 17. 1. ab Triest, Dampfer Mar. Pacha 18. 1. ab Marseille, Dampfer Patria 21. 1. ab Neapel, Dampfer Gerusalemme 23. 1. ab Tricst, Dampfer Vienna 24. 1. ab Triest, Dampfer Champollion 25. 1. ab Marseille, Dampfer Pilsna 30. 1. ab Triest, Dampfer Polonia 30. 1. ab Konstanza, Dampfer Tcverc 31.1. ab Genua. - Sonderfahrten im Frühjahr: Dampfer Amiitania (16 000 t) 11. 2. ab Nizza; Dampfer Rex (51 000 t) 8. 3. ab Neapel; Dampfer Saturnia (24 000 t) «j. 4. ab. Neapel. Palästinareise des KJV. Das Interesse für unsere Palästinareisen am 8. März mit dem Dampfer „Rex" und am 8. April mit dem Dampfer „Saturnia" ist auch diesmal sehr groß. Die mit der Schiffsreisc verbundene Landreise wird so eingerichtet, daß auf der ersten Reise Purim in Tel-Awiw und auf der zweiten Reise der erste Scdcrabend in Jerusalem verbracht wird. Wir bitten um baldige Meldung, damit wir allen Wünschen gerecht werden können. —- Weitere Auskünfte beim Kartell Jüdischer Verbindungen, Berlin-Charlotfenburg 2, Bleibtreustr. 50, Tel.: Stemplatz (C 1) 4735, täglich zwischen 9.30 und 10.30 Uhr. Schalt Hoden Up tw& Israel durch Spenden für den JQdlsdien Nollonalfondi Keren Kalemefh Lejisrael Berlin Wl 5, Melneifesfr.10 PosucheA 28247

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