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Jüdische Rundschau · 1933-12-15 · Heft 100 (15.12.1933) · p. Seite 976

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 100 (15.12.1933)
Date
1933-12-15
Page
Seite 976 (sequence 14)
Language
German
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Seite 966 jüdische Rundschau Nr. 100, 15. XD. 193S Nf. II Jüdisches Leben im Reich (Von unicrn Berichterstalteni) E Bielefeld Der Gcmeindcvorstand veranstaltete am 28. November einen Reatationsabeud von Editli Herrnstadt-Oettingen, ״Klänge jüdischer Seele“. Umrahmt wurde der Vortrag von Beethoven- Liedern, gesungen von I>r, Otto Meyer. Die Zuhörer waren von den ausgezeichneten Darbietungen der Künstlerin sichtlich bewegt. Seit November besteht hier ein Snif-Hechaluz. — Die Z.O.O, beklagt den Tod von Herrn Leiser Münz, der seit der Gründung ununterbrochen Mitglied der Gruppe war, Und am Ortsgruppen leben stets regen Anteil genommen hat. Darmstadt ״Die Wende des Schicksals fordert von den deutschen Juden Selbstbesinnung auf die geistigen Grundlagen ihres Seins.“ Mit diesen Worten begann die im September ver* sandte Einladung der israelitischen Religionsgemeinde Darmstadt zu einer Vortragsreihe. Rabbiner Dr. Bienltoiiti sprach an vier Abenden über ,,Hauptmomente der jüdischen Geschichte‘־. Obgleich in dieser Zeit ein intensives Studium der jüdischen Geschichte sehr lehrreich und empfehlenswert ist, so war doch gerade diese Vortragsreihe am schwächsteri besucht. Dr. Bienheim griff aus der jüdischen _ Geschichte von ihren Uran fangen bis zur Reformation einige Kapitel heraus. Kantor Lowenthal gab an vier Abenden eine recht interessante Einführung in das synagogale Leben. Am besten besucht waren die Vorträge von Studienrat Jakob. An acht Abenden sprach er über ״Geschichte des curopäisehen Geist cslchens, unter besonderer Berücksichtigung der jüdischen (ieisteshrömtmgen‘•. Leider war die ״Bcrücksichtigung uer jüdischen Geist esströtnungen“ nur sehr gering. Im Januar sollen die Vortragsreihen fortgesetzt werden. — Auch das erste Winterprogramm der ״Arbeitsgemeinschaft Jirdischer Jugend Darmstadts“ ist min beendet. Es brachte neben emghehen und fnuizikischon Sprachkursen nur künstlerische Veranstaltungen. Mit den jüdischen Gegcnwarts- Problemen und den Gedanken einer jüdischen Renaissance neschäitigtc man sich scheintrat■ nicht. Auch bei den Vorträgen der Israelitischen lU'ligionsgeineindc — soweit sie sich mit jüdischen Fragen befaßten —, war die Jugend kaum \־ertreten. Durch die Beschäftigung mit Englisch, Französisch und Sport löst man nicht die Problem« der jüdischen Jugend. Einen besseren Begriff einer ״Arbeitsgemeinschaft“ bietet die neugegründete Ortsgruppe des Hechaluz. ihr« Mitgiieder sind verpflichtet, am hebräischen Sprachkursus, einem Jüdischen Geschichtsktirs, sowie den Veranstaltungen _ der Zionistischen Vereinigung tcilzunehmen. Julius Levi. Gleivvitz Auf Veranlassung des Reichsausschusses der jüdichen Jugeudverb:inde wurden hier die jüdischen Jugendorganisationen zur Wahrnehmung gemeinsamer Interessen in einem Orisring zusammengefaßt. Zum Ortsringleiter wurde Joachim Badrian bestellt; ferner wurden delegiert für den Bar Kochba Alfred Wollt?, für die deutsch-jüdische Jugend Kurt Schwarz und für das Schwarze Fähnlein Rottner. Am 10. Dezember fand eine gemeinschaftlk'he Besprechung statt, bei der Stillmann (Berlin) über hnschichtungs- und Kulturprobleme referieile. Die hei der Diskussion stark zutage tretenden Gegensät/e der einzelnen Gruppen einerseits und die Indifferenz vieler Jugendlichen andererseits stellen die hiesige Ortsringieitiing vor eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe. Konstanz Die ״indische KunstIcrliilfe Freiburg“ hat sich durch ihr Konzert in der hiesigen Synagoge ein großes Verdienst erworben. D.i.s Trio, bestclieud aus dat Damen Freya Wolfsbrück (Gesang), Gaby Gros (Klavier) und Herrn Dr, Heinz Edelstein (Cello), hat sich in der kurzen Zeit seines Bestehens vorzüglich aufeinander eingestellt; das kam gleich zu Anfang in der ״Atia con varia/ione“ von S. Rossi und in der ״Aria mit obligatem Cello und Klavier“ von D. Ciabrielli zum Ausdruck. Fräulein Wolfsbruck gestaltete die Mahlerlieder ״Ich atmet einen linden Duft“ und ״ich bin der Welt abbanden gekommen“ zu einem tiefen Erlebnis. Fräulein Gaby Gros war ihr eine verständnisvolle Begleiterin, die dann als Solistin am Fitigel in dem Choral ״su Melodie tiebräiehe“ von Castel ח novo Tedesco die Hörer ganz in ihren Bann zog; Herr Dr. Edelstein gefiel durch sein Cello-Spiel. Herr Dr. Katz halte in einem kurzen Vortrag die Einführung in die Werke alter und neuer Meister übernommen. B. Mannheim Die Initiative zu künstlerischer Arbeit ergriff der jüdische Gesangverein ״Liederkranz“. Er veranstaltete zunächst im Verein mit der Gemeinde eine musikalische Abendfeier in der Hauptsynagoge, die unter Leitung von Kapellmeister Sinzheimer mit Rabbiner Dr. Grünewald als Redner und mit Kantor Adler, Sclma Weil-Elk und Gisela Lieberrriens&h als Solisten eilten derartigen Eindruck hinterlicß, daß sie wiederholt werden mußte. Diesem erfolgreichen Abend ließ der ״Liederkranz“ eine Veranstaltung unter dem Titel ״Melodramen aus zwei Jahrhunderten“ folgen, um den sich neben Kapellmeister Sinzheimer am Flügel der frühere Spielleiter des Königsberger Schauspielhauses, Franz Oppenheimer, als ausdrucksvoller Sprecher verdient machte. An diesem Abend gab es auch eine erfolgreiche Uraufführung ״Kreislauf der Nacht“ nach Dichtungen von Bialik mit einer verbindenden Musik von Max Sinzheimer. Dem ,,Liederkranz“ dankte man dann die Berufung Meinhart Maurs (Berlin) zu einem Vortragsabcncl, der solchen Beifall fand, daß er am nächsten Tage wiederholt werden konnte. Der Verein hat sich auch ein Orchester, die ״lustrumcntalgerncinscliaft“, angegliedert. Es besteht aus 45 Köpfen, zumeist Streichern; im ersten Konzert bot es IJeberraschendes, Während lebhaft gefeierter Vokalsolist des Abends Hermann Scliey war, war orchestraler Höhepunkt Bachs Fünftes Brandenbtirgisdics Konzert. Um seinen Erfolg unter Sinzheimers Führung machten sich solistisch besonders verdient die stilvolle hiesige Pianistin Lilly Koppel, die ausgezeichnete Geigerin Lene Sinzheimer, ferner die Flötisten Hans Meyer und Dr. Tannenbaum. —-nn. Der Vorsitzende der Gemeinde, Prof, Dr. Moses, sprach in einem internen Kreise der Verwaltungsorgane der Gemeinde und des Wohlfahrtsamtes über Einwanderungsmöglichkeiten nach Palästina. Die Wärme des Tones hob den Vortrag weit über das Niveau üblicher Berichte. Dr. S. Familien - Nachrichten Herr A liiert Hey mann und Fra:!, geh. Simon (Köln) begehe» am 22. Dezember ihr 50jähriges Ehejubiläum. Am 21, Dciember begeht Herr Muhlenbesiuer M. Meyer (Bartetijtein) «Ine® 76. Geburtstag. Ankündigungen An dieser Stelle werden Vorankündigungen für jüdische Veranstaltungen an den einzelnen Orten gebracht. Wir bitten die Organisationen, uns die erforderlichen Unterlagen hierfür zugehen zu lassen. Insbesondere sollen die zionistischen Veranstaltungen hier angekündigt werden; die Zionistischen Ortsgruppen werden daher gebeten, uns alle Veranstaltungsarikündigungen rechtzeitig zu übersenden. Jülichi Zionistische Ortsgruppe und Jfid. Jagendverein. 17. Dezember, abends 8.30 Uhr, im Jugendheim, Makkabäerfeicr. Rezitationen, hebr. Gesanj und Klaviervorträge. Ansprache: Hans Emanucl. Lichtbildervortrag ״Tel-Awiw und die Orangenkiiste“, iausr Kolberg Kolberger Zionistische Vereinigung. 26. Dez-, nachm. 3.15 Uhr, im Buchen (Baden) Llchtblidervortraga ״Tcl-Awiw und die Orängenküste“ zugunsten des KXL, voraussichtlich 16. 12.״ im Gemeindezimmer. Chemnitz Zionistische Ortsgruppe. Chanukkah-Fcier für Kinder: 17. Dezember 1933, vorm. 9.30 Uhr, im neuen Heim, Aeaßcre Klosterstr. 13 Tip. Für Erwachsene; 7. Dezember, abends 20 Uhr, in denselben Räumen. Detmold Chanukkahfcicr 17. Dezember, veranstaltet von der Gemeinde unter Mitwirkung des J. P. D., im Sitzungssaal der Fabrik ״Neugarten & Eichmann“. Anfang 3.30 Uhr für Kinder, 4.30 Uhr für E rwaehsene. Kolberger Kurhospital, Vortrag von R.-A. Dr. Aron (Stolp) über ״Palästina־ und die deutschen Juden“. Ferner Palästina-Lichtbildstrei. fen: ״Tel-Awiw und die Orangenküste“. Beglcitvortrag: Herr Georg Kopydlowski (Stettin), Sekretär des Pomm. Gruppenverbandes. Köln Jüdische Kulturbundbtihne Rhein-Ruhr. 18. Dez. (Rhcinlandloge) und 18. Dez. (Reichshallentheatcr), Tragikomödie ״Sonkin und der Haupt. Ire {[er“ von Semen Juschkewitsch. Kottbus Jungzionistischer Arbeitskreis, Iß. Dezember, abends 8.30 Uhr, Geineindezimmcr, Roßstr. 27: Chanukkahfcicr. im Emden Zionistische Arbeitsgemeinschaft (Kfndergrtsppe). 16. Dez., 3 Uhr, Oneg-Schabbath. 19. Dez., & Uhr, Chanukkahfcicr. Zionistische Ortsgruppe. Mocaeh Schabbath, abends 8.30 Uhr, im Hause Landrabbiner Dr. Blum, NescbcE mischak chanukah iwri. IS. Dez., abends 8.30 Uhr, im Waisenhaus, Ohanukkah-Werbefcier mit Festspiel ״Makkabäer einst und jetzt“. — Donnerstag, 21. Dez., abends 8.30 Uhr, Hebräischer Sprachkursus. Frankfurt a. M. Gesellschaft für jüdische Volksbildung. 18. und 19. Dezember, febends 17 Uhr, im großen Saal der Frankfurt-Loge Kasperl-Theater: LicscI Simon, David und Goliath, hierau(: Die einsame Insel. Numerierte Karten 50 Pfg. bei folgenden Vorverkaufsstellen: Straußschc Buchhandlung, Bibergasse 13, Dclik.-Geschäft M. Gcrlich, Grüneburgweg 8, Drogerie Schneemann, Schillerst® 2, Drogerie Herrn. Locb, Gocthestr. 4, Konditorei l'reimark, Baumweg 1, Wäschehaus Fuld, Schäfergasse 52. beim Kastellan der Frankfurt-Loge und an der Kasse. Tanzauflührungen bekannter Frankfurter Tänzerinnen am 30. Dezember im großen Saal der Frankfurt-Loge, ״Chug iwri“, Eschersheimei Landstr. 65, 17. Dez., 8.30 Uhr: Hebräischer Vortrag von Aron Twerski über ״Hasmonäer Und die Gegenwart“. Die Abende des ״Chug“ finden nicht mehr um 9 Uhr, sondern um 8.30 Uhr statt. Gelsenkirchen Jüdliche KulturlundbOhne Rhein-Ruhr. 19. Dez., 8.30 Uhr, Stadthalle, ״Sonkin und der Haupttreffer“, Hainstadt Lichtbildervortra J: ״Tel-Äwrw und die Orängenküste״ zugunsten des XXL, voraussichtlich 26, 12-, im Gcraclndezimmer, Halberstadt Zionistische Arbeitsgemeinschaft und Hechaluz. 16. Dezember: Chanukkah-Abend im Damenzimmer der Loge, Kaiserstr. 85. Beginn 20.30 Uhr. Hamburg Keren Kajemeth gemeinsam mit Wizo und Bar Kochba: 18. Dez., Chanukkah-KinfVrfcst, nachm. 4 Uhr, bei Sagebtcl. Vorführungen, Film, KakaotaM. Karte.! zu RM. 0,30 für Kinder und RM. 0,50 für Erwachsene im Büro der H. Z. V. und an der Kasse. Hardhelm Lichtbildervortrag! ״Tcl-Awiw und die Orängenküste“ zugunsten des KKL, voraussichtlich 25. 12., abends 7.45 Uhr, im Gemeindezimmer. Landsberg (Warthe) Snil Hechaluz. Montag: Hebräisch (Kursus 1); Dienstag: Ssicha (Ideologie des Zionismus, aktuelle Fragen des Aufbaus); Mit twoch: Hebräisch (Kursus 1); Donnerstag: Hebräisch (Kursus 2); Freitag: Oncg Schabbath (Trumpcldor, Bubcr, Bialik, Tschernikowski, Per er, Schalem Alcchcm); Sonnabend: Arbeitsgemeinschaft mit Jü<l. Jugendbund (Jiid. Geschichte, Palästinakunde); Sonntag, 4—7 Uhr: Beisammensein ohne festes Programm; abends: Hebräisch (Kursus 2). Leipzig Da* Mendehiohn-Trio, bestehend aus Frau Hella Chitrik (Klavier), Herrn Leo Schwarz, derzeitiger Konzertmeister am Leipziger Gewandhaus (Violine), Herrn Proi. Afrern Kinkulkin, cbcmal. erster Solo- Cellist des Leipziger Sinfonie-Orchesters (Cello) wird am 17. Dez. mit Werken von Brahms, Beethoven und Mendelssohn seinen Kammermusikabend wiederholen. Mannheim Zionistische Ortsgruppe. 23. Dez.: Bericht einiger Mannheimer l’älästina-Reisender über ihre jüngst gewonnenen Eindrücke. — 6. Ja• nuar 1934: Licbtbildcrvortrag von Dr. P. S. Meyer über Palästina, veranstaltet durch die Wizo. — 13. Januar: Einführung in die politischen Probleme des Zionismus. (Redner wird noch bekannt• gegeben.) — 20. Januar: Die religiöse Lage der Juden in der Gegenwart. Redner; Rabbinei Dr. Grüncwald. Nürnberg Chanukkah-Fcier, 17. Dez. 33, nachm. 5 Uhr, in der Hauptsynagogc. 1. Präludium und Fuge in G-Moil von J. S. Bach (Orgel: Ludw. Grünbaum). 2. Lichtanzündcn (Kantor Scheuermann). 3. Mo-o: zur jcschuosi (einstimm. Kinderchor mit Orchersterbegleitung). 4. Vortrag (Ralib. Dr. Baeck-Berliii über ״Zeiten und Tage“). 5. Konzert in B-Dur für 2 Flöten, Klavier und Streichorchester von J. S. Bach (Jiid. Orchestergemcinschaft). 6. Kantate iür fünfstimmigen gemischten Chor von Jos. Haar (Jüd. Chorgemcinschaft), Psalm 42, 3 u. 4. Regensburg Eira-Gruppe, 16. Dezember, abends 8 Uhr, Chanukkah-Feier in den Thomas-Sälen, am Römling. Eintritt frei, Rosenberg (O.-S.) Zionistische Arbeitsgemeinschaft. 16. Dez. Chanukkahfcicr — Vortrag über Theodor Herzl. Wesel Zionistische Ortsgruppe. 16. 12., 8.15 Uhr, im Chewro-Lokal, Makkabäerfeier mit Lidubiidervortrag. Wuppertal Jüdische Kulturbundbühne Rhein-Ruhr. 20. Dez., 8.15 Uhr, Gesell• schaftsverein, ״Sonkin und der Haupttreffer“. Um ׳ting vo iieinn vertu olche I 01111t, g! S'enn d cheinigi jcsondci Irans litionsfii /erfügu agerer 1 Die ebäude a glich v jebäud« Sou Punsch nd Ver msgeta» Es ־ Mich er, ind dir inci so: .׳crwalt: licht m ammlii! 1789), ü ln teile s u n g s mentge 3t ZU c n!1 onen z essen Sie ent! ur grö nsprttc ss ent et oeren י 0 sind immer misch c r sic '011־ nu Heilig Di< er Sp uch n iinffsgi iiigCSC Von den Spitzenorganisationen Die Reichsvertretung der deutschen Juden teilt mit: Der mit der Ausarbeitung von Lehrplänen für die jüdischen Volksschulen beschäftigt« Unterausschuß des Erziehungsaus- Schusses der Reichsvertretung der deutschen Juden trat am Donnerstag, dem 7. Dezember, unter dem Vorsitz von Prof. El bogen zum zweiten Male zusammen. Dem Ausschuß lagen zusätzliche Richtlinien zur Aufstellung von Lehrplänen für jüdische Volksschulen vor, die in eingehender Aussprache durchberaten wurden. Die endgültige redaktionelle Fest- Stellung der Richtlinien soll durch eine Kommission erfolgen, so daß die Rieh tlirden in der nächsten, am Sonntag, dem 17. Dezember, stattfindenden Sitzung des Unteraussrhusscs verabschiedet werden können. Die Richtlinien stellen eine Ergänzung der allgemeinen staatlichen Richtlinien für Volksschulpläne dar, die den besonderen Erfordernissen der neu zu gründenden jüdischen Schulen Rechnung tragen sollen. Neben der Festsetzung des allgemeinen Erziehungszieles befassen sich die Richtlinien insbesondere mit der Frage, in welcher Weise in den verschiedenen Fächern ßeziehungspunkte zu jüdischen Kultur- und Geschkhtsinhalten gefunden werden können. Der Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau weist ausdrücklich darauf hin, daß sämtliche Damen und Herren, die in seinem Namen auftreten, im Besitze eines vom Zentralausschuß abgestempelten Lichtbildausweises sein müssen, den vorzulegen jeder der Damen und Herren angewiesen Ist. Das Eltemhllfswcrk für die jüdische Jugend teilt mit: Da die Verhandlungen über die Anerkennung des Elternhilfswerks bei den Behörden in Gang gekommen sind, ist zu hoffen, daß die Arbeit, die in enger Zusammenarbeit mit dem Erziehungsausschuß der Reichsvertretung der deutschen Juden geleistet wird, baldigst in vollem Umfange aufgenommen werden kann. Dies ist Um so notwendiger, als das Problem der jüdischen Schule und der jüdischen Schüler von Tag zu Tag drängender wird. Als vordringlichste Augenblicksaufgabe erscheint es, die Härten auszugleichen, die durch Entziehung der Freischule und der SchulgeldercTtnäßigungen für jüdische Schüler, soweit sie vor der Abschlußprüfung stehen, entstanden sind. Des weiteren handelt es sich um die Durchführung von Elfernbcratungen, um die Unterbringung von Kindern in jüdischen Schulen und um andere verschiedenartige Hilfsaktionen, ln der kurzen Zeit, in der das Aktionskomitee des Elternhilfswerks seine Arbeit aufgenommen hat, hat sich bereits eine große Mannigfaltigkeit der Arbeitsgebiete ergeben. Die Dringlichkeit der täglich einlaufenden Anfragen erweist, daß die Arbeit des arbeit stehen. Im Bcr St; leben : tum vo Baß da treffen! ledetn );1111 b! •■ח־ agc IKK) Pc lesuch Ind 11( lieligic Elternhilfswerks für die jüdische Jugend für die Erfüllung vieler Aufgaben auf dem Gebiete der Schule und Erziehung in der Gegenwart unbedingt notwendig ist. Um die Durchfiihrung und den Atifbau der weiteren Arbeit im Sinne des vor einiger Zeit veröffentlichten Programms zu gewährleisten, ist es Sache aller derer, die durch Beitrittserklärung und Interessenbezeigungen in den vorangegangenen Monaten ihre Mitgliedschaft zugesagt haben, nun das Hilfswerk der gesamten Elternschaft für die jüdische Jugend auch praktisch finanziell sicherzustellen. Sobald die gerichtliche Eintragung des Elternhilfswerks erfolgt ist, wird sich die Leitung erlauben, den angemeldeten Mitgliedern eine Mitgliedskarte zu über• senden und zu einer ersten Mitgliederversammlung einzti• laden. Die Geschäftsstelle des Eltcrnhilfswerks für die jü• dische Jugend, die am 7. November eröffnet w-orden ist, befindet sich in Charlottenburg 2, Kantstr. 158, Gth. II. Sie erteilt Beratung und nimmt Anmeldungen und Anträge jeder• zeit entgegen. Die Sprechstunden sind Montag, Mittwoch und Freitag von 10—12 Uhr. [lauern Ion eii |)ie G Itützur Tamilii ■er Mi liniget In 30 luchen ich ule, Cha In In: r i [ndiscl Bezirk liches l'crsch Pen, il [wcicl Der Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände hat in seiner letzten Führcrratssitzung beschlossen, einen Fach• ausschuß für Berufsumschichtung und Berufsberatung ein• zusetzen, der die bisher auf diesem Gebiete von den Jugend- Organisationen geleistete Arbeit weitestgehend fördern und die Forderungen der jungen Generation gegenüber den zentralen zuständigen Organisationen herausarbeiten soll. De: Ausschuß, der unter Leitung von Fritz Schwarzschild steht, D |!1kka: febräi fein \ Abend |ur zu Per Fi ■träte umfaßt Menschen der jungen Generation aller Richtungen der jüdischen Jugend, die in der Praxis der Berufsumschichtungs• Chaluxtagung ln Frankfurt am Main. Am 9. und 10. De• iber fand in Frankfurt zember fand"in Frankfurt am Main ein« von vielen Gruppen besuchte Ptgischah des Hechaluz statt. Der Mcrkas war vertreten durch Marduk Schattner und Georg Pape. Die Hauptthemen der Sitzungen waren: ״Die Lage in Palästina“ und ״Der deutsche Zionismus und der Hechaluz“. Eine Ar• beitssitzung im engeren Kreise beschäftigte sich mit den internen Fragen der einzelnen Snifim und der Organisierung des neuen Galil, dessen Leitung ihren Sitz in Frankfurt hat und aus folgenden Chawerim besteht: Josef Horavitz, Phü Rochwerg, Trude Stern, Lothar Berliner. — Die Tagung war ein Ausdruck der wachsenden Stärke des deutschen Hechaluz und wird für die zukünftige Arbeit ohne Zweifel einen große® Antrieb bedeuten. Pb. R. Am -Di J»*1 Ch. •W J Z ata. Bl

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