Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 100 (15.12.1933)
- Date
- 1933-12-15
- Page
- Seite 969 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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.1933 Nr. 100, 15 1933 .חזר JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 959 rtians ist :s Juden-1!ezeichnet jndeji ist] t wi« er, irul Cieiit I •rn, schon msen der | werfallen, latur des | sich breir Distanz I Blut mit• [ reu clunk• und sei-!einer In• I nes unter 1s wächst des Ro• 1, weitab ein. UikI wie mir von Cie-1!!des hin• irch. Derl lisch e ihn mans ein• ן von der | icliei terns, les Lesers | cteiUguiif; mit dahei 8eh«n in Zeitschrift i I! miinclu■ Gewissen e Füll rer• 1g vorla״. , der bio• imitt ver• :s richtig, 1 dit! Ge- ] Ausgleich, j folgender lein Prüfissea zum •k, das er j ׳ gerecht• seihst, ist j •rriclitcteii aiisgesdzt den sceli- .׳ist, stellt! deutsche ioden des einen Be• r.u tragen, und ein t fast 1111• 1׳ Ai ifgabe punkt der Liehe zu tan nt und!!ton IscIh‘1! ׳/ibii, item ji'id Ischen itnpferkeit loch jene ml er vollisseu volllie'l Rasse .wacheren, von L! 1 .• ler lichter in einer tan Brods, i e o r g. B ii « h e r, iiciits hileine deutiecltlHclu'ii erlag von :1r einiger iostet nur :legen heit, rielf arbige h i e I a a ז kburtstfli; nilicnbuch wurde ein Die Vor• antx obel Uh» M e IC 1951 erfolgreicher Auftakt der Winterlcampagn e des Keren״Ha|essod Otcar Wassermann in Leipzig Zur Einleitung der diesjährigen Winteraktion des Keren Haiessod in Leipzig hatte sich der Vorsitzende des Deut- «Chen Keren Hajessod, Direktor Oscar Wassermann, in dankenswerter Weise zu einem Vortrag am U. Dezember in den Räumen der Leipzig-Loge zur Verfügung jestellt. Vor einer zahlreichen Hörerschaft, die zun* größten Teil aus liberalen, dem Palästina-Gedanken bisher fernstehenden Eiementen bestand, schilderte Herr Wassermann die Gcstaltunjj des jüdischen Schicksals in Deutschliuul und betonte in eindrucksvoller Weise, daß der jüdischen Jugend der Weg nicht nach der Vergangenheit, sondern nach der Zukunlt gezeigt und der Glaube an Palästina gegeben werden muß. ln einer Zeit, in der das jüdische Selbstbcwußtsein auf eine harte Probe gestellt wird, ist jüdische Arbeit in Palästina das stärkste Argument im Kampfe um unsere Anerkenmm״ seitens der «ich (jüdischen Außenwelt. In seinem darauf folgenden Referat entwarf Dr. Michael Traub ein anschauliches Bild der jüdischen (iesamt&ituatiun der Gegenwart. Im Lichte des geistigen und wirtschaftlichen EntwurzeHmgsprcr/esses der Juden außerhalb Palästinas gewiniit die Normalisierung des jüdischen Lebens in Palästina ihre eigentliche Bedeutung für die Neugestaltung jüdischen Schicksals. Beide Vorträge fanden stärksten Widerhall. Einer Einladung der Zionistischen Ortsgruppe Leipzig folgend, sprach Dr. Michael Traub am folgenden Tage im Städtischen Kaufhaus vor ca.!00'» Personen über ״Juden und Araber in Paliistina“. Der Abend gestnltetc sich .zu einer eindrucksvollen Kundgebung für unser sittliches Anrecht auf eine friedliche Aufbauarbeit in Paliistina. Viele neue Mit• glieder sind an diesem Abend der Leipziger Ortsgruppe beigetreten. Die darauf folgenden Tage, die der Werbearbeit für den Keren Hajessod gewidmet waren, brachten auch hier ein ausgezeichnetes Ergebnis. Erfreulicherweise haben sich in Leipzig ebenso wie in anderen Städten eine grolle Anzahl Zionisten und Nichtzionisten in anerkennenswerter Weise in den Dienst der Keren Hajessod-Arbeit gestellt. F. Keren Hafesjod - Woche In Hamburg Am 5. Dezember sprach Dr. Michael Traub (Berlin) auf einer vom Zionistischen-Akadcmischen Klub eiiigdadenen Versammlung über das Thema ״Juden, Araber und die englisclie Mandatspolitik“. Der Gabriel-Riesser-Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Referent behandelte dieses Thema von der sozialen, wirtschaftlichen und bevölkerungspolitischen Seite und hob — über den Rahmen des Themas hinausgehend — in plastischer Schilderung: die gesunde Ent- Wicklung der jüdischen Gemeinschaft und die normale wirtschaftliche Struktur des Jisehuw in Palästina im Gegensatz, zu jüdischem Leben in anderen Landern hervor. Die Zu- Hörerschaft folgte dem außerordentlich inhaltsreichen, ein• einhalbstüiidigen Vortrage, der Veranlassung zu einer regen und Interessanten Aussprache gab, mit großer Spannung. In der gleichen Woche sprach Dr. Traub auf zwei Zirkel-Abenden vor geladenen Gästen über die Themen ״Jüdisches Wirtschaftsleben in Europa und Palästina“ und ״Die deutschen Juden in Palästina“. Dank diesen wirkungsvollen Veranstaltungen ist es gehingen, dem Palästina-Gedanken eine Reihe neuer, wertvoller Freunde zuzuführen. Die Vorträge dienten als Auftakt zu einer Keren Hajessod-Aktion, die In wenigen Tagen ein sehr beachtüches Ergebnis erbrachte. Man würde sich in Hamburg freuen, wenn Ur. Traub sei!! Versprechen bald wahrmachen könnte, einen Vortrag über die auf den Zirkel-Abenden behandelten Themen in einer großen öffentlichen Versammlung zu halten. H. Dr. Martin R o s e n b l ü t h, der den Deutschen Keren Hajessod seit dem Jahre 1028 geleitet hat, Ist mit der Leitung des Londoner Büros der Zentalstelle für die An- Siedlung deutscher Juden in Palästina betraut worden. An seiner Stelle wurde Dr. Michael Traub Geschäftsführendes Prasidialmltglleii des Deutschen Keren Hajessod. Jugend -Alifßh Von Dr. Adam Simon son• Hin Symptom der gänzlichen Veränderung des Weltbildes, das der jüdische Jugendliche — vielfach muß inan sagen das jüdische Kind — heute vor Augen hat, ist die Entwicklung d er j ü d i s c 11 e n J ti g e 11 d b e w e g 1111 ]׳, Nichts von der romantischen Schwärmerei und dem Persömlichkdtskuit, die die Anfänge der Jugendbewegung charakterisieren, ist geblieben. Organisierung der Berufswahl, lebhafte /Anteilnahme an der öffentlichen Sozialarhi-it kennzeichnen heute die Tätigkeit der Jugendbünde, So konnte es kommen, daß die Jugendbi'mde sieh in einer von ihnen getragenen Organisation, der J i! d i s c!1 c 11 J 11 - gendhiife e. V. (Berlin-(.11,111011־.•iihtirg, Ibcibtrensfr. 501, ein Instrument schufen, das liest i!11 int ist, einen entscheidenden Anteil an der Lösung der lierufsfrage zu gewinnen. Der I ieelinluz hatte es übernommen, diese Aufgabe für du* zu lösen, die das 18. Lebensjahr überschritten hotten. Die Jüdische Ingeiidliilfe will das gleiche für die 15.IS Jährige 11 tun. Die Jüßendlnmile sahen die: ständig wachsende Za 111 unbesdiüftigter jüngerer Menschen In ihren Reihen. Diese Ent- Wicklung hat mit zwei deutlich merkbaren und zeitlich zu begrenzende!׳ Stößen ein unüherseiihares Au-nnaß angeiiominen, Der erste dieser Stöße erfolgte im i'rülijalir, als ein Teil derjenigen jüdischen Jugendlichen, die Steilungen besaßen, sie verlassen mußte«. Hinzu kamen im April, wie in jedem Jahr, diejenigen, die normalerweise die Sch nie verlassen. Danach beruhigte: sich die Lage für kurze Zeit, um etwa im August noch einmal erschüttert zu werden. Zu diesem Zeitpunkt nämlich ging •׳in großer Teil auch derjenigen jiulisclien Jugendlichen definitiv von der Schule ab, der bis dahin beabsichtigt hatte, sie weiterhin zu besuchen. Mit dem Wachsen der Aufgabe, die objektiv der deutsollen Judenheit gestellt war, mußte die Jüdische Jugeudhüi'׳• bestrebt sein, die ursprüngii011 nur von der Jugend getragen 1 Bewegung mit ulten fundierten Organisationen in Vcrbindm!״ zu bringen. Das P a i ä s t i n a - A in t schuf eine lugend- Alijali-Abteilmijr und übertrug der Jüdischen Jugenüliille, di dem Palästina-Amt beigeordnet wurde, einen großen Kreis der politischen Aufgaben, die hier in Deutschland zur Durchfiihrung der Alijah zu bewältigen sind.!Die Jüdische Jugendhilfe ruht also heute auf den beide׳■ Stützen, die ihr unter den zur Mitarbeit in Frage kommende;! als die traghdiigsien erschienen: auf d״n J u ״ e nd b ü 11 - den einerseits, mit deren Vertretung, dem Rciclisaussclmß der jüdischen JhigendverhainL*, sie in engster Verbindung steht, und auf dem Palästina -Amt andererseits, das an ihrer Arbeit ständigen Anteil nimmt und mit ihr zus«!n1m>n die Verantwortung für die Jiigond-Alijah trägt. Als in Palästina zum erstenmal der Plan der Unterbringütig und Ausbildung jüdischer Jugendlicher aus Deutsch- Land auftauclite, loste er überall eine ganz unerwartete starke Begeisterung aus. Die Siedlungen des Landes schickten Vertreter zu einer Konferenz, es wurde über die Aufnahmefaliigkeit jeder einzelnen Wirtschaft beraten und man schuf einen Plan, der in der ersten Etappe eine Uebersiedlung von 1500 Jugendlichen vorsah, ln diesem Plan waren alle Kreise vertreten, die größeren Kwuzotli und Moschawim in allen Teilen des Landes, die gesetzestreuen Siedlungen und städtischen Institutionen, die Mädchcnfarnien bei Jerusalem und andere ähnliche Plätze, die als Ausbildungsstätteii in Frage kamen. Die A u s b i I d 11 n g s m ö g I i c h k eiten in einer Siedlung erstrecken sich über alle Zweige der Landwirt- Schaft und de» Gärtnerei, Vielfach sind Iknmiscliuien vorhanden, und alle Siedlungen haben Werkstätten, in denen die verschiedenen Handwerke ausgeübt werden. Hinzu frommen für Mädchen die Milchwirtschaft, Geflügelzucht, I Luiswirtschaff, Bienenzucht, Kindcipfiege und häufig die Arbeit im Weinberg. Aber die Arbeit ist keineswegs eine nur berufliehe. Der Grundgedanke der Jugend-Aiijali ist es, den Jugendlichen g 1 e i e!1 z e i t i g e ine kulturell 0 u n d fachliche Ausbildung zu verschaffen. Wenn die Jugendiielien in das I and hiiicinkomincn, sind sie last ״Anaiphabetetr‘. Die Sprache ihrer Hingebung ist ihnen fremd, die Gcograplii! und als erw.icl tägig beschält! so eng mit all das!.and zur iulicn, der im Gliahiz, Wenn boten sind, kai I ieiinat cinlcbe d sein: M .׳t. wer 1 leinnt Landi er die!11 er 1. als eiucl 11 ,11'11 u Ne;!׳. wird ' Jt'.L siel!! es d und seine ( j! •11, mit einem e niemals in ■11 u!־traut zu . 1 lies!in e I!acli-u!!iellkeiiei! 'iefel ,ehichte unbekannt, Beruf, der sie ganzder l.age sein, sich machen, d;1li ihnen TM’hei let den Jugend-!ruh durehmaclit, vom aiisiiut/t, die iltin gehtcr in seine neue erwachsenen Menschen mög- (I 011 Im gatizi'i! eiitsju iciit riciinltripcM |1l־״emli1clH-r Sie zerf.'iüt 11 lininuisliselie, wobei dii die Kenntnis der Natur I '11 <erriehts 1110111׳ aufs R n;itiirwissen-cha 1 tiiclleii I sladt der i111 .־ sein kan! I nmieskuiide orientiert historisch leicht erreicht Viel mehr, ai körperliche Arbeit, L h eit. Die Jugendlich. Mögiieiikeit, ihr!.eben!:;׳sehe Grundhaltung erpi n cusischcn Arbeiterschaft 'Lage geformt hat, und chnittliciien Anforderung!it worden sind. Wo die!1eisiige Ausbildung der «ler 1׳!, die in der!Siedlung groll geworin eine natu re, Kn 11-ehai'tlidie und tulürw i .s׳..-11׳׳h;nt!1ehe viel mehr auf auf gebaut ist, und die Richtung des;1 Ui-i in׳ getit,;11s es etwa in einem ’ulerrieht in der Schule einer Groß- . Die Ausbildung in Geschichte und sieh natiii hell weitgehend an den an 11 Sliaten. wir 1!׳ euolmt sind, wird hier geistige und .-:nbcit und Freizeit zu eitler Eini.a'ieii in umfangreichem Maße die silbst zu gest;1!t,׳u. Diese pädagobt sieh aus dem Leben der paliisti- , wie es sich bis zum heutigen aus den grollen weit iUk'nlurch- ,eit, die immer au den Chaluz ge- Selbstverwaltung nötig war, wurde geschähe 11, auch den C 11 a r a k ־ er der L r z i e h 1111 g. So wird hier in der ״Frei zeit“ ge- ' 1 beitet und in der ״Arbeitszeit“ ist man frei. Die Siedlungen, in denen die Juo ettd’i heu au «gebildet 'seiden, über nehmen es, ihnen nach Hocüdigimg ihrer Lehrzeit einen Arbeitsplatz zu beschaffen. Dies ist das Kfzte Glied der Kette, die durch die Jugoml-Aiijnh von der Beendigung der Schulzeit des Kindes bis zur beruilichcn Eingliederung des Erwachsenen in die Wirtschaft!1al;is1inas gespannt wird.!׳.׳, allein aus diesem Grunde, Diese (iriindcinstdliin g bestimmte Die JÜDISC ist die große, zweimal wöchentlich erscheinende jüdische Zeitung Deutschlands, die über alle Gebiete des jüdischen Lebens informiert. Sie will dem deutschen Juden, der in eine für ihn ganz neue Lage geraten ist, helfen, seine Sorgen zu tragen und seine geistige Orientierung inmitten der Wirrnisse des Alltags zu finden. Die ״Jüdische Rundschau“ kämpft für die Erringung einer würdigen Rechtsstellung der Juden in Deutschland, für die Freiheit ihrer wirtschaftlichen Betätigung, für Berufsumschichtung und kulturellen Aufbau des deutschen Judentums, Sie unterrichtet ausführlich über alle Möglichkeiten und Vorbedingungen der Auswanderung und insbesondere über die mit Palästina und dem jüdischen Nationalheim zusammenhängenden Fragen, Sie ist das Organ der zionistischen Bewegung Deutschlands, Die ״Jüdische Rundschau" bringt in jeder Nummer als ständige Beilagen BERLINER RUNDSCHAU / JÜDISCHES LEBEN IM REICH mit allen für den Leser unentbehrlichen Informationen und Ankündigungen, sowie in jeder Freitag-Ausgabe SPORT-RUNDSCHAU / HEBRÄISCHER FERN-UNTERRICHT In zwangloser Folge erscheinen ferner nachstehende Beilagen: Gemeinde - Rundschau Palästina-Wirtschaft Kunst tt, Wissenschaft Jugend-Rundschau Die jüdische Schule Literatur ־ Beilage Von jüdischer Musik Kinder - Rundschau Palästina-Bilderbeilage Demnächst wird in der ״Jüdischen Rundschau“ mit der Veröffentlichung belletristischer Literatur (Romane u. Erzählungen) begonnen, wobei denUebersetzutigen aus der modernen hebräischen Literatur ein besonderer Platz eingeräumt werden soll. DIE ״JÜDISCHE RUNDSCHAU“ DARF IM KEINEM JÜDISCHEN HAUSE FEHLEM Familien-Anzeigen, Stellengesuche und -Angebote, Geschäfts-Anzeigen und sonstige an die jüdische Öffentlichkeit gerichtete Mitteilungen finden die weiteste Verbreitung und größte Beachtung. Jeder unserer Leser sollte uns bis zum Jahresschluß wenigstens einen neuen Abonnenten zuführen. An den Vertag ״Jüdische Rundschau*‘, Berlin W 13 Hier * h trennen 1 Ich bestelle hierdurch zur laufenden Lieferung die ״Jüdische Rundschau" zum Preis® von RM 2,־ Monat / RM 5,75 pro Quartal (Nichtgewünschtes ist durchgestrichen) pro Name und Vorname: . Ort 11. Btitclipostarat;. , Straße und Nummer!