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Jüdische Rundschau · 1933-12-15 · Heft 100 (15.12.1933) · p. Seite 967

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 100 (15.12.1933)
Date
1933-12-15
Page
Seite 967 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 100, 15. XII. 1933 jüdische Rundschau Seite 957 Literatur -Blaii Führung und Lehre Zu dem Buche von Leo Bacck ,״Wege im Judentum" (Schockcn-Verlag, Berlin.) Von Dr, Ernst Simon. Leo Baeck, einer der führenden Rabbiner Berlins, steht heute an der Spitze der deutschen Judenheit; ^aber cs bedürfte nicht dieser Tatsache, um eine ausführliche Besclüiftigung mit dem Bache zu rechtfertigen, das er 1111s zu seinem 60. Geburtstag geschenkt hat. Es enthält, auf etwa 400 Seiten, eine grolle Anzahl von Aufsätzen und Reden, die, mit gewissen Ausnahmen, sämtlich in den letzten schicksalsvollen zehn Jahren entstanden sind. I. Es kann hier nicht der Versuch gemacht werden, von dem geistigen Reichtum des Buches mehr als einen Begriff zu geben. Dazu!null man es schon selber lesen, und wir wünschen ihm sehr viel ernsthafte, langsame und nachdenkliche Leser, die sich jüdisch an ihm aufbauen, er—bauen. Sie werden schon in der ersten Abteilung ״Vom Glauben“ Erkenntnisse finden, die zu denken gehen: so über Hellas und Israel (wobei nur, in der Kennzeichnung des Griechentums als der kirnstlerischen Apotheose des Endgültigen, die griechische Tragödie keinen Platz findet), über die jüdische Einheit zwischen Schöpfungsgeheimnis lind Schaffensgebot, iibeT die Umkehr, die den Tod dem Leben sinnvoll macht und so die ewige Wiedergeburt bereitet, über die Beziehung zwischen Blut und Geist, der immer wieder seinen Widerspruch zurr! nur Triebhaften und zum nur Betriebhaften anmeldet, über den Unterschied zwischen jüdisch tatb ciahemler und niditjüdischer Mystik, di« das Ich von sich selbst erlösen will, und schließlich über das Geistige im Wobltun, das als Wider- Spruch gegen das blinde Schicksal, wie alles Soziale, eine messi;mische Zukunftsverheiliuiig bedeutet. Hat diese Gruppe von Aufsätzen, die, bis auf zwei, zuerst vor einem nichfjüdischen Publikum erschienen waren, den Grund des Cj laubens gelegt, so folgt nun — unter d er Überschrift ״B i n d 11 n ge ״ ti n d W c g e“ die Auseinandersetzung mit der Kultur. Sie ist der Religion, zum mindesten in ihrer heutigen Lage, ciffcntiimlieh; die Lösung des notwendigen Konflikts zwischen beiden liegt darin, daß er immer wieder neu gewagt lind ausgetragen wird: man darf iSim nicht ausweichen. Er steckt auch in der zionistischem Fragestellung, die den ״Lebensgrund“ Israels gegenüber seinem religiösen ״Lebensgehalt“ neu betont: nur in ihrer spanmingsreich lebendigen Einheit aber kann das wahre Leben wachsen. Wenn früher der Kleinbürger des Ghetto, wo er lediglich wohnte, sein wahres Leber! in Gottes ewiger Welt hatte, so muß nun, nach der Emanzipation des Juden zum Bourgeois, der Zusammenhang mit dem wirkliehen Lande aufs Neue gesichert, freilich auch der mit der Ewigkeit wiederum bewährt werden. Dem Erzfeind des echten jüdischen Lebens, dem Philister, der der wahre Amhaarez ist und also nicht fromm sein kann, gilt der Kampf, den die jüdische Erziehung!leiste zu führen hat. Damit sind die Elemente, Glaube und Kultur, dargereicht: wir treten in die zeitliche Auslegung, in den Raum der ״Geschieht e“ und des ״K a m p - fes“. Die Weltgeschichte wäre eine sinnlose Folge von Untergängen ohne die Einheit der Aufgabe, die ihr zum erstenmal in deT prophetiscli-messianischen Geschichtsphilosophie gewiesen worden ist. Hier, in dieser universalen Intensität, ist auch Israels Volksreligion echte Weltreligion, obwohl sie seit langem auf die extensive Ausbreitung durch Mission verzichtet hat. Von hier aus erfolgen auch die Stellungnahmen zu Einzelfragen der politischen Philosophie, in der nur eine positive Neutralitat als wertvoll bezeichnet, in der die Familie als Schulz der Individualität vor dem Staat erkannt, Friedensbahn lind Friedensziel voneinander geschieden, und doch, im Judentum und seinem erfüllten Friedensbegriff des ״Schalont“, der weit mehr ist als ,,Nichtkrieg“, als vereinigt gedacht werden. Der grolle Aufsatz ״Wohlfahrt, Recht und Reli,gion“ schließt diese — die dritte — Abteiiung und bringt die wichtige Unterscheidung zwischen der prophetischen Religion, die die Welt umgestalten will und daher immer ein gewisses ״Ferment der Dekom- Position“ in sich trägt, und der Erlösungsrci igion, die sich att tlen Einzelnen wendet. Die jüdische Prophetenreligion schafft als solche einen neuen Rechtsbegriff, der nicht der Macht und ihrer Sicherung dient, sondern dem Schwachen, und erbaut sich so, wenn nicht empirisch, so in der Sehnsucht des Glaubens, als einzige einen Staat, der ohne absolute Monarchie, ohne Atldsgruppc, ohne welfübliche Sklaven nicht ](!assensfnaf ist. Die Pflege der Wohlfahrt ist sein modernes Analogon. (Hier scheint uns Baecks Darstellung nicht ganz frei von dein ihm sonst fremden Optimismus des apologetischen Schrifttums.) Glaube, Kultur und Geschichte — in ״Ziel und Widerstreit" verwirklichen sie sich im Judentum. Wiederum steht es gegen zwei Fronten: den Philister als den Menschen ohne morgen, und den Parve nu, als den Menschen ohne gestern. In der Verwirklichung dieser Doppelaufgabe hat es seine Atiserwähltlieit, wie jede echte Gemeinschaft des Glaubens, ln der Gegenwart freilich ist es, auch von innen, besonders bedroht, daß nur eine wahre Wiedergeburt es retten wird. Eine seiner Funktionen wird dabei wiederum die alte des Dissenterhims ״um der Menschheit willen“ sein, die es ״zwischen Wittenberg und Rom“, auch mit den beiden großen christlichen Konfessionen verbindet. Freilieh mul) es dafür der spezifischen Gefahren der Groß- Stadt Herr werden, der jüdischen Frau ihren echten Platz anweisen und seine Predigt dadurch zur Wahrheit machen, daß der volle Einsatz des Lebens hinter das ausgesandte Wort tritt. ן _ Wenn dieses Judentum in das individuelle Leben I eingeht, so gestaltet es sich in einzelnen ״M e tischen | und Geschicken“. Der große tragische Einzelgänger Spi- ן noza wird aus dem jisychologisclien Motiv seiner Ausstoßung | aus der Gemeinde neu verstanden, Moses Mendelssohn, ganz in i die belle und heitere Luft der Aufklärung gestellt, Nobels j Schöpfertum in seiner Empfänglichkeit begriffen, Franz Rosen- I Zweigs Kosmos von der Seite der Bildung 11er angesprochen, I Eugen Caspar! als echter Repräsentant bürgerlichen Menschentums gezeichnet. So reihen sich auch diese Einzelnen großeren Zusammenhängen ein. Den Beschluß des Bandes bildet, in letzter Zuspitzung toi das Individuellste Mn, dn Ausschnitt ans dem wohl intimsten Tätigkeitsfelde des Verfassers selbst: aus ״Hochschule und Akademie“. Hier ist Gelegenheit, der ״Heimgegangenen des Krieges“ zu gedenken und zugleich eine Deutung des protcstantisch-unprotcstantischen, aber stets lutherischen preußischen Staates zu geben, Helfern und Lchrern der ״Hochschule für die Wissenschaft des Judentums“ ein Denkmal zu setzen und, zuletzt, einem der Mitbegründer der ״Akademie für die Wissenschaft des Judentums“, Dr. Gustav Bradt, den Dank der jüdischen Wissenschaft zu zollen. In solcher Bescheidenheit klingt das Buch aus. VORBEMERKUNG Jehuda Ilalcvi gilt unbestritten als der größte hchrüische Dichter. Als solcher wird er immer wieder genannt; gleichwohl ist seine Wirkung eine sehr geringe — er ist. nicht leicht zugänglich, und nur wenige nehmen die Mühe auf sich, eien Zugang zu suchen, der ihnen de 11 spröden Reichtum erschlösse. Diese Veröffentlichung seiner für den Morgcngnlle.sdicnst des Schabhat Chanukhah bestimmten Dichtung soll zu solcher Bemühung anregen. Uebersctzung und Anmerkung entnehmen wir mit Genehmigung des Schochen- Verlags dem großen Uebersetzungsiverk!•'ranz Rasenzweigs: ״Jehuda ITale.vi, Zweiundneunzig Hymnen und Gedichte (jetzt nur 7,50 HM■). Die Uebersctzung geht der Vorm des Originals in allen Einzelheiten, bis in das Akrostichon nach; sie will — wie das Original selber — nicht leichthin, sondern mit Sammlung gelesen werden. (Wir verweisen unsere Leser auf die soeben als Band 2 der ,,Bücherei des Schocken-l 'erlags‘‘ erschienene Auswahl Jehuda Ualcvischcr ״Zionslieder‘‘ — hebräisch, mit der Verdeutschung und den Anmerkungen Franz Rosenzweigs —, die wohl geeignet sein dürfte, dein Dichter neue verstehende Leser zu gewinnen.) Es verlangt, wie von selbst, nach einer Fortsetzung, wie es selbst eine Fortsetzung ist, denn es instrumentiert Baecks systematisches Hauptwerk ״Vom Wesen des Judentums“ wie — um ein sehr großes Beispiel zu nennen — Rosenzweigs ״Anmerkungen“ zur Jehuda Halevi-Uebersctzung den ״Stern der Erlösung“ instrumentieren. Die Fortsetzung aber müßte eine Sammlung von Baecks wissenschaftlichen _ Aufsätzen sein, die hier, mit Recht, keine Aufnahme finden konnten: wir denken an ״Die Pharisäer“, an ״Romantische Religion“, an seinen Beitrag zur Kontroverse über eine jüdische Dogmatik, und vor allem an seine Ansätze zur jüdisehen Midrasclitheorie. Erst dann wird sich sein Lebenswerk, soweit es bisher literarischen Niederschlag gefunden hat, ganz überblicken lassen. II. Eine geistige De u tun g aller kann schon heute versucht werden. Zunächst bieten sich ihr einige stilistische Eigentiirclichkeifen dar, wie sie etwa der folgende Satz anfweist: ״Darin Italien sie (die hier gesammelten Aufsätze) eine Einheit in ihrem Gesamten, darin auch ihr Geplantes und Cieordnetes.“ In diesem Satz stehen drei siilwtantiviertc׳ Adjektiva, und man würde auf eine ziemlich holte Zahl kommen, wenn man alle ähnlichen Formen im ganzen Bande statistisch erfassen wollte. 1 her liegt in der Tat eine der augenfälligsten Eigentümlichkeiten des Baeckscheu Stils vor uns, [ ine zweite wird bezeichnet durch seinen <iebrauch des ״und“, eins sehr häufig, inshesonderc in eien l'ebrrschiiiten, gegensätzliche Begriffe miteinander verbinden Fiim dritte ist die Häutung;ihnk'1״ n L!1 1' 1' ' 1 1' 1 ' י 1 1' ו'/ ״ "! V 1 1!11 des I lahm dirt Kt, aber steinatische: Anhauch der ml die cltlt habe wir wohl zwischen die erste und zweite Auflage seines ״WeseJis des Judentums“ ansetzen mögen: denn diese ist ein völlig neues Buch. Seitdem aber i־t Hacek, wenigstens der uns sichtbare, der geblieben und immer noch mehr .geworden, den wir kennen mul verehren. Und wer ist das? Wir werden zu einer schärferen Bestimmung fortschreitcn, wenn wir jene einzige polemische- Stelle 11 es Huches hicrlierset/en, die sich noch aus zwei anderen Gründen heraushebt: sie en!1111011;!•׳ dein frühesten der angenommenen Aufsätze, Uer den zeitliehen Rahmen sprengt, nämlich dem, 1017 im ״Juden“ erschienenen Aufsatz, ״l.ebensgruiul und l,e!1c!tsgeha!t“, und Baeck fand sie wichtig genug;, um sie nach vierzehn Jahren, in einer Auseinandersetzung mit Claude ,Monte- Lore, noch einmal alvudrucken, so daß sie auch in Nund'- *1 n ' d '1 1 1 י n'il/d'/d ' U!1 swerde!!. Ein jüdisches, w elchcs Kloße jüdische Nation, wie alle die anderen auf unserer lüde, sein wollte und b' \!-* 11 I "! '11 " 1* n un \ muht! >!,, tum 11111er■1!ler11 >״as'gl*!>eUog' '״"'״1 ״ י י Hier ist die zentrale jüdisch.' (:nmdubcrzeugnng Baecks offenbar geworden, aus der heraus sieh sein jniüwG’s Linlu‘i:<b1׳vt!lit<cin 11tnf dessen st ilisli ■:dies nicht zu solchen Folgen führen m 11 ß, wird ein alischliellender Vergleich mit anderen jüdischen Denkern unserer Zeit lehren.' Ui. Coli e!1 und N ob e I, R ״ s e!1 z w e i g mul B über sind die Männer, in dvicn Kreise Baeck steht. Wie steht er zu ihnen? Atu wenigsten scheint ihn, ebenso merkwürdiger wie bezeichnender Weise, Cohens logisches Pathos religiöser Flliil; ergriffen zu haben. Fr gedenkt seiner nur zweimal in dem Bande; das eine Mal, svsiemansch, als desjenigen, der das Judentum wieder in die Weltgeschichte der Idee cingefügt und so zur Weltreligion gemacht habe, das andere Mal in einer ziemlich blassen Clliarakteristik, die den flammenden Denker neben den Professor Philippsolm stellt. Die unbewuflfe Unter- Schätzung, tlic hier wohl verwaltet, ist!!!dorisch liegreif lieh' genug: wir Jüngeren lesen Cohen, auch den frühen, schon mit den Augen der gewaltigen und vielleicht gewalttätigen Umdeiitunp׳, die er durch Franz Rosenzweig erfahren hat, während Baeck sich seine jüdischen Ueberzeugüngen bilden mußte in der Auseir1an׳lersef/!mg mit einem zur Ideologie gewordenen luticnbegriff, für das die Philister des deutschen Bilduiigsjudentums, also die Tonangebenden in .lern Baeck tragischerwcise /!!gewiesenen Wirkensraum, stell ständig auf tlen großen Protektor i!1 Marburg bezogen. Ganz anders sieht Bacck zu Nobel: hier weht persönliclie Wärme vom offiziellen Führer des lonservativen zu dem des liberalen deutschen Judentums hinüber und zurück: die messiani-che Deutung des Sabbath^die Anhebung seiner Ruhe von der bloßen Rast und die Konzeption der positiven Neutraiitiit bezeugen innige Vervvandtscliaft mit Nobelsehen Kerngedanken. Systematisch viel enger noch ist die Berührung mit Rosenzweig. In einem der wertvollsten Aufsätze des Buclies ist der Kern einer religiösen Existentialphilosophie entwickelt, die man als «ine Entscheidung für Rosenzweig und gegen Heidegger auffassen könnte, obwohl beide Namen nicht fallen. Die Unterscheidung zwischen der bloßen, noch so schicksalshaften Existenfia'ität einerseits und der Gescitöpflichkeit andererseits führt auf den intimsten Punkt des Rosenzweig■ sehen Systems zu, nämlich auf den, wo es sich gegen andere, sonst ähnliche gerichtete Ueberwindunge!! des philosophischen Idealismus■ abhebt Zu ״Saboath Chanukkah" JEHUDA HALEVI: ״LICHTERFEST״ Mit der Verdeutschung von Franz Rosenzweig und seiner Anmerkung Jeweils durch Dein Lidtf, Herre licht, ידז־ באוךך אל נאור schaun wir Licht. נךאה־אור: Hoffnung — dem Volk, des Weltpfad weist העם אשר הלך זזשך Nachtdurch, wie lang ihr Schein nur gleint שברו עדי־אן ימשך Und Sönd׳ es In die Ferse heibt? עד,עקבו חטא נשך O dab auf ihm, wie Glut auf Licht, עליו?oh צח עלי־אור throne licht!;•שכן־אור: Ums blobe Haupt bind Weih-Ornat, 1צביף עלי־לאש פרוע Zerrissen Kleid - durch Priesterstaat רך ר מקום סות קרוע Ersetz es, 186 des Urlichts Saat תל3ש וגל איר זרוע Neu blühn, wie beim «Es werde Licht" ענית נמאמלך עזי איר und es ward Licht. דהי־אור: Dein Zeichen höh' den wanken Knien, זיגלף עלי בשלי ברך Lab ihnen vor den Engel zlehn. הדם, ולפניהם דרזו Und o dafi bald der Tag erschien׳. פוה במלאך■ ותברך Wo Fromme Heil, Schmach die umflicht, זרע ןשרים יום העור die verschmöhn Licht! מרדי־אור: Ach der, ein Knecht, nach Schatten keucht, חידה בעבד ישאף־־צל Umgieb ihm deines Heils Geleucht, הוד עזעך עליו האצל Und ruf ihm zu: ״Wo Dunkel kreucht. וקיא עד־מתי עצל Wie lang noch hockst du? Komm, sei licht! השבב בבית חשד׳ קום א(ד Aufging Licht". כי־בא אור¬¬ ״Huld, Huld"' — o rufs! Oelböume Iah חן וחן קרא, ושתי עורות Erstehen zweigereiht, auf dab זיתים להאיר בורות Im Tempel ström׳ des Oeles Nab?!ומ0 יהיו למאורות Lichter zu zünden Dem, der licht, יש?זנם במקרש אל באור Ihm zum Licht! למאור: Dem Sabbat des winterlichen Liditerfests ist dies Lied gewidmet. Aus dem Prophetenabschnitt (Sach, 2,14 - -4,7) dieses Tages nimmt es die Bilder des beschmutzten und wieder in reine Kleider gehüllten Priesters, den Huldruf und die beiden OelbSume. Aus der Breite der Schrift nimmt es die Symbolik des Lichts, des Gottes und des Menschen, der Urschöptung und der Enderlösung ist. Aus der Tiefe des Volksbewubtseins nimmt es die Verschmelzung dieser weltumfassenden Lidhlsymbolik mit der nationalen Befreiung und Reinigung, die das Fest feiert. Denn die Lichter, deren Speise fast ausgegangen schien und denen sie dann in einem wunderbaren Trofzdem doch ausreichte, diese Lichter, um die das Brauchtum des Festes kreist, dürfen In diesen acht Tagen mit Recht dem Volk das Gotteslicht des Psalms (36,10) bedeuten, in dem es das eigene Lebens- und Schicksalslidit schauen darf. (Zur Uebersctzung: Strophe 3, Zelle 3 f.: ״sind mögest du 5egnen / den Samen der Frommen am Tage wo du verfluchst . . .".)

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