Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 97 (5.12.1933)
- Date
- 1933-12-05
- Page
- Seite 906 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 904 Diese Hoffnungen wurden enttäuscht. Die Univeraitfit hat hierfür nur folgende Gelder erhalten: 1. Englisch-jüdischer Zentral-Fonds für deutsche Judca 5000 2. America 11 Joint Distribution Committee 2500 li. Amerikanische Freunde der Universität 800 4. Frau Felix Warburg, IS'ew York 2000 5. Amerikanisches Komitee jüdischer Acrzte 1200 0. Amerikanisches Komitee für Unterstützung von Akademikern 800 7. Senator van den Bergh, Haag 400 8. Helene Davis, London 200 zusammen £ 12060 Dieser Betrag 9011 über zwei ,fahre verteilt werden. Ohwohl wir uns nicht langer nls zwei Jahre binden können, besieht (loch eine moralische Verpflichtung, auch darüber hinaus die ncuangestellten Männer zu behalten. Die Bernfung an die Universität darf nicht als bloße Unterstützungsarheit für Emigranten angesehen werden. Man darf nicht meinen, daß die Erweiterung der Univereitüt nur eine N o t h i 1 f s m a ß n n 11 m c ist. Vielmehr liegt sic durchaus in der normalen Entwicklung und wir bemühen uns, die von Deutschland kommenden Leute in diesen Plan ein׳!!beziehen. I'rcilich wären zur Durchführung der bestehenden Enveitenmgspliinc 80 000 Pfund nötig gewesen, davon 900t) für Ansehuf hingen. Dr. Magncs geht dann zur Mitteilung der Neuberufungen über. Zunächst teilt er mit, daß Dr. Gerschom Scholem, 1 cktor für jüdische Mystik, zum Professor ernannt warden ist. lerner wurden neu berufen: in der humanislim heu Fakultät, für S teUniixch Prof. X. |!. Torczyner (bisbrr Berlin); iür moderne Geschichte Prof. It. Ko ebner (Breslau); für! ,itein I)r. Hans i.evy (Berlin). Ferner werdun nntli geeignete Der 11 fun״en für Psychologie, P it d a - g o g i k und N aiionil Ö k o n o m i e vorbereitet. Das Progr.'imm ■sali nach noch Lehrstühle für altisraelitische Ge- .schichte, Bibel-Erklärung, enclisthe und französische Sprache vor. Aus Hiidgetgrüiiilen müssen diese zurückgestellt werden. In der nnUirn i .senschaftlkh-ma'hfcmatischcn Fakultät ist Prof. Adolf F r U 11 k e 1 (Kiel) an die Universität Jerusalem zurückgekchrt. Kamlidii'eu werden ferner noch ausgewählt für physikalische Uheinie, tlieoret Dch« Physik und Pharmahologie, 1ihv. ״hl nicht genügend Gelder für die Ausstattung der lielrel femlen i,al»u.׳u'.orien zur Verfügung stehen. In der medizinischen J'Yk'.iLat wird der bevorstehenden Dircktoriuinssi! zung die Schaffung eines Lehrstuhls für Radiologie• vonjeselilagcn werden, der mit Prof. Dr. Ludwig 1 i a 1 b e r s ( ä tl t e r (Berlin) besetzt wird. Geeignete Kandidaten werden noch erwogen für experimentelle l’nthologie und klinische Chemie. Als Universitäts-Spital ist das Rothschild■!! adassah- Hospital in Jerusalem in Aussicht genommen, ln dem früheren Bnlfour-Saal der Universität wird ein neues chemisches Laboratorium eingerichtet. Die 50 neuen Studenten, die für (las erste Jahr Biologie akzeptiert wurden, werden nach einem Jahr die Wahl haben, für Landwirtschaft zu optieren. Diese würden nach, einem zweiten Jahr in Jerusalem, drei weitere Jahre praktischer Kurse an der Versuchsstation in Rechowoth durchzurmoehen haben. Der Leiter des Agrikultur-Instituts der Universität wird Dr. Chaim \V e i z m a n n sein. Im weiteren Verlauf seines Vortrags schilderte l)r. Magres die finanziellen S c 11 w i e 1' i g k e i t e n, die sich schon darin zeigen, daß für die letzten zwei Jahre ein Defizit von etwa 10 000 l'tund vorhanden ist. Die Universität braucht i ü r d 1c nächsten z w e 1 .1 « h r « für ihr reguläres und für das mit der deutschen N'utslandsaktion zusanmienhunger.de Programm insgesamt 120 000 Pfund, Diese ■Summe ist noch keineswegs gesichert, und cs bedarf großer Anstrengungen aller Freunde der Sache, um die Gelder Hul/ukri ngen. Im *wehen Teil seines Vortrags erörterte der Redner die glimmen Grundlagen der iüdiw'ien Existenz und den .jüilisclien Lhiivcrsiilisinus. der auf dem Glauben an di« Gotteskindschnl 1 aller Menschen beruht. Im Sinne dieser alten geheiligten Tradhiun wird auch die Universität Jerusalem zu v, irk cii haben. Jüdische Emigranten in Jugoslawien i!n U1־J(u hawl sehen Senat intern- (־liierte nach einem Bcr is :hl d h\״! : ) s <. , ‘Mi LI י; I ־./ vom 1. 12 , Senator Mcjstrovic den Ir. :;u::r 1־ui ■u־r wr tum der von seinem Ministe rium a ti 350 j ü - d 1 “■ G!1 v ha m i 1 i v!5 a us Deuts c 111 a!1 d g e י־- eben e n h r! a 1 1 b n i n , s i c h i 11 J u g o s 1 a w i c n a 11 1 u 3 i c d e 1 n. ln :׳1! ־1; t־r I. a -׳' ia eavis ierte, diese Lrlaubni s sei nur solchen r; 1׳ m 1! i l ׳ au ף׳ eben worde!1, die sich selbst erhalten könnten 11; ui ü' N׳r Ju י. Ka pital in: s Land brin gen. Von 2ü0 jüdischen n :!! 4 UM \vun dun 95 von den j!!disdien (1 ein ein den betreu;, bis sic nac h Pa!; i s t i >1 a wei terrciser 1 könnten. Großra hltl:1< :r Sen; itor A l k a I a y dankte dem Minister. Siudenten - Ausschreitungen in Lemberg Lemberg, 29. November. (J. T. A.) Atn Jahrestag des Todes des Studenten Grotkowski am 23. November veranstaltc'.en rsationaklemokraiiiche Hochscltulcr a n 1 i s e 111 it i s c 11 e S t r a fl e n U u 11 ü g e b u 11 g e 11. Auf der Polyteclm ik wurden die jüdischen Hörer verprügelt und aus den Vorlcsungs- Stilen vertrieben. Auf der Universität kam es zu einem scharfen Zusammenstoß zwischen jüdischen und nationaldemokratischen Hodtschiilern, Auf dem Rückmarsch vom Trauer gotU-sdicnst für (irotkowski wurden jüdische Passat!• ten überfallen und niillliandelt, in mehreren jüdischen Gesch,hft>!:»den wurden die Scheiben eingedrückt. Uie Polizei verhaftete vier Demonstranten. Der rumänische Innenminister hat den nach Kischinew für den 4. Dezember einberufenen Kongreß der afitisemitischen rumänischen Studenten verboten. Der zur Organisierung des Kongresses nach Kischinew gekommene Führer der rumänischen Nationalsozialisten Stefan Tatarescu wurde verhaftet. Die antisemitische Roz wo ]-Organisation, die bereits durch lokale Verfügungen in einzelne Wojwodschafien aufgelöst worden war, wurde mimneltr für das ganze Gebiet der Republik Polen verboten. Der Senat der 1 ettländischen Universi tat in Riga hat die vom Studentenausschuß erhobene Forderung nach Einführung des Numerus clausus für Jaden ab ge lehnt. JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 97, 5. XU 1933 Nr. 9' Auftakt zur Winterarbeit Zionistische Arbeitstagung in Berlin Am 2. und 3. Dezember fand i!1 Berlin eine Ar beit stagung der Zionistischen Ortsgruppen Deutschlands statt. Die Tagung war aus allen Teilen Deutschlands wie auch aus Berlin sehr stark besucht. Mehrere hundert Vertreter der Ortsgruppen hatten sich versammelt, um über die in der letzten Zeit geleistete zionistischc Arbeit Bericht zu geben und die Grundsätze für die zukünftige zionistische Tätigkeit in Deutschland zu besprechen. Es zeigte sich, daß trotz der Abwanderung vieler führender Zionisten nach Palästina, die im Laufe dieses Jahres erfolgte, die zionistische Arbeit ohne Unterbrechung an allen Punkten fortgeführt wird. Nene Maischen haben die Leitung an vielen Orten übernommen und sind, wie die Diskussionen auf dieser Tagung zeigten, bereits sehr stark mit ihren Funktionen verwachsen. Eine große Zahl netter zionistis c 11 er O r t s g r u רן p e n und die Erweiterung der bestellenden legen Zeugnis von der in den letzten Monaten geleisteten erfolgreichen Arbeit ab. Selten hat eine zionistische Tagung eine solche Geschlossenheit des Arbeitswillens gezeigt wie diese Zusammenkunft in Berlin. Bel allen Unterschieden in den innerzionistischen Anschauungen kam der Wille und die Fähigkeit zum gemeinsamen Handeln zum Ausdruck. Die Tagung erhielt ihr besonderes Gepräge durch die Teilnahme von Kurt Blunienfeld, der am Sonnabend abend in seinem Referat: ,,Palästina, zionistische Bewegung und deutsches Judentum“ ein anschauliches Bild von der Eingliederung der deutschen Alijah im Leben Palästinas und von den Aufgaben, die sich für den deutschen Zionismus als eine uiiigcstaltende und erzieherische Bewegung ergeben, entrollte. Insbesondere zeigte Blunienfeld den Wert, den Tausende jugendlicher Arbeiter, die Innerhalb der deutschen Einwanderung ins Land gekommen sind, für den Aufbau besitzen. Das Referat Blumenfelds hatte über seinen Charakter als eine wichtige Information über Palästina hinaus den Wert eines starken Erlebnisses für alle Teilnehmer der Tagung. Am Sonntag beschäftigte man sich dann mit den einzelnen Gebieten der zionistischen Arbeit. Rechtsanwalt Benno Cohn hielt ein Referat über die zionistische Arbeit der Organisation im Winter, S. Tschertok sprach über zionistische Schttlurig und hebräische Arbeit, Dr. Siegfried Moses über die heutige Situation des deutschen Judentums und die zionisiische Bewegung und Dr. Franz M e v e r, Breslau, über zionistische Cieineindearbeit. An die Referate schloß sich eine sehr gründliche und umfassende Aussprache, in der die meisten Punfcte der zionistischen Arheit erörtert wurden. Es kam der Wille aller Anwesenden zum Ausdruck» unter einheitlicher Führung die zionistische Arbeit durchzu führen und den deutschen Zionismus als das bewegende Element des deutschen Judentums zu stärken. Dies müsse sich dahin auswirken, die deutschen Juden nicht nur zu einer Bejahung ihres Judeseins zu veranlassen, sondern sie zu jüdischen Leistungen zu veranlassen und sie Insbesondere mit dem Aufbau in Palästina eng zu verbinden. Zugleich soll der Kampf gegen die assimilatorischen Bestrebungen 1m deutschen Judentum, die sich neuerdings wieder in verschiedenen Formen zu regen beginnen, mit Entschlossenheit durchgeführ* werden. Neben der Tagung liefen eine Reihe von Spezialbesprachungen her» die sich u. a. mit den Fragen des jüdischen Scliulwerks in Deutschland und der Arbeit der einzelnen zionistischen Bezirkssekretariate befaßten. Die Tagung war ein Zeichen neuer Konsolidierung des organisierten Zionismus in Deutschland und ein Auftakt zu einer umfassenden Winterarbeit aller Ortsgruppen. Erhöhte Aufnahmefähigkeit Palästinas Die Erklärung des Ko'onialmlnisters im Lnterhans London, 29. November. (J. T. A.) In Beantwortung einer vom konservativen Abgeordneten Generalmajor Sir Alfred Knox gestellten Anträge betreffend die Verstärkung der jüdischen Einwanderung nach Palästina stellte, wie wir bereits kurz berichteten, der Minister für die Kolonien, Sir Phiüo C u n 1 i f f e - L i s t e r, fest, daß die Aufnahmefählgkeit Palästinas infolge der dort herrsc 11 enden günstigen wirtschaftlichen Verhältnisse gestiegen ist und diese verstärkte Einwanderung rechtfertigt. Generalmajor Knox fragte, ob der Minister für die Kolonien den Grund angeben wolle» warum die Zahl der nach Palästina in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres fünfmal so groß sei wie die Einwandererzahl im gleichen Zeitabschnitt der beiden vorangegangenen Jahve. Cunliffc-Lister antwortete: Der Hauptgrund für die Verstärkung der Einwanderung nach Pal äst ina liegt in der bedeutenden Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Landes, die sich in letzter Zeit ergeben hat. Dieser wirtschaftliche Aufschwung hat dem Lande Anziehungskraft für Einwanderer der Wirtschaftlichen selbständigen Klasse verliehen und es so dem High Commissioner ermöglicht, größere Hallijahrsquotcn für die Zulassung von _ Einwanderern aus der Klasse der Lohnempfänger zu bewilligen, Sir Alfred Ktiox fragte: ,Ist es nicht mehr als wahrschcinlich, daß diese ungeheure Vermehrung der Zahl der jüdischen Einwanderer die direkte Ursache der arabischen Revolte war? Cunliffe-LIster: Keineswegs. Ich kann diese Erklärung nicht akzeptieren. Sir A. Knox: Ist es nicht ein auffallendes Zusammentreflen, daß diese Unruhen gerade nach dieser außerordentliehen Steigerung sich ereignet haben? Sir Philip Cunliffc-Lister antwortet unter lebhaltern Beifall des Hauses: Ich bedaure außerordentlich, daß eine solche Bemerkung hier gemacht worden ist. Die vom High Commissioner mit absoluter Unparteilichkeit durchgeführt« Politik der Regierung geht dahin, daß die Zahl der nach Palästina zugelasceien Einwanderer streng der Aufnahmefähigkeit des Landes angepaßt wird. Nach dieser Erklärung des Kolonienministers stellt« Oberst Jos Iah Wedgwood die Frage, ob das Koionialamt als Folge der Araberunruheti in Palästina irgendwelche Aenderungen in seiner Politik betreffend die Zulassung von Juden nach Palästina ei «treten zu lassen gedenke. Der Kolonienminister verneinte diese Frage. Colonel Wedgwood fragte weiter, ob die verneinende Antwort des Ministers so aufzufassen sei, daß mit ihr gesagt sein solle, das jet/.t geübte System von Razzien auf Juden u:1d ihre Deportierung stelle nicht im Zusammenhang mit den gegen die Juden gerichteten Arabertin ruhen. Diese Frage, antwortete Sir Philip, scheint mir in keinem Zusammenhang mit der früheren zu stehen. Es wurde gefragt, ob irgend eine Aenderung der Regierungspolitik betreffend die Einwanderung eingetreten sei, und die Antwort darauf lautete: Nein, Sind diese Razzien und Deportierungen von Juden aus Palästina, fragt® Colonel Wedgwood weiter, Methoden einer alten oder einer neuen Politik? Die Gesamtzahl der Einwanderer, die nach Palästina kommen können, antwortete der Minister für die Kolonien, muß mit der Zahl übcreüistinunen, die vom High Commissioncr bewilligt wurde; ich glaube, die beste Politik für alle Beteiligten ist die, darauf zu sehen, daß diese Einwanderer auf dem vor geschriebenen Wege jus Land kommen und daß es keine unerlaubte Einwanderung gebe. Erwägt der Kolonienminister, fragte Colonel Wedgwood, im Hinblick darauf, daß 2000U Menschen eingewandert sind, die Möglichkeit, den größten Teil von ihnen zu deportieren und in das Land zurückzuschicken, aus dem sie gekommen sind? Auf diese Frage wurde keine Antwort erteilt. Schließlich fragte Colonel Wedgwood nach den Minister, oli dem vorgesclilagenen Gesetzgebenden Rat f »1 r Palästina Verfügungsrecht über die Polizei gegeben werden solle. Sir Philip erklärte: Nein. Ich glaube, Sn meinen in der vorigen Woche gegebenen Antworten kiargcroacht zu haben, daß die Einsetzung eines Gesetzgebenden Rates nicht 7u dem?.wecke beabsichtigt wird, daß er über die Exekutivgewalt des Higii Commissioner gesetzt werde. Für füdisch~arabische Verständigung Die unter jüdischer Leitung in Jerusalem erscheinende englische Tageszeitung ״Palestinc Post“ veröffentlich; ein Eingesandt des in Jericho lebenden Majors Tu Hoch, eines englischen Christen. Leiters der Palcstinc Potash Cy, in dem folgendes ausgefülirt wird: Ich wende mich an das palästinensische Volk »tn der Sache des Friedens willens. Ich schlage den Juden vor, sich an den High Commissioncr mit der Bitte zu wenden, die an den letzten Unruhen beteiligten Araber zu begnadigen. Ich schlage den Arabern vor, den Higii Commissioner zu bitten, die Juden, die vor dein politischen Druck ihrer Heimatländer eine Zuflucht in Palästina suchen, und die nicht wissen, wohin sie sich sonst wenden sollen, nicht zu verfolgen. Oie arabische Gastfreundschaft ist sprichwörtlich und niemand wird umsonst an sie appellieren. So wiitden Araber und Juden vereint die leidige Angelegenheit bereinigen, und dem Lande Abrahams, der der Vater beid«r Rassen ist, Frieden und Wohlstand bringen. ... Palästina erfreut sich jetzt blühenden Wohlstand s, es bat sich in den letzten Jahren in ungeahnter Weise entwickelt. Soll es wegen des Mißverstehen» zwischen zwei Rassen in Verzweiflung versinken? Mögen die Rassen Palästinas als ein geeinigtes Volk in Harmonie im Lichte der Vernunft, des Friedens und des Wohlstands leben! * Die en glische Zeitschrift ״TheNearEasf andlndi a“, die in der letzten Zeit scharf gegen die arabische Politik Pa• lästinas Stellung genommen hat, äußert sich in ihrer letzten Nummer vom 30. November in einer zurückhaltendere 11 Weise. Die Zeitung spricht ihr Bedauern aus, daß sowohl die Juden als auch die Araber in England selbst Unterstiitzun g finden für eine Politik, die zu einer gefährlichen Explosion führen kann und dadurch die Interessen beider Teile schädigt. Das beste, so meint dis׳ Zeitschrift, was die Förderer beider Parteien tun könnten, wäre, die von ihnen Begünstigten 711 einer Mäßigung zu zwingen. Die Verhältnisse haben den Juden die Möglichkeit einer gewaltigen Ausdehnung ihrer Immigration gegeben. Aber außer den gesetzlichen Eimvaiiderer:! haben sie!!och eine gewaltige Zahl von illegalen Ein- Wanderern ins Land gebracht. Die Araber sind darüber beimruhigt. Sie betrachten die Juden als ihre Feinde und fürchten, in ihrem Lande zu einer Minorität heruntergedrückt zu weiden. Obwohl die Juden mit ihrer Argumentation, daß die Irnmigration den Arabern Nutzen bringe, recht haben, besieht doch die Frage-, ob man die Einwanderung in dieser Weise foreieren darf, wenn die Araber sie — wenn auch mit Unrecht — als eine ״Provokation“ betrachten. Eine kluge Politik würde sich für langsames Vorxvärtsgehen en!scheiden, weil •eine Exp los io 11, falls es dazu kommt, die Errichtung des Jüdischen Nationalhcims sicherlich nicht erleichtern, vielleicht sogar er■ lieblich erschweren würde. Nüchtern denkende Engländer sind überzeugt, daß eine Lösung des Problems gefunden werden kann, aber nicht mit der Schnelligkeit» die die Juden wünsche:!■ Das Direktorium <1 es Jüdischen Nation alfonds hat beschlossen, in die Verträge mit den Siedlern, denen Nationalfondsboden zugeteilt wird, eine Klausel a11f/1111־e!1mc:1, durch die den Siedlern die Einhaltung der Sabbat vorschritten ־zur Pflicht gemacht wird. Stefan George Unmittelbar nach Redaklionsscliluß erreicht uns die Nachricht vom Tode Stefan Georges, eines Dichters, der ״ obwohl alles eher als auf breite Massenwirkung ausgehend — mehr als irgendein anderer für die Geistesgcschiehte Deutsch• lands in den letzten Jahrzehnten maßgebend wurde. Für uns deutsche Juden Dt seine Gestalt und das in ihm verkörperte geistige und künstlerische Wollen nicht nur darum wichtig, weil viele von uns schon in Jugendjahren sein Dichterwerk bewunderten und durch ihn entscheidende Blldungsclcmente erfuhren, sondern auch weil er Maßstal) der eigentümliehen Deppeiwirkung des im deutschen Geistesleben stehenden Juden bildet: auf der einen Seite Gefolgschaft von Juden für einen im tiefen Blut-Sinn deutschen Dichter, auf der anderen Seite di« unüberstergliche Grenze, die gerade hier untrüg• lieh bewußt wurde. Es wird noch Gelegenheit sein, über den jüdischen Aspekt dieser eigenartigen Episode in der Geschichte der deutsch-jüdischen geistigen Beziehungen 7״ sprechen. In diesem Moment des Dahinseheidens eines großen Deutschen und großen Dichter* geziemt uns nur ein Wort respektvoUsr Anteilnahme. Ziom Kli Die anstaltet kundgeb Blume seine H< weit üb jüdische gebung Rede B größter men, u« tungsgel Die Zio monatlic Rede w in Uebc aktucllci Nac gnnn B schichte zwische: Gott de sei der f a k 11 s heute k vor, so viele Oi da 11 iib! sind zv jüdische Landes einer E standen Männer wurde, Immer eines wollte 11 zucrobc haliylon größte es ist b! nicht sf die Hat l!alte!1; Spur, f feindlich Bibel bi Der ist also ander auf and Verbind gesetzt- Befreiur \<';:vpt1 höchst e!?;eil Ja! ist der D e k I 3 seiner! jüdische liehe in der benen dauer z 1 e h u Da dur Das La nacht; is gaim, 1 standen gelang daß de ließ. Z heraus,!.and L erweck! arabisc! hatten. Lande die A! die Zal ihre Ai luinderi jetzt 11; Kriege Stillstar Menscli keilen, Malaria heit; v\ Lehen kolonis amlcrci darin I ״Native 12״״s und ,־u kolonis Und 11 bauen, sjedhin; Unter kcruiig z wisch! sehen 1 lagen, dort U jüdisch rassenk ßcbohr eingefü bei cxi stenz t mitzimj Welt \ Paiästü