Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 97 (5.12.1933)
- Date
- 1933-12-05
- Page
- Seite 905 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Mit Beiblatt ״Das jüdische Berlin״ Einzelnummer RM 0,25 SE RUNDSCHAU JUDISC1 Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezug*prei* bei der Expedition monatlich Z- RM, vierteljährlich 5,75 RM. Bei Nichterscheinen inlolß« Streik* oder höherer Gewalt besteht kein Anapruch aul Nachlieferung oder Rückerstattung der Bezugsgebühren. — Aualandsabonnement* werden in der Wahrung der einzelnen Länder berechnet. Anzeigenpreis: Acbt^eapahene Millimeter-?eile 0,30 RM. StelJencestiche OJ5 RM, Eintel Anzeigen nur gegen Vorauszahlung Redaktion, Verlag und Anzeigen-Verwalt ung: Jüdische Rundschau G.m.b.H., Berlin W15, Mciuekestr. 10. Telefon : J I Bismarck 7165 -70. Anzeigen Annahme: Montag bis Freitag von 9 3 —־ N h r, Anzeigenschluß: Ojprisfag - Nummer: l;M?ita״ nachmittag» 5 \ ז<1ז Ans dem Inhalt: Kar,\ Blumeitfeld zur Palästina- Schweiz — Neuordnung des Anwaltstandcs — Nichtarier und Weihnachtsgeschäft — Stefan George Nummer | Berlin, 5. XII. 1933 Redaktionsschluß Sonn Pag und Mittwoch nachmittag. 1 י״ז כסלו חרצ״ד xxxvm. Jahrg. Oer Zionismus erstrebt für das jüdische Volk dir! Schaffung einer öffentlich > rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. ״Baseler Programm." Ein jüdischer Dezernent des Emigranteiakommissars: Bentwichs neue Aufgabe Lausanne, 4. Dezember. (J.T.A.) Am 4. Dezember fand in Lausanne unter dem Vorsitz des vom Völkerbund ernannten Hochkommissars für Emigrantenwesen die erste Sitzung des aus Vertretern der am Hilfswerk sich beteiligenden Regierungen und Delegierten privater Hilfsorganisationen bestehenden Verwaltungsrats des Internatio* nafen Emigrantenhilfswerks statt. Es wurde ein Department für jüdische Angelegenheiten geschaffen, dessen Leitung Professor Norman Bentwich, einem der Delegierten des Joint Foreign Committee, übertragen wurde. Der amerikanische Jude Edward May, ein Bruder des belgischen Gesandten in Washington, wurde zum ständigen Berater des Hochkommissars gewählt. * Der Hochkommissar für die Emigranlen-Fürsorge wurde bekanntlich im Anschluß an die letzte Völkerbundstagung eingesetzt, bei der der holländische Außenminister die Frage der künftigen Behandlung der aus Deutschland in den letzten Monaten ausgewanderten Personen zur Debatte stellte. Auf Wunsch Deutschlands, das damals noch dem Völkerbund angehörte, wurde jedoch das neue Amt nicht unmittelbar mit dem Völkerbund verbunden. Mit dieser Modifikation erhob auch_ der deutsche Vertreter keinen Widerspruch gegen die Schaffung des Amtes, und es liegt ja aut der Hand, daß Deutschland kein Interesse daran hat, die Frage der Emigranten auf die Dauer ungeregelt zu lassen. Es handelt sich hier um keine jüdische Angelegenheit, aber es ist richtig, daß unter den Emigranten eine große Zahl von Juden sich befinden, und man muß annehmen, daß in Zukunft das jüdische Element einen noch Weidmann über das Recht auf Einwanderung Massenkundgebung in London London, 30. November, (J. T. A.) Die Zionistische Vereinigung für Großbritannien und Irland veranstaltete in London eine Massenkundgebung für das Recht auf jüdische Einwanderung nacli Palästina. Den Vorsitz in der von vielen Tausenden besuchten Versammlung führte Lady Erleigh. Hauptredner des Abends war Dr. Chaim Weizmaini, der u. a. folgendes ausführte: Mir wurde eine bestimmte Aufgabe übertragen, die ich angenommen habe: deutsche Juden nach Palästina über/11fuhren. Das Schicksal der deutschen Juden beschäftigt heute De gesamte Judcnheit. Fragen, die vor 30 Jahren Diskussionsstoff waren, haben heute praktische Bedeutung erlangt. Uns Zionisten waren diese Fragen stets klar, aber den anderen waren sie es nicht. Das zeigen die Ereignisse In Deutschland. Die Juden haben immer nach Erklärungen ur den Antisemitismus gesucht, nach wirtschaftlichen, poiiisciien, rassenmäßigen, religiösen usw. Alle diese Momente iahe ich für bloß nebensächlich. Wir brauchen nicht nach Erklärungen zu suchen. Wie kommt es, daß wir über 2000 fahre lang in allen Zeitaltern die gleiche Erscheinung beabachten konnten? Die Erklärung hierfür liegt;1 ב r 111, daß wir Juden nicht sterben wollen, trotz tausendjähriger Verfolgung existieren wir immer noch, n besonderer Art als Minderheit innerhalb einer Mehrheit. Ä'ir halten unsere Traditionen aufrecht, wir sind und bleiben Juden und das ist es, was die Welt nicht versteht. Da wir ff n anderen nicht gleich werden, lenken wir Aufmerksamkeit uif uns. Dr, Weizmann gab einen Ueberblick über die G c - schichte der Emanzipation und der Assi m i 1 a - :ion, beleuchtete die Aufrollung der Judenfrage auf rassi-!eher und nationaler Grundlage und bczeichncte es als be- »emdere Tragik des deutschen Judentums, daß dele der durch die neuen Maßnahmen in Deutschland Beboffenen aus jüdischem Zusammenhang fast 1' 0 11 i g los gelöst waren und so eigentlich nicht einmal ׳vissen, warum sie leiden, während etwa der polnische Jude n seinem jüdischen Bewußtsein Rückhalt finde und daraus die traft schöpfe, Leiden auf sich zu nehmen, die er um seines udentums willen trägt. Die Erschütterung der letzten Zeit ’c»be allerdings auch im deutschen Judentum zu tiefem •iandel geführt. Auch dort sei man sich seines Wesens wtißt geworden und erfasse die Problematik der jüdischen Die Erkenntnis, daß der Zionismus in diesem 'Ugenblick von besonderer _ Bedeutung für das Gesamtu de nt um ist, verbreitet sich immer mehr. Die Notwendig- '■'־”׳t, den Palästina-Aufbau auch ziun Zwecke der Lösung les Problems jener Tausende, die den Boden unter den üßen verloren haben, mit aller Kraft durchzuführen, werde mmer klarer. Zur Frage der Palästina-Einwanderung und hrer Regelung durch die Palästina-Regierung übergehend, *,klärte Weizmann mit Nachdruck, die Einwanderungs- ,esetze Palästinas müßten dem Leben angepaßt werden |״d nicht umgekehrt das Leben den Gesetzen- Wir wercn> erklärte Weizmann, um unsere Rechte kämpcn und die heutigen Schwierigkeiten über- 1׳Inden, wie wir die Schwierigkeiten des ah res 1929 überwunden haben. Das jüdische Volk ei entschlossen, keines der Rechte aufzugeben, die ihm durch as Palästina-Mandat zugestanden worden sind. Vor vier ähren wäre man froh gewesen, wenn 15 000 Juden die größeren Prozentsatz der Auswanderer stellen wird, weil für Menschen jüdischen Blutes die Berufs- und Betätigungsaussicliten in Deutschland geringer geworden sind als früher. Jede Wanderung aber erzeugt eine ganze Reihe von allgemeinen und persönlichen Problemen, die durch Zusanimenarbeit geregelt werden müßte. Das neu geschaffene Organ besteht ans Vertretern der Regierungen von etwa 20 Staaten und Vertretern privater Organisationen. Nach den von uns bereits früher veröffentlichten Meldungen wurden den jüdischen Hilfsgesellschaften 8 Sitze eingeräiunt, doch dürften in den engeren Rat nur drei jüdische Vertreter kommen. Die Wahl Norman Bentwichs zum I citer des Departments für jüdische Angelegenheiten schafft die ücv. ähr dafür» daß eine verständnisvolle Würdigung der jüdische! Gesichtspunkte Platz greifen wird. Bentwich, 1 SS3 als S!,11:1 des bekannten englischen Juristen und Zionisten Herbert Bentwich in London geboren, war seit Beginn der britischen Okkupation Palästinas (1017) leitender Beamter der Palästina- Verwaltung, von 1021 bis 1030 (ieneralstaatsamvalt und Sckretär für das Justizwesen. Nach seinem Rücktritt von diesem Amt hat Bentwich eine Reihe staatsrechtlicher Bücher über Mandatswescn und über die Verwaltung Palästinas veröifentlieht. Seit zwei Jahren ist er Inhaber eines von einem engiischen Juden gestifteten Lehrstuhls für Internaiionales Recht und Friedensbewegung an der Universität Jerusalem,!!entwich hat in den letzten Monaten führend an der Organisation der Hilfe für deutsche Juden Anteil genommen, wobei es sein Bestreben war, die durch die Entwicklung der deiitsch-jüdischeu Verhältnisse hervorgerufenen jüdischen Energien des Wdtjiulentums in ein konstruktives Fahrwasser zu lenken. Möglichkeit gehabt hätten, nach Palästina einzuwandern. In diesem Jahre seien schon 39 000 Juden nach Palästina gekommen. Für die Judenheit sei dies* wohl noch immer wenig, aber England erscheine es schon viel. Man werde einen Kampf dafür führen müssen, daß den Notwendigkeiten des jüdischen Volkes in seiner schwierigen Lage mehr Rechnung getragen werde als bisher und es sei zu hoffen, daß das englische Volk, das Gefühl für Gerechtigkeit l־esitzt, sich den Forderungen nicht verschließen wird, die der Not eines 16-MiIüonen-Volkes enlspringen. Es gelte aber, diese Forderungen in Würde zu vertreten und nicht dadurch, daß Steine durch Fensterscheiben geworfen werden. Palästina, fuhr Weizmann fort, sei der Prüfstein für das gesamte Judentum. Danach, was sie i:1 Palästina leisten, wiirden die Juden in der ganzen Welt beurteilt werden. Man werde sie nicht danach beurteilen, ob es mehr oder weniger jüdische Lords oder mehr oder weniger jüdische Professoren in Deutschland gibt, sondern danach, wieviel Juden in Palästina auf eigenem Boden sitzen und wieviel jüdische Professoren an der Hebräischen Universität Jerusalem lehren. Die 'Tragödie der Judenheit, vor allein die Tragödie der deutschen Juden, liege darin, daß es kein Land gebe, in das sie kommen können, solange der Jude nicht sein eigenes Land besitze. Professor Brodetskv gab eine Analyse der Methoden bei der Feststellung der Fiuwandernngsniioten mul wies nach, daß die Zahl der ausgegebenen Zertifikate dem tatsächlichen Bedarf an Arbeitskräften durchaus nicht anqepalit ist. Judisclie Unternehmungen seien durch Arbo i t e r nt a 11 1g e 1 gezwungen, den Betrieb einzuschrauken oder können geplante Erweiterungen nicht durchführen. Es sei dem Sinn des jüdischen Palästina-Aufbaus entgegengesetzt, wenn bedttinisehe Einwanderer aus Transjordanien in jüdische Betriebe einströmen. Bei! Gur io,>1 schilderte die Auswirkung der von der Palästina-Regierung in letzter Zeit getroffenen Maßnahmen gegen die sogenannte illegale E j 11 w a n d e ru n g und setzte die schweren wirtschaftlichen Gefahren auseinander, die durch die Ausweisung von Juden lieraufhcsclnvoren werden, die zwar als Touristen ins Land gekommen sind, aber dort längst Wurzel gefaßt haben und vielfach wichtige wirtschaftliche Positionen einnehmen. Es werde für die Regierung unmöglich sein, Tausende von friden aus/;!weisen, die ihre dauernde Niederlassung in Palästina, oft schon seit geraumer Zeit, vollzogen haben. Araberführcr verurteilt Jerusalem, 3. Dezember. (J. T. A.) Das Jerusalemer Gericht hat die wegen Teilnahme an der verbotenen Derrtonstration in Jerusalem am 13. Oktober angeklagten drei Mitglieder der Arabischen Exekutive für schuldiß erklärt. Das Strafausmaß soll erst bestimmt werden. Die Schlußvcrhandlung fand vor einen! von Zuhörern überfüllten Saal statt. Zahlreiche schwarz verschleierte Mohammedanerinnen wohnten der Verhandln«!; bei. Der Verteieliger erklärte in seinem Plädoyer, es habe sich nicht um eine verbotene Kundgebung gehandelt, da die Regierung kein Verbot von Kundgebungen für die Altstadt von Jerusalem ausgesprochen habe. Die Teilnehmer an der Kundgebung hätten somit durchaus das Recht gehabt, sich zu versammeln. Abgesehen davon hätten die Angeklagten auch nicht aktiv an der Kundgebung teilgenommen und nicht zu Angriffen auf die Polizei aufgcrcizt. Nach Verkündigung des Schuldsprucbs brachen viele Zuhörer in Hochrufe auf die ״nationalen Märtyrer" aus. Zu weiteren Zwischenfällen ist es nicht gekommen. Universität Jerusalem und deutsches Judentum Von Dr. J. L. Magnc s, Kanzler der Universität Anläßlich der Erßlfnung des akademischen Jahres der Hebräischen Universität Jerusalem hielt der Kanzler der Universität, Dr. J. L. Magnes, eine Ansprache, in der er die i’egcntvfirtit’c!,agc. der Universität charakterisierte. Wir entnehmen der uns int Wortlaut vorliegenden Rede j01• gende interessante Einzelheiten: Dr. Mannes schilderte die materielle Situation der Universität, die dadurch charakterisiert ist, daß infolge der sinkenden Valuta in Amerika und aus anderen Gründen das Budget der Universität kleiner wird, während auf der anderen Seite gewiss« beschränkte zusätzliche Fonds aus I lil fsgeklorn der Universität zur Verfügung gestellt wurden, um ans Deutschbind ־,lammende jüdische Gelehrte anz.ustellen. So drohte das Paradox, daß infolge der Kürzung des eigen(lii heil Budgets vielleicht einzelne Mitglieder des frühere 11 Stakes der Unix erd tat entlassen werden müßten, während auf Grund des für Deutschland bestimmten Not-Budgets neue Anstellungen von Pef-imiichkeüen;ms Deut sehland erfolgen. Diese paradoxe Situation wurde glücklicherweise insbesondere durch die Leistungen des Amerikanischen Univcrsitäts-K11״!i!ces verhütet. Dieses Komitee hat seilte Dollar-Verpfl k linntgcit voll erfüllt, und es ist nicht seine Schuld, wenn wegen der Valuta-Differenz der Betrag in Pfund sich geringer ausvvirkt. Eine weitere Spende war die von Frau Teli.x Warbürg, welche in diesem Jahre einen, Fonds von 100000 Dollar zum Andenken an ibre Eltern Jakob und Theresa S c hi f f stiftete. Der Fonds ist im Laufe von zehn Jahren zu verwenden. Dr. Mngnes e.־d> seiner Genugtuung .Ausdruck, daß der Name von Jakob Schiff auf diese Weise mit der Hebräisehen Universität verbunden bleibt. Schiff und viele ander« Juden gaben fürstliche Summen für Universitäten in Deutschland, z. I). für die Universität in Frankfurt. Ich glaube, daß die jetzt von seiner Tochter gespendet« Summe für die Universität Jerusalem sein Andenken am ehrenvollsten sichert. Ich sage nicht, daß Juden nicht Institutionen der Wissenschaft anderwärts unterstützen sollten; im Gegenteil, sie haben die Pflicht hierzu. Aber sie sollten sich auch ihrer Verpflichtung bewußt sein, wenn sie für Wissenschaft liehe Institutionen spenden, wenigstens einen ״Zehent‘‘ an die Universität Jerusalem z.11 geben, so daß unsere Universität so behandelt würde, wie in alter Zeit das Heilig,tum behandelt wurde. F.in solcher Zehent würde ausreichen, um die Universität Jerusalem zu einem bedeutungsvollen Zentrum von!,ehre und Leben zu machen. Der Redner erwähnt ferner die Aktivität der palästi- II cnsi s clien Gesellschaft der F renn!1 c der Universitüt, die als erste Leistung die Sch aff» ng des auf den Namen ISiaÜks genannten Lehrst ti 111 der hebräischen Sprache aufzuwei.sen hat. Das Direktorium des Jüdischen National Fonds hat einen Lehrstuhl für Landwirts c 11 a f t s - W i s s e 11 s c 11 a f t errichtet. Ein Beispiel für ckia vergrößerte allgemeine Interesse an der Universität ist das Angebot der italienischen Regierung, das Studium der modernen romanischen Sprachen und Literaturen mit besoliderer Berücksichtigung des Italienischen an der Univcrsitat eiimiführen. Für diese Aufgabe wurde Dr. II. Pflaum, Instruktor für mittelalterliche europäische Literatur, her«- fen. Ihm wird als Lehrer des Italienischen Dr. Var di zur Seite stehen. Dr. Afagncs dankte dem Generalkonsul Italiens Commendatorc de Angelis für sein Interesse. Die Abteilung für Musik ist erweitert; worden durch die Heranziehung von Emil 11 aus er aus Budapest für Instmnicnlalmusik und Karl Salomon (Berlin) für Vokalmusik. Der Board of Governors (Direktorium) der Univcrsität soll demnächst (zu Weihnachten) in Jerusalem zusammentreten. Auf diese Weise werden die außerhalb Palästinas wohnenden Mitglieder des Direktoriums, die zum 'feil Palästina gar nicht kennen, in direkten lebendigen Kontakt mit der Universität gebracht werden. Das Direktorium wird dann in weit höherem Maße als bisher auch die tatsächliche Verantwortung für die Universität übernehmen können. Um eine unparteiische und objektive Betrach• lung zu ermöglichen, wurde beschlossen, ein Inspektions-Komitee nach Jerusalem z.11 entsenden, das alle Abteilungen der Universitüt überprüfen soll, schon utn der leider in manchen Teilender Welt —oft aus Unkenntnis — laut gewordenen Kritik cnlgegtenzutretcn, /.um Vorsitzenden dieser Instruktions-Kornmissioii wurde Sir Philip Ilartog, früherer akademischer Rcgistrnr der Universität London, und Vizekanzler der Universitüt Dacca (Indien) ernannt. Dr. Magnes wandte sieh sodann den auf Grund der deutschjüdischen Notlage durchgc führten Maßnohmen zu. Wir hatten erwartet, so sagte er, daß die jüdische Welt, und vielleicht auch die nicht jüdische, spontan und mit einer gewissen Freigiebigkeit auf den Appell der Universität Jerusalem, auf den Trümmern deutsch-jüdischen Gelehrtentun» *ine Lehrstätte in Jerusalem aafzubauen, reagieren wird,