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Jüdische Rundschau · 1933-12-01 · Heft 96 (1.12.1933) · p. Seite 894

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 96 (1.12.1933)
Date
1933-12-01
Page
Seite 894 (sequence 14)
Language
German
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jüdische Rundschau Nr. 96. 1. XII. 1933 BRIEFE ^usPi Die ersten Tage in Jaffa Endlich angelangt! Nach dem Impfen gegen Typhus sahen wir die Stadt Jaffa! Sehr sauber war sie nicht. Nach langer Zeit kam Papa von der Kontrolle und sagte, ein Koffer fehlt. Wir bekamen einen Schreck, aber der Schofför fuhr 1ms zu ein paar Chaluzim und bei ihren Koffern war unserer dabei. Dann fuhren wir nach Tel-Awiw, zogen in das Zimmer, das Hilde uns besorgt hat und gingen Essen.... Am andern Tage zeigte sie 1ms die Stadt. Die Straßen sind hier sehr gut. Morgen ziehen wir in Hildes neue Wohnung. Eine liit/e von 34 Grad. Hier sind nur Neubauten. Alle sprechen hebräisch, alles ist jüdisch. Die meisten verstehen auch deutsch. Mir j am. Brief aus Ben-Schemen Ich hänge jetzt eigentlich nicht mehr wie zuerst noch mit einem Bein in Deutschland, sondern jetzt bin ich schon ganz hier /;! Hause. In Üet1-Sche:11en habe ich mich schon ganz eingelebt um! mir gefällt es dort sehr gut, obwohl es sehr schwer ist, mit eleu Kindern, die in Ben ■Schemen sind, sich 711 verstellen, elcnn die Kinder sind zum großen Teil aus anderen V'erhiilinKscti und haben auch ganz andere üedan* ken als die Kinder, die aus Berlin in Ben-Schemen sind und überhaupt aus ncul-cldaml. Mit der Arbeit und dem Lernen geht cs schon sehr gut bei mir und besonders mit Hebräisch, was ich schon gut kann. Im Moment geht es mir sehr gut. Ich bin in 1 laifa, weil E enen sind lind ich wohne auf dem Karmel. Hier ist die Eamlschaft wunderbar. Es gibt hier Meer, Gebirge, Wald usw. Ich habe neulich eine herrliehe Fahrt gemacht. Herzliche Grüße R. 5. XI. 1933. An die ״Kinderrundschau“. Weil mir die ״Kinderrundschau“ so gut gefällt, will ich auch einmal eine kleine Geschichte vom Sammeln für den Jüdischen Nationalfomls hier erzählen. Vorausschicken möchte ich noch, daf? das Arbeitsfeld hier sehr schwierig ist, da nur drei Zionisten am Platze leben. Schon mit zehn Jahren verkaufte ich hier Kalender, doch verstehe ich es jetzt erst richtig mit den Leuten zu diskutieren. Ich will nun mal erzählen, wie lange es dauert, bis manche Nichtzionisten endlich 30 Pf. geben. Ich komme also in den Laden. ״Guten Tag!“ ״Guten Tag!" ״Ich wollte einmal fragen, ob Sie vielleicht auch eine Spende für j den Keren 'Kajemeth geben." ״Das fehlt mir noch. Wir ' haben hier in Deutschland gerade genug zu geben.“ Nun, sage ich, das läßt sich doch gar nicht vergleichen, wenn Sie für Palästina spenden so ist das doch etwas Bleibendes. ,,Schauen Sie doch nur einmal an, was in Palästina schon alles geleistet worden ist.“ Hier zeige ich die Bilderbcilagc der ״Rundschau“. ״Das ist ja ganz recht, aber ich!iahe doch kein Geld,‘• ״Haben vielleicht die Zionisten Geld gehabt und sic haben doch un/ühlige Spenden gegeben. Wie sähe cs denn jetzt im Land aus, wenn nicht so vor- *gearbeitet worden wäre?“ Und so geht es weiter, bis er am End״ doch mit Vf Pf. oder1 ׳ M.' lierausrückt. Dagegen passierte es mir ein anderes Mal, daß ich einen H errn fragte: ״Geben Sie auch eine Spende für den Jüdischen Natiomdt'onds?“ Da sagte er ״Ja“ und gab mir gleich 2 M. Ich fiel bald um vor Erstaunen, <Jaß es so etwas hier auch noch gibt. Grüßt ♦ F. B. Mannheim, den 5. November 1933. An die Redaktion der Kinderrundschau! Ich bin zwölf Jahre alt und seit drei Jahren im ״Brith- Tfanoar sehe! Zeire Misracbi“. Ich interessiere mich sehr für Rälsel und erwarte sehnsüchtig die nächste ״Kinder- Rundschau‘׳ mit seinem Ratsei, aber hauptsächlich mit seinen schönen Erzählungen und Briefen aus Erez Israel. Mit freund!. ZionsgruB Willi Al a r g u ü e s. * Liebe Kinderrundschaii! Zu meiner größten Freude habe ich von mdmen Eltern gehört, daß Ihr eine ,,Kinderrundschau“ eröffnet habt. Naturlieh nahm ich mir die Kinderrtindschait gleich vor, und begann zu schmökern. Ich fand den Text sehr schön, besonders weil er fast nur von Kindern geschrieben ist. Viele Grüße Ihr Joachim Dienstag, Alter 10 Jahre 2 Mott., Goethcstr. 12. * Stolberg, den 7. Nov. 1933. An die Kindcr-Rundschau! Ich freue mich immer, wenn die Kindcr-Rundschau kommt. Und wünsche, daß sie wöchentlich kommt. Mit herzlichem Gruß Gerhard H o m m e 1. 8 Jahre. Antworten der Klnder-Rundschau S. W. Deine Frage ist nicht so leicht zu beantworten, da Dinge, von denen Du sprichst, eine andere Ursache und einen arideren Zweck haben müssen. Trotzdem schlagen wir Dir vor, uns einige Sachen einzuschicken. Max Preßler. Der Anfang Deines Gedichtes ist nicht schlecht, wenn die zweite Hälfte ebenso wäre, könnte man es alxlnscken. Hans Szöny, Das Bild ist sehr schön. Es unterscheidet sich aber wenig von einer anderen Villenstraße, so daß wir es in der K. R. nicht bringen können. Max Fix. Auf Deine Bitte kommen wir noch zurück. Wir schlagen Dir vor, uns zunächst einen Bericht zu schicken, zu dem Dir keine Daten fehlen. Heinz Wallhausen. Wir wären Dir sehr dankbar, wenn Du uns einige Deiner Gedichte und Geschichten einschicken könntest, die bis jetzt noch nicht veröffentlicht sind. Besonders nett wäre es, wenn Du ein Gedicht jüdischen Inhaltcs hättest, es braucht aber nicht unbedingt religiös zu sein. Elisabeth Scheinok. Deine Bilder sind für die K. R. viel zu groß und eignen sich auch inhaltlich nicht für die K.R. Bert Bilski. Du mußt schon selbst in jeder ״Jüdischen Rundschau“, die Deine Eltern lesen, die Kindcr-Rundschau suchen. Ta mar Löwy, Jerusalem. Vielen Dank für Deinen Brief, den wir erst nach Abschluß der heutigen Kindcr-Rundschau bekommen haben. Wir bringen ihn demnächst. Heinz Japha. Wir haben erst in der vorigen Nummer einen Reisebericht nach Palästina gebracht und können deshalb Deinen Aufsatz erst später bringen. Horst-Werner Gottstein. Deine hebräische Geschichte ist sehr schön. Schade, daß sie nicht früher kam. Wir bringen sie aber bald. Arnold Friedler. Dank für Deinen Aufsatz. Wir bringen ihn später einmal. * Herbstlied fT ׳ —4 — M* of-fe-fot zi-po-rej-dienl’- e־rez is-r« - el t*chi #4 f>.. .f - _ — כ -׳1—4 rik tschik tschik tschi-rik tschik tschik l’e-rez is״ra - el tschi v~ rik tschik tschik t'schi rik tschik tschik 1' e-rez is-ra - el Es fliegen liebe Vögelein?עו?פ1ח ןנ$.רי־סן nach Erez Israel ^־v י.^ך«ל Tschirik, tschik, tschik, »?יריק׳??יק,?׳?יק hiR Tschirik, tschik, tschik,??יריק׳??יק׳?pw nach Erez Israel. יו$ךח^ד&ל. ״Schalom Euch, liebe Kinder,?אם קקם ילרי־חו wir fliegen schon!*נ?»;ופות??ר Tschirik, tschik, tschik,??יריק׳??יק- ט?יק Ms Tschirik, tschik, tschik,??יריק,??יק,??יק nach Erez Israel.“ ^א.ךעץ?5־אל. bl« bia ״Schalotn Euch, liebe Vögelein, Schalom, auf Wiedersehen?ל;ים?1?ם *ו״וי־הו?לוס, להתראות Vielen Dank für Eure Rätsel, die alle sehr schön sind. Wenn Ihr aber die Kindcr-Rundschau verschönern wollt, so müßt Ihr nicht mir Rätsel, sondern auch kleine Geschichten, Erlebnisse, lustige Begebenheiten einsenden. * An alle Freunde der Kinder-Rundschau im Ausland! Ihr braucht Eure Briefe und Aufsätze nicht nur deutsch zu schreiben. Wir übersetzen sie, wenn sie in anderen Sprachen kommen. Namen der Einsender Zuschriften, die nicht zum Abdruck gelangten, gingen bei uns ein von: Abraham, Fred, Berlin. — Biski, Bert, München. — Bilstein, Günther, Berlin. — Cohn, Ernst, Gumbinnen. — Danziger, Rudolf, Kaschbach. — David, Hans, Berlin. — Dorffmann, Leo, Berlin. —- Ehrlich, Hans, Bad Kissingen. — Feuerstein, lsbert, Herten. — Freund, Karl- Theodor, Berlin. — Friedrich, Eva, Stuttgart. — Fiedler, Arnoln. Berlin. — Glaser, L., Berlin. — Gottsfein, Horst-Werner, Berlin. — Gruppe D’urrah der I. P. D., Berlin. — Hirsch, Leo, Berlin. -׳-* Honlick•, Abraham, Berlin« -׳■ Japha,׳•Heinz, Berlin. — Josephsberg, Chajim-Mordcchai, Berlin. — Kaplan, Renate, Berlin.״—• Karo, Wolf, Altona! — Kaufmann, Joachim, Karlsruhe. — Kellermaim, Margot, Lyck. — Kopf, Ruth, Berlin. — Königsberger, Wolfgang, München. — Kwuzah Arjeli, Hebraim Danzig. — Leidert, Wolfgang, Berlin. — Less, Günter, Frankfurt a. M. — Lewi, Liesel, Frankfurt a. M. — Löwenberg, Paul-Theodor, Berlin. — Löwenberg, Werner, Greifenberg i. P. — Löwy, Ta mar, Jerusalem. — Lurie, Judith, Memel. — Marks, Ruth, Köln. — Mitlin, 1.., Berlin. -- Oppenheimer, Felix, Frankfurt a. M. — Rubenfeld, Max, Rostock. ~ Schetzcr. Renate, Alt-Ukta (Ostpr.). — Schönbach, Riwkah, «Münster i. W. —• Schuster, Karl-Joachim, Schmalkalden. —• Sinion, Wolfgang, Berlin. — Sollan, Chaiim, Magdeburg. — Spier, Eva, Ff in.-Höchst. — Struck, Joacnim, Heidelberg. — Sußmann, Jacob, Wien. — Scheinbach, Moritz, Straßburg. — Thanhauser, Hans, Berlin. — Wallhausen, Heinz, Hagen. — Wolff, Hermann, Wiirzburg. — Wrohlcwski, Ruth, Berlin. — Zitrinen bäum, Lea, Mainz. — Zwy, Sara, Riga. mochte ht wi/sen: Ich habe gehört, daß die Einwohner Tel-Awiws sich wenig mit Politik beschäftigen und sich wenig für Politik interessieren. Ist es wirklich so? Ist es in ganz Palästina der Fall und wieso? Ich möchte wissen, in welchem Lande die meisten Juden wohnen und ob es Länder gibt, in denen gar keine Juden wohnen? Wie oft und wann sind die Schulferien in Palästina? Kislew Der Monat Kislew, der dritte des jüdischen Jahres, bringt uns die Chanukalitagc. Bald werden die Lichter in der Menorah angezündet. Während das Fest bei uns mitten in den Winter fällt, in die Zeit der dunkelsten Tage, war und ist es in Palästina, wo es entstanden ist, in jeder Hinsicht ein Fest des Lichtes. Die Landschaft draußen ist dort grün, von Blumen besät, die Früchte werden geerntet, warmes und doch nicht zu heißes Wetter verschönert die Festestage. bin Tschirik, tschik, tschik, Tschirik, tschik, tschik, in Erez Israel.“??יריק-?pw,?'׳?יק?׳?יריק-?pW? ,pw 5אך׳ד־ף?יאל. bis Besuchskarten-Rätsel: ERNST S EITZE o ע¬¬ Was ist dieser Herr von Beruf? (Eingesandt von Emst Cohn, Gumbinnen.) Auflösung des Silbenrätsels aus der ״Kinder-Rundschau“ in Nr. 88 1. Gebetmantel —- Talis, 2. Palästinensische Frucht — Esrog, 3. Feststrauß zu Sukkoth — Lulow, 4. Tageszeit >—* Abend, 5. Verwandter — Vetter, 6. Sprache — Iwrit, 7. Gedankenbild — Vision. Die Stadt in Palästina heißt: Tel-Aviv. Richtige Lösungen haben eingesandt: Adler, Horst, Berlin. — Billigheuner, Fred, Hardheim. •- Bilski, Bert, München. —• ßodenheimer, Thea, Rexingen. — Cohn, Ernst, Gumbinnen. — Danziger, Rudolf, Kaschbach. — Dzialdow, Recha, Berlin. — Ehrlich, Hans, Bad Kissingen- <— Feuer, Gabriel, München. — Feuer, Hannah, München. — Feuerstein, lsbert, Herten. — Fischheim, Willi, Berlin. — Friedrich, Eva, Stuttgart. — Goldberg, Adolf, Altenburg. — Gottheit, Alfred, Berlin. — Häusler, Leo, Duisburg. — Hes, Ilse, Rostock. — Herzberg, Mira, Kiel. — Holzer, Ruth, Rischon’Lzion. — Hornick, Abraham, Berlin. — Hornung, Martin, Beuthen (O.-S.). — Horowitz, Senta, Hamburg. — Karo, Wolt, Altona. — Kaufmann, Joachim, Karlsruhe. — Kirsch, Heinz (Chajim), Berlin. — Königshoefer, Willi, Breslau. — Kronenberg, Marianne, Beckum. -- Landshut, Ruth, Erfurt. — Lewim Martin, Berlin. — Lewy, Edith, Schönlanke. ־— Liebenstein, Erich, Huttenheim. — Lövvenberg, Paul Theodor, Berlin. — Lurie, Judith, Memel. — Mareks, Ruth, Köln. — Margulies, Willi, Mannheim. — Max, Harry, Rubenfeld- Rostock. — Meyer, Gerda. Berlin. — Mitlin, L., Berlin. — Moses, Kurt, Hannover. — Nagler, Sy Iva, Bamberg. -- Offenheimer, Gretel, Ludwigsburg. — Platus, Flora, Berlin. — Plugah, Hcrzl, des Makkabi Hazair, Berlin. — Rawraway, Edith, Allcnstein. — Reich, Ernst, Eubigheim. — Reich, Hans Norbert, Berlin. — Rosenthal, Fritz, Hardheim. — Scheinbach, Moritz, Straßburg. —• Schetzer, Renate, Alt-Ukta. — Schlesinger, Felix, Striegau. —• Schreiber, Ruth, Havnau. — Silber, Renate, Hervest-Dorsten. — Silbernik, Kurt, Beuthen. — Spier, Eva, Ftm./Höchst. — Spira, Hanna, Breslau. — Straus, Lise. — Straus, Malli. — Strauß, Hilde, Frankfurt a. M. — Szöny, Hans, Bukarest. — Weiß, Felix, Wiesbaden. — Weliner, Herbert, Hamborn. — Wertheimer, Ruth, Büchern. — Wilkow, Willi, Berlin. — Wolff, Hannah, Würzburg. — Zitronenbaum, Lea, Mainz. — Zwy, Sara, Riga.

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