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Jüdische Rundschau · 1933-11-24 · Heft 94 (24.11.1933) · p. Seite 859

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 94 (24.11.1933)
Date
1933-11-24
Page
Seite 859 (sequence 15)
Language
German
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XI. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU die ״Jüdische Krise und ihre Ueberwindung“. Der große Saal der Loge war überfüllt. — Die hiesige Wizo-Gruppe veranstaltcte mit der Jung-Wizo ein wohlgelungenes Simchath- Thora-Fest:, — Am 6. Nov. fand das I, Synagogenkon/ert statt. — In der Wizo-Gruppe sprach Dr. Fröhlich über ::,eine Palästinareise und gab in interessanter Form einen l'eberllick über das Land. Dann reorganisierte Dr. Fröhlich die hiesige Zionistische Ortsgruppe. Fr selbst hat die Fiihrung übernommen und zu seinen Mitarbeitern ernannt: Ludwig Aschner als Stellvertreter, Erwin Tyras als Kassierer, Georg Markus als Schriftführer und Frau Toni Böhm und Frau Regina Pinczovvcr als ff.-F.-Kommissare. Seit dem Sommer haben wir einige Chaluziin und Chaluzoth in der Landwirtschaft und bei einigen Handwerkern untergebracht. Diese haben «mter der Leitung von Lina Berendsohi! eine gutarbeitende Chaluzgruppe geschaffen. — Es wird auch hier sehr eifrig Hebräisch gelernt. Herr Friedmann aus Reuthen hält je einmal wöchentlich fünf Kurse ab. — Einen schweren Verlust hat unsere Ortsgruppe dadurch erlitten, daß uns aus Palästina die Trauernachricht zugekommen ist, daß am 29. Aug., kaum acht Wochen in Erez Israel, Zwi N e i ß e r verschieden ist, der nach guter Ausbildung nach Giwath Brenner kam. Saarbrücken. In der Synagoge fand am 5. Nov. ein außerordentlich gut besuchtes Konzert statt, dessen Ertrag wohltätigen Zwecken gewidmet war.!Nach Chorvariationen über die ״Techesakna“ von Erich Werner betonte Rabb. Dr. Rülf den starken kulturellen Impuls, der schon heute von Erez Israel ausgeht. Bachs Toccata und Fuge D־mol!, von Paul Freund vorgetragen, schloß sich an. Mit der zeitgenössischen jüdischen Musik machten drei hebräische Gesänge von Milncr, Werner und Ravel bekannt. Oberkantor Rtitl. Loevvy, der auch den Chor ausgezeichnet führte, brachte diese drei Stücke sehr schön zur Geltung. In einer ״Improvisation und Fuge über altjüdische Motive“ von E. Werner erwies sich von neuem die gewaltige stilbildende Kraft der alten N’ginoth, die das ganze Werk tragen. Frau Cora Eppstein brachte drei Lieder von Dvorak und Rothstein zur Wiedergabe, denen die A-dur-Sonate op. 101 von Beethoven folgte, die Paul Freund gestaltete. Den Schluß bildete ein Chor von Rud. Loewy. Sorau (N.-L.). Hier hat sich in letzter Zeit ein reges jüdisches Leben entwickelt, dem nur noch wenige Familien fernstehen. Erez Israel ist nicht mehr eine Idee, sondern eine lebensnahe Tatsache, zu der viele schon persönliche Beziehungen haben. Kantor Rose leitet zw׳ei hebräische Sprachkurse, in denen rege Beteiligung herrscht. Trotz der ungünstigen finanziellen Lage hat die Gemeinde in den Etat für das kommende Jahr einen namhaften Betrag für den Keren Kajemeth eingesetzt. Von der zahlenmäßig kleinen lugend sind zwei Jungen ins Ausland gegangen. Die Lektüre der ,,Jüdischer! Rundschau“, private Nachrichten aus Erez Israel und das Bewußtsein, dem Keien Kajemeth spenden zu sollen, dies alles weitet den Blick über die aktuelle Not hinaus. Tilsit. Wie bereits früher berichtet wurde, plant die hiesige Gemeinde die Errichtung einer Gärtnercilehrstätte für 40 junge Menschen. Dieser Plan erfreut sich großen Interesses, ganz besonders in jüdischen Kreisen Ostpreußens, für die ja die Einrichtung in erster Reihe gedacht ist. Die Abwanderungsbewegung innerhalb der jüdischen Bevölkerung Tilsits hat sich bisher in mäßigen Grenzen gehalten. Im Laufe eines halben Jahres sind 31 Personen, etwa 4 °/0 der Gemeindemitglicder, ausgewandert. Weißenfels. Am 6. Nov. trugen wir die sterblichen Ueberreste des Ehrenvorsitzenden und Gründers unserer Gemeinde, Herrn Carl Schloß, zu Grabe, Die ganze Gemeinde nahm an der Trauerfeierlichkeit teil, um dadurch ihre Verbundenheit mit dem Verstorbenen und dessen Familie zu bekunden. Herr Lehrer Rau zeichnete in seiner Trauerrede ein Lebensbild des Toten. W. G. Worms. Der jüdische Pfadfinderbund Worms ehrte das Andenken von Dr. Ludwig Tietz mit einer schlichten Feier im großen Saale des Gemeindehauses. — Die Hechaluzgruppe Mannheim-Ludwigshafen veranstaltete einen Vortragsabend im von der Mehrzahl der Wormser jüdischen Jugend gefüllten großen Saal des Gemeindehauses. Frau Spieß, Worms, eröffnete den Abend und gab dann Herrn Oskar Händler aus Ludwigshafen das Wert zu seinen Ausführungen über ״Wege und Ziele des Hechahiz“. Der beste Beweis, welch dringendes Bedürfnis nach Gründung einer Gruppe .vorlag, war die große Zahl derer, die sich in die aufgelegte Liste als Mitglieder einzeichneten. Die Heimabende der tieugegründeten Gruppe werden Dienstags und Samstags, abends \'ß Uhr, im Gemeindehaus abgehalten. — Am nächsten Sonntag veranstaltet die Gemeinde zum ersten Male ein Synagogenkonzert. In den weiteren Szenen wird geschildert, wie der Schuster- Vorsteher bei einem ״Nationaldichter“ (nicht bei Cltaini Nachman Bialik) den Text zur Hymne Bestellt. Der ״Nationaldichter“ rauft sich seinen gewaltigen Haarschopf, gestikuliert wild, rennt in seiner Stube auf und ab, skandaliert, macht hundert Versuche zu reimen, um schließlich das ״Od 10 awda“, die ״Hatikwah“, in einen Schustertext umzugestalten. Dies ein Beweis für die ״Originalität“ neuhebräischer Schöpferkraft. Hocherfreut zieht der Schusterpräsident mit dem Hynincntext zum ״nationalen“ Komponisten. Dessen Behausung ist eine Musikschule, in welcher musikalische Wunderkinder erzeugt werden. Die Knirpse tragen die Masken von Jascha Chaifez und Jehudi Menuhim und mühen sich an ihren Instrumenten. An den Wanden der Komponisfenbehausung sieht man Diagramme, welche das Wachstum der nationalen Musikproduktion veranschaulichen. 1920 ist die nationale Musikproduktion eine kleine Faust mit dem Daumen zwischen Zeige- und Mittelfinger, 1933 aber hat die Faust mit dem Daumen ungeheure Dimensionen angenommen. Ebenso ״erfreulich“ ist die ״nationale“ Opernnroduktiori. Sic beginnt mit ״Traviata“ und ״La Boheme“ und schließt mit ״Rosenkavalier“. Der Komponist ist über den Auftrag der Schusterinnung hocherfreut, und beginnt sofort zu komponieren. Er setzt die Tonpfeife an den Mund, rennt, gleich dem Nationaldichter, wie verrückt auf und ab, summt alle möglichen Melodien durch die Zähne, bis es schließlich über ihn wie Erletichtung kommt: Er hat die passende Melodie gefunden. Sie ist nichts anderes als die russische Nationalhymne ״Gott schütze den Zar“ (Bösche chrani zarja). Ausgerüstet mit der ״nationalen'“ Schusterhyinne, zieht der Schustervorstcher durch das ganze Land, wobei cs zu vielen komischen Situationen kommt, die Gelegenheit zu Seitenhieben auf alles Mögliche geben. Es würde zu weit führen, die Odyssee des Schusters zu schildern. Nach Irrfahrten kommt er nach Hause, von der teuren Gattin mit dem Besenstiel in der Hand empfangen. All das ist mit Geist, Witz und Humor geschildert und wirkt stärker auf die Meinungsbildung derOdfentliclikeit als pathetische Strafreden und Volksversammlungen. Daß die kritische Sonde in das sicli entwickelnde Leben des ischuw in so gefällige Form gelegt wird, versöhnt mit dem iscltuw und läßt hoffen, daß die Kinderkrankheiten der stürmischen Entwicklung des neuen jüdischen Lebens mit Erfolg überwunden werden. Die Verquickung von ״Schuhsohlen und nalionalem Geist“ wird am besten bekämpft, wenn man sie lächerlich macht. Ortsgruppen Reuthen (O.-S.). Zur Propaganda des Palästina-Aufbaus veranstaltet der Keren Hajessod am Sonnabend, dem 23. Nov., 8Vs Uhr abends, in den Räumen der Mamreh-Loge, einen Vortragsabend, bei welchem Herr Dr, Israel Auerbach (Berlin) über das Thema ״Juden und Araber in Palästina“ sprechen wird. Hamburg. In den Bemühungen der Hamburger Zionistisehen Vereinigung während des letzten Halbjahres sind die bis zum Juni abgehaltenen Zirkel-Veranstaltungen in Privathäusern von den Vortragsabenden, die einer weiteren jüdischen Oeffentlichkeit zugute kamen, zu unterscheiden, und neben dieser Tätigkeit ist auf die Beratungsarbeit, auf das Zusammenwirken mit dem Bcth-Chaluz und andern, bei Hamburg aufgebaute]! Hachscharahzenfren, schließlich auf den Ausbau der Hebräischen Sprachschule hinzuweisen. Vorträfe und Zirkel Veranstaltungen: Anfang Juni behandelte Kurt B I u m e n f e I d ״Palästinafragen“ vor vielen Hunderten von Menschen, Zionisten und Nichtzionisten. Einige Wochen danach hatten wir die traurige Pflicht, zu zwei A r l o s o r o? f ־ Trauerku ndgebiuigen aiil/un.ifen. Eine Gedenkstunde versammelte, in würdigem Rahmen, die maßgebenden Persönlichkeiten des Oroß-Hamburger jüdischeu Lebens, Vertreter aller Richtungen; Dr. Marx sprach, das ״El inoie rachamim“ schloß sich ernst und weihevoll an. — Mehrere Tage später: eine außerordentlich große Schar von Gesinnungsgenossen, die Jugendbünde waren besonders stark vertreten, füllte den großen Saal_dcs Curio- Hauses. Dr. Kupferberg suchte, nach einleitenden hebrätschen Sätzen, den Umriß des Menschen und Politikers Arlosoroff zu skizzieren; eine Ansprache Sch. Weinbergs folgte. Die ersten Septembertage versammelten die Vertreter der kleineren nordwestdeutschen Ortsgruppen und den maßgebenden Kreis der H.Z.V. zu einer Bezirkstagung, der die Anwesenheit von R.-A. Benno Cohn (Berlin) den Stempel gab. Nach internen Besprechungen am Vorabend referierte Benno Colin am Sonntag-Varmittag über ,,Ortsgruppenarbeit in dieser Zeit“ Nachmittags sprach Sch. Weinberg über Hachscharahfragen; dem Referat folgten Berichte von H. Spanier (Hamburg) und Dr. R o 111 ־ Schild (Lübeck) über Fragen der Paliistinaberatung. Eine Aussprache mit den Vorsitzenden der Gruppen in der umliegenden Provinz beschloß die eigentliche Tagung, der am Abend eine H. Z. V.-Versammlung folgte, auf der Benno Cohn referierte (״Der Palästina-Aufbau und das deutsche Judentum“). — Zwei Wochen später sprach Dr. Marx über ״Die politische Situation nach dem Kongreß“. Im Oktober sprach Rabb. Joachim Prinz unter ganz einzigartiger großer Beteiligung über ,,Die Wende“. Fortgeführt wurde die Ortsgruppenarbeit dieses Winters durch die General- Versammlung der H. Z. V., und eine Versammlung, auf der Rabb. Dr. Grünewald (Mannheim) sprach. Die Generalversammiung wählte Dr. Edgar Marx erneut zum Vorsitzenden. Dr. Grünewald sprach über ״Jüdische Jugend heute“; seine Ausführungen ergänzte er ♦.׳inen Tag danach im Zionistisch-Akademischen Klub durch einen Vortrag über das Thema ״Was wird aus unseren Kindern?“ — im Klub hatte während des Frühsainmers auch Blumenfeid gesprochen. Und wenige Wochen vor den! Vortrag Dr. Grünewalds referierte Rabb. Dr. Max Wiener (Berlin) über ״Die Emanzipationszeit und ihr Ergebnis“ in dieser Organisation, deren Leitung, nachdem Dr. Kalitzki nach Palästina gegangen ist, jetzt wieder in den Händen von Dr, W. Unna liegt. — Schließlich sind in diesem Zusaminenhange auch die manchen, immer gut besuchten Veranstaltungen anderer zionistischer Organisationen während der letzten Monate zu nennen: statt sie alle aufzuzählen, erwähnen wir die zahlreichen zionistische Themen behandelnden Referate im ״Makkabi Hazair“ und die Vorträge, die in kleinen Städten Schleswig-Holsteins (Elmshorn, Neumünster usw.) von der H.Z.V. angeregt und gewöhnlich von Dr. Marx gehalten worden sind. — Weiter veranstaltete die Ortsgruppe vom April bis zum Juli eine große Zahl von Z i r k e 1 v e r s a in m 1 u n g c n, in denen von allen i!1 Frage kommenden Gesinnungsgenossen über ״Palästina 1933“, ״Welche Antwort gibt uns der Zionismus?“, ,,Deutsches Judfntum und Zionismus“ usw. gesprochen wurde. — Palästina-Beratung, Hachse 11 arah, hebräische Arbeit: Die Beratung von Ausvvanderungsintcressetiten oblag bis vor kurzem unserem Ortsgruppenmitglied H. Spanier und wurde jetzt von Ing. F i s c h 1 übernommen. Die Beratung vollzieht sich nunmehr im Rahmen der Tätigkeit des im Frühjahr gegründeten paritätischen .,Hilfsausschusses“ der hiesigen Jüdischen Gemeinde; dieser Ausschuß ist u. a. für die Bewilligung von Subventionen für Alijah und Hachscharah zuständig. -- Die Hachscliarah-Arbeit, für die bis vor kurzem Frau H epp 11er verantwortlich war, der neben anderem das hiesige C h a 1 uz-Heim sein Entstehen verdankt, wurde von H. Spanier, Frau Dr. Marx und Frau Kupferberg übernommen. Neben dem Hamburger Betn- Chaluz. dein man nächstens weitere Heime für Chaluziin in der Stadt zur Seite zu steiler! plant, ist der iiiesige Hachscharah-Verein für die von ihm gegründeten Bathe- Chaluz in Rissen bei Hamburg, in Hagcnoiv-La 11 d und in Lüneburg verantwortlich. Alles in allein handelt es sich um etwa hundert junge Menschen, die landwirtschaftlieh, gärtnerisch und im Handwerk tätig sind. Die Hachscharah-Arbeit ist eine der zentralen Aufgaben auch unserer Ortsgruppe; sie beschäftigt weite Kreise der H.Z.V., der Wizo, die nach der Uebersicdlung von Frau Flörsheim nach Palästina unter der Leitung von Frau H. Möller steht, der hiesigen recht aktiven ״Zi s f-Gruppe (Zionistische Studentinnen) usw. — Die Hebräische Sprachschule ״Ivriali“ endlich hat einen Quartalszugang von etwa 90 Schülern; daraus folgt die Notwendigkeit, die hestehenden Kurse ständig zu erweitern. — Der Fortzug einiger unserer eifrigen Freunde nach Erez Israel — Dr. Stiebei, Dr. Kalmus, Dr. ßloede, Dr. Weigert, Dr. Tocpiitz, Edgar tieinemann und andere — machte die Arbeit natürlich nicht leichter. H. N. Oppeln. Am Sonntag, dem 10. Dezember, abends 8.30 Uhr, findet in den Räumen der Freiheits-Loge, Rosenberger- Straße 13, eine öffentliche Versammlung statt. Thema: ״Jüdische Selbsthilfe in Palästina“. Referent: Dr. Israel Auerbach (Berlin). Alle Mitglieder der Synagogengemeinde sind eingeladen. Stettin. Die allwöchentlichen -Vortragsabende der Z.O.G. am Sonnabend im Bar Kochba-Heiin, Stettin, auf denen 1. Zf. Dr. Peritz einer! zionistischen Gcsrhichtskursus halt, müssen aus technischen Gründen eine zweiwöchcntlidie Unterbrechung erfahren. Der nächste Abend findet demnach am Sonnabend dem 9. Dez e in b e r, statt. Dr. Peritz wird an diesen! Abend die Entwicklung der Kolonisation Palästinas behandeln. Wir weisen nochmals auf den pünktliehen Beginn der Veranstaltungen hin (201,״* Uhr). Der Komponist Dr. Jakob Scliönberg, der sich durch sein Werk ״Die traditionellen Gesänge des israelitischen Gottesdienstes in Deutschland“ einen Namen gemacht hat, hat ein jüdisches Volkslied ״Lied von unserer Vergangenheit“ komponiert. Das Lied ist zum Preise von 1,50 RM. in allen Buchhandlungen oder direkt durch Dr. J. Scliönberg, Berlin NW 21, Schließfach Nr. 30, zu beziehen. Seite 857 Aus Kunst und Wissenschaft Kiinstlerhiife der Jüdischen Gemeinde. Totensonntag- Konzert am Sonntag, dem 26. Nov., abends SU! Uhr, Joachimslhaier Str. 13 (Bühne und Brettl), nahe Kurfürstendämm, ,oberer Saal. Mitwirkende: Eva Ortmami (Sopran). Fritz Lcchner (Bariton), Charlotte Rosen (Violine), am Flüge!'. Salvador Ley. Violinvvcrke von Mozart, ITdcco, -1 ernste Gesänge von Brahms, Lieder von Schubert und Brahms. Karten zum Preise von 0,60, 0,90, 1,21) und 1,50 RM. sind zu haben: Joadiiuisthaler Str. L3 (Kasse von 112 Uhr), Wirtschaftshilfe der Jiid. Gemeinde, Oranienburger Str. 31 (D 2, 5131). Zimmer 34, Buchhandlung Kedem, Charlotte!!• bürg, Dahlmaniistr. S. Konzert im Logenhaus, Kleiststr. 10, Sonniag, den 26. Nov., abends 80, Uhr, zugunsten der Kiinstlerhiife dei Jüdischen Gemeinde Berlin. Neues Streichquartett: Willy Frev (1. Violine), Hans Prager (2. Violine), Rudolf Meyer (Viola), Hermann Weil (Cello); Mitwirkung: Paula 1 indberg (Gesang). Programm : Beethoven op. 127, Berth. Cinldschniült (Uraufführung), Hugo Wolf (ital. Serenade), jüdische und hebräische Volkslieder mit Strci chtrio. Eintrittskarten zu RM. <),6(\ 0,9:1, 1,26, 1,00 und 2,— beim Hauswart der Loge; bei Lindberg, Bismarck 6606; Weil, Bismarck 3508; Meyer, Bismarck 1881; Wirtschaftshilfe, Oranienburger Str. 31; Buchhandlg. Kedem, Dahlmamistr. 8, und an der Abendkasse. Konzert Gokhnann-Wittciiberg-Blurnenfeld-Trio unter gütiger Mitwirkung von Agnes Len hach (Alt) am St>11 ntag, dem 3. Dez., abends 8 Uhr, im grollen Logensaal, Kleiststr. 10. Prooranirn u. a.: Schottische Lieder mit Begleitung von Kiavier, Violine und Violoncello von Beethoven und Forellenquiuielt. Eintrittspreis 1,50 RM. Karten sind zu Italien beim Hauswart im Logen haus, Kleiststr. 10, und bei Trau Altred Wittenberg, W 15, Plal/burger Str. 52. Die Auerbach-Loge veranstaltet am 25. November ein Konzert in der Tovnbeehalle, in dem die Kon/crUiingeiin Dora Bernstein-Born er Lieder von Mozart mul indische Volksiieder singt. Synaßogenverein Friedenstempd- Mittwoch, den 29. November, iS Uhr, Führung durch das jüdische Museum. Or:1 ■ nieriburger Str. 31. Führung. Fränkin Erna Stern. Treffpunkt für Mitglieder um! Gaste am Eingang des Museums. Die Führung ist kostenlos. Bühne und Brettl. Der Erfolg־ der Veranstaltungen de> B. 11. B., Joacliimstiialer Str. 13, veranlaßt die l rinnig, am Sonnabend, dem 25. November, 8.30 Uhr, das Fröftmmgs• Programm zu wiederholen. Willy Prager, Walter Steine:. Iledi Haas, Karja Schapiro, Janni Bailau und Gerda Koppler werden wieder auftreten. Es spielt die Kapelle Jach PolischuK Preise der Plätze: 0,60 bis 1,50 RM. Vorverkauf: Joachimsthaler Straße 13, von!)---! Uhr. Das Patenschaflskornitee für das SchulwerR der Adass Jisroel veranstaltet Sonntag, den 3. Dez., abends 8 Uhr, in der Aula Siegmundstiof 11 einen Vortragsabend zugunsten seines Fürsorgewerks. Die Rezitatorin Frau Edith Herrn- Stadt -Octt in gen wird ״Klänge jüdischer Seele“, ernste und heitere Vers- und Prosadktitung aus der Bibel, von Perez, Stefan Zweig, Thekla SRorra, üronemann u. a. zu Gehör bringen. Eintrittskarten zum Preise von M. 1,— sind im Büro, Siegmundsliof li, Tel.! Tiergarten C 9, 6913 und an der Abendkasse erhältlich. Die Arbeitsgemeinschaft für jüdische Erbforschung und Erbpflege in Berlin veranstaltete am 13. Nor. einen Vortragsabend. auf welchen! Dr. Heinrich Kuhn über Prol'icra e der psychologischen T y p i s i c r u 11 g d e r Juden sprach. Her Referent ging von der Tatsache aus. daß die Juden überall dort, wo sie in größeren Zentren zusnmmenwohneii, ein eigenes geistig-seelisches Gepräge zeigen. das auch deutlich in den geistigen Sinngehalten ihrer Schöpfungen zutage träte. Aus der Geschichte lassen si׳h zahlreiche Beweise hierfür anftihren. Dies dränge zur Beantwortung der Frage nach der besonderen psychisch, 11 Struktur der Juden. Das Problem an sich sei nicht in ״. nur sei es bisher anptsäcliiich von der geisteswbs sc.liältlichen Sein; her untersuelit worden. Die Psyeholo... könne mit den ,Mitteln exakter Tatsaelieufo!schling nt! Einblicke in dieses Problem geuitnien. Dabei fallen ihr zv, Aufgaben zu: 1. Das Werden der geistigen Sinngehalte sj zifisch jüdischer Art aus der Scelcnstruktur ihrer Sc 11 op 1 . zu erforschen, und 2. eilen diese Struktur durch exah: exper! mental-psychologische En tc*r.such!mgen an Juden u! Gegenwart festzusieilen. Der Verfasser zeigte an Beispiele! wie sich die jüdischen Menschen gemäß ihrer verschicc! nen Umwelteinflüsse in Typen einordne״ lassen. Die fr;!., ob und welche gemeinsamen Zuge psvehi-sdum Erleb.■!•■ diese Typen mm wieder miteinander halten, sei zur Beau Wortung roch nicht reif. Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr. In der diitten \V1 anstaitung des Jüdischen Kultuibundes Rhein-Ruhr sprc11 1־<•: die Herren Rabbiner Dr. Leo Bacck und Dr. M:r. Wiener über das Thema: ,,[)er jüdische Weg“. Die Vorträge Dr. Haceks finden statt: Sonntag, den 26. November. II Uhr, in der Synagoge Essen;!6.30 Uhr, in der Synagoev Krefeld; 20.30 Ulir, in der Synagoge Köln, Roonstraße. Dr. Wiener spricht: am Montag, dem 27, November, 20.15 Uhr, in der Synagoge Bochum; am Dienstag, dem 28- November, 20.30 Uhr, in der Synagoge /Aachen; am Mittwoch, dem 20. November, 20 Uhr, in der Svnauope W .-Elberfeld. Gieiwitz. Der Kulturbund deutscher Juden veranstaltet im Anschluß an seine Breslauer Aufführung: des ״Natlma der Weise“ auch in übcrsehlesien eine einmalige Aufführung dieses Werkes am Montag, den! 27. Nov., im Stadttheater zu Gieiwitz. Für die Besucher aus ßeutlien und Hiiulenbiirg erfolgt bei genügender Beteiligung die Gestellung von Souderwagen der Straßenbahn bei ermäßigten Fahrpreisen. Mannheim. Veranstaltung(• n d e s L i ederk ran / e. V. im November-Dezember 1933. Dienstag, 28. Nov., abends 20.15 Uhr, in der ״Harmonie“; 1. Orchesterk o n z c r t der ״ I n s t r u m e n f a I g e 111 e i n s c h a ft“; Le itung: Kapellmeister Max Sinzhcimer; Solist: Hermann Schw (Berlin), Bariton. Werke des 17. und 18. Jahrhunderts. Sonntag. 3. Dez.., vorm. 10.30 Uhr, 1m Vereinsltaus: ״Stunde der Liederkranzjugend“, Werbcveranstaltnng für die Jugendarbeit (Jugendchor, Jugendorcliesier, Kammermusik, theoret. Kurse u. a.). — Dienstag, 12. De/., und Sonntag, 17. Dez,, jeweils abends 21) Uhr, in der Hauptsynagoge (gemeinsam mit der Gemeinde Mannh.-Ludivigsliafen): Musikalische Chanukkahfcicr; Leitung: Kapellmeister Max Sinzluiincr. Gemischter Chor, KindcrcJior, Orchester und Orgel. Erst aufführungen von Fcstchören (bearbeitet von Hugo Adler), Orchesterwerke von J. K. F. (Fischer und G. F. Händel.

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