Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 94 (24.11.1933)
- Date
- 1933-11-24
- Page
- Seite 847 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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1933 Nr 94. 24 NI 1933 jüdische Rundschau Seite 845 unterreißeninner- Frei-!ns wir neu ge- Juden- .•r soll'-' b große ingsvolle Ibst wur ionismus leichter gäbe gegestellt r unsere en kann; veit und jüdischen!gitimieit eine An-! nthusias aui uns| keit des |!zog sieh] I n s e r e v II den tu ms 1 Erbschaft > zu be-! hat 01!-I vielleicht| W e r t ne kurze j eines so leren. In lee nicht 1 in der de Heim, »chcn BeicrTrauml!torischer daß kein| s Gefii! Unter den! a Namcnl jüdischen jüdischen : aus, die! ermochte, usammen vislleichtl die ihre Grundlagen auf jüdisches Recht gestellt hat, den jüdischen Sehern Ehrerbietung zollte und die großartigen moralischen und geistigen Schätze, welche das jüdische Volk ihr gegeben hat, anerkannte. Die Universität soll das jüdische Volk anfeuern, weiter um die Wahrheit zu ringen. Bin ich zu kühn, wenn ich heute hier an dieser Stelle zwischen den Hügeln von Efraim und Juda meine Ueberzeugung ausspreche, daß die Seher Israels nicht völlig untergegangen sind, daß unter der Aegide dieser Universität eine Wiedergeburt der göttlichen Kraft prophetischer Weisheit, die einstens unser war, erfolgen wird? Die Universität wird der Brennpunkt der Wiederaufrichtung unseres jlidisehen Bewußtseins sein, das jetzt so schwach, weil weltumspannend ist. Unter dem atmosphärischen Druck dieses Bcrge» kann unser jüdisches Bewußtsein ausstrahlen, ohne kraftlos zu werden, unser Bewußtsein wird wieder cntflaiti• men und unsere jüdische Jugend wieder au jüdischen Quellen stark werden. Rede bei der Grundsteinlegung zur Hebräischen Universität auf dem Skopusberg bei Jerusalem am 24. Juli 1918. Ilerzl wurde zum palästinensischen Zionisten in dem Momente, als die Kischinewer Delegierten auf dem Ugandakongreß ״Nein“, gesagt haben*). Es war eine namentliche Abstimmung. Mein seliger Vater stimmte mit ״Ja“, ich stimmte mit ״Nein“, nach ihm. Dann wurden die Namen der zwei Delegierten aus Kischinew aufgerufen und sie sagten beide ״) “10״nein“). Und da wurde der arme Ilerzl bleich, und damals wurde er zum wahren Zionisten. Er verstand die Tiefe der Tragödie und die Tiefe der Idee und ging dann darauf aus, die praktische Arbeit in Palästina, wenn auch langsam, wenn auch nur mit ein paar hundert Pfund, aber als Symbol im Lande zu beginnen. Und ich erinnere mich, nach dieser Abstimmung — da sagte Ilerzl: ״Ich verstehe nicht! Ihnen liegt der Strick am Hals und Sie sagen nein.“ Ja, uns liegt und lag der Strick am Hals und wir sagten nein. Weil wir ganz genau wußten, daß ein Tag kommen wird, wo dieselbe englische Regierung uns einen anderen Vorschlag machen wird — und sie hat den Vorschlag gemacht. Und noch eine Erinnerung: Eine Woche nach der Abstimmung fuhr ich in der IV. Klasse nach London (nur deswegen, weil es keine fünfte gab) und ich ging nach der Downing Street (ich selbst lebte in Whitechapel) und traf dort den Direktor des Departements für die afrikanisehen Kolonien. Er hieß Percy — ein Bruder von ihm ist jetzt -Minister für Erziehung in England — er selbst ist schon tot — und in meinem gebrochenen Englisch von damals suchte ich zu erfahren, was er vom Ugandavorschlag halte; und der Engländer, ein Sprößling einer der vornehmsten Familien des Landes, ein religiöser Christ, sagte: ״Wenn ich ein Jude wäre, so hätte ich nicht einen Sou und nicht einen Menschen für diese Sache gegeben; denn Sie können nicht Palästina für ein anderes Land eintauschen. Rede in Czernoivit: am 12. Dezember 1927. lasel 192 7 d sie die sie sprodaß wir in einem m Lande, s Pflüge, Zentrums n sollten. , ist dies und polivon uns tcr Spiel• Sntfaltungl wir auch cdürfnisse ns fanden! 1 unserer ■ollen Ergepeinigte hmutzigen I zahllose! ■er saßen teservoirs;ung eine die einer-!alten und m Woliie .religioncnl Glauben[ 1Ut haben, ese Weit, miiiiinmnninnÜI Icher Re• enen ge-l jüdische ilaren zu] ebrochen, nicht von| en reprä- II Namen r inneren jüdischen 1 Massen, 1 und am m Talern Ich unter igen, am >ch lange Das Judenproblem in •der Welt ist heute 1n schärferem Maße da als vor zehn Jahren. Die Welt wird morgen oder übermorgen zu der Einsicht erwachen müssen, daß es nicht angeht, daß 10 Millionen Juden zermürbt und zerstäubt werden, und daß die Welt, was Juden betrifft, eingeteilt wird in zwei Kategorien, in Länder, in welchen die Juden nicht leben können, und in Länder, in die man Juden nicht hineinläßt. Keine Zivilisation kann ruhig Zusehen, wie eine große Nation, ein Volk, das seinen Beitrag zur Menschheitskultur geleistet hat, verurteilt bleibt, zermürbt und zerstäubt zu werden, in einem Zeitpunkt, wo ein Teil dieses Volkes danach strebt, diese Kräfte in neue produktive Kanäle zu leiten, und in einem Lande, wo es seine Kultur, seinen großen Beitrag zur Menschheitskultur geschaffen hat, wieder eine Gesell- Schaft aufzubauen. Das ist unser Recht, das haben die Völker vor zehn Jahren verstanden und trotz aller Angriffe müssen sie das auch heute verstehen. Wir habe.n den Mut und das moralische Recht, vor der Welt dafür cinzutreten. ... Die Grundlage unserer ganzen Existenz ist unser Recht, in Erez-Israel unser Nationales Heim aufzubauen. Ein Recht, das uns verbrieft ist seit Jahrtausenden und das nicht erst auf die Balfour-Deklaration gewartet hat. Und wie ich schon in London gesagt habe, es ist das Recht, das entstanden ist durch eine Verheißung von Gott an Abraham und das wir mit uns mitgetragen haben durch die ganze Welt, durch eine sehr bunte Karriere. Es ist dieses Recht, das uns die Möglichkeit gegeben hat, nach 2000 Jahren, als die Chance entstand, jüdische Männer und Frauen in allen Ecken der Welt zum Aufbruch zu rufen. Noch klingt in Ihren Ohren der Marsch der Menschen, die über die Schneewüsten Si• liriens, die durch die Steppen der Ukraine, die auf allen Wegen der Welt zu den Häfen gezogen sind, um nach Palästina zu kommen und das zu schaffen, was geschaffen worden ist. Nach 2000 Jahren gingen moderne Menschen durch alle Gefahren und alles Leid und sie arbeiteten und sie schufen, säe trockneten Sümpfe und sie bauten Wege und Häuser und sie schrieben jüdische Geschichte auf den lioden Palästinas mit Spaten, Pflügen und Hämmern. Nicht mit einer Flotte, nicht mit einer Armee und Kanonen gingen wir an dieses Werk. Es gibt kein Beispiel in der ganzen Welt, daß so Kolonisation gemacht wurde, und wir können heute jedes Volk fragen; Wenn Du Kontinente erobert hast, wie hast Du sie erobert, und was haben wir getan? Und deswegen sollte es keinem Juden einfallen, diese heilige Arbeit dem Verdachte auszusetzen, daß sie nicht friedlich gemacht wird. Wir sind vom Frieden getragen, im Frieden erzogen, wir, die wir von der ganzen Welt angegriffen sind, wissen, daß wir unseren ersten Schritt nicht mit einer Ungerechligheit gegenüber anderen verknüpfen dürfen. Aus der Rede auf dem Delegivrtentag der Zionist. Verein, für Deutschland, Jena, 29. Dezember 1929. *) Dies war 1903, unmittelbar nach den furchtbar Judenpogromen in Kischinew. Das schreckliche Elend < russischen Juden, das sich in diesem Pogrom enthüllt hat war das Hauptmotiv für Ilerzl, in Ostafrika ein ״Nac isy!“ für die zu schneller Auswanderung gezwungenen Juc m suchen. ״״> A, d, R, Mein System bestand darin, solange die Möglichkeit vorhanden ist, Menschen nach Palästina zu bringen und Boden zu kaufen und die Menschen auf dem Boden zu verwurzeln. Ich habe immer gesagt, daß wir uns in erster Linie auf unsere eigene Leistung verlassen müssen. Wir mußlen verschiedenes Unangenehme über uns ergehen lassen, oft mit Zähneknirschen, damit die Arbeit weitergeführt werden kann. Sieben Jahre hindurch war Ich mehr Geldsammler als politischer Leiter, um diese Leistung zu ermöglichen. Die aufgebrachten Mittel, kombiniert mit der Begeisterung eines Teiles der jüdischen Jugend, haben diese Leistung zustande gebracht. Es ist nicht alles geschehen, was hätte geschehen können. Vielleicht, wenn 250 000 Juden in Palästina gewesen wären, wären viele schlimme Ereignisse nicht eingetreten. Aber wären diese Leistungen nicht da, dann wären wir viel schlechter weggekommen. Das System war das Maximum der Juden im Minimum der Zeit mit den Mitteln, die wir aufbringen konnten, trotz all den Schwierigkeiten, die man uns gemacht hat. Und in dem Moment, wo ein Attentat auf die Seele dieses Systems unternommen wurde, mußte ich notgedrungen eine Kampfstellung einnehmen. ... Der Judenstaat war für uns nie Selbstzweck, sondern nur ein Mittel zum Zweck. Im Baseler Programm steht nichts über Judenstaat, auch in der Balfour-Deklaration nichts. Der Inhalt des Zionismus ist: Eine Reihe von bedeutenden materiellen Unterlagen in Palästina zu schaffen, auf denen sich ein autonomes, in sich geschlossenes und produktives G e m c i n w e s c n auf bauen kann. Vielleicht haben manche führenden englischen Politiker während des Krieges, als die Welt noch im Dunkel lag, an einen Judenstoat gedacht, aber als die Realitäten zum Vorschein kamen, ist das revidiert worden. Im Mandat stellt geschrieben als Ziel der Palästina-Politik ein Jüdisches Nationalheim in Palästina. Die Jugend ist nicht von dem Wort fudenstaat hingerissen worden, sondern die Jugend ist zu uns gekommen, weil sie eine große Möglichkeit der Arbeit in Palästina sah.- Die Jugend kommt zu uns. Vielleicht ist sie nicht im A.-C.; darum will ich Platz machen, damit Jüngere kommen können, und vielleicht folgen andere meinem Beispiel. Aber das ist nicht nur bei uns so, sondern in der ganzen Welt, weil eine ganze Generation durch den Krieg vernichtet worden ist. Palästina könnte ein Judenstaat werden, wenn es ein leeres Land wäre. Es ist aber kein leeres Land. Und ich behaupte, daß trotzdem die höchsten und besten Kräfte im Judentum durch unsere Idee geweckt werden und daß sie sich für diese große jüdische Schaffensmüglichkeit, auch wenn sie durch die gegebenen Verhältnisse eingeschränkt wird, voll einsetzen werden. Nach meiner tiefen Ueberzeugung ist es überaus schädlich und unpolitisch, wenn Gedanken ausgestreut werden, die Glaubensbekenntnisse sind, aber das Fortschreiten unserer Arbeit in Palästina erschweren. Es ist nicht unsere Schuld, daß das Aufleben de? Ostens viel schneller vor sich gegangen ist, als die meisten sich vorgestellt hab^. Es gibt heute eine heranwachsende arabische Jugend i!1 Palästina, die in ihrem Sinne genau so gut zionistisch ist wie wir, und es wäre lächerlich, zu sagen, wir ignorieren diese Kraft und verschanzen uns 1n diesem Glauben. Wir dürfen nicht so sprechen, daß die Araber so empfinden müssen, wie wenn man uns sagte, wir hätten kein Recht auf Palästina. Wir haben ein Recht, und sie haben ein Recht. Beide Völker sind gleichberechtigte staats bildende Elemente. So mü-ssen wir zusammen arbeiten, und wenn wir einmal die Majorität werden, dann werden wir sie nicht majorisieren, so wie wir nicht majorisiert werden wollen. Das ist der Sinn des Mandates. .luv der Diskussions-Rede im Aktionskomitee, Berlin, 17. August 1930. * Worauf es uns in diesen schweren Zeiten ankommt, ist der Friede im Lande. Friede in Palästina wird uns Verstäudnis bei der öffentlichen Meinung der Welt bringen. Wenn ich den Völkerbund als Verkörperung der öffentliehen Meinung, die für uns in Betracht kommt, anführe, so glaube ich: Sympathie und Verständnis beim Völkerbund sind die eine unbedingte Grundlage, die zweite ist der Friede im Lande und die dritte das volle Verständnis für unsere Bestrebungen in der öffentlichen Meinung F.nglands. Diese drei Dinge sind unbedingt erforderlich, um eine ruhige Arbeit in Palästina weiter zu führen. Das soll uns ermöglieben, soviel Menschen ins Land zu bringen, wie es aufnehmen kann, ohne die Interessen anderer zu nehmen und soviel Dinge in diesem Lande zu schaffen, als wir imstande sind hervorzubringen. Das ist ein lebendiger Rahmen für unsere Arbeit. Was daraus kommen wird, ״in the fullness of time“, am Ende der Tage, das ist weder für den Council, noch für eine menschliche Versammlung überhaupt abzusehen. Was wir tun können, ist, unsere Kräfte innerhalb dieses Rahmens aufs Aeußerslc anzustrengen. Wir brauchen das Verständnis der Welt und wir werden es in diesem Rahmen immer finden. Rede im Council der Jcwish Agencv am 15. Juli 1931. * Ich werde am besten mit den Worten Fichtes schließen: ״Welcher Edcldenkende will nicht durch Ttm oder Denken ein. Samenkorn streuen zu unendlicher immerfortgehender Vervollkommnung seines Geschlechtes, etwas Neues und vorher nie Dagewesenes hineinwerfen in die Zeit, daß es in ihr bleibe und eine nieversiegende Quelle neuer Schöpfungen werde.“ Rede über die Universität bei dem I Vien er Zion i sten kongreß 1913. Die Landeskotnmission des Keren Kajemeth in Frankreich hat beschlossen, 81X1000 Frcs. zur Gründung einer Palästina-Kolonie auf den Namen Charles N e 11 e r s, des Mitarbeiters von Cremietix und Schöpfers der ersten Ackerbauschule Palästinas, Mikweh Israel, aufzubringen. Die Leifung: der Alliance Brachte Universelle begrüßt in einem Schreiben an den Keren Kajemeth diesen Beschluß und sagt ihre weitgehende Unterstützung bei seiner Durchführung zu. Di« bisherigen Sammlungen für den Kolonie-Fonds haben bereits last die Hälfte des aufzubringenden Betrages ergeben. Jaakob blieb allein zurück. Da rang einer mit ihm, bis das Morgengrauen heraufzog. Und sah, er überwinde ihn nicht, so rührte er an seine Hüftpfanne, und Jaakobs Hüftpfanne verrenkte, als er mit ihm rang. Dann sprach er: Lab mich los, denn das Morgengrauen ist heraufgezogen. Er aber sprach: Ich lasse dich nicht los, du habest mich denn gesegnet. Da sprach er zu ihm: Was ist dein Name? Und er sprach: Jaakob. Da sprach er: Nicht Jaakob mehr werde dein Name gesprochen, sondern Jissrael, Streiter Gottes, denn du streitest mit Gottheit und mit Menschheit und überwindest. Da fragte Jaakob, er sprach: O tu deinen Namen kund! Er aber sprach: Warum doch fragst du nach meinem Namen! und segnete ihn dort. Jaakob rief den Namen der Stätte: Pniel, Gottesantlitz. Denn: Ich habe Gottheit geschaut, Antlitz gegen Antlitz, und mein Leben ist errettet. Die Sonne strahlte ihm auf, als er an Pniel vorüber war. 1־. Buch Moses, Kap. 32, 25-3i (Ueberseizung von Martin Btiber und Franz Rosenzwefg.j Aus dem Wochenabschnitt für Sonnabend, den 25. November. Aufruf zum Werk Das Direktorium des Keren IIajvssod ersucht uns um Veröffen ilichung nachstehenden Aufrufs: ln einer Stunde der Sorge beginnen wir aufs neue unsere Arbeit, zu einer Zeit, da es dem Volke klar vor Außen steht, daß ihni außerhalb Palästinas Wiedergeburt und Erlösung nicht werden kann. Aeußere und innere Schwierigkeiten und Hemmnisse ballen sich zusammen. War unsere Arbeit stets schwer, so ist sie cs jetzt mehr denn je. Das Ausmaß unserer Tätigkeit entspricht in keiner Weise dem Erfordernis der Stunde und der Größe der Not. Außerordentliche Anstrengungen sind erforderlich in den Tagen des Unheils und des Bangens. Stetig steigende Einwanderung, Ansiedlung tausender unserer Brüder aus Deutschland, der Strom des privaten Kapitals, das Stellung um Stellung gewinnt — all das ist nur möglich, weil wir im Laufe von Jahrzehnten den Weg geebnet haben, weil die nationalen Fonds und das nationale Kapital, das auch vor und neben den Fonds in mannigfachen Formen und durch vielfache Kanäle ins Land geflossen ist. den Boden bereitet, den Grund gelegt haben. Wenn auch nur unsere Generation auf unsere Stimme gehört und unserem Rufe Folge geleistet hätte, wäre unsere Kraft ein Vielfaches, wären die Möglichkeiten unseres Werkes heute andere als sie es sind. Mehr als je wird jetzt die Notwendigkeit nationalen Kapitals deutlich. Zehntausende unserer Brüder aus allen Ländern und besonders aus Deutschland, pochen an die Tore. Verarmte Massen des Volkes, aber auch Mitte!- stand und Handwerk brauchen Boden und Hilfe bei ihrer Ansiedlung im Lande, Kredit, Schulen, Krankenhäuser. Wenn wir die nötigen Mittel erhielten, könnten wir nicht nur dem vom Zionisfenkongreß und der Jewish Agencv angenommenen Budget genügen, sondern unsere Tätigkeit im Lande über die Grenzen dieses Budgets hinaus erweitern. Wenn wir neue Arbcitsmöglichkeiten schaffen und unsere Kolonisationstätigkeit vergrößern, werden sich unsere Arbeitsgebiete erweitern und wird die Einwanderung steigen. Auch das Netz unseres Er- Ziehungswerkes können wir dann wieder weiter ausbauen und kein Kind der neuen Einwanderer wird ohne hebröische Schule bleiben müssen. Die Fonds müssen außerhalb des Streits der Parteien bleiben. Sie müssen über jedem Zwiespalt und allen Meinungsverschiedenheiten stellen. Die Fonds stellen die vereinheitlichende, alle Teile unseres Volkes und unserer Bewegung zusammenfassendc Kraft dar. Eine Zerstörung unserer Fonds wäre die Zerstörung der zionistischen Bewegung und Organisation. Alle, die an diese Bewegung glauben, die um unser Werk bangen und sorgen, mögen sich um den Keren Hajessod Zusammenschlüßen, zu seiner Erhaltung und seinem Ausbau. In Tagen der Prüfung für den Jischuw und unser Werk gehen wir diesmal an die Arbeit. Nach jedem Angriff auf unser Werk gab es für uns nur eine Antwort: Zusammen- Schluß aller Kräfte, Befestigung der alten Stellungen und Schaffung von neuen. Wir erklären für den Keren Hajessod die Aktion dieses Jahres in Erez Israel und in allen Ländern der jüdischen Zerstreuung für eröffnet. Wir rufen alle unsere Komitees und alle unsere Atitarbeiter von Jerusalem bis in den letzten Minke! der jüdischen Diaspora auf, sich allen inneren und äußeren Schwierigkeifen zum Trotz an die Arbeit zu machen. Das Direktorium des Keren Hajessod Jerusalem, den 26. Cheschwan 5694. Eine Weizmann - Biographie Anläßlich des Geburtstages von Chain! Weizraanti ist eine Broschüre von Dr. Manfred Keifer erschienen (herausgegeben vom jüdischen Klub ״Masada“, Gzcrnowitz, Bnkowina). Reifer gibt in dieser Broschüre einen kurzen Lebensabrilt Weiztnanns, beschreibt seine Jiigemijahre in Rußland, seine Tätigkeit in Genf und später in England, sowie vor allem seinen zionistischen Werdegang und seine zionistischen Leistungen. Das Büchlein kann natürlich auf seinen 50 Seiten keine vollständige ideologische und systematische Grundlegung der Weizmannschei! Anschauungen und Leine Diskussion seiner politischen Grundprinzipien geben, das ist aber auch nicht der Zweck der Arbeit, die vielmehr eine Huld!- gung 7.um Geburtstag des Führers sein will und zugleich den Kreisen des jüdischen Publikums, die noch nicht oder wenig von diesen! Mann wissen, ein Bild seiner Leistungen geben will. Zu diesen Zwecken ist die Broschüre, der wir auch einige der an anderer Stelle abgedruckten Zitate entnommen haben, bestens zu empfehlen.