Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 94 (24.11.1933)
- Date
- 1933-11-24
- Page
- Seite 846 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2651273-2653725-2653817--24419-2687368- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 844 } 0 DI SCH E RUNDSCHAU Nr. 94, 24. XI. 1933 Nr den unpopulären Weg gehen, Illusionen zu zerstören und immer wieder an harte Tatsachen zu erinnern. Was wunder, daß ihm dies verübelt wurde! Freilich, die Art und Weise des Kampfes war oft beschämend. Daß wir im jüdischen Volk solchen Methoden begegnen würden, halten wir nicht geahnt. Aber Weizmann läßt sich nicht beirren. Er muß seinen Weg gehen. Das jüdische Volk trifft in Palästina auf ein anderes Volk. Weizmann wußte, daß die Anwesenheit der Araber in Palästina eine Tatsache ist, die nicht ignoriert werden kann und darf. So wie wir wollen, daß unser Recht anerkannt ist, anerkennen auch wir das Recht der Araber. Es ist bekannt, daß hier der Anlaß zu Weizmanns Sturz lag. An dieser Stelle ist für eine Erörterung dieses politischen Problems kein Raum. Aber daß es von der Tagesordnung nicht verschwinden wird, haben die letzten Wochen gelehrt. Der jüdische, der zionistische Staatsmann baut seine Politik auf die Erkenntnis der Judenfrage, Der Zionismus erstrebt den Aufbau eines Jüdischen Nationalheims in Palästina und damit die Erleichterung der Judenfrage in aller Welt. Aber er mischt sich nicht in die inneren Angelegenheiten der einzelnen Staaten ein. Sogar die Politik der ein/dnen Judenschaften in ihren Ländern ist nicht Sache des Zionismus als solchen. Wollte er an solchen lokal begrenzten Interessenkämpfen Anteil nehmen, wurde er in endlose Konflikte verstrickt werden. Der Wunsch V'ci/manns, den Zionismus von den Fragen der Galuthpohtik fernzuhalten, wurde häufig mit Un- Verständnis aufgenommen; ahn־ es ist ein weiser und unersehüuerlicher Grundsatz. Die Judenfragc in den ein- /einen Landern ist nur insofern Gegenstand zionistischer Politik, als sie ein untrüglicher Beweis für die Richtigkeit der zionistischen Erkenntnis ist und die Triebkraft für die zionistische Verwirklichung liefert. Die Fesseln der überlieferten organisatorischen Gebilde sind für W'ci/mann zu eng. Im Bewußtsein des tiefen Ernstes der gestellten Aufgabe kann er das selbstzufriedene Geplätscher der Reden und Diskussionen nicht ertragen. Ihm gilt die Leistung, und cs erfüllt ihn mit Bitterkeit, daß Reden und Leistung oft in Widerspruch standen. Das Verhältnis Weizmanns zur zionistischen Bewegung ist von einer seltsamen Tragik, Hs kann kein Zweifel sein, daß die Massen in ihm den Führer sehen und lieben, aber die Unteroffiziere, die den Kongreß als ihre Domäne betrachten, sehen in ihm den Exportentet» einer ״schwächlichen“ Politik. Weizmanns Versuch, durch die Erweiterung der Jewish Agency der gesamten jüdischen Arbeit eine neue Grundlage' zu geben — eine seiner großartigsten Konzeptionen — ist an äußeren Um- Ständen gescheitert. Trotzdem aber die Institution der erweiterten Agency nicht die erwarteten neuen Kräfte brachte, wäre es falsch, zu verkennen, daß der Kreis der Palästina-Freunde im Judentum außerordentlich vergrößert wurde. Die frühere strenge Scheidung zwischen ״Zionisten“ und ״Antizionisten“ besteht nur noch i!1 einem sehr kleinen Umkreis dort, wo Parteidoktrinäre auf Lorbeeren ausgelien. Im übrigen ist das ganze Volk — natiirlich mit allen Nuancen ׳ ׳• geeinigt im Zeichen der Bejafiung Palästinas; unmerklich ist eine einheitliche Linie der jüdischen Politik in jüdischen Dingen Tatsache geworden, und diese jüdische Einheit ist das Werk Chaim VUcizmanns. Wenn das jüdische Volk heute einen Führer zu wählen hätte, so kann kein Zweifel daran bestehen, auf wen diese Wald fiele. Denn wo immer Chaim Weizmann anwesend ist, ist er die zentrale Figur. Auf ihm ruht jene geheimnisvolle Kraft, die Max Weber das ,,Charisma“ des Führers gen.mnt hat. Seine Persönlichkeit zwingt alle in ihren Bann, die mit ihm zu tun haben. Er vermochte auf Staatsmänner aller Nationen mit magischer Ueberzcugungskraft zu wirken, ein bezaubernder Charme geht von ihm aus, dem sich niemand entziehen kann. Das fohlen alle Juden, Manchen wird bange vor dieser Große, sie füll len sich wohl mir im Durchschnittlichen. Weizmann mag sich mit seinen Ansichteri noch־ so sehr in (jegensatz zu der populären Volksmeinung setzen, er i s t der Sprecher und Repräsentant dieses Volkes. Es ist vielleicht die Eigentümlichkeit eines großen jüdischeu Staatsmannes, daß er vor allem mit seinem eigenen Volk zu ringen hat. Urbilder hierfür haben wir in un* screr jüdischen Tradition. Sechzig Jahre sind für einen Politiker kein Alter. Audi Weizmann steht auf der Höhe seiner Kraft. Er erlebt bis in alle Fasern seiner Seele die erschütternde Wirklichkeit des jüdischen Geschichtsmomcnts. Er weiß und fühlt, daß wir an einer Wende stehen, daß das jüdische Volk heute jeden Mann braucht — und natürlich auch den Führer, ln vielen früheren Reden, auch in Berlin, hat Weizmann von den Ländern erzählt, die er besucht hat, von jüdischem Leiden und jüdischer Not in den verschiedensten Weltteilen, von der Un- Sicherheit des jüdischen Daseins. Niemals hat er fremde Mächte angeklagt, sondern die Juden hat er angeklagt, die nichts tun, um ihr Schicksal neuzugestalten. Damals saßen noch die deutschen Juden mit dem Securitäts- Bewußtsein des gutsituierten Bürgers im Parkett — und viele saßen nicht einmal da, denn sie hielten es nicht für erforderlich, zu erscheinen. Heute vielleicht würden auch hier Weizmanns Worte besser verstanden werden. Aber auch heute weiß er, daß die Judenfrage nicht durch Polemik aus der Welt zu schaffen ist. Die auf* bauende Tat rpuß getan sein. Weizmann ist zum letzten Zionistenkongreß nicht gekommen, weil er in diesem Moment mehr als je die Sinnlosigkeit von Debatten empfindet. Aber zur Tat war er bereit, und er ist an die Spitze des Amtes getreten, das die Ansiedlung deutscher Juden In Palästina zur Aufgabe hat. So Aus Weizmanns Ich wurde manchmal ein Diplomat genannt. Wo habe ich meine Diplomatie gelernt? InPinsk? Nein, Balfour hörte mir nicht zu, weil ich al» Diplomat sprach. Welche Art von Diplomatie ist es, die spricht ohne Schatz, ohne Armee und ohne Schiffe und ohne Macht hinter sich? Nein, mir hörte man nicht als einem Diplomaten zu, ich halte nichts hinter mir. Es wnr die Macht von achtzig Generationen, es war die Macht von Jahrtausenden, die durch mich sprach — nicht Euer Geld, sondern unsere Weisen und Krieger attid Helden, alle jene, die heute in dem geheiligten Hoden Palästinas ruhen. Es ist die Stimme dieser Leute, der die Staatsmänner der Weh. die harten, die praktischen Staatsmänner lauschten. Meine arme Stimme hatte ohne diesen Rückhalt und ohne diese starke Position verhallen und verklingen müssen. Es ist die Stimme der Geschichte, die durch mich sprach, und dieser Stimme muß die Tat folgen. Der Tag wird kommen, wo man Euch fragen wird, wo Ihr die Stimme Palästinas hören werdet, die Euch herausfordert, die Euer Lehen vielleicht schwerer machen wird und die Euch fragt, was Ihr in diesem großen Augenblick getan habt, * Irrt Jahre 1906 hatte ich den Vorzug, das erste Gesprttch mit Mr. ßalfour zu führen, zu einer Zeit, als ein großer Zwiespalt durch die Zionistische Organisation ging, wegen einer sehr vitalen Frage, nllmlich wegen de» groß- ' herzige« Angebotes, das den Zionisten seitens der englischen Regierung gemacht worden war, de« Angebotes einer jüdisehen Kolonisation von Uganda. Diejenigen, welche damals in der zionistischen Bewegung standen, werden sich erinnern, daß die Bewegung in zwei Teile gespalten war: die im Westen waren für die Annahme von Uganda, die im Osten, denen eigentlich Uganda angeboten worden war, sagten: ״Wir danken der königlichen Regierung für dns großherzige Angebot, aber Uganda ist nicht Zion und wird niemals Zion sein, und wir wollen warten, bis die Zeit kommt, wenn vielleicht dieselbe Regierung es für möglich finden wird, uns Ziem onzubieton." Mr. ßalfour hat sich bemüht, die Philosophie zu verstehen, auf die sich die Ableluumg durch die östlichen Elemente gründete, und in meinen! damals sehr gebrochenen Englisch bemühte ich mich in aller Bescheidenheit, Mr. Bnlfour die Gründe auseinanderzusetzen. Eine volle halbe Stunde lang ״dokterte“ ich an der Frage herum, und ich weiß auch jetzt noch nicht, ob ich sie klnrstellte. Aber dns Argument, dns schließlich wirkte, war, glaube ich, das folgende: Ich fragte Mr. Balfour: stellen Sie «ich vor, daß jemand Ihnen Paris an Stelle von London anbieten würde; würden Sie es nehmen?‘‘ Da drehte sich Mr. Balfour um und sagte: ״Aber wir haben ja London schon.“ Darauf erwiderte ich ihm: ״Mr. Balfour, es ist richtig, Sie haben London, aber wir haben Jerusalem schon vor langer Zeit gehabt, zu einer Zeit, als London noch ein Sumpf war, und wir haben die Absicht, es zu behalten.“ Darauf fragte Mr. Balfour: ״Gibt es viele Juden, die so denken wie' Sit?“ Und m^ine Antwort lautete: ״In Rußland und in Osteuropa können Sie die Straßen mit solchen Juden pflastern. Und hier, Mr. Balfour, ist die Antwort.“ ״Dann“, sagte Dalfour, ״seid Ihr eine große Macht.“ — Weizmann erzählt an einer anderen Stelle in diesem Zusammenhänge noch folgendes: ״Ich kam mit Balfour nicht zusammen bis zum Jahre 1916. Damals hatte ich wieder die! Ehre, ihn za treffen, und sein erstes Wort an mich war: ״Wenn die Geschütze draußen «ufhören zu donnern, werdet Ihr Euer Jerusalem haben,“ liier ist vielleicht der Ursprung der Baifour-Deklaration zu suchen. Rede in der Albert Hall in London am 12. Juli 1920. Zwar hat uns das Palästina-Mandat politisch noch nicht alles gegeben, was wir wünschen, nicht alles, was wir zu erwarten berechtigt sind, auch nicht alles, was sein Inhalt wirklich umfaßt. Aber cs hat die Tore weit geöffnet au unbehinderter Tätigkeit und es hat einen Zustand geschaffen, bei dem unsere politische Position wachsen muß und wird, im Verhältnis zur wachsenden Entwicklung unseres Gemeinwesens. Es hat uns im vollen Sinne zu Herren unseres eigenen Geschickes gemacht, politisch wie sozial: was wir süen, werden wir ernten. Dies war das Ergebnis nach außen von dreißig Jahren zionistischer Arbeit. Vor allem aber bedeutete der Zionismus eine innerliche Revolution des jüdischen Volkes s e 1 h s t. Dem atomisierten haltlosen Volke war plötzlich der Schlüssel z.u einem eigenen Schicksal in die Hlinde gegeben. Der Lebenswille des Volkes, zurückgedrängt und entmutigt durch vierhundertjShrige Knechtschaft, richtet sich auf in einer großen neuen Hoffnung. Das Bewußtsein, eine nationale Aufgabe zu haben, verlieh dem Volke di« beinahe verloren gegangene Wörde . wieder. Was durch Reden Jahrhunderte geschlummert hatte, brach wie aus unterirdischen Schleusen mit der elementaren Macht eines reißenden Strome» hervor. Der Zionismus war die innerliehe Befreiung vor seiner äußeren Freiwer düng. Der Sinn unseres Lebens und Leidens war wieder offenbar geworden. Aber nicht allein die neu gewonnene, erleuchtende Erkenntnis vom Wesen der Judenfrage, nicht der M ille, unser Geschick als Volk wieder selbst, in die Hand zu nehmen, nicht dies bloß hat die große Wandlung bewirkt, sondern die Arbeit, die hingebungsvolle und bescheidene Arbeit im Dienste dieses Ideals selbst w1״ es, die uns zu anderen Menschen gemacht hat. Der Zionismus war nicht dazu bestimmt, uns persönlich das Leben leichter oder annehmlicher zu machen. W enn cs je eine Aufgabe gegeben hat, vor die die Gottheit Schweiß und Blut gestellt hat, so ist es die unsere. Wir wußten, daß es für unsere Generation kein Rasten und kein Ruhen geben kann: denn der Weg, den wir beschütten hatten, wnr weit und dornenvoll. Aber wir alle, die Repräsentanten des jüdischen Volkes, die in dieser Stadt vor dreißig Jahren sich legitimiert erachtet haben, in seinem Namen zu sprechen und seine An• Sprüche zu verkünden, wir haben mit Freude und Enthusiasmus dieses persönliche Schicksal der Ruhelosigkeit auf uns genommen, um die Ruhelosigkeit und Heimatlosigkeit des jüdischen Volkes zu beenden. Aber nicht nur im zionistischen Menschen vollzog sich solche ,Wandlung; weit über die Grenzen unserer Bewegung hinaus hat die Erneuerung des Judentums ihre Wirkung ausgeübt. Das Versteckenspiel, die Erbschaft unseres Ghetto-Daseins, die Scham, sich als Jude zu bckennen, die Vernachlässigung aller jüdischen Werte hat 01!- mählich nachgelassen. Der Zionismus — und das ist vielleicht sein Größtes — hat dem Judentum einen neuen Wertbegriff gegeben. Freilich, dreißig Jahre sind eine kurze Zeit in der Geschichte eines Volkes, insbesondere eines so alten und sehirksalsrciehcn Volkes wie des unseren. In solcher Frist kann die Verwirklichung einer Idee nicht vollendet werden. Aber heute stehen wir mitten in du schaffenden Arbeit, wir bauen bereits jenes Nnlionale Heim, dns 1m Basler Programm als das Ziel der Zionistischen Ikwegung bezeichnet wurde. Was einst als phantastischer Traum erschien, gestaltet sich in unseren Tagen zu historischer Wirklichkeit. Und diese Wirklichkeit ist so stark, daß kein Teil der jüdischen Welt, in dem noch jüdisches Gefühl lebendig ist, heute teilnahmslos an ihr vorübcrgehl. Unter den verschiedensten Formen und den mannigfaltigsten Namen zieht Ercz Israel alle gutgesinnten Elemente des jüdische!! Volkes in seinen Bannkreis. Von der werdenden jüdischen Heimstäüe geht eine vereinigende zentripetale Kraft aus, die auf einer höheren Stufe, als es die Erkenntnis vermochte, die auseinandergerissenen Teile des Judentums zusammen• führt. Das ist eine Tatsache von tiefgreifender, vielleicht entscheidender Bedeutung. .׳lus• der Eröjinungsrcde zum '15. Kongreß, Basel 1927. * Was Ist der Sinn einer hebräischen Universität — welche Aufgaben hat sie zu erfüllen, von wo wird sie die Schüler an sich ziehen und welche Sprache wird sie sproeben? Auf den ersten Blick erscheint es paradox, daß wir in einem Lande mit 80 spärlicher Bevölkerung, in einem Lande, w>0 noch alles zu tun übrigbleibt, in einem Lande, das nach so primitiven Dingen schreit, wie es Pflüge, Straßen und Häfen sind, mit der Schaffung eine» Zentrums geistiger und intellektueller Entwicklung beginnen sollten. Aber fär jene, welche die jüdische Psyche kennen, ist dies kein Paradoxon. Es ist wahr, daß große soziale und politische Probleme unser harren und ihre Lösung von uns fordern. Wir Juden wissen, sobald dem Geist vollster Spielraum gewährt ist, sobald wir ein Zentrum für die Entfaltung des jüdischen Bewußtseins besitzen, dann werden wir auch gleichzeitig die Befriedigung unserer materiellen Bedürfnisse erlangen. In den schwersten Zeiten unseres Daseins fanden wir Schutz und Zuflucht innerhalb der Mauern unserer Schulen und I.ehrhäuser, und in der hingebungsvollen Er• forschung der jüdischen Wissenschaft fand der gepeinigte Jude Trost und Erleichterung. Mitten, in all dem schmutzigen Unflat des Ghetto standen Lehrhäuser, in denen zahllos« junge Juden zu Füßen unsere® Rabbiner und Lehrer saßen. Diese Schulen und LehrhBuaer waren große Reservoirs, in denen ־während der langen Zeit der Verfolgung eine Geistes- und Verstandeskraft aufgespeichert wurde, die einerseit* dazu beitrug, unsere national« Existenz zu erhalten und andererseits, als einst die Ghettotnauern fielen, zum W'olüe der Menschheit fortwirkte. ... Hier, wo die Anhänger der drei großen Weltreligionen leben, die in verschiedenen Abweichungen ihren Glauben auf den Gott, der sich Moses offenbarte, aufgebaut haben, ist dies© Frage schon gelöst worden, noch ehe diese Welt, tlllll1:lll1lllllll[tlllllll||||ltlltllll[|llllllllilllllllllll!lllllllllllttlllllllllllltllllillllillll||lliltlll|lillil|1|lllllil)lllllllllll)llltllt1n1lltliillllllll:llm1lltltlllllllllllllltlllllltWIII|l1llll!tllltlltltM|ltlltltlltlllHIIIIHtlltlll|llllillillll[lllllll)llllllt.[IIINIIIIIIIIIIIMIIII|lllllllllll1m ist er wiederum Führer, — auf dem wichtigsten Teilgebiet produktiver Hiifsarbeit, die heute zu leisten ist. Und in dieser Arbeit wird er von allen Teilen der Weltjudenheit unterstützt werden. Es geht dabei um mehr als um die Rettung jüdischer Individuen, die keine Öko* nornische Existenz haben; es geht um ideelle Güter, um eine Reproduktivierung des Judenvolkes, gewiß eine tiefgreifende einschneidende Veränderung, die Opfer kosten und Zeit brauchen wird, die aber zugleich ein neues Judentum vorbereiten will, eine Absage an das verstümmelte Judentum der Vergangenheit, einen Weg in neue Zukunft, Die nichtjüdische Welt in Deutschland weiß gewiß nicht, wer Chaim Weizmann ist. Auch viele deutsche Juden, mögen sie auch seinen Narnen gehört haben, wissen nicht, daß wir in unserer Zeit einen großen jüdischen Staatsmann besitzen, der an geistigem Rang und Innerer Würde neben die besten Männer unserer Zeit hintreten kann. Es wäre besser, wenn ein solcher Repräsentant des jüdischen Volkes auch von denen gewürdigt würde, die es für richtig halten, das jüdische Volk nur in seinen minderwertigen Exemplaren zu sehen. Sie sollen wissen: Eine neue Zeit ist angebrochen, in der das Judentum nicht von Geldmagnaten, nicht von assimilierten Outsidern, auch nicht von Literaten repräsentiert wird, sondern von dem Mann, der im Namen einer Idee vor die Welt tritt, dem Mann der inneren Unruhe und der Verwirklichung, dem neuen jüdischen Staatsmann. Er spricht im Namen der stummen Massen, aber auch Im Namen des Arbeiters am Pfluge und am Schraubstock, auf den Hügeln Galiläas und den Tälern des Scharon, im Namen eines Volkes, das sich unter Schmerzen sein eigenes Leben baut. Wir aber grüßen ihn, diesen Sechzigjährigen, am heutigen Tage, und wünschen uns, daß er noch lange mit ungebrochener Kraft für uns arbeite. die il jüclisc moral Volk jüclisc Bin i zw i sei gung gegan eine י heit, 1 wird schon spann ge» 1 krafti men! stark 1 Mome kongt! Absti! stimm der 2 sagte! bleich stand ging wenn Pfund erinne ״Ich Sie s! und v Tag k andere schlag der A (nur c der E traf c sehen Minist tot - suchte und c Famili ein Je Mensc Palüst Dt Maße überm angehl den, 1 i a zw leben läßt. 1 Natior Seleist werde: strebt, in ein zur > Schaft vor zc sie da morali Recht, Recht, erst a schon stände das v durch «ns di Chane der VS der hirien! Wege! Jästina worde durch schüfe Iläuse: Paläst einer an di( daß s jedes hast 1 wegen dem 1 wird.!vir, d daß w keit g ר Juden] russisi war ( asyl“ «H st