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Jüdische Rundschau · 1933-11-17 · Heft 92 (17.11.1933) · p. Seite 818

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 92 (17.11.1933)
Date
1933-11-17
Page
Seite 818 (sequence 6)
Language
German
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Seite 816 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 92, 17. XL 1933 Folgerichtig wird man mit dieser Einschränkung aber das Prinzip der Durchführungsverordnung vom 1. Oktober bezügiieh der Rechts- und Patentanwälte zu einem allgemeinen (wie auch z. B. von seiten der Reichsfilmkammer bereits geschehen) erheben dürfen: ״Jeder ..., der auf Grund der Gesetze ... in seinem Beruf verblieben ist, bleibt nicht nur im vollen Genuß seiner Berufs rechte, sondern hat auch Anspruch auf die Achtung, die ihm als Angehörigen seiner Standesgenieinschaft zukommt.“ Insbesondere sei er in der gesetzmäßigen Ausübung seines Berufes nicht zu hindern oder zu beeinträchtigen. Da der :jüngsle jüdische Berufsbeamte aus der Vorkriegszeit heute bereits Mitte der Vierzig, der jüngste Angehörige eines freien Berufes, soweit er Kriegsteilnehmer war, Mitte der Dreißig steht, so ist abzusehen, daß in etwa einem Menschenalter kein Jude in Deutschland mehr bcainlet sein wird und nur wenige einen Beruf mit akademischer Vorbildung ausüben werden. Theoretisch gesprochen bestünde im Rahmen des IIochschul-Numerus clausus noch die Möglichkeit für eine bescheidene Anzahl junger Juden, insbesondere Söhne von Kricgsgefallenen, der Ausbildung und Niederlassung als freier Arzt. Doch darf ungeachtet der rechtlichen Möglichkeit bezweifelt werden, ob die Berufsaussichten die Studienkosten rechtfertigen würden. Man wird also all diese Berufe praktisch uls für den Nachwuchs der deutschen Juden verschlossen betrachten müssen und zu der Folgerung kommen, daß die Zahl der in ihnen tätigen Juden nach ihrer schon in diesem Jahr erfolgten Verkleinerung immer mehr zusammenschrumpfen muß. Faßt man das Gesamtergebnis zusammen, so ergeben sich für die jüdische Sozialpolitik und Berufsberatung schwere Probleme. Die Rechtsstellung der deutschen Juden aut den verschiedenen Gebieten der wirtschaftlichen Betätigung ist heute weitgehend geklärt. Man muß damit rechneu, duß gewisse Gebiete des Erwerbslebens ihnen für die ZukmiH praktisch verschlossen sind und daß auf anderen, besonders wichtigen Gebieten nur eine er lieblich verringerte Zahl von Juden ihr Auskommen finden wird. Ob daher der Lnibuu des jüdischen N\ irtschaftslchcns in der Richtung, daß die bisher nur wenig von Juden besetzten Berufe stärker berücksichtigt werden, auch nur zu einer fühlbaren Er- 1 e i e h t e r u n g des jüdischen Wirtschaftsproblems in Deutschland führen kann, ist völlig ungewiß, Trotzdem bedarf cs natürlich der größten Anstrengungen aller dafür in!,rage kommenden jüdischen Instanzen, um unter den gegebenen \ oruussetzungen die ExUtcnz.hasis der deutschen Juden zu verstärken. —er. Presseschau lm ״Berliner Lokal-Anzeiger" vom 1-1. 11. 1933 ist ein Artikel von Dr. Sizza Karaiskakis an leitender Stelle abgedruckt, der unter dem Titel: ״Das Land des grollen Hasses“ die Lage in Palästina schildert. Hi« Verfasserin wird als ״die vom griechischen Außenministerium beglaubigte Vertreterin der nationalen griechischen Presse in Berlin'1 vorgestellt. Die Tendenz ihres Aufsatzes ist wohl am besten dadurch zu kennzeichnen, daß wir auf eine Stell« hinweisen, in der sich die Verfasserin mit der Frage der Ansiedlung von Juden auf Cypern beschäftigt. Sie sagt dazu: ״Schon werden Pläne ventiliert, um 6000 jüdische Emigrantenfamiiicn nicht mehr in Palästina, sondern auf Cypern anzusiedeln, jedoch wehren s ich die griechischen und damit von vorn herein antisemitischen Cyprioten.“ Die gleiche antisemitische Tendenz wird deutlich bei einem Hinweis auf die jüdische Auswanderung aus Saloniki. Die Verfasserin behauptet nämlich: ״Die jüdische Bevölkerung Salonikis hat sich in den letzten 6—S Jahren von 100 000 auf nur noch 50 000 Seelen dezimiert. Sie bildete den Herd des griechisehen Kommunismus, und ihn hat die griechische Volksseele spontan ti n d ganz aus sich heraus a 11 s z 11 t i i g e n begonnen. Noch ist das Ende des Massenauszugs aus der Stadt Saloniki nicht abzusehen,“ Wir können nicht beurteilen, inwieweit das Urteil der Verfasserin über die Stimmung des griechischen Volkes den Juden gegenüber zutrifft, Jedenfalls hat die griechische Regie* r!ו rt g sich seinerzeit bemüht, Auss ־hreitungen zu verhindern, die sieh ״egen die Juden irr Saloniki richteten. Wie {!er Bericht über Palästina selbst aussieht, ist nach diesen Proben leicht voraus/usehen. Es genügt, eine Probe hiervon niit/uteücn: ,,Denn den Arabern versinkt der heimische Boden form!ich unter eien Füßen. Sic ersticken in eine rn J u den) u m ,dassich unaufhaltsam ausbreitet, unaufhaltsa m w lic h c r t und das Land rasend hehräisiert. Die neuen Palästinenser sind ein Volk, das ewig zur Drilling drängt. Fs reißt das Land mit seinen reichen Geldmitteln an sich, v e r p r o 1 « t a r i s i e r t die Araber 11 n d tn acht sie• / u a r m s c I i g e n Parias der ei g e - n e n Scholle. Dieser wirtschaftliche Verfall der arabischer. Bevölkerung verschärft sieh mit dem Stärkegrad der jüdischen Einwanderung. Die hebräischen Zuwaitderer verdrängten die Araber ans dem Handel, den (jewerben und nunmehr auch aus der Tätigkeit im Hafen,“ Zum Schluß behauptet die Verfasserin, der Araber ״gedenkt des größten Schimpfes, das seinem Volke widerfuhr; der V e r j u d u n g“. Fs lohnt sich nicht, derartig schiefe Urteile über Palästina zu kritisieren, die ohne eingehendere Kenntnis der tatsäch- 5 ich e n Probleme niedergeschrieben sind. Bedauerlich bleibt nur, daß der Leser eines derartigen Berichtes sich ein Bild von den Dingen macht, das völlig verzerrt ist und sein politisches Urteil daher trübt. * ״New York Times“ vom 27. Oktober berichtet über eine Versammlung kirchlicher Führer in Amerika, bei der auch der Professor der Theologie der Berliner Universität, Dr. Julius Richter, als Redner aufgetreten ist. Die Redner der Versammlung, unter denen sich aucli der bekannte Prediger Dr. Fosdick befand, bemühten sich um ein Verständnis des neuen Deutschland und unterstützten insbesondere Deutschlands außenpolitische These im Kampf gegen denFriedensvertrag von Versailles. Bei dieser Gelegenheit wurde auch auf die Judenpolitik Deutschlands Bezug genommen, wobei die Redner erklärten, daß sie Gegner des Antisemitismus sind. Auch Prof. Richter, der sich mit großer Begeisterung für die Persönlichkeit des Reichskanzlers Hitler einsetzte, erklärte (nach dem Bericht der ,,New York Times“), daß die antisemitische Welle in Deutschland mir als Nebenprodukt der nationalen Erhebung gewertet werden müsse, und daß man darin nur eine vorübc rächende Phase zu erblicken habe. ül»1»l1tl1ch»■ g « ml n « r dar B1V, Kursus ״Die Judenfrage" 1. Vortr,r1 Mittwoch, 22. XI., 30H Uhr Dr. Michael Trau» ,.löfllscnei Wlrfiöialfsieöcn der fieftenwarf“ *• Lo?rnhTuv Klei*!*'r.10, Horrrksrte-1 t.d. 8 ZV., Mein*k*»tr.lO u n,d.A.Wncäka**e Der Konflikt in der Gemeinde Vom Presse referat der Berliner jüdischen Gemeinde wird der Jüdischen Telegraphen-Agentur ein Communiqud übergeben, dem wir Nachstehendes entnehmen: In Nr. 236 der JTA-Nachrichtcn vom 14. ds. Mts. wird eine Erklärung abgediuckt, die Herr Dr. Moses in bezug auf die Gründüng der ״Erneuerungsbewegung der jüdischen Deutschen“ abgegeben hat. In dieser Mitteilung bringt Herr I)r- Moses die Bcgründung der genannten Vereinigung mit der Jüdischen Gemeinde in Zusammenhang, indem er behauptet, dali die gleichen ,.ultraliberalen“ Kreise, die die Gemeinde beherrschen, den Erneuerungsbund begründet haben. Es wird Wert auf die Feststellung gelegt, daß die Gcmein de mit der Begründung des Erneuerung!- bundes in keinem Zusammenhang steht und daß sic gegenüber diesen Bestrebungen die gleiche Haltung cinnimmt, wie zu allen Organisationen der Berliner Judenheil, nämlich die absolutester Neutralität. Eine besondere Wirkung scheint siel! Herr I >r. Moses davon zil versprechen, daß er wiederum die Berliner Jüdische Gemeinde in einen gewissen Gegensatz zur Rcichsvertretung stellt, riemgegenüber ist mit aller Deutiirhkcit fesUUstcüen, daß die Gemeinde entsprechend ihrer Erklärung loyal an den Arbeiten der Rcichsvertretung teilnimmt und diese nach besten Kräften unterstützt. Der Reichsvertretung der deutschen Juden wird ganz gewiß kein Dienst damit erwiesen, wenn sie von ihrem Vizepräsidenten dauernd in die Debatte gezogen wird urtd wenn Gegensätze gegen sie auch dort herausgelesen werden, wo gar keine vorhanden sind. Nach einem Hinweis auf die Arbeiten der Gemeinde heißt es weiter: Herr Dr. Moses glaubt, einen besonderen Effekt dadurch erzielen zu können, daß er in der erwähnten Erklärung ebenso wie in einem vorangegangenen Schreiben die Behauptung aufstellt, die gegenwärtige Gemeindeverwaltung besitze 11 i c 111 mehr d a s V e r t r a u e 11 d e r Mehr h eit der Ocnieindemilglieder. Solche Behauptungen, die ohne Beweis aufgistellt weiden, haben keinerlei Ucberzeugungskraft. Die zahlreichen von der Gemeinde veranstalteten Cemeiiideabendc, in «lenen Zehntausende von Gemeindemil gliedern der Verwaltung dauernd ihr Vertrauen ausspredicrs, beweisen das Gegenteil von (lern, v.׳as Herr Dr. M oscs behauptet . . Die Geincindeverwalt ung kann in Ruhe abwarten, welches Votum die Gentcindemitglicdtrr abgeben werden, wenn sie zu der gesetzlich festgesetzten Frist hierzu au!gerufen werden. Sic hat zwar den dringenden Wunsch, daß int Interesse der jüdischen Einigkeit nutzlose Diskussionen bis dahin ruhen; sie wird aber, wenn von ariderer Seite ihr dauernd Auseinandersetzungen nufgezwungrn werden, alles tun. um die Gcmcindeinitglicdcr über die wirklichen Leistungen und die wirkliche Sachlage ausreichend zu informieren. * Wenn das vorstehende Contrnunique feststellt, daß ״die Genteinde mit der Gründung des Erneuerungsbandes in keinem Zusammenhang steht“, so mag das formal richtig sein, wurde aber von Dr. Moses auch nicht bestritten. Dr. Moses hat vielmehr, wie ja auch das Communiqud sinngemäß richtig zitiert, von dem ״Pefsonenkrti s“ gesprochen, der die Politik der Berliner Gemeinde bestimmen will. Wan kann wohl diesen Zusammenhang nicht in Abrede stellen, denn der Geschäftsführer des sogenannten Erneuerungsbundes ist Herr Bruno Woyda, der im Vorstand der Jüdischen Gemeinde sitzt und in der Oktobernummer des Gemeinde-blättes den programmatischen politischen Aufsatz schrieb. Von den bisher im Zusammenhang mit der Neugründung genannten Herren ist Herr Wilhelm üractz ein führendes Mitglied des Gemeinde- Vorstandes und I>r. Kurt Fleischer der Führer der liberalen Fraktion, mit der der Vorstand sich identifiziert. Die Annähme von Dr. Moses ist daher begreiflich. Di c Oeffentlichkeit wird daher mit Genugtuung von der vorstehenden Erklärung Kenntnis nehmen, worin zum Ausdruck gebracht ist, daß die Gemeinde di« Reichs Vertretung na eh besten Kräften unterstützt. Wieso der Gemeindevorstand seine .Mitglieder, die der Reichsvertretung in einem an die Berliner Juden versandten Aufruf i n d c n R ü c k c 11 f si I e n, nicht zur Rechenschaft zieht, wird weiten Kreisen freilich nach wie vor unbegreiflich bleiben. Ebenso unbegreiflich ist es, daß der Rciehsbund jüdischer Frontsoldaten, der gleichfalls der Reichs- Vertretung seine volle loyale Unterstützung zugesagt bat, seinem Geschäftsführer Dr. Ludwig Freund gestattet, jenen gegen die Reichsvertretung gerichteten Aufruf zu unterschreiben. Daß die unter ganz anderen äußeren Bedingungen 1930 mit einer liberalen Mehrheit gewählte Gemeindeverwaltung den heutigen Anschauungen der Mehrheit der Berliner Juden nicht mehr entspricht, weiß jeder auch nur oberflächlich über die herrschende Stimmung Orientierter. Wenn der Gemeinde- Vorstand für Einigkeit und Aktivierung aller Kräfte eintritt, dann durfte er sich den berechtigten Forderungen weitester Kreise und insbesondere der Jugend, die sich jüdisch betätigen will, nicht widersetzen. Der Gemeindevorstand erklärt, daß ״zur gesetzlich festgesetzten Frist“ die Wahlen stattfinden werden. Dies ist um so interessanter, als gleichzeitig an anderer Stelle als Meinung der liberalen Grupp« offen ausgesprochen wird, daß die Liberalen unter keinen Umständen Gemeindewahl en wollen. (Sie wissen natürlich, warum ) Die Vermeidung von Wahlen ließe sich aber — nicht erst zu der durch das Gesetz geforderten Stunde — nur durch den Versuch einer gerechten Heranziehung aller positiv aufbauenden Kreise und durch Verzicht auf gesinnungsmäßige Diskrimination bewirken. Nur dadurch würde auch die offenbar auch vorn Gcmeindevorstand gewünschte Bekämpfung der Separatisten möglich sein. Der Streit um den Boden von Kuskus -Tabnn Jerusalem, 12. November. (J. T. A.) Der Oberste Geriehtshof hat dem Distriktskommissar für den Norddistrikt, Edward Keith-Roach, einen ״Order nisi“ erteilt, in dem der Distriktskoinmissar aufgefordert wird, die Gründe auseinanderzusetzen, die gegen den Widerruf der von ihm getroffenen Verfügung sprechen, durch die es der Mcshek Company untersagt wurde, die ihr gehörigen Ländereien in Kusk us -Ta bun, nördlich von Nahalal, zu bebauen. Das Gericht stellte fest, daß der Distriktskommissar das Recht, den betreffenden Boden zu pflügen, ״anderen‘1־ (nichtjüdischen) Gruppen gegeben hat, ohne das Terrain selbst besichtigt und den Rodenstreit zwischen den Arabern und der jüdischen Gesellschaft untersucht zu haben. Der ״Order nisi“, durch den die Verfügung des Distriktskommissars automatisch aufgehoben wird, falls dieser nicht in der Lage ist, dem Gericht zureichende Gründe für deren Aufrechternallung anzugeben, wurde vom Obersten Gerichtshof auf Bitte der Meshek Company erteilt Postverkehr mit Palästina lm Hinblick auf zahlreiche Anfragen aus dem Kreise unserer Leser veröffentlichen wir nachstehend eine Reihe wichtiger Angaben über den Postverkehr Deutschland—PaU• slina. Wir empfehlen, diese Angaben sorgfältig aufzubewahren. Lufipost -Verbindungen Verbindung A. Mit Eisenbahn ab Berlin, Donnerstag, 17.51 Uhr ab Breslau, Donnerstag, 22.29 Uhr ab Hamburg, Donnerstag, 12.53 Uhr ab Königsberg, Donnerstag, 7.52 "Uhr ab Leipzig, Donnerstag, 15.45 Uhl ab München, Donnerstag, 22.10 Uhr Mit Luftpost ab Wien, Freitag, 7.40 Uhr an Budapest, Freitag, 8.50 Uhr an Belgrad, Freitag, 10.40 Uhr an Athen, Freitag, 16.45 Uhr Mit Niederlande—•Indien-Linie ah Athen, Sonnabend, an Kairo, Sonnabend, an Gaza, Sonntag. Luftpost-Zuschlag je 5 Gramm 10 Pf. Mindestens 20 Pf. Pakete sind zugelassen. Leitvermerk: ״Mit Luftpost über Wien—Athen—Kairo“. Verbindung B. Mit Eisenbahn ab Berlin, Sonnabend, 9.56 Uhr ab Breslau, Sonnabend, 0.10 Uhr ab Frankfurt a. M., Sonnabend, 23.34 Uhr ab Königsberg, Freitag, 22.46 Uhr ab Leipzig, Sonnabend, 11.07 Uhr ab München, Sonnabend, 20.00 Uhr England—Indien-Linia ab Brindisi, Montag, 10.15 Uhr ab Athen, Dienstag, 7.30 Uhr an Alexandrien, Dienstag, an Kairo, Dienstag, an Gaza, Dienstag. Luftpostzuschlag wie bei A. Pakete sind nicht zugelassen. Leltvermerk: ״Mit Luftpost über Brindisi—Athen—Kairo.“ Auflieferung: Bei beiden Verbindungen sind die Sendungen wegen eventueller technischer Störungen mindestens zwei Stunden vor Abgang der betreffenden Bahnposten eittzu• werfen. Post-Tarif für Brief-Sendungen Briefe: bis 20 g 25 RPf. jede weiteren 20 g 15 RPf. Höchstgewicht: 2 kg. Höchstmaße: 45 cm in jeder Richtung, In Rollenform: Länge 75 cm, Durchmesser 10 cm. Postkarten: einfache 15 RPf. mit Rückantwort 30 RPf. (nur solche mit eingedruckter Marke verwendbar). Höchstmaße: Länge 14,8 cm, Breite 10,5 cm. Drucksachen: je 50 g 5 RPf. Höchstgewicht: 2 kg, einzeln versandte, ungeteilte Druckbande 3 kg. Höchstmaße: wie bei Briefen und Postkarten. Blindenschrift-Sendungen: je 1000 g 3 RPf. Höchstgewicht: 5000 g. Höchstmaße: wie bei Drucksachen. Geschäftspapicre: je 50 g 5 RPf. mindestens 25 RPf. Höchstgewicht: 2 kg. Höchstmaße: wie bei Briefen. Warenproben: je 50 g * 5 RPf. mindestens 10 RPf. Höchstgewicht: 500 g. Höchstmaße: Länge 45 cm, Breite 2Q cm, Höhe 10 cm; in Rollcnform; Länge 45 cm, Durchmesser 15 cm. Mischsendungen: je 50 g 5 RPf. mindestens, wenn nur Drucksachen und Warenproben enthaltend, 10 RPf. sonst 25 RPf. Höchstgewicht: 2 kg. Höchstmaße: wie bei Briefen. Einschreib-Qeblihr: 30 RPf. Rückschein: 30 RPf. Internationaler Antwortschein zwecks Vergütung des Rückportos: 35 RPf. Einlieferung von Einschrei b־Scndungen usw. nach Schalter-Schluß: 20 RPf. Eilboten-Gebühr: 50 RPf. Laufschreiben wegen nicht angekommener Sendungen: 50 RPf. Telephon-Gespräche. Von Deutschland aus sind Ferngespräche nach Palästina zugelassen, und zwar vorläufig nach den Orten Gaza, Haifa, Jaffa und Jerusalem. Es können sowohl gewöhnliche Gespräche als aucn solche von Person zu Person geführt werden. Die Gebühren betragen für ein Dreiminuten-Gespräch 76,80 RM., für jede weitere Minute ein Drittel dieses Betrages, also 25,60 RM. Ermäßigungen während bestimmter Tages- oder Nachtzeiten werden nicht gewährt. Hierzu kommt noch die eventuelle Benachrichtigungs- Gebühr für Gespräche mit bestimmten Personen; diese beträgt 14 RM- Bei solchen Gesprächen soll auch möglichst eine Ersatzperson namhaft gemacht werden, wofür keine Sondergebühr erhoben wird. Neue Briefmarken für Palästina. Eine im allgemeinen sehr gut informierte englische Briefmarken-Zeitung teilt mit, daß man in London die Absicht hat, für das Mandatsgebiet neue Briefmarken herauszugeben. Professor Dr. Aron Freimann, Frankfurt am Main, der seit über 40 Jahren an der dortigen Stadtbibliothek wirkte und sich um ihren Ausbau, besonders den Aufbau der Judaica-Sammlung große Verdienste erworben hat, ist in den Ruhestand getreten. Er gilt als einer der kundigsten Wissenschaftler auf seinem Fachgebiet. Professor Frei mann ist u. a. Mitherausgeber der ״Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland“. jüdische Jugenderziehung — die Forderung der Stundet Rabbiner Dr. Emil Cohn spricht Nontag, ln M. XI20 ״'/, Uhr In OraAon Saal des Cola Lewa, Labnlncr Plots Berliner Zionistische Vereinigung Belirksfiruppe Lehn.ner PUta.

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