Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 90 (10.11.1933)
- Date
- 1933-11-10
- Page
- Seite 784 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 782 jüdische Rundschau 1־!4» |t?R m m ftil: s r יף;|׳;!: Die Palästina-Unruhen Tor dem Unterhaus ab״ tag S‘. ] dn ׳ L 0 ndon, 7. November. (J. T. A.) In der am 7. November haifen^n Sitzung des Unterhauses, mit der die Herbst-!1י des Parlaments geschk's ״en wurde, gab der Staatsfür die Kolonien Sir Philip ('. u n I i f f e - L i s t e r auf Anfrage des Abgeordneten der Labour-Patty David Gren- Erklärung über die letzten Unruhe» in Palästina ab. feil rin Sir Philip Am ה eine lü Genera in je־.״■:; von ür mach!« Atifrerl K!׳mlgs zeitig Vur-ie! fidirte 11. a. aus: S. Oktober nnhni die Arabische Exekutive Palästinas rolution an, die eien Beschluß der Proklamierung eines :,treiks am 13. Oktober und einer Straßenkundgebung edern gegen jiidddie Fi׳nva!)d «rnng und den Verkauf 11וו ׳ an'luden enthielt. Der leitende Rcgierungsbeamtc die Fvekmive da rauf aufmerksam, daß im Interesse der 'eriia'tung der öffentlichen Ordnung jede derartige b’.sng verhindert werden würde, gab ihr aber gleich- 11 c Versicherung, dal! in geeigneter Form erhobene engen dem High Coniniissioner sofort nach seiner ׳nilge in dtn rächsten Tage:! /u erwartenden Rückkehr vom Urlaub eilt werden würden. 1;:geachtet des öffentlich kundgem.nchten Verbots der erring wurde in Jerusalem der hartnäckige Versuch untermen. die Kundgebung durch/uführen. Die Demonstration Rer non i י: רז!;te von der 1 *oiizei, die mit t!röli1 Cch: 11 ׳ n!r vorging , aufgelöst wen Jrn. n; rj \ ische י! ra Exekutive kiin tlißte t am 21 . O IT ober eine gl cid!arlie c p 0! Ja f j j\1 ni!-da״. vc dien. Am '25. ( ')SUob (full 1:7) 1v.־K mer der 1 1 d i. ident eil 111 k! eini bim ' K" r ך b.e'uiUv c und :1:1 ('.vor( ete ,1 he; 1 u i Vki die j.n 1i:ch« n!n' rnwk 'run;r. ner u> t «r:1-!r d irr Abnmh mg hekar p.'i . t <. ״:!,.er 1 )emo׳ nstra; imis/i 17 O ■.ier s / u : t!a '■-en werde :1 wurden, 'daß וזג,rr f VC Iu! .: v e erlaub ei 1 werde, im ׳ויי Di und i. M1U Schrift! i d 1c Frida rung zur log!1 \ DU 1ז10;:»:ז;1' er zu «bei X't'.d‘!eil. רד U :\A de- V. :rb:>is!!:« HM .1 Con Ara 1,c׳: Lxckn: iv 0 daran: , die Ktinci er empfing der High «ge Mitglieder der Arauf ihre Vorstellungen Der High Commissio- 1:1t, dalf in Jaffa kein .»listige Kundgebungen alier Mitgliedern der i kB,mit vorzusprcchen Weitcrleituiig an den I t'־ Q ■ fand n:n Mit! de: 27.;inner bestand die mg in Jaffa ab- Oktober statt. Spider!■:am es n 11.1113 und Dalilus zu Unnihcn. Diese Unruhen trugen ein(1״ e:n::׳en <i!t;1׳rakU'r; auf die Polizei wurden wiederholt Angiide, auch unter Verwendung von Feuerwaffen, untcini'-niiicn. Nach Versuchen, der Uurithcn unter Verwendung des < minmikmippels 1 Icir zu werden, war die Polizei in cini* Reu P.-l.on genötigt, zu feuern, bevor die Ordnung wiederbergest eilt wer.Um k ׳reite. Auch in anderen Städten waren Versuche gemacht worden, Kundgebungen zu veranstalten, doch gelang es, dem Bericht des lligh (imnini;sioner zufolge, dem beruhigenden Eingrci'en der dortj :c!1 Vcrwaliungs- und Poüzcibcatnlcn, die angcsamtiiehe Men ־ e ohne Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und ohne da 15 es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen wäre, zu zerstreuen. Als vorbeugende Mnßnnhmc wurde vom High Commissioner am 20. Oktober eine Verordnung« in Kraft gesetzt, die ihm besondere Vollmaeh'.cn für den Notfall sichern. .Mit Rücksicht auf die Verluste an Menschenleben waren vom High Commission er die Festlichkeiten anläßlich der Zeremonie der Eröffnung des Hafens von , Haifa abgesagt worden. Im übrigen fand die Eröffnungszeremonie am 31. Ok* tober plangemäß statt. Die Mitglieder des Hauses, fuhr Sir Philip fort, werden ohne Zweifel die Connrniniqiies verfolgt haben, die.vom High Conimissioner taghell ausgegeben wurden, und ich glaube nicht, diesen ausführlichen Berichten weitere Einzelheiten, die von Nutzen sein konnten, hinzufügen zu können. Doch möchte ich bemerken, daß. abgesehen von den drei Zv.i :dient.dien in Jerusalem am 20. Okt. und einer am bi. Okt. in Ruhe aufgelösten Kundgebung in Amman, über k e;!1 e r I e i Z w 1 s c 11 e :1 f a Ile v 0 n B e d e 111 u n g i m ׳.!:1; ן c :1 Gebiet von [י a I ä s f i וו a und T ran s jo rd;; 11 i e n seit d e n U n ruhe 11 in Haifa am Morgc!1 . <) kt o b e r berichtet worden ist, und daß der Okt. begonnene Generalstreik in der Nacht des beendet wurde, Polizei hat ihre beim Ausbruch der Unruhen 1c bewunderungswürdige Haltung die ganze Zeit unter schwierigsten Bedingungen aufrechterhaiten. überzeugt, daß das Haus mit Befriedigung zur nehmen wird, daß ein aktives Eingreifen 1 i t ä r 11 e 11 0 ז d e 11 n i r g e n d wo für nötig e n wurde. Lassen Sie mich, erklärte Sir Philip zum Schluß, nochmal? namens der Regierung Seiner - Majestät die feste Versidierun:; nbgeben, daß die ihr durch das Mandat auferlegte Pflicht, die eine Pflicht sowohl den Arabern wie den ׳ c!!'I o, ״xov. Jic bewies hindurch Ki n;;ti:t« (1 c 1׳ M '1 e );!!! d Juden gegenüber ist, von ihr mit peinlichster Genauigkeit erf iillt werden wird, Ich möchte hin zufUgcn — und Ich weiß, daß das Haus dies bekräftigen wird —> daß man keinen Beamten finden kcirmle, der durch seine Kenntnisse, seine sv::13״f!:irche EinHelliing zur Sache und seine Erfahrung hewer geeignet wtire, dieser Pflicht an Ort und Stelle nachzukommen, als der gegenwärtige High Commissionen Miffnahmen gegen illegale Einwanderung. Her konservative Abgeordnete Captain Peter MatDo• n ה! cl stellte hierauf die Frage, welche Maßnahmen gctreuen worden seien, um die illegale Ein wänder 1111 g von J 11 d e 11 ei n z u s c h r ä n k e n. Sir Philip antworlete, er würde es begrüßen, daß diese '« lÄS-l; Anfrage schriftlich gestellt werde. Illegale Einwanderung sri tatsächlich vorgekommen und man habe sehr praktische M n ß n a h m c n zu ihrer Bekämpfung ergriffen. Abg. Barnett Jänner (Whitechapel) fragte, ob irgendweiche Maßregeln getroffen worden seien, um in Zukunft zu verhindern, daß, wie bisher, tausende Menschen, die nil'Iit Juden sind, aus Transjordatiieii ins Land kommen. Der Minister erwiderte, cs würde höchst unrichtig von ihm sein, eine Beantwortung dieser Frage zu versuchen, 011 nt• die Tatsachen genau geprüft zu haben. Herausgeber der Zeitungen, nichts zu veröffentlichen, was Erregung in die Bevölkerung tragen könnte. Die Ordnung, so schloß der Oberkommissär, ist bisher aufrechterhaiten worden und wird auch weiterhin in ganz Palästina aufrechterhaiten werden, aber ich habe den aufrichtigen Wunsch, daß sie durch friedliche Mittel und nicht durch Gewaltanwendung gesichert wird. Einern Bericht der Londoner ״Times“ zufolge versamrndtc der High Conimissioner Sir Arthur W a 11 c h 0 p e, am 6. November in Jerusalem die Redakteure der arabischen Zeitungen zu einer Konferenz. Er gab zunächst seinem Bedauern über die Unruhen Ausdruck und erklärte dann, er sei überzeugt, wenn alle Führer einschließlich der;otT-a'is'.en mit der Regierung zusammenarbeiteten, statt ge e:1 dis Regierung zu arbeiten, würden sie den Interessen ihrer Volksgenossen am besten dienen. Er sei zur Einführunf einer Prcssczciisur zwischen 30. Oktober und 3. Novemker gezwungen gewesen, weil in der Press« falsche Darstellungen erschienen seien, die das Volk in einer fefährlichen NX'eise irrezufülrren geeignet waren. Der Oberommissär gab dann eine Reihe von Beispielen solcher falscher Nachrichten, so z. B., daß Militär gegen die Demonstranten eingesefiritien sei, daß man Militär aus Aegypten gebracht hätte, daß Maschinengewehre oder Panzerwagen gefeuert hätten usw. Der Oberkommissär appellierte an die Eine französische Stimme zur Judenfrage ״Temps״ über die Ereignisse in PalSiiina und dfe deutschen Emigranten Die letzten Ereignisse in Palästina haben naturgemäß auch in Frankreich einen starken Widerhall gefunden; ist doch Frankreich sowohl als Mandatarmacfit des syrischen Nachbargelx'etes wie als Zuflucht eines besonders großen Teilen der deutschen Emigranten au den Problemen der Nationalen Heimstätte stark interessiert; und es kommt hinzu, daß sich Frankreich seit der nationalsozialistischen Revolution zielbewußt darum bemüht, durch eine hochherzige Haltung in der Jiulenfrage in England und Amerika Sympathien zu erwerben, und dabei darauf hin weisen kann, daß Toleranz, und Menschliclikeit ohne Ansehen der Rasse seinen großen Ueherlieferungeri von 1780 entsprechen. Dieses Gemisch von Sentiments und Berechnungen, gleichzeitig aber auch einen gewissen Mangel an Verständnis für das Wesen der Judenfrage, finden wir insbesondere in einem bemerkenswerten Leitartikel des offiziösen ״Ttnips" vom 30. Oktober. "Wenn das Blatt schreibt, man habe in Palästina zugunsten des Zionismus eine Nationale Heimstätte schaffen wollen ,,für die lsrae'ifen, denen gewisse Regierungen i:1 den ettropüi.vchcn Ländern, in denen der Antisemitismus vorherrscht, den Aufenthalt gar zu unangenehm machen“, — so ist das schon eine erhebliche Verkennung des Zionismus und der Judenfrage! Wie lange ist es her, daß man in Deutschland allenthalben, von Juden und Christen, höre» konnte, der Zionisinus sei natürlich recht gut ״für die armen Ostjuden“, die eine Zuflucht brancliten, aber für di« deutschen Juden, denen es so gut gehe und die dach ganz, assimiliert seien, komme doch Palästina gar nicht in Frage! Aber Hcrzis tiefe Erkenntnis — die gerade in Frankreich durch den Dreyfus-Prozeß entstand und dem Zionismus erst seinen tieferen Sinn gab, — war doch gerade die, daß infolge der anormalen jüdischen Lage einerseits Keime des Antisemilisirius überall vorhanden seien und, je nach den Umständen, lciclit aut fruchtbaren Boden fallen könnten, und daß andererseits die Assimilation keine allgemeine Lösung der Judenfrage darstelle, sondern daß es immer Juden gebe, die sich entweder nicht annulieren könnte;! oder es nicht wollten. Diese Zusammenhänge, welche durch die letzte Entwicklung in Deutschland mit grausamer Deutlichkeit bestätigt worden sind, versteht der ,,Temns“ nicht recht. ,,In unserer westliehen Welt, so fährt er fort, wo die Gewissensfreiheit und die individuellen Garantien die Grundlagen jeder wahrhaften Demokratie bilden, verstellt man nur mit Mühe, daß man in unserer Epoche die Juden, nur eben weil sie Juden sind, ausmerzen will aus dein Ganzen der Nationen, denen sie sich seit Generationen vollkommen assimiliert haben.“ Erst Hitlers Rassenanliscmitisinus habe, unter besonders peinlichen Umständen, ein Problem wiederaufgerollt, ״das mau einerseits durch die national« Assimilation, andererseits durch die normale Entwicklung des internationaler! Geistes, für definitiv gelöst halten konnte“. Durch die Maßnahmen des Dritten Reiches gegen di« Juden, ״die sich durch ihre allgemeine Tätigkeit, durch den Einfluß, den sie auf allen Gebieten ausübtcn, und, wie man feststellen muß, auch durch ihren deutschen Patriotismus (״patriotisine germaniaue“) als ausgezeichnete Deutsche erwiesen hatten“, sei eine starke unfreiwillige Auswanderung hervorgernfen worden, die den Nachbarvölkern Deutschlands, trotz allen Mitleids und aller Hilfsbereitschaft gegenüber den unglücklichen Emigranten, große Schwierigkeiten bereite, da bei der jetzigen Wirtschaftskrise die Absorbierung fremder Arbeits- Kräfte ein kaum lösbares Probien! sei. Der ״Temps“ unterstreicht daun in längeren Ausführungen die Tragik dieser Emigranten, den guten Willen der europäischen Zufluchtsländer und die besondere Bedeutung, die die Aufnahmef ä h i g k e i t Palästinas unter diesen Umständen gewinne. Das Blatt beklagt sodann lebhaft, daß die Durchführung des Mandates, trotz der ehrlichen Bemühungen der Mandatsmacht, die arabischen und jüdischen Interessen miteinander in Einklang zu bringen, und trotz, der großen Erfolge des Auf- Baues, auf den heftigen Widerstand der Araber stoße, und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß Araber und Juden zu einer Verständigung kommen und Palästina als ihr gemeinsames Vaterland aufbaucu möchten. A. P. Presseseli an Aus palästinensischen Zeitungen Die Unruhen In Jaffa. In einem interessanten, aber nicht sehr seriösen Auf- Satz des Pariser ״Journal“ vom 4. November vergleicht der Kairoer Korrespondent des Blattes die arabische Bewegung in Palästina mit der ägyptischen Unahhiingigkeits- Wwrqung in ihren früheren Stadien. Kr gibt Informationen wieder, wonach augenblicklich, trotz aller Vorkehrungen an den Grenzen, eine starke Infiltration transjordanischer Beduinen nach Paliistina etattfindet, die durch eine dreijährige Dürre vollständig verarmt und verzweifelt seien und gerade deshalb eine höchst wertvolle Reserve für etwaige Guerilla-Kämpfe bildeten, für die übrigern das Land, mit seinen zahlreichen Hügelketten und seinen dichten Orangenhainen, viel besser geeignet sei als Aegypten. Immerhin gibt dßfc Korrespondent seihst zu, daß die feste Haltung der Engländer und das Abflauen der Streiks und Demonstrationen darauf hinwiesen, daß es sich, wenigstens vorläufig, nicht um einen Krieg bis oufs Messer handele, sondern daß es den arabischen Führern wohl vor ollem darum xu tun sei, die Aufmerksamkeit der islamisehen Welt wie der englischen Oelfentlichkeit auf sich zu lenken. Die ״Chicago Daily Tribüne“ (Pariser Ausgabe vom 3. 11.) bringt in sensationeller Aufmachung eine Meldüng aus New York, wonach eine Deutsch-Amerikanerin, Frau Gricbl, *ich als erste aus antisemitischen Gründen geweigert habe, einem jüdischen Staatsanwalt vor Gericht Rede zu stellen, wobei sie allerdings ihren Standnunkt heim Gericht nicht durchsetzen konnte. Außerdem lehnte sie ab, den Zeugeneid, wie dort üblich, auf die Bibel zu leisten, weil diese auch das jüdische Alte Testament enthalte. Statt dessen schwor sic auf die amerikanische Flagge. — Frau. G., Gattin de« Ex-Prasidenten der ״Freunde des Neuen Deutschland“, sollte in der Untersuchung Über die angebliche naaonalsoziolisi ische Propagandatätigkeit eines Deutschen, namens Spanknoebcl, aussagen und die Zeitung behauptet, daß ihr Auftreten vor Gericht Beunruhigung in die amerikanische Oeffenüichkeit getragen habe. A• P» Der ״Da war“, das Tcl-Awiwer Tageblatt der Arbeiterschaff, bringt unter den Überschriften ״Eine Flut von Unglück“ und ״Weg mit dem Haß“ am Tage nach der blutig■ verlaufenen Demonstration in Jaffa Zwei Leitartikel, denen wir folgendes entnehmen: ״Mögen diese zehn neuen Gefailenen .... nicht die Kluft der Fremdheit zwischen uns und unseren Nachbarn vertiefen, die trotz, allem ein Los an die Entwicklung und ein friedliches Leben hier bindet! Mögen sie nicht noch die herrschende Finsternis verstärken! .... Und den Tausenden unserer Brüder, die sehnsüchtig nach Palästina schauen, wiederholen wir noch einmat unsere Lehre: Nicht wegen der Leichtigkeit des Aufhaus haben wir dieses Land gewählt, und nicht wegen seiner Annehmlichkeit hallen wir an ihm fest. Kein Volk erringt sein« Zukunft ohne höchste Anstrengung, und der Weg der Befreiung und der Auferstehung ist nicht mit Annehmlichkeit gepolstert, Wir habe!» die Leiden des Oaliith kcnnongelernt, aber noch waren die Leiden der Befreiung, durch die wir geprüft wurden, gering.... Di« Bürgschaft unseres Sieges liegt in unserer Festigkeit und in unserer Ausdauer.“ ,,Auch in den Tagen der Trauer um die Opfer des Ungliicks und in den Tagen der Verwirrung müssen wir Unser Wort sagen: Als In "der ״anzen Welt Verfolgte und Bedrückte kehren wir in dies Land zurück, um es aufzubauen, und vir tun dies auf Grund unseres menschlichen Rechtes mit dem Höchstmaß menschlicher Energie, ohne jemanden zu schädigen.... Wenn Gott im Himmel jene, die an ihn glauben, seine Stimme vernehmen ließe; und wenn die Stimme des menschlichen Gewissens in diesem Land« spräche, so würden diese Stimmen unseren Nachbarn sagen: Laßt ab von eurem unberechtigten Widerstand gegen das jüdische Volk! Di« Juden müssen in dieses Land kommen. Sie haben in der ganzen Welt keinen Ruheplatz außer diesem Land. Uiici durch ihr Hierherkommen tun sie euch nichts Ucbles. Und wenn es euch scheint, daß eure Rechte geschädigt werden, so sucht gemeinsam mit den Juden einen Weg des Friedens zwischen euch und ihnen. Einen Weg des Friedens. Nicht auf die Weise, daß ihr im Lande bleibt und sie im Gallith, sondern einen Weg, der euch und ihnen erlaubt, hier zu wachsen. Für beide ist Raum im Lande, wenn man mir seine Grenzen erweitert und seine Schätze hebt..,. Weg mit dem Haß! Möge sich ein Lichtstrahl zeigen: Legende um König Feisal. Die Gestalt des kürzlich verstorbenen Königs Feisst von Irak war den Arabern noch zu seinen Lebzeiten Symbol ihrer nationalen Bestrebungen und wird jetzt, nach seinen! Tode, eine Legende. Welches die Stimmung ist, mit der die Araber auch in den!,ändern außerhalb _ des Iralden verstorbenen König betrauern, dafür gibt ein großer Artikel Zeugnis, welchen eine arabische Schriftstellerin, Frau Anhara Saiam Alclialdi, die Frau des Leiters des Lehrer- Seminars der Regierung in Jerusalem, im ״Fa lest in“ veröffentlicht, ln dem Artikel heißt cs u. a.: ,.Feisal! Er war jedem Araber ein liebevoller Vater er war es, der ihm seine Schwierigkeiten löste, er war cs, der ihm seinen Lebensweg ebnete. Er war es, in dem jeder das höchste seiner Vorbilder sali. Und jede Araberin hatte iu ihm ihren einzigen Sohn, um den sie fürchtete, da’ Hirn der Trug der Zeiten und der Wandel der Tage etwa; antun könnte; um sein Kommen und Gehen pochte ihr Herz, und wo sie ihn nicht selbst beschützen konnte, da ver• traute sie ihn der Sorge des Allerbarmers an. Er vereinigte in seiner Gestalt die Macht der Könige und dsc Bescheidenheit der Kinder, die Majestät der Propheten mit der Zartheit eines Mädchens, den Heldenmut des Führers mit der politischen Klugheit des Regenten...“ Anläßlich des Ablaufs von 40 Tagen seit seinem Tode (bei den Mohammedanern entsprechen diese 40 Tage den jüdischen 30 Tagen) veröffentlichten alle arabischen Zci tuttgen Artikel und Gedichte zu Ehren des Verstorbenen. Die Arlo&oroft-Morduntersudiung Jerusalem, 7. November. (J. T. A.) Bei der am 7. Nr vem&er du . urchgefiihrten Verhandlung im Untcrsuchungsvsr• fahren gegen Stavsky und Genossen hielt Stavskys V<r• teidiger, Rechtsanwalt Kaisermann, eine Rede, in der er erklärte, von den Belastungszeugen seien überhaupt nui Frau Sima Arlosoroff, die S-purensachverständigen und «1«! Polizist Weißberg von Bedeutung. Die Aussagen aller tibr! e«n Zeuger! seien wertlos. Hierauf unterzog Recht■sa 11\v;1! Kaisermann die Aussage von Frau Arlosoroff einer Ana! ־ - und wies auf offenkundige Fehlbeobachtungen hin, die «! auf ihre Erregung zurückführte. So habe sie 7. B. an!!«■ geben, sie habe das Repetiergeräusch der Pistole gehör! während, nach dem Projekt zu urteilen, der Schuft aus einem russischen Trommelrevolver abgegeben wurde. Auch die Identifizieruug auf Grund von Haltung und Aussehen suchte <L׳ Anwalt dadurch zu entkräften, daß er darauf hinwies, <1.1 ein Mann, der gegen das aus der Richtung von Jaffa kom ich bewegte, von hinten nicht erkannt wer tuende Licht sich den konnte, Jerusalem, 8. November. (J. T. A.J Der V e r t c I d i < ger Abraham Stavskys setzte am 8. November sein am Vor■ tag begonnenes Plaidoyer fort. Er verlangte die Freilassing Stavskys mit der Begründung, daß gegen ihn keine ״oritiu facic“-Bcwcise vorlägen. Der Verteidiger Rosenblatts fahr! aus, daß bei der fdentifizieiungsvorführuug am 4. Juli vie Personen als Täter bezeichnet wurden, wahrend Rosen Matt erst am 23. Juli verhaftet worden sei. Der Verteidiger A<bi Meirs legte dar, daß in der Untersuchung keine Beweise lür die Mittäterschaft Achi Meirs erbracht werden konnte:!, lind daß aus den vor Gericht verlesenen Aufzeichnung«8 Achi Meirs zu. ersehen gewesen sei, daß er individu cl'rf Terror ablehnc. —■ Nach längerer Beratung beschloß das (!׳ rieht, die gegen Achi Meir erhobene Anklage auf Grund ve! Artikel 4 des Strafgesetzes lallen zu lassen, da dieser Artikel von der Voraussetzung ausgeht, daß eine der Verschwört!;;! zu einem Verbrechen angeklagtc Person bei der Ausführti«! des Verbrechens zugegen war, was bei Achi Meir nicht ת■ trifft. Zwei andere Anklagepunkte gegen ihn werden dagfe׳;« aufrechterhaiten. Die Verhandlung wurde sodann auf des 15. November vertagt. Die Fairplay Schlcppdampfschiffs-Rcederei Richard Bor chard in Hamburg fiat nu't Genehmigung der zuständige Hafenkommendanten in Hamburg und Lübeck Chaluziiii aj ihren Schiffen zur Ausbildung im Seemannsberuf eingestellt Die jungen Leute, die bis jetzt an der Ausbildung teil 11 cä men, sind ehemalige Studenten. Zum Vorsitzenden des Stadtrats von New York wurd der Präsident des American Jewish Congress, Bernhard י Deutsch, gewählt, Wi düngen die Hei Offenb; die Am ihr, das oder ül läufige Materia Kraftge das wir g e n A Un indisch! dem un ist dies!־bei! ni ni .11־t al den! G1 Ma nalen J zu eine: auf hin! lieh ein gemein gemein tef abc des jikl (fern k! Anspru׳ Judenti r e I! g Ma man so keit en keinen und au Di! dem G auch e den ei) unferb! sonderi überall gends erfahre ganzes grunds. zenden׳ W; 1 e n h a bige E wandel der ger schafft, lieh di! sen G spru! schic düng, phet k heißt 1 allen v komme den Ja wie in Schicht valtig( die ״E Zeitlos Wahrh seinem göttlicl :ebene das isl offen 1 senkun am Ra Dyn am Di iimes solchei leicht leichte: folgrei weder Weltai eine k das Bi sich g! was d Fassut betsw( (iers v Gemei wenn ischer selber, sein v» Die f. oder \ A das ei Bedeu dern i Vertre in sic! disehe was n ist, sc ständl