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Jüdische Rundschau · 1933-10-31 · Heft 87 (31.10.1933) · p. Seite 731

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 87 (31.10.1933)
Date
1933-10-31
Page
Seite 731 (sequence 3)
Language
German
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1933 Nr. 87, 31. X 1933 jüdische Rundschau Seite 729 nisse issen In jebracht!ach Pa• und die mit der um man erichte״, iß über• arf viel• 1 in der viel ge• reigmss: 1t zieht. Blätter grii f“, tum der Ein w an. wie sich wächst ist eine , WO sic ncs I .an• cn sonst ksiclitsli)! m natiir■ : stehen, über wi# hier wie ovozieren ■pflichten nmungen gen und an sich uden in raktische len jüdi• u einem leben zu wie wir ron Jahr■ nein zu icht um wa den iasporaerartige es sich aren — liedenen eit vor• :he der icht ein ige, die ische :h nicht daß sie können. 1 einem olke in tnni terkom■; :rikaner Einver• kreichs, erlande in den ingenen htiingsleutsch• zu sturwal• vorden: i, Beliweden, en und dH der, mitge* Wirkbürgt schland :n Völ״ l kennt rk sehr gen. Er mitteltn den issariat d Cedi worden tzender i r a t s anische daß sie n. 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Die Stadt baut sich in immer liöher gelegene Straßen auf, unermüdlich rollen die Wagen und Autos das Baumaterial an, vom frühen Morgen an ertönt im ganzen Viertel das Geräusch der Betonmisdnnaschinen, überall entstehen Gebäude mit dem inodernsten Komfort, die weder in der Schönheit ihrer Architektur, noch in der Zweckmäßigkeit ihrer Inneneinrichtung (das allermodernste: mit elektrischem Anschluß für Kühlmaschinen und Zentralheizung) den Vergleich mit den Bauten der europäischcn Großstädte zu scheuen brauchen, vor denen allen sie meistens noch die großen Terrassen und überdies den Ausblick auf das Meer oder den Karmel voraushaben, ln der Hauptstraße des Viertels, der Herzlstraßc, werden Häuser aus früheren Jahren abgerissen und modernisiert und erweitert aufgestellt. Ueberall entstehen moderne Läden mit großen Schaufenstern, in Dekoration und Ausstattung durchaus den Läden der europäischem Großstädte ebenbürtig; auch die zur Schau gestellten Waren können häufig verwöhntem europäischen Geschmack Genüge leisten. Es ist vielfach eine stürmische Vorwärtsbewegung, hervorgerufen oder begünstigt durch die neue starke Einwanderung, die nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Polen und Amerika kommt. Bath-Galim In geringem Umfange — wenn auch längst nicht so stark wie Hadar Hakarmel — profitiert auch das jüdische. Viertel Bath-Galim, am Meer gelegen, von dieser Entwicklung, jedenfalls beginnt es, nachdem es bisher stark vernachlässigt war, sich zu erholen; übrigens ist unweit davon neuer Boden für eine jüdische Siedlung, die sogenannte Schchunah Chadaschah, in der Nähe der Altstadt erworben, deren Bebauung bevorsteht. Auch die Altstadt selbst ist stark in der Entwicklung begriffen, auf dem Gebiet am Hafen sind neue Straßen entstanden, 400 Dunam Gelände sind durch Zuschütten des Meeres neu gewonnen, neue Geb.iude für die Zwecke des Hafenbetriebes werden errichtet. Der Verkehr wächst von Tag zu Tag und es ist fast taglieh irgendein neuer Fortschritt festzustellen. Der Karmel In diese Vorwärtsbewegung werden auch die Randgebiete der Stadt allmählich einbezogen, nämlich Karmel-Höhe und H a i f a - B a y, Die Schönheit der Berge des Karmel, seine immergrünen Nadelbäume und das wohltuend milde Klima machen ihn zu einem Erholungsort ersten Ranges. Neue Pensionen und Kinderheime werden eröffnet, ein neues Sanatorium ist im Betrieb, die Nachfrage nach Parzellen für den Bau von Einzelhäusern ist stark gestiegen, der von früher im Besitze jüdischer Organisationen befindliche Boden ist restlos verkauft, und der erst in letzter Zeit neu in jüdischcn Besitz übergegangene Boden ist ebenfatls'Itereits Stark gefragt. ״ Haifa-Bay Von größter Wichtigkeit aber für die Entwicklung des jüdischen Haifa ist die beginnende Entwicklung in der Haifa-Bay. Hier besitzt das jüdische Volk bekanntlich eine Bodenreserve, die für die Zukunft von größter Bcdeutimg ist. 67 000 Dunam (ohne die Sauddünen) sind im August 192:» in jüdischen Besitz übergegangen, wovon 48 500 Dunam dem KKL gehören, während 18 500 Dunam in privatem Besitze sind. (Die ganze Bodenflächt■ setzt sich wie folgt zusammen: 47 000 Dunam Djedro, 10000 Dunam Karfretta, 10 500 Dunam Meelschdel; hiervon besitzen außer dem KKL: die Haifa-Bay 9500, die Kolonisten des Dorfes Karfretta 4000, die amerikanische Palestine Economic Corporation 5000). Große Aufwendungen waren bekanntlich neben dem Kaufpreis notwendig, um den Boden zu amelioricren, daß er der Bearbeitung zugeführt werden kann. Man merkt bereils, daß auf dem bisher sanierten Boden überall in nächster Zeit neues Leben zu spüren sein wird. Südlich der Farm Katz hat der KKL ein Terrain von 2000 Dunam zur An- Siedlung von deutschen Juden zur Verfügung gestellt. Es bilden sich zwei Gruppen von je 25 Familien, die entweder auJ 20 Dunam eine gemischt-wirtschaftliche Siedlung oder auf 7 Dunam eine Geflügelwirtschaft betreiben wollen. Für weitere Familien werden Parzellen von je einem Dunam zur Verfügung gestellt, um eine vorstädtische Siedlung zu begründen für solche Siedler, die ihrem Berufe in der Stadt nachgehen und in ihrer freien Zeit selbst oder durch ihre Familie eine Wirtschaft für ihre eigenen Bedürfnisse betreiben wollen. (Dies nach dem Vorbild der bereits in der Haifa-Bay auf KKL-Boden bestehenden Arbeitcrsiedlung, jetzt nach Arlosorofl ,,Kirjath Chaim“ genannt, die vor kurzem in der Bildbeilage der ״Jüdischen Rundschau“ gezeigt worden ist.) Sie umfaßt bisher etwa 200 Häuser, zu denen schon in nächster Zeit weitere Bauten kommen werden. Für die beiden erwähnten Typen von 7 und 20 Dunam liegen bereits genaue von Fachleuten ausgearbeitete Pläne vor. Diese rechnen mit einer Investition von i'P 700 bis 850 pro Siedler, und zwar olirie Boden, der ja, wie erwähnt, vom KKL gegen eine Jahrespacht zur Verfügung gestellt wird. Die Pläne nehmen ferner eine Jahreseinnahmc von £P 75—130 aus den Erzeugnissen, abgesehen vom Eigenbedarf, an. Es wird von den Fachleuten vorgeschlagen, die Wirtschaft nicht sofort im ganzen, sondern erst im Laufe von zwei Jahren auszubauen. Die Gruppen sollen unter Leilung von Fachleuten stehen, und außerdem sollen einige Siedler zusammen für die erste Zeit, bis sie sich genügend (,»!gearbeitet haben, einen erfahrenen Arbeiter anstellen. Für beide Gruppen haben sich bereits eine Reihe von Interessenten gemeldet, und zwar hauptsächlich Einwanderer aus Deutschland, und man plant, schon in nächster Zeit den Boden zu übernehmen. Hierbei handelt es sich, wie ausgefiihrf, um KKL- Boden, d. h. die Siedler werden ihren Boden nicht zu vollem Eigentum, sondern in Erbpacht vom KKL gemäß den Verträgen erhalten, sie haben also die Sicherheit, daß der von ihnen investierte Betrag auf die aufgewaixlte Arbeitskraft ihnen selbst und ihrer Familie erhalten bleibt, weil sich der Betrieb nach den Wünschen des Siedlers in der Familie vererbt, haben aber nicht die Möglichkeit, ohne Zustimmung des KKL 'frei über den Boden zu verfügen. Für solche Siedler, die das freie Eigentumsrecht am Boden vorziehen, und auch die Möglichkeit haben, außer der Investierung in die Wirtschaft den Boden käuflieh nt erwerben, wird mit der Begründung einet Oarten* stadt begonnen, und zwar an der von der Regierung zusammen mit der Haifa-Bay Company gebauten Chaussee, die von der Haifa-Akko-Chaussee über Kafretta nach dem arabischen Dorf Schafr Antr abzweigt. Hier wird zurzeit eine vorstädtisclie Siedlung getaut, die in Form einer Gartenstadt gedacht ist und zunächst etwa 50 Häuser umfassen soll. Mit dem Bau der ersten 10 Häuser ist bereits begonnen worden. Die Häuser werden bis Mitte Dezember fertig sein. Auch diese Siedlung ist für solche Siedler bestimmt, die in der Stadt ihren Beruf ausüben, daneben aber ein Stück Land für Gemüsebau haben wollen, dessen Erträgnisse eine zusätzliche Einnahme für ihren Lebensunterhalt darstellen werden, Der Grundgedanke der Siedlung ist, Bewohnern von Haifa und Neuangekommenen zu billigen W.o h - n u n g s möglichkeiten bzw, zu festem Eigentum zu verhelfen, das sie für künftige Zeiten möglichst krisenfest macht. Das Gelände liegt günstig, etwa 10—12 Autominuten von Haifa entfernt. Der Käufer erhält ein massives Haus, bestehend aus zwei Zimmern, Küche, Bad, Ncbengelaß und Terrasse, das jederzeit erweitert werden kann, und 1800 qm Land. Der Kaufpreis wird £P 450 betragen, einschließlich der Anlicgekosten für Straßenbau, Wasseranlage und Lichtleitung, sowie Zaun. Der Käufer hat beim Kaufabschluß CP 175 zu bezahlen, während der Rest als Hypothek mit 7!'2 0/0 verllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllMlllllllllllllli Kwidöeimnöen der Berliner Zlonlsilsdien Vereinigung für Aufbau u. Frieden in Palästina! Sonntag, den 5. Nov., vormittags 11V» Uhr Im Tncalcr flc§ Weitem, Kanlsfraftc 11 n. im Lehrmerelnihans• fllexandcrpi. Et sprechen: Rabb. Dr. Joachim Prinz, Dr. E. Sereni, Dr. Michael Traub Berliner Zionistische Vereinigung Die Veranstaltung der Gruppe Lehntner Platz am 1. XI Im Cafe Leon und die Jugendkundgebung tn der Loge Klelstslr. 10 am2.XI. lalle■ mit Rücksicht aal die Knudgebangea am Sonntag aus lllllllinillllllillllllllilllllllllllllllllH zinst wird, und in kleinen Raten im Laufe von etwa 7 Jahren zu tilgen ist, so daß ein monatlicher Betrag von £P 3—4 zu zahlen ist. Auch für diesen Plan sind bereits Interessenten vorhanden, so daß nach dem Verkauf der ersten Häuser, deren Fundamente bereits gelegt sind, mit einer weiteren Bautätigkeit der Unternehmerfirma zu rechnen ist. Die Industrie-Zone. Neben der allmählichen landwirtschaftlichen Erschließung der Haifa-Bay wird auch in den Industriezonen bald eine neue Entwicklung einsetzen. Der KKL hat an der Chaussee Haifa-Akko bereits Boden für eine Anzalil von Industrien (Stein-, Schuh-, Baumaterial-,, Holz-, Stahl-, Hefe- und Stärkefabrik, sowie Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen) vergehen, zu einem Pachtpreis von jährlich 4 ״'<:> des Bodenpreises, so daß liier Industrien zu £P 2—3 jährlich pro Dunam den Standort für ihre Fabrikation erhalten können. Von den interessierten Fabriken haben einige ebenfalls bereits den Boden übernommen und die Bauarbeiten eingeleitet. Für solche Unternehmer, die eigenen Boden für ihre Fabriken erwerben wollen, ist Gelegenheit gegeben, vor! offiziellen Instanzen wie der Palestine Land Development Company und der Haifa Bav Development Company sowie von privaten hier ansässigen Bodenbesitzen) erschlossenes Industriegelände in unmittelbarer Nähe der Stadt sowie etwas weiter von der Stadt entfernt, zu erwerben. Fs gibt also noch genügend Möglichkeiten für eine große Entwicklung, und die Eröffnung des Hafens wird sicherlich das Signal für noch mehr Interessenten als bisher sein, sich in die Expansion des jüdischen Haifa einzugliedern. Aktion für ein medizinisches Zentram In Jerusalem Chicago, 26. Oktober. (J.T. A.) Die in Chicago abgehaltene Convention der Frauenorganisation ״Hadassa“, an der 1500 Delegierte tcilnahmen, beschloß, eine Aktion zur Aufbringung von 203 01)0 Dollar zur Errichtung eines Hospitals und eines medizinischen Zentrums in Verbindüng mit der Hebräischen Universität in Jerusalem einzuleiten. An dem Hospital sollen jüdische Gelehrte aus Deutsch-!and wirken. 3OCO0 Dollar wurden für diesen Zweck innerhalb zehn Minuten von der Convention aufgebracht. Die Auskunftsstclk der Handelskammer in Haifa bittet uns um Abdruck folgender Mitteilungen: 1. Die Auskunftsstelle gibt allen interessierten Personen Informationen über sämtliche Dinge der Wirtschaft. Diese Informationen erstrecken sich auf Haifa, die Umgegend von Haifa und den Norddistrikt. 2. Es besteht augenblicklich unter den kapitalkräftigen Personen ein großes Bedürfnis, die wirtschaftliche Lage und die Möglichkeiten, Industrie zu schaffen, kennenzuiernen. Daher hat die Handelskammer Untersuchungen allgestellt über die Lage in den verschiedensten Handels- und Industriezweigen. In ihrem Bür» befinden sich genaue Untersuchungen über die Zweige: Boden, Handel, Industrie, intensive Land- Wirtschaft, Hafen usw. 3. Die Kammer ist bereit, das statistische Material zu prüfen, das ihr von Personen vorgelegt wird, welche Kapitalisten Vorschläge zur Errichtung von Werken machen. Aut diese Weise können sich die Kapitalgeber aut offizielle Zahlen stützen. 4. ln ihrem Besitz befinden sich Informationen über die Möglichkeiten, kapitalkräftige Personen an schon bestehenden Werken zu beteiligen. Es soll sich dabei um Personen mit kleinem, mittlerem und großem Kapital handeln. 5. Oie Kammer ladet alle diejenigen ein, die nach Haifa kommen und die interessiert daran sind, Informationen über die Organisation und die Errichtung von verschiedenen Werkeil zu bekommen, sie in ihrem Büro zu besuchen. Adresse: Haifa, Rechow Hamisrach, Beth Friedman. Bürostunden: 10—12 Uhr vormittags, 1—6 Uhr nachmittags. 0. Alle diejenigen, welche schriftlich Auskunft haben wollen, werden aufgefordert, dem Büro alt Unkostendeckung ÄC Mil« einzusenden, Mitteilungen des Palästina-Amtes Berlin 1. Die Landwirtschaftliche Abteilung gibt bezüglich Ansledlungsmögllchkeiten folgendes bekannt: Jachln: Wadi Chawarlt. Für die in Wadi Chawarlt neu geplante Kolonie deutscher Auswanderer können zurzeit Verträge mit der Genossenschaft für landwirtschaftliche Unternehmungen m. b. H. ״Jachiii‘• nicht mehr abgeschlossen werden, da die gegenwärtig verfügbare Bodenfläche aufgeteilt ist. Es ist jedoch zu erwarten, daß bald eine weitere Bodenfläche zwecks Vergrößerung der Kolonie zur Verfiigung gestellt werden kann; Verhandlungen über diese Flächen können bereits jetzt geführt werden. Es ist ratsam, schon jetzt die neue Ansiedluiigsmögliciikcit durch Abschluß von Vorverträgen wahrzunchmcn. Jachin: Naaneh in der Nähe von Rechowoth» ״Jachin“ hat ferner eine Bodenfläche für 2.3—30 Siedler/ in Naaneh bei der Kolonie Rechowoth zur Verfügung gesollt. ״Jachin“ hat dort schon mehr als 1000 Dunam Orange,!! für jüdische Siedler aus Amerika angepflanzt. Der Boden ist für Orangenbau und Gemischtsvirtschaft sehr geeignet, Der Erwerbspreis beträgt £ 16 pro Dunam (1 Dunam J000 qm). Es besteht die Möglichkeit, Bodenparzellen verschiedener Größen zu kauten. Es ist geplant, ca. 70 »0 der F'lächc mit Orangen zu bebauen und den Rest für Haus- und Hofwirtschaft — wie Gemüsebau, Molkerei, Hühnerzucht und Imkerei — zu verwenden. Die Gesellschaft übernimmt den Anbau und die Bearbeitung des Pardcß für die ersten fünf Jahre, bis die Orangenpfknzung Früchte trägt, zum Preise von £ 61 pro Dunam, so daß der fertige Dunam Orangenpflanzung zusammen mit dem Boden £ 80 kostet. Die Zahlungen sind ratenweise in Palästina zu leisten. Jaschresch: Rechowoth. Die Gesellschaft für Pflanzungen m. b. H. ״Jaschresch“ hat der landwirtschaftlichen Abteilung des Palästina-Amtes 500 Dunam bereits tragen de Orangenpflanzung zum Verl.auf zur Verfügung gestellt. Für dieses Projekt Kommen besonders solche Aus- Wanderer in Frage, denen größerv Mittel zur Verfügung stehen, zumal dieser Plan nicht, auf Seihstarbeit, sondern aut Verwendung von LohnaTbeitern beruht. Der Preis für 1 Dunen Pardeß, fruchttragend, einschließlich aller Einrichtungen wie Installationen, Brunnen, Wasser/istenie, Packhaus usw. beträgt £P HL Die diesjährige Ernte, die von Fachleuten auf £ 10—12 pro Dunam geschlitzt wird, stellt bereits dem Erwerber zu. Im allgemeinen wird bei diesem Projekt damit gerechnet, daß der Siedler 20 Dunam erwirbt; auf solcher Grundlage sind bereits eine Anzahl Abschlüsse erfolgt. Siedlungsmöglichkeiten von Einzelsiedlerr! in schon bestehenden Kolonien (Moscliaw Owdlm). a) Beer Tuvia ist eine Kolonie (Moschaw Owdim) in Judäa, südlich von den alten Kolonien Rechowoth und Gederah in der Küstcnzonc gelegen. In dieser Kolonie sind bereits 44 Familien angesicdelt, und es besteht die Möglichkeit, noch 20 bis 25 Siedler dort unterzubringen. Jeder Siedler erhält ca. 43 Dunam, und zwar 8 Dunam für Orangen und Grape Fruit, 5 Dunam für andere bewässerte Kulturen wie. Gemüse und Griinfutter; etwa 30 Dunam sind nicht bewässerter Boden. Da die ganze Gegend sehr reich an Wasser ist, wird es in Zukunft wohl eine Möglichkeit geben, auch einen Teil der 30 Dunam zu bewässern. Der Siedler muH zur Anpflanzung der 8 Dunam mit Orangen und zur Errichtung der übrigen Wirtschaft (Hühnerzucht, Milchwirtschaft, Imkerei usw.) eiti Eigenkapital von £ 650—750 haben. Der Boden gehört dem Keren Kajemeth Lejisrael und wird dem Siedler — für ihn und seine Nachkommen — in Erbpacht überlassen. Die wirtschaftlichen und klimatischen Bedingungen in Beer Tuvia sind sehr günstig. Die Kolonie liegt sehr nahe an der großen Straße Jaffa—Gaza. Die Ansicrllung erfordert Selbstarheit des Kolonisten und seiner Familie, die ihre Ausbildung in der schon bestehenden Siedlung erhalten können, da die Siedler dieser Kolonie fachlich erprobte und erfahrene Landwirte sind und bereit sind, die neuen Siedler in der Landwirtschaft einztifuhren. Alle Siedler dieser Kolonie sind Mitglieder der landwirtschaftlichen Arbeiterorganisation Palästinas und i 1)rer Anstalten wie Krankenkasse, Ankaufs- und Verkaufsgenossenschaften, Arbcherbank usw. Das für die Ansiedlung notwendige Kapital läßt sich hier niedriger halten als sonst, da Keren Kajcincth-Boden zur Verfügung steht, lind da hei Anlehnung der neuen Siedler an bestehende Siedlungspunkte deren gemeinsame Einrichtungen und Maschinen benutzt werden können. Die Kolonie verkauft alle Produkte gemeinsam durch die große Vorkaufsgenossenschaft ״Tnuvali“; täglich werden aiic Produkte wie Milch, Eier, Gemüse usw. in Automobilen nach Tel- Awiw!geschickt. Die Kolonie besitzt eigene Schule, Kindergarten und Volkshatis, Es wohnen dort Aerzte und auch Tierärzte. b) Kfar Jecheskel ist eine Kolonie von Ein/elsiedlern in der jesreel-Ebene bei Ejn Cliarod. Auch in diesem Moschaw Owdim können sofort 13—20 neue Siedler untergebracht werden. Jeder Siedler erhält hier ca. 100 Dunam (4ü Morgen) Boden. Hiervon sind 5—7 Dunam für Orangen und Grape Fruit, 7—8 Dunam für andere bewässerte Kulturen wie Gemüse und Grünfutter und der restliche nichthcwässertc Boden für Ackerbau bestimmt. Auch hier erhält der Siedler den Boden ln Erbpacht vom Keren Kajemeth Lejisrael. Die Kolonie ist auf strenger Eigenarbeit der Siedler und ihrer Familien und auf gegenseitiger Hilfe aufgebaut. Es ist ein Kapital von £ 650—750 erforderlich, das fur Haus, Wirtschaftsgebäude, Bewässerungsanlagen und zum Ankauf von lebendem und totem Inventar usw. benötigt wird. Das Vieh ist in dieser Kolonie sehr gut und preiswert zu kaufen. (Kfar Jecheskel ist in Palästina durch gutes Milchvieh bekannt.) Die Kolonie liegt an einer Bahnstation ln Stunden von Haifa entfernt. Alle Produkte werden gemeinsam nach Haifa, Jerusalem und Tel-Awiw zum Verkauf gesandt. Im übrigen gelten die Bedingungen wie in Beer Tuviali. c) Klar Chassidkn ist eine Kolonie von religiösen Juden, 15—20 Minuten von Haifa entfernt und mit Haifa durch eine Chaussee verbunden. Der Boden gehört dem Keren Kajemeth Lejisrael. Jeder Siedler erhält ca. 100 Dunam. Hiervon sind 5 Dunam für Grape Fruit, 5—10 Dunam für andere bewässerte Kulturen und ca. 85 Dunam sehr guten und ertragreichen Bodens für Ackerbau bestimmt. Die Wirtschaff ist also eine gemischte, d. h. sie basiert auf Molkerel, Hühnerzucht, Gemüsebau, Ackerbau, bnkerei, Orangen usw. Hier ist das gleiche Kapital erforderlich wie bei den vorerwähnten Moschwe Otnditn, ebenso sind die Wirtschaftliehen Bedingungen etwa die gleichen. Ein Teil der Siedler dieser Kolonie ist Mitglied der landwirtschaftlichen Arbeiter- Organisation Palästinas. Weitere Informationen erteilt die Landwirtschaftliche Abteilung des Palästina-Amts, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Verhandlungen und Vertragsabschlüsse werden gleichfalls durch dieses Amt vorgenontmen. Es wird ferner gebeten, dem Amte alle etwa vorhar.de• nen Pline, Vorschläge und Anregungen bezüglich der A*

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