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Jüdische Rundschau · 1933-10-27 · Heft 86 (27.10.1933) · p. Seite 724

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 86 (27.10.1933)
Date
1933-10-27
Page
Seite 724 (sequence 20)
Language
German
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Se'te 722 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 86, 27. X. 1933 Palästina - Hinweise Neue regelmiißJ^c Palästinalinie. Die polnische Palästinaiinie hat, wie mitgeteilt wird, mit ihrem 15 000 Tonnen großen Dampfer ״Polonia“ einen regelmäßigen Dienst von Konstanza über Konstantinopel nach Palästina eingerichtet. Die Fahrtflauer beträgt nur 3'ä Tage, so daß diese Route die kürzeste Ycrbruinnp׳'’ nach Palästina darstellt. Die Fahrpreise der neue!! L inie sind äußerst niedrig. Die III. Klasse kostet nur % 1\ H. Der Palesiine fk Orient Lloyd, Berlin NW 7, Friedliehst r. 100, Tel.: Merkur 2015, hat die Generalvertretung dieser I inie für Deutschland übernommen und erteilt alle ־weiteren Auskünfte. Au* Kunst und Wissenschaft Der Kulturbund Deutscher Juden, Berlin SW 68, Charlottenstr. 90 92, teilt mit: Für die neu hinzugekommenen Mitglieder finden am 30. und 31. Okt. und 1. Nov., abends Dt! Uhr, im Berliner Theater, drei Aufführungen von ״Nathan der Weise•‘ in der Premiereiibesetzung statt. Das Patenschaftskomitee des Schulwerks der Adass Jlsroei veranstaltete zugunsten bedürftiger Kinder ein Konzert, dessen Programm der Geiger Max Rosenthal bestritt. Er stellte den Abend als guter Optimist in das Zeichen des Frühlings. Die einzelnen Programmnuminern wurden mit kurzen biographischen Daten eingeleitet, mit warmem Ernplinden ausgeführt. Einen diskreten und kultivierten Begleiter hatte Herr Rosenthal sich in Hans Frcyhan auserwählt. Dr. G. R. Hauskonzert zur Unterstützung jüdischer Mittelstandskilclicn. honnahend, den 28., und Sonntag, den 20. Oktober, abends 8.15 Uhr, findet im Hause Dr. Hans A. Meyer, Kur- Itirstenuamm 210, ein Konzert zur Unterstützung jüdischer MiitelsfamDkn dien statt. Mitwirkende: Hede Türk, Paula Lindler״;, Dr. Werner l.iihenthal. Programm: Lieder und Duette von Hamid, Schumann, Maliler, Brahms u. a. Bintrittskarten zu 1,50 M. erhältlich ׳durch: Ttirk, 114, Zehldf. 5352. Litulberig, J1, Bismarck ()006, ■Weyer, Jl, Bismarck 9500, sowie an der Abendkasse. Vorbestellung erbeten. Karlen für Sonnabend ausverkauft, für Sonntag mogl. nach vorheriger tdephon. Aninekhing. Bunter Abend. Sonntag, den 5. November 1933, abends 8 l'hr im Lopcnsaai, Kleiststr. 10, Bunter Abend. Erna Klein (Klavier), Frida Wcber-Fleßburg (Gesang), unter Mitwirkung von Wilhelm Outtmann (Mitglied der Stadt. Oper), Willy Rosen, Heide Sachs, Joachim Julius Lieban (Tenor). Eintrittskarten 1,50 RM. bei Erna Klein, W 50, Nachodstr, 8, Tel. Bavaria 19(>3, Frida Weber-Flelfburg, Halensee, Hektorsfrabe 3 Tel. ] 7 5870, sowie an der Abendkasse. Frankfurt a. M. Der Aufbau einer jüdischen Kulturpflege wurde auch in Frankfurt von allen Kreisen als Notvvendigkeit erkannt. Zahlreiche Vorbesprechungen führten zu dem Ergebnis, daß man von der ursprünglich geplanten Neugründung eines ״Kulturbundes“ Abstand nahm und dafür lieber an bereits Bestehendes anknüpfte. Die ״Gesellschaft für jüdische Volksbildung“ übernahm die Durchführung des vorgesehenen künstlerisch-wisscnschaftiichen Programms. Bereits vor den Feiertagen wurde eine ״Musikalische Feierstunde“ geboten, in welcher nach einer Ansprache von Herrn Rabbiner Dr. Salzberg e r geistliche Chormusik erklang, ausgeführt von einem erst seit kurzem ins Leben gerufenen jüdischen Kammerchor. — Ein Liederabend von Hermann Schey ließ die Vorzüge dieses hochqualifizierten Sängers hervortreten. — Eine von Opern reg isseur Hermann CL.ei׳g־:e«r ׳geleitete, außerordentlich gut besuchte m u s i k a 1 i s c 11 - d e k 1 a m a t o r i s c h e Veranstaltung vermittelte eine erstmalige Ueberschau über eine stattliche Schar einheimischer künstlerischer Kräfte. Dr. E. HebrSlkon-Quartett. Für dieses neue Quartett ist Herr Boris Krovt, welcher jahrelang Mitglied des international bekannten Guarneri-Quartetls war, gewonnen worden. Das Quartett besieht jetzt ans folgenden Herren: 1. Violine: Boris Krovt, 2. Violine: Max Michailow, Viola: Max Modern, Violoncello: Leo Rostal. Die Geschäftsieitun״ liegt in Händen des Herrn S. Specktor, Berlin W 30, Münchener Str. ■13; Zuschriften sind an ihn zu richten. Wirtschaft* - Notizen Kreditvereiti für Handel und Gewerbe. Am 20. Okt. fand die gut besuchte Generalversammlung des Kreditvereins für Handel und Gewerbe e. ü, m. b. H., Berlin N 21, Oranienburger Str. 3, unter dem Vorsitz des Herrn Wilhelm M a reu s statt, ln der Aussprache wurde vorn Vorstand berichtet, daß das Geschäftsjahr 1933 sich sehr gut aniä'ßt und daß mit einer Unisntzsteigerung von mindestens 50 "0 gerechnet werden kann. Verschiedene Mitglieder sprachen dem Vorstand und Aufsicht!rat ihren Dank für die erfolgreiche Mitarbeit an der Erhaltung und am Aufbau des jüdischen Mittelstandes aus. Die ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats wurden einstimmig vviedergewählt. Vom Stcllcn-Marld Offene Stellen. Gesucht werden für Berlin: Lederarbeiter (Heimarbeit), la Zuschneider für Herrenmaß, Schneider für Lederbekleidung. Gesucht werden für das Ausland (männl. Personal): Bügler für Damenklelder nach Holland, Gärtner zur Leitung für Gartenbetrieb, Lehrlinge ausbilden, 8 Morgen großer Gemüse- und Blumengarten, Maschinenschlosser für Meistersteile nach Lettland, Optiker für Holland, Schneider für Damenkostüme und erstklassige Herrensachen für Vorort von Jerusalem, lediger Chemigraph, mit Strich und Auto vertraut, nach Spanien gesucht. Gesucht werden für das Ausland (weibl. Personal): GänseausschJachterin für IJolland, Korsettdirektrice für Belgrad, Pelzausfertigerin für Luxemburg, Spezial - Korddeimaschinenarbciterin für Holland, Kragenmu.dernäherin für Holland, Kunststopferin als Vorarbeiterin für Textilfabrik in Memel, perfekte Zuschneiderin für kunstseidene Damenwäsche nach Holland. Für einen Chemigraphen, der ein tüchtiger Strichätzer und Kopierer ist und auch mit Nebenfächern gut vertraut ist, wird. Stellung nach Palästina oder Ausland gesucht. Wir suchen handwerkliche Lehrstellen jeder Art, insbesondere im Bau- und Metallgewerbe. Bei besonders guten Lehrstellen können evtl, auch klein« Zu- Schüsse gezahlt werden. Ferner suchen wir für die Ausbildüng unserer Jugendlichen in handwerklichen Berufen Paten, die diesen jungen Menschen die handwerkliche Ausbildung durch Zahlung von Lehrbeihilfen ermöglichen. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen A r b e i t s n a c h - wei s e, Berlin €2, Roscnstr. 2—4, Tel.: Norden 6711. Verband Jüdischer Ingenieure und Chemiker In Deutschland E. V. Vakanzen: 1. Chemiker für Einrichtung der Fabrikation von Buch-Druckfarben und Buch-Druckwalzen; 2. Chemiker für Herstellung von Anilinfarben; 3. Chemiker zur Herstellung von Firnissen, Oellacken und Polituren für Möbel; 4. Chemiker oder Ingenieur zur Einrichtung und Leitung einer Gold- und Silberscheideanstalt; 5. dringend gesucht wird von Weberei (150 Arbeiter) ein erster. Stuhlmeister, der Stühle montieren und reparieren kann und gelernter Webmeister sein muß; 6. Chemiker oder Ingenieur für Fabrikation von Schleifscheiben, speziell Amarillscheiben esucht. Bewerbungen sind unter Beifügung von Rückporto, urzem Lebenslauf usw. zu richten an: Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Fachabteilung: Verband Jüdischer Ingenieure und Chemiker, Berlin "SW 19, Lindenstraße 48,50. Berliner Kollegen erhalten Auskunft in der Sprechstunde des Verbandes, Montags von 17—19 Uhr, bzw. telephonisch unter A7 Dönhoff 307. Vermischte* Mitteilungen des K. J. V. Wir bitten Berliner Bundesbriider, die ihre ärztliche Praxis aufgeben, und solche Bundesbrüder, die eine ärztliche Praxis in Berlin übernehmen wollen, sich bei uns zu melden. Wir haben verschiedentlich Anfragen wegen Ucbernahme oder Aufgabe einer Praxis und es ist auf diese Weise vielleicht ein gewisser Ausgleich möglieh. Wir bitten sämtliche Bundesbriider, die Zertifikatsanträge gestellt haben, uns die Nummern aufzugeben, unter denen ihre Zertifikatsanträge registriert worden sind. Wir können nur die Anträge behandeln, die uns gemeldet worden sind. Alle Bundesbrüder werden gebeten, nach Ankunft in Erez Israel sofort ihre Adresse und auch Adressenänderungen bekanntzugeben. Jeden Sonntag treffen sich die KjV.er in Tel-Awiw, abends 1/29 Uhr, im Hotel Palatin. Präsidium des K. J. V. in Erez Israel: Tel-Awiw, Briefadresse Hotel Palatin. Berlin. Die Misrachl-Frauengruppe veranstaltet ab 5. November einen Vortragszyklus (14tägig) des Herrn Rabbiner Dr. A 11 in a n n über ״Die Geistesströmdngen intjerhalh des traditionellen Judentums der letzten zwei Jahrhunderte“ im Cafe Leon, Kurfürstendamm. Näheres siche Inserat in der nächsten Rundschaunummer. Der Verband deutscher Zionisten-Revisionisten bittet uns, mit/uteilen, daß der Verband ein Bestandteil der Zionistischen Organisation ist und daher die Mitgliedschaft in ihm automatisch die Zugehörigkeit zur Zionistischen Organisation entschließt. Das Paläslina-Amt, Berlin, Abteilung Allgemeine Beratung, bittet seine Freunde um kostenlose Ueberlassung von folgenden Wörterbüchern: deutsch-englisch, englischdeutsch, deutsch-französisch, französisch-deutsch. Sportfest des R.j. F., Berlin. Am Sonntag, dem 29. Oktober, nachmittags 13(5 Uhr, findet auf dem Sportplatz der Jüdischen Gemeinde am Bahnhof Grunewald ein Sportfest des R. j F , Berlin, statt, an der die R. j. F.-Sportgruppe Hamburg, die Jiu Jitsu-Oruppe des R. j. F., Berlin, der I.F.S.C. 05, Berlin, und die Berliner Sportgemeinschaft teilnehmen. Der Reichsbund Israelitischer Schwerhöriger (״Risch“) ruft als Selbsthilfeorganisation die israelitischen Schwerhörigen Deutschlands zum Beitritt auf. Zweck: Förderung ihrer geistigen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Belange, z. B. kostenlose Beratung durch Anwälte und Ohrenärzte, Berufsberatung, Hilfe, Ablesekurse, Geselligkeit, Verbandsorgan usw. Auch normalhörende Förderer sowie Rechtsanwälte und Aerzte, die uns bei der Ortsgruppen bildung zur Seite stehen, wollen sich melden beim 1. Vorsitzenden, L. Goldschmidt, Charlottenburg, Sybeistr. 2e, oder bei der an jedem ersten Sonnabend im Monat, 19*4 Ohr, bei Dobrin, Hackescher Markt, stattfindenden Monatsversammlung. Nächste Versammlung: 4. November. Der Verein für Ferienkolonien jlidlscheF Klncfer beabsiehtigt, sein Heim in Hirschberg־ im Riesengebirgd, das für Winterkuren für erholungsbedürftige Kinder ganz besonders geeignet ist, Mitte Dezember wieder zu öffnen. Anmeldungen sind baldigst zu richten an unser Büro, Rosenstraße 2—4, Zimmer 23. Zentralstelle für Studienangelegenheiten In Italien. Wir erhalten folgende Zuschrift: Zwecks Information über Studienmöglichkeiten in Italien und alle damit Zusammenhängenden Fragen wende man sich nur an die neugegründete Zentralstelle für Studienangelegenheiten in Italien, Roma, Piazza S. Pantaleo Nr. 3/J1. Diese Stelle gibt Auskünfte über sämtliche italienischen Universitäten, Lebenshaltung«- kosten usw. Um in Zukunft Unzuträglichkeiten nach Möglichkeit zu vermeiden, wird gebeten, sich wegen Informationen nicht mehr direkt an die italienischen Universitäten zu wenden, sondern unbedingt von der Informationsstelle Gebrauch zu machen. Familien - Nadhridhtcn Herr Moritz and Frau Ton! Abugow, Charlottenburg, Witzlebenstr. 18, (eierten am 25. Oktober die Silberhochzeit. Herr Moritz Locwenthal und Frau Maria, geb. Rosenberg, Berlin, feiern am 1. November ihre Silberhochzeit. In der Notiz über die Silberhochzeit des Herrn Albert Heim, Landsberg a. \V. (Nr. 85), ist ein Druckfehler unterlaufen. Es muß Heim heißen, nicht Hein e. Herr Jacob Roth st ein, früher Posen, jetzt Berlin• Charlottenbürg 5, Windscheidstr. 23, feiert am 3. November den 70. Geburtstag. Berliner Synagogen - Nachrichten Jüdische Gemeinde. Freitag, den 27. Oktober, abends: Synagogen mit altem Ritus und Altervcrsorgungsanstalten, sowie Neue Synagoge, Syn. Lindenstraße und Friedenstempel: 5 Uhr; Syn. I.titzowstraßc und Fasanenstraßc: 6 Uhr; Syn. Levetzowstraßc und Schmargendorf: 7 Uhr; Syn. Prinzregentenstraße: 7.15 Uhr. Predigten: Syn. I.indensttaße: Dr. Salomonski; Syn. Fasanenstraße: Dr. Galüner; Syn. Prinzregentenstraße: Dr. Swarsensky. In den übrigen Orgclsynagogcn: Ansprache des Rabbiners. Sonnabend, den 28. Oktober, morgens: Synagogen rnit alten} Ritus und Alterversorgung!- ansfalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst: Synagogen Rykestraßc und Kotthttsscr Ufer-Ahawas Reim: 7 Dhr; Synagogen mit neuem Ritus: Hauptgottesdicnst: 10 Uhr; Friihgottesdienst: Synagogen Lindenstraße, Levetzowstraßc und Prinzregentenstraße: 7.30 Uhr. Predigten: Syn. Rykestraßc: Dr. Weyl; Syn. Pestalozzistraße: Dr. E. Levy; Syn. Münchener Straße: Dr. A. Levy; Syn. Grunewald: Dr. Cohn; Neue Synagoge: Dr. Illurnenthal. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Syn. Kottbusser Ufer-Ahawas Reim: Dr. Jakobovits; Syn. Münchener Straße: Dr. A. Levy. Sabbat.Ausgang: 5.30 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: Abends in allen Synagogen: 4.30 Uhr; morgens; Synagogen mit altera Ritus (außer Syn. Münchener Straße): 7 Uhr; Syn. Münchener Straße: 7.15 Uhr; Syn. Kottbusser Ufer-Ahawas Reim: vom '1. November ab: 7.30 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: 7.30 Uhr. Seelsorgerische Sprechstunde in den Wohnungen der Herren Gemeinderabbiner täglich (außer Sonnabend) 10—11 Uhr vormittags; in dringlichen Fällen nach vorherigem Anruf- ״B«th Zion’*, Brurenemtr. 31: Freitag» abends 5 Uhr; Sonnabend, morgens 8.45 Uhr. Mincha: 4.45 Uhr. Wochentags, morgens 6.45 Uhr; abends: 4.45 Uhr. SchBnebcrger Synagogen-Veretn, Münchener Str. 37. Täglich nach dem Abendgottesdienst Lehrvorträge, aus dem Gesamtgebiet jüdischco Wissen* Die ־ Dozenten: Rabb. B. Pesscn, Dr. S. Ksinsky, Rabb. Dr. Rosenwassee, Berliner Kniender Eintritt nur für Mitglieder und geladene Gäste. Berliner Zionistische Vereinigung. Gruppe Süd: Dienstag, den 31. Oktober, 20.30 Uhr, ״Deutscher Hof“, Lucknuer Str. 15, ״Bildbericht vom Aufbau Palästinas“ Nr. I, Begleitworte W. Tempel. — Gruppe Lehnincr Platz: Mittwoch, den 1. November, abends 20.30 Uhr, Cali Leon, Kurfürstendamm, Rabbiner Dr. Emil Cohn, ״Jüdische Jugenderziehung — die Forderung der Stunde!“ KALENDARIUM 1933 — 45. Woche 5694 — 7. Woche *emstag 38. Oktober 8. Mardrcschw. לך לך Sonntag 39. ״ 9- Montag 30. ״ 10. Dienstag 31. ״ 11• . Sabbat-Ausgang, Berlin 3», Breslau 5», Frankfurt a. M, 5*. Mündtcn 3«. 31.10.1317 Halnrlds Ortet*, dar berühmte Jüd. Gesdldstsichrclber geboren Deutscher Makkabikreis1 Sportfest am Sonntag, dem 5. November 1931 auf dem Sportplatz am Bahnhof Grunewald. Der J.T. S.C. Iiar Koehba-IIakoah, Berlin, veranstaltet am 5. November 1933 auf dem Sportplatz am Balu Grunewald ein Handball-, Hockey- und Fußballturnier, an welchem sich neben den betreffenden Abteilungen des Bar Koehba-IIakoah. Berlin, Bar Kochba Hamburg, und Bar Kochba Leipzig, beteiligen. Das genaue Programm wird in der nächsten Freitagnummer der ״Jüd. Rundschau“ bekanntgegeben. Zur Unterbringung der Makkabim am Hamburg benötigen wir noch einige Quartiere rnit Verpflegung. Wir bitten unsere Gesinnungsgenossen um Bereitstellung von Quartieren in schriftlicher Form an I. T. S. C. Bar Kochba-Hakoah, Meinekestr. 10, oder Tel. unter Bismarck 1938. Auch Im Fußball Bar Kochba-Hakoah, Berlin, liegreich. Der Spiclausschuß jüdischer Fußballvereine trat am letzten Sonntag mit einem größeren Spielprogramm erstmalig in Erscheinung. Die Durchfiihrting der Spiele unter der Leitung eines Ausschusses von füni Leuten bestellend, war ganz programmäßig und konnten sämtliche Spiele unter Dach und Fach gebracht werden. Die einzelnen Resultäte sind folgende: Bar Kochba-Hakoah ' I a ~ V. E. S. Ia 8:0; Har Kochba-Hnkoah Ic — B. S. G. Ib 3:0; B. S. G. Ia — V. E. S. Ib 6:0; Bar Kochba-Hakoah II a — V. E. S. Ha 6:1; Bar Kochba-Hakoah II b — B. S. G, II a 13:0; V. E. S. II b — H. S. G. Alte Herren 2;8; V.E.S. Alte Herren — Bar Kochba- Ilakoah Alte Herren 1:7. Ferner standen sich in Gesellschaftsspielen gegenüber: Bar Koehba-IIakoah I. Schüler — V. E. S. I. Schüler 4:0; Bar Kochba-Hakoah II. Schüler — V.E.S. II. Schüler 8:0. Die Spiele, speziell der ersten Mannschaften, standen alle im Zeichen großartigen Kampfsportes, und man kann erwarten, daß sämtliche Spiele sehr interessant verlaufen werden. Um den Spielbetrieb so interessant wie möglich zu machen, wurden sämtliche gemeldeten Mannschaften in zwei Klassen eiugcteilt. 1. Klasse Bar Kochba-Hakoah I, II, III; V.E.S. I, II; B. S. G. I, II. 2. Klasse: Bar Kochba-Hakoah I, II, III und Alte Herren; V.E.S. I, II und Alte Herren; ß. S. G. I, II und Alte Herren. —- Spiele am Sonntag, dem 22. Oktober: Sportplatz Schönholz: 9 Uhr: B. S. G. II a — Hakoah Ila; 10.40 Uhr: B. S. G. Alte Herren — V.E.S. Alte Herren. Platz am Schäfersee: 9 Uhr: V.E.S. Hb — Hakoah Hb; 10,40 Uhr: V.E.S. Ila ■— Hakoah Alte Herren. Frankfurt a. M. Am Sonntag, dem 8. Oktober 1933, trat die vor einiger Zeit ins I.eben gerufene Arbeits-Gemeinschaft jüdischer Tum- und Sport-Vereine Südwestdeutschlands, Sitz Frankfurt a. M., Geschäftsstelle: W. Fliedenstein, Frankfurt a. M, Bürgerstr. 94, zum erstenmal mit größeren Veranstaltungen in die Oeffentlichkeit. Zweck und Aufgabe dieser Arbeits-Gemeinschaft ist die Durchführung eines geregelten Spielbetriebes und Veranstaltung von Sportfesten innerhalb des Bezirkes, als Ersatz für die allen Sportlern verlorcngegangene Möglichkeit, sich innerhalb der deutschen Sportswelt zu betätigen. Die Arbeits-Gemeinschaft ist eine Art aufsichtsführender Sportverband und hat sportliche Disziplinargewalt und Gerichtsbarkeit über alle Mitglieder der angeschlossenen Vereine, soweit sie ab Spieler gemeldet sind. Die Führer der Arbeits-Gemeinschaft, die einstimmig gewählt wurden, sind: W. Friedenstein (Frankfurt a. M.). I. Vorsitzender; Jul. Hirsch (Frankfurt a. M.), stellvertretender Vorsitzender; A. Fuld (Frankfurt a. M.), Kassenwart; Weinberg (Offenbach), Protokollführer; S. Goldschmidt (Langenselbold), Fußbaliobmann; M. Flörsheim (Frankfurt a. M.), Handballobmann; >!• Wieseneck (Darmstadt), Leichtathletikobmann; E. Steinhauer (Hanau), Jugendobmann; Dr. Götzl (Mannheim), Schiedsrichtcrobmann. Mit den Fußball- und Handballrunden wurde bereits begonnen und haben sich hierzu über 30 Mannschaften gemeldet. Bar Kochba Frankfurt a, M. siegt In Darmstadt. Leichtathletik: An dem Sportfest am 8. Oktober ia Darmstadt der Arbeits-Gemeinschaft jüdischer Turn- und Sportvereine Südwest• dcutschlands nahmen auch die Makkabivereine ״Hakoah“ Köln und ״Bar Kochba“ Frankfurt mit großem Erfolg teil. Hierbei gelang es den Makkabivercinen, von insgesamt zu vergebenen 66 Preisen 20 zu erringen. ״Hakoah“ Köln vermochte die 4X 100-m־Herrcnstaffel vor B, K, Frankfurt zu gewinnen. Die Olympische Staffel wurde von Köln in überlegener Manier gewonnen. Auch die 400 und 800 m wurde von dem jungen, erst 18jährigen Kölner Makkabi Franz Orgler glatt gewonnen. Im 100-m-Endlauf belegte Gaßner hinter Katt (Frankfurt) den zweiten Platz. Der Frankfurter ״Bar Kochba“ belegte 6 erste, 5 zweite und 4 dritte Plätze, was unbedingt als ein großer Erfolg zu werten ist. Erste wurden: Makkabiah Rosi Goldberg im 100-m-Damenlauf. Goldberg ist erst 14 Jahre alt und gewann den Vor-, Zwischen- und Endlauf gegen die wesentlich älteren Konturrentinnen überlegen. Ein prächtiger Erfolg der jungen Bar Kochbanerir!; die 4X 100-m-Damenstaffel in der Besetzung: M. Marcus, Frau Dr. T. Weichsel, A. Hirsch, R. Goldberg, Makkabiah Marga Marcus im Hochsprung, Wilhelm Katz im 100 m, Leo Metzger in 100 m für Alte Herren und Kugelstoßen. Zweite wurden: Makkabiah Anni Hirsch im 50-m-Lauf für Schülerinnen, Frau Dr. T. Weichsel in Hochsprung, B. Grünebaum in Kugelstoßen, Rosenthal im 400-ro- Lauf und die 4X 100-m-Herrenstaffel. 3. Plätze belegten: Makkabi Hermann Rudawer 800 m, Süßmann 1500 m, Kurt Speier in Kugelstoßen und Werner Gans im Schlagballweitwurf für Schüler. — Rasensport: 15. Oktober hatten die Frankfurter Bar Kochbar.er die Mannheimer Makkabim mit fünf Mannschaften zu Gast. 4 Spiele gewann Frankfurt und 1 Mannheim. Gesamttorverhältnis 18:9 für Frankfurt. Spielergebnisse: 2 Handballmannschaften 4:2 für Frankfurt. 1 Handball-Herren 3:1 für Mannheim. Die Gäste waren den Einheimischen, die ersatzgeschwächt antraten, in bezug auf Schnelligkeit und Eifer überlegen, verdanken allerdings den schönen Sieg in erster Linie ihrem ganz famosen Torwächter Mann, der eine ganze Anzahl sehr schwieriger Bälle in fabelhafter Manier meisterte. Das Spiel der 2. Fußballmannschaften endete mit einem klaren 8:1-Siege der Mainstädter und die Begegnung der Sondermannschaften wurde von der Frankfurter Soma ״Jacosco“ 8:2 gewonnen. Die Fußballschüler des B. K. schlossen die Spiele des Tages mit einem 3: 2-Siege über die gleiche Mannschaft des Sportverein» ״Phifantropin“ ab. Nachmittags fand in der Frankfurt- Loge ein gemütliches Beisammensein mit den Mannheimer Gästen

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