Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 86 (27.10.1933)
- Date
- 1933-10-27
- Page
- Seite 723 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2651273-2653725-2653809--24288-2687229- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
1933 Nr. 86, 27. X, 1933 jodische Rundschau Seite 721 n allen bildung :lstelkn Rodges) en. Die 1 Zweiirtschaft ildungsich n'jid großes Id u ״ tit dem hcbiiiich der unserer ne zeithrifttum tbildung als die der Gr• enschen i b b 111 Gruppe eigenen :ht eine ganzen jehören, und zu* wir in die von eilenden gen wir iis zum alten es es ab mg der au Er* ׳ rutreten. Jugend I ü I h, ischah le Situa- 1 gestellt ung der der Pe- 1m noch eiigiösen :eselligcn ׳nnerstag Referat ׳ffnet. In - B am - sich aus , in der :r Hista- Referat undlagcn für die!rsönlicheigt, das einen zu iren hat. auf dem der Reend, bei der bis- und dem 1 Jugend liim hanen durch;sanunenre zeigte ippe von Mitglieder chwierigigen ist. nien der rchführen werden,;eigneten les Brith inda-Brobräischos ihre Be- 10b noch Chahizim auf dem ansieht, l nicht in 1. — So entgegen, dern gei Blumen :rn. m Lager en durch Baracke, en Gruß: Feiertags■ gegessen eie Gäste hön war• :Seilschaft ern, mehr mir klar neue, dem er Leben ien wird, und dem le kultur- : «ntstand hen Men- 1kk*J1 ist j mit Zv* v), Mais, igen, Die indenlang Erwachsie etwas Ch. M. Ortsgruppen Breslauer Zionistische Vereinigung. Montag, den 30. Okt, abends 81/2 Uhr, i־n Saal der Hermann- Loge, Museumsplatz: Oeffentllche Versammlung. Thema•• ״Zeitwende tat Judentum". Referent: Rabbiner Dr. Joachim Prinz. Eintrittskarten zu M. 1,—-, 0,75, 0,40, für Jugendliehe und Erwerbslose M. 0,20 an der Abendkasse. Alle Mitglieder der Synagogengemeinde sind eingeladen. Berlin. Der erste hebräische Abend der B. Z. V. im großen Logensaal, Kleiststraße, war nicht nur ein großer Erfolg als Bekenntnis der zur hebräischen Sprache stehenden deutschen Juden sondern er war ein jüdisches Erlebnis. Junge Künstler von Rang vermitteln einem im wesentlichen westjüdischen Publikum Werke jüdischer Musik und hebräischer Dichtung und erzielen damit einen durchschlagenden Erfolg, der nicht von üesinnnngs wegen kam, sondern der der Dank verwöhnter Kunstgenicßer für das Dargebotene war. Die Darbietunp hebräischer Kunst ist das beste Erziehungsmittel, um der hebräischen Sprachbewegung in Deutschland ihre Ziele zu weisen. Das Hebräisch der Bibel und der späteren Literatur als Lehrziel unserer Kurse darzustellen, war die Bemühung Serenis in seinen Geleitworten auf dem ersten hebräischen Abend. Frau Herrnstadt-Oettingcn (deutsche Bibel-Rezitation) und Willy Frey (Violine) sind in der jüdischen Gesellschaft durch ihre Leistungen bereits anerkannt. Ein neues Talent zeigte sich in Mascha Biniakonski, die sich mit ihren hebräisenen Liedern trotz ihrer zarten Stimme einen großen Erfolg errang. Last not least: Max Koninski, ein Name, den man sich merken muß. Vor sechs Jahren in einem ostiiidisehen Stück zum erstenmal auf die Bühne getreten, führte ihn sein Weg über Frankfurt nun an das Kulturbundtheater. Ein markanter Sprecher, der an diesem Abend zum erstenmal Rückkehr zur hebräischen Sprache gefeiert hat. Meir Hacohen. Bochum. Zu einem gemütlichen Oneg-Simchas Thora mit Teebewirtung versammelten sich am 13. Oktober in den Räumen der Loge die Mitglieder der Z. O. G., ihre Angehörigen und eingeführte Gäste, zusammen zirka 100 Personen. Nach einem Musikvortrag des Herrn Rosental sang der Chor des Habonim Bochum, verstärkt durch einige Dortmunder Mitglieder, ״Haielujah“, worauf der Vorsitzende der Z.O.G., Herr J. Klausner, in einer Ansprache die Bedeutung der Simchasthorafeier darlegte. Alsdann erfreute Frau Dr. Koppel mit einem Gesangsvortrag von drei jiddischen Liedern die Gäste. Herr Lehrer Mendl sang eine Arie aus ״Samson“. Nach der Teepause sprach Frl. Wiener einen Prolog ״Ahasver“, worauf ein Sprechchor des ״Habonim“ die ״Einzige Lösung“ mit viel Talent vortrug; alsdann sang der Chor mehrere hebräische Lieder. Mit dem Gesang der ״Hatikwah“ schloß die äußerst gelungene Feier. Allen Mitwirkenden sei hierdurch herzlich gedankt. — Unsere Ortsgruppe veranstaltet regelmäßig jeden Freitag abend, um 8.30 Uhr, einen Oneg Schabath, J. K. Beuthen (O.-S.). Sonntag, den 29. Oktober, 8V» Uhr abends, spricht in der Großen Synagoge in Beuthen Herr Rabbiner Dr. Joachim Prinz (Berlin). Düsseldorf. Sonntag, den 29. Okt״ abends 81/2 Uhr, Im großen Börsensaal des wilhelm-Marx-Hauses, Palästina* Heute, eine Schau der neuesten Lichtbiläer aus Palästina. Vortrag: Herr Dr. Ernst Mechner (Berlin), Herr Dr. Eino Seren! (Oiwath Brenner, Palästina^), ״Leben und Arbeit im heutigen Palästina“. Musik. Umrahmung: Frl. Rosemarie Gumpert: Violine! Frl. Ruth Hirschland: Klavier; Herr Dr, Iwilh. Kaliski* Cello. Unkostenbeitrag 0,50 RM., für Jugendliche 0,30 RM» Zutritt nur für Gemeindemitglieder und eingeiadenc Gäste. Euskirchen. Auch in Euskirchen mit seinen ca. 60 jüdischen Familien besteht seit August eine Zionistische Ortsgruppe, die 50 Mitglieder hat. Vorsitzender war bis jetzt Max Heilberg, der leider jetzt fortgezogen ist. Sein Bruder Dr. Leo Heilberg wird nun diese Gruppe leiten. Gerade in heutiger Zeit begrüßen es die Juden auf dem Lande, wenn ihnen Berichte über Palästina geboten werden. Daher ist es auch kein Wunder, wenn die Vorträge, welche von Dr. Capell (Düren), Dr. David (Köln), Dr. Moritz Schweizer (Essen), Siegfried Schweizer (Köln) und Julius Kaufmann (Köln) ge• halten wurden, so besetzt waren, daß kein Platz mehr vor• handen war. — Einen ״Hechaluz“ gibt es auch schon; er hat 15 Mitglieder. Snifleiter ist Herbert David (Euskirchen, Neustr. 22); alle Anfragen zwecks Palästinaberatung, Berufs- Umschichtung usw. sind an ihn zu richten. Selbstverständlich gibt es auch einen hebräischen Kursus, geleitet von Rabbiner Beier; er wird von 25 Leuten besucht. Geplant ist eine zionistische Junggruppe. Die KKL-Aktion war ein großer erfolg. Gleiwitz. Die seit Monaten stark anwachsende Zionistische Ortsgruppe wird in diesen Tagen eine Umorganisation vornehmen. Man wird in Zukunft an den wöchentlichen Dienstag- Abenden in drei Gruppen Zusammenkommen und zwar: Die älteren Zionisten (im ״Jüdischen Vereinshaus“ am Stammtisch); die jüngeren männlichen Mitglieder (im ״Jüd. Vereinshaus“, Versammlungszimmer) und die jüngeren Damen (vorläufig bei Frau Dr. Werner, Miethe-AHee 7). Jede dieser Arbeitsgemeinschaften steht unter der Leitung eines erfahrenen Zionisten, wird sich aus dem zionistischen Aufgabenkreis ein bestimmtes Thema stellen und jedes Mitglied zur aktiven Teilnahme heranziehen. Einmal 1m Monat werden sich diese drei Gruppen bei den in Aussicht genommenen Vorträgen auswärtiger Zionisten zusammenfindeti. Gleichzeitig mit der Intensivierung der Ortsgruppenarbeit kann nunmehr auch deT ״Bar Kochba“ seine Tätigkeit wieder aufnehmen; der Magistrat der Stadt Gleiwitz hat ihm die Turnhalle der Volksschule, FreundstraBe, an jedem Montag in der Zeit von 6—8 Uhr abends zur Verfügung gestellt Hamburg. Die Besucher des von der Zionistischen Orts* gruppe veranstalteten Vortrages von Rabb. Dr. Joachim Prinz (Berlin), annähernd tausend Personen — zahlreiche mußten vor den Türen des überfüllten Saales umkehren — konnten sich dem Zauber nicht entziehen, den dieser Redner ausstrahlte; eine Stimmung jüdischer Zuversicht erfaßte das Publikum. Das Thema des Referats hieß ״Die Wende“. Wir sieben, erklärte Dr. Prinz, an einer Wende. Wieder ist eine Epoche liberaler, weltbürgerlicher, und insofern dem Nationalen feindlicher Parolen zusammengebrochen, wie schon zweimal in den letzten anderthalb Jahrhunderten mitteleuropäischcr Entwicklung. Im Zeichen unserer gemeinschaftszugewandten Zeit sei der feste Entschluß jedes einzelnen Juden notwendig, dem es ernst mit seinem Judesein ist, ״alle seine Tage“', ״Icol jomai“ im ganzen Sinne dieses altüberlieferten hebräischen Wortes, an der Erhaltung jüdischen Gemein- Schaftslebens mitzuwirken. — Kurzgefaßte Hinweise auf Pajästina und die konkreten Tagesaufgaben der Auswandererhilfe, der Berufsumschichtung und der Erziehung jüdischer Kinder folgten. Gegen Ende der Veranstaltung, nach abschließenden Worten des Ortsgruppenvorsitzenden Dr. E. Marx, nahm Dr. Prinz noch einmal das Wort: er wandte sich in eindringlich zur jüdischen Leistung aufrufenden Worten zur Jugend. Karlsruhe. Sehr stark hat sich die zionistische Idee hier Bahn gebrochen. Die ״Jüdische Rundschau“ wird überall gelesen. Die Beteiligung an unseren Aktionen und Veranstaltungen ist rege, und jeder äußere Anlaß führt neue Mitgheder in unsere Ortsgruppe. Am 9. Oktober hatte die Misrachi-Ortsgruppe zu einem Vortrag von M. Unna (Rodges) eingeladen, der im überfüllten Gemeindehaussaal über ״Hachscharah und Alijah, wie sie sein sollen und wie sie nicht sein sollen“ sprach. Die Diskussion zeigte etwas sehr Wichtiges: Es wurden kaum Fragen gestellt, die sich auf den Inhalt des Vortrags selbst bezogen. Vielmehr gaben diese Fragen Aufschluß darüber, was alle erfahren möchten: weleben Ausweg gibt es für uns? Herr Unna zeigte den Weg, den die Chaluzira Dathiim gehen: Thorah wa Awodah. Kiel. (Misrachi-Ortsgruppe). Am 12. Oktober veranstaltete die Kieler Misrachi-Ortsgruppe anläßlich von Schmini-Azercs in der Wohnung des Herrn Feuer einen Oneg-Jomtow. Hierzu waren alle Mitglieder und Vertreter der Ortsgruppe und der zionistischen Jugendbünde eingeladen. Der 1. Vorsitzende, Herr Buchen, betonte, daß man auch bei dieser Gelegenheit die Anwesenheit des aus Kiel tortgegangenen Herrn Rabbiner Dr. Posener vermisse, der sonst immer diesen Tag benutzt hatte, um die Kieler Juden zu sich zu laden. Der Oneg-Jomtow verlief sehr harmonisch. Die Jugendlichen erfreuten die Aelteren durch Liedersingen. Köln. S n i f H e c h a 1 u z. Am 7. Okt. trat im Rahmen der Z. V. Ortsgruppe Köln der Snif Hechaluz erstmalig vor eine größere Oeffentlichkeit. Der große Saal der Rheinlandlöge war überfüllt, Hunderte fanden keinen Einlaß mehr. Heine Schupler begrüßte die Erschienenen und betonte, daß der chaluzische Weg in der Tat, nicht im Wort bestehe, was auch durch den Charakter der Veranstaltung als schlichte Abschiedsfeier für die am Tage darauf nach Palästina fahrenden Chawerim bewiesen wurde. Der unter der Leitung von Julius Goldberg stehende Chor brachte einige hebräische Gesänge zum Vortrag, Ernst Cassel verschönerte den musikalischen Teil durch einige Geigenvorträge. Amtsgericlitsrat Mai sprach im Namen der Ortsgruppe. Liegnitz. Die Zionistische Ortsgruppe hielt kürzlich ihre monatliche Sitzung ab. Der neu gewählte Vorsitzende, Dr. Levy, eröffnete sie mit einer Ansprache, in der er besonders aut das Gebiet kultureller Arbeit hinwies. Im Vordergrund unserer Arbeit, so betonte der Redner, hat die innere Vorbereitung des jüdischen Menschen auf Palästina zu stehen. Als erster Referent sprach Dr. Baeck über Dr. Krojankers Buch: ״Zum Problem des neuen deutschen Nationalismus“. Als zweiter Referent sprach L. Kaufmann über Pinskers ״Autoemanzipation“. Am Schluß der Sitzung las der Führer der Jugendgruppe, Jakubowski, einige Abschnitte aus Herzls Tagebüchern vor. — Die Tischri-Sammlung für den Keren Kajemeth brachte das überaus günstige Ergebnis von zirka 350 M. Lediglich der Arbeit der Jugendgruppe, die die Sammlung übernommen hatte, ist dieses schöne Ergebnis zu danken. Magdeburg. (Snif Hechaluz.) Am 14. Oktober dieses Jahres fand eine zionistische Kundgebung des Hechaluz statt, bei der Dr. Enzo Sereni über ״Die arbeitende Jugend in Palästina“ referierte, — Er rechnete mit der Assimilation ab und wies dem jüdischen Mensehen den Weg der Arbeit in Palästina. Die Versammlung brachte einen großen Erfolg für den Keren Kaiemeth, sowie für den Hechaluz, dem sich wieder viele neue Menschen an* schlossen. D. G. Mannheim. Am 14. 10. veranstaltete die hiesige Z.O. G. einen Vortragsabend, dessen Thema ״Die deutschen Juden und Palästina“ von Rabbiner Dr. Max Grünewald behandelt wurde. Die Veranstaltung erfreute sich einer hier bisher nicht erlebten Zuhörerzanl, so daß der Vortrag in einen zweiten Saal durch Lautsprecher übertragen werden mußte. Die Ausführungen von Dr. Grünewald waren vom Grundgedanken getragen: Ausgangspunkt des zioaistisehen Wollens und der zionistischen Tat kann nicht sein das persönliche Schicksal jüdischer Menschen im Galuth, sondern Ausgangspunkt und Zentrum jeder zionistischen Betrachtung ist und bleibt Palästina. Palästina darf auch in der größten Mot nfcht zu einem technischen Problem degradiert werden. Der Sinn der Hachscharah muß von den deutsehen Juden seine tiefste Deutung erfahren. Der Wechsel des Wohnsitzes wird sich dann nicht in ei^Cr geographisehen Veränderung erschöpfen, sondern er wird mit der Zerreißung vieler Lebensbestimmungen die Sicht auf eine neue große Lebenshestimmung eröffnen. Der Abend erhielt noch eine besondere Bedeutung für die älteren Mitglieder der Z. O. G. Mannheim durch den Abschied des bisherigen Vorsitzenden Dr. Arnold Hildesheimer, der mit seiner Familie nach Erez Israel übersiedeln wird. Die Z.O.G. hat den Ausdruck ihTer hohen Verehrung für Dr. Arnold Hildesheimer in dem Beschluß einer Eintragung in das Goldene Buch bekundet. Zum neuen Vorsitzenden der Z.O.G. wurde Herr Dr. Steinfeld bestimmt. Die chaluzische Jugendgruppe trug durch gut gesungene Lieder viel ziim Gelingen dieses Abends bei. Dr. M. Steigbügel. Osnabrück. Auch in Osnabrück kann ein Wandel in der jüdischen Einstellung festgestellt werden. Im Gegensatz zu früheren Jahren hat die zionistische Idee in weiten Kreisen unserer Gemeinde Eingang gefunden. Dieses zeigt sich in jeder Beziehung. Bemerkenswert ist, daß die Rosen Haschanah-Aktion für den KKL einen ausgezeichneten Erfolg auf• weisen konnte. Die Spendenzahl ist von 7 auf 75 gestiegen. Osnabrück ist einer der wenigen Orte, die dank des eifrigen Interesses der Mitarbeiter die Aktion schon in der 1. Tischri-Wocbe abgeschlossen hatte. Für die weitere KKL• Arbeit (z. B. imitaschen- und Büchsen-Aktion) hat sich die im JPD. organisierte Jugend zur Verfügung gestellt. Einen Beweis für die Verbundenheit mit dem Palästina-Aufbau• werk erbrachte der am 15. Oktober vom JPD. veranstaltete Elternabend. Das sehr reichhaltige und vortrefflich abge• wickelte Programm machte auf das Publikum einen hervorragenden Eindruck. Hervorruheben ist die Ansprache der jugendlichen Führerin Friedei Katzmann, welche das Ver• antwortungsbewußtsein der jüdischen Jugend zum Ausdruck brachte. Besonders gefielen die mit großer Begeisterung vorgetragenen hebräischen und jiddischen Chöre, sowie die Horrah. Ferner sah man neben einer Auslage von Bastei- und Handarbeiten einen KKL-Stand mit Schriften über Zionismus, Keren Kajemeth Lejisrael und Hechaluz. — Am 25. bzw. 26. Oktober findet im Rahmen der KKL-Arbeit wieder rin Vortrag statt. L. O-n. Pforzheim. Auch in der hiesigen Gemeinde hat nunmehr der zionistische Gedanke Fuß fassen können. Am 26. Sptbr. sprach in einer stark überfüllten Versammlung Herr Dr. Pomeranz (Frankfurt a. M.) über das Thema ״Deutsche Judenfrage und Palästinaaufbau“. Die eindrucksvollen Worte des Redners fanden den reichen Beifall der Versammlung. Die Neujahrs-Aktion des N.-F. brachte ein sehr erfreuliches Ergebnis. Stettin, Untergruppe Stargard/Pomm. ln Stargard hat sich eine Zionistische Ortsgruppe gebildet mit 30 Mitgliedern.. Der Vorstand besteht aus den Herren: Dr. Rosncr, Vorsitz, Werner Rector, Kassierer, Kantor Schüler, Schriftführer. Am 16. Okt. fand die erste Mitgliederv ersammlung statt, die außerordentlich stark besucht war. Es wurde das Arbeitsprogramm besprochen, wobei Dr. Rosner einen Vortrag über die Grundlagen der Zionistischen Organisation Hielt. Im Rahmen der Zionistischen Vereinigung wurde sofort mit einem hebräischen Sprachkursus begonnen unter Leitung des Herrn Kantor Schüler, der sich ehrenamtlich zur Verfügung stellte. Hebräischer Sprachunterricht jeden Donnerstag, 20.15 Uhr abends. Jeden Montag nach dem 1. und 15. jeden Monats Ortsgruppenabend. Alle Mitglieder sowie die von ihnen eingeführten Gäste willkommen. Arbeitstagung pommerscher Zionisten in Stettin am 4. und 5. November. Sonnabend, den 4. November, abends 8</9 Uhr: Weihestunde in der Gemeinde-Synagoge Stettin, Grüne Schanze. Die von musikalischen Darbietungen, umrahmte Ansprache hält Herr Dr. Ernst Marcus, Berlin. — Sonntag, den 5. November, vorm. 10 Uhr: Arbeitstagung pommerschcr Zionisten in den Räumen der AIlematiia-Loge, Stettin, Friedrich-Karl-Str. 3, I Trp. Das Hauptreferat hält Herr Dr. Ernst Marcus, Berlin. Als Parallel-Veranstaltung: Arbeitstagung der pomm ersehen 1 io n i s t i s c 11 e n Jugend im Bar-Kochba- Heim, Stettin, Klosterhof 3, 1 Trp. Leiter der Veranstaltung: Max Weiner, Leiter des Beth-Chaluz, Stettin. Sonntag, den 5. November, nachm. 3>» Uhr: Zionistische tig end Versammlung (nur für Jugendliche) im Barechba-Heim, Stettin, Klosterhof 3, 1 Trp. Hauptreferent: Dr. E. Sereni vom Palästina-Amt, Berlin. Aus den Gemeinden Bühl. Hier wurde am 21. Okt. eine Versammlung der Gemeindeangehörigen abgehalten, in der Rechtsanwalt Moses aus Karlsruhe über ״Das Siedlungswerk in Palästina und damit zusammenhängende Fragen“ berichtete. Die Ver- Sammlung folgte dem Referat mit starker Aufmerksamkeit und großem Interesse. Auch eine am Schluß vorgenomtuenc Sammlung für den Keren Kajemeth zeigte, daß die Gemeinde den Ernst der Zeitlage erkannt hat. Bühl ist auch die erste der kleineren Gemeinden, in denen hebräischer Unterricht von der Gemeinde aus bereitgestellt wurde. Herr ßruchsaler, der Religionsichrer der Gemeinde, gibt schon seit dem Sommer einen Kursus in Neuhebräisch. M. Darmstadt. 1 תו überfüllten Saal der Loge veranstaltete die ,,Arbeitsgemeinschaft jüdischer Jugend", Dannstadt, ihren?weiten Kon/ertabend unter dem Titel ״Musik jüdischer Komponisten“. Wie eine Ouvertüre für den ganzen Abend mutete der Phantastische Tanz über ein hebräisches Thema von S. Rosowsky au, der von Fri. Erna Mann (Klavier) urut den Herren Oskar Kleinberg (Violine) und Dr. Hans J. Simon (Violoncello) wiedergegeben wurde. Mit zwei Liedern von Arno Nadel führte Herr Kantor Löwenthal in die östliche Vokalmusik ein. In Herrn Siegfried May fand er einen feinfühligen Begleiter. Es folgte das ״Fragment mystiqtie op. 43“ von J. Achron, von Frl. Mann und Herrn Dr) Stern f" ... ־ ' ’ ' ' " lied“. Einen Tanz von J. Engel ״Freilachs“ spielten die gleichen Herren mit einer bewunderungswürdigen Virtuosität. Herr Kantor Löwenthal sang hierauf zwei biblische Lieder von A. Dvorak und eine sehr seltene Komposition des Kaddisch von M. Ravel. Nach der ״Piece en forme de Habanera“ von M. Ravel, von Frl. Mann (Klavier) und Herrn Dr. Stern (Violoncello) sehr fein gespielt, folgte zum Schluß das ״Trio in D-moll“ für Violine, Violoncello und Klavier von F. Mendelssohn-Bartholdy, gespielt von Frl. Mann und den Herren Kleinberg und Dr. Stern. E.W. Gleiwitz. Zum Abschluß der hohen Feiertage wurde in der hiesigen Synagoge am 14. Oktober ein O e m e i n d e * abend veranstaltet, der in würdiger Weise den aus Ge* schichte und Oegenwart geformten Kulturwill en jüdischer Menschen zum Ausdruck brachte. Nach dem Vortrag eines mit großer Sorgfalt einstudierten Themas aus dem Streichquartett A-Dur op. 18, Nr. 5 von Beethoven (durch Dr. Simenauer, Dr. Markus, Willi Grätzer, Dr. Kosack) schilderte der Vorsteher der Gemeinde, Herr Justizrat Kochmann, den harten Lebenskampf, der uns erwartet, und wies aut die zur Linderung der wirtschaftlichen Not ergriffenen Maßnahmen hin. Darauf kenn zeichnete Herr Rabb. Dr. Ochs unsere seelisch« Not. Besonderer Dank gebührt Herrn Oberkantor Richard Cohn, der, durch zahlreiche, öffentliche Konzerte weit über Gleiwitz’ Grenzen hinaus bekannt, an diesem Abena seine Stimme zu herrlicher Entfaltung brachte. Am Harmonium begleitete feinsinnig Chordirigent Willy Fleischer? der mit dem durch KammeroTchester verstärkten Synagogenchor die Veranstaltung im Siegeslied (aus ״Judas Mnkkabäus“) ausklingen ließ. H. B-v. Köln. C 11 o r g r ii n d u n g. Wie in anderen Städten, soll auch in Köln ein gemischter Chor zur Pflege jüdischer und allgemeiner Chormtisik gegründet werden. Alle stimmbegabten Damen und Herren, die Freude an ernster, nur künstle risch er Musikpflege haben, werden aufgefordert, beizutreten. Nofenkenntnis ist nicht Bedingung. Für darin Ungeübte ist ein Vorbereitungskursus geplant. Anmeldungen können erfolgen durch Einzeichming in die im Sekretariat der Synagogengemeinde Köln, Roonstr. 50, aufliegenden Listen oder durch .Meldung hei dem Dirigenten Julius Goldberg, Görresstr. 15, Tel. 213594. Offenbach. Die Sportgruppe des jüdischen Jugendbundes Offenbach a. M. veranstaltete am 14. Okt. einen Sportwerbeabend. Unter den Klängen der Hatikwah marschierten die aktiven Sportler und Sportlerinnen in den Saal. Herr Stern, der Führer der Gruppe, begrüßt« die in großer Zahl erschienenen Gemeindemitglieder. Hierauf nahm Herr Rabbiner Dr. Diene in ann das Wort und ermahnte die Jugend, über die wichtige Ertüchtigung des Körpers die Vervollkommnung des Geistes und der Seele nicht zu vergessen. Ein präzis abgewickeltes Programm rollte sich nun voi den Augen der Zuschauer ab. Hauptmomente: Gymnastische und rhythmische Uebungen, Fechtvorführungen, Siegerehrung, akrobatische Tänze und Barrenübungen. Die Sportgruppe zeigte sinnfällig, daß sie unter der Leitung des Herrn Stern und Sportlehrer Stelzer sicher ihren Weg geht, Sirnmem (Hunsr.), Lebhaftes Interesse für n e u h e b r ä - ischen Sprachunterricht zeigt sich in den einzelnen Hunsrückgerneinden. Bereits an vier Orten haben Sprachkurse , eingesetzt, die von Lehrer Unikower (Siinmern) geleitet werden. Von den Unterriditsanslalicn Die Jüdische Schule• Klopstockstraße veranstaltet atn Dienstag, dem 31. Oktober (nicht Montag, dem 30.), in den Spichernsälen, Spichernstr. 3, eine Elternv ersammlung, zu der alle Angehörigen und Freunde der Schule herzlich eingeladen sind. Vorträge: Rabbiner Dr. Joachim Prinz: ״Was wird aus unseren Kindern?“ Paula Na t hau: ״Jüdische Schule, jüdische Zukunft“. Aus der hebräischen Arbeit Hebräische Kurse unter Leitung von Herrn Barasch; jeden 2. Schabat abends Sichoth. Die nächste Sichah wird von Ruth Ollendorf, die über ״Bubers Lehre und die zionistische Wirklichkeit“ sprechen wird, eingeleitet. Bedingung zur Teilnähme ist geläufiges Sprechen. Nähere Auskunft erteilt Mir* jam Weitzmann, J 7, Hochmeister 2757, morgens bis 91/., Uhr, mittags 13.30—14.30 Uhr.