Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 85 (24.10.1933)
- Date
- 1933-10-24
- Page
- Seite 698 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 696 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 85, 24 X. 1933 Anlage ist bereits unterwegs. Dieses Verfahren ermöglicht, jedem Stoffe einen metallischen Ueberzug (z. B. von Aluminiutn Kupfer, Messing, Blei, Bronze u. ä.) zu geben. Dadurch kann jeder Gegenstand gegen Witterungs- und chemische Einflüsse geschützt werden. Außerdem dient das Verfahren dekorativen Zwecken. 5. Es wurde vor kurzem eine Lampen-Fabrik gegründet, die mit neuen Maschinen ausgerüstet ist und alle elektrischen Lampen produzieren wird. 0. Es wurde mit der Produktion zusantmenlegbarer Netze für Fenster begonnen. Dem gleichen Unternehmen ist eine Weberei von Stoffen für Liege- Stuhle angegliedert, die einen Teil des Bedarfes in diesem Artikel deckt, '/■ lai Tcl-Awiw wurde die erste Fabrik von Baskenm ii 12 e!1 durch zwei Einwanderer aus Polen gegründet. Diese Mutzen, für die ein großer Bedarf im Lande besteht, wurden bisher aus dem Auslande importiert. 8. Matratzenf edern. Palästina verbraucht 25 tons Matrauenfedern pro Jahr für Sophas, .Möbel, Automobile usw. Der ganze Bedarf wurde bis jetzt durch den Import aus dem Ausland c gedeckt. Zwei polnische Fabrikanten haben jetzt hier mit der Produktion dieses Artikels begonnen und werden einen Teil des Landesbedarf cs decken. 9. In Tel-Awiw wurden zwei Fabriken für Ledertacke וז und Regenmäntel gegründet. Das Material soll liier nur konfektioniert werden, aber nicht imprägniert; Limits imprägniertes Material wird aus dem Auslande eingeführt werden. 10. Ein österreichischer Fabrikant hat in Tel-Awiw eine Fabrik für Baubes c h 1 ä g e eröffnet. 11. 1:1s wurde ein Unternehmen für Apparate, die Hausgas produzieren, eröffnet. Die Apparate haben ziemlich grollen Absatz, da die Neueiiiwandcrer aus Europa an Oas gewöhnt sind und cs in Pahi'.tina keine zentrale Gasanstalt gibt. i ine zweite Gruppe ist an Gas-Lieferung interessiert, sie will jedoch tune andere Methode an wenden. Für jedes Haus ist ein eigener Gasbehälter vorgesehen, der das ganze Haus mit Gas versorgt. Ls handelt sich nnt nicht explosibles Erdgas, das nach PakBtina exportiert werden soll. 12. Ls wurde soeben in Tel-Awiw die erste Fabrik für A r b e i t s k 1 e i d u 1t g; unter dem Namen ״igul“ gegründet. 13. In Tel-Awiw wird ein kleiner Betrieb für die Fabri- Kation von Schirm e 11 durch zwei deutsche Einwanderer gegründet. Dies wird der 'zierte Betrieb dieser Art sein. Schirme werden n.unlich bereits durch zwei ältere Werkstatten und eine neue erzeugt. 14. In der Nahe von Ramath-Gan wird eine kleine T e x t i 1 - F ä r h crei gebaut, 15. Für die vielen Fabriken vor! Fliesen ist in Tel- Awiw und Haifa eine größere .Menge von Quarz erfortiori ich. Bisher wurde der Quarz aus Deutschland und Norwegen importiert. Vor einigen Wochen wurde ein quarzhaltiger Steinbruch in Palästina gefunden, und zwei Palästinenser gehen an die Exploitierung dieses Steinbruches heran. Die Maschinen wurden bereits aus dein Auslande bestellt. Der Steinbruch befindet sich in der Nahe von Jerusalem. Ueberhaupt wird auf die Möglichkeiten in der Steinindustrie aufmerksam gemacht. In Tel-Awiw und anderen Städten Palästinas besteht infolge der erweiterten Baubewegunjr ein großer Bedarf an Schotter (für Beton). Dieser wurde bis jetzt durch mehrere Steinmühlen in Jerusalem erzeugt und mit Lastautomobilen nach Tel-Awiw transportiert. Die Stcinmühien in Jerusalem sind transportable kleine Maschincn und werden von Stelle zu Stelle'fortbewegt,'um* die aufgestapelten Steinahfälle zu verwerten. Diese Vorräte könneu aber jeden Tag erschöpft sein, und man denkt daran, neue Steinbrüche auf/uschließen, aus denen die Steine für Bauten in Jerusalem verwertet werden sollen, während die Abffilie zu Schotter gemahlen und In andere Städte geliefert werden sollen. 111 Haifa, in der 1 laifa-Bav, ist fine Fabrik für Kunststein und Kunstmarmor im Bau begriffen. Eine zweite Fabrik wird dort Stufen, Fliesen und die sogenannte Mosaik (eine besondere Art von Kunststein) hersteilen. 16. Auf dem Roden des KKL in der Haifa-Bucht werden eine Schuhfabrik und eine Fabrik für landwirtsch aftliche Maschinen errichtet werden. 17. D e n t a 1 - L) e n o t s. Bis vor einem Jahre gab es im 1 ande keine Depots fiir zahnärztliche Bedarfsartikel. Im Laufe' des letzten Jahres wurden zwei solche Depots errichtet, beide durch deutsche Einwanderer. 18. Läden. Einige der Fabriken hier planen, einen Vertrieb ihrer Waren in der nächsten Zukunft durch eigene Detail-Lädc-n zu organisieren, so z. B. eine Wirkwaren- Fabrik, Ferner will sich zu diesem Zweck eine Fabrik von L e d e r - U a I a n t e r i e - W a r e n mit einer k o s m e t i sehe n i a b r i k zusammentun. Nur schriftliche Anfragen sind zu richten an die Palästina- Wirtschaftsstelle, Berlin W 15, Meinekcstr. 1Ü. Politik, Landwirtschaft, Industrie En der neuen Schriftenreihe der ״Jüdischen Rundschau“ ״Das zionistische Aufbauwerk in Palästina“ sind soeben drei stattliche Hefte erschienen, in welchen die Ergebnisse und Probleme des Aufbauwerkes in den letzten zwei Jahren von berufener Seite dargestellt sind. Das Heft ״Z w e i fahre zionistische Politik“ (1932/33), zum großen Teil noch von dem verblichenen Dr. Ch. Arlosoroff verfaßt, ist ebenso wie das zweite Heft ״Landwirtsch ältliche Kolonisation 1931/32“ dem Material entnommen, das dem Prager Zianistcnkongreß vorlag. Das dritte Heft ״Industrie in Palästina 1932/33“ enthält die Uebersetzung eines Hauptteils aus dem soeben in hebräischer Sprache erschienenen Werke ״Palästina 1932/33“ von M. N'emirowski und Dr. Walter Preull. Die umfangreichen, schön ansgestatteten Broschüren werden zü einem besonders billiger! Preis (0,75 , 0,50 und 0,80 M.) abgegeben. Wer wirklieh gründliche und mit reichem Ziffernmaterial versehene lnformationen sucht, wird diese ausgezeichneten Darstellungen, aut die wir noch näher eingchcn werden, nicht entbehren können. Fünfzig Arbeiterfamilien aus Kfar Saba sollen demnächst auf neukultiviertem Gebiet, vier Kilometer von dieser Kolonie entfernt, angesiedelt werden. Auf 30 Dun am der künftigen Siedlung wurden bereits Pflanzungen angelegt. Nunmehr soll mit dem Bau der Wohnhäuser, eines Gemeinschaftshauses und einer Schule begonnen werden. Die Bilanz der Finanzverwaltung der Palästina- Regierung weist im Monat August einen Ueberschuß der Einnahmen gegenüber den Ausgaben von 82 000 Pfund auf. Damit ist der üesamtüberschuß, der in der Zeit von April bis August 1933 erzielt wurde, auf 400 000 Pfund gestiegen. I Revisionsbedürftiger Zolltarif Von Dr. Alfred Marcus, Haifa. Bis zum September 1924 war in Palästina der alte türkische Zolltarif in Kraft, der alle importierten Waren mit einer Abgabe von 11 0/0 ihres Wertes belastete. Seither hat man den Versuch dazu gemacht, den palästinensischen Zolltarif etwas zu differenzieren. Grundlegend hierfür ist die ״Customs Tariff Ordinance“ von 1927, die inzwischen weiter ausgebaut worden ist. Der am 1. Juli 1933 herausgekommene Tarif enthält immerhin bereits 310 differenzierte Positionen. Aber für ein Land, das wie Palästina mit Macht seiner Industrialisierung entgesengeht, kann eine solche Differenzierung nicht genügen. Mari vergleiche damit, daß beispielsweise der deutsche Zolltarif in seiner jetzigen Gestalt allein 946 Hauptpositionen hat, daneben aber auch noch viele Hunderte von Unterpositionen, um zu erkennen, daß das palästinensische Zollwcsen trotz aller Fortschritte, die es in den letzten Jahren in Richtung auf seine Differenzierung gemacht hat, doch noch immer recht roh und unvollkommen geblieben ist. Diese Tatsache ist fiir die Ent- Wicklung der palästinensischen Wirtschaft von außerordentlieh weittragender Bedeutung. Es muß uns heute im Lande darauf ankommen, unseren Arbeitsmarkt nach Möglichkeit zu differenzieren, d. h,; ihn von der Einseitigkeit, die ihn gegenwärtig charakterisiert, zu einer größeren Mannigfaltigkeit zu bringen. Nur so kann er krisenfester werden, als er es heute ist. Er wird jetzt von zwei groß cn Pfeilern getragen: Der Orange und dem Häuserbau. Beide sind konjunkturempfindlich. Beide genügen auf die Dauer nicht, um eine einigermaßen krisenfeste Schicht von Arbeitern mit einer Kaufkraft entstehen zu lassen, deren Wirksamkeit auch die übrige Wirtschaft wenigstens in gewissen Teilen krisenfest machen kann. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir eben auch eine stärker differenzierte Industrie, und die Entstehung kann nur möglich sein unter dem Schutze eines entsprechend differenzierten Zolltarifes. Ich will hier mit einigen Beispielen belegen, was ich meine; Zinn in Blöcken oder Barren aus Position 268 des Zolltarifes hat einen Einfuhrzoll von 35 Miis je Kilogramm 2u bezahlen. Das entspricht heute einem Wertzoll von ungefähr 16 0/0, einem Satz, der fiir ein Rohmetall an sich reichlich hoch ist. Aber hierauf kommt es im Moment nicht an, sondern auf folgendes: Lötzinn (Solder) aus Position 250 des Zolltarifes hat ebenfalls einen Zoll von 35 Mils je Kilo1 gramm zu bezahlen, genau so wie metallisches Zinn. Nun ist Lötzinn ein Erzeugnis, dessen Zinninhalt je nach dem Verwendungszweck seiir verschieden ist. Er kann wenige Bruchteile betragen, er kann bis zu einem beträchtlichen Prozentsatz der Gesamtlegierung heraufgehen. Ganz gleich, wie hoch er ist, das Material hat in Palästina in jedem Falle einen Zoll zu bezahlen, ״als ob“ es ganz aus Zinn wäre. Lieberhaupt: die Frage der Metallzöllc muß schleimigst geklärt werden. Kupfer (aus Position 82) in Blechen, Barren oder Blöcken zahlt pro metrische Tonne einen Einfuhrzoll von 10 £, das sind zirka 30 0/0 vom Wert, Blei einen solchen von 5 £ (aus Po• sition 156), das sind zirka 40 0/0 vom Wert, Zink (aus Position 310) in Blechen oder Blöcken ebenfalls 5 £, das sind jetzt ungefähr 30 0/0 vom Wert; die Sätze waren natürlich prozentual während der Metallkrise noch sehr viel höher. Es gebt nicht an, Rohstoffe, die im Lande aus Mangel an eigenen Erzen nicht in der Urproduktion ge- Wonnen werden können, die aber auch vorläufig aus Mangel an Abfällen und Rückständen in zweiter Schmelzung kaum in nennenswerten Mengen gewonnen werden, auf die Dauer mit derart hohen. Finanzzöllen zu belasten. Diese Metalle sind die Voraussetuzng jeder Industrialisierung, ihre künstliche Verteuerung erschwert auch die XttdttstrialisftniKg. ' ' : Ein Beispiel aus einem anderen Gebiet: Zigarren (aus Position 67) haben einen Einfuhrzoll von 1000 Mils je Kilogramm zu bczahlen. Das ist ein sehr hoher Satz, wie zugegeben werden soll, und man hätte annehmen sollen, daS sich unter dem Schutz diesen Zolles längst eine bodenständige kleine Zigarrenindustrie entwickelte. Nun kostet aber unverarbeiteter Rohtabak einen Zoll von 400 Mils je Kilogramm (aus Position 268), es bliebe also theoretisch den hiesigen Zigarrenfabrikanten r.ur ein Schutz von 600 Mils, Praktisch liegen die Dinge aber anders, denn der Rohtabak kann ja nicht zu 100 0/0 in der Zigarre Verwendung finden, es entsteht Abfall, und da dieser mitverzollt worden ist, verringert sich die Schutzspanne von 600 Mils je Kilogramm allein schon hierdurch auf ungefähr 450 bis 500 Mils im Maximum. Dann kommen aber noch die Kosten hinzu, die die Akzi se-Behörde durch Steilung von besonderen Beamten usw. veranlaßt — das heißt, die importierte Zigarre wird trotz des hohen Einfuhrzolles billiger als die Fabrikation im Lande. Beispiele dieser Art ließen sich häufen. Sie zeigen, daß die Finanzzollpolitik der Mandatsverwaltung der heutigen wirtschaftlichen Lage des Landes nicht mehr entspricht. Es ist unmöglich, auf die Dauer jede industrielle Entwicklung in Palästina durch die Roheit und Undifferenziertheit des Zolltarifes zu erschweren. Oewiß, Palästina liegt wirtschaftsgeographisch so glücklich, daß es zu einem Teil von der Landwirtschaft, zu einem anderen vom Transit leben kann, letzteres aber doch nur unter der Voraussetzung, daß seine Nachbarländer eine schnelle wirtschaftliche Entwickhing durchmachen. Aber selbst dann, wenn diese Voraus- Setzung sehr schnell geschaffen werden könnte, werden wir hier eine gewisse bodenständige Industrie brauchen. Es ist aus allen Gründen jedenfalls nöchst unerwünscht, daß die gegenwärtige Zolltechnik die Entwicklung einer solchen Industrie erschwert, teils durch die Maßlosigkeit, teils durch die Inkonsequenz ihrer Sätze, die ja keinen Schutz bilden sollen, sondern praktisch sehr hohe indirekte Steuern darstellen. Die Nachfrage nach Baumaterialien Ist infolge der verstärkten Bautätigkeit in Palästina sehr rege. Die ״Nesher“ Portland Zement-Fabrik kann den Bedarf des Landes an Zement trotz Einführung von drei achtstündigen Arbeitsschichten nicht mehr decken. Es muß Zement aus Italien und Jugoslawien eingeführt werden. Andererseits hat die Fabrik ״Nesher“ ihre Lieferungen nach dem Ausland fast vollständig eingestellt, um den inländischen Markt stärker berücksichtigen zu können. Schrlftenrelhs den Jüdisch•!! Rundschau Naua Folg• II, Das zionistisch« Aufbauwerk in PalSstina Soeben erschienen; Industrie in Palästina 1932/33 von M. Nemlrowski und Dr. W. Preuß 40 Salten, viel• Tabellen, Material bla August 1933 Preis 80 Pfennig iiiiiiiiiimiiiitiiiiuiiinHiHitiiiiiiimiiiiiiitiiuwiiimiiiimuMiiinininiiiiHiiuiiiifinimi des Ai. Bcuni wurden von palästinenmit. C i t r 11 s k u 11 u r e!! PLanzungcn ist in Vor- Jüdische Einwanderung und arabische Wirtschaft Tel-Awiw? 20. Oktober. (j.T. A.) Der Leiter Hauptarbeitsvermittlungsamtes der Allgemeinen Jüdischen beiterorganisation Palästinas, Fl. Frumkin, hat einen rieht veröffentlicht, aus dein zu ersehen ist, daß die jiidi Einwanderung nach Palästina einen unmittelbaren Einfluß die Hebung des Lebensstandards und der allgemeinen wirt schaftlichcn Lage der arabischen Bevölkerung Palästinas ausiibt. In den beiden letzten Jahren sischen Arabern 15 000 Dimam neu bepflanzt und die Anlage weiterer bereitung. Die Investierungen wurden zum Teil aus dem Erlös von dem Verkauf überschüssigen Bodens, zum Teil aus Ersparnissen bestritten, die arabische Landwirte von Arbeitslöhnen, die sie in jüdischen Betrieben erhalten haben, oder von dem Gewinn, den sie durch Verkauf landwirtschafilieber Produkte an jüdische Verbraucher erzielen konnten, zurückgelegt haben. Gegenüber den! Vorkriegsstand haben die palästinensischen Araber bis Anfang 1932 ihre Pflanzungen um 55 000 Dunam, d, s. 27 0/0, vergrößert. 111 der Gebirgs region haben Arbeiter 5000 Dunam Weingärten, Oliven haine und Obstkulturen angelegt und die Produkte fast aus schließlich auf jüdischen Märkten abgesetzt. ln gleicher Weise haben die städtischen Sied lungen der Araber aus der Verstärkung der jüdischen Einwanderung Nutzen gezogen. Die Investierungen in Bautet sind in Jaffa von 76 150 Pfund i. J. 1931 sprunghaft au 101 500 Pfund i. J. 1932 gestiegen. Der Wert der Neubauten in Ramleh, Lydda, Tulkarem, Beisan und Acco betrug 1932 41 424 Pfund gegen 34 340 Pfund i. J. 1931. Dagegen ist die Bautätigkeit in jenen Städten, die fern von der jüdischen Ei׳:- flußspliäre liegen, wie Nablus, Yenin, Hebron, Mejdel, Bethlehem usw., zurückgegangen. Auch die arabische Industrie, insbesondere Holz- und .Metallverarbeitung, zeigt eine Aniwärtsentwicklung, die schon in dem vermehrten Verbrauch von elektrischem Strom, in stärkerer Inanspruchnahme motori• scher Transportmittel für die Beförderung von Rohmaterial und Waren und ähnlichem zum Ausdruck kommt. An Hand der von der Regierung veröffentlichten andliehen Ziffern wird festgestellt, daß im Jahre 1931, zu einer Zeit, da die jüdische Einwanderung so gut wie vollkommen eingestellt war, 33 800 arabische Arbeitslose gezählt wurden, während im Juli 1933 die Zahl der arabischen Ar beitslosen um 40 0/0 auf 21 500 gesunken war. Dieser Rück• gang der Arbeitslosigkeit ist um so bemerkenswerter, als in der Zwischenzeit eine große Zahl von Arabern und Beduine,; aus dem Hauran und aus Transjordanien nach Palästina gekommen ist. Die durch die jüdischen Stetierieistungen erhöhten Einnahmen der Palästina-Regierung haben cs dieser ermöglicht, für das E r z i e h u n g s - 11 n d G c s u n d 11 e i t s w e s e 11 der A r a b e r größere Aufwendungen zu machen. Ferner könnt: die Regierung infolge dieser günstigen Finanzlage die Steuerlast der arabischen bäuerlichen Bevölkerung durch Nachiah von annähernd einer halben Million Pfund an Agrarsteuern bedeutend erleichtern. Nunmehr geht die Regierung daran, die Lage der arabischen Landbevölkerung auch durch Au führung von großen öffentlichen Arbeiten zu verbessern. Im Zuge dieser Arbeiten haben bereits etwa 70 arabische Dörfer neue Anlagen für Wasserversorgung bekommen sch« Reil Kan eige kata ein es a bed; seid isch von was kata kein daß verv Spra den Heb den unn< der der Tau: Esel Ihne samt habt der aus der gena ÄuQ wan: die in E an ( welc dami eing! Die Entwicklung von Tcl-Awiw Tel-Awiw, 20. Oktober. (J. T. A.) Wie von der Stadt- Verwaltung Tel-Awiws mitgeteilt wird, trug diese rein jüdisch; Stadt zu den direkten Regierungscinnahmen i. J. 1931 18■ bei, erhielt aber nur 8 0/0 der Summe der Regierungsbeihilfe an die palästinensischen Städte. Die Bevölkerung von Tel-Awiw, die 1930 noch 4 2 000 Seelen betrug, ist jetzt auf 75 000 Seelen angewachsen. Das Budget der Stadtverwa!■ tung hat sich von 85 000 Pfund i. J. 1930 auf 180 000 Pfund im Jahre 1933 erhöht. Die Regierungsbeihilfe für Tel-Awiw hat sich aber seit 1930 um nichts erhöht. Von Januar bis September 1933 wurden Bewilligungen zum Bau von OOS! Wohn räumen und 160 Läden mit einer Gesamtbau fläche von 203 856 qm, gegen 1612 Wohnräume und 99 Läden mit insgesamt 62 104 qm in der gleichen Periode des Vor- Jahres, erteilt. Allein im August wurden Bewilligungen zum Bau von 1104 Wohnräumen und 14 Läden auf einer Gesamtfläche von 37 329 qm, gegen 353 Wohnräume und 8 Läden aut 12 917 qm im August 1932, gegeben. Dabei lagen Ende August 1933 noch unerledigte Gesuche betreffend 1297 Wohnräume und 60 Läden auf 46 700 qm vor. Exekntivmitglieder beim High Commissioner Jerusalem, 19. Oktober. (J. T. A.) Die Mitglieder der neuen Palästina-Exekutive der Jewish Agency haben bei dem soeben von seinem Urlaub zurückgekchrten High Commissioner von Palästina, Sir Arthur Wauchope, ihren Antrittsbesuch gemacht und mit ihm die erste Beratung über wichtige Fragen jüdischer Einwanderung und Ansiedlung abgehalten. 1 mich anzu: im A soll. der ו Exist aufzi behal Härti nicht sie t wurd cs w für i Eraci denet diese leicht Ausfi Kindt auch Oesterreichs Ausfuhr nach Palästina ln den ersten acht Monaten!933 erreichte die österreichische Ausfuhr nach Palästina lt. ״Industrie und Handel' vorn 11. 10. eine Menge von 15 200 dz im Wert von 1,96 Mill. S, nachdem sie im ersten Halbjahr 11 800 dz im Wert von 1,53 Mill. S betragen hatte; die Ausfuhr im September allein wird auf 0,4 Mill. S geschätzt. Im Jahr 1932 waren diese Ziffern noch viel geringer, nämlich 1-1800 :1/ im Wert von 1,98 Mill. S. In den ersten acht Monaten 1933 ist demnach bereits die Gesamtausfuhr des ganzer, Vorjahres wertmäßig erreicht und mengenmäßig übertroffen ln Ausfuhrkreisen herrscht die Ueberzeugung, daß diese Ausfuhrsteigerung weiterhin anhalte, da die geschäftliche Bearbeitung des Landes erst vor einigen Monaten cinsetzte. Die österreichische Einfuhr aus Palästina ist bisher sehr gering; sie betrug 1932 nur 2865 dz im Wert von 232000 S und setzte sich zum weitaus größten Teil aus Apfelsinen zusammen. ״Alijah". Die vierte stark erweiterte Neuauflage (Okt. 33) der ״Alijah“ enthält alles Wissenswerte für den Palästina- Interessenten. Da diese Broschüre auf fast alle Fragen erschöpfende Auskunft gibt, wird dringend empfohlen, sie vor irgendwelchen Anfragen beim Palästina-Amt oder bei anderen öffentlichen Beratungsstellen zu lesen. Besonders 11c;■ vorgehoben seien die Beiträge über: Eiiiwanderungsbcstin!■ mutigen, Mitnahme von Kapitalien, Reiseverbindungen, Kap!־ taltransfer und Devisenfragen, Zollfragen, Wirtschaftsfragc:: Arbeitsmarkt, Landwirtschaftliche Siedlungsmöglichkciten, ücsundheitsfragen und viele andere. r ״J. R licher Steini legt, v e ri stehe! sich t bis z werd< nenen Rede in de lonieri hinge Anzal mithe seftwe juden1 arbeit dem : Arbeit komm wird 1000 nachv verhei Ech׳.v * atnili aufzel betont Sache