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Jüdische Rundschau · 1933-10-24 · Heft 85 (24.10.1933) · p. Seite 697

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 85 (24.10.1933)
Date
1933-10-24
Page
Seite 697 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 85. 24 X. 1933 jodische Rundschau Seite 695 m c utsche ligkcit igkeit, i ver- Beruf it das aber oder,;tchen. Hand- «!werk if voll ohne!liehen zuge- ־ierung len halten, ilischcr rücken schwer 1 alten Sorge, ralener Hand-!tlichen e seine endung :al1r in b geat seit haben s ihnen d und 1er wir ebnet! 8. Jugend d gerden. daß es an darf irdische tet ihr jungen ׳en von Hand- Lehreinzuer drei Zeugnis rn und werden, :rin die alästina bildeten xistenzlover. Deut• ragraph en Mithitekten er In• -wissenach abwurde, aufzuiingen rankonstigen :rinnung chieden, fer und Kriege dürfen. Anschlag nichtsschlußsich im lerks in e i t e r solcher Belegen rer Völreichster haffenen Martin, r Deleilkerting 1 Juden Mischer, iterreich. ten Zeit leitsfront ufgaben, i Landes Zirkeln, r Anwe- 1d unter- :nd nötig Einigung [dangen, ren soll׳ des jumschichrtschaft- :uführen. t. Böhm treter in en neu- Aussicht, den. Di« kstellung Sokolow andere Palästina -Wirtschaft Monatsbericht mitgeteilt von der Palästina-Wirtschaftsstelle, Berlin W15, Meinekestr. 10, I. Landwirtschaft Boden. Das Angebot an Boden ist im ganzen Lande im Steigen begriffen. Es scheint, daß dies einerseits auf die abwartende Stellung bezüglich Investitionen in der Orangen-hidustrie, andererseits auf die Tendenz bei arabischen Verkäufern, die Konjunktur auszunutzen, zuriiekzufimren ist. Außer der nächsten Umgebung der jüdischen Kolonien ist Boden in der unbesiedeiten Zone, d. h. der ganzen Küstenzone nördlich von Gederah zum Preise von £P 14—16 pro Dunam erhältlich.. Allerdings ist es schwer, größere zusammenhängende Flächen zu erwerben. Es werden in den meisten Fällen isolierte Bodenflächen von 100 bis 200 Dunam angeboten, die ohne Verbindung mit jüdischen Siedlungen schwer zu entwickeln sind. Die Bemühungen der verschiedenen Bodenkaufsgcsellschaften gehen jetzt dahin, diese iso- Herten Bodenflächen zu vereinigen, um die Siedlungstätigkeit zu ermöglichen. Die Ueberzeugung, daß man jetzt Citrus-Pflanzungen auch auf etwas schwererem Boden anlegen kann, die letztens weitere Verbreitung findet, wobei man sich auf die günstigen Erfahrungen des letzten Jahres stützt, hat zu größeren Käufen im Süden Palästinas geführt. Es wurde an einer Stelle eine Fläche von 5600 Dunam erworben, auch wurden einige kleinere Flächen erworben oder Optionsverträge für solche geschlossen. Die Preise schwanken zwischen .CP 4 und 6 pro Dunam. Auf dem Carmel-Berge wurden 600 Dunam Boden von einer jüdischen Gesellschaft gekauft. Citrusfruchthandei. ln Anbetracht der schlechten Marktläge für Citrusfrüchte im Sommer werden die Aussichten für die nächste Saison etwas pessimistischer beurteilt. Man sieht voraus, daß die Früchte dieses Jahr etwas später versendet werden, da die Sommersaison sich als so schlecht erwiesen hat. Die spanischen Pflanzer, die in der vorigen Saison ihre Frucht zurückgehalten haben, um sie im Frühling zu verschicken, werden sich diesmal hüten, dieses Experiment zu wiederholen, da sie große Verluste erlitten haben. Dadurch wird das Angebot in der Wintersaison steigen. Der Dollar-Fall wird jedoch die Konkurrenz gegen die palästinensische Frucht verstärken. Aus all diesen Gründen sieht man einen leichten Preissturz gegenüber der vorigen Saison voraus. Man glaubt aber nicht, daß der Preissturz im allgemeinen größer als 1/— sh pro Kiste sein wird. Selbstverständlich sind all diese Voraussagen nur auf ganz allgemeinen Voraussetzungen aufgebaut, und es ist Interessent festzustellen, daß die hohen Orangenpreise heute noch immer anhalten, Es wurden über U/2 Millionen Kisten verkauft. Der übliche Preis beträgt 514 sh per Kiste vom Baum. Kartoffeln. Die Regierung berichtet: ״Es wurde jetzt klar, daß Kartoffeln mit Erfolg angebaut werden können. Die Produktion von Kartoffeln erreicht 1000 Tonnen, was 1/7 des Jahresimports an Kartoffeln in den letzten Jahren bedeutet. Es wird gehofft, daß in der nächsten Saison der Anbau von Kartoffeln erweitert wird/‘ Dieser Zweig hat bereits seine Rentabilität bewiesen, sobald er von kundigen Händen betrieben wird. Ansiedlung deutscher Juden. Im Emek Zebulun, auf Boden vorn Keren Kajemeth, soll ein Plan der Ansiedlung für deutsche Juden verwirklicht werden. Für diesen Zweck wurden vom KKL 1200 Dunam zugeteilt. Es haben sich bis jetzt 30 Familien mit mittlerem Kapital gemeldet, größtenteils frühere Mitglieder der freien Berufe, Aerzte, Rechtsanwälte usw. Es sollen 100 Familien angesiedelt werden. Der Plan sieht kleine gemischte Wirtschaften vor, die sich hauptsächlich auf Geflügelzucht, Gemüsebau und Molkerei basieren sollen. Die Produkte werden auf dem Haifaer Markt verkauft werden. Die Siedler erhoffen, außerdem einen Teil der Ausgaben durch Einnahmen in ihrer beruflichen Tätigkeit zu decken. Jeder Siedler soll 7 bis 20 Dunam besitzen. Schafzucht. In der palästinensischen Landwirtschaft entwickelt sich in letzter Zeit als rentabler Zweig die Schafzucht. Hier sind noch große Möglichkeiten, da die großen Weideflächen der jüdischen Wirtschaften bis jetzt nicht ausgenutzt wurden. Es sind Pläne in Vorbereitung, die Karakul- Schafzucht in Palästina einzuführen. Von einem Fachmann wira die Berechnung aufgestellt, daß die Weideflächen in den jüdischen Wirtschaften für 70 000 Schafe ausreichen würden. Der Agricultural Board (Beirat für Vertrieb und Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte) hat beschlossen, eine besondere Delegation ins Ausland zu senden, um die Moglichkeiten der Erweiterung des Exports zu untersuchen und neue Märkte zu finden. Die Verhandlungen mit der Rumänischen Regierung in bezug auf Erleichterungen für Import palästinensischer Produkte werden fortgesetzt. Besonders hat der Board die Frage des Exportes von Küken behandelt. In den Monaten April-Mai gibt es einen IJeberschuß von Küken auf dem palästinensischen Markte. Der Board wählte eine Kommission, die die Möglichkeiten des Exportes von Küken nach England im Frühling des Jahres 1934 untersuchen soll. Die Kommission soll sieh auch mit der Untersuchung der Möglichkeiten des Exports von Gänsen und Truthähnen befassen. Sonstiges. Im Süden ist jetzt starke Pflanzungstätigkeit zu verzeichnen, besonders in B'er Tuvia, Gan Yavneh und Gedera, wo Brunnen gebohrt und neue Pflanzungen angelegt werden. In Wadi Chawarith wurde soeben mit der Trockenlegung der Sümpfe in den Gebietsteilen begonnen, wo bisher die Eigentumsverhältnisse strittig Waren. Starke Nachfrage nach Gemüse ist auf dem Markte fühlbar und neue Flächen werden mit Gemüse bebaut. 40 Minuten ',on Kfar-Sabali, an der Grenze von Gan Scharon und Kalmania, wurde eine neue Siedlung gegründet. Die im '׳origen Jahre angelegten Pflanzungen entwickeln sich gut. Fischzucht. Die Fischzuchtanlage in der Haifa-Bucht erstreckt sich bereits auf 100 Dunam von den 300 Dunam, die zu diesem Zwecke vom KKL gepachtet wurden. In den!eichen werden aus dem Meromsee gebrachte Fische gezüchtet. Es sollen Teiche auf einer Fläche von 200 Dunam angelegt und dort aus Europa importierte Karpfen gezüchtet werden. Nach den Rcgierungsschät/.ungen könnten in Palästina 1000 Tonnen Süßwasserfische pro Jahr gezüchtet werden. Die Karpfen erreichen hier nach einem Jahre ein Gewicht von 3 Pfund, das sie in Europa erst nach drei Jahren Glangen. In den Fischzucht-Anlagen der Haifa-Bay werden auch Gänse und Enten gezüchtet werden. II. Baubewegtmg Haifa. Die Baubewegung in Haifa wächst in schnellem Tempo. Am 1. Februar 1933 waren in Haifa bei der Bauarbeit 460 Leute beschäftigt und es wurden 1700 qm bebaut. Im Mai stieg die Zahl der Bauarbeiter auf 825, die insgesamt auf 60 Bauten beschäftigt waren bei einer Fläche von 24 000 qm. Im Juni 1933 waren 980 Arbeiter auf 87 Bauten mit einer Fläche von 28 000 qm beschäftigt. Am Ende des Monats Juli waren es 1100 Arbeiter auf einer Fläche von 32000 qm. Es ist ein fühlbarer Mangel an Facharbeitern im Baugewerbe in Haifa. Im Laufe der nächsten sechs Monate wird eine weitere Belebung des Baugewerbes erwartet. Die Leitung der Fabrik ״Nesher“ hat im Laufe der letzten Monate weitere 50 Arbeiter eingestellt und es stellt eine Verdoppelung dieser Zahl bevor. Für das nächste halbe Jahr sind folgende Arbeiten angemeldet: 300 Häuser in ״Kirjath Chayim“ in der Haifa- Bucht auf einer Fläche von 18 000 qm; öffentliche Gebäude in ״Kirjath Chayim“ auf einer Fläche von 1200 qm; das neue deutsche Viertel in der Haifa-Bucht mit 3000 qm behauter Fläche; 22 Hauser in ״Achusath Herbert Samuel“ mit einer bebauten Fläche von 3800 qm; 25 Häuser der Rumänischen Gruppe am Carmel auf einer Fläche von 5000 Quadratmeter; 2 Hotels und 1 Sommer-Sanatorium für Kinder aut dem Carmel mit 110 Räumen auf einer Fläche von 2100 qm. Außerdem eine Anzahl von Privatgebäuden auf einer Fläche von 8000 qm; 15 Gebäude in Ncw׳e Schaanan auf einer bebauten Fläche von 1200 qm; das neue kommerz.ielie Zentrum — 2 Blocks, die mit einer Investition von CP 18 000 gebaut werden sollen, — auf einer Fläche von 2400 qm. Ohne die Industrie-Gebäude ergibt sich nach diesen Angaben inkl. mehrerer kleinerer Bauten eine Fläche von 5b 000 qm, wobei die Aussichten für den Bau von Lagern und Büros im Hafengelände sowie die Gebäude der I. P. C. nicht in Betracht gezogen wurden. Es werden in Haifa folgende Fabriken gebaut: Silikat-Ziegelei, Orangenkistcn-Fabrik, Möbel-Fabrik, Keramik-Fabrik und eine Gerberei. Diese Gebäude sind teilweise schon im Bau begriffen, teilweise werden sie bald in Angriff genommen. Die Erzeugung von Baumaterialien erweitert sich immer mehr. Gemäß den Ergebnissen des Industrie- Zensus 1933 weiden in Haifa in kleinen Werkstätten an allen Plätzen 550 Arbeiter beschäftigt. Seitdem wurden weitere 300 Arbeiter und Arbeiterinnen angestellt. Jerusalem. Baubewegung. Es wird berichtet, daß in der Zeit vom 1. September 1932 bis zum 1. September 1933 in Jerusalem 106 neue Bauten auf einer Fläche von 35 000 qm errichtet wurden. Unter den größeren Gebäuden befinden sich: das Keren-Kajemeth•Gebäude, die Kooperative Küche und das Arbeiferhaus, sowie ein größeres Geschäftsgebäude in Machnch-Jehuda. Die größte Anzahl von Bauten wurde im Stadtviertel Rechawia A. und B. gebaut (18 Häuser inkl. 6 kooperativer Häuser), dann folgt Schechunath Ge’ula mit 12 Häusern und Keren Abraham mit 11 Häusern. Der Rest verteilt sich auf 20 andere Stadtviertel. Tel-Awiw. Es hat sich in Tel-Awivv eine private Ge- Seilschaft, die ,,!GA“ gegründet, die gemeinsame Häuser baut und für die künftigen Bewohner Hypothekenkredite verschafft. Eine Wohnung in einem solchen Hause (mit vollem Komfort) kostet ungefähr CP 700 und besteht aus drei Zimmern, Kiiche und den dazu gehörigen Räumlichkeiteri. Die Räume sind groß und die Häuser liegen im Zentrum der Stadt. Die Baranzahlung beträgt £P 300, der Rest wird als Hypotheken-Darlehen gewährt. Die Verzinsung und Amortisation der Hypotheken erfordert ungefähr CP 7 pro Monat. Auch die Tätigkeit der Arbeiter-Organisation geht in dieser Richtung weiter vor sich. Nachdem die Zahl von 130 Familien für die gemeinsamen Häuser im Merkas Tel- Atviw komplett ist, werden jetzt neue Gruppen für ein Gelande in der Pinskerstraße organisiert. Die Bareinzahlung beträgt £P 110, die Zahlung für Amortisation und Zinsen ungefähr £P 4.50 pro Monat. Verkauf von Poriah. Poriah, die seit Jahren verlassen war und der Ariglo-Palestine Bank gehörte, wurde jetzt von der Bank an Freund & Co. aus Jerusalem verkauft. Poriah liegt in Untergaliläa auf einem Berge und hat eine herrliehe Aussicht auf das Libanongebirge, den Kinerethsee und das Jordantal. Die neuen Besitzer wollen die gesamte Fläche, die 3500 Dunam beträgt, in zwei Zonen einteilen: eine städtische und eine ländliche. Die städtische Zone — Neu-Tiberias — wird Bauplätze von je 1 Dunam für Sommcrvilien für die Einwohner von Tiberias, Untergaliläas, Obergaliläas und des Jordantales enthalten. Es soll auch den Besuchern der Tiberias-Quellen im Sommer die Möglichkeit gegeben werden, in Poriah zu wohnen und in den Quellen zu baden. Der Plan für die ländliche Zone ist noch nicht festgesetzt, da die Entwicklung von der dort gefundenen ■Wassermenge abhängig sein wird. Man wird in den nächsten Tagen an die ersten Bohrungen herantreten. Boden für Industrielle Zwecke. Nachdem bereits eine Bodenfläche von 50 Dunam von der Gesellschaft für die Entwicklung Tel-Awiws bei Rischon Lezion angekauft und für industrielle Zwecke parzelliert worden ist, hat jetzt die Vereinigung der Industriellen eine Fläche von 100 Dunam bei P e t a c h - T i k w a von der P. 1. C. A. für dieselben Zwecke angekauft. Die Frage des Bodens für Industriebetriebe und der entsprechenden Räume für Werk- Stätten in der Stadt ist besonders für die Kleinindustrie, die sich von der Stadt nicht zu sehr entfernen kann, eine der schwierigsten. Die Industrie wendet sich jetzt Geländen in der Nähe von Petach-Tikwa ־und Rischon Lezion zu, da der Boden in Ramath-Gan, in der industriellen Zone, bereits unter £P 400 pro Dunam nicht mehr erhältlich ist. In Nahalal wurden soeben 40 Häuser beendet. Jedes Haus besteht aus zwei Räumen, Küche, Badezimmer und großer Veranda und kostet £P 174 exk!. Boden. III. Entwicklung der Städte Der Hafen in Haifa. Nachdem der Hafen in Haifa den Schiffen bereits zugänglich ist, wird jetzt die trockengelegte Fläche im Hafen durch die Regierung an Interessenten verpachtet. Es sollen Gebote eiligereicht werden, und die Regierung wird über die einzelnen Offerten entscheiden. Die ganze Fläche wird in Zonen eingeteilt werden. Der Boden wird auf CP 6—8 pro qm geschätzt und der Pachtzins soll 5 0/0 vom Werte des Bodens betragen. Die Pachtperiode soll sich aut 70 Jahre erstrecken und der Pachtzins soll jedes Jahr im vorhinein bezahlt werden. — Die ganze Fläche wird in drei Blocks eingeteilt sein und diese sollen an drei parallelen Straßen gebaut werden. Der Block, der der Stadt, am nächsten liegt, soll der teuerste, der am Meer gelegene' Block der billigste sein. Die gesamte Fläche, die sich auf mehr als 2500 in erstreckt, soll für Lager von Baumaterialien usw. dienen. Der zweite Block an der Hauptstraße soll 30 m breit sein und wird in Parzellen zu je 250 qm aufeteilt werden. Von diesen Parzellen werden 70 ״/> bebauar sein, der Rest ist für Höfe usw׳. vorgesehen. Man wird dort 5 Stock hoch bauen dürfen. — Der Pachtzins der angelegten Parzellen, die dem Meere und der zweiten Straße zugewendet sind, wird £P 100 pro Jahr betragen. Nach 50 fahren soll die Parzelle wieder geschätzt und ein neuer Pachtzins festgesetzt werden. Mit dem Bau muß sechs Monate nach Vertragsabschluß begonnen werden, die Gebäude müssen nicht später als drei Jahre nach Beginn des Baues fertiggestellt sein. Die Pachtverträge sind ohne Einverständnis der Regierung nicht übertragbar. Die Gebäude müssen versichert und gut erhalten werden. Nach 75 Jahren gehen die Gebäude in das Eigentum der Regierung über. Die Antragsteller müssen in ihren Eingaben angeben, was für eine Art von Unternehmen sie auf dem von ihnen gepachteten Boden zu gründen beabsichtigen, welche Fläche sie pachten wollen, ob sie einen Gleisanschluß brauchen, wieviei sie in den Bau zu investieren beabsichtigen und wann sie mit dem Bau beginnen werden. Jeder Pächter wird 10 ״<; der Baukosten in Bargeld oder in Bank-Garantie hinterlegen müssen. IV. Industrie - Zensut L).as statistische Departement der Jewish Agency hat dieses Jahr einen Industrie-Zensus durchgeführt/Dicse Zählung hat folgende Ergebnisse gezeigt: Die Zahl der: 1933 1929 Unternehmen 3132 gegenüber 2 475 Beschäftigte Arbeiter inkl. Besitzer 16 900 gegenüber 10968 jährliche Ausgaben (KP) 2680 000 gegenüber 1 925000 Jährliche Produktion (£P) 3 590000 gegenüber 2510009 Kapital (£P) 4 630 000 gegenüber 2 235 000 Die Verteilung unter den verschiedenen Industrien ist wie folgt: Beschäf- J5hr. Unternehmen tigt* Ar* heiter u. Hebe Provestiert. Beeitier duktion 1. Nahrungsmittelindustrie 246 2 085 760000 680 000 2. Textilindustrie 48 824 140 000 180 000 3. Bekleidungsindustrie 694 2 006 250 000 100 000 4. Metall- und Maschinenindustrie 589 2 445 440 CKK) 290 000 5. Holzindustrie 399 2 002 400 000 140 000 6. Lederindustrie 420 1235 270 000 90 000 7. Druck- und Papierindustrie 158 976 160 000 140 000 8. Chemische Industrie 26 1 263 170 000 670 000 9. Stein- und Zementindustrie 23 806 180 000 1 640 000 10. Elektrizität 121 2 038 690 000 580 000 11. Diverse in der Industrie 45 288 50 000 50 000 12. Diverse im Handwerk 296 704 70 000 50 000 3 069 16 673 3 580 000 4 610 000 Zahlen, die nach Abschluß des Zensus eingereicht wurden 63 197 10 000 20 000 3132 16 870 3 590 000 4 630 000 V. Handel Die Palästina-Regierung veröffentlicht die Zahlen für die ersten drei Monate des Jahres 1933. De!■ Import in den ersten drei Monaten 1933 beträgt £P 2 437 000 gegenüber £P 1 496 000 in derselben Periode des ahres 1932. Allerdings wird diese gewaltige Steigerung des mports durch die Tatsache abgeschwächt, daß im Jab.re 1933 Goldmünzen für £P 44 700 gegenüber £P 7 600 im Jahre 1932 importiert wurden, was mit der Wirtschaft des Landes nichts zu tun hat. Ferner wurden für die Iraq Petroleum Companv Waren fiir £P 189 000 importiert, wahrend dieser Import in derselben Periode des Jahres 1932 nur £P 5 500 betrug. Trotzdem ist die Steigerung sehr groß und eröffnet Möglichkeiten für die Entwicklung eigener Produktfon in einigen Wirtschaftszweigen. Der Import ist hauptsächlich in folgenden Waren gestiegen: Getreide und Mehl (infolge der Dürre), Oei (Mißernte in Oliven), Baumaterialien (erweiterte Bautätigkeit), Installationsmaterial für Pflanzungen (erweiterte Pflänzlingstätigkeit), Motoren und Maschinen (neue Industriegründungen und Pflanzungen), Holz für Orangenkisten (größerer Orangenexport), Butter (gesteigerte Konsumption und Einwanderung), Stoffe, Hüte, Kleider (gesteigerter Bedarf und größere Kaufkraft), Autos und Autoteile, Pneumatiks, Kamele (gesteigerte Transporttäügkeit), Chemischer Dünger (Erweiterung der Plantagen und Ent- Wicklung der Landwirtschaft). Der Export ist ebenfalls in erheblichem Maße gestiegen; in den ersten drei Monaten des Jahres 1933 betrug er £P 1 916 000 gegenüber dem Betrag von £P 1 733 000 in derselben Periode des Jahres 1932. Diese Zahlen sind noch größer, wenn man in Betracht zieht, daß der Export von Goldmünzen in den ersten drei Monaten des Jahres 1932 £P 330 000 betrug, während er sich in derselben Periode des Jahres 1933 auf £P 276 000 stellt. Die Steigerung des Exports ist teilweise auf größeren Export in Orangen, teilweise auf die Entwicklung der Industrie im Lande zurückzuführen. VI, Banken Die Arbeiterbank hat beschlossen, an ihre Aktionäre eine 4 0/0ige Dividende auszuzahlen. VII. Industrie 1. In Haifa wurde eine Silikat-Fabrik gegründet. Die Maschinen für diesen Zweck wurden bereits ausgeladen. 2. Ein Industrieller aus der Schweiz wird demnächst in Palästina eine Fabrik für Scheuertücher gründen, die den gesamten Bedarf Palästinas und Syriens decken soll. 3. In der nächsten Zukunft sollen zwei kleineFabri ken von Bakeliterzeugnissen gegründet werden. 4. Die Tel-Awiwer Fabrik ״Hecharasch“, die sich bis jetzt hauptsächlich mit Schweiß-Verfahren, autogenen, elektrischen und mechanischen Arbeiten beschäftigt hat, wird durch Aufnähme des Metallspritzverfahrens erweitert, Die

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