Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 85 (24.10.1933)
- Date
- 1933-10-24
- Page
- Seite 694 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2651273-2653725-2653808--24258-2687198- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Agen 1× ep/1043981
OCR text
Seite 692 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 85, 24. X. 1933 Nr peilenden, sondern es entstand eine repräsentative Sc 11 iclit von Menschen, deren Lebenszen־ t r u m außerhalb des Judentums lag־, deren Tendenz aus der vermeintlichen Enge der jüdischen Oemeinschuft hinausführte, die aber von den Juden selbst infolge ihrer wirtschaftlichen Stellung als repräsentativ empfunden wurde und vielfach das Ideal der jüdischen Jugend bildete. Damit wurde von der Seit« der Repräsentaf;01! her der tiefgehende Auflösungsprozeß des dcutsehen Judentums eingeleitet. Die breiten jüdischen Massen waren etwa zur Zeit, als man die Emanzipation gesetzlich verankerte, durchaus noch nicht entjudet und vertraten in ihrer Mehrheit auch keine bewußte Tendenz zur Assirni'aliou. Im Gegenteil, es bestand unter ihnen die Hoffnun״, ein freies und reiches jüdisches Lehen auf dem Loden der neuen Rechtsctzung zu führen. Diese Tenden/ wurde alicr in dem Maße abgebogen, wie die in jener Zeit a!1 die Oberfläche gekommenen repräsentativen Kreise des deutschen Judentums auf die Massen Einfluß gewannen. Dieser Einfluß fiel ihnen um so leichter, als innerhalb der jüdischen Gemeinschaft ein Gedanke in ci'-ser Zeit Wurzel 71! schlagen begann, nämlich die 1 d e e des wirtschaftlichen und g e s e 11 s c h a f t - lieh e n Aufstiege s. Die Juden fühlten instinktiv die gre'T Chance, die ihnen die liberale Wirtschaft gab und wo'!;׳■:! sie auswerten. Für dieses Aufstiegstreben aber war niemand ein so gutes Vorbild wie jener Kreis von Jude;■, der damals die Repräsentation nach außen zu lVd•ד! ho ■;arm. Hatte man aber erst einmal die Wirtschaftliehe und gesellschaftliche Stellung dieser Gruppe aneT urn, so war nur noch ein kleiner Schritt dazu notwenG״״, um auch ihre geistige Haltung, ihre Be-?in! uw־ zunt Judentum und zu den geistigen Werten des au :׳;.a'heii Lebens zu akzeptieren. So wurde die Tatsachc, d.uf eine ,,illegitime“ Gruppe von Juden — illeim 1:1 nun Sinne, daß sie keine Verbindung mit der großen 1 inie der erhaltenden Elemente des Judentums Ina tß> -. Repräsentantin der deutschen Juden geworden i<, zu 1 i;1 an der stärksten Al o t o reu i in I* r o 7. e ß der A s s! 1!!1׳ a t i o n. — Die Anerkennung dieser Gruppe von Juden durch die Außenwelt war naturgemäß besonders einfach. Es war ein Kreis von wohlhabenden Mensehen, die in der Wirtschaft geachtet waren, bereit zur Einfügung״ in die Formen des deutschen Lebens und daher von einer Zeit, welche die Auflösung der Juden als geschlossene Gruppe anstrebte, gern akzeptiert. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, wollten wir an einzelnen Beispielen aus der Geschichte der dcutsehen Juden des 19. Jahrhunderts den engen Zusammenhang der jeweiligen Repräsentanten der jüdischen Gesamtheit mit Richtung und Tempoder Assimilation nachweisen. Immerhin ist es interessant festzustellen, daß 1, B. in einer Gemeinde wie Frankfurt *m Main der Grad der Assimilation an "die 'Umwelt kaum geringer war als anderswo, daß aber hier eine besondere Nuance dadurch herbeigeführt worden ist, daß ein Kreis sehr bedeutender Menschen aus dem Lager des t r .־» d i ז i o n s g c b 11 n <1 enen Judentums vorhanden war, der repräsentativ wirkte und so dieser Gemeinde einen Stempel aufprägte, der auch heute noch ihrem Charakter ein eigentiiniliclies Gesicht gibt. Die Geschichte der falschen Repräsentation des deutsche:! Judentums zeigt von ihren! Beginn an bereits den Keim der Auflösung und des Ueberganges zu einer neuen Periode in der jüdischen Entwicklung. Le hon die erste Generation dieser jüdischen Repräsentanteu 11.1t,1sieh /um Teil weit von einem inhaltlichen Judentwn entfernt und war nahezu bereit, den Weg der 1'.11!־ f r zu gehen und so aus dem Judentum atiszüsei:eidr!1. Sehr bald ging man weiter, und ein erheblicher Teil de wenigen Menschen kreises, der für die deutschen Juda! repräsentativ war, ging den Schritt aus dem j 11 d e nt u m 11 e r a u s. Hier zeigt sich die Gefahr dieses VäVws nicht nur für diese!! verhältnismäßig kleinen Kien״, sahst, sondern für die Gesamtheit der deutschen Juden: es zeigte sich aber auch die Grenze, über die hinaus eine repräsentative Wirksamkeit nicht mehr ntöglieh war. Die deutschen Juden in ihrer übergroßen Mehrheit waren niemals geneigt, ihr Judeseire völlig aufzugeben und damit ihren bisherigen Vorbildern zu folgen. Es entstand daher verhältnismäßig frühzeitig eine Gegenströmung, die darauf ausging, Menschen anderen Wesens an die Spitze der Gemeinden des deutsehen Judentums zu stellen. Dieser Prozeß ist seit 100 Jahren unter vielfachen Wechselfällen zu beobachten gewesen. Die jüngste Zeit hat endlich die Entscheidung gebracht. Sie ist nicht von in neu her gekommen, sondern durch einen Wandel der äußeren Bedingungen, unter denen die deutschen Juden leben. Ein großer Teil auch der bisher repräsentativen Kreise ist verarmt und besitzt daher nicht mehr jene ״ aaDchaftliche Stellung, die früher seine Position stärkte, .Außerdem ist mit dem Beginn einer Periode, in der das individuelle Streben des Menschen zumindest durch ein Gefühl für kollektive Werte ergänzt wird, bei der;«irren Generation das persönliche Erfolgstreben abgedämpft worden, und der Wirtscliaft!ic!;e Aufstieg ist nicht mehr allein das Lebensziel, dem der Einzelne nachgeht. Es entstand bei der jüdischen Jugend ein neues Lebensgefühl, das sich in der Inangri~.e großer Gemeinschaftsaufgaben ein Betfitigurigsfeld suchte. So waren die alten Repräsentanten auch von innen her nicht mehr in dem Maße gestützt, wie sic es in früheren Generationen waren, und der Boden, auf dem sie standen, wurde geistig und gesellschaftlieh aufgelockert Die Ereignisse der allerletzten Zeit haben den Zusammenbruch dec alten jüdischen Reprä» Di Jüdische Gemeinde eröffnet Schulklassen Wie die Jüdische Telegraphen-Agenttir berichtet, hat die Berliner Jüdische Gemeinde am 17. Oktober anläßlich der in der Fasanenstraße vorgenotnmenen Eröffnung von Parallelklassen zu ihren Volksschulen eine Feier veranstaltet. Die jüdische Presse ist zu dieser Veranstalhing nicht eingeladen worden, so daß es uns nicht möglich ist, unsere eigenen Eindrücke wiederzugeben. Nach dem Bericht der J.T.A. wurden von Rabbiner Dr. Galline r und von dem Vorsitzenden des Gemeindevorstandes, Direktor Stahl, Ansprachen gehalten. Es ist charakteristisch, daß von allen Seelsorgern der Berliner Gemeinde gerade Herr Dr. G a 11 i n c r zu dieser Eröffnung herangezogen wurde. Es gibt dafür offenbar nur eine Erklärung: Dr. Galliner ist ein leidenschaftlicher Gegner der jüdischen Schule und hat aus dieser seiner Gegnerschaft niemals ein Geheimnis gemacht. Unter dem Zwang der jetzigen Verhältnisse kann sich natürlich niemand der Notwendigkeit jüdischer Schulen entziehen, und so mußten auch die Gegner jüdischer Schulen umlernen. Sie haben diese Umstellung aber nicht in männlichem Bekenntnis und schöpferischem Aufbauwillen vollzogen, sondern widerwillig unter dem Druck der Verhältnisse, und so könren sie sich auch nicht über das kleinliche Räsonnement und Ressentiment erheben, das die Erkenntnis eines Irrtums manchem Menschen abnötigt. Ein Erziehungswerk kann aber nur mit Begeisterung und Elan aulgebaut werden, wenn es erfolgreich sein soll. Geht man an solche Aufgaben mit «lern Geiste der Verneinung heran, dann gefährdet man den Sinn und Zweck des Unternehmens. Dr. Galliner hat seinen Befähigungsnachweis für die Er- Öffnung jüdischer Schulen kürzlich irr einem Aufsatz im Rahmen der Zweimonatsschrift ״Der Morgen“ (Augustheft 1933) erbracht. Port hat er über den äußeren Zwang, jetzt jüdische Schulen zu schaffen, folgendes geschrieben: ״Die Gründung jüdischer Schulen bedeutet keineswegs eine Abkehr von unserer prinzipiellen Anschauung, daß unsere jüdische Jugend mit der gesamten Jugend in den öffentlichen Schulen gemeinsam unterrichtet werden muß, um gegenseitiges Verständnis zu fördern und, soweit dies möglich ist, bestehende Gegensätze zu überbrücken. Die jüdische Schule wird demnach überall dort ihre Berechtigung haben, wo die jüdischen Kinder, sei es infolge des Numerus clausus oder durch Einwirkung seelischer Art genötigt sind, von der allgemeinen Erziehung sieh loslösen zu müssen. Daraus dürfte sich auch die Aufgabe einer jüdischen Schule ergeben. Sie kann nur dieselbe sein, die die jüdischen Gemeinden Deutschlands bisher in ihren Sc.hulen zu ertüllen gesucht haben. (Von uns gesperrt. — Red. ״Jüd. Rundschau41.) Als letztes uni höchstes Ziel kann wie bisher •auch in unseren Taget! die jüdische Schüfe kein anderes haben als die Erziehung zum reinen Menschentum. Sie hat als deutsche Schule die jüdische Jugend zu guten Deutschen zu erziehen, sie hat sie mit den ewigen Werfen deutscher und allgemein-menschlicher Kultur zu erfüllen und hat in diese auch unser jüdisches Kulturgut, die ewige Wahrheit unserer Religion, eiuzugliedem. Dadurch allein dürfte eine Jugend heranreifen, die ebenso stark mit Vaterland und Heimat wie mit Juden und Judentum verbunden ist.“ Aehnliche Gedanken scheint Dr. Galliner in der Eröffnungsrede der neuen Parallelklassen entwickelt zu haben. Der zweite Redner, der Vorsitzende der Gemeinde, Direktor Stahl, teilte mit, daß die Gemeinde bisher 1000 Kinder neu eingeschult hat, von denen 250 in der Fasanenstraße untergebracht ■wurden. Er bezeichnete diese bisherige Tätigkeit als die ״erste Etappe“ auf dem Wege zum Ausbau des Voiksschulwesens. Das neue Schulwerk der Gemeinde sei erst im Entstehen begriffen, und es sei zu hoffen, daß nach erfolgter Genehmigung durch die Behörden eine große Volksschule der Gemeinde für den Westen Berlins entstehen werde. Diese Ankündigung des Gemeinde Vorstandes ist sehr zu begrüßen. Bekanntlich hat kurz vor dem 30. Januar der Berliner Gemeindevorstand gegen den Protest der zionistischen Mitglieder beschlossen, das Schulwesen der Gemeinde radikal abrubauen und mehrere Kiassen zu schließen. Man kann es menschlich verstehen/aber sachlich nicht billigen, daß nunmehr, nachdem auch dem Blindesten die Notwendigkeit jüdischer Schulen klargeworden ist, der Gemeindevorstand nur sehr langsam, mit einer für die meisten Gemeindemifglieder u nverständlichen Gleichgültigkeit, an den Ausbau des jüdischen Schulwesens gegangen ist. Bisher hat die Gemeinde, soweit uns bekannt ist, an jeder bestehenden jüdischen Volksschule eine Klasse neu eröffnet und sie hat an jeder der bestehenden Mittelschulen je eine Parallelklasse eingerichtet, im ganzen also 8 Parallelklassen (4 Mädchen- und 4 Knabenklassen). Sie hat jetzt die 4 Oberklassen einer Volksschule in der Fasanenstraße eingerichtet. Daß diese Maßnahmen den Bedürfnissen nicht genügen, liegt auf der Hand. Es wird uns auch berichtet — und zahlreiche Zuschriften von verzweifelten Eitern beweisen die Richtigkeit — daß der Andrang zu den Gemeindeschulen ein außerordentlicher ist und viele Kinder keine Aufnahme finden können. In einer be• sondern schlimmen Lage sind die Eltern derjenigen Schüler, denen an den öffentlichen Schulen die Schulgeldbefreiung, bzw. -Ermäßigung entzogen ■wurde und die daher aus materiellen Gründen ihre Kinder aus den öffentlichen Schulen nehmen mußten. Entscheidend scheint uns aber nicht der materielle, sondern der jüdische Gesichtspunkt zu sein. Wir sind immer dafür eingetreten, jüdische Kinder in jüdischen Schulen zu erziehen, wo sie — selbstverständlich neben einer zureichenden Allgemeinbildung — auch positive jüdische Kenntnisse und vor allem ein stolzes jüdisches Selbstbewußtsein vermittelt erhab ten. Dieses Sclbstbewulitsein soll von jüdischem Chauvinismus und Ueberhebüchkeit frei sein, aber in einer Welt, wo das Judentum Schmähungen ausgesetzt ist, soll das Kind wissen, daß Judentum und jüdisches Volkstum große positive Werte sind, die ihren Trägern manche Leiden, aber auch Schönheit und Größe bringen. Jüdische Schulen müssen Begeistcrungfür das Judentum wecken können. In den letzten Monaten sind doch den Juden die Augen aufgegangen über das Wesen der Juden frage. Daher kann die Aufgabe der Schulen nicht ״dieselbe sein, die die jüdischen Gemeinden b i s h e r in ihren Schulen zu erfüllen gesucht haben“ (Galliner), sondern sie muß auf Grund der neuer! Erkenntnisse eine ganz neue, positiv-jüdische sein. Wir wollen noch immer hoffen, daß die Schulen der Jüdischen Gemeinde diesen Erfordernissen genügen werden. Es wird von den Lehrern abhängen. Dringend muß gefordert werden — und mit dieser Forderang wissen wir uns eins mit dem gesamten Berliner Judentum — daß der Ausbau des jüdischen Schulwesens jetzt mit großer Energie und Beschleunigung in die Hand genommen wird. Das von der Gemeinde Geleistete ist e r s t a 11 ת i i c 11 gering. Wenn das Schulwerk der Gemeinde schneller fortschreitet und das Ergebnis zulänglich ist, werden wir die ersten sein, die — ungeachtet aller früheren Kontroversen — diese Tätigkeit mit Genugtuung begrüßen und anerkennen werden. Jüdische Scholen in Kieingemelnden Die Reichs Vertretung der deutschen Juden teilt mit: Am 19. Oktober trat unter Vorsitz von Landgerichtsrat Dr. Lilienthal der Unterausschuß des Erziehu ngsausschusses der Reichsvertretung zusammen, der sich besonders mit der Frage der Gründung neuer jüdischer Schulen befaßt. Aus dem Bericht über die bisherigen Arbeiten ergab sich, daß der Erziehungsausschuß an etwa 50 größere jüdische Gemeinden Deutschlands, in denen bisher keine jüdischen Schuleinrichtungen bestanden haben, wegen Gründung jüdischer Volksschulen, und an etwa 40 Gemeinden, die bereits jüdische Volksschulen haben, wegen des Ausbaus dieser Schulen und der Ausgestaltung des Unterrichts in der den besonderen Bedürfnissen der jüdischen Jugend entsprechenden Weise herangetreten ist. Eine große Zahl dieser Gemeinden hat bereits in grundsätzlich zustimmerdem Sinne geantwortet. Der Ausschuß wird die Vcr- Handlungen mit den einzelnen Gemeinden mit größtem Nachdruck weiterführen, insbesondere wird bereits für die nächste Zelt eine Anzahl von Vorträgen und Versa mmlunen in den einzelnen Gemeinden geplant, in denen die Itcrn aut die Notwendigkeit der Schaffung j üdi scher Schulen hingewiesen und in denen die den jeweiligen lokalen Verhältnissen entsprechende Form für die Nettgriindung beraten werden soll. Schon auf Grund der bisherigen Verhandlungen dürfte die Schaffung von acht bis zehn neuen jüdischen Volksschulen zu erwarten sein. Dabei soll die Gründung von Zwergschulen aus pädagogischen und finanziellen Gründen vcrmieden werden. Vielmehr soll eine Anzahl von Schulen zu Bezirksschulen für größere Landesgebiete atisgestaltet werden. Die hierbei sich ergebenden Fragen, der geeigneten Unterbringung auswärtiger Schulkinder, wird der Jüdische Frauenbund in Verbindung mit den zum Teil bereits 1hstehenden jüdischen Jugendcrziehungseinrichtungen behände'.»■ Der Ausschuß empfahl grundsätzlich die Schaffung v״n Einheitsschulen für alle Richtungen, wobei tntsprechcnd den lokalen Verhältnissen gegebenenfalls eine Teilung des Religionsunterrichts einfreten soll. Er sprach sich ferner dafür aus, daß in der Regel die Jüdischen Gemeinden Träg«! der Schule werden sollen. Int übrigen wird der Ausschuß sowohl hinsichtlich der Finanzierung als auch der Durchführung einer großzügige» Propaganda für das jüdische Schulwerk in ständiger enger Zusammenarbeit mit dem Elternhilfswerk der deutschen Juden Vorgehen. Schließlich wurde In der Sitzung über die Unterstützung einiger zu jüdischen Landschulheimen ausgestaltcfe» Schulheime beraten. lll1IIIWII1lllll[lllllllllllnillllllllllll>IIMI[llt1lllllnilltllllllllllllllllllllllllll)inilllllllllllllimilllillllllll(llllfllll[|IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIilltlllltlllllllllllllllllllllllllllllllllllllI1IHIin;llllllllllllllllllllllllllM)llltlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllHlimillll«l sentanz gebracht, die in den letzten 150 Jahren geherrscht hat Wir müssen jetzt rückschauend feststellen, daß es eine Zeit der falschen Repräsentation gewesen ist, die dem deutschen Judentum in seiner jüdischen Kraft schwere Wunden geschlagen hat Was wird die Zukunft bringen? — Wir können heute in einer Zeit, in der die Dinge noch im Fluß sind, nicht sagen, wie die Repräsentanten des deutschen Judentums aussehen werden. Wir wissen aber, daß die deutschen Juden eines wollen: Menschen an ihrer Spitze, sie nach außen vertretend und im Innern lenkend, die den Zusammenhang mit der Gesamtheit der positiven Werte der jüdischen Geschichte und Gegenwart besitzen, und die daher als legitime Repräsentanten eines lebendigen Judentums gelten können. K. L Wcrbeplakate nicht für Juden Der Duisburger Einzelhandels-Yerband ließ Reklamelskate drucken, die er für 0,50 RM, an die Geschäfte veraufte, damit sie die Plakate in ihren Auslagen anbrächten. Zu den Plakaten gehört u. a. eines, auf welchem der nachfolgende Ausspruch des Reichswirtschaftsministers Dr. Schmitt enthalten war: ״Jetzt kommt es darauf an, daß die Gesamtwirtschaft si<־h einschattet, und zwar nicht nur die Großindustrie, sondern alle d;׳• zielen kleinen und mittleren Unternehmungen, bis hinunter zu den einzelnen Hauswirtschaften.“ Dieses Plakat wurde auch von jüdischen Kaufleuten ausgehängt. Es erlolgle dagegen eine Beschwerde, worauf sich der Einzelhandels-Verband an den zuständigen Treuhänder der Arbeit um Auskunft wandte. Dieser erklärte es für wider• sinnig, wenn jüdische Firmen die Aussprüche nationalsozialistischer Führer als Plakate zu Reklamezwecken in ihren Schaufenstern ver- - wenden. Se Frage g i m e den. D Landes lieirnis( sprecht tionalh schiede für die tigt- Je wert Manda einer S lieblich den di! sätze z scltauu Bis he Ober Maclitt bestellt High ( Regien sichten offiziell liert w gewiss; Agen als sol Rehörd t i v e, bischeii bindun! nicht (1 selten 1 Di gehen kung d t r a 1 e wird di sehen, gerecht würde. Svmpat dene V 3m Wi; Der PI Laufe t Unte; Rat mil rung d fralen numeri! den. N dem Pr beschäi getretc: Die Auswei Juden s dahin 1 sehen י die Fii kann u lokalen geschai Kreiseil täten des Ge Juden Reihe ו verlang W fällt, si R c g i 1 missar verwalt Stadträ gewähl rufen, 1 Stadtve nennen andern, steilen nt ailei Gc Oeffcnt meist in erste von de. mcistcr sind, si Jüdisch an der T ci-Avv für die die der Awivv $ Waltlrc die in . gen ei! und Vt Ur lokalen der Be sfruiert zählt, c findet charakf rung v mit we Jala, d