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Jüdische Rundschau · 1933-10-20 · Heft 84 (20.10.1933) · p. Seite 670

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 84 (20.10.1933)
Date
1933-10-20
Page
Seite 670 (sequence 2)
Language
German
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Seite 668 ,jüdische Rundschau Nr. 84, 20. X. 1933 Nr aber es bedarf keiner großen Beobachtungsgabe, um festzustellen, daß vieles von dem, was jetzt von jüdischen Gruppen, Vereinen und Zeitungen an jüdischem Inhalt dargeboten wird, aus dem Arsenal des Zionismus stammt^ ja oft in einer fast naiven Weise bis in die Worte hinein kopiert wird. Dies soll beileibe kein Vorwurf sein; mag mar.eher mit Entdeckerfreude Parolen finden, die der Zionismus vor 35 Jahren geprägt hat Wozu in solcher schweren Zeit Prioritäts-Streit oder Eifersucht von Parteien und Gruppen! Wir alle stehen vor neuartigen und gern einsamen Aufgaben, lösen wir doch endlich auch unser Denken aus den alten Fesseln! Wir wollen angcsichts der Größe des gemeinsamen Schicksals keine Parteiunterschiede machen, aber wenn nun Juden kommen und uns in Deutschland zu Juden zweiter Klasse machen wollen, dann müssen wir energisch den jüdischen Rednern oder Schreibern, die solches versuchen, ihre Legitimation bestreiten. Denn wir wissen, daß die deutschen Juden in ihren Massen anders denken. Die deutschen Juden haben diese Schulmeisterei satt Wir können nicht wissen, was für Tagen wir entgegengehen. Nicht wir Juden allein, sondem das ganze deutsche Volk durchleben ernste und schwere Tage. Wir Juden haben zu all den Sorgen, die unsere Zugehörigkeit zum Vaterlande und unsere Stellung in der Welt mit sich bringt, noch ״zusätzliche“ Sorgen, die spezifische jüdische Not, und wir wissen, daß was immer die Tagesereignisse, ja selbst ganze Ge- Schichtsabschnitte, an Stimmungen und Wechselfällen bescheren, wir doch schließlich immer wieder als Gemeinschaff unser besonderes Judenschicksal zu tragen haben. Die■ zuinnerst, in seiner ganzen Tragik und seiner ganzen Große, zu erleben, ins Bewußtsein zu heben, das ist der Anfang leben• digen Judentums. Die deutschen Juden würden wahrhaftig ein klägliches Ar.denken in der Geschichte hinterlassen, wenn sie in der Situation, in der sie sich nun einmal befinden, nicht dieses Jude sc in mit aller Inbrunst fühlten und nun auch aus voller Verantwortung das rissig gewordene Gebäude ihrer Gemeinschaft auf festerem Fundament wiederaufbauten. Daran müssen alle Zusammenarbeiten, niemand kann und darf sich ausschiießen oder gar— absurder Gedanke! — ausgeschlossen werden. Wir brauchen alle, wir rufen alle. Aus neuem Denken und neuem Fühlen muß die schöpferische Tat erwachsen, von der wir noch nicht wissen, wie sie aussehen wird und was sie bedeuten wird, für die wir aber unsere Kräfte nur sammeln können, wenn wir zunächst einmal im Lichte der Wirklichkeit und ohne auszuweichen, unsere geistige Orientierung nach allen Erschütterungen wiedergefunden haben und damit auch den Standort, von dem aus wir lebet! können. Die Jerusalemer Demonstrationen Jerusalem, 16. Oktober, (J.T.A.) Die Zalil der Per- Semen, die bei dem Zusammenstoß mit der Polizei anläßlich der Auflösung der verbotenen arabischen Kundgcb 1! n״ am 13. Oktober verletzt wurden, hat sich auf 22 erhöht. Von den Verletzten sind fünf Mitglieder der Ara bischen Exekutive, zwölf andere arabische Deinonsiranfen und fünf Polizisten. Die Verletzungen sind durch* weg unbedeutend. Die Auflösung des Demonstrationszuges, an dem nach polizeilicher Schätzung höchstens 1500—2000 Personen teilgenommen haben, gestaltete sich dadurch schwierh, dali die Veranstalter eine Gruppe von Frauen vorangeschickt hatten. — Für Freitag, den 20. Oktober, sind neuerlich Kundgebungen, diesmal in verschiedenen Städten der Provinz, angekündigi. Ein« arabische Petilion gegen jfldlsche Einwanderung Jerusalem, 17. Oktober. (J.T.A.) Anläßlich eines Besuckes des stellvertretenden High Commissioner für Palästina John Hall i!1 Nablus war diesem von dem dortigen arabischen No'a’e! Tewfik flamad eine Petition überreicht worden, in der im Sinne der radikalen arabisch-nationalistischen Propaganda gegen die jüdische Einwanderungnach Paläst Ina Einspruch erhoben und eine arabische Selbsthil.’eaktion für den Fall angedroht wurde, daß diese Einwan* derung nicht eingestellt werden sollte. Namens des stellvertretenden High Commissioner hat der stellvertretende Chefsekretär der Palästina-Regierung dem Gesuchsteller mitgeteilt, das Memorandum werde dem High Commissioner Sir Arthur Wauchope nach dessen Rückkehr nach Jerusalem überreicht und sodann, wie erbeten, dem Colonial Office und dem Völkerbund zu gestellt werden. Wenn auch die Palästina-Regierung nicht voraussehen könne, welche Stellung die britische Regierung zu der Petition einuchmen werde, so müsse doch schon jetzt darauf hingewiesen werden, daß die in der arabischen Presse veröffentlichten Ziffern über die jüdische Einwanderung, auf die sich die Beschiverde stütze, außerordentlich übertrieben sind. Genaue Ziffern über die Einwanderung seien ausschließlich in der ״Pa- Ir ine Gazette“, dem offiziellen Organ der Palästina-Verwaltung, enthalten. Neue Zertifikate iür Deutschland Da! Palästina-Amt teilt mit: Von der Jewlsh Agency erreicht uns die Nachricht, daß weitere 1050 Zertlfilmte iür Einwanderer aus Deutschland bewilligt worden sind. Diese Mitteilung ist besonders deshalb erfreulich, weil In den letzten Monaten Tausende von Zertifikatsgesuchen beim Pn'Jstina-Amt eineegangen sind und noch ständig neue Be• Werbungen eintreffen. Fünf Schüler der Jabnlel-Schuie Int Alter von 13 bis 16 Jahren, die an der großen At 1 oso r off •O ed ich t י n is leier in Dagania teilnehmen wollten, sind beim Baden int Jordan ertrunken. Mit Rücksicht •ul diesen tragischen Vorfall ■wurde die Feiet ,verschoben, Das Land wartet auf Menschen Von Helene Hanna Thon, Jerusalem. Man geht durch die Straßen von Tel-Awiw und spürt den heftigen, ein wenig atemraubenden Puisschlag dieser mit tropischer Lebenskraft auf blühenden Stadt. In den letzten Wochen, in denen jedes Schiff Hunderte von neuen Ein- Wanderern in den Hafen gebracht hat, ist hier alles noch lebendiger, noch lauter und gedrängter geworden: die Straßen voller Menschen und Fahrzeuge. Wieder neue Läden mit den mannigfaltigsten europäischen Luxuswaren. Neue große Hotels, Cafes, Kinos. An jedem Haustor ein Gewirr von neuen Firmenschildern: wieder eine Anzahl Aerzte, Anwälte, Agen* ten für die verschiedenartigsten Unternehmungen der Welt. Neue Kliniken, neue Apotheken, neue Schönheitssalons, eine Menge großer ugd kleiner Industrieunternehmungen — die meisten mit deutschen Inhabernamen. Am Strand ein Durcheinander von Radios, Lautsprechern, Ausrufern und Menschen, von der kinderreichen orientalischen Familie bis zur Strandschönheit in letzter europäischer Eleganz. Dazu in der Stadt das Geschrei der Reklameschilder, -lichter, -ausrufer und ein ununterbrochenes Baugetriebe in den schon längst vollgebauten Straßen. Und während die Häuser bereits übereinander wachsen, während die Wohnungspreise in jäher Kurve ansteigen, drängen sich im Auskunftsbüro für deutsche Einwanderer die soeben von den Schiffen Gelandeten und wollen wissen, wie auch sie sich noch in diese Stadt hineinpressen können: noch ein Arzt, noch ein Unternehmer, noch ein Buchhalter oder eine Stenotypistin. Man bewundert die Lebenskraft der Stadt, aber man hat doch ein Gefühl der Bangigkeit angesichts dieses brodelnden Stadtlebens, angesichts dieser täglich und stundlieb sich ausdehnenden Imitation einer europäischen Großstadt, Man ist froh und dankbar, daß man denen, die im jüdischen Lande Zuflucht suchen, diese Zuflucht bieten kann; aber verbürgt diese jäh aus dem Diinensande aufgeschossene Stadt all denen, die ihr vertrauensvoll nahen, auch wirklich Ruhe und Sicherheit? Wird die Dynamik dieser Stadt ergänzt durch die für ein Volk unerläßliche Statik des einfachen ländlichen Lebens? Breitet sich hinter den Straßen der Stadt genügend Hinterland aus, das fähig ist, sie mit dem Notwendigsten zu versorgen und einen Teil des hier Produzierten aufzunehmen? Ist die palästinensische Stadt ein unförmiger Wasserkopf auf einem unentwickelten Körper, oder zieht sie ihre Kraft aus dem blühenden Leibe eines ausgedehnten Landes? Sehnsucht, diese Frage zu lösen, treibt uns aus den Straßen der Stadt hinaus. Auf den betonierten Landstraßen, die zu den Siedlungen von Judiia und Scharon führen, spürt man noch deutlich den Puisschlag der Stadt. Das sind alles Verbindungsstraßen, Handelsstraßen zur Stadt, der Autos, Lastautomobile, Boten fortwährend neue Mensehen, Lasten, Nachrichten zuführen. Ein ununterbrochener Omnibusdienst macht die Kolonien zu Vorstädten, zu eng mit ihr verbundenen Gliedern der Stadt. Das Wirtschaftliche, das geistige Gesicht der kleinen Großstadt spiegelt sich kaum verändert in den Kolonien von Judäa und Scharon. Auch sie stehen vorwiegend im Zeichen des Handels, wenn, es auch mehr ein Handel mit Orangen und anderen Friichten des Landes als mit Industrieprodukten ist, und in dieser Konzentration auf den Handel steckt die gleiche Unruhe, Expansion, Abwendung von der Natur wie im Handel der Stadt, Auch diese Pflanzungssiedlungen sind vollgepackt mit Häusern und Menschen; auch Liier sieht man sich bang nach dem Hinterlande um, das all dieser Dynamik eine beruhigende Statik gegenüberstellt und einer neuen Generation neuen Raum zum Atmen bietet. Und endlich verebbt das fieberhafte Leben der Stadt und Ihrer Ausläufer, der Pflanzungssiedlungen, und — anfangs besät mit arabischen Dörfern, einer arabischen Kleinstadt, dann immer einsamer und jungfräulicher — liefet der Leib des Landes, die einsame Erde vor uns. Wir sind emgedrungen in den Wadi C h a w a r e t h, das Gebiet von über 30 000 Dunam, das sich vom Meeresstrande aus bis in das Herz der Scharonebene hinein erstreckt. Hier endlich js־| Ruhe, Weite, reine Luft. Soweit das Auge sieht, Boden, der eben erst vom jüdischen Pflug aufgebrochen wird. Die Siedlungen, die hier und da aus dem Boden aufwachsen, stören nicht die Stille, sondern fügen sich ihr harmonisch ein: Siedlungen jüdischer Landarbeiter, die den Boden urbar machen, ihn mit Röhren wie mit Adern durchziehen, durch die das Wasser rinnen und die spröde Erde zum Blühen bringen wird; Arbeiter, welche die Ufer des Wadi, des Flusses, der durch die Ebene hinkriecht, entsumpfen, neues Land gewinnend tiijd dem Fieber seinen Nährboden entziehend, ln diesen Siedlungen, die jetzt eine nach der anderen schnell aufwachsen, bereiten junge, kräftige Menschen diese neue Erde für viele künftige Siedler vor, legen Pflanzungen an, Gemüsegärten, Vieh- und Hühner- Ställe, bauen Häuser und Baracken. Das rege Leben, das in diesen kleinen Siedlungen herrscht, erinnert an die Zeit, als das zweite große Siedlungsgebiet des Landes, der Eniek J esreei, erschlossen wurde, als man Ain Charod, Tel Josef, Nahnlal baute und die der Wüste abgerungene Erde zu hoher Blüte brachte. Auch im Emek war es allein das Werk des jüdischen Arbeiters, das dem jüdischen Volke ein großes Siedlungsgebiet erschloß, und auch in Wadi Chawareth ist es der Arbeiter, der die Mühe der ersten Er• Schließung, den Kampf gegen die Malaria und gegen die Uebergriffe der allmählich diese Gegend verlassenden Araber auf sich genommen hat. Er ist cs, der dieses Land vorbereitet für die neuen Einwanderer, die hier Lebensiaum und einen neuen Lebensinhalt suchen; er ist es, der als Siedler auf seinem eigenen Stückchen Land diesen Neuen ein Sicherheit bietender Nachbar und Wegweiser bei der Arbeit und Gewöhnung an das Land werden soll. So hat es der Keren Kajemeth geplant, als er das große, heute noch lange nicht genug gewürdigte Werk unternahm, den Boden von Wadi Chawareth unter gewaltigen Opfern zu erwerben und damit neuen Raum für die Expansion der jüdischen Einwanderung zu schaffen, den Städten und ihren Ausläufern, den Pflanzungskolonien, das unerläßliche Hinterland zu geben. Um dieser neuen Einwanderer willen, die in den Städten und alten Kolonien bald keinen Lebensraum mehr finden werden, führte der Jüdische Nationalfonds die Erwerbung dieses Gebietes im letzten Augenblick, in dein diese noch möglich war, durch. Um ihretwillen will der Keren Hajessod den Arbeitergruppen dieses Gebietes die Möglichkeit zu einer möglichst schnelle» Erschließung geben. Aber nun zeigt sich das Sonderbare: die Neuen bleiben aus. Sie drängen sich in den Städten aneinander — noch ein Arzt, noch ein Bauunternehmer, noch eine Kindergärtnerin, noch ein Importeur ausländischer Waren , tragen dazu bei, die Hast jmd Unruhe der Städte bis zur Fieberhitze zu bringen, tragen dazu bei, da« Gebilde einer Großstadt ohne Hinterland fast bedrohlich zu machen. Una draußen wartet das Land auf Siedler und Arbeitskräfte; in den Siedlungen des Emek fehlt es an Händen, die Früchte zu ernten; im Wadi Chawareth schreitet die Erschließung des Landes langsamer vorwärts, als man hoffte, , »י!■"! ״ ..■* Bnc Brüh und Palästina Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Das Einsetzen der starken Einwanderung deutscher Juden nach Palästina wird auf das dortige Logenlcben eine starke Wirkung haben. Unter den Einwanderern befindet siel! eine große Anzahl von Männern, die im Leben der Logen in Deutschland eine große Rolle gespielt haben, zahlreiche Ex- Präsidenten, die die beste Tradition deutschen Logenlcbcns nach Palästina mitbringen. Dazu kommt, daß die Loge eine große soziale Bedeutung für die Immigranten hat. Es ist für den Neuangekommenen nicht leicht, mit Kreisen der an• sässigen jüdischen Bevölkerung gesellschaftlich zusammen/!!, kommen. Dies bringt die Gefahr einer sozialen Isolierung der deutschen Einwanderer mit sich, welche kulturell uni sozial sehr üble Folgen haben müßte. Auch hier ist die Loge, an der vielfach Mitglieder der ältesten palastinensischen Familien teiinehmen, der gegebene Boden für ein soziales Zusammenkommen. Der Neuangekommene find!! in der Loge brüderlichen Rat und Hilfe für seine ״Fi:!. Ordnung“ im neuen Lande. Das Logenleben dürfte aus allen diesen Gründen einen starken Auftrieb erfahren und der Orden Bne Brith eine größere Bedeutung im Lande er• ringen, als er bisher hatte. Die Probleme, welche im Zusammenhang mit diesen Tatsachen und Erwartungen stehen, bildeten Gegenstand einer Beratung der palästinensischen Logen, welche in Jerusalem am 8. und 9. Oktober stattfand. Per Bürgermeister von Tel-Awiw, M. D i z e n g 0 f f, erstattete das Hauptrcferat, in welchem er auf die besondere Bedeut■.. des Ordens U. O. B. B. im gegenwärtigen Augenblick 11״!• wies. Der palästinensische Zweig des Ordens habe die besondere Aufgabe, für den Ausbau der kulturellen Institutionen Palästinas zu sorgen. Dizcngoff verwies darauf, daß das Haifaer Technikum Hunderte von Schülergesuchen ah• lehnen mußte. Die höheren Schulen Palästinas stehen heute vor gewaltigen Aufgaben. Allerorten werde den Juden der Zutritt zu den Büdungsquelien verbaut oder unmöglich ge■ macht, und es bestehe die große Gefahr, daß das jüdische Volk ohne Intelligenz bleibe und das geistige Niveau des Volkes sinke. Hier müsse Palästina eingreifen und es sei besondere Aufgabe des U. O. B. B., die kulturellen Institufio■ nen des Jischuw als Institutionen für das ganze Volk auszubauen. Von Palästina aus muß auch ein ,umfassendes in• disches Schulnetz in allen Ländern des Orients gefördert werden, und auch dazu sei keine Organisation besser berufen als der Orden Bne Brith wegen seiner überparteilichen, nur dem Judentum dienenden Richtung. Di.׳ goff schlug vor, daß von der palästinensischen Groß!׳ s die Parole an alle Logen ausgegehen werden müsse, das aus jeder Loge jährlich mindestens ein Mitglied zur Pcßach• zeit an einer Bne Brith-Fahrt nach Palästina teilnehmc. Schon für das Frühjahr 1931 müsse im Rahmen der in! Zusammenhänge mit der Levautemesse geplanten Veranst.1l■ tungcn eine Bne Brith-Konferenz aus allen Län• dem nach Palästina einberufen werden. Nach dem Referate von Dizengoff berichtete Jesaiii] Preß über die von der Bne Brith bisher ins Leben gt• rufenen Institutionen für Einwandererhilfe (Immigrantenheini! usw.), sowie über die Perspektiven, welche sich für die Tätigkeit des Ordens — dessen 90jährige Lebensdauer in dm nächsten Wochen zu feiern sein wird — in Palästina jetn ergeben. An den Beratungen, denen David J e 11 i n präs!• dierte, nahmen zahlreiche deutsche Logenmitglieder teil. WledererdHonog der Schulen ln Palästina Jerusalem, 13. Oktober- H.T. A.) Der Streik der Lehrer an den hebräischen Schulen Palästinas ist nach günstig verlaufenen Verhandlungen zwischen Lehrerschaft und Waid Leumi abgebrochen worden. Die ursprünglich für den 1.0k• tober festgesetzte Eröffnmig des neuen Schuljahrs findet am 15. Oktober statt. Gesetz gegen Bodenkanl Sn Transjordanien! Amman, 15. Oktober. (J. T. A.) Die Regierung von Trans Jordanien hat einen Gesetzentwurf vorbereitet, der den Verkauf oder Verpachtung von Grundstücken in Werte von über 3030 Pfund ohne ausdrückliche Zustimmung der Behörden an Ausländer verbietet. Pachtver• iängerungen dürfen nur bis zu drei Jahren abgeschlossen werden. Analoge Bestimmungen sind für hypothekarische Belebnung von Grundstücken durch Ausländer vorgesehen. Der Gesetzentwurf soll demnächst der Gesetzgebenden Versammiung vorgelegt werden. Die Anfdecknng einer arabischen Terrororganisation Jerusalem, 9. Oktober. (J.T.A.) Vier Scheichs, unter ihnen der im Verlauf des Prozesses gegen die Mörder des Kolonisten Jacoby freigelassene Khalil Issa, wurden im Zusammenhang mit der Aufdeckung der arabischen T error Organisation, der die Mörder Jacobys angeiiörl haben, verhaftet. Die polizeilichen Erhebungen werden fort■ gesetzt. Einer der im Prozeß gegen die Mörder von Nahai.11 vernommenen Zeugen, Taha Achmed Taha, hatte über ein« zwei Tage vor dem Bombenattentat in Nahalal im Hause von Scheich Machmud Zahroura abgehaltene Versammlung berichtet, an der außer dem Gastgeber zwei der Angeklagte» sowie Scheich Khalil Issa, Achmed Galiani, Scheich Hussein Hamadi und der Zeuge selbst teilgenommen hatten. In diese: Versammlung wurde eia Plan besprochen, Juden in einer der zwischen Mujeidel und Djeddah gelegenen jüdische» Kolonien zu töten. Der Name der Kolonie, die überfalle« werden sollte, wurde nicht genannt. Auch an anderen Vc:• Sammlungen hatte der Zeuge teilgenommen, in denen von b<• waffneten Aufständen die Rede war und di« Losung ״Din״ Muhamed Quam bis-Seif“ (Mohammeds Glaube muß mit dem Schwert verbreitet werden) ausgegeben wurde. Auf c?ie Frage׳ wie er dazu gekommen sei, in die geheime Terror• Organisation dnzutreten, erklärte der Zeuge, er sei arbeits- 108 gewesen und habe als gläubiger Muselman viel Zeit in der Moschee zugebracht. Von dort sei er zu einer Versamm• Iung im Hause Scheichs Husseins eingeladen worden, wo m»n ihn bewirtet habe. Drei Tage später wurde er von Scheich Hussein, Scheich Khalil und Zahroura in dessen Haus geführt, wo er aufgefordert wurde, dem Geheimbund beizutreten. I r habe vor dreißig Personen, unter ihnen den beiden Angekla : ten, schwören müssen, den Bund nicht zu ver raten, seine Geheimnisse nicht preis zugebe״ und a!1e seine Aufträge auszuführen. Als erst Aufgabe wurde ihm der Transport von Bomben von Hai![ zu der Gruppe der Ocheimorganisation in Safouri übertragen. Zweite Makkabiah In Haifa? Wie wfr hören, bestehen In* Präsidium des Makkabi-Verbandes Pläne, die zweit«! Makkabiah, die im Frühjahr 1935 •tattflndet, in Haifa statt In Tel-Awiw, »bzuhaltea, K D bekam mi'.gci das c erford leben Airrws . D di sehe Proble derfen beweg zu de! des Ji! gedrü, deutlic E stimm! wände efnste! passen üirtnit Respel das L wicdei gci;!::;; hing, macht, Ic chen, gegeb Ic malen gekoir iiberw das L! von M Israel projek für de lialtnis losen "J* ף gf y sich u Einkat Ich bi dieser Abord feierli! aufger iichen N im Si Land < komm mich ו heimg E schön, gesclii über!» r gesell' rung, freund scheid ben h; kisfine die Sr und A b reiche der ni F, n 11 delt si mehr ohjekt fahrur wurde und E gcfloh I o s i! harten l gutem ist fc nicht h in au: einma ohne komm als 1״ Naivit diese auf, 1 starke - da! urteil Haben mcins aus d von I hund: l Frem Veral des J Gute Liebe den! troh ו fcld, diese den 1 habei I *lten

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