Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 83 (17.10.1933)
- Date
- 1933-10-17
- Page
- Seite 660 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 658 }ODISCHE RUNDSCHAU Nr. 83, 17. X. 1933 Ein Vorslofj der Berliner Gemeinde Die Berliner Judensdiaft, die soeben erst mit großer Genugtmmg von der Bildung der Rckhsvertretung der deutschen Juden, d;e von der überwältigenden Mehrheit der deutschen Juden anerkannt wird, Kenntnis erhalten hatte, wurde dieser Tage überrascht und befremdet durch die neueste Nummer des G e 111 e i :1 d v b! a t i c s der Jüdischen Gemeinde Berlin, das den Berliner Steuerzahlern zugegangen ist. Dieses Gerifeimteblatt für den Monat Oktober erwähnt mit kein c m Wort die für das deutsche Judentum so wichtige Tatsaclie der Bildung der Rciehsvertrciung. Das Gemeindeblatt veröffentlicht nicht einmal die Kundgebung, die von der Rckhsvertretung unmittelbar nach ihrem Amtsantritt egossen und von den jüdischen Zeitungen einschließlich sämtlicher jüdischen Gemcindebiatter Deutschlands bereits Ende September veröffentlicht worden ist. Ob sich eine solche Unterlassung durch ״technische“ Gründe rechtfertigen läßt, ist 7m bezweifeln; der Gemeindevorstand hatte aber ein um so größeres Interesse daran, Mißdeutungen zu verhüten, als ihm ja bekannt sein mußte, daß in der Berliner Judenschatt Gerüdite verbreitet sind, wonach die Berliner Gemeinde der Bildu riß der Reichsvertretung e 11 tgegengearbeitet hat. Diese Gerüchte aber werden durch die letzte Nummer des Gemeindehiattes noch weitete Nahrung erhalten. Denn abgesehen von der erwähnten Unterlassung, veröffentlicht dieses Gemeindebblt an feiner Spitze unter der Ueberschrift ,,Jüdische Verant- Wortung — jüdische Führung“ eine auffallende Notiz, in welc!;er!;1 .;etul gemacht wird, daß in Anbetracht der über die Fubrung dir deutschen Juden bestehenden Unklarheit in dieser Nummer des (iemeindeblattes die berufenen Führer zu Worte ko um er! sollen; in der Sprache des (iemeindeblattes: ,,.Männer, die gewohnt sind zu führen sind Verantwortung zu tragen“. Unter diesem Kennwort werden dann die Aeußorungen einer Anzahl von Führern des liberalen Flügels der Gemeinde abgearti'kt. Die Aufsätze von Heinrich Stahl, der im übrigen mich der neuen Reichs Vertretung angchört, Moritz Rosen- 111 a 1 1!ml Rechtsanwalt Heinrich Stern behandeln das Thema ,,V'ei.nitv.onung und Führung“ lediglich von der aligemein-forcu■den Seite, in Ausführungen, gegen die im großen und ganzen wenig eitmtwenden ist, wenn man auch überrascht sein muß, daß nach einer so pompösen Einleitung die Führer der Ge- Jiifimle stell mit so kärglichen Ausführungen begnügen zu können meinen. Fs scheint diesen Führern der Gemeinde völlig entgangen zu sein, daß die deutschen Juden von schweren Sorgen erfüllt und von tiefen seelischen Erschütterungen bewegt, eine Führung zu selbstbewußtem positivem J u den tu in erwarten, ein jüdisches Bekenntnis, das in diesen schweren Zeiten innere Aufrichtung und Halt zu!;eben vermag. Durch die Inhaltslosigkeit der erwähnten Artikel wird aber der Aufsatz von Bruno W oyd a, der sich betitelt ״Um die künftige Stellung der deutschen Jtidcnheit“ undderden Untertitel führt ״I* rogrammatische Richtlinie n“, ungebührlich herausgehoben, denn es entsteht der Eindruck, als ob die anderen Herren nur lyrische Einleitungen zu diesem programmatischen Aufsatz hätten schreiben wollen■ Nun kann es aber auch den Gemcindclibcralen nicht unbekannt sein, daß das deutsche Judentum Herrn Bruno Woyda, was immer sonst seine Verdienste sein mögen, nicht als Programmführer in dieser Zeit anerkennen kann. Gewiß enthält der Artikel von Woyda manche b.us konkreten Problemen der heutigen Situation sich ergebende Darlegungen, die auch von andern jüdischen Kreisen so oder ähnlich vertreten worden sind. Zugleich aber gebraucht Herr Woyda Formulierungen, die dem inncrjütlischcn Kampf dienen und als Bloßstellung anderer jüdischer Gruppen wirken, was wir innerhalb einer — der einzigen — Programmäüßening der Gemeinde, die doch alle Juden limschließt, für unzulässig haltert, ganz abgesehen davon, daß große Teile der hier enthaltenen prinzipiellen Erörterungen den tatsächlichen Verhältnissen nicht entsprechen und daher realpolitisch unwirksam sind. Heinrich Stern erwähnt in seinen! Artikel im Geineindcblatt mißbilligend, daß eine jü- Bische Zeitung Deutschlands einen Entwurf über die Rechts- Stellung der deutschen Juden herausgegeben hat, und erinnert die betreffende Zeitung, ״daß im Schoße der Reichsvertretung •weit tiefer schürfende Vorarbeiten erwogen und sicher auch schon zu Rapier gebracht worden sind“, die nicht durch ״noch so geistvolle Frivatarbrit durchkreuzt“ werden dürfen. Durch diese Aeußcrung des liberalen Führers ist aber auch über die ״Prir,•darbeit•‘ des Herrn Woyda das Urteil gesprochen — and zugleich Tiber den Gemeindevorstand, der in seinem Ge- 1:!ci!1deblatt diese Privatarbeit lanciert. Wir betrachten cs als überaus traurig, daß eine kleine, Inder ganz andern Umständen zur Macht gelangte Gruppe innerhalb der grüßten jüdischen Gemeinde Deutschlands in einem Moment, wo nach dem Gefühl aller deutschen Juden Einigkeit das oberste (iebot ist, eine Aktion beginnt, die nur als Obstruktion der offiziellen Reichsvertretung der deutsehen Juden angesehen werden kann. Jeder deutsche Jude empfindet es als untragbar, wenn heute öffentlich solche innerjüdischen Streitigkeiten ausgetragen werden müssen. Es ist aber unvermeidlich, gegen diese Aktion der Berliner Jüdischen Gemcinde Stellung zlj nehmen. Wir hoffen, daß eine Weiter- Führung dieses Kampfes nicht notwendig sein wird, und daß man an leitender Stelle Mittel und Wege finden wird, diesem bedauerlichen Schauspiel ein Ende zu bereiten. Herr Dr. Siegfried Moses, Vizepräsident der Reichs- Vertretung der deutschen Juden und Mitglied des Direktoriums der Berliner Jüdischen Gemeinde, ersucht uns um Veröffentlichtmg des nachstehenden Schreibens, das er an den Vorstand der Jüdischen Gemeinde gerichtet hat. Berlin, den 16. Oktober 1933. An den Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde, Berlin. Sehr geehrte Herren, Zu meinem Jedauern sehe Ich mich genötigt, hierdurch mein Ausscheiden aus dem Direktorium der Berliner Jüdischen Gemeinde zu erküren, weil der Inhalt des soeben erschienenen Gemelndeblattes es mir unmöglich macht, weiterhin auch nur die formale Mitverantwortung für die Politik der Berliner Jüdischen Gemeinde zu tragen. Sie wissen, daß Ich in einer Anzahl praktischer Fragen anderer Ansicht war als die liberalen Mitglieder des Direktoriurm (etwa: in der Frage der Ueberlassung von Räumen an Jüdische Organisationen; in der Frage der Besetzung der Dezernate, die sich mit den Angelegenheiten der Jugend beschäftigen usw. usw.> Das habe ich hingenommen, zumal es andere Gebiete praktischer Tätigkeit gab, auf denen ich mit Ihnen Zusammenarbeiten konnte, Als Jedoch vor einigen Wochen der Vorstand der Gemeinde unter der Diktatur des extrem liberalen Flügels einen Vorstoß ln das Gebiet der Jüdischen Politik unternahm, mit der Tendenz, das Zustandekommen einer aktionsfähigen Reichgleitung der deutschen Juden, unter einer den Anschauungen der großen Mehrheit der deutschen Juden entsprechenden Führung, zu verhindern, habe ich — wie Sie wissen — ernst, nachdrücklich und unmißverständlich Ver- Währung hiergegen eingelegt. Nachdem Ihr unüberlegter Versuch, die deutschen Juden In ihrer Gesamtheit unter die Führung dc3 gegenwärtigen Vorstandes der Berliner Jüdilschen Gemeinde zu stellen, an dem Widerstand aller Repräsentanten des deutschen Judentums aus dem ganzen Reiche — ohne Unterschied der Parteirichtungen — gescheitert war, hatte Ich die Hoffnung, daß Sie sich diese Niederlage zur Lehre dienen lassen und die Politik Berufeneren überlassen würden. Die Möglichkeit dazu war für Sie um so mehr gegeben, als der Vorsitzende der Berliner Jüdischen Gemeinde in die neue Reichsvertretung als Ausschuß-Mitglied eingetreten Ist. Entgegen allem, was erwartet werden konnte und mußte, halten Sie cs für richtig, der neugeschaffenen Relchsvertretung unmittelbar nachdem sic ihre Arbeiten aufgenommen hat, dadurch ln den Rücken zu fallen, daß das amtliche Organ des Gqneindevorstandes ein eigenes politisches Programm veröffentlicht. Dabei präsentieren Sie der Form nach zwar mehrere Beiträge liberaler Mitglieder der Gemeinde- Verwaltung; sie enthalten aber durchweg Belanglosigkeiten bis auf einen Aufsatz, der den Titel ״Um die künftige Steilung der deutschen Judenhcit — programmatische Riehtiinien“ führt und der, wie schon aus dem Titel zu schließen ist, offenbar als die eigentliche programmatische Kundgebung befrachtet werden soll. Ohne mich im Augenblick auf die Erörterung der Einzelheiten dieses Programms einlassen zu wollen, muß ich feststellen, daß das Programm in wichtigen Teilen auf Gedankengängen beruht, deren Methodik und prinzipielle Fundierung die große Mehrzahl der deutschen Juden als überlebt und durch die Tatsachen überholt betrachtet. Einen Versuch, auch nur einen Meinungsaustausch über dieses Programm Innerhall) des Direktoriums oder einer anderen Gemeindekörperschaft herbeizuführen, haben Sie gar nicht erst unternommen. Offenbar waren Sie sich bewußt, daß Jede Erörterung klargestellt hätte, wie sehr Ihr Unterfangen — von allem Sachlichen abgesehen — gegen die primitivsten Gebote Jüdischer Disziplin verstößt, für die Sie sich seltsamerweise im gleichen Heft des Gemeindeblatts einsetzen. Seien Sie versichert, daß die Überwältigende Mehrheit der Berliner Juden und insbesondere der jüdischen Jugend —- die Ich hinter mir weiß — eine Neugestaltung der Berliner Jüdischen Gemeinde an Haupt und Gliedern fordern und durchsetzen wird, die für die Zukunft eine Wiederholung solcher Verstoße gegen jüdische Solidarität unmöglich machen wird. Mit vorzüglicher Hochachtung Dr. Siegfried Moses. Boykott nicht lm Interesse des Wirlschaftsfriedens Aut Grund der Tatsache, daß in den letzten Monaten weite Kreise der Bevölkerung ihre Einkäufe außerhalb der Pfalz tätigten, weil sie glaubten, der Einkauf in bestimmten Geschäften an ihrem Ort könne ihnen schaden, gibt der Gauwfrtsehaftsberäter für die Pfalz 1t. ״Franklurter Zeitung“ vom 11. 10. bekannt, daß jeder einzelne Pfälzer seine Einkäufe weiterhin in den Geschäften seiner Heimatstadt vornehmen könne, in denen er bisher gekauft habe, da jeder Boykott einzelner u e schäfte nicht im Interesse des Wirtschafts• f r i e d e n s liege. Die ״Jüdische Rundschau“ an Ihre Bezieher in Croß• Berlin, Breslau, Frank• furt/Main und Hamburg Zur Bequemlichkeit unserer Leser in den oben genannten Städten werden wir ab 1. November 193 3 den Versand unserer Zeitung und das Einziehen der Bezugs■ gebühren dem Pastzeitungs« amt übertragen. Unseren Freunden in Groß-Berlin, Breslau, Frankfurt/M. und Hamburg wird also in Zukunft um den SO• eines feden Monats der Briefträger die Abonnements •Rechnung für den kommenden Monat vorlegen. Der Briefträger kassiert also erstmalig etwa am 20. Oktober. Die Bezugsgebühr beträgt RM 2.- pro Monat und schließt alle Spesen ein. Bei pünktlicher Zahlung erleidet die ständige Lieferung keinerlei Unterbrechung. Quartalszahler, Streifband-Bezieher werden wie bisher beliefert Jüdische Bundschau Vertriebs-Abteilung Filme mit jüdischen Darstellern Im Reiche ist in den letzten Wochen überall die Frage aufgetaucht, ob die Kinobesitzer noch Filme mit jüdischen Darstellern, die sie abgeschlossen haben, spielen müssen. Aut der in Frankfurt a. M. abgehaltenen Tagung des ״Landesverbandes der Lichtspieltheaterbesitzer von Hessen lind Hessen-Nassau“ im ״Rcichsverband deutscher Lichtspidtheaterbesitzer“ wurde diese Frage prinzipiell behandelt. Zimmermann (Frankfurt) präzisierte als Referent den Standpunkt der Reichsfilmkammer. An sich sei die Frage äußerst heikel, :n erster Linie gebe die Fi Im Zensur den Ausschlag. Habe sie einen Film zugelasscn, so dürfe er vorgeführt werden und jede Störung soll unterbleiben. Der ״Rcichsverband“ mahne aber in jedem Falle zur Vorsicht, Könne ein Kinobesitzer tiachweisen, daß er durch die Vorfülmmg eines solchen Films geschädigt werde, dann werde er versuchen müssen, sich rriit seinem Lieferanten, dem Film- Verleiher, auseinanderzusetzen. Auf Prozesse solle man es nicht ankomraen lassen. Wahrscheinlich würden in solchen Fällen Kinobesitzer und Verleiher sich in den Verlust teilen müssen. Einem Nationalsozialisten könne nicht zugemutet werden, in einem Film mit jüdische« Darstellern zu spielen oder eich einen solchen Film anzusehen. Es sei aber in Betracht zu ziehen, daß bereits vorhandene Filme gespielt werden müssen, damit nicht zuviel Volkswirtschaftliehe Werte verloren gehen. Das sei auch der Standpunkt der Reichsfilmkammer. Man dürfe nicht vergessen, daß bezüglich der neuen Filme, in denen jüdische Schau- Spieler mitwirken, das gleiche gelte wie für Rechtsanwälte. Wer heute noch mit Genehmigung der Reichsfilinkamnur seinen Beruf ausübc, der dürfe nicht daran gehindert werden. Wenn heute noch Filme mit jüdischen Darsteilem erscheinen, so geschehe das in i t Wissen und Willen der Reichsfilmkammer, die die Betätigung dieser Darsteller zulass c. Es kö-:e also nichts dagegen eingewandt werden. RentenzahloDg an auswandernde Kriegsopfer Das Versorgungsamt IV Berlin hat dem Reichsbund jüdischer Frontsoldaten eine Auskunft betreffend die Renten- Zahlung an Kriegsopfer, die auswandern wollen, erteilt. Danach ruhen die Renten, solange der Bezugsberechtigte ohne Zustimmung der Obersten Rdchsbehörde seinen Wobt!־ sitz oder dauernden Aufenthalt außerhalb des Deutschen Reiches hat. Für Empfänger von Versorgungsbezügen, die ihren Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt 1m Auslände haben oder ihn dorthin verlegen, ist, solange die Anschrift dem Versorgungsamt bekannt ist, die Zustimmung des Herrn Reichsarbcitsminislers vorbehaltlich des Widerrufs allgemein erteilt; die Versorgungsbezüge sind daher, weiterzuzalilen. Ist die Anschrift des Bezugsberechtigten nicht bekannt, sc־ ruhen die Versorgungsbezüge. Vor der Ausreise muß beim zuständigen Vcrsorgungsarnt unter der Angabe der genauen Auslandsanschrift die Abmeldung erfolgen und gleichzeitig angegeben werden, ob die Zahlung der Rente durch unmittelbare Ueberweisung an die Auslandsanschrift des Vcrsorgungsberechtigten, durch Ueberweisung auf das Konto bei einer inländischen Bank, Sparkasse, usw. oder durch Ucber- Weisung an einen in Deutschland wohnenden Bevollmächtigte:! erfolgen soll. Bei Aufgabe der Reich sangehörigkeif, die sofort anzuzeigen ist, ruht die Versorgung. Zum März eines jeden Jahres ist eine konsularisch beglaubigt(־ Lebens-• und Reichsangehür igkei tsbesch ci nigung beizubringeu- Da eine Kapitalabfindung aus Anlaß der Auswanderung gesetzlich nicht vorgesehen ist, wird für Siedlungen im Ausland c;::e Kapitalabfindung nicht gewährt. Palästina ״Export mit Arierprinzip? Im ״Anzeiger für Berg-, Hütten• und Mas chi n e n w es e n‘1 Essen, vom 10. 10. ist ein Aufsatz über die Exportaussichten für deutsche Maschinen in Palästina enthalten. In diesem Aufsatz wird äm Rahmen einer sachlichen Uebersicht über die Exportchancen u. a. folgendes gesagt: ״Die Gefahr, die unserem Geschäft mit Palästina durch die Boykottbewegung gegen Deutschland droht, wird z u - meist weit überschätzt. Man darf doch nicht zeige;- sen, daß Deutschland etwa 15 Prozent des Exportes palästinenc scher Früchte aufnimmt, und daß man daher tunlichst vermeide:! wird, sich einen solchen Abnehmer zu verscherzen, dessen ווו:!:* gerade jetzt bei der Intensivierung der Orangen- und Grapefruch:- kultur weniger als je entraten kann. Dies um so mehr, als England, das früher nahezu s/r der palästinensischen Citrusui;1׳. Grapefriiclite cinlührte, nunmehr seinen Kolonien und Domini.*; - wichtige Präferenzen nach dieser Richtung ziigestanden hat, d״• sich zum Schaden Palästinas auswirken müssen.“ Es ist gegenüber einer derart sachlichen Beurteilung der Lage einigermaßen erstaunlich, daß im weiteren Verlaut des Artikels bei der Behandlung der erforderlichen Werbetätigkeit gesagt wird, daß diese ״hauptsächlich durch Vermittlung eines mit Land und Leuten bestens vertrante» (unbedingt arischen) Vertreters geschehen kann“. Arierprinzip also auch in Palästina? Ls Scheint uns, daß es hier zumindest fehl am Platze ist! Um die Mischehe Die Zeitung ״Fränkisches Volk“ in Bayreuth vom 6. 10. beschäftigt sich in einem Artikel mit einer in Bayreuth bekanntgewordenen Mischehe zwischen einem Juden und einer arischen Braut, ln diesem Artikel wird u. a. folgendes gesagt: . . Der Rassenschande ist genug geschehen. Auch Bayre«!.: ist hinreichend gesegnet mit jüdischen Bastarden, lebendigen Dc!Amälern des Verrats und der Schande. Mau sieht sie hcrumkmicn und ihre Fremdartigkeit tritt schon im Aeußeren zutage. V«'ז schiefe Gang, die hcrausgcquollcncn Augen, das unruhige Mienen spiel, der kommunistische Zuschnitt, das sinddie gewöhnlichen Kennzeichen- Man sollte nach alttcstamentarischcn Rezepten solche schadhob׳' Stellen am Volkskörper austilgen oder ausbrennen. Ehrgemeu■• Schaft mit dem Erbfeind aller ehrlichen Menschheit? Mit cifirn Talmudjiinger, und schiene er, äußerlich betrachtet, noch so harmlos? . . .“ Auch wenn man die Mischehe scharf bekämpft, dürfte es unnötig sein, einen Standpunkt, für den es eine sachliche Motivierung durchaus gibt, durch Beschimpfungen z1-׳ begründen. _________ Am 15. Oktober fand der jährliche Besuch der Wiener Zionisten am Grabe Theodor Herzls statt. Der Grabgang, der sonst stets am Todestage Herzls, am 20. Tatrius, stattfindet, war diesmal auf ein späteres Datum verlegt worden. Im letzten Augenblick untersagte die Polizei den sonst üblichen Aufzug mit Fahnen. Die Teilnehmer durften sich aut dem Friedhof versammeln und konnten von dort aus am Grabe defilieren. Nr. 8 Da Die sonders sieht ms müssen / u s t e S t e u e 1 dern zci beratung gewand« und Arb jien dort der Füh Nachmit außerorc Besuche wesen, begriffet sammen! Zentrale Frauenv׳ wenn je Jringenc Die -;ichlich gionsget und all; rtucins Franzos! sport! in die «ung arheiter 100 Mit! keitsgef׳ hesonde nistische kursus Wir lieber N ist. Ho i ii d i s 1 Lösung. Trier, Tri« Dr. A! Die ers׳ mit den dieser! fälle de: das G11 hundert ist 11/2 macht die Na« Ziele h gewand neue H Mitte Bändel, Akadeti schaftlii Die Ge soziale und d; dischen K u 111! Die jüdisch׳ ungefä! steht c auf die Schulw N 1 durch Lehrer hiner I Jugend Da Verirai steigen De Rechni Aufgal liehe 1 fen ge inen. 1 scheidi vor. E ein, d Es lau Barme jüdiscl Wirts( Kurs Nuchn; Mitglii wachsi Frauei schon nach e neu G gonnei alters amt crkani sprucl bündi; lm Bt Auch Neuhe Zeit < außer׳ sportl den k sen, < Gerne: und i Von