Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 78 (29.9.1933)
- Date
- 1933-09-29
- Page
- Seite 603 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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)33 Nr. 78, 29. IX. 1933 modische Rundschau Seite 601 inwan- 1 Aus- 1it be- -ן eieistet;terung könngroße s muß t körn- 1. Fast n und aß t'er reitung gesetzt us den letzitlehren olle im :r riehrtric- US der t. jede na soll Verantlassen, schran- ה Platz iesichts- 1 dieser lealvorzweck■ niemals r Erde, :utschen Ortsgruppen Düsseldorf. Am 18. 9. fand eine Zusammenkunft unserer Ortsgruppe statt, in der über die Arbeit des letzten Jahres gesprochen wurde. Es stellte sich ein erfreulicher Aufschwung unserer Bewegung heraus. Vor allem beginnt die Jugend, die sehr zahlreich erschienen war, sich immer mehr auf Palästina einzustellcn. Die Struktur unserer Ortsgruppe hat sich besonders im letzten Halbjahr durch die Abwanderung einer großen Zahl von aktiven Mitgliedern stark gewandelt. Besonders schwer wurde die Leitung durch die Uebersiedlung der besten Kräfte betroffen. Doch fanden sich erfreulicherweise immer wieder Menschen, die die entstandenen Lücken ausfüllten. Die wesentlichen Arbeiten der Ortsgruppe: Keren Kajemeth, Keren Hajessod, Hebräische Sprachschule, Oemeindearbeit, Palästina-Beratung, wurden nach besten Kräften und mit gutem Erfolg durchgeführt. Die Zahl der Mitglieder hat sich stark gehoben, die Zahl der Rundschau-Abonnenten hat sich sogar verfünffacht. Der Andrang zur hebräischen Sprachschule, die sich trotz anfänglich schwer zu bewältigender Hindernisse und nur geringer Förderung durch die Gemeindeleitung gut entwickelt hat, ist außergewöhnlich. Ein pädagogisch hervorragender Lehrer steht zur Verfügung. Die Einstellung eines zweiten, wie wir hoffen palästinensischen, Lehrers ist in Aussicht genommen. Bei der Aussprache kam die allgemeine Ueberzeugung zum Ausdruck, daß durch die bevorstehenden Gemeindewahlen die Leitung der Gemeinde eine Erneuerung und Auffrischung durch aktive, voll im Judentum wurzelnde Kräfte erfahren müsse. Gelte es doch, aie deutschen Juden auf dem schweren Wege der Um- Stellung von einer früher möglichen Ideologie zu neuen Erkenntnissen zu führen. Dazu brauchen die Vertreter der bisherigen Epoche unbedingt die Unterstützung der Menschen, die, die Entwicklung der Dinge vorausfühlend, sich seit langem aut die Forderungen der Zukunft eingestellt hatten. Interessant war die Aussprache über den neuen Zweig unserer Arbeit, die Palästina-Beratung, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Mit einem Dank an die scheidenden langjährigen Mitarbeiter, Fräulein Mine Meyer und Herrn Dr. Ludwig Löwenstein, schloß die Zusammenkunft. — Jeden Mittwoch findet regelmäßig abends 8.30 Uhr in den Räumen der Düsseldorf-Loge, Grafenberger Allee 78, eine Zusammenkunft aller Freunde des Zionismus statt. Der Abend dient der Information und der zionistischen Weiterbildung. en Zaer Ent• 11t aller! ebe um i.iftliehi ein, daa cb e 11 dem •״<!״ chlosscn nsehbil״ r BocUi»-, 'lichkeiten efmftrken. 946 15he1, >ekou finde״ igan «io un0. בנה אי תל־ רח׳ שדרוו ז■ י• 119 ב:ק אשר יי'8ה׳ הו chäfle teilen. eherner Karsai ■* e h a f l ide Mädel'“ ׳ HiUMibolf ick• und 11 1H«n *n Essen. In diesen Tagen verläßt uns unser Ehrenvorsitzender, Herr Adolf Koch, um mit seiner Gattin nach Palästina zu übersiedeln. Wir verlieren in Herrn Koch einen unserer bewährtesten und rührigsten Gesinnungsgenossen, aut dessen Wirken nicht nur die Gründung der Zionistischen Ortsgruppe zurückzuführen ist, sondern der sich weit über unseren Ort hinaus für unsere Bewegung betätigt hat. Die Essener Zionisten wünschen Herrn Koch und Gattin das Allerbeste für ihr ferneres Wirken in Erez Israel. Harburg. Kürzlich sprach in der Harburger Ortsgruppe vor einem außergewöhnlich großen Zuhörerkreis Dr. Benno Cohn, Berlin. Er gab in knapper sachlicher Form einen Ueberblick über die Lage der Weltjudenheit, betonte die Notwendigkeit der Berufsumschichtung und wies auf Palästina hin als auf das Land, in dem allein es Juden möglich ist, einen normal geschichteten Volkskörper aufzubauen. Dr. Cohns Vortrag hatte mehrere Neuanmeldungen für die Ortsgruppe zur Folge. Kolberg. Auch Kolberg hat jetzt eine Zionistische Ortsgruppe. Es sind bereits etwa 20 Mitglieder gemeldet. Aus den Nachbarstädten sind auch Mitglieder eingetreten, z. B. aus Schievclbein, Belgard a. P. und Golnow. Gleich nach Jom Kippur werden iür Erwachsene und Jugendliche hebräische Kurse beginnen. Eine Jugendgruppe ist in der Gründung begriffen. Um die Jugendlichen zu erfassen, sind Kinderzusamrnenkünfte, Spiel- und Srngnachmittage geplant Wir versprechen uns hiervon einen vollen Erfolg und hoffen, daß die Umgebung wie Köslin, Treptow und Naugard diesem Beispiel folgen wird. Der nächste Vortrag findet gleich nach den Feiertagen statt. Das Amt des Vorsitzenden hat vorläufig Herr Dr. Marcus, Kolberg, übernommen. Ihm zur Seite steht Frl. Hi II er, Kolberg, als Schriftführerin. Nach einem Vortrag über den Zionismus von Herrn Aron aus Stolp hat Herr J. Polcinski, Kolberg, die Idee aufgegriffen und die Vorarbeiten zur Gründung der Ortsgruppe durchgeführt. Leipzig. Am 23. August sprach Herr Dr. Elias Auerbach im überfüllten Saale des Centraltheaters vor etwa 1000 Zuhörern, die sich zu einem großen Teil aus bisher noch nicht zionistisch erfaßten Personen zusammensetzten. Er behandelte in überaus fesselnder Weise das Thema ״Palästina und die deutschen Juden“ und brachte eine Fülle von Tatsachen vor, die den Zuhörern ein reales Bild von dem kulturellen und wirtschaftlichen Leben in Erez Israel vermittelten. Die Versammlung, die den Ausführungen des Vortragenden mit großem Interesse folgte, dankte dem Redner mit starkem Beifall. Der Gesang der Hatikwah beschloß die Veranstaltung. Am selben Abend erfolgte noch eine große Zahl von Neuanmeldungen. Sächsischer Gruppenverbandstag ln Leipzig. Am Sonntag, dem 10. September, fand als Auftakt für die zionistische Winterarbeit im Saale des Jugendheimes eine Gruppenverbandstagung statt. Vertreter der Ortsgruppen Chemnitz, Dresden, Zwickau, Plauen und Leipzig waren der Einladung zahlreich gefolgt, Adolf Po Hak behandelte in seinem Vorrnittagsreferat die dringlichsten Aufgaben der zionistischen Arbeit, wie sie in Deutschland heute geleistet werden muß. Er betonte die Notwendigkeit des Einsatzes aller Menschen, die große Verantwortung der zionistischen Organisation gegenüber den neuen, ständig zunehmenden Mitgliedern, aber auch den noch abseits Stehenden gegenüber, die die jüdische Wirklichkeit noch nicht ■erfaßt haben. Außer der erzieherischen Arbeit, die in der Hauptsache sich mit Hachscharah, Berufsumschichtung und Berufsberatung zu befassen habe, müsse besondere Tatkraft für Erez Israel aufgewendet w׳erden, wo für den zu erwartenden Einwanderungsstrom weite Bodenflächen bcreitgestellt werden müßten. Die einzelnen Punkte wurden in einer eingehenden Diskussion, die wertvolle Anregungen brachte, genau durchgesprochen. Am Nachmittag sprach El. L i e b e n s t e i n - Ain Charod über die schwere Arbeit, die sowohl in Erez Israel als auch hier ge- Listet werden müsse. Er warnte vor der Gefahr des ״leichten Zionismus“, die heute mehr dann je zu bekämpfen sei. Die Tagung schloß mit einer öffentlichen Veranstaltung am Abend, in der El. Liebenstein die Wirklichkeit der Arbeit einer Kwuzah darstellte. Die Zuhörer waren gerade durch die nüchterne Sachlichkeit der Rede auf das nachhaltigste beeinflußt. Ludwigsburg (Württbg.). Am 23. September sprach hier der Vorsitzende der Stuttgarter zionistischen Ortsgruppe Rechtsanwalt Dr. Paul Tänzer in einem sehr gut besuchten Vortragsabend. Er behandelte das Thema ,,Juden der Gegenwart“ und stellte in klarer, ausführlicher Weise das ße amte Palästinaproblem vom Gesichtspunkte der deutschen Juden aus dar. Der Abend war ein voller Erfolg. Anschlie- »end an den Vortrag wurde hier eine zionistische Ortsgruppe gebildet, zu der sich ein großer Teil der Anwesenden als Mitglieder anmeldeten. Aus den Gemeinden Bielefeld. Die Provinzialstelle für jüdische Wirtschaftshilfe in Westfalen erstattet soeben ihren Geschäftsbericht für die Zeit von Ende Mai bis Mitte September 1933. Die am 21. Mai 1933 in Bielefeld vom Verband der Synagogengemeinden Westfalens gegründete Provinzialstelle ist der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshife in Berlin angegliedert. Ihr Aufgabenkreis umfaßt: 1. Beratung in Rechts- und Wirtschaftsangelegenheiten, 2. Auswandemngsberatung und Gewährung von Auswanderungsbeihilfen, 3. Berufsumschichtung und Vermittlung von Arbeitsmögikhkeiten hierfür, 4. Finanzielle Hilfeleistung zwecks Erhalturig und Neuaufbaues wirtschaftlicher Existenzen. Es sind ׳ bisher ungefähr 120 Gesuchl der verschiedensten Art bearbeitet worden. Der Befrag der von ihr bisher geleisteten oder fest zugesagten Hilfszahlungen beläuft sich zurzeit insgcsamt auf 1162 RM. Es ist hierdurch die sonst nirgendwo erreichbare Hilfe zur Erhaltung geschäftlicher Unternehmungen oder zur Stützung von Einzelexistenzen gewährt und mehreren, zum Teil sehr kinderreichen Familien die Aus- Wanderung ermöglicht oder erleichtert worden, die größtenteils nach Palästina ging. Eine Anzahl kreditsuchender Geschäftsleute mußte leider abschlägig beschieden werden, da die Mittel der Provinzialstelle für diese erbetenen Darlehen nicht ausreichten. Ihnen kann nur durch eine Bezirks- Darlehnskasse für Westfalen geholfen werden, sofern die Unterlagen für einen Kredit ausreichen. Die Gründung einer solchen Darlehnskasse, die als eine der wichtigsten Pflichten der Gemeinden Westfalens angesehen werden muß, ist in der Sitzung des Verwaltungsausschusses der westfälischen Gemeinden vom 10. September beschlossen worden. Die Vorarbeiten zur Ausführung dieses Be- Schlusses sind im Gange. — Mit ganz besonderem Nachdruck ist die Beschaffung neuer Arbeits möglichkeiten und in engster Verbindung damit die Ber u f s u m s c h i c h t 11 n g in die Wege geleitet worden. Diesen Zwecken diente zunächst eine, den größten Teil der westfälischen Gemeinden umfassende statistische Aufnähme aller vorhandenen gewerblichen Unternehmungen, der Arbeitsuchenden und der verfügbaren Arbeitsstellen. Es wurden auch Beihilfen zur Berufsumschichtung gewährt. Gleiwitz. Die Repräsentantenversammlung am 18. Septbr. beriet und genehmigte den Etat des laufenden Jahres in Höhe von rd. 99 000 M.; das bedeutet im Vergleich zum Vorjahre eine Senkung von etwa 10000 M. Der Titel ״Wohltahrt“ beansprucht 15 000 M.; darin sind aber die Verwendung der L.egatszinscn, der Betrag für die ,,Oberschlesische Arbeiter- und Wanderfürsorge“ (1100 M.) und für den jüdischen Kindergarten (1800 M.) nicht enthalten. Die Gemeinde Gleiwitz gibt demnach für Wohlfahrtszwecke alljährlieh weit über 20 000 M. aus. (Außerhalb des Etats steht noch die freie Wohlfahrtspflege durch die ״Wirtschaftshilfe“ und die verschiedenen jüdischen Organisationen.) Der Steuersatz betrug im Jahre 1932 19 ®/o des Einkommensteucrsolls oder 60 0/0 der Vermögensteuer. Die Beschlußfassung über die Wahlordnung, die nach der seinerzeit erfolgten Annahme des Proportionalwahlrechtes im Rahmen der neuen Statuten zur Beratung stand, wurde zurückgestellt, da eine Einigung über die (in der Wahlordnung außer acht gelassene) Möglichkeit einer Listenverbindung (Antrag R.-A. Ehrlich) nicht erzielt werden konnte. Das Interesse für die Erlernung der hebräischen Sprache nimmt hier ständig zu; die Anzahl der Teilnehmer an den Kursen ist bisher auf 80 Personen gestiegen; im Oktober werden unter der Leitung von Herrn Rabbiner Dr. Ochs zwei weitere hebräische Kurse für Jugendliche und Erwachsene eingerichtet. Außerdem veranstaltet die Gemeinde zur Förderung allgemeiner Bildungsbestrebungen im Oktober Lehrgänge in Deutsch, Erdkunde, Rechnen und Damenschneiderei. Mülheim a. d. Ruhr. Von hier sind bisher im ganzen 15 Familien abgewandert, teils nach Frankreich, teils nach Palästina, teils nach größeren Städten der Umgebung. Dasselbe Bild haben wir in den benachbarten Städten, wie Oberhausen, wo die Abwanderung sich auf 80 Personen stellt, und Duisburg, wo etwa die Hälfte aller ostjüdischen Gemeindemitglieder die Stadt verlassen hat. Aehnlich liegen die Verhältnisse in den meisten Städten des Rhein- und Ruhrgebictes. Wuppertal-Barmen. Im 63. Lebensjahre starb nach längerem Leiden der Ehrenvorsitzende des Isr. Männervereins (Chevvrah) Herr Moritz Goldschmidt. Ueber ein Jahrzehnt führte er mit Umsicht und Tatkraft als Vorsitzender die Geschicke dieses Vereins. Darüber hinaus war er überall dort in der Gemeinde tätig, wo es zu helfen galt. Die Gemeinde würdigte die große Arbeitsfreudigkeit dieses Mannes, indem sie ihn in die Repräsentanz und später, bis zu seiner Erkrankung, in den Gemeindevorstand berief. Viele Jahrzehnte gehörte er dem Synagogenchor an und hat auch aushilfsweise als Vorbeter gewirkt. Aus der Jugend- und Chaluxbcwegung Frankfurt a. M. Snif Hechaluz. Anschrift und Anfragen bei Dr. Karl Guggenheim, Eschenheimer Anlage 30, Tel. 55921. Snifabend jeden Dienstag um 20.30 Uhr im jüdischm Jugendheim, Eschersheimer Landstr. 65. Der Hechaluz braucht für seine Bibliotheken in den Hachscharahgrupperr mehrere Exemplare von jüdischen und zionistischen Schriften. Unter anderem werden besonders die Bücher von Bonne: Palästina, und von Schlüpf: Handbuch der Landwirtschaft, Jubiläumsausgabe, gebraucht. Sendungen sind zu richten an die Tarbuthabteilung des Hechaluz, Berlin W15, Meinekestr. 10. Vom Brith Chaluzim Dathiim. Wir erhalten folgende Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung: Das Anwachsen der gesetzestrcucn Hachscharah bringt eine Vergrößerung der Ortsgruppenzahl des Brith Chaluzim Dathiim mit sich. — Unserem Erzichungsprogramm gemäß legen wir auf eine fundierte geistige Hachscharah besonderes Gewicht. Um sie erfolgreich zu gestalten, ist es erforderlich, alle unsere Gruppen mit der notwendigen Literatur zu versorgen. Wir sind hierbei auf die Unterstützung aller Freunde des gesetzestreuen Palästina-Aufbaus angewiesen. Wir wenden uns daher an alle Freunde unserer Arbeit lind bitten diese, in ihrer Bibliothek Umschau zu halten nach evtl, vorhandenen Doublettcn und Büchern, die sie entbehren können und die für uns von großer Wichtigkeit sind. Wir bitten ganz besonderes Augenmerk auf Fälle zu richten, in denen Büchermaterial durch Auswanderung von Familien oder durch Auflösung kleinerer jüdischer Gemeinden frei wird, und uns mit den betreffenden Stellen in Verbindung zu bringen. Besonderen Wert legen wir aut Exemplare vom Tenach, Hefte und Jahrgänge des ״Jeschurun“, Hefte und Jahrgänge der Zeitschrift ״Der Jude“ und Literatur über die gesetzestreue und zionisfisclie Bewegung. Aber auch andere jüdische Bücher sind uns erwünscht. Wir bitten deshalb uns bzw. unseren Snifim mitznteilen, wann einer unserer Chawerim die für uns bestimmten Bücher in Empfang nehmen darf. Brith Chaluzim Dathiim, Berlin N 54, Rosenthaler Str, 55« Aus der hebräisdien Arbeit Hebräische Kurse der B. Z. V. Für die nächste Zeit ist ein weiterer Kursus für Jugendliche im Alter von 14 bis 17 |ahren im Zentrum geplant. Beginn von Anfängerkursen: Montag, den 2. 10., Meinekestr. 10, 8 Uhr, unter Leitung von Dr. Kalecko. Ferner sind in folgenden Stadtteilen neue Anfängerkurse geplant: Bayerischer Platz, Charlottenburg, Alexanderplatz, Neukölln, Ternpelhof. Die Kurse finden um 6 und 8 Uhr abend statt. Teilnehmerzahl: 14 bis 16 Personen, zweimal wöchentlich, je l!/3 Stunden, Preis pro Monat 3 RM. Außerdem sind Nachmittagskurse im westen von 8—9 Teilnehmern in Aussicht genommen, welche zweimal wöchentlich zu je 14,י Stunden stattfinden. Preis pro Monat 5 RM. Die Aufnahme von Teilnehmern, die schon einige Vorkenntnisse besitzen, ist in verschiedenen Kursen, die vor einiger Zeit begonnen haben, noch möglieh. Anmeldungen für sämtliche Kurse schriftlich unter Beifügung von 0,20 RM. Porto an die Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10, 4. Stock, oder in der Sprechstunde nur zwischen 4 und 6 Uhr. Wir sind in der Lage, erfahrene Lehrer für hebräischen Privatunterricht nachzuweisen. Hebräischer Kursus für Weitfortgescbrittene. Am 1. Oktober wird ein Kursus für Weitfortgeschrittene, die sich hebräisch unterhalten und allgemeine Kenntnisse der Grammatik haben, eingerichtet. Es wird Unterricht erteilt in: 1. Bibel und grammatikalischer Sprach-Analyse, durch Herrn Dr. Kanliwatzki, 2. Neuhebräischer L iteratur und Presse durch Herrn Dr. S. Kalecko. Die Kurse finden je zweimal wöchentlieh zu je 2 Stunden statt. Anmeldungen haben zu erfolgen bei der Berliner Zionistischen Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10, 4. Stock, oder telephonisch bei Herrn Dr. Kalecko am Dienstag und Donnerstag zwischen 4—5 Uhr: Bismarck 7165, Apparat 32. In der Ortsgruppe Berlin-Tempelhof beginnt Mitte Oktober ein neuer hebräischer Kursus für Anfänger. Weitere Meldungen erbeten an Siegfried Freudcnlicim, Ternpelhof, Hohenzollernkorso 8, oder B. Z. V., Meinekestr. 10. Die Hebräische Lehranstalt der jüdischen Gemeinde zu Berlin, Große Hamburger Straße 27 und Klopstocksfraßc 58, bietet Erwachsenen und Schillern Gelegenheit zu einer gründlichen Ausbildung im Hebräischen. In einer Anzahl von aufsteigenden Klassen wird Hebräisch von der Einführung in die Sprache bis zu ihrer vollständigen Beherrschung gelehrt. Es wird ebenso Wert gelegt auf die praktische Erlernung von Wort und Schrift als auch auf die Kenntnis des hebräischen Schrifttums der Vergangenheit und Gegenwart. Der Unterricht findet für Schüler am Nachmittag, für Erwachsen« am Nachmittag cind an den Aoenden statt, und zwar in jeder Klasse zweimal wöchentlich zweiständig. Das Schulgeld beträgt monatlich 1 M. Minderbcmittelten kann das Schulgeld ermäßigt oder erlassen werden. Die nächsten Anfängerklassen werden nach Beginn des Winter- Semesters im Oktober eröffnet. Genaueres darüber wird an dieser Stelle bekanntgegeben. Fortgeschrittene können jederzeit in den bestehenden Klassen Aufnahme finden. Zu- Schriften sind an die Adresse des Leiters der Hebräischen Lehranstalt, Herrn N. Berggrün, Grunewald, Trabener Str. 2, zu richten. Palästina - Hinweise Die Hitachduth Olej Germania, Tel-Aw!w, teilt folgendes mit: Wir halten es für richtig, wenn bei Beratung der Ein- Wanderer mit Nachdruck auf die Ueberfüliung Tel-Awiws hingewiesen wird. Das Wohnungsproblem wird hier immer brennender. Die starke Bautätigkeit kann in keiner Weise der Einwanderung gerecht werden und die Wohnungspreise steigen entsprechend. Dreizimmerwohnungen kosten heute zuweilen £ 10 monatliche Miete. Monatliche Ladenmiete in besserer Geschäftsgegend beträgt £ 20 und zuweilen erheblich darüber. Ein unmöbliertes Einzelzimmer ist heute kaum für weniger als für .£ 4 zu haben. Die meisten Wirte gestatten nicht, daß Familien mit Kindern in Einzelzimmer ziehen. Es werden allerlei Pläne für Barackenfrau und gemeinnützigen Häuserbau erwogen und es ist ja auch in London ein Betrag für Wohnungsbau bewilligt worden. Es ist aber noch ganz, unsicher, was daraus werden wird und wann eine Erlcichterung daraus zu verspüren sein wird. Die Konzentration des größten Teils der Einwanderer aus Deutschland in Tel- Awiw ist unter diesen Umständen eine sehr bedenkliche Erscheinung, und es scheint uns richtig zu sein, wenn schon vorher die Einwanderer darauf aufmerksam gemacht werden. Die Arbeitsverhältnisse sind mindestens in Haifa, aber in gewissem Umfang auch in Jerusalem, nicht ungünstiger als in Tel-Awiw. Die Jüdische Jugendhilfe E. V. teilt mit, daß in der Mädchen-Lehrfarm bei Jerusalem noch Mädchen im Alfer von 15—17 Jahren aufgenommen werden können. Monatlicher Zuschuß 3—4 Pfund. Näheres irn Büro der Jugendliiife, Charlottenburg 2, Blcibtreustr. 50. Sprechstunden Montag bis Freitag von!';5—1/6״ Uhr. Mitteilung des K. J. V. P a 1 ä s t i n ar c i s e des K. J.V. Am 1. 11. ab Berlin, mit Dampfer Vulcania ab Neapel 3. 11. über Bari, Athen nach Haifa. Vom 8. 11. bis 22. 11. Aufenthalt mit Rundreise im Lande. Am 22. 11. abends Einbootung in Haifa, Ankunft in Berlin am 28. 1118 ״ Uhr, Anhalter Bahnhof. Die Reise im Lande wird durch de!! Palestine & Egypt Lloyd geleitet und stellt eine ausgezeichnete Gelegenheit dar, in verhältnismäßig kurzer Zeit die wesentlichsten Punkte Palästinas zu sehen. Vorträge von Fachleuten über die verschiedenartigen Fragen des Aufbaus eben die Möglichkeit eines raschen Eindringens in die robleme Palästinas. Unser Prospekt ist soeben erschienen. Wir bitten, denselben anzufordern. Das Präsidium des K. J. V., Berlin-Charlbg., Blcibtreustr. 50. U. O. B. B. Haifa. Mitglieder des U. O. B. ß., die nach Haifa kommen, werden gebeten, sich in der Bank ot Landlords (Merkas) bei Br. Schichmann (nachm. 3—5) oder bei Br. Dr. Schachtel (vorm. 9—11) zu melden, wo ihnen auch gerne Auskünfte erteilt werden. Regelmäßige Zusammenkünfte jeden Donnerstag Abend von 84י Uhr ab im Cafe Companiez, Herzl-Straße (Separates Zimmer). Mitteilung des Palästina-Amtes. Das Palästina-Amt weist darauf hin, daß alle diejenigen Palästina-Interessenten, die eine über £ 1000 hinausgehende Vermögensausfuhrgcnchmigung erhalten haben, sich zwecks Kapitaltransfers im Rahmen des Runderlasses des Herrn Reichswirtschaftsmimsters vom 28. August 1933 (abgedruckt in der ״Jüdischen Rundschau“ Nr. 71) an die ״Palästina-Treuhandstelle zur Beratung deutscher Juden G.m.b.H.“, Berlin SW68, Friedrichslr. 218. wenden mögen. Dagegen ist es vollkommen zwecklos, diese Stelle für allgemeine Palästina-Beratungen in Anspruch zu nehmen und sich über die Wege dort unterrichten zu wollen, die zur Freigabe von Kapital für Palästina führen. Hierüber unterrichten nach wie vor lediglich die Abteilungen des Palästina-Arntes der Jewish Agency for Palestine, Berlin W. 15, Meinekestr, lß.